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Steve Huff: "Fotografie wird zum Wegwerfartikel"



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nachtaktiv
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Steve Huff: "Fotografie wird zum Wegwerfartikel"

Beitrag von nachtaktiv » Mo 28 Sep, 2020 15:15

https://www.stevehuffphoto.com/2020/08/ ... isposable/

gerade das mit der sucht konnte ich hier im forum in den letzten jahren sehr gut beobachten. aber auch sonst ist der artikel interessant. ich glaube aber nicht, daß die smartphones die kameras gänzlich verdrängen werden. so schwarz sehe ich die zukufnt dann doch nicht.
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cantsin
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Re: Steve Huff: "Fotografie wird zum Wegwerfartikel"

Beitrag von cantsin » Mo 28 Sep, 2020 15:33

IMHO muss die Kameraindustrie dringend ihre Modellvielfalt reduzieren: wahrscheinlich auf nicht mehr als 3 Modelle (Einsteiger/Mittelklasse/Profi, jeweils mit jeweils demselben Mount/im selben System) pro Hersteller. Sonst kannibalisiert sie sich. IMHO ist langfristig nicht mehr Platz auf dem Markt als für 2 große und 2 Nischensysteme.




andieymi
Beiträge: 308

Re: Steve Huff: "Fotografie wird zum Wegwerfartikel"

Beitrag von andieymi » Mo 28 Sep, 2020 18:48

Ich mache mir weniger um die Kamerafunktion für Privatanwender (Dokumentation & Erinnerung, dafür braucht man keine DSLR/M) Sorgen als um die Speicherung.

Welcher Privatanwender sichert überhaupt jemals vom Smartphone runter? Läuft doch alles eh direkt in den Apple/Google-Account und ist auf dem nächsten Smartphone wieder mit an Bord.
Spannend wirds, wer erinnert sich an Nokia, IBM, Siemens? Selbst wenn's die Unternehmen noch gibt und diese noch existieren sind sie nicht mehr grundsätzlich in dem urpsrünglichen Metier tätig. Zu hoffen, dass Apple die eigenen Fotos auch noch in 30 Jahren gesichert hat, viel Glück.
Die interessantere Frage ist: Wie viel von dem was im Moment aufgezeichnet wird, ist in der Quantität überhaupt wert langzeitgesichert zu werden?

Ansonsten geht's der Fotografie nicht anders als jeder Form medialen Schaffens: Überrepräsentation und Unterbewertung. Quantität vor Qualität. Egal ob Musik, Foto, Bewegtbild - bei Literatur, Malerei sowie Sonderformen kenn ich mich zu wenig aus.
Es ist eingetreten, was Adorno sich in seinen künsten Träumen nicht vorstellen hätte könenn, vermutlich genauso wenig wie die konträren Cultural Studies im Anschluss. Und trotzdem, die Kunstsnobs haben genau so wenig Recht wie die Innovationsfetischisten. Vermutlich liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte.

"Dagegen" hilft eh nur Eines: Kritisch denken, reflektieren, rausgehen, sein eigenes Ding machen und damit hoffentlich ein besserer, glücklicherer Mensch werden.




cantsin
Beiträge: 8035

Re: Steve Huff: "Fotografie wird zum Wegwerfartikel"

Beitrag von cantsin » Mo 28 Sep, 2020 19:28

andieymi hat geschrieben:
Mo 28 Sep, 2020 18:48
Welcher Privatanwender sichert überhaupt jemals vom Smartphone runter? Läuft doch alles eh direkt in den Apple/Google-Account und ist auf dem nächsten Smartphone wieder mit an Bord.
Das war doch bei anderen Techniken auch nicht anders. Welcher Amateur-/Familienknipser bewahrte seine Negative auf? Wieviele klassische Digitalkamera-Fotos gingen durch Computer-Neuinstallationen oder nicht mehr lesbare CD-R-Backups verloren? Bzw. wieviele der Digitalknipsen-Besitzer der frühen 2000er Jahre haben überhaupt noch ihre Bilder?
Ansonsten geht's der Fotografie nicht anders als jeder Form medialen Schaffens: Überrepräsentation und Unterbewertung. Quantität vor Qualität. Egal ob Musik, Foto, Bewegtbild - bei Literatur, Malerei sowie Sonderformen kenn ich mich zu wenig aus.
Ich schätze mal, dass Studiofotografie überleben wird, Fotojournalismus wahrscheinlich nicht...
Es ist eingetreten, was Adorno sich in seinen künsten Träumen nicht vorstellen hätte könenn, vermutlich genauso wenig wie die konträren Cultural Studies im Anschluss.
Eigentlich ja Adornos Freund Walter Benjamin, der schon in den 30er Jahren feststellte, dass durch die massenreproduzierbare Fotografie das Kunstwerk seine Aura einbüßt...




nachtaktiv
Beiträge: 2992

Re: Steve Huff: "Fotografie wird zum Wegwerfartikel"

Beitrag von nachtaktiv » Mo 28 Sep, 2020 19:41

andieymi hat geschrieben:
Mo 28 Sep, 2020 18:48

Die interessantere Frage ist: Wie viel von dem was im Moment aufgezeichnet wird, ist in der Quantität überhaupt wert langzeitgesichert zu werden?
also ich kann ja nur von meinen eigenen erfahrungen berichten. und da sieht es so aus, daß meine club/event/konzertfotos jetzt schon historisch sind. als am 14.03. in meinem club die letzte party vorm lockdown stattfand, hab ich so viele fotos und videoschnipsel gemacht, wie nur ging. und meinte zur chefin: wer weiß, ob wir uns so noch mal wieder sehen? und wenn ja, ob wir dann noch alle vollzählig sind?

im moment liegt die komplette branche am boden. bis nächsten sommer wird es so ziemlich keiner mehr überlebt haben, wenn das so weiter geht. die crowdfundings sind mittlerweile auch versiegt, ich sehe auf den entsprechenden seiten, daß die letzten spenden vor etlichen wochen geflossen sind, weil die privaten haushalte mittlerweile auch am ende sind.
cantsin hat geschrieben:
Mo 28 Sep, 2020 19:28
Wieviele klassische Digitalkamera-Fotos gingen durch Computer-Neuinstallationen oder nicht mehr lesbare CD-R-Backups verloren? Bzw. wieviele der Digitalknipsen-Besitzer der frühen 2000er Jahre haben überhaupt noch ihre Bilder?
hier ich. hab meine nikon coolpix kompaktknipsenbilder immer noch. 15 jahre alte clubbilderkes. waren nur nie so viele, da ich damals eher feiern wollte, nicht knipsen.
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Jott
Beiträge: 18419

Re: Steve Huff: "Fotografie wird zum Wegwerfartikel"

Beitrag von Jott » Mo 28 Sep, 2020 20:00

Wer ein iPhone hat und iCloud für Fotos/Videos nicht aktiviert, dem ist nicht zu helfen. Ab und zu kann man ja auch mal lokal speichern, falls man sich um Apple Sorgen macht.

Ansonsten, wenn kein Bock auf Datensicherung und Back ups: Fotoprints für den Schuhkarton oder Fotobücher.


Wie viele Profi-Fotografen gibt's denn? Die werden weiterhin dicke Kameras plus dicke Optiken kaufen. Nur die klassische Urlauber-Spiegelrefex vorm Bauch, gehalten vom superwichtigen Nikon- oder Canon-Werbegurt, dürfte so langsam aussterben. Miniknipsen sowieso, wenn in der Hosentasche ein aktuelles Smartphone sitzt.




rush
Beiträge: 10813

Re: Steve Huff: "Fotografie wird zum Wegwerfartikel"

Beitrag von rush » Di 29 Sep, 2020 07:02

Ich sehe das tatsächlich nicht ganz so kritisch, denn Fotografie ist ja oft auch Hobby... Und im Alter hat man unter Umständen mehr Zeit - unsere Bevölkerung altert bekanntlich.
Wenn man durch Parks und Städte läuft sehe ich noch viele die eine DSLR / DSLM um den Hals hängen haben weil die Augen ja auch nicht besser werden und auf dem Smartphone einfach nichts mehr erkannt wird.
Auch ist ein leichter Analog Trend wieder erkennbar - genau wie im Audio-Bereich: Stichwort Vinyl.

Natürlich trifft Corona viele jetzt eiskalt und in einigen Branchen hat das auch weitreichende Folgen für viele weitere indirekt.

Die Fotografie oder auch Kunst der Fotografie wird sich stetig verändern und war/ist immer im Wandel.

Ich habe auch noch meine Digitalfotos vom Anfang des Jahrhunderts und die ziehen immer mit um inkl Backups. Auch das Smartphone wird alle paar Monate Mal an den PC gehangen und die Speicherkarte gesichert (neben der Cloud).

Bei vielen ist das sicherlich weniger der Fall und ja - Fotografie ist nicht zuletzt durch Instagram und Co inflationär geworden. Aber dem muss man sich ja nicht geben. Entweder nutzt man solche Quellen als Inspiration für eigene Aufnahmen oder man blendet sie völlig aus - kenne einige die gar kein Insta haben/nutzen und das sind nicht nur ältere Menschen. Zugegeben fotografieren die aber auch wenig/kaum.

Ich mag weiterhin mit einer Sucher-basierten Kamera und auch mal 'nem manuellen Glas loszuziehen... Hobby halt.

Die Flutung des Marktes mit unzähligen Kameras war schon zu DSLR Zeiten teils ätzend mit den alljährlich gleichen Modellen - und wiederholt sich nun gewiss erneut um Entwicklungskosten einzuspielen....
Ich bin schon vor dem Joghurt Regal im gut sortierten Einzelhandel häufig mehr als überfordert - so ähnlich fühlt es sich langsam bei der Wahl der "vermeintlich geeigneten" Kamera auch an.

Wenn die Smartphones eines Tages EVFs an Board haben könnte es dagegen wirklich kritisch werden (für mich)...
keep ya head up




Bluboy
Beiträge: 1133

Re: Steve Huff: "Fotografie wird zum Wegwerfartikel"

Beitrag von Bluboy » Di 29 Sep, 2020 08:36

In ein Smartphone paß keine SSD, also werden die Knipsen Größer
wenn man dann auch gleich als Profi erkannt wird rechtfertigt das den doppelten Preis.

;-)




cantsin
Beiträge: 8035

Re: Steve Huff: "Fotografie wird zum Wegwerfartikel"

Beitrag von cantsin » Di 29 Sep, 2020 11:21

IMHO geht der Trend eindeutig richtig 'computational photography', also KI-gestütztes Hochrechnen von Bildern. Smartphone-Fotografie (und die Tatsache, dass Smartphone-Algorithmen die Bilder der eigentlich simplen Linsen und kleinen Sensoren zu Kompaktkamera-Qualität aufbrezeln) ist dafür nur ein Symptom. Alle diese Algorithmen stecken ja noch in den Kinderschuhen, und auch die dafür nötige Rechenkapazität von Smartphones ist ja noch ziemlich begrenzt.

Irgendwann einmal wird es für 99% aller Fotografen einfach sinnlos sein, viel Geld in Kameras mit großen Sensoren und teuren Optiken zu stecken, wenn man stattdessen Bilder von Wegwerf-Winzkameras zu DSLR-Qualität hochrechnen lassen kann - und die Bildqualität sogar noch nachträglich bzw. durch später verbesserte Algorithmen getunet werden kann. Auf diese Weise wird man wahrscheinlich auch seine alten früh-2000er-Digiknipsen-JPEG-Fotoarchive zu ungeahnten Qualitätssprüngen bringen...




andieymi
Beiträge: 308

Re: Steve Huff: "Fotografie wird zum Wegwerfartikel"

Beitrag von andieymi » Di 29 Sep, 2020 15:07

cantsin hat geschrieben:
Mo 28 Sep, 2020 19:28
Das war doch bei anderen Techniken auch nicht anders. Welcher Amateur-/Familienknipser bewahrte seine Negative auf? Wieviele klassische Digitalkamera-Fotos gingen durch Computer-Neuinstallationen oder nicht mehr lesbare CD-R-Backups verloren? Bzw. wieviele der Digitalknipsen-Besitzer der frühen 2000er Jahre haben überhaupt noch ihre Bilder?
Mit dem Unterscheid, dass selbst billigste Abzüge nach 30 Jahren wenn sie auch nur irgendwie sinnvoll gelagert wurden (Karton, Fotoalbum, UV-frei), abgesehen von mögl. Falschfarben noch relativ intakt sind. Aber ja, das fing im Endeffekt schon mit Digitalfotografie überhaupt los. Aber nichtsdestotrotz bleibe ich bei meiner These: Menschen die in den letzten 10 Jahren geboren wurden, könnten die ersten in jüngerer Vergangenheit sein, die mit 30 (bin ich jetzt ca.) keine Kinderfotos von sich mehr besitzen - außer es herrscht besondere Sorgfalt im Umgang mit diesen Files, die ich durch alles was "Mobile" ist weniger sehe als in der Digitalkamerafrühform der 2000er - da war im Umgang mit Computern noch ein gewisser Skill verbreitet. Das geht (Achtung: Behauptung aufgrund eigener Beobachtungen) den jüngeren Generationen (Alter: <20) weil Mobile kaum noch etwas wie Pro-Sumer-Umgang zulässt. Niemand installiert ein Betriebssystem mehr, Updates automatisch, Backups automatisch in die Cloud, alles automatisch. Wie soll man so etwas dann lernen?

Da war zu Digitalfotografie-Anfangszeiten die Chance, dass jemand der einen Kartenleser verwenden kann auch ein Backup macht zumindest noch höher, als jemand der heute mit dem Smartphone ein Foto macht.
cantsin hat geschrieben:
Mo 28 Sep, 2020 19:28
Eigentlich ja Adornos Freund Walter Benjamin, der schon in den 30er Jahren feststellte, dass durch die massenreproduzierbare Fotografie das Kunstwerk seine Aura einbüßt...
Total! Wobei ich mich, falls ich mich richtig entsinne, schon im Studium an der Aura-Definition von Benjamin gestört habe, weil diese sich dann doch nicht nur auf Reproduzierbarkeit, sondern schon auf Technik per se beschränkt/ansetzt und er der Fotografie in allen denn ihren frühsten Stadien jegliche Aura abspricht, das halte ich persönlich für nicht sinnvoll - Fotografie kann Kunst sein, selbst mit einer inherenten Reproduzierbarkeit. Deshalb finde ich in diesem Kontext Adorno, dessen Überlegungen zu einer breiter gefassten, gesamtgesellschaftlichen Rezeption weiter entwickelt wurden für die heutige Zeit fruchtbarer als Benjamins, dessen sehr spezielle Fassung des Kunstwerksbegriffs wohl mit ihm viel zu früh gestorben ist. Benjamins Definition des Kunstwerksbegriff wäre heute wohl nur mehr in Spezialfällen selbst im Kunstmarkt haltbar, wobei ich für Adornos Kunstbegriff durchaus noch Chancen sehe.

Aber insgesamt sehr viele gute Gedanken zu dem Thema aus diesem Freundeskreis, selbst wenn man nicht mehr mit jeder Überlegung übereinstimmen muss. Ich sehe da z.B. Benjamin's Chok als etwas sehr relevantes, Kulturindustrie (Adorno/Horkheimer) dann ebenso. Faszinierend, wie Sozialwissenschaftler in Zeiten wo sich die Anwendungsszenarien von 'Computing' v.a. im militärischen Segment auf Codierung bezog und Fotografie als Novum & technischte aller Medienformen schon als Gegenbegriff zu Kunst verwendet wurde dennoch Theorien entwickelt haben, welche die Grundlage für massenmediale Rezeption & Repräsentation bilden und heute vmtl wertvoller sind denn je.




nachtaktiv
Beiträge: 2992

Re: Steve Huff: "Fotografie wird zum Wegwerfartikel"

Beitrag von nachtaktiv » Di 29 Sep, 2020 15:14

cantsin hat geschrieben:
Di 29 Sep, 2020 11:21
Alle diese Algorithmen stecken ja noch in den Kinderschuhen, und auch die dafür nötige Rechenkapazität von Smartphones ist ja noch ziemlich begrenzt.
ich finde die kinderschuhe ziemlich beeindruckend.

https://2good.tech/en/blog/technologies ... works-1990
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cantsin
Beiträge: 8035

Re: Steve Huff: "Fotografie wird zum Wegwerfartikel"

Beitrag von cantsin » Di 29 Sep, 2020 16:13

nachtaktiv hat geschrieben:
Di 29 Sep, 2020 15:14
ich finde die kinderschuhe ziemlich beeindruckend.

https://2good.tech/en/blog/technologies ... works-1990
Naja, es ist noch nicht so weit, dass man aus den alten Filmaufnahmen wirkliche heutige HD- oder Kinoqualität holen kann.

Wenn man ein durchschnittliches Smartphone-Foto zur Qualität eines mit einem guten Objektiv auf einer 24 MP-Full Frame-Kamera aufgenommenen Fotos hochrechnen kann, wird es nur noch wenige Gründe - und wenige Käufer - für die Full Frame-Kamera geben. Und wir sind davon gar nicht mehr so weit entfernt...




nachtaktiv
Beiträge: 2992

Re: Steve Huff: "Fotografie wird zum Wegwerfartikel"

Beitrag von nachtaktiv » Mi 30 Sep, 2020 02:51

cantsin hat geschrieben:
Di 29 Sep, 2020 16:13


Naja, es ist noch nicht so weit, dass man aus den alten Filmaufnahmen wirkliche heutige HD- oder Kinoqualität holen kann.

man kann aber schon für heutige dokufilmen aus uraltem material des 20. jahrhunderts locker einiges raus holen. hast du dir schon mal angesehen, wie gut die bilder aus dem letzten weltkrieg mittlerweile aussehen? ich hab das gefühl, je älter ich werde, desto besser sah die vergangenheit aus. wenn ich das mal mit meinen erinnerungen vergleiche aus den 80ern, dann sind da himmelweite unterschiede.

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ruessel
Beiträge: 6568

Re: Steve Huff: "Fotografie wird zum Wegwerfartikel"

Beitrag von ruessel » Mi 30 Sep, 2020 07:49

wenn ich das mal mit meinen erinnerungen vergleiche aus den 80ern, dann sind da himmelweite unterschiede.
ist ja auch altes chemisches 16mm Filmmaterial, die Scanner sind einfach besser geworden. aus dem alten Material (wenn gute Optiken benutzt) dürfte 2K kein Problem sein, bei neuerem 35mm 4K und seltenes 70mm Material 8-12K. In den Archiven schlummert noch viel HD Material......
Gruss vom Ruessel

Ohrenschmaus: www.ohrwurmaudio.eu




cantsin
Beiträge: 8035

Re: Steve Huff: "Fotografie wird zum Wegwerfartikel"

Beitrag von cantsin » Mi 30 Sep, 2020 14:28

nachtaktiv hat geschrieben:
Mi 30 Sep, 2020 02:51
cantsin hat geschrieben:
Di 29 Sep, 2020 16:13
Naja, es ist noch nicht so weit, dass man aus den alten Filmaufnahmen wirkliche heutige HD- oder Kinoqualität holen kann.
man kann aber schon für heutige dokufilmen aus uraltem material des 20. jahrhunderts locker einiges raus holen. hast du dir schon mal angesehen, wie gut die bilder aus dem letzten weltkrieg mittlerweile aussehen?
Ich bezog mich nicht auf 35mm-Kinofilm allgemein (der schon spätestens seit den 1940er Jahren hervorragend auflöst, wenn er mit guten Kameras, Objektiven und Emulsionen aufgenommen wurde), sondern auf Dein Beispiel der alten (und stark beschädigten) Lumière-Brüder Filme von 1896.

Sowieso kann man heutige Billig-Digitalkameras so entwickeln und verwenden, dass sie optimales Quellmaterial für KI-Algorithmen liefern (z.B. durch schnelle Serienaufnahmen mit Belichtungsreihen und kurzen Verschlusszeiten, ggfs. auch Sensor-Shift, die dann zu Bildern mit höherer Auflösung und Dynamik zusammengerechnet werden).




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