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Werden wir immer lauter?



Für den unwahrscheinlichen Fall, daß sich jemand für Dinge außerhalb des Video-Universums interessieren sollte :-)
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klusterdegenerierung
Beiträge: 14573

Werden wir immer lauter?

Beitrag von klusterdegenerierung » Do 23 Jan, 2020 14:25

Klar, mit 50 gehöre ich schon nicht mehr zur Jungend und bin sicher empfindlicher geworden als noch vor 20 Jahren,
aber sicher bin ich nicht alleine mit dem Gefühl das es in unserem Alltag an allen Stellen lauter wird.

Ob die laute Berieselung im Modegeschäft oder in diversen Supermärkten wo man schon um 7:00 mit Lärm belästigt wird.
Aber auch unsere Sprachkultur scheint sich in dieser Richtung immer mehr auszuprägen und viele schreien sich gerade zu schon an wenn sie sich "nur" unterhalten.

Völlig absurd unser Nachbar der neu baut und natürlich auch an Wochenenden und Feiertagen reinklotzt, was mich nicht mal stört, aber zu allem Überfluss haben sie sich im offenen Rohbau eine fette Boombox gestellt die bis Abends die ganze Strasse beschallt und da es so laut ist müßen sich die Arbeiter untereinander anschreien weil sie sich sonst nicht hören, das ist Satire pur.

Aber auch im sprachlichen nimmt man es anscheinend nicht mehr so genau und so scheint es eine neue Mode zu geben in der man Silben anders betont und es sich anhört als hätte man Buchstaben ersetzt oder hinzugefügt.

Besonders schlimm zur Zeit Wörter mit einfachen "i", die werden betont wie "ie" oder Begriffe die seit Jahrzehnten auf der ersten Silbe betont wurden, werden nun in der letzten betont usw. Sobald mir wieder ein nicht verdrängtes Beispiel einfällt, schreibe ich es hier rein.

Habt ihr auch das Gefühl das es sich so entwickelt, oder ist es nur dem Zustand geschuldet, das ich Älter und pingeliger werde und warum muß das so sein?
Kann man nicht auch wieder eine Gegeninitiative starten?
"Faulheit ist der Tod der Fantasie!"




Bluboy
Beiträge: 121

Re: Werden wir immer lauter?

Beitrag von Bluboy » Do 23 Jan, 2020 14:37

Du solltest Dir ein Beispiel an der Bundespolizei nehmen und die Anfprderungen an Deine Mitmenschen zurückschrauben




Auf Achse
Beiträge: 3853

Re: Werden wir immer lauter?

Beitrag von Auf Achse » Do 23 Jan, 2020 15:42

LAUTER fällt mir nicht unbedingt auf. Ich hab mit Ungebungslärm, vor allem wenn er durch "Arbeit" entsteht nie ein Problem gehabt.

Aber die Jungen reden zumeist irrsinnig schnell (ADHS - Generation????). Weiters reden sie im Raum Wien als ob sie in Deutschland aufgewachsen wären (weiß nicht ob das in in den Bundesländern auch so ist). Der örtliche Dialekt ... ich will gar nicht sagen DIALEKT denn es betrifft ja nicht nur die Wahl der Worte ... sondern auch die "örtliche Färbung und Betonung der Sprache" geht komplett innerhalb einer Generation verloren.

In einem ÖR Rundfunksender hat man das erkannt und vor einiger Zeit den Jungen typische Worte der älteren Generation vorgestellt. Erschreckend viele konnten damit dar nix anfangen. Allerdings war es umgekehrt genau so, auch die Älteren haben viele Ausdrücke der Jungen nicht verstanden.

Auf Achse




Frank Glencairn
Beiträge: 10210

Re: Werden wir immer lauter?

Beitrag von Frank Glencairn » Do 23 Jan, 2020 15:45

Was heißt wir?

Ich bin nicht lauter geworden in den letzten Jahren, aber die WG über mir und die WG unter mir ganz definitiv.

Unter der Woche völlig schmerzfrei Ballermann-Party volle Kanne, daß ich denke der Ghettoblaster steht in meinem Schlafzimmer - im Sommer auch gerne auf dem Balkon, damit das komplette Viertel was davon hat.

Rücksichtnahme ist da ein Fremdwort.

Neulich ist mir den nachts um halb 3 die Schnur gerissen, und ich bin in den Keller und hab ihnen alle Sicherungen weggenommen.
Wenigstens hatte ich dann den Rest der Nacht Ruhe.

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Do 23 Jan, 2020 14:25

Aber auch im sprachlichen nimmt man es anscheinend nicht mehr so genau und so scheint es eine neue Mode zu geben in der man Silben anders betont und es sich anhört als hätte man Buchstaben ersetzt oder hinzugefügt.
Ist mir hier noch gar nicht so aufgefallen, aber in englischsprachigen Ländern ist es in den letzten Jahren in gewissen Kreisen Mode geworden das T zu verschlucken (und manchmal gleich ein paar andere Buchstaben mit dazu) - das klingt dann wie impo-nt statt important z.B.




didah
Beiträge: 946

Re: Werden wir immer lauter?

Beitrag von didah » Do 23 Jan, 2020 16:18

Frank Glencairn hat geschrieben:
Do 23 Jan, 2020 15:45


Neulich ist mir den nachts um halb 3 die Schnur gerissen, und ich bin in den Keller und hab ihnen alle Sicherungen weggenommen.
Wenigstens hatte ich dann den Rest der Nacht Ruhe.
haha - den merk ich mir!
mean people suck




Darth Schneider
Beiträge: 4436

Re: Werden wir immer lauter?

Beitrag von Darth Schneider » Do 23 Jan, 2020 16:24

Ich habe in einem Freizeitbad auch mal die Sicherungen ausgeschaltet und einen plötzlichen Stromausfall simuliert als irgendwelche sehr motivierten Girls um 22.30. immer noch am Haare föhnen waren...
Gruss Boris
„Nothing travels faster than the speed of light, with the possible exception of bad news, which obeys its own special laws.“
Douglas Adams




freezer
Beiträge: 1811

Re: Werden wir immer lauter?

Beitrag von freezer » Do 23 Jan, 2020 16:25

Frank Glencairn hat geschrieben:
Do 23 Jan, 2020 15:45
Neulich ist mir den nachts um halb 3 die Schnur gerissen, und ich bin in den Keller und hab ihnen alle Sicherungen weggenommen.
Wenigstens hatte ich dann den Rest der Nacht Ruhe.
Die haben vermutlich die ganze Nacht nach der Sicherung gesucht...

Bei uns hat das Nachbarhaus neben unserem Hochhaus einen großen Gemeinschaftsgarten, in dem regelmäßig Partys gefeiert werden. Manchmal drehen dann die Besoffenen gegen 2-3 Uhr früh die Musik nochmal voll auf. Meine wirksame Methode: mit dem Rayzr7 300 Watt LED runter auf die Party leuchten und ganz höflich fragen, ob sie ein bisschen leiser sein könnten. Hat bisher jede Party aufgelöst :-)
LAUFBILDkommission
Robert Niessner - Graz - Austria
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www.laufbildkommission.wordpress.com




Sammy D
Beiträge: 1482

Re: Werden wir immer lauter?

Beitrag von Sammy D » Do 23 Jan, 2020 19:02

Auf Achse hat geschrieben:
Do 23 Jan, 2020 15:42
...

Aber die Jungen reden zumeist irrsinnig schnell (ADHS - Generation????). Weiters reden sie im Raum Wien als ob sie in Deutschland aufgewachsen wären (weiß nicht ob das in in den Bundesländern auch so ist). Der örtliche Dialekt ... ich will gar nicht sagen DIALEKT denn es betrifft ja nicht nur die Wahl der Worte ... sondern auch die "örtliche Färbung und Betonung der Sprache" geht komplett innerhalb einer Generation verloren.

...
klusterdegenerierung hat geschrieben:
Do 23 Jan, 2020 14:25
...
Aber auch im sprachlichen nimmt man es anscheinend nicht mehr so genau und so scheint es eine neue Mode zu geben in der man Silben anders betont und es sich anhört als hätte man Buchstaben ersetzt oder hinzugefügt.

Besonders schlimm zur Zeit Wörter mit einfachen "i", die werden betont wie "ie" oder Begriffe die seit Jahrzehnten auf der ersten Silbe betont wurden, werden nun in der letzten betont usw. Sobald mir wieder ein nicht verdrängtes Beispiel einfällt, schreibe ich es hier rein.
...
Sprache ist stets im Fluss. Ohne diastratische Sprachvarietäten sprächen wir wie unsere Großväter und deren Großväter. Es ist völlig normal, dass sich das Wort- und Lautiventar der nächsten Generationen von dem der vorigen unterscheidet. Viele der geschaffenen Idiome/ Phoneme fallen der Vergessenheit anheim, einige bleiben für ein paar Generationen (oder länger) und fügen sich nahtlos in die Sprachalltag und in die Standradsprache ein. Dabei gibt es kein besser oder schlechter.




AndySeeon
Beiträge: 231

Re: Werden wir immer lauter?

Beitrag von AndySeeon » Do 23 Jan, 2020 19:39

Sammy D hat geschrieben:
Do 23 Jan, 2020 19:02
Sprache ist stets im Fluss. Ohne diastratische Sprachvarietäten sprächen wir wie unsere Großväter und deren Großväter. Es ist völlig normal, dass sich das Wort- und Lautiventar der nächsten Generationen von dem der vorigen unterscheidet. Viele der geschaffenen Idiome/ Phoneme fallen der Vergessenheit anheim, einige bleiben für ein paar Generationen (oder länger) und fügen sich nahtlos in die Sprachalltag und in die Standradsprache ein. Dabei gibt es kein besser oder schlechter.
Gutes Statement. Was genauso beständig bleibt wie die Veränderung ist das Gefühl der "Alten", dass die Jugend anders (wird meist gleichgesetzt mit "schlechter") ist. Früher war alles viel besser und die Jugend von heute taugt nichts mehr. Wie sollen die unsere Rente verdienen?
Diese Sprüche nerven mich schon seit über 50 Jahren.

Gruß, Andreas




Bluboy
Beiträge: 121

Re: Werden wir immer lauter?

Beitrag von Bluboy » Do 23 Jan, 2020 19:51

Wenn Du Dich schon 50 Jahre über die Meinung der Kriegs- ud Nachkriegsgeneration ärgerst
dann darfst Du Dich in Zukunft nachhaltig freuen :-)




klusterdegenerierung
Beiträge: 14573

Re: Werden wir immer lauter?

Beitrag von klusterdegenerierung » Do 23 Jan, 2020 20:11

AndySeeon hat geschrieben:
Do 23 Jan, 2020 19:39
Sammy D hat geschrieben:
Do 23 Jan, 2020 19:02
Sprache ist stets im Fluss. Ohne diastratische Sprachvarietäten sprächen wir wie unsere Großväter und deren Großväter. Es ist völlig normal, dass sich das Wort- und Lautiventar der nächsten Generationen von dem der vorigen unterscheidet. Viele der geschaffenen Idiome/ Phoneme fallen der Vergessenheit anheim, einige bleiben für ein paar Generationen (oder länger) und fügen sich nahtlos in die Sprachalltag und in die Standradsprache ein. Dabei gibt es kein besser oder schlechter.
Gutes Statement. Was genauso beständig bleibt wie die Veränderung ist das Gefühl der "Alten", dass die Jugend anders (wird meist gleichgesetzt mit "schlechter") ist. Früher war alles viel besser und die Jugend von heute taugt nichts mehr. Wie sollen die unsere Rente verdienen?
Diese Sprüche nerven mich schon seit über 50 Jahren.

Gruß, Andreas
Hallo Andreas,
genauso eine Plättitüde wollte ich garnicht auslösen, vielmer überdies hinaus die Beobachtung machen, das es eine neue Qualität der kontinuierlichen Steigerung der normalen Entwicklung gibt.

Natürlich weiß ich mit meinen 50 noch das auch ich mal lauter war und besonders die Kids in der Pubertät besonders über die Stränge schlagen, aber es wird eben doch alles mehr.

Bei uns gibt es im Netto eine Bäckerei die man mit ihrer Beschallung und Gesprächen bis ans Ende des Ladens hört und wenn ich dort Ausnahmsweise mal Backwaren kaufe, mache ich mir einen Spaß daraus und rede nicht wie alle in gehobener Stimme, sondern ganz normal und dann kommt immer "wie bitte", "ich hab Sie nicht verstanden" und ich dann, "ich sie auch nicht" ;-))
"Faulheit ist der Tod der Fantasie!"




Auf Achse
Beiträge: 3853

Re: Werden wir immer lauter?

Beitrag von Auf Achse » Do 23 Jan, 2020 22:37

Sammy D hat geschrieben:
Do 23 Jan, 2020 19:02
Auf Achse hat geschrieben:
Do 23 Jan, 2020 15:42
...

Aber die Jungen reden zumeist irrsinnig schnell (ADHS - Generation????). Weiters reden sie im Raum Wien als ob sie in Deutschland aufgewachsen wären (weiß nicht ob das in in den Bundesländern auch so ist). Der örtliche Dialekt ... ich will gar nicht sagen DIALEKT denn es betrifft ja nicht nur die Wahl der Worte ... sondern auch die "örtliche Färbung und Betonung der Sprache" geht komplett innerhalb einer Generation verloren.

...
klusterdegenerierung hat geschrieben:
Do 23 Jan, 2020 14:25
...
Aber auch im sprachlichen nimmt man es anscheinend nicht mehr so genau und so scheint es eine neue Mode zu geben in der man Silben anders betont und es sich anhört als hätte man Buchstaben ersetzt oder hinzugefügt.

Besonders schlimm zur Zeit Wörter mit einfachen "i", die werden betont wie "ie" oder Begriffe die seit Jahrzehnten auf der ersten Silbe betont wurden, werden nun in der letzten betont usw. Sobald mir wieder ein nicht verdrängtes Beispiel einfällt, schreibe ich es hier rein.
...
Sprache ist stets im Fluss. Ohne diastratische Sprachvarietäten sprächen wir wie unsere Großväter und deren Großväter. Es ist völlig normal, dass sich das Wort- und Lautiventar der nächsten Generationen von dem der vorigen unterscheidet. Viele der geschaffenen Idiome/ Phoneme fallen der Vergessenheit anheim, einige bleiben für ein paar Generationen (oder länger) und fügen sich nahtlos in die Sprachalltag und in die Standradsprache ein. Dabei gibt es kein besser oder schlechter.



Daß eine junge Generation plötzlich spricht wie in einem mindestes 500km entfernten Gebiet hats aber wohl auch noch nie gegeben .... und sicher noch nie in so einem kurzen Zeitraum! Das hat wenig mit "völlig normal" zu tun.

Auf Achse




rdcl
Beiträge: 619

Re: Werden wir immer lauter?

Beitrag von rdcl » Do 23 Jan, 2020 23:01

Dass man jederzeit mit Menschen 500km und noch viel weiter entfernt sprechen kann, und allgemein viel mehr Kontakt zu Menschen aus der ganzen Welt hat, hat es vorher ja auch nie gegeben. Von daher ist das schon irgendwie logisch.




Frank Glencairn
Beiträge: 10210

Re: Werden wir immer lauter?

Beitrag von Frank Glencairn » Do 23 Jan, 2020 23:24

Scheint aber ne Einbahnstraße zu sein.




Sammy D
Beiträge: 1482

Re: Werden wir immer lauter?

Beitrag von Sammy D » Fr 24 Jan, 2020 00:11

Auf Achse hat geschrieben:
Do 23 Jan, 2020 22:37
...



Daß eine junge Generation plötzlich spricht wie in einem mindestes 500km entfernten Gebiet hats aber wohl auch noch nie gegeben .... und sicher noch nie in so einem kurzen Zeitraum! Das hat wenig mit "völlig normal" zu tun.
...
Die Voraussetzung für die Entstehung von Sprachvarietäten ist ein räumlich und gesellschaftlich weitgehend isolierter Sprachraum. Diese Bedingung ist heute vor allem in Großstädten durch Zuzug und Vernetzung nicht mehr gegeben. Die gemeinsame Verkehrssprache ist dann eben die Hochsprache.
Auch hier in München spricht die neue Generation keine Mundart (abgesehen von phonetischen Färbungen und einigen grammatischen Idiosynchrasien) mehr; selbst jene Kinder, deren Eltern aus "urbayrischen" Familien stammen, sprechen Hochdeutsch.




klusterdegenerierung
Beiträge: 14573

Re: Werden wir immer lauter?

Beitrag von klusterdegenerierung » Fr 24 Jan, 2020 00:22

Sammy D hat geschrieben:
Fr 24 Jan, 2020 00:11
Auch hier in München spricht die neue Generation keine Mundart
Schade, dabei ist es doch so schön anzuhören.

"Faulheit ist der Tod der Fantasie!"




freezer
Beiträge: 1811

Re: Werden wir immer lauter?

Beitrag von freezer » Fr 24 Jan, 2020 01:19

In Graz als Hauptstadt der Steiermark wird sowieso fast nur noch Hochdeutsch gesprochen, steirischer Dialekt ist hier stark rückläufig.

Meine fünfjährige Tochter spricht dank Conni und Bibi & Tina und anderer Hörspiele sogar mehr wie eine Deutsche, fast ohne österreichischen Dialekteinschlag.
Gestern hat sie mit mir bei den Nachrichten ein Interview mit einem Vorarlberger gesehen und mich dann gefragt: "Papa, war das Englisch?"
LAUFBILDkommission
Robert Niessner - Graz - Austria
Blackmagic Cinema Blog
www.laufbildkommission.wordpress.com




aus Buchstaben
Beiträge: 263

Re: Werden wir immer lauter?

Beitrag von aus Buchstaben » Sa 25 Jan, 2020 14:59

Weiters reden sie im Raum Wien als ob sie in Deutschland aufgewachsen wären (weiß nicht ob das in in den Bundesländern auch so ist). Der örtliche Dialekt ... ich will gar nicht sagen DIALEKT denn es betrifft ja nicht nur die Wahl der Worte ... sondern auch die "örtliche Färbung und Betonung der Sprache" geht komplett innerhalb einer Generation verloren.
Wem wundert das wenn 90% unseres Fernsehen aus Deutschland kommt.
Den ORF kann man vergessen die strahlen oft nur Piefke sachen aus.
Selbst unser Kommissar Rex ist Piefkisch sonst würde es Inspektor Rex heissen müssen.
Und Medicopter 117 wurde fast ausschliesslich in AT gedreht (auch mal 1km von unseren Haus entfernt!) aber trotzdem spielt es grosssteils in DE.
Genauso wie mit Dokus im Fernsehen da gibts bei den deutschen auch fast nur welche beim ORF Fremdanzeige.




Benutzername
Beiträge: 2337

Re: Werden wir immer lauter?

Beitrag von Benutzername » Sa 25 Jan, 2020 17:29

ist mir auch schon beim rap aufgefallen:





Ihr seht mich vielleicht, ´nen toten Rottweiler Gassi führen, im Park, ohne Kopf, aber mit Nietenhalsband, wie ich ihn anschreie, weil das Mistvieh nicht zu bellen aufhören will.




aus Buchstaben
Beiträge: 263

Re: Werden wir immer lauter?

Beitrag von aus Buchstaben » Sa 25 Jan, 2020 17:36

Benutzername hat geschrieben:
Sa 25 Jan, 2020 17:29
ist mir auch schon beim rap aufgefallen:

Ja Deutschland ein grosses Getto.




klusterdegenerierung
Beiträge: 14573

Re: Werden wir immer lauter?

Beitrag von klusterdegenerierung » Sa 25 Jan, 2020 18:03

aus Buchstaben hat geschrieben:
Sa 25 Jan, 2020 14:59
Weiters reden sie im Raum Wien als ob sie in Deutschland aufgewachsen wären (weiß nicht ob das in in den Bundesländern auch so ist). Der örtliche Dialekt ... ich will gar nicht sagen DIALEKT denn es betrifft ja nicht nur die Wahl der Worte ... sondern auch die "örtliche Färbung und Betonung der Sprache" geht komplett innerhalb einer Generation verloren.
Wem wundert das wenn 90% unseres Fernsehen aus Deutschland kommt.
Den ORF kann man vergessen die strahlen oft nur Piefke sachen aus.
Selbst unser Kommissar Rex ist Piefkisch sonst würde es Inspektor Rex heissen müssen.
Und Medicopter 117 wurde fast ausschliesslich in AT gedreht (auch mal 1km von unseren Haus entfernt!) aber trotzdem spielt es grosssteils in DE.
Genauso wie mit Dokus im Fernsehen da gibts bei den deutschen auch fast nur welche beim ORF Fremdanzeige.
Dafür haben sie aber die ZIB und die ist ja wohl gegen die Tagesschau um einiges interlektueller, intilligenter und reflektierter.
Angenehm dort auch, man bleibt ein bisschen bei sich und beleuchtet die Probleme vor der eigenen Tür mehr als die im Ausland.

In der Tagessau kommt doch erst mal eine Ewigkeit die anderen und dann erst wir bzw das Wetter.
Auch die Redekultur scheint mir dort etwas elaborierter und Kopflastiger zu sein.

Ganz plump gesagt, wenn ich die ZIB gucke habe ich ich immer das Gefühl da sind Leute die noch Bücher lesen!!
"Faulheit ist der Tod der Fantasie!"




aus Buchstaben
Beiträge: 263

Re: Werden wir immer lauter?

Beitrag von aus Buchstaben » Sa 25 Jan, 2020 18:16

Dafür haben sie aber die ZIB
Wer ist Sie?
und die ist ja wohl gegen die Tagesschau um einiges interlektueller, intilligenter und reflektierter.
Der ORF verliesst ja auch nur die NATO Meldungen. Und im Inland wird auch nur das berichtet was man dort hören will. Die FPÖ sind immer die bösen, die roten die guten und die grünen können nie was falsch machen.
Bis au die blauen werden alle Politiker immer nur gestreichelt! Da kommt maximal was neutrales oder gleich nur positives.
In der Tagessau kommt doch erst mal eine Ewigkeit die anderen und dann erst wir bzw das Wetter.
Immer noch besser als wenn man immer nur hört wie super toll und was nicht sonst alles ist. Als würde die Welt nur aus niedlichen Kätzchen bestehen.
Ganz plump gesagt, wenn ich die ZIB gucke habe ich ich immer das Gefühl da sind Leute die noch Bücher lesen!!
Klar die Partei Bücher und das Framing Handbuch.
Hier mal ein Beispiel aus einer aktuellen Meldung:
antisemitischem Angriff
Der Sohn, Aldo Rolfi, bezeichnete die Vandalen als „völlig ignorant“, nicht zuletzt, weil seine Mutter keine Jüdin gewesen sei.
Genau... Aber hauptsächlich wieder mal Kampfbegriffe verwendet.
Das ist genauso wenn die Medien schreiben "mutmaßlich".




klusterdegenerierung
Beiträge: 14573

Re: Werden wir immer lauter?

Beitrag von klusterdegenerierung » Sa 25 Jan, 2020 18:40

Tja so ist das wohl immer mit dem was man selbst hat und was die anderen haben.
Dafür heißen die Mitglieder der SPD bei uns immer noch "Genossen & Genossinen"!

Genauso verhält sich diese Partei auch noch und kommt aus ihrem eigenen Kleinbürger Mittelstands Mief nimmermehr herraus!
"Faulheit ist der Tod der Fantasie!"




aus Buchstaben
Beiträge: 263

Re: Werden wir immer lauter?

Beitrag von aus Buchstaben » So 26 Jan, 2020 20:29




Pianist
Beiträge: 6178

Re: Werden wir immer lauter?

Beitrag von Pianist » So 26 Jan, 2020 20:59

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Do 23 Jan, 2020 14:25
Kann man nicht auch wieder eine Gegeninitiative starten?
So eine Art "Real-Life-EBU-R128"?
Filme über Menschen, Politik und Technik.




klusterdegenerierung
Beiträge: 14573

Re: Werden wir immer lauter?

Beitrag von klusterdegenerierung » So 26 Jan, 2020 21:27

:-)
"Faulheit ist der Tod der Fantasie!"

Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.




Darth Schneider
Beiträge: 4436

Re: Werden wir immer lauter?

Beitrag von Darth Schneider » So 26 Jan, 2020 21:37

Nein wir sind scheinbar noch lange nicht nicht laut genug !

https://www.welt.de/icon/maenner/articl ... Schau.html

Deutlich zu erkennen, nicht nur an seinen gigantischen Löffeln, sondern auch an seiner Primaten mässigen Lebenseinstellung. Und auch an anderen politisch und finanziell sehr mächtigeren Missgeburten ( z.b. dem „not from Disney“ Donald mit dem viel zu orangem Gesichts Teint..;)
Gruss Boris
„Nothing travels faster than the speed of light, with the possible exception of bad news, which obeys its own special laws.“
Douglas Adams




TheGadgetFilms
Beiträge: 908

Re: Werden wir immer lauter?

Beitrag von TheGadgetFilms » Mo 27 Jan, 2020 12:46

Laut hat auch oft was mit Intelligenz zu tun.
Dumme Menschen sind per se lauter, das ist leider so.
Dann hat es auch noch wa damit zu tun, wie geil jeder heutzutage ist, und wie wichtig- insofern muss er halt am lautesten Schreien. Ein Glück beißen bellende Hunde nicht.

Ganz gut auch zu beobachten bei Eltern, die ihre Kinder permanent anschreien, und sich dann wundern warum die Kids das dann auch irgendwann machen.

Hört mal hin wenn Menschen Treppen hochgehen. 99% von denen sind zu dumm dafür, und trampeln elefantengleich die Stufen kaputt.


Laut sind nur Dumme und Angeber. Extrem pauschal, aber zu mindestens 90% zutreffend.




klusterdegenerierung
Beiträge: 14573

Re: Werden wir immer lauter?

Beitrag von klusterdegenerierung » Mo 27 Jan, 2020 14:03

Dann scheint dies wohl die Erklärung zu sein, es gibt immer weniger Intelligente Menschen, um es mal diplomatisch auszudrücken.
"Faulheit ist der Tod der Fantasie!"




Pianist
Beiträge: 6178

Re: Werden wir immer lauter?

Beitrag von Pianist » Mo 27 Jan, 2020 14:08

Das ist meine These seit Jahren: Die Menschheit ist dabei, sich rückwärts zu entwickeln. Wir haben den Maximalpunkt unserer Entwicklung bereits überschritten...

Matthias
Filme über Menschen, Politik und Technik.




klusterdegenerierung
Beiträge: 14573

Re: Werden wir immer lauter?

Beitrag von klusterdegenerierung » Mo 27 Jan, 2020 14:19

Mein Sohn hat einen neuen Fisch bekommen und hat ihn Günter Jauch getauft (warum weiß ich nicht).
Er frug mich ob er Abends wohl schläft und ich meinte glaub schon, aber frag doch mal google.

Als ich ich dann sah das er Google frug ob Günter Jauch Abends schläft, war ich mir auch nicht mehr ganz sicher wohin die Reise noch gehen wird, auf jeden Fall mußten wir beide tüchtig lachen!! :-)))
"Faulheit ist der Tod der Fantasie!"




TheBubble
Beiträge: 1419

Re: Werden wir immer lauter?

Beitrag von TheBubble » Mo 27 Jan, 2020 14:27

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Do 23 Jan, 2020 14:25
Völlig absurd unser Nachbar der neu baut und natürlich auch an Wochenenden und Feiertagen reinklotzt, was mich nicht mal stört, aber zu allem Überfluss haben sie sich im offenen Rohbau eine fette Boombox gestellt die bis Abends die ganze Strasse beschallt und da es so laut ist müßen sich die Arbeiter untereinander anschreien weil sie sich sonst nicht hören, das ist Satire pur.
Ich rate mal: Die Handwerker lieben ihre Stemmhämmer, den Gehörschutz aber nicht?
klusterdegenerierung hat geschrieben:
Do 23 Jan, 2020 14:25
Kann man nicht auch wieder eine Gegeninitiative starten?
Kauf' Dir einen Gehörschutz für das (Home-)Office. Kein Scherz. Ohne Umgebungslärm ist es schon beinahe unheimlich ruhig. Stimmen kommen aber durch, so dass man durchaus noch angesprochen werden kann.




dustdancer
Beiträge: 1100

Re: Werden wir immer lauter?

Beitrag von dustdancer » Mo 27 Jan, 2020 14:28

Alte Weise Männer, darunter ein Choleriker, die über den Untergang der Welt ohne Faktenlage mutmaßen...
Immer wieder schön... Und in jeder Generation wieder das selbe. Früher war alles besser. Dieses Konstrukt ist übrigends älter als die Antike. Vielleicht einfach damit abfinden, dass sich die Welt ändert und ihr einfach zu alt werdet.
Ich weiß, ist schmerzhaft, aber nicht so schmerzhaft wie eurer Bashing der jüngeren Generationen.




domain
Beiträge: 10976

Re: Werden wir immer lauter?

Beitrag von domain » Mo 27 Jan, 2020 15:11

Der Höhepunkt der menschlichen Entwicklung fand m.E. ungefähr gleichzeitig mit unserer eigenen Höchstform statt. Von da an gings mit Ausnahme der PS eigentlich nur mehr bergab.
Aber früher war wirklich alles besser, da waren sogar noch die Gummistiefel aus Holz.




Mr.BBling
Beiträge: 109

Re: Werden wir immer lauter?

Beitrag von Mr.BBling » Mo 27 Jan, 2020 15:25

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Mo 27 Jan, 2020 14:19
Mein Sohn hat einen neuen Fisch bekommen und hat ihn Günter Jauch getauft (warum weiß ich nicht).
Er frug mich ob er Abends wohl schläft und ich meinte glaub schon, aber frag doch mal google.

Als ich ich dann sah das er Google frug ob Günter Jauch Abends schläft, war ich mir auch nicht mehr ganz sicher wohin die Reise noch gehen wird, auf jeden Fall mußten wir beide tüchtig lachen!! :-)))
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...wenn es mir zu laut wird, dann mach ich einfach meine Hörgeräte aus!
Der Unterschied zwischen Existieren und Leben liegt im Gebrauch der Freizeit!




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Miller CX2 75mm Fluidkopf

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