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Externer Recorder für D750: macht Ninja 5 Sinn?



Besonderheiten, Pro und Contra sowie Fragen zu digitalen (Spiegelreflex-)Kameras mit Videofunktion sowie Cine-Camcordern mit großem Sensor
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fratres
Beiträge: 30

Externer Recorder für D750: macht Ninja 5 Sinn?

Beitrag von fratres » Mi 28 Nov, 2018 21:56

Hallo,

für Videomitschnitte von Veranstaltungen verwenden wir aktuell eine Nikon D750 und eine D7000. Nun wollen wir den Workflow verbessern und denken über die Anschaffung eines externen Recorders nach.
Wir versprechen uns davon:
- Wegfall der 30 Minuten-Aufnahmegrenze (stimmt das überhaupt, nehmen die Rekorder kontinuierlich auf?)
- bessere Bildkontrolle
- ev. Verzicht auf externe Audio-Recorder (derzeit Zoom mit angeschlossenen Funkstrecken, ev. könnte da ja der externe Recorder genutzt werden, falls nicht mehr als 2 Kanäle benötigt werden).

Falls überhaupt, welcher Rekorder würde für die D750 denn am meisten Sinn machen?
- Blackmagic Video Assist
- Atomos Ninja 5
- andere Geräte?

Der Ninja 5 ist ja wahrscheinlich overkill angesichts 4K, aber ja anscheinend der günstigste verfügbare Ninja, oder nicht?

Leider scheint die D7000 ja nicht für externe Recorder geeignet zu sein, das hat natürlich den Nachteil, dass wir dann verschiedenes Material hätten: ProRes von der D750 und H264 von der D7000. Ev. müsste also noch eine andere Kamera her und ein zweiter externer Recorder, aber das nur am Rande.

Also: macht ein externer Recorder für die D750 Sinn, und wenn ja welcher?

Sorry für die Newbie-Fragen, ich hoffe, Ihr verzeiht das niedrige Niveau - sind da nicht auf dem aktuellen Stand.
Es wäre toll, wenn jemand ein paar Antworten und Tipps hätte!




fratres
Beiträge: 30

Re: Externer Recorder für D750: macht Ninja 5 Sinn?

Beitrag von fratres » Mi 05 Dez, 2018 20:24

Hallo,

hat niemand dazu einen Tipp? Sind die Fragen zu naiv?
Es wäre wirklich toll, wenn jemand kurz etwas dazu schreiben könnte.




pillepalle
Beiträge: 314

Re: Externer Recorder für D750: macht Ninja 5 Sinn?

Beitrag von pillepalle » Mi 05 Dez, 2018 20:42

Im Grunde ändert sich durch den externen Recorder nur der Container, in dem das Material eingebettet wird, aber die Videoqualität wird dadurch nicht besser. Ihr profitiert natürlich von den Monitorfunktionen (wie Peaking, Belichtungshilfsmittel ect.) und umgeht die Aufnahmebegrenzung, aber ob euch das den Aufpreis Wert ist, könnt nur ihr selber entscheiden.

Für die D750 wäre der Ninja V in gewisser Weise schon ein Overkill, hätte aber den Vorteil das ihr ihn eventuell in Zukunft für bessere Kameras auch einsetzen könntet. Ich persönlich fände den Blackmagic Video Assist passender. Hat vermutlich auch die besseren Audiopreamps. Über den Ninja V hört man gemischtes bezüglich Audio.

VG




Mediamind
Beiträge: 179

Re: Externer Recorder für D750: macht Ninja 5 Sinn?

Beitrag von Mediamind » Mi 05 Dez, 2018 20:52

ich habe nun den 2. Ninja. Der 1. konnte kein unverstärktes Micro aufnehmen. Bei einem mit Verstärkung setzte bei der Aufnahme ein Knattergeräusch ein. Der 2. ist etwas besser in Bezug auf das Knattergeräusch, kann aber auch kein umverstärktes Micro handeln. Es hätte mir sehr geholfen, wenn das technisch korrekt gelöst worden wäre. Ist es aber leider nicht. Ich nutze das Gerät erst einmal und schaue, wie ein mögliches Update dies behebt. Besser noch wäre für mich eine XLR-Option. Zurück zu Deiner Frage: Wenn der Ton schon nur mit Problemen behaftet ist und Du (wie beschrieben) kein besseres Bild erhält, bleibe nur noch die Assistenten, der tolle Bildschirm und der Wegfall der 30 Minutengrenze übrig. Ich denke in Summe sollte das für die Investition nicht reichen. Ich würde es lassen.




rush
Beiträge: 8580

Re: Externer Recorder für D750: macht Ninja 5 Sinn?

Beitrag von rush » Mi 05 Dez, 2018 22:24

Ich finde solche Monitore sowieso immer zweideutig zu beurteilen... An DSLR's wie der D750 macht es zum ansehen/beurteilen aufgrund der entsprechenden Tools zur Belichtung oder Schärfebeurteilung schon irgendwie auch Sinn.
Auf der anderen Seite erkauft man sich i.d.R. einen nervigen (HDMI) Lag - sprich das Monitorbild ist leicht verzögert. Mich nervt sowas - andere stört es offenbar weniger.

An spiegellosen Kameras wiederum bevorzuge ich faktisch immer den eingebauten EVF.

Und aufzeichnungsmäßig gewinnt man bei den 420 8bit Kisten extern bis auf zusätzlich anfallenden Speicherplatz rein praktisch betrachtet eher wenig.... Daher kann ich diesen Monitoren persönlich wenig abgewinnen und würde mir eher einen Gratical oder dergleichen besorgen... Aber das ist eben absolute Geschmackssache und sollte rein individuell betrachtet werden.

Ich hatte seinerzeit auch mal ein hyperdeck shuttle 2 von BMD... An Kameras wie der pmw-f3 oder auch den Hpx'en von Panasonic. Dort erhielt man in der Tat einen gewissen Mehrwert weil jene Kameras extern mehr rausgeben.. Aber wenn man sauber belichtet war auch das nicht wirklich nötig... Im Prinzip nervte mich das zusätzliche Weihnachtsbaum-Gedöns oft eher und versprochene Software Updates kamen auch nicht... Ist aber eine andere Geschichte
keep ya head up




fratres
Beiträge: 30

Re: Externer Recorder für D750: macht Ninja 5 Sinn?

Beitrag von fratres » Do 06 Dez, 2018 13:06

Wow,
super, ganz herzlichen Dank für das fundierte Feedback!!! Das ist wirklich äußerst hilfreich!
Hm, das bringt ja wirklich zum Nachdenken. Es scheint, als würde der Ninja 5 weniger Sinn machen als der BMD VA oder VA4K. Wäre denn der Monitor eines Video Assist auch noch gut genug, um einen Zugewinn zum Kameradisplay zu bieten, oder sind die Atomos da deutlich überlegen?
Die D750 scheint ja mit 4:2:2 8 Bit auszugeben.
Mir war gar nicht klar, dass es gar keine Verbesserung bringt, den Recorder in ProRes aufnehmen zu lassen, wenn die Kamera intern mit H264 arbeitet.

Jetzt überlege ich schon, ob wir als 2. Kamera und Ergänzung zur D750 keine zweite D750, sondern ev. eine Z6 nehmen. Scheint ja videotechnisch einigen Mehrwert zu haben. Nur wäre meine Sorge, dass unsere Objektive
Tamron SP 15-30 mm F/2.8 Di VC USD
Tamron SP 24-70mm F/2,8 Di
Nikon AF-S Nikkor 70-200 mm f/4G ED VR

nicht problemlos per Adapter funktionieren. Zusätzliche Objektive würde ich gerne vermeiden. Würde es denn Sinn machen, mit einer Kombi au Z6 und D750 zu filmen, oder dann doch lieber 2 D750?
Ob vor diesem Hintergrund die Anschaffung eines oder sogar zwei externer Recorder Sinn macht, müsste ich nochmal checken. Es wäre natürlich schön, die Audioaufnahme schon synchron einspielen zu können, z.B. an nem Recorder und von einem Zoom F4, F8 oder H6 kommend (mehrere Ansteck-Funkstrecken und Richtmikros angeschlossen).

1000 Dank für Euren Support!
Zuletzt geändert von fratres am Do 06 Dez, 2018 13:31, insgesamt 1-mal geändert.




dienstag_01
Beiträge: 8893

Re: Externer Recorder für D750: macht Ninja 5 Sinn?

Beitrag von dienstag_01 » Do 06 Dez, 2018 13:16

fratres hat geschrieben:Mir war gar nicht klar, dass es gar keine Verbesserung bringt, den Recorder in ProRes aufnehmen zu lassen, wenn die Kamera intern mit H264 arbeitet.
Dass hat beides nichts miteinander zu tun. Das ist abhängig vom ausgegebenen Signal und von Fragen des Codecs allgemein, also Einzelbild-Komprimierung ja/nein, Datenrate, Colorsubsampling.




fratres
Beiträge: 30

Re: Externer Recorder für D750: macht Ninja 5 Sinn?

Beitrag von fratres » Do 06 Dez, 2018 13:41

Dass hat beides nichts miteinander zu tun. Das ist abhängig vom ausgegebenen Signal und von Fragen des Codecs allgemein, also Einzelbild-Komprimierung ja/nein, Datenrate, Colorsubsampling.
Danke für die Klarstellung! Gehe ich recht in der Annahme, dass die D750 in AVCHD 4:2:2 8 bit 60 fps ausgibt? Und dass es keinen Unterschied macht, ob ich mit einem Recorder das Signal als ProRes aufzeichne und in ein ProRes-Projekt einfüge oder die Kameraaufnahme (H264) in ein ProRes importiere und Premiere die Codierung durchführen lasse?
Wäre dann überhaupt ein Vorteil, in ProRes zu arbeiten, wenn das Ursprungsmaterial ohnehin H264 ist?




dienstag_01
Beiträge: 8893

Re: Externer Recorder für D750: macht Ninja 5 Sinn?

Beitrag von dienstag_01 » Do 06 Dez, 2018 13:52

Gehe ich recht in der Annahme, dass die D750 in AVCHD 4:2:2 8 bit 60 fps ausgibt?
Wenn du damit die externe Ausgabe meinst, nein. AVCHD ist ein Videocodec und die Ausgabe über HDMI ist ein YUV- (oder RGB, weiß ich nicht genau) Signal für einen Monitor. Das ist unabhängig davon, in welchem Codec deine Kamera intern aufzeichnet.




klusterdegenerierung
Beiträge: 11310

Re: Externer Recorder für D750: macht Ninja 5 Sinn?

Beitrag von klusterdegenerierung » Do 06 Dez, 2018 14:25

fratres hat geschrieben:
Do 06 Dez, 2018 13:41
Gehe ich recht in der Annahme, dass die D750 in AVCHD 4:2:2 8 bit 60 fps ausgibt? Und dass es keinen Unterschied macht, ob ich mit einem Recorder das Signal als ProRes aufzeichne und in ein ProRes-Projekt einfüge oder die Kameraaufnahme (H264) in ein ProRes importiere und Premiere die Codierung durchführen lasse?
Wäre dann überhaupt ein Vorteil, in ProRes zu arbeiten, wenn das Ursprungsmaterial ohnehin H264 ist?
Hallo,
was mir an dem dienstag so mega auf die Nüsse geht ist,
das er ganz genau weiß was Du fragen wolltest und er ganz genau weiß wie es gemeint war und auch ganz genau weiß das Du es nicht besser formulieren konntest und statt Dir zu helfen gibt er Dir noch einen Arschtritt und verweigert Dir sogar noch die Auskunft.

In meinen Augen Asozial!
Klar kannst Du ihn nutzen und die Cam gibt einen cleanen output mit 8Bit & 4:2:2.
Steht auch in der Atomos compatibility list: https://www.atomos.com/cameras/nikon-d750

Viel Spaß damit! :-)
"disliken und nicht abonnieren vergessen"




dienstag_01
Beiträge: 8893

Re: Externer Recorder für D750: macht Ninja 5 Sinn?

Beitrag von dienstag_01 » Do 06 Dez, 2018 14:37

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Do 06 Dez, 2018 14:25
fratres hat geschrieben:
Do 06 Dez, 2018 13:41
Gehe ich recht in der Annahme, dass die D750 in AVCHD 4:2:2 8 bit 60 fps ausgibt? Und dass es keinen Unterschied macht, ob ich mit einem Recorder das Signal als ProRes aufzeichne und in ein ProRes-Projekt einfüge oder die Kameraaufnahme (H264) in ein ProRes importiere und Premiere die Codierung durchführen lasse?
Wäre dann überhaupt ein Vorteil, in ProRes zu arbeiten, wenn das Ursprungsmaterial ohnehin H264 ist?
Hallo,
was mir an dem dienstag so mega auf die Nüsse geht ist,
das er ganz genau weiß was Du fragen wolltest und er ganz genau weiß wie es gemeint war und auch ganz genau weiß das Du es nicht besser formulieren konntest und statt Dir zu helfen gibt er Dir noch einen Arschtritt und verweigert Dir sogar noch die Auskunft.

In meinen Augen Asozial!
Klar kannst Du ihn nutzen und die Cam gibt einen cleanen output mit 8Bit & 4:2:2.
Steht auch in der Atomos compatibility list: https://www.atomos.com/cameras/nikon-d750

Viel Spaß damit! :-)
Eigentlich hatte ich ja nur das Gefühl, dass mein vorheriges Post noch nicht richtig verstanden wurde...
Es tut mir aber wirklich schon fast ein wenig weh, dass so eine sensible und immer um Ausgleich bemühte Seele jetzt wirklich durch mich gezwungen wurde, beleidigend zu reagieren ;)




pillepalle
Beiträge: 314

Re: Externer Recorder für D750: macht Ninja 5 Sinn?

Beitrag von pillepalle » Do 06 Dez, 2018 16:45

Natürtlich wäre eine Z6 besser als eine zweite D750. Mit ihr würde vor allem ein externer Recorder noch mehr Sinn machen weil Du dann in einigen Fällen auch mit N-Log, einer höheren Dynamik und 10bit Farbtiefe arbeiten könntest. Aber auch wenn Du nur die interen Codecs verwendest hättest Du mit der Z6 bessere Zeitlupen, oder ggf. mehr Felxibilität im Ausschnitt, wenn Du in 4K aufnimmst. Wenn Du vorher einen manuellen Weißabgleich bei den Kameras machst (geht mit Graukarte in Sekunden) dann passen die Bilder auch gut zusammen.

Ich selber benutze die Tentacle Sync Timecode Boxen für's Synchronisieren (http://tentaclesync.com/), Du kannst aber auch einfach Deinen Zoom F4 in der nähe der Kameras aufstellen und den Ausgang des Recorders mit dem Eingang der Kamera verbinden. Dann hättest Du den Ton auch direkt in der Kamera. Du solltest allerdings kein langes Kabel verwenden, weil das Signal unsymmetrisch ist (sehr störanfällig) und die Preamps der Nikon Kameras nicht gerade zu den besten gehören. Aber bei niedrigem Kamerapegel und starkem Ausgangssignal des Recorders sollte das ok sein. Auch wenn Du den Kameraton dann nur als Scratch-Sound verwendest, wäre es ein leichtes anschließend in der Schnittsoftware den Ton des Recorders mit dem Ton der Kamera synchron zu bekommen.

VG




klusterdegenerierung
Beiträge: 11310

Re: Externer Recorder für D750: macht Ninja 5 Sinn?

Beitrag von klusterdegenerierung » Do 06 Dez, 2018 17:42

dienstag_01 hat geschrieben:
Do 06 Dez, 2018 14:37
Es tut mir aber wirklich schon fast ein wenig weh, dass so eine sensible und immer um Ausgleich bemühte Seele jetzt wirklich durch mich gezwungen wurde, beleidigend zu reagieren ;)
Feststellungen bzw. Ansichten sind nicht zwingend eine Beleidigung.
"disliken und nicht abonnieren vergessen"




Mediamind
Beiträge: 179

Re: Externer Recorder für D750: macht Ninja 5 Sinn?

Beitrag von Mediamind » Fr 07 Dez, 2018 10:46

Den Sound der D750 als Scatchsound aufzunehmen wäre auch mein Vorschlag. Bei der Idee einen Zoomrecorder zu verwenden, checke nur vorher, ob es ein Delay beim Einspielen gibt. Wenn der Recorder einen kleinen Versatz aufweist, ist es schwieriger, das Ergebnis nacher in der Post synchron zu bekommen. Nicht wirklich schwierig aber ggf. unnötig.




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