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Rundfunkbeitragsreform gescheitert



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Frank B.
Beiträge: 9160

Re: Rundfunkbeitragsreform gescheitert

Beitrag von Frank B. » Do 21 Nov, 2019 15:00

pillepalle hat geschrieben:
Do 21 Nov, 2019 14:54
Ohne jetzt in diese unsägliche Klimadebatte reingrätschen zu wollen... ich bin prinzipiell schon der Ansicht das die Öffentlich Rechtlichen eine wichtige Aufgabe erfüllen, nur darf man auch nicht jegliche Kritik daran als Unfug abtun. Ich bin weiß Gott kein Freund von Trump und seiner Politik, aber es ist fast schon peinlich wie einseitig negativ über ihn berichtet wurde. Damit schießen sie sich wirklich ein Eigentor und lassen an einer objektiven Berichterstattung schon manchmal zweifeln.

VG
Dieser Duktus, dass man ein Freund von jemandem ist, den man sich weigert zu bashen ist auch eine Ausgeburt dessen, was sich hier abspielt. Du hast vollkommen Recht mit dem, was du sagst. Aber an der sich veränderten Sprache erkennst du die Indoktrination, die hier schon abgelaufen ist. Man muss nicht "Freund" von jemandem sein, wenn man manches gut findet, was er tut. Man ist auch nicht Feind, wenn man etwas kritisiert. Man ist kein Klimaleugner, wenn man die Klimapolitik des Staates kritisiert und kein Antieuropäer, wenn man die EU kritisiert und man ist kein Nazi, wenn man konservativ ist.




3Dvideos
Beiträge: 499

Grundgesetz gescheitert?

Beitrag von 3Dvideos » Do 21 Nov, 2019 15:15

Frank B. hat geschrieben:
Do 21 Nov, 2019 15:00
pillepalle hat geschrieben:
Do 21 Nov, 2019 14:54
Ohne jetzt in diese unsägliche Klimadebatte reingrätschen zu wollen... ich bin prinzipiell schon der Ansicht das die Öffentlich Rechtlichen eine wichtige Aufgabe erfüllen, nur darf man auch nicht jegliche Kritik daran als Unfug abtun. Ich bin weiß Gott kein Freund von Trump und seiner Politik, aber es ist fast schon peinlich wie einseitig negativ über ihn berichtet wurde. Damit schießen sie sich wirklich ein Eigentor und lassen an einer objektiven Berichterstattung schon manchmal zweifeln.

VG
Dieser Duktus, dass man ein Freund von jemandem ist, den man sich weigert zu bashen ist auch eine Ausgeburt dessen, was sich hier abspielt. Du hast vollkommen Recht mit dem, was du sagst. Aber an der sich veränderten Sprache erkennst du die Indoktrination, die hier schon abgelaufen ist. Man muss nicht "Freund" von jemandem sein, wenn man manches gut findet, was er tut. Man ist auch nicht Feind, wenn man etwas Kritisiert. Man ist kein Klimaleugner, wenn man die Klimapolitik des Staates kritisiert und kein Antieuropäer, wenn man die EU kritisiert und man ist kein Nazi, wenn man konservativ ist.
Das Grundrecht auf Freiheit des Bürgers ist die eine Sache. Die Ausgestaltung des Rundfunkmarktes ist eine zweite. Soweit der mündige Bürger frei entscheiden kann, was er abonniert und was er vertragsgemäß bezahlt, kann der Rundfunkmarkt unterschiedlich ausgestaltet werden.

Als es wegen Frequenzmangels ausschließlich Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk gab, war der Bürger auch frei, sein Empfangsgerät kostenpflichtig anzumelden oder nicht. Diese Freiheit wurde auch bei Einführung des Privatfernsehens nicht beschnitten. Natürlich war es damals schon ein Skandal, dass der Bürger sich nicht nur für Privatfernsehen entscheiden durfte. Aber immerhin blieb ihm weiterhin die Wahl, Rundfunk kostenpflichtig zu nutzen oder nicht.

Die Entmündigung seit 2013 schlägt jedoch dem Fass den Boden aus. Denn den Mangel an Verbreitungswegen gibt es nicht mehr. Technisch ist dem Grundrecht auf Medienfreiheit durch ausreichenden Wettbewerb schon Genüge getan. Diesen wirtschaftlichen und politischen Wettbewerb gibt es prinzipiell auch im Printbereich. Auch in Printmedien kommen nicht nur Trump & Co. zu Wort. Deshalb erübrigt sich ÖR Fernsehen, das ohnehin demokratisch unzureichend kontrolliert ist. Während Kontrollgremien der Sozialversicherungen gewählt werden, findet eine solche Wahl für die Gremien von Zwangsfernsehen nicht statt.

Wo ÖR Fernsehen trotzdem gewünscht wird, sollten die Länder ihre Anstalten beauftragten zu verschlüsseln sowie diverse Abos ( nach Nutzungsdauer und Angebotsvielfalt gestaffelt ) und Einzelabruf anzubieten. Neben dem klassischen Rundfunk steht auch das Internet mit seinen Videokanälen als Verbreitungsweg zur Verfügung.
Zuletzt geändert von 3Dvideos am Do 21 Nov, 2019 15:18, insgesamt 1-mal geändert.




3Dvideos
Beiträge: 499

Grundgesetz gescheitert?

Beitrag von 3Dvideos » Do 21 Nov, 2019 15:42

Funless hat geschrieben:
Do 21 Nov, 2019 15:23
Frank B. hat geschrieben:
Do 21 Nov, 2019 15:00


Man muss nicht "Freund" von jemandem sein, wenn man manches gut findet, was er tut. Man ist auch nicht Feind, wenn man etwas kritisiert. Man ist kein Klimaleugner, wenn man die Klimapolitik des Staates kritisiert und kein Antieuropäer, wenn man die EU kritisiert und man ist kein Nazi, wenn man konservativ ist.
Das ist aus meiner Sicht auch alles vollkommen legitim, allerdings gibt es (so finde ich) auch so etwas wie eine Grundhaltung.

Nehmen wir als Beispiel Herrn Trump, da du ihn ja auch als erstes in deiner obigen Aufzählung genannt hast. Wenn ich dich richtig verstehe findest du also einiges gut was er macht (und ich vermute, dass hierunter seine protektionistische "America first" Politik fällt), aber wohl nicht alles ... okay. Allerdings findest du nicht, dass es auch einige grundsätzliche Grenzen geben sollte, sogenannte "Rote Linien" die nie überschritten werden sollten?

Und hier frage ich dich auch direkt wie ist das für dich vereinbar, dass ein Politiker sich in aller Öffentlichkeit bei einer Versammlung vor mehreren hunderten Leuten in einer herabwürdigen Art und Weise über einen behinderten Menschen lustig macht?

Ist das für dich in Ordnung, nur weil er ja so einiges andere in deinen Augen richtig macht? Dann darf er sich so eine menschenverachtende Aktion erlauben? Es interessiert mich wirklich wie das für dich, auch gerade in Anbetracht dessen, dass du bekennender Christ bist, vereinbar ist.
Wir sollten beim Grundrecht auf Vertragsfreiheit im Rundfunkmarkt bleiben und nicht in allgemeine Debatten abgleiten.

Durch die Grundrechtsverletzung wird Fernsehen in Deutschland zu teuer produziert. Das galt auch schon vorher für das Duale System. Schließlich zahlten die Nutzer nicht nur für die technische Bereitstellung von Sendeanlagen. Dadurch dass sie auch für das Programm zur Kasse gebeten wurden, ermöglichten sie die ÖR Misswirtschaft, die schließlich in dem Problem mündete, eine überhöhte ÖR Altersversorgung aufrecht erhalten zu wollen. Durch den Verfassungsbruch soll der Bürger, deren Rente gefährdet ist, die Luxusrenten der ÖR Misswirtschaft finanzieren. Das Privatfernsehen profitiert von der Subvention des Zwangsfernsehens indirekt. Denn aufgrund der anteiligen Zwangsbewirtschaftung des Rundfunkmarktes entfallen Konkurrenten und Risiko durch ein vermindertes Werbeaufkommen. Auch im Rahmen der Vertragsfreiheit des Bürgers kann man wirtschaftlich niveauvolles Fernsehen machen. Wenn die Fernsehfürsten dann besser bezahlt werden als Beamte ( wie das heute der Fall ist ), geschieht das auf Grund der freien Entscheidung des Bürger im Markt. Schließlich ist es legitim, im Wettbewerb viel Geld zu verdienen. Nur darf man es dem Kunden nicht unter Androhung von Gewalt ( Beugehaft ) stehlen, um sich und Freunde zu bereichern.




Cinealta 81
Beiträge: 182

Re: Rundfunkbeitragsreform gescheitert

Beitrag von Cinealta 81 » Do 21 Nov, 2019 17:10

Überblick über die Verwendung von Beiträgen (Beispiel HR):

https://www.hr.de/unternehmen/zahlen-un ... ag100.html

Wir haben einige gute Bekannte beim HR, auch auf höherer Ebene. Sie beteuern, die Bezahlung sei "nicht schlecht". Man kann davon nicht so schnell Millionär werden, aber man weiß wohl, dass ähnliche Verdienste in der freien Wirtschaft mit erheblich mehr Mühe und Alltagsstress verbunden wären.

Zwei unserer Bekannten bemühen sich seit Jahren um ähnlich dotierte (Verdienst, Anforderungen, Verantwortungsumfang) Positionen in der freien Wirtschaft, weil sie von dem Laden die Schnauze voll haben. Bisher ohne Erfolg. Beim HR kündigen wollen sie aber auch nicht. Also, wurschtelt man sich weiter durch - wenn das Geld stimmt, warum nicht? Besser wie daheim rumhängen...
Das "Staatsmäntelchen" ist scheinbar relativ kurz, aber sehr warm. Es gibt eine ganze Menge Menschen, die mögen es kuschelig warm und relativ stressfrei.

Wärmebedürfnis, hohe Versorgungsansprüche und allgemeine Vollkaskomentalität auf Kosten der Beitragszahler. Und wichtig sein. Sehr wichtig.




acrossthewire
Beiträge: 540

Re: Rundfunkbeitragsreform gescheitert

Beitrag von acrossthewire » Do 21 Nov, 2019 18:41

Offensichtlich sind die Befürchtungen der User Frank B. und 3DVideos nicht unbegründet.
Unsere öffentlich rechtlichen Medien sind komplett beeinflusst und gleichgeschaltet.
Selbst im ausdrücklich meinungsstarkem Format Kommentar sind sie nur zahnlose Kätzchen.
Komplett ahnungslos und nur von ihren Eigeninteressen geleitet.
https://www.tagesschau.de/kommentar/kli ... e-101.html
https://www.tagesschau.de/multimedia/po ... 27669.html
https://www.tagesschau.de/kommentar/kom ... g-101.html
https://www.tagesschau.de/kommentar/pkw ... r-103.html
https://www.tagesschau.de/kommentar/sol ... z-101.html
*Ironie aus*
Be Yourself. Everyone else is already taken
Oscar Wilde




TomStg
Beiträge: 2046

Re: Rundfunkbeitragsreform gescheitert

Beitrag von TomStg » Fr 22 Nov, 2019 06:21

Zum eigentlichen Thema noch ein lesenswerter Beitrag:
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton ... 94815.html

Dass ausgerechnet der WDR - also das direkte Kommunikationsorgan der SPD und der aufgeblasenste ÖR von allen - diese Untersuchung beauftragte, macht schon stutzig. Zum Frohlocken der Realitätsverweigerer taugt sie aber dennoch nicht. Denn dafür offenbaren sich in der Untersuchung zu viele Ungereimtheiten. Interessant sind dazu auch die diversen Leserkommentare am Ende des Artikels.




tom
Administrator
Administrator
Beiträge: 1177

Re: Rundfunkbeitragsreform gescheitert

Beitrag von tom » Fr 22 Nov, 2019 18:02

Die Politikdiskussion findet sich hier wieder:
viewtopic.php?f=17&t=147411
slashCAM




TomStg
Beiträge: 2046

Re: Rundfunkbeitragsreform gescheitert

Beitrag von TomStg » Sa 23 Nov, 2019 08:28

Weiter gehts mit den „Auffälligkeiten“ der Öffis, wo auch hier besonders der WDR sich wieder negativ hervortut:
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton ... 99715.html




Pianist
Beiträge: 5947

Re: Rundfunkbeitragsreform gescheitert

Beitrag von Pianist » Sa 23 Nov, 2019 12:46

Überall wird nach besserer Bezahlung geschrien, und wenn es dann mal welche machen, ist es auch nicht gut. Man kann es einigen Leuten aber auch wirklich nicht recht machen. Ich freue mich für jeden, der gut verdient.

Matthias
Filme über Menschen, Politik und Technik.




Frank B.
Beiträge: 9160

Re: Rundfunkbeitragsreform gescheitert

Beitrag von Frank B. » Sa 23 Nov, 2019 17:02

Ich bin sehr für bessere Bezahlung an mich. Aber mir kann man es auch nicht recht machen.




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