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Dune - in 2 Tagen $8.4 million



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iasi
Beiträge: 18015

Re: Dune - in 2 Tagen $8.4 million

Beitrag von iasi » Di 21 Sep, 2021 18:44

Funless hat geschrieben:
Di 21 Sep, 2021 17:28
... ein Bombast Soundgewand ...

... solch bombastische Bilder ...
Eben Blockbuster-Kino.

Die Godzilla-Monsterklopperei bietet schließlich auch nicht weniger. :)
Funless hat geschrieben:
Di 21 Sep, 2021 17:28
Villeneuve baut auf das was er zuletzt mit Blade Runner 2049 gezeigt hatte auf und verdoppelt einfach nochmal die Dosis.
Tja - Blade Runner 2049 war auch so eine schnell vergessene Hochglanzbelanglosigkeit.

In Arrival und Sicario wiederum sind Szenen, die in Erinnerung bleiben. Etwas mehr Arrival und Sicario statt Blade Runner 2049 hätte Dune vielleicht zu einem guten Film gemacht.
Aber dies hätte eben mehr Emanzipation von der Vorlage erfordert.

Übrigens:
Blade Runner 2049 was a critically acclaimed sequel to a cult flop and earned just $259 million on a (depending on who you ask) $150m-$185m budget.
https://www.forbes.com/sites/scottmende ... nner-2049/




7River
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Re: Dune - in 2 Tagen $8.4 million

Beitrag von 7River » Di 21 Sep, 2021 20:54

Der Film war gut. Er wirkte wie eine große Einführung, mit dem Vorstellen aller Parteien, der Welten, und den Figuren und was sonst noch dazugehört. Auch die Parallelen zu der heutigen Welt, etwa die Industrieländer und Rohstoffländer Erdöl), waren gut dargestellt. Ich kann aber verstehen, wenn manche den Film langweilig finden. Er hatte nicht diese 3-Akt-Struktur, wie man sie von vielen Filmen kennt. Ich kenne die Bücher nicht, trotzdem hat er mir gefallen. So einen Film muss man definitiv auf der großen Leinwand sehen und erleben. Ich bin schon echt auf den zweiten Teil gespannt.

Es scheinen sich auch andere wieder über Kino zu freuen. Ich musste ein kleinwenig schmunzeln, als ich besonders junge Kinobesucher neben mir sah, wie sie Spaß hatten und ihr Gesicht vor die Glasscheibe mit dem Popkorn dahinter drückten. Und als ihnen die Getränke und das Popkorn überreicht wurden, liefen sie voller Vorfreude Richtung Kinosaal.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“




markusG
Beiträge: 2034

Re: Dune - in 2 Tagen $8.4 million

Beitrag von markusG » Di 21 Sep, 2021 20:57

iasi hat geschrieben:
Di 21 Sep, 2021 18:44
Eben Blockbuster-Kino.

Oder anders ausgedrückt : Ein Film für die Leinwand. Villeneuve war ja auch eher semi begeistert über die zeitgleiche HBO Auswertung. Warst du nicht immer der Leinwand - Advokat? Wieso der Sinneswandel?
iasi hat geschrieben:
Di 21 Sep, 2021 18:44
Tja - Blade Runner 2049 war auch so eine schnell vergessene Hochglanzbelanglosigkeit.
DAS denke ich mir bei vielen Comicverfilmungen. Blade Runner - beide! - bieten so eindrucksvolle Bilder und Momente. Und auch der Soundtrack.
iasi hat geschrieben:
Di 21 Sep, 2021 18:44
Aber dies hätte eben mehr Emanzipation von der Vorlage erfordert.
Das ist es was ich die ganze Zeit meine: du wolltest überhaupt kein Dune. Nicht im Sinne von "based on". Eher als Plagiat. Dann schau dir halt Star Wars an - da gibt es auch einen Wüstenplaneten, Imperator, magische Kräfte und einen coming of age Messias ;)




markusG
Beiträge: 2034

Re: Dune - in 2 Tagen $8.4 million

Beitrag von markusG » Di 21 Sep, 2021 21:12

Axel hat geschrieben:
Di 21 Sep, 2021 16:03
Was nun die rein filmische Bewertung betrifft, so behaupten iasi und andere, Villeneuves Stil sei unoriginell. Das ist eine Behauptung, die sie nicht beweisen können. Viele der Bilder habe zumindest ich so noch nie gesehen. Aber was heißt das schon?
Das "unoriginell" kann ich wie folgt nachvollziehen und hatte es oben bereits aus meiner Sicht angedeutet; siehe ab ca 6:06:




Nicht nur dieser Kinogast hat es so gesehen - auch ich habe die Bilder bereits gesehen, die Villeneuve auf die Leinwand gebracht hat. Nämlich in meinem Kopf, als ich das Buch gelesen habe.

Klar hätte man auch eine Freakshow wie Jodorowski veranstalten können, hätte ich total gefeiert. Oder eben die comichafte Variante von Lynch. Letztere hatten wir schon und hat nicht funktioniert, weder bei Kritikern noch bei Fans der Bücher bzw Publikum. Und ersteres hätte halt irgendwann nix mehr mit Dune zu tun gehabt, außer den Namen zu teilen.




iasi
Beiträge: 18015

Re: Dune - in 2 Tagen $8.4 million

Beitrag von iasi » Di 21 Sep, 2021 22:19

markusG hat geschrieben:
Di 21 Sep, 2021 20:57
iasi hat geschrieben:
Di 21 Sep, 2021 18:44
Eben Blockbuster-Kino.

Oder anders ausgedrückt : Ein Film für die Leinwand. Villeneuve war ja auch eher semi begeistert über die zeitgleiche HBO Auswertung. Warst du nicht immer der Leinwand - Advokat? Wieso der Sinneswandel?


Ich mag Blockbuster-Kino. Und ich schau mir gerade diese Spektakel gerne auf großer Leinwand und mit sattem Sound an.
Bei Dune war ich auch etwas enttäuscht, da es zwar eine große Leinwand, aber nur eine 2k-Projektion war.
Wenn also Dune, dann kann ich nur 4k oder IMAX empfehlen.
markusG hat geschrieben:
Di 21 Sep, 2021 20:57
iasi hat geschrieben:
Di 21 Sep, 2021 18:44
Tja - Blade Runner 2049 war auch so eine schnell vergessene Hochglanzbelanglosigkeit.
DAS denke ich mir bei vielen Comicverfilmungen. Blade Runner - beide! - bieten so eindrucksvolle Bilder und Momente. Und auch der Soundtrack.
Technisch kann man nicht jammern - bei beiden Filmen nicht.
Und doch funktionieren sie nicht und brennen sich nicht ein.
Wenders "Der Stand der Dinge" bietet am Ende eine Szene mit einer langen Einstellungen in einem fahrenden Wohnmobil. Eine der beiden Personen im Bild singt. Die andere sinniert. Das ist so vielschichtig und filmisch inziniert, dass es sich bei mir eingebrannt hat.
markusG hat geschrieben:
Di 21 Sep, 2021 20:57
iasi hat geschrieben:
Di 21 Sep, 2021 18:44
Aber dies hätte eben mehr Emanzipation von der Vorlage erfordert.
Das ist es was ich die ganze Zeit meine: du wolltest überhaupt kein Dune. Nicht im Sinne von "based on". Eher als Plagiat. Dann schau dir halt Star Wars an - da gibt es auch einen Wüstenplaneten, Imperator, magische Kräfte und einen coming of age Messias ;)
Ein Plagiat ist ja gerade das Übernehmen der Vorlage.

Ein Film muss eine literarische Vorlage hingegen in das andere Medium übersetzen, was aber eben nicht gelingt, wenn man versucht, die Vorlage zu übernehmen und nur zu bebildern.
Star Wars ist banales Unterhaltungskino. Dune reiht sich hier nun ein, wobei Dune aber eben nur funktioniert, wenn man das nötige Vorwissen mitbringt.
Handlung, Hintergründe, Figuren sind bekannt, daher kann man sich von Bild und Ton berauschen lassen.




Axel
Beiträge: 14318

Re: Dune - in 2 Tagen $8.4 million

Beitrag von Axel » Di 21 Sep, 2021 22:50

markusG hat geschrieben:
Di 21 Sep, 2021 21:12
Das "unoriginell" kann ich wie folgt nachvollziehen und hatte es oben bereits aus meiner Sicht angedeutet; siehe ab ca 6:06:
(...)
Nicht nur dieser Kinogast hat es so gesehen - auch ich habe die Bilder bereits gesehen, die Villeneuve auf die Leinwand gebracht hat. Nämlich in meinem Kopf, als ich das Buch gelesen habe.
Könnte daran liegen, dass mit allem im Vorfeld bekannt gewordenen Promo-Material eine so genannte Kryptomnesie stattgefunden hat. Das ist eine Art super komplexes Déjà-vu. Ich finde auch ornamentale Schatten von Lynchs Dune in diesem Film. Oder bilde mir ein, sie zu finden, was aber schon unterstellt, dass sie in einer Version des Films mitschwingen (der Versionen, die Villeneuve nicht gedreht hat). Villeneuve ist kein Typ, der um's Verrecken Neues schaffen will, er will originell sein, was ja "ursprünglich" heißt und zurückkehren will zum "Ding an sich", zum Archetypus.

Villeneuve legte wahrscheinlich eine Reihe von Schlüsselbildern/-szenen sehr genau fest und benutzte sie als roten Faden, was ihm die Sicherheit gab, dazwischen ziemlich ambivalent werden zu können, "poetisch".

Ich hab den Film natürlich nur einmal gesehen, aber tatsächlich habe ich iasis Lieblingsfilm, Lawrence von Arabien, mehrfach gesehen und fühlte mich klanglich teilweise an Maurice Jarre erinnert. Nicht die Melodie, der Klang, zum Beispiel hier:

oder hier:


Absicht oder eine Kryptomnesie (unbeabsichtigtes, da unterbewusstes Plagiieren) von Hans Zimmer?

Aber im Ernst. Ich finde die Bilder so stark, dass ich sämtliche Filme, die gerade so um mich rumtrailern, für grässlich stereotype Abziehbilder halte. So war es mit Scotts original Alien, der den Look und Stil von SF radikal änderte (bis freilich Meister Proper Cameron wieder alles auf Hochglanz trimmte).

Es ist wegen der Mehrdeutigkeit des Begriffs manchmal schwierig, sich auf eine Definition von "originell" zu einigen. Also sag ich mal, die Bilder sind auf eine für Villeneuve typische Weise edel stilisiert. Erinnert ihr euch noch an das negative-fill-Tutorial zu Arrival?
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...




nachtaktiv
Beiträge: 3110

Re: Dune - in 2 Tagen $8.4 million

Beitrag von nachtaktiv » Mi 20 Okt, 2021 05:17

zwar ist der US start erst am 21.10. aber das einspielergebnis ist ebenso wie der film selbst: stark. zuletzt 129,7mio $ am 17.10.. womit er dann den status des blockbusters mittlerweile locker erreicht hat.
Die Ignore Funktion ist ein Segen <3




iasi
Beiträge: 18015

Re: Dune - in 2 Tagen $8.4 million

Beitrag von iasi » Mi 20 Okt, 2021 23:22

nachtaktiv hat geschrieben:
Mi 20 Okt, 2021 05:17
zwar ist der US start erst am 21.10. aber das einspielergebnis ist ebenso wie der film selbst: stark. zuletzt 129,7mio $ am 17.10.. womit er dann den status des blockbusters mittlerweile locker erreicht hat.
Also vom "Blockbuster" ist Dune noch ein gutes Stück entfernt.
Bei einem Budget von $165 million darf der Start in den USA nicht schwächeln.

Also bisher hat er noch den Status eines Flops.




Darth Schneider
Beiträge: 8502

Re: Dune - in 2 Tagen $8.4 million

Beitrag von Darth Schneider » Do 21 Okt, 2021 06:41

Mich erinnert der Film Dune auch ein wenig an Blade Runner 2049.
Zwar wirklich visuell, hervorragend umgesetzt, nach dem Kino habe ich erst mal gedacht, wow !
Aber jetzt eine Nacht später beeindrucken die teure Hochglanz Ästhetik, das eher verhaltene Schauspiel und die mittelalterlich angehauchte Story, in meinem Kopf leider schon nicht mehr so…
Ich habe das Gefühl obwohl der neue Dune alles andere als schlecht gemacht war, wird das trotzdem ein Film werden, wie zig andere, den ich ziemlich schnell wieder vergessen werde.

Ich meine ich habe im Kino geweint, fast wie ein Schlosshund ( es war mir wirklich peinlich ) beim traurigen Schluss vom letzten Bond Film, das wäre mir gestern in Dune niemals passiert…;)

Da ist der alte Dune von Lynch nach all den Jahren immer noch viel, viel präsenter in meinem Kopf, das obwohl der Film alles andere als perfekt war.
Nun ja das mag an Sting und ein paar anderen kleinen Highlights liegen, ich kann es nicht definieren…
Aber ich fand den alten Dune ganz klar besser, weil kreativer und viel mutiger und das wichtigste, der alte Dune hat mich berührt, der neue gar nicht.

Also das haben für mich Blade Runner 2049 und der neue Dune eindeutig gemeinsam:
Beide kommen herüber wie erstmal wirklich visuell sehr beeindruckende, aber gleichzeitig viel zu kalte Hochglanz Werbespots, mit Storys die einem einfach nicht packen.. Die man darum kurz nach dem Konsum gleich ganz entspannt wieder aus dem Gedächtnis ausblenden und vergessen kann.
Weil es berührt einfach nicht, es bleibt nichts hängen, ausser kalten Hochglanz Bilder, das weckt halt überhaupt keine bleibenden Emotionen, nicht bei mir.

Ein wirklich guter Film lebt aber leider von den Emotionen des Publikums, auch ein SF Film. Darum war Star Wars in den Siebzigern so unglaublich erfolgreich, trotz der sehr, sehr simplen Story hat George Lucas es geschafft die Emotionen so stark beim Publikum zu wecken das das bis heute nachhallt…

Der hochgelobte Denis Villeneuve schafft es ja nicht mal das ich den neuen Dune am nächsten Morgen noch gut finde…

Gruss Boris
Ich werde der dunklen Seite widerstehen und mir die Pocket Pro heute nicht kaufen !

Zuletzt geändert von Darth Schneider am Do 21 Okt, 2021 08:33, insgesamt 13-mal geändert.




7River
Beiträge: 2029

Re: Dune - in 2 Tagen $8.4 million

Beitrag von 7River » Do 21 Okt, 2021 07:50

iasi hat geschrieben:
Mi 20 Okt, 2021 23:22
Also vom "Blockbuster" ist Dune noch ein gutes Stück entfernt.
Bei einem Budget von $165 million darf der Start in den USA nicht schwächeln.
Immer noch! Sag‘ uns aber bitte Bescheid, wenn sich da was ändert ;-)
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“




Cinemator
Beiträge: 665

Re: Dune - in 2 Tagen $8.4 million

Beitrag von Cinemator » Do 21 Okt, 2021 08:25

Ich bin vom neuen Dune auch nicht so begeistert, Geht zu glatt durch, viel bleibt nicht hängen. Zwar angenehm viele ruhige Bilder, aber schauspielerisch recht dünn. Lynch's Dune tritt da besser an. Zumindest bei mir.




Darth Schneider
Beiträge: 8502

Re: Dune - in 2 Tagen $8.4 million

Beitrag von Darth Schneider » Do 21 Okt, 2021 08:40


Also ich krieg heute noch Gänsehaut wenn ich nur schon diese winzige, simple Opening Szene, noch mit nach heutigen Massstäben beschissenem Keying anschaue, ganz genau wie vor Jahrzehnten im Kino.
Die aller erste Szene im Film und schon hatte mich der David Lynch sowas von in der Tasche…

Warum ?
Das ist doch einfach Film Magie pur, so perfekt und dennoch so menschlich, eben nicht perfekt…Man ist gleich von Anfang an in der geheimnisvollen Geschichte drin und will gar nie mehr da raus….
Denis hat das in keiner einzigen Szene im ganzen Dune geschafft…

So magisch wie die erste Szene geht auch bewusst ganz hässlich, das gefällt nicht jedem, aber spätestens bei 02:15 weiss dann jeder das der fette Pickelkopf es sehr ernst meint…
Sowas bleibt auf jeden Fall tief drin im Kopf beim Publikum.
jahrelang, wie ein heftiger Schlag mitten ins Gesicht..;)
Bumm !!!



Jetzt mal vergleichen mit dem neuen Bösewicht:

Für mich kommt das nur noch herüber wie ein Schluck fader Tee…

Nein !
Denis hat seine Hausaufgaben definitiv nicht gemacht.
Das einzige was wirklich gut war am neuen Dune, sind die Effekte und die Kampfszenen…

Gruss Boris
Ich werde der dunklen Seite widerstehen und mir die Pocket Pro heute nicht kaufen !




markusG
Beiträge: 2034

Re: Dune - in 2 Tagen $8.4 million

Beitrag von markusG » Do 21 Okt, 2021 13:58

Darth Schneider hat geschrieben:
Do 21 Okt, 2021 08:40
Für mich kommt das nur noch herüber wie ein Schluck fader Tee…
So sehr ich den Lynch'en Dune auch mag - gerade die Beispiele vom Baron, die du da anführst, zeigen ja eigentlich wie comichaft und "unreif" die alte Fassung ggü dem neuen Film eigentlich ist. Auch das Voiceover ist ja eigentlich das denkbar schlechteste filmische Mittel schlechthin und durchzieht den ganzen Film...Lynchs Version wirkt heutzutage eigentlich nur mehr wie ein mittelmäßiger B-Movie, wenn da nicht die bekannten Schauspieler jener Zeit wären (sozusagen das Who is who von damals). Das gleiche sieht man imho auch bei den Bondfilmen mit Daniel Craig, und eben auch bei Blade Runner 2049. Auch dort mag ich das Original sehr gerne, da ich damit quasi aufgewachsen bin. Aber das war's auch schon: damals gab es nix besseres. Nach heutigen Maßstäben ist die Story total profan und inzwischen in zig Inkarnationen durchgekaut. Entsprechend "langweilig" fand ich z.B. auch Inception: alles schonmal da gewesen, zigmal aufgebrühter Tee. Nur halt in Edeloptik und hochgradig besetzt.

Vielleicht ist es tatsächlich mal Zeit für was völlig eigentständiges, was komplett Ungesehenes. Also nur Mut, einfach machen ;) Welches Genre mMn noch total "unterbesetzt" ist, ist Steam Punk. Oder auch Atom Punk (wobei das dann natürlich auch wieder Vorlagen sind..)

Meanwhile noch ne weitere Portion Nostalgie:




Darth Schneider
Beiträge: 8502

Re: Dune - in 2 Tagen $8.4 million

Beitrag von Darth Schneider » Do 21 Okt, 2021 14:57

Du hast ja sicher recht, den alten Dune fand ich auch nie perfekt, aber Lynch hat halt in seine Filmen immer diese besondere künstlerische Ader, und der alte Dune hat für mich mehr als genug geniale Szenen drin um ein Kult Film und auch eine ernst zu nehmende bewegte Interpretation der Bücher zu sein…

Der neue Dune ist für mich weder näher an den Büchern, noch künstlerisch besonders interessant, neu oder besonders anders, um mehr als nur ein sehr, sehr teurer B Film zu sein den ich in drei Wochen wieder mehr oder weniger vergessen habe.

Der alte, wirklich in vieler Hinsicht viel weniger perfekte Dune Film mit vielen Fehlern bleibt jedoch komischerweise in meinem Kopf…

Da sehe ich ganz klar, den wirklichen Unterschied zwischen mutiger, echter Kino Film Kunst und erfolgreicher aber voll von der Stange !
Gähn !!!
(Reine Geldmacherei durch schlechtes Klauen) Hollywood Filmindustrie…

So was kostet wirklich heute 146 Millionen Dollar ?

Gebt mir 3 Millionen und ich mache das besser.
Nun gut, ich glaube das zumindest.
Falls jemand das bisschen Kleingeld gleich übrig hat ?
Bitte PN schreiben, und wir starten in der Schweiz bei mir zum Kaffee am Montag um 7 Uhr….
Frank ! Help ???
Gruss Boris
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Funless
Beiträge: 4543

Re: Dune - in 2 Tagen $8.4 million

Beitrag von Funless » Do 21 Okt, 2021 15:22

Darth Schneider hat geschrieben:
Do 21 Okt, 2021 14:57
Du hast ja sicher recht, den alten Dune fand ich auch nie perfekt, aber Lynch hat halt in seine Filmen immer diese besondere künstlerische Ader, und der alte Dune hat für mich mehr als genug geniale Szenen drin um ein Kult Film und auch eine ernst zu nehmende bewegte Interpretation der Bücher zu sein…

Der neue Dune ist für mich weder näher an den Büchern, noch künstlerisch besonders interessant, neu oder besonders anders, um mehr als nur ein sehr, sehr teurer B Film zu sein den ich in drei Wochen wieder mehr oder weniger vergessen habe.

Der alte, wirklich in vieler Hinsicht viel weniger perfekte Dune Film mit vielen Fehlern bleibt jedoch komischerweise in meinem Kopf…

Da sehe ich ganz klar, den wirklichen Unterschied zwischen mutiger, echter Kino Film Kunst und erfolgreicher aber voll von der Stange !
Gähn !!!
(Reine Geldmacherei durch schlechtes Klauen) Hollywood Filmindustrie…
Gruss Boris
Du darfst aber nicht vergessen wie alt du warst als du Lynch's Dune das erste Mal gesehen hast, ich vermute im Teenager Alter, also irgendwann zwischen 13 und 19.

Als junge Menschen nehmen wir Filme anders wahr als im fortgeschrittenem Erwachsenen Alter. Denn als Kind oder Teenager werden wir i.d.R. von unseren Erfahrungen stärker geprägt für den Rest unseres Lebens als von den Erfahrungen die wir als Erwachsene machen. Das gilt insbesonders für Musik oder AV-Medien. Du und ich als über 50 jährige waren damals geflasht von Filmen wie Alien, Star Wars (die Episoden IV-VI), Star Trek, etc. aber wenn du die Leute der Generation Z (also alle ab Jahrgang 1996) ihre Meinung über diese Filme fragst wird größtenteils als Antwort herauskommen, dass sie diese Filme (im besten Fall) als billige B-Produktionen oder (im schlechtesten Fall) als puren Trash wahrnehmen.

Deswegen kommen bei denen dann die Filme, die du als oberflächlichen Hochglanz wahrnimmst, besser an als bei dir.
MfG
Funless


"Wer sind Sie?"

(Musik) "Bond .. James Bond."




Darth Schneider
Beiträge: 8502

Re: Dune - in 2 Tagen $8.4 million

Beitrag von Darth Schneider » Do 21 Okt, 2021 15:33

Du hast schon grundsätzlich recht was die Generationen und die verschiedenen Sichtweisen und Kulturen betrifft.
Aber ich meine, mit etwas mehr Mut, mehr Kreativität und mit einfach mehr Pfeffer im Arsch !!! Könnten die in Hollywood auch Heute noch, auch bei der ganzen Konkurrenz, aber mit sooo unglaublich viel Geld schon wenigstens versuchen zu produzieren…

Die Filmemacher die nur Serien für Netflix produzieren aus Korea können das doch mittlerweile auch.
Kreative, coole, freche, auch neue, Ideen…;))

Das ging ja früher in Hollywood mit viel weniger Geld und allgemein bescheideneren Mitteln, und viel weniger Publikum ja schliesslich auch….
Gruss Boris
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