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Zwei unterschiedliche Inszenierungen

Verfasst: Mo 08 Jul, 2019 15:17
von DWUA y
Vorsicht! Nur für junge Oldtimer-Liebhaber geeignet.
Also für solche, die noch viel Zeit und Geduld haben...
Wurde vom Autor untertitelt mit: "Ein Lehrstück ohne Lehre".

"Biedermann und die Brandstifter", Drama (1958) von Max Frisch wurde mehrfach verfilmt.
Hier 2 unterschiedliche Inszenierungen:

Mit Lowitz (1967)
www.youtube.com/watch?v=miUILyKWrRw

Mit Qualtinger
www.youtube.com/watch?v=jrGmNXjjDNk

Man entdeckt in diesem Theaterstück viele Parallelen zu unserer Wirklichkeit.
Könnte man je nach Bedarf erweitern und aktualisieren, indem man zu "Sepp" und "Willi"
etwa von "Abdul" bis "Zahid" oder "Zdravko" hinzufügt...

;))

Re: Zwei unterschiedliche Inszenierungen

Verfasst: Mo 08 Jul, 2019 15:36
von Jörg
Max Frisch;
und das in diesem Forum, ambitioniert....

ich habe nie einen besonderen Vorteil für einen der beiden Darsteller gesehen, beide sind meisterhaft,
wie auch die Inszenierungen.

Re: Zwei unterschiedliche Inszenierungen

Verfasst: Mi 24 Jul, 2019 19:45
von DWUA y
Literaturverfilmungen wurden stets sehr unterschiedlich inszeniert.
Hier ein weiteres Beispiel.
Diesmal Kafkas "Der Prozeß".
Einen Thread hierzu hatten wir schon einmal hier verursacht vor vielen Jahren ("Axel" erinnert sich)...

Leider gibt es davon nur einen Orson Welles Trailer zu sehen:
www.youtube.com/watch?v=R_7weUR0oMY

Eine völlig andere Inszenierung des selben Literaturmaterials ist diese:
www.youtube.com/watch?v=SA9JTxfOgAk

Verfasst: Sa 27 Jul, 2019 17:42
von DWUA y
EDIT:
Als Ergänzung hier noch ein Ausschnitt, der verdeutlicht, warum man früher auch die Bezeichnung "Lichtspiel(haus)"
zu Recht verwendet hat:
www.youtube.com/watch?v=rubVMcHlykg

Eine weitere beeindruckende Kafka-Verfilmung ist "Die Verwandlung", eine Fernsehproduktion (ZDF) von 1975.
Eine solch spröde Erzählung (Schülerlektüre) zu inszenieren, ist schon ein gewagtes Unterfangen.
Jan Nemec ist es gelungen, dank seiner Regiearbeit nach bewährter Prager Schule:

Einmal ist die Kamera aus Frosch-und Vogelperspektive im "Ego-Shooter" - Modus (Innerer Monolog), ein anderes Mal erzählend (Stimme aus dem Off) ein
weiteres Mal lässt sie den Zuschauer partizipieren an den Dialogen der Akteure, die deutlich "gute kafkaeske" Laune zeigen.

Hinzu kommt die passende Musik des Komponisten Eugen Illin.
Und wenn es ganze 5 Minuten wortlos zugeht beim Spanferkelschmaus sind Bilder und Atmo um so beeindruckender...

Viel Vergnügen!

www.youtube.com/watch?v=vzDKMZ2YCeo

Re: Unterschiedliche Inszenierungen

Verfasst: So 04 Aug, 2019 17:35
von DWUA y
In Samuel Becketts
"Waiting for Godot"
sehen Vladimir und Estragon hier noch sehr nach Laurel und Hardy aus:

www.youtube.com/watch?v=uvjoyEQZza4#t=2m2s

Hier nicht mehr:

www.youtube.com/watch?v=izX5dIzI2RE

(TV-) Produktionen dieser Art sind ja längst ausgestorben.
Mit der gesamten Branche.
Wir finden das sehr schade...

Re: Zwei unterschiedliche Inszenierungen

Verfasst: So 04 Aug, 2019 17:39
von Jörg
Graffiti FU Berlin 1969:

Komme gleich wieder,
Godot

Re: Zwei unterschiedliche Inszenierungen

Verfasst: So 04 Aug, 2019 17:55
von DWUA y
;)))

Oder:

"Wer in meinen Maßkrug pinkelt, wird erschossen!"
(James Bond)

"Bin auf der Flucht..."
(Richard Kimble)

usw.