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Impfung für Medienschaffende?



Der Joker unter den Foren -- für alles, was mehrere Kategorien gleichzeitig betrifft, oder in keine paßt
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robbie
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Re: Impfung für Medienschaffende?

Beitrag von robbie » Mo 03 Mai, 2021 17:05

Ich bin zwar aus Ö, aber ich gehe davon aus, dass wir sehr bald bestimmte Pressekonferenzen und Co nur "geimpft" bekommen. Ich habe über einen anderen Weg, nicht über den Beruf, sondern über die Tätigkeit in einer Einsatzorganisation vor 2 wochen eine Impfung bekommen. Der ORF fängt auch schon an, Impfwillige abzufragen, hier soll es in den nächsten 2-3 wochen schon soweit sein...
Schöne Grüße,
Robbie
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"Ein Problem ist halb gelöst, wenn es gut erklärt wurde"
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Pianist
Beiträge: 6690

Re: Impfung für Medienschaffende?

Beitrag von Pianist » Mo 03 Mai, 2021 17:19

Ich finde es übrigens gut, dass sich dieser Thread jetzt in die Richtung "Wie Filmemacher gesund bleiben" entwickelt. Als Freiberufler muss man ja selbst für sein betriebliches Gesundheitsmanagement sorgen.

Auch wenn das jetzt sehr ins Detail geht: Ich habe mir sogar schon mit Mitte 40 erstmals in den Magen und in den Darm schauen lassen. Und ein Ultraschall vom Herz habe ich auch. Meine Aorta ist in Topform.

Matthias
Filme über Menschen, Politik und Technik.




dienstag_01
Beiträge: 11052

Re: Impfung für Medienschaffende?

Beitrag von dienstag_01 » Mo 03 Mai, 2021 18:26

Pianist hat geschrieben:
Mo 03 Mai, 2021 17:19
Ich finde es übrigens gut, dass sich dieser Thread jetzt in die Richtung "Wie Filmemacher gesund bleiben" entwickelt. Als Freiberufler muss man ja selbst für sein betriebliches Gesundheitsmanagement sorgen.

Auch wenn das jetzt sehr ins Detail geht: Ich habe mir sogar schon mit Mitte 40 erstmals in den Magen und in den Darm schauen lassen. Und ein Ultraschall vom Herz habe ich auch. Meine Aorta ist in Topform.

Matthias
Also ehrlich, das ist ja wohl das mindeste.
Wichtiger ist doch der Nachweis, dass deine Zeugung Ergebnis eines Screenings unter potentiellen Eltern war (mit Vermerk über die Anzahl).
Oder haben die etwa einfach so...




Bluboy
Beiträge: 1648

Re: Impfung für Medienschaffende?

Beitrag von Bluboy » Mo 03 Mai, 2021 19:42

Wer en nächsten Winter über geschützt sein will solle sich im Herbst impfen lassen

https://www.t-online.de/gesundheit/kran ... ieren.html




carstenkurz
Beiträge: 4956

Re: Impfung für Medienschaffende?

Beitrag von carstenkurz » Di 04 Mai, 2021 12:04

Matthias wurde erhört. Musst halt kurz umziehen.

https://www.djv-rlp.de/startseite/info/ ... n-moeglich
and now for something completely different...




Axel
Beiträge: 13870

Re: Impfung für Medienschaffende?

Beitrag von Axel » Di 04 Mai, 2021 12:06

Das geht jetzt rubbeldikatz.
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...




carstenkurz
Beiträge: 4956

Re: Impfung für Medienschaffende?

Beitrag von carstenkurz » Di 04 Mai, 2021 13:10

'Dummerweise' kommen zu den bisher und vorläufig noch überwiegend Erstgeimpften so langsam auch immer mehr Zweitimpfungen dazu, die den Fortschritt etwas verlangsamen, je nach Sicht auf Nutzen/Wirksamkeit der Erstimpfungen alleine. Die Engländer sind ja ganz gut mit ihrer Strategie gefahren.
and now for something completely different...




Jalue
Beiträge: 1009

Re: Impfung für Medienschaffende?

Beitrag von Jalue » Mi 05 Mai, 2021 00:28

Ich bin schon irritiert davon, wie die Ängste hier hochkochen - und auch von wem. Die Medienbranche ist kein Kulminationspunkt von Risikogruppen, bei den meisten hier dürfte die Gefahr, an einem Herzinfarkt wegen Überarbeitung zu verrecken, deutlich über der eines Covid-19-Exitus liegen.

Trotzdem rangiert das Flehen nach der „rettenden Spritze“ von der Vehemenz her weit oberhalb der Forderung nach humanen Arbeitsbedingungen, Einhaltung von Tarifgehältern, Verhinderung von Praktikantenausquetsche, etc. Der Medien-Neolib ist, bei aller selbstgefühlten Härte, letztlich eben doch ein zartes, vulnerables Rehlein. ;-)




pillepalle
Beiträge: 3886

Re: Impfung für Medienschaffende?

Beitrag von pillepalle » Mi 05 Mai, 2021 00:48

Pianist hat geschrieben:
Mo 03 Mai, 2021 17:19
Auch wenn das jetzt sehr ins Detail geht: Ich habe mir sogar schon mit Mitte 40 erstmals in den Magen und in den Darm schauen lassen.
Ich hoffe nicht mit der Amira. Du hattest sie doch verkauft weil sie Dir zu groß war :) Aber das Bild ist schon schön.



VG
Eigene Gedanken müsste man haben...




TheGadgetFilms
Beiträge: 1082

Re: Impfung für Medienschaffende?

Beitrag von TheGadgetFilms » Mi 05 Mai, 2021 11:10

Jalue hat geschrieben:
Mi 05 Mai, 2021 00:28
Ich bin schon irritiert davon, wie die Ängste hier hochkochen - und auch von wem. Die Medienbranche ist kein Kulminationspunkt von Risikogruppen, bei den meisten hier dürfte die Gefahr, an einem Herzinfarkt wegen Überarbeitung zu verrecken, deutlich über der eines Covid-19-Exitus liegen.

Trotzdem rangiert das Flehen nach der „rettenden Spritze“ von der Vehemenz her weit oberhalb der Forderung nach humanen Arbeitsbedingungen, Einhaltung von Tarifgehältern, Verhinderung von Praktikantenausquetsche, etc. Der Medien-Neolib ist, bei aller selbstgefühlten Härte, letztlich eben doch ein zartes, vulnerables Rehlein. ;-)

Was nützt dir ein toller Job mit Herzinfarktgarantie, wenn du tot bist ?! Jeder sollte so schnell wie möglich geimpft werden.
Alle Priorisierungen, die nicht mit dem Alter zu tun haben, sind genau so schwachsinnig wie diese "Kinder an Board" Aufkleber auf Autos. E




Axel
Beiträge: 13870

Re: Impfung für Medienschaffende?

Beitrag von Axel » Mi 05 Mai, 2021 12:16

TheGadgetFilms hat geschrieben:
Mi 05 Mai, 2021 11:10
Alle Priorisierungen, die nicht mit dem Alter zu tun haben, sind genau so schwachsinnig wie diese "Kinder an Board" Aufkleber auf Autos.
Das heißt, du sollst besondere Rücksicht nehmen. Nicht zu dicht auffahren, nicht von der Straße drängen und beim Rechts-Überholen keinen Stinkefinger zeigen.
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...




Pianist
Beiträge: 6690

Re: Impfung für Medienschaffende?

Beitrag von Pianist » Do 06 Mai, 2021 09:05

Jetzt habe ich tatsächlich mal einen Auftrag abgelehnt bzw. darum gebeten, das zu einem späteren Zeitpunkt bei passender Gelegenheit nachzuholen: Da wollte mich ein Auftraggeber aus der Bahntechnologiebranche kommende Woche an eine Bahnstrecke zwischen Südfrankreich und Nordspanien schicken, weil sie dort gerade arbeiten. Das wäre derzeit wirklich zu kompliziert, zumal ich nicht fliegen würde. Das wird also erst mal zurückgestellt.

Mein Impfthema konnte ich inzwischen übrigens zu meiner Zufriedenheit lösen.

Matthias
Filme über Menschen, Politik und Technik.




ruessel
Beiträge: 7223

Re: Impfung für Medienschaffende?

Beitrag von ruessel » Do 06 Mai, 2021 09:11

Jetzt habe ich tatsächlich mal einen Auftrag abgelehnt bzw. darum gebeten, das zu einem späteren Zeitpunkt bei passender Gelegenheit nachzuholen:
Ist das nicht gefährlich? Ein anderer springt gerne ein und schwupps merken deine Auftraggeber: Andere können auch Filmchen machen.

Mich hat das 2011 ca. 50.000 Eur gekostet..... ich lag im Krankenhaus und konnte den Messefilm nicht machen. danach übrings nie mehr ein Film für diese Firma.
Gruss vom Ruessel

Die nackte Kanone:
"Ich möchte eine Welt, in der Würmer und Insekten endlich wieder schmecken. Ich möchte eine Welt, in der ich aus einer Toilette trinken kann ohne Ausschlag zu kriegen"




dienstag_01
Beiträge: 11052

Re: Impfung für Medienschaffende?

Beitrag von dienstag_01 » Do 06 Mai, 2021 09:16

Interessant zum Thema Impfen: es gibt Zahlen, die darauf hindeuten, dass der Impfschutz schon zwei Wochen vor der Impfung einsetzt ;)




Pianist
Beiträge: 6690

Re: Impfung für Medienschaffende?

Beitrag von Pianist » Do 06 Mai, 2021 09:20

ruessel hat geschrieben:
Do 06 Mai, 2021 09:11
Ist das nicht gefährlich? Ein anderer springt gerne ein und schwupps merken deine Auftraggeber: Andere können auch Filmchen machen.
Nein, gerade besagter Auftraggeber käme niemals auf die Idee, jemand anderen auf eine Bahnbaustelle zu schicken. Einmal aus Gründen des Arbeitsschutzes, und dann eben auch, weil die Wahrscheinlichkeit, dass da inhaltlich genau das rauskommt, was die haben wollen, äußerst gering wäre. Es gäbe niemanden vor Ort, der sowas intensiv betreuen könnte, und man müsste das ausführlich und detailliert vorbereiten, dafür hätte niemand Zeit. Wird einfach in die Zukunft verschoben.

Matthias
Filme über Menschen, Politik und Technik.




Cinemator
Beiträge: 576

Re: Impfung für Medienschaffende?

Beitrag von Cinemator » Do 06 Mai, 2021 09:41

Ich habe seit Pandemiebeginn drei langjährige Kunden verloren. Die werde ich wohl nicht zurückgewinnen können. Mir blieben/bleiben aber in der Online Abwicklung einige reine Textjobs. Künftiges Neugeschäft dürfte recht mühsam werden. Trotzdem bleibe ich gelassen. Genieße derzeit mein Sabbatical und werde evtl. den Sommer noch dazupacken, wenn die Werbebudgets weiterhin runtergefahren bleiben. Impfung kommt Ende Mai.
Ein guter Schuss zur rechten Zeit schafft Ruhe und Behaglichkeit.




ksingle
Beiträge: 1448

Re: Impfung für Medienschaffende?

Beitrag von ksingle » Do 06 Mai, 2021 13:27

Es ist schade, dass es wohl zukünftig eine Impfung voraussetzt, um bestimmte Dinge machen zu dürfen.

Ich lasse mich vorerst nicht impfen und warte erst mal den größten Feldtest aller Zeiten ab. Wer weiß denn schon, ob nicht in einigen Jahren Dinge passieren, die sich bisher niemand vorstellen konnte. Möglicherweise laufen dir "seltsam anmutende Wesen" über den Weg mit dem Aufduck auf dem Shirt "Ich habe mich leider(!) impfen lassen".

Let the shit storm come .-)




Pianist
Beiträge: 6690

Re: Impfung für Medienschaffende?

Beitrag von Pianist » Do 06 Mai, 2021 13:37

Nach allem, was ich mir dazu an Wissen angeeignet habe, wäre die Nicht-Impfung das deutlich größere Risiko.

Matthias
Filme über Menschen, Politik und Technik.




ksingle
Beiträge: 1448

Re: Impfung für Medienschaffende?

Beitrag von ksingle » Do 06 Mai, 2021 13:42

Hallo Matthias,
ich respektiere Deine Einstellung selbstverständlich.

Hast du Dich schon mal mit den Testverfahren für Impfstoffe auseinander gesetzt?




Jörg
Beiträge: 8970

Re: Impfung für Medienschaffende?

Beitrag von Jörg » Do 06 Mai, 2021 13:46

Let the shit storm come .-)
was soll denn da für ein Sturm kommen?
Es ist deiner Umwelt doch völlig schnuppe, ob du geimpft bist oder nicht.
Dein persönliches Umfeld wird ebenso ausgerichtet sein, da werden deine sozialen Kontakte auch nicht wegbrechen.

Und bei all deiner Selbstbestimmung, darfst du ja in unserer Gesellschaft sicher sein,
dass ein Intensivbett, genügend Sauerstoff und helfende, pflegende Hände
die eventuellen Folgen deines sicherlich sehr wohldurchdachten Entschlusses,
versuchen zu mildern.

Viel Glück für deine Kontaktpersonen.

ach ja; selsam anmutende Personengruppen kann man ja jetzt schon sehen.
die haben dann allerdings T-shirts an, mit denen sie darauf hinweisen Impfgegner zu sein.
Nun ja, in Sachsen und Thüringen verringert sich diese Gruppe ja täglich...




ksingle
Beiträge: 1448

Re: Impfung für Medienschaffende?

Beitrag von ksingle » Do 06 Mai, 2021 13:54

Hallo Jörg,

ich kann deinen Zynismus und auch deine indirekten Vorwürfe gut verstehen.
Allerdings billige ich sie nicht. Und ich kann mich damit auch so gar nicht identifizieren.




rdcl
Beiträge: 1528

Re: Impfung für Medienschaffende?

Beitrag von rdcl » Do 06 Mai, 2021 13:57

ksingle hat geschrieben:
Do 06 Mai, 2021 13:42
Hallo Matthias,
ich respektiere Deine Einstellung selbstverständlich.

Hast du Dich schon mal mit den Testverfahren für Impfstoffe auseinander gesetzt?
Gibt es an den Testverfahren irgendetwas auszusetzen?




Axel
Beiträge: 13870

Re: Impfung für Medienschaffende?

Beitrag von Axel » Do 06 Mai, 2021 14:05

ksingle hat geschrieben:
Do 06 Mai, 2021 13:27
Let the shit storm come .-)
Das ist eine gute Einstellung.

Dennoch gab es früher Gehirnwäsche, die den Einzelnen betraf. Nun betrifft es den Einzelne, wenn Entrüstungstsunamis über sie hereinbrechen und ihre Existenz ganz physisch bedrohen. Nicht sehr gut für gesellschaftlichen Frieden, Zusammenhalt oder Fortschritt.

Die Totviren-Impstoffe sind wahrscheinlich riskanter als Pfizer oder Moderna, aber am riskantesten ist Covid. Außerdem: willst du der Einzige sein, der nicht von den Bodysnatchers übernommen wird? Das ist doch in diesen Filmen immer der größere Alptraum. 28 Months Later ...
;-)))
Jörg hat geschrieben:
Do 06 Mai, 2021 13:46
Viel Glück für deine Kontaktpersonen.
Wir wünschen allen nur das Beste. Ich persönlich glaube, dass die Angst vor Impfstoffen irrational ist und natürlich dem Ziel, Covid zu besiegen, zuwiderläuft. Aber ich weiß auch, dass wir nun einmal irrationale Lebewesen sind und finde, dass ein moralischer Druck auf Impfgegner verwerflich ist.

Irgendwann muss dann der digitale Impfpass (in der auch durch Genesung erreichte Immunität steht) her, mit Aufhebung aller Beschränkungen. Bis zur Entwarnung müssen dann die Verweigerer mit Einschränkungen leben. Wäre das fair?
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...




ksingle
Beiträge: 1448

Re: Impfung für Medienschaffende?

Beitrag von ksingle » Do 06 Mai, 2021 14:06

Ein etwas längerer Text.
Aber man muss nicht lange lesen, denn schon nach wenigen Sätzen wird klar, was zu den Zulassungskriterien für die Impfstoffe rund um Covid 19 zu kritisieren ist. Übrigens stammt der Text nicht etwa von Gegenern der aktuellen Impfkampagne, sondern von "seriösen" und anerkannten Stellen.

Die ersten beiden Abschnitte reichen aus...


Die Entwicklung von Impfstoffen unterliegt ähnlich strengen Grundsätzen wie die von Arzneimitteln. Allerdings müssen Impfstoffe im Vergleich zu anderen Arzneimitteln zusätzliche Anforderungen erfüllen, da sie vor allem gesunden Personen, einschließlich Säuglingen und Kleinkindern, verabreicht werden. Ihr eigentlicher Zweck ist die Vorbeugung einer Erkrankung und nicht die Therapie. Dies setzt der Akzeptanz von Nebenwirkungen klare Grenzen.

Einen wirksamen und sicheren Impfstoff gegen ein neues Virus herzustellen, ist ein langwieriger und aufwendiger Prozess. Im Schnitt kann man von der Erforschung bis zur Zulassung mit einem Zeitraum von circa zehn bis zwölf Jahren rechnen. Geht man zu Beginn der Forschung im Labor von 10.000 Kandidatensubstanzen aus (Screening Phase), gelangen aufgrund der hohen Anforderungen an die Qualität des Arzneimittels nur circa 250 davon in die präklinische Phase. Vielleicht fünf davon gehen in die klinische Entwicklung (Phase 1-3). Ist diese für einen Kandidaten erfolgreich, können die Daten für eine Zulassung bei den Gesundheitsbehörden eingereicht werden. Nach der erfolgreichen Zulassung durch die Behörden, darf ein Impfstoff verkauft werden.


Die Entwicklung von Impfstoffen lässt sich im Detail in die fünf folgenden Schritte unterteilen:

Screening Phase:
Die Impfstoffentwicklung beginnt im Labor, wo Impfstoffkandidaten verschiedene Tests durchlaufen, um vielversprechende Substanzen und Moleküle zu identifizieren.
Präklinische Entwicklung:
Die identifizierten Kandidaten werden im Tiermodell getestet. Hier werden erste Informationen zur Wirksamkeit, Immunogenität und Sicherheit generiert.
Klinische Entwicklung:
Hat sich ein Impfstoffkandidat bewährt, beginnen die Planungen für die klinischen Studien an freiwilligen gesunden Probanden. Das klinische Entwicklungsprogramm setzt sich (wie bei Arzneimitteln) aus drei Phasen zusammen. Schon während dieser Phasen stehen die Firmen im engen Austausch mit den Gesundheitsbehörden, um einen Impfstoff so effizient und passend wie möglich zu entwickeln und das Risiko für die Freiwilligen zu minimieren.

Phase 1
Ein neuer Impfstoff wird zunächst in einer sehr kleinen Gruppe von freiwilligen Probanden getestet (<100), um größere Sicherheitsprobleme auszuschließen und den Ärzten zu helfen, die richtige Dosis zu ermitteln. Diese Phase kann sich über mehrere Jahre erstrecken.
Phase 2
Hier wird der Impfstoff in einer größeren Gruppe Freiwilliger getestet (<1.000). Dabei wird hauptsächlich die finale Konzentration des Wirkstoffs ermittelt sowie die Anzahl der Impfungen, die nötig ist, bis ein Schutz aufgebaut ist. Die Ärzte achten hier auch auf seltener auftretende potenzielle Nebenwirkungen. Auch diese Phase kann mehrere Jahre dauern.
Phase 3
Dann wird der Impfstoff über einen bestimmten Zeitraum (oft vier bis sieben Jahre) an mehreren tausend gesunden Freiwilligen getestet. Es werden mehrere Dinge untersucht:

a) ob der Impfstoff vor einer natürlichen Infektion schützt,
b) der Impfstoff Patienten besser versorgt als bereits zugelassene und etablierte Verfahren (Standard of Care),
c) es keine Wechselwirkungen mit Impfstoffen gegen andere Erkrankungen gibt, die vom Arzt zeitgleich verabreicht werden könnten und
d) ob sehr seltene Nebenwirkungen auftreten könnten,
e) Impfstoffe zählen zu den Biologika und sind hochkomplexe Arzneimittel. Sie stammen von den Viren, Bakterien oder deren Toxinen ab, die die Krankheit auslösen und gegen die ein Impfstoff schützen soll. Biologika sind nicht leicht herzustellen. Darum beinhaltet die Phase 3 auch sogenannte „lot to lot consistency“-Studien. Diese belegen, dass verschiedene Herstellungschargen vergleichbare Wirksamkeit und Sicherheit haben.
Zulassung:
Nur wenn die klinische Entwicklung der Phasen 1-3 erfolgreich verläuft, können die Daten für eine Zulassung bei den Gesundheitsbehörden eingereicht werden. Wenn die Daten umfassend genug sind, um die Wirksamkeit und Sicherheit zu belegen, erfolgt die Zulassung seitens der Gesundheitsbehörden. Der Prozess der Zulassung dauert circa ein Jahr. Die Zulassung muss bei den Gesundheitsbehörden jeden Landes einzeln beantragt werden. Es gibt aber auch Länder wie die EU, die diesen Prozess durch eine gemeinsame Behörde zusammengelegt haben.
Ständige Überwachung:
Auch nach der Zulassung unterliegen Impfstoffe regelmäßigen Kontrollen und ihre Sicherheit wird laufend in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden überwacht. So muss beispielsweise jede neue Impfstoff-Charge vor dem Verkauf durch die Behörden freigegeben werden. Kommt es beispielsweise zu Nebenwirkungen im Zuge einer Impfung, müssen diese an die zuständigen Bundesoberbehörden Bundesinstitut für Arzneimittel (BfArM) sowie das Paul Ehrlich Institut (PEI) und an das herstellende Unternehmen gemeldet werden. Der Hersteller ist verpflichtet, diesen Verdachtsfällen gründlich nachzugehen.




Jörg
Beiträge: 8970

Re: Impfung für Medienschaffende?

Beitrag von Jörg » Do 06 Mai, 2021 14:11

Bis zur Entwarnung müssen dann die Verweigerer mit Einschränkungen leben. Wäre das fair?
Ich bin trotz 2. Impfung ein absoluter Gegner von Sonderrechten für geimpfte.
Ich bin auch gegen Lockerungen, bevor nicht auch in den Verweigererbundesländer die
Vernunft eingekehrt ist.
Obwohl mich einige Beschränkungen, wie Reisefreiheit, schon gaaaanz gewaltig an meinen Zügeln
reißen lassen.




rdcl
Beiträge: 1528

Re: Impfung für Medienschaffende?

Beitrag von rdcl » Do 06 Mai, 2021 14:12

ksingle hat geschrieben:
Do 06 Mai, 2021 14:06
Ein etwas längerer Text.
Aber man muss nicht lange lesen, denn schon nach wenigen Sätzen wird klar, was zu den Zulassungskriterien für die Impfstoffe rund um Covid 19 zu kritisieren ist. Übrigens stammt der Text nicht etwa von Gegenern der aktuellen Impfkampagne, sondern von "seriösen" und anerkannten Stellen.

Die ersten beiden Abschnitte reichen aus...


Die Entwicklung von Impfstoffen unterliegt ähnlich strengen Grundsätzen wie die von Arzneimitteln. Allerdings müssen Impfstoffe im Vergleich zu anderen Arzneimitteln zusätzliche Anforderungen erfüllen, da sie vor allem gesunden Personen, einschließlich Säuglingen und Kleinkindern, verabreicht werden. Ihr eigentlicher Zweck ist die Vorbeugung einer Erkrankung und nicht die Therapie. Dies setzt der Akzeptanz von Nebenwirkungen klare Grenzen.

Einen wirksamen und sicheren Impfstoff gegen ein neues Virus herzustellen, ist ein langwieriger und aufwendiger Prozess. Im Schnitt kann man von der Erforschung bis zur Zulassung mit einem Zeitraum von circa zehn bis zwölf Jahren rechnen. Geht man zu Beginn der Forschung im Labor von 10.000 Kandidatensubstanzen aus (Screening Phase), gelangen aufgrund der hohen Anforderungen an die Qualität des Arzneimittels nur circa 250 davon in die präklinische Phase. Vielleicht fünf davon gehen in die klinische Entwicklung (Phase 1-3). Ist diese für einen Kandidaten erfolgreich, können die Daten für eine Zulassung bei den Gesundheitsbehörden eingereicht werden. Nach der erfolgreichen Zulassung durch die Behörden, darf ein Impfstoff verkauft werden.


Die Entwicklung von Impfstoffen lässt sich im Detail in die fünf folgenden Schritte unterteilen:

Screening Phase:
Die Impfstoffentwicklung beginnt im Labor, wo Impfstoffkandidaten verschiedene Tests durchlaufen, um vielversprechende Substanzen und Moleküle zu identifizieren.
Präklinische Entwicklung:
Die identifizierten Kandidaten werden im Tiermodell getestet. Hier werden erste Informationen zur Wirksamkeit, Immunogenität und Sicherheit generiert.
Klinische Entwicklung:
Hat sich ein Impfstoffkandidat bewährt, beginnen die Planungen für die klinischen Studien an freiwilligen gesunden Probanden. Das klinische Entwicklungsprogramm setzt sich (wie bei Arzneimitteln) aus drei Phasen zusammen. Schon während dieser Phasen stehen die Firmen im engen Austausch mit den Gesundheitsbehörden, um einen Impfstoff so effizient und passend wie möglich zu entwickeln und das Risiko für die Freiwilligen zu minimieren.

Phase 1
Ein neuer Impfstoff wird zunächst in einer sehr kleinen Gruppe von freiwilligen Probanden getestet (<100), um größere Sicherheitsprobleme auszuschließen und den Ärzten zu helfen, die richtige Dosis zu ermitteln. Diese Phase kann sich über mehrere Jahre erstrecken.
Phase 2
Hier wird der Impfstoff in einer größeren Gruppe Freiwilliger getestet (<1.000). Dabei wird hauptsächlich die finale Konzentration des Wirkstoffs ermittelt sowie die Anzahl der Impfungen, die nötig ist, bis ein Schutz aufgebaut ist. Die Ärzte achten hier auch auf seltener auftretende potenzielle Nebenwirkungen. Auch diese Phase kann mehrere Jahre dauern.
Phase 3
Dann wird der Impfstoff über einen bestimmten Zeitraum (oft vier bis sieben Jahre) an mehreren tausend gesunden Freiwilligen getestet. Es werden mehrere Dinge untersucht:

a) ob der Impfstoff vor einer natürlichen Infektion schützt,
b) der Impfstoff Patienten besser versorgt als bereits zugelassene und etablierte Verfahren (Standard of Care),
c) es keine Wechselwirkungen mit Impfstoffen gegen andere Erkrankungen gibt, die vom Arzt zeitgleich verabreicht werden könnten und
d) ob sehr seltene Nebenwirkungen auftreten könnten,
e) Impfstoffe zählen zu den Biologika und sind hochkomplexe Arzneimittel. Sie stammen von den Viren, Bakterien oder deren Toxinen ab, die die Krankheit auslösen und gegen die ein Impfstoff schützen soll. Biologika sind nicht leicht herzustellen. Darum beinhaltet die Phase 3 auch sogenannte „lot to lot consistency“-Studien. Diese belegen, dass verschiedene Herstellungschargen vergleichbare Wirksamkeit und Sicherheit haben.
Zulassung:
Nur wenn die klinische Entwicklung der Phasen 1-3 erfolgreich verläuft, können die Daten für eine Zulassung bei den Gesundheitsbehörden eingereicht werden. Wenn die Daten umfassend genug sind, um die Wirksamkeit und Sicherheit zu belegen, erfolgt die Zulassung seitens der Gesundheitsbehörden. Der Prozess der Zulassung dauert circa ein Jahr. Die Zulassung muss bei den Gesundheitsbehörden jeden Landes einzeln beantragt werden. Es gibt aber auch Länder wie die EU, die diesen Prozess durch eine gemeinsame Behörde zusammengelegt haben.
Ständige Überwachung:
Auch nach der Zulassung unterliegen Impfstoffe regelmäßigen Kontrollen und ihre Sicherheit wird laufend in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden überwacht. So muss beispielsweise jede neue Impfstoff-Charge vor dem Verkauf durch die Behörden freigegeben werden. Kommt es beispielsweise zu Nebenwirkungen im Zuge einer Impfung, müssen diese an die zuständigen Bundesoberbehörden Bundesinstitut für Arzneimittel (BfArM) sowie das Paul Ehrlich Institut (PEI) und an das herstellende Unternehmen gemeldet werden. Der Hersteller ist verpflichtet, diesen Verdachtsfällen gründlich nachzugehen.
Und was davon wurde da jetzt nicht eingehalten? Worauf willst du denn hinaus?




Bluboy
Beiträge: 1648

Re: Impfung für Medienschaffende?

Beitrag von Bluboy » Do 06 Mai, 2021 14:20

Wichtiger Schritt - Die Jüngeren dürfen nach der Arbeit zu Hause bleiben :-(


https://www.t-online.de/nachrichten/deu ... pfte-.html




Jörg
Beiträge: 8970

Re: Impfung für Medienschaffende?

Beitrag von Jörg » Do 06 Mai, 2021 14:22

Worauf willst du denn hinaus?
ich denke, das ist klar.
Diese Impfstoffe sind in einer Zeit durchgepeitscht worden, für die normalerweise nicht mal Hautcreme ne Zulassung bekommt.
Allerdings: wer bitte hätte denn länger warten wollen/können/müssen?.
Rechtfertigung ist die Dringlichkeit, und die recht nahe Verwandschaft zu bekannten Imfstoffen.

Spätfolgen?
Vermutlich irrelevant bei erwartet hoher Wirksamkeit...




Bluboy
Beiträge: 1648

Re: Impfung für Medienschaffende?

Beitrag von Bluboy » Do 06 Mai, 2021 14:27

Bei Pfitzer forschen derzeit 210 Wissenschaftler um dem Virus mit Oralen Mitteln endgültig den Garaus zu machen

Da gibts dann anno 2023 für Jeden einen Drink zum Frühstück :-)

Oder die Pille danach




carstenkurz
Beiträge: 4956

Re: Impfung für Medienschaffende?

Beitrag von carstenkurz » Do 06 Mai, 2021 14:37

Jörg hat geschrieben:
Do 06 Mai, 2021 14:22

Diese Impfstoffe sind in einer Zeit durchgepeitscht worden, für die normalerweise nicht mal Hautcreme ne Zulassung bekommt.
Die haben allerdings aus nachvollziehbaren Gründen für die SARS-CoV2 Impfstoffe einen Aufwand und Kosten verursachen dürfen, den eine Hautcreme nicht für sich in Anspruch nehmen kann. Außerdem war ein Teil der Impfstoffbasistechnologie und Herstellungslogistik schon von früheren Forschungen und Impfstoffen vorhanden. Zu behaupten, dass die Entwicklung jedweder Impfstoffe grundsätzlich zehn Jahre dauert, ist jedenfalls Quark.
Ich denke, alle beteiligten Wissenschaftler hätten darüber hinaus gerne mehr Zeit dafür gehabt. Aber man hat im Dezember ja schon am öffentlichen Druck der EMA gegenüber, während die Engländer schon per Notfallzulassung impften, gesehen, dass es dazu keinen breiten Konsens gab. Die einen hatten Panik vor einer schnellen Zulassung, den anderen konnte es nicht schnell genug gehen.

Es gibt im Übrigen bisher wenig Anlass, Spätfolgen zu befürchten. Langzeitfolgen kann es natürlich geben (sowohl bei der Erkrankung als auch bei Impfstoffen), aber Spätfolgen, die erst mit Verzögerung auftreten, wären sehr ungewöhnlich. Der Impfstoff wird relativ schnell abgebaut, und sogar die Veränderung im Immunsystem, hält ja nur eine begrenzte Zeit an.

Und bisher sind schonmal fast 6 Monate rum nach dem Beginn der Impfkampagnen, und noch viel mehr seit den Phase-III Studien vom letzten Sommer.
and now for something completely different...

Zuletzt geändert von carstenkurz am Do 06 Mai, 2021 14:51, insgesamt 3-mal geändert.




Axel
Beiträge: 13870

Re: Impfung für Medienschaffende?

Beitrag von Axel » Do 06 Mai, 2021 14:39

Jörg hat geschrieben:
Do 06 Mai, 2021 14:11
Bis zur Entwarnung müssen dann die Verweigerer mit Einschränkungen leben. Wäre das fair?
Ich bin trotz 2. Impfung ein absoluter Gegner von Sonderrechten für geimpfte.
Ja, jetzt. Weil es zu wenig Geimpfte gibt.

Ich spreche davon, dass womöglich, wie sich in den USA abzeichnet, auch mit flächendeckendem Impfangebot sich die für eine Herdenimmunität nötige kritische Menge nicht impfen lässt, wegen der Panikmache. Da fände ich es zunächst einmal sehr unfair, wenn ich als Mitmacher medizinisch nicht gebotene Einschränkungen erdulden müsste. Aber das ist nicht alles, siehe unten.
Jörg hat geschrieben:
Do 06 Mai, 2021 14:11
Ich bin auch gegen Lockerungen, bevor nicht auch in den Verweigererbundesländer die Vernunft eingekehrt ist.
Vernunft, exakt. Es geht hier mE nicht um Nickeligkeiten, sondern um einen Wettlauf mit dem Tod. Mutationen (wie sie bei Grippe, auch Coronaviren, üblich sind) können alle Bemühungen schon morgen auf Null setzen. Als Miimensch habe ich Respekt vor der freien Entscheidung des Einzelnen, als Pfleger habe ich wenig Geduld mit Egoisten, die ein hypothetisches Risiko für sich selbst mit Massensterben und Massen-Leiden abwägen - und sich für sich selbst entscheiden. Nicht zuletzt weil die Zeit drängt, muss man (für kapitalistische Verhältnisse) drastische Maßnahmen erwägen:

Jörg hat geschrieben:
Do 06 Mai, 2021 14:11
Obwohl mich einige Beschränkungen, wie Reisefreiheit, schon gaaaanz gewaltig an meinen Zügeln reißen lassen.
Sehr gut. Warum also nicht sagen, ihr braucht euch nicht impfen zu lassen, aber bleibt mal schön zuhause und wärmt die Ravioli für das nächste Jahr noch weiter in der Mikrowelle auf. Das ist ein kleiner Preis für diese Freiheit der Wahl, oder?
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...




carstenkurz
Beiträge: 4956

Re: Impfung für Medienschaffende?

Beitrag von carstenkurz » Do 06 Mai, 2021 14:45

Da wird es sicher Abstufungen geben. Man muss ja nicht komplett ausgeschlossen werden (->fundamentale Grundrechte), aber man muss dann eben ggfs. einen aktuellen Test mitbringen oder weiter eine Maske tragen (-> weniger fundamentale Grundrechte). Jedenfalls mal für das kommende Jahr. Ich denke, dass ein Großteil der befürchteten Impfverweigerer nur 'Impfabwarter' sind. Die wollen einfach nicht gleich zu Anfang dabei sein. Und da ist auch nichts gegen zu sagen, solange sie sich gleichzeitig an die Schutzauflagen halten. In den Einrichtungen meiner Frau war die erste Abfrage nach Impfbereitschaft unter dem Pflegepersonal auch sehr verhalten. Als dann zwei Wochen später konkrete Termine angekündigt wurden, war die Bereitschaft schon deutlich größer, und als die Impfungen dann tatsächlich stattgefunden haben, war nur noch ein winziges Häufchen dabei, die nicht wollten, und die konnten das auch brauchbar begründen und stellten eine spätere Bereitschaft in Aussicht.

Wie man an den Komplikationen mit AstraZeneca sehen konnte, sind Bedenken ja zumindest mal grundsätzlich auch berechtigt, und zu klein konzipierte Phase-III Studien heikel.

Ich gehe davon aus, dass AstraZeneca in Europa keine Chancen auf langfristigen wirtschaftlichen Erfolg haben wird. Das wird den Hersteller fuchsen, da er gegen Fördergelder versprochen hat, den Impfstoff während der Pandemielage zum Selbstkostenpreis abzugeben. Aber wenn es jetzt schon offene Absetzungsentscheidungen einiger Länder (Dänemark, Norwegen) gibt, und der auch zunehmend nicht mehr von der Bevölkerung anderer Länder angenommen wird, dürfte das das Ende sein. Konsequenterweise hat die EU ja auch eine Option auf weitere Lieferungen zurück gegeben. Da sieht es mit dem Reibach für Folgeimpfungen in den kommenden Jahren eher schlecht aus.
and now for something completely different...

Zuletzt geändert von carstenkurz am Do 06 Mai, 2021 15:37, insgesamt 2-mal geändert.




dienstag_01
Beiträge: 11052

Re: Impfung für Medienschaffende?

Beitrag von dienstag_01 » Do 06 Mai, 2021 15:25

carstenkurz hat geschrieben:
Do 06 Mai, 2021 14:45
Da wird es sicher Abstufungen geben. Man muss ja nicht komplett ausgeschlossen werden (->fundamentale Grundrechte), aber man muss dann eben ggfs. einen aktuellen Test mitbringen oder weiter eine Maske tragen (-> weniger fundamentale Grundrechte). Jedenfalls mal für das kommende Jahr. Ich denke, dass ein Großteil der befürchteten Impfverweigerer nur 'Impfabwarter' sind. Die wollen einfach nicht gleich zu Anfang dabei sein. Und da ist auch nichts gegen zu sagen, solange sie sich gleichzeitig an die Schutzauflagen halten. In den Einrichtungen meiner Frau war die erste Abfrage nach Impfbereitschaft unter dem Pflegepersonal auch sehr verhalten. Als dann zwei Wochen später konkrete Termine angekündigt wurden, war die Bereitschaft schon deutlich größer, und als die Impfungen dann tatsächlich stattgefunden haben, war nur noch ein winziges Häufchen dabei, die nicht wollten, und die konnten das auch brauchbar begründen und stellten eine spätere Bereitschaft in Aussicht.

Wie man an den Komplikationen mit AZ sehen konnte, sind Bedenken ja zumindest mal grundsätzlich auch berechtigt, und zu klein konzipierte Phase-III Studien heikel.
Zu klein? So riesige Phase-3 Studien wie bei Covid gab es doch noch nie.




carstenkurz
Beiträge: 4956

Re: Impfung für Medienschaffende?

Beitrag von carstenkurz » Do 06 Mai, 2021 15:31

dienstag_01 hat geschrieben:
Do 06 Mai, 2021 15:25
carstenkurz hat geschrieben:
Do 06 Mai, 2021 14:45
Wie man an den Komplikationen mit AZ sehen konnte, sind Bedenken ja zumindest mal grundsätzlich auch berechtigt, und zu klein konzipierte Phase-III Studien heikel.
Zu klein? So riesige Phase-3 Studien wie bei Covid gab es doch noch nie.

Da steht 'Wie man an den Komplikationen mit AZ sehen konnte'. Die AZ Phase-III Studie war offensichtlich zu klein, um die Thrombose-Problematik erkennen zu können. Und selbst wenn es noch nie größere gab, reicht das im Zweifelsfall nicht aus, denn man will ja in kürzester Zeit die gesamte Weltbevölkerung damit impfen.
Die Anzahl der AstraZenenca-Probanden in der Altersgruppe über 60 hat ja anfangs nicht mal gereicht, um für diese Gruppe eine Impfempfehlung aussprechen zu können. Das war nicht gut durchdacht wenn zum gleichen Zeitpunkt schon bekannt war, dass Altersgruppen über 60 aufgrund ihres Erkrankungsrisikos bevorzugt geimpft werden würden.
and now for something completely different...




dienstag_01
Beiträge: 11052

Re: Impfung für Medienschaffende?

Beitrag von dienstag_01 » Do 06 Mai, 2021 15:40

carstenkurz hat geschrieben:
Do 06 Mai, 2021 15:31
dienstag_01 hat geschrieben:
Do 06 Mai, 2021 15:25

Zu klein? So riesige Phase-3 Studien wie bei Covid gab es doch noch nie.

Da steht 'Wie man an den Komplikationen mit AZ sehen konnte'. Die AZ Phase-III Studie war offensichtlich zu klein, um die Thrombose-Problematik erkennen zu können. Und selbst wenn es noch nie größere gab, reicht das im Zweifelsfall nicht aus, denn man will ja in kürzester Zeit die gesamte Weltbevölkerung damit impfen.
Die Anzahl der AstraZenenca-Probanden in der Altersgruppe über 60 hat ja anfangs nicht mal gereicht, um für diese Gruppe eine Impfempfehlung aussprechen zu können. Das war nicht gut durchdacht wenn zum gleichen Zeitpunkt schon bekannt war, dass Altersgruppen über 60 aufgrund ihres Erkrankungsrisikos bevorzugt geimpft werden würden.
Nach dieser Denkweise wirst du immer Studien mit zu wenig Probanden haben.
Und was die Zulassung für AZ für Ü60 betrifft, diese Einschränkung galt erstmal nur in Deutschland. Andere Länder fanden die Zahl schon ausreichend. Für diese Tests gibt es eben einfach keine objektive Zahl.




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