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Cinematography (Film/Analog vs. Digital)



Der Joker unter den Foren -- für alles, was mehrere Kategorien gleichzeitig betrifft, oder in keine paßt
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roki100
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Re: Cinematography (Film/Analog vs. Digital)

Beitrag von roki100 » So 09 Feb, 2020 03:35

Wonder Woman 1984 wurde auf Film gedreht:




Darth Schneider
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Re: Cinematography (Film/Analog vs. Digital)

Beitrag von Darth Schneider » So 09 Feb, 2020 06:55

Das ist doch auch Naheliegend, genau so wie der letzte Tarantino mit Brad und Leonardo.
Es ist auch nicht so das analoge Filmkameras in irgend einer Form zum alten Eisen gehören, neue Film Kameras werden immer noch entwickelt.
Scheinbar ist halt richtiges Filmkorn halt schon schöner als digitales...;)
https://www.panavision.com/product/cameras/film
„Nothing travels faster than the speed of light, with the possible exception of bad news, which obeys its own special laws.“
Douglas Adams




iasi
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Re: Cinematography (Film/Analog vs. Digital)

Beitrag von iasi » So 09 Feb, 2020 08:31

Darth Schneider hat geschrieben:
So 09 Feb, 2020 06:55

Es ist auch nicht so das analoge Filmkameras in irgend einer Form zum alten Eisen gehören, neue Film Kameras werden immer noch entwickelt.
Doch - genau das tun sie.
Wonder Woman und Tarantinos Es war einmal spielen in der vordigitalen Zeit. Da sollte Nostalgie erzeugt werden.
Für die Jüngeren bedeutet dies übersetzt: Schaut mal, das sieht so aus, wie die alten Filme, die ihr mit Opa und Oma gesehen habt. :)
Vor allem ist es doch absurd, wenn man einerseits Analogfilm nutzt, aber andererseits das Bild zu großen Teilen vom Computer berechnen lässt. Oder wurde bei Wonder Woman auf Greenscreen verzichtet?




Darth Schneider
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Re: Cinematography (Film/Analog vs. Digital)

Beitrag von Darth Schneider » So 09 Feb, 2020 08:44

Analoger Film hat auch Vorteile die die digitale Form nicht hat, vorallem auch die je nach Wunsch viel, viel robustere, weniger von elektronischem Zeugs abhängende Bauform der Aufahmegeräte.
Gerade in sehr teuren Satelliten und Militär Flugzeugen drehen sich öfters aus diesem Grund immer noch Filmrollen, das wird wohl auch so bleiben.
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pillepalle
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Re: Cinematography (Film/Analog vs. Digital)

Beitrag von pillepalle » So 09 Feb, 2020 08:48

Ihr habt aber auch immer Beispiele :) Tarantino ist ein Superstar in der Branche. Der kann machen was er möchte und da wird niemand sagen: 'Hey Quentin! Das ist aber zu teuer/aufwendig auf Film zu drehen.' Ich kannte vor 10 Jahren auch noch eine Künstlerin die unbedingt alles auf 8x10 Planfilm fotografieren wollte, weil ihr das Korn gefiel und dann wurde es eben so gemacht. Bei anderen Projekten haben wir dann wirklich noch den Damenstrumpf als Weichzeichner vor die Optik gepackt. Wenn sich jemand das leisten kann und schön findet warum nicht? Klar gehören solche Techniken zum alten Eisen. Das heißt ja auch nicht das alle so arbeiten müssen, oder es alle gleich machen müssen. Wer digital arbeitet hat es eben heutzutage einfacher, aber zu einem Ergebnis kommt jeder irgendwie. Es gibt sogar heute noch Künstler die ihre Arbeiten parallel auf Film fotografieren lassen. Nicht so sehr wegen der Archivierung, sondern weil es ein viel direkteres Medium ist. Ein großfromatiges Dia ziehst Du aus der Schublade, hälst Du einfach gegen das Licht und siehst sofort etwas. Da braucht man keinen Rechner hochfahren, oder ein geladenes Akku am Tablett. Viele finden das auch einfach schöner.

VG




iasi
Beiträge: 14210

Re: Cinematography (Film/Analog vs. Digital)

Beitrag von iasi » So 09 Feb, 2020 09:11

Das Dia, das du gegen das Licht hälst, entfaltet aber sicherlich nicht die Wirkung, die eigentlich in ihm schlummert.

Es braucht auch keinen Rechner mehr - UHD-TV eingeschalten (die stehen eh überall herum) und Stick rein. Das ist nicht mehr Aufwand, als Schublade öffnen und Licht einschalten. :)

Aber ernsthaft: Die Infrastruktur für Analogfilm verschwindet. Für Nostalgiker wie Tarantino hält man eine kleine Negativ-Produktion noch am Laufen und ein Entwicklungslabor noch geöffnet, aber in der Provinz wie z.B. Deutschland, wird es schon sehr schwer, einen Film auf Negativ zu drehen.




Darth Schneider
Beiträge: 4784

Re: Cinematography (Film/Analog vs. Digital)

Beitrag von Darth Schneider » So 09 Feb, 2020 09:15

Also die Kameras sehen saumässig modern aus, ich denke nicht das die so schnell verschwinden werden..
https://www.panavision.com/product/cameras/film
Die sehen so aus als würden sie in 100 Jahren noch funktionieren auch wenn ich sie noch aus nem fahrenden Zug werfen würde..))
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Zuletzt geändert von Darth Schneider am So 09 Feb, 2020 09:17, insgesamt 1-mal geändert.




pillepalle
Beiträge: 1702

Re: Cinematography (Film/Analog vs. Digital)

Beitrag von pillepalle » So 09 Feb, 2020 09:16

@ iasi

Die haben kein UHD-TV zuhause rum stehen ;) Die gucken auch kein Netflix. In manchen kreisen sind Fernseher verpönt.

Klar wird die infrastruktur immer schwieriger. Die Fachlabore hier entwickeln nur noch 3 mal die Woche E6 Prozesse und wenn die Maschine mal einen defekt hat und steht, dann steht sie und das Filmmaterial ist verloren. Deshalb gibt man ja immer nur einen Teil in die Entwicklung und hat Sicherheitsblätter, damit nix verloren geht. Aber wie gesagt, ist mehr eine Frage des Geschmacks und des Geldes.

VG




Darth Schneider
Beiträge: 4784

Re: Cinematography (Film/Analog vs. Digital)

Beitrag von Darth Schneider » So 09 Feb, 2020 09:18

Denkt mal an die Schallplatte, ist die denn weg ?

Schönes Teil, oder ?
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Funless
Beiträge: 3669

Re: Cinematography (Film/Analog vs. Digital)

Beitrag von Funless » So 09 Feb, 2020 12:19

pillepalle hat geschrieben:
So 09 Feb, 2020 08:48
Ihr habt aber auch immer Beispiele :) Tarantino ist ein Superstar in der Branche. Der kann machen was er möchte und da wird niemand sagen: 'Hey Quentin! Das ist aber zu teuer/aufwendig auf Film zu drehen.'
Es sind nicht nur Regie-„Superstars“ wie Tarantino, Nolan, Spielberg oder Abrams die weiterhin auf Film drehen. Auch viele TV-Serien werden in US of A auch heutzutage auf Film gedreht. Als prominenteste Beispiele wären da The Walking Dead (16mm Film) und American Horror Story (16 & 35mm Film) zu nennen.
MfG
Funless

Quentin Tarantino hat geschrieben:Rather than spend $600,000 for film school, spend $6,000 for a movie. That‘s the best film school in the world.




roki100
Beiträge: 3515

Re: Cinematography (Film/Analog vs. Digital)

Beitrag von roki100 » So 09 Feb, 2020 18:28

6. THREE CATEGORIES OF ATTRIBUTES

Firstly, as a starting point, let’s split the many attributes of the photographic look into three broad categories: intrapixel, spatial, and temporal.

The first, intrapixel, is the most complex and perceptually important. It includes contrast, density, color idiosyncrasies and so forth -- I call these intrapixel (even when looking at an analog system) because these attributes don't arise from areas of the frame affecting one another. Each area responds to external stimuli (or to a transformation) in the same way as each other area in the frame. These aspects are sprawling and complex but within them are included some concepts that you might recognize from stock phrases like "highlight rolloff,” "skin tone handling," or "color rendition."

The second category is spatial. These attributes have to do with how areas within the frame do relate to one another. These include resolution and apparent sharpness (which by the way, contrary to the usual presumption, are two totally different things). This category also includes some more idiosyncratic aspects like film halation; that's the characteristic phenomenon in film acquisition responsible for several visual attributes, most recognizably a reddish wrapping of light at high contrast edges.

http://www.yedlin.net/OnColorScience/

Diese "Halation" da, gibt es für Resolve als DRX File https://www.dropbox.com/s/ye03gu7qnv1fy ... n.rar?dl=0
Von hier: https://liftgammagain.com/forum/index.p ... ost-130178




cantsin
Beiträge: 6896

Re: Cinematography (Film/Analog vs. Digital)

Beitrag von cantsin » So 09 Feb, 2020 20:05

Man muss sich aber klarmachen, dass hier Medium-spezifische Bildfehler (Halation, Grain etc.) nachgebaut werden - reine Patina.

Das ist genauso, als wenn in ein paar Jahrzehnten mit einer anderen Technik als Bildsensoren und Codecs aufgenommen würde und man dann aus 2020er-Jahre-Digitalkinolook-Nostalgie die Bildfehler der heutigen Sensoren und Codecs nachbaut, von Highlight Clipping und fixed pattern noise bis hin zu Macroblocking-Artefakten...




dienstag_01
Beiträge: 10225

Re: Cinematography (Film/Analog vs. Digital)

Beitrag von dienstag_01 » So 09 Feb, 2020 20:58

cantsin hat geschrieben:
So 09 Feb, 2020 20:05
Man muss sich aber klarmachen, dass hier Medium-spezifische Bildfehler (Halation, Grain etc.) nachgebaut werden - reine Patina.

Das ist genauso, als wenn in ein paar Jahrzehnten mit einer anderen Technik als Bildsensoren und Codecs aufgenommen würde und man dann aus 2020er-Jahre-Digitalkinolook-Nostalgie die Bildfehler der heutigen Sensoren und Codecs nachbaut, von Highlight Clipping und fixed pattern noise bis hin zu Macroblocking-Artefakten...
Ist das ein prinzipieller Unterschied zu der Verwendung von alten Objektiven an Digitalkameras? Oder Filtern?




cantsin
Beiträge: 6896

Re: Cinematography (Film/Analog vs. Digital)

Beitrag von cantsin » So 09 Feb, 2020 21:32

dienstag_01 hat geschrieben:
So 09 Feb, 2020 20:58
Ist das ein prinzipieller Unterschied zu der Verwendung von alten Objektiven an Digitalkameras? Oder Filtern?
Naja, die kann man ja auch einsetzen, um Bildfehler wie Moiré zu vermeiden, oder um Haut gewissermaßen schon bei der Aufnahme zu retuschieren/glätten.

Würde mich wundern, wenn man das in Zukunft mit Macroblocking oder fixed pattern noise erledigen würde, aber wer weiß...




dienstag_01
Beiträge: 10225

Re: Cinematography (Film/Analog vs. Digital)

Beitrag von dienstag_01 » So 09 Feb, 2020 21:54

cantsin hat geschrieben:
So 09 Feb, 2020 21:32
dienstag_01 hat geschrieben:
So 09 Feb, 2020 20:58
Ist das ein prinzipieller Unterschied zu der Verwendung von alten Objektiven an Digitalkameras? Oder Filtern?
Naja, die kann man ja auch einsetzen, um Bildfehler wie Moiré zu vermeiden, oder um Haut gewissermaßen schon bei der Aufnahme zu retuschieren/glätten.

Würde mich wundern, wenn man das in Zukunft mit Macroblocking oder fixed pattern noise erledigen würde, aber wer weiß...
Ich kenne eigentlich keine Ästhetik, die im Bereich Realbild digitale Effekte oder einen digitalen Look als Ziel hat. Ich kenne zumindest keine.
Ich frage, weil Patina so bissel Richtung Fake klingt.
Konsequent gedacht, müsste man auch auf Gammakurven verzichten.
Oder siehst du da andere Unterscheidungskriterien?




cantsin
Beiträge: 6896

Re: Cinematography (Film/Analog vs. Digital)

Beitrag von cantsin » So 09 Feb, 2020 21:58

dienstag_01 hat geschrieben:
So 09 Feb, 2020 21:54
Ich kenne eigentlich keine Ästhetik, die im Bereich Realbild digitale Effekte oder einen digitalen Look als Ziel hat. Ich kenne zumindest keine.
Doch, die ganze 8bit- und Glitch-Popkultur.




dienstag_01
Beiträge: 10225

Re: Cinematography (Film/Analog vs. Digital)

Beitrag von dienstag_01 » So 09 Feb, 2020 22:16

cantsin hat geschrieben:
So 09 Feb, 2020 21:58
dienstag_01 hat geschrieben:
So 09 Feb, 2020 21:54
Ich kenne eigentlich keine Ästhetik, die im Bereich Realbild digitale Effekte oder einen digitalen Look als Ziel hat. Ich kenne zumindest keine.
Doch, die ganze 8bit- und Glitch-Popkultur.

Naja, ich hatte ja nicht umsonst Realbild geschrieben. Das hier sind ja eigentlich Animationen.




Funless
Beiträge: 3669

Re: Cinematography (Film/Analog vs. Digital)

Beitrag von Funless » So 09 Feb, 2020 22:32

dienstag_01 hat geschrieben:
So 09 Feb, 2020 21:54
Ich kenne eigentlich keine Ästhetik, die im Bereich Realbild digitale Effekte oder einen digitalen Look als Ziel hat. Ich kenne zumindest keine.
dienstag_01 hat geschrieben:
So 09 Feb, 2020 22:16
cantsin hat geschrieben:
So 09 Feb, 2020 21:58

Doch, die ganze 8bit- und Glitch-Popkultur.

Naja, ich hatte ja nicht umsonst Realbild geschrieben. Das hier sind ja eigentlich Animationen.


Realbild? Bittesehr:

MfG
Funless

Quentin Tarantino hat geschrieben:Rather than spend $600,000 for film school, spend $6,000 for a movie. That‘s the best film school in the world.




dienstag_01
Beiträge: 10225

Re: Cinematography (Film/Analog vs. Digital)

Beitrag von dienstag_01 » So 09 Feb, 2020 22:37

Funless hat geschrieben:
So 09 Feb, 2020 22:32
dienstag_01 hat geschrieben:
So 09 Feb, 2020 21:54
Ich kenne eigentlich keine Ästhetik, die im Bereich Realbild digitale Effekte oder einen digitalen Look als Ziel hat. Ich kenne zumindest keine.
dienstag_01 hat geschrieben:
So 09 Feb, 2020 22:16

Naja, ich hatte ja nicht umsonst Realbild geschrieben. Das hier sind ja eigentlich Animationen.


Realbild? Bittesehr:

Das ist Retro.




mash_gh4
Beiträge: 3319

Re: Cinematography (Film/Analog vs. Digital)

Beitrag von mash_gh4 » So 09 Feb, 2020 22:44

dienstag_01 hat geschrieben:
So 09 Feb, 2020 22:16
cantsin hat geschrieben:
So 09 Feb, 2020 21:58
Doch, die ganze 8bit- und Glitch-Popkultur.
Naja, ich hatte ja nicht umsonst Realbild geschrieben. Das hier sind ja eigentlich Animationen.
ich glaube, die wirklich guten leute aus diesem umfeld sollte man künstlerisch nicht unterschätzen! :)

das was bspw. eine rosa menkman in ihrer glitch-phase thematisiert hat -- dieses erschließen einer "materialität" digitaler aufzeichnungsverfahren und -formate -- halte ich schon für ziemlich beeindruckend!

natürlich gibt es auch immer viele, die als trittbrettfahrer od. drittklassige oberflächliche epigonen in deutlich weniger reflektierender weise solche bewegungen mitbegleiten, aber an denen muss man sich ja nicht unbedingt orientieren.

was die andere richtung der auseinandersetzung -- also u.a. die bezugnahme auf analoge video-synthesizer -- betrifft, bin ich in letzter zeit immer wieder auf die olivia jack und ihre hydra software angesprochen worden -- bin mir aber ehrlich gestanden noch immer nicht sicher, was ich davon halten soll bzw. wie weit mir dies retro-simulationszugänge ohne wirklich befriedigende od. sinnfällige techn. übereinstimmung ästhetisch genügt?




dienstag_01
Beiträge: 10225

Re: Cinematography (Film/Analog vs. Digital)

Beitrag von dienstag_01 » So 09 Feb, 2020 22:56

mash_gh4 hat geschrieben:
So 09 Feb, 2020 22:44
dienstag_01 hat geschrieben:
So 09 Feb, 2020 22:16

Naja, ich hatte ja nicht umsonst Realbild geschrieben. Das hier sind ja eigentlich Animationen.
ich glaube, die wirklich guten laute aus diesem umfeld solltest künstlerisch nicht unterschätzen!
das was bspw. eine rosa menkman in ihrer glich-phase thematisiert hat -- dieses erschließen einer "materalität" digitaler aufzeichnungsverfahren und -formate -- halte ich schon für ziemlich beeindruckend!
aber es gibt halt natürlich auch immer viele, die als trittbrettfahrer od. drittklassige oberflächliche epigonen in deutlich weniger reflektierender weise solche bewegungen mitbegleiten, aber an denen muss man sich ja nicht unbedingt orientieren.

was die andere richtung der auseinadersetzung -- also die bezugnahmen auf analoge video-synthesizer -- betrifft, bin ich in letzter zeit immer wieder auf die olivia jack und ihre hydra software angesprochen worden -- bin mir aber noch immer nicht sicher, was ich davon halten soll bzw. wie weit mir dies retro-simulationszugänge ohne wirklich befriedigende od. sinnfällige techn. übereinstimmung ästhetisch genügt?

Danke, aber ich möchte eigentlich nichts unterschätzen.
Mir ging es um die Aussage von cantsin, dass es um medium-spezifische Bildfehler geht (bezogen auf den Ausgangsartikel und den darin verlinkten), die nun mit Patina überzogen werden, um die Qualität von 35mm Film, also analog, zu erreichen. Und meine Frage, daraus entstanden, welche *digitale Ästhetik* es denn gibt. Bezogen auf Bilder als Abbilder von dem, was wir normalerweise Realität nennen. Im Gegensatz zu Animationen usw.
Sind so Gedanken ;)




cantsin
Beiträge: 6896

Re: Cinematography (Film/Analog vs. Digital)

Beitrag von cantsin » So 09 Feb, 2020 23:55

dienstag_01 hat geschrieben:
So 09 Feb, 2020 22:56
Mir ging es um die Aussage von cantsin, dass es um medium-spezifische Bildfehler geht (bezogen auf den Ausgangsartikel und den darin verlinkten), die nun mit Patina überzogen werden, um die Qualität von 35mm Film, also analog, zu erreichen.
Ich meinte eigentlich: Medium-spezifische Bildfehler von gestern sind die Patina von heute.

Yedlin baut heute, im Jahr 2020, mit komplexen algorithmischen Filtern die Bildfehler von 35mm-Film (halation, gate weaving) nach & in seine digitale Postproduktions-Pipeline ein.

Deswegen würde es mich nicht mehr wundern, wenn im Jahr 2050 jemand anfangen würde, Debayering- und Kompressionsartefakte sowie Sensorrauschen und -Clipping zu simulieren, um seinen Filmen die "Wärme" von Kinofilmen der 2020er Jahre zurück zu geben.




roki100
Beiträge: 3515

Re: Cinematography (Film/Analog vs. Digital)

Beitrag von roki100 » Mo 10 Feb, 2020 00:11

Ich denke nicht dass es nur darum geht. Ich finde auch viel zu viel digital nicht so toll. Daher finde ich BMCC, BMPCC usw. toll, da diese tatsächlich nicht zu digitalen Look haben.
Einige nennen das digitale "Modern". Beispiel schreiben manche, dass sie für einen Film (damit ist cienematic Look oder ColorScience usw. gemeint) die alten Blackmagic Kamera bevorzugen, statt die neuen (P4K/6K), oder Arri, statt Red&Co.
Korn oder Halation spielt da vll. auch eine Rolle. Denn auch in VFX oder Compositing Welt wird am Ende des Projekts (z.B. in Fusion: XfChroma fuse) eine Art Halation und auch Grain hinzugefügt um realistic zu erzeugen - dadurch sieht das Ganze nicht zu digital aus.




Frank Glencairn
Beiträge: 10704

Re: Cinematography (Film/Analog vs. Digital)

Beitrag von Frank Glencairn » Mo 10 Feb, 2020 15:05

Darth Schneider hat geschrieben:
So 09 Feb, 2020 09:15
Also die Kameras sehen saumässig modern aus, ich denke nicht das die so schnell verschwinden werden..
https://www.panavision.com/product/cameras/film
Die sehen so aus als würden sie in 100 Jahren noch funktionieren auch wenn ich sie noch aus nem fahrenden Zug werfen würde..))
Zumal ja sogar immer noch neue entwickelt werden:

https://www.newsshooter.com/2018/05/05/ ... tkiYnuqiYs




Darth Schneider
Beiträge: 4784

Re: Cinematography (Film/Analog vs. Digital)

Beitrag von Darth Schneider » Mo 10 Feb, 2020 15:14

Ich hatte mal diese, ich bereue es heute noch das ich die verkauft habe, obwohl filmen damit war schon eher sehr teuer. Heute wüsste ich nicht mal mehr wie die Filmrolle einlegen.
https://www.turbosquid.com/de/3d-models ... el-1335369
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Douglas Adams




dienstag_01
Beiträge: 10225

Re: Cinematography (Film/Analog vs. Digital)

Beitrag von dienstag_01 » Mo 10 Feb, 2020 15:16

cantsin hat geschrieben:
So 09 Feb, 2020 23:55
dienstag_01 hat geschrieben:
So 09 Feb, 2020 22:56
Mir ging es um die Aussage von cantsin, dass es um medium-spezifische Bildfehler geht (bezogen auf den Ausgangsartikel und den darin verlinkten), die nun mit Patina überzogen werden, um die Qualität von 35mm Film, also analog, zu erreichen.
Ich meinte eigentlich: Medium-spezifische Bildfehler von gestern sind die Patina von heute.

Yedlin baut heute, im Jahr 2020, mit komplexen algorithmischen Filtern die Bildfehler von 35mm-Film (halation, gate weaving) nach & in seine digitale Postproduktions-Pipeline ein.

Deswegen würde es mich nicht mehr wundern, wenn im Jahr 2050 jemand anfangen würde, Debayering- und Kompressionsartefakte sowie Sensorrauschen und -Clipping zu simulieren, um seinen Filmen die "Wärme" von Kinofilmen der 2020er Jahre zurück zu geben.
Wahrscheinlich ist das Digitale vom Wesen her Simulation, da gibt es nichts *Eigenes*. Man betrachtet ja auch nicht Einsen und Nullen.




iasi
Beiträge: 14210

Re: Cinematography (Film/Analog vs. Digital)

Beitrag von iasi » Mo 10 Feb, 2020 15:21

Frank Glencairn hat geschrieben:
Mo 10 Feb, 2020 15:05
Darth Schneider hat geschrieben:
So 09 Feb, 2020 09:15
Also die Kameras sehen saumässig modern aus, ich denke nicht das die so schnell verschwinden werden..
https://www.panavision.com/product/cameras/film
Die sehen so aus als würden sie in 100 Jahren noch funktionieren auch wenn ich sie noch aus nem fahrenden Zug werfen würde..))
Zumal ja sogar immer noch neue entwickelt werden:

https://www.newsshooter.com/2018/05/05/ ... tkiYnuqiYs
Cinematographers such as Bob Richardson, Christopher Nolan and Hoyte van Hoytema have all used 65mm/70mm film cameras to create some truly impressive results, but with the ALEXA 65 and the arrival of other full frame and Vista Vision cameras, you have to wonder how much longer studios will be willing to foot the bill.


Das geht in Richtung Einzelstücke.




iasi
Beiträge: 14210

Re: Cinematography (Film/Analog vs. Digital)

Beitrag von iasi » Mo 10 Feb, 2020 15:35

Oscar für 1917 ... Camera Arri Alexa Mini LF

Oscar für Roma ... Camera Arri Alexa 65

Oscar für Blade Runner 2049 ... Camera Arri Alexa


Es schein kein Negativ mehr zu brauchen, um augezeichnete Filme zu drehen.




pillepalle
Beiträge: 1702

Re: Cinematography (Film/Analog vs. Digital)

Beitrag von pillepalle » Mo 10 Feb, 2020 16:23

iasi hat geschrieben:
Mo 10 Feb, 2020 15:35
Es schein kein Negativ mehr zu brauchen, um augezeichnete Filme zu drehen.
Bravo! Das war die Erkenntnis der Woche. Jetzt muss nur noch zu Dir durchsickern das sie auch nicht wegen des jeweiligen Kameramodells den Oskar bekommen haben ;)

VG




mash_gh4
Beiträge: 3319

Re: Cinematography (Film/Analog vs. Digital)

Beitrag von mash_gh4 » Mo 10 Feb, 2020 19:47

dienstag_01 hat geschrieben:
Mo 10 Feb, 2020 15:16
Wahrscheinlich ist das Digitale vom Wesen her Simulation, da gibt es nichts *Eigenes*. Man betrachtet ja auch nicht Einsen und Nullen.
diese zusammenfassende mutmaßung scheint mir schon ein bisserl zu kurz zu greifen.

für mich klingt das so, wie jene positionen, die immer schon an der zuverlässigkeit und tatsächlichen verbindlichlkeit visueller sinneseindrücke gezweifelt haben, sie nur als bloßen schein bzw. spiel der schatten und irrungen bertrachtet haben, dem im gegesatz zum handfest greifbar gegebenen immer mit zweifel begegnet werden sollte... ;)

dem gegenüber haben moderne theoretiker, denen auch die ordnung verschiedener aufeinanderfolgender simulakren nicht völlig fremd war, ganz ausdrücklich "das taktile und das digitale" sogar in kapitelüberschriften klar hervorgehoben und in verbindung gebracht. immerhin begleitet den begriff des "digitalen" seit seinem sprachlichen ursprüngen diese nähe zu den feingliedrigen ausläufern unseres körpers und dem dort konzentrierten tastsinn.

zum glück sind ja diese ausseinandersetzung um die mysterien der unterscheidung zw. digitalem und analogem mittlerweile wieder stark in den hintergrund gerückt. in den 90ern ist ja kaum jemand um die thematisierung dieser trennline herumkommen. in wahrheit ist dabei aber nicht viel bleibendes herausgekommen. am ehesten kann man noch etwas von denen lernen, die es tatsächlich im größeren rahmen einer kulturgeschichte der zeichensysteme und aufzeichnungstechniken zu verstehen versucht haben, aber auch dort sind andere kriterien (bsp. sequentiell vs. bildhaft od. sprachliche strukturierung vs. gestalt) letztlich oft bedeutsamer bzw. ergiebiger. und wenn ich mir anschau, wie sehr sich die elektronische verarbeitung von bilddaten in den letzten jahren wieder gändert hat (stichtwort: machine learning und visuelle gestalterfassung und -verarbeitung), dann sind die damit verbundenen unterschiede gegenüber primitiven vorstufen der entsprechenden digitalen datenerfassung und -speicherung kaum weniger einschneidend als die übergang zu analogen abbildungs- und aufzeichungsverfahren...

ich würde mir oft wünschen, dass künstler bzw. an solchen handwerklichen grundlagen interessierte kollegen diesen dingen in ihren fragen tatsächlich ein bisserl weiter auf den grund gehen würden, statt sich immer nur an ein paar höchst oberflächliche bestimmungen und vorurteile zu klammern.




dienstag_01
Beiträge: 10225

Re: Cinematography (Film/Analog vs. Digital)

Beitrag von dienstag_01 » Mo 10 Feb, 2020 20:24

mash_gh4 hat geschrieben:
Mo 10 Feb, 2020 19:47
dienstag_01 hat geschrieben:
Mo 10 Feb, 2020 15:16
Wahrscheinlich ist das Digitale vom Wesen her Simulation, da gibt es nichts *Eigenes*. Man betrachtet ja auch nicht Einsen und Nullen.
diese zusammenfassende mutmaßung scheint mir schon ein bisserl zu kurz zu greifen.

für mich klingt das so, wie jene positionen, die immer schon an der zuverlässigkeit und tatsächlichen verbindlichlkeit visueller sinneseindrücke gezweifelt haben, sie nur als bloßen schein bzw. spiel der schatten und irrungen bertrachtet haben, dem im gegesatz zum handfest greifbar gegebenen immer mit zweifel begegnet werden sollte... ;)

dem gegenüber haben moderne theoretiker, denen auch die ordnung verschiedener aufeinanderfolgender simulakren nicht völlig fremd war, ganz ausdrücklich "das taktile und das digitale" sogar in kapitelüberschriften klar hervorgehoben und in verbindung gebracht. immerhin begleitet den begriff des "digitalen" seit seinem sprachlichen ursprüngen diese nähe zu den feingliedrigen ausläufern unseres körpers und dem dort konzentrierten tastsinn.

zum glück sind ja diese ausseinandersetzung um die mysterien der unterscheidung zw. digitalem und analogem mittlerweile wieder stark in den hintergrund gerückt. in den 90ern ist ja kaum jemand um die thematisierung dieser trennline herumkommen. in wahrheit ist dabei aber nicht viel bleibendes herausgekommen. am ehesten kann man noch etwas von denen lernen, die es tatsächlich im größeren rahmen einer kulturgeschichte der zeichensysteme und aufzeichnungstechniken zu verstehen versucht haben, aber auch dort sind andere kriterien (bsp. sequentiell vs. bildhaft od. sprachliche strukturierung vs. gestalt) letztlich oft bedeutsamer bzw. ergiebiger. und wenn ich mir anschau, wie sehr sich die elektronische verarbeitung von bilddaten in den letzten jahren wieder gändert hat (stichtwort: machine learning und visuelle gestalterfassung und -verarbeitung), dann sind die damit verbundenen unterschiede gegenüber primitiven vorstufen der entsprechenden digitalen datenerfassung und -speicherung kaum weniger einschneidend als die übergang zu analogen abbildungs- und aufzeichungsverfahren...

ich würde mir oft wünschen, dass künstler bzw. an solchen handwerklichen grundlagen interessierte kollegen diesen dingen in ihren fragen tatsächlich ein bisserl weiter auf den grund gehen würden, statt sich immer nur an ein paar höchst oberflächliche bestimmungen und vorurteile zu klammern.
*am ehesten kann man noch etwas von denen lernen, die es tatsächlich im größeren rahmen einer kulturgeschichte der zeichensysteme und aufzeichnungstechniken zu verstehen versucht haben, aber auch dort sind andere kriterien (bsp. sequentiell vs. bildhaft od. sprachliche strukturierung vs. gestalt) letztlich oft bedeutsamer bzw. ergiebiger.*
Wer wäre das?

Mich interessiert gerade die Grenze von der Verarbeitung der (Bild-) Daten zum Faken der Bilddaten.
Und: wie manifest ist ein Bild, wenn es *nur* simuliert ist?




roki100
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Re: Cinematography (Film/Analog vs. Digital)

Beitrag von roki100 » Di 11 Feb, 2020 16:30

Also ich habe halation (für Resolve als DRX File https://www.dropbox.com/s/ye03gu7qnv1fy ... n.rar?dl=0) und ein bisschen Grain getestet. Halation hat was, ist etwas wie diese Black ProMist Filter
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Funless
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Re: Cinematography (Film/Analog vs. Digital)

Beitrag von Funless » Mo 17 Feb, 2020 15:16

Offensichtlich scheint das Thema "Film/Analog vs. Digital" nicht nur slashCAM Foristen zu beschäftigen. ;-)
MfG
Funless

Quentin Tarantino hat geschrieben:Rather than spend $600,000 for film school, spend $6,000 for a movie. That‘s the best film school in the world.




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