Postproduktion allgemein Forum



Scope DCP im Kino - Ränder angeschnitten



Fragen rund um die Nachbearbeitung, Videoschnitt, Export, etc. (div. Software)
Antworten
freezer
Beiträge: 1219

Scope DCP im Kino - Ränder angeschnitten

Beitrag von freezer » Mi 06 Jun, 2018 14:53

Ich komme gerade von der Testvorführung aus dem Kino und habe folgendes Problem:

Kurzfilm und Making Of - beides in 4k Scope vorliegend. DCP erzeugt mit DCP-o-matic als 2048x858 Scope. Beim Abspielen mit dem MPCHC am Rechner sieht das DCP korrekt aus.
Bei der Testvorführung fand ich das Format-Seitenverhältnis des Kurzfilms schon etwas anders als am Rechner mit Scope-Monitor, beim Making Of war es dann offensichtlich, da links und rechts die Inserts leicht angeschnitten waren.

Zuerst dachte ich, der Fehler läge bei mir und habe im Studio alle Einstellungen und die DCPs noch mal genau überprüft - aber da ist alles - soweit ich es checken kann - korrekt.
Dann hatte ich den Verdacht, dass bei der Testvorführung eventuell der Vorhang nicht ganz aufgezogen wurde - im Telefonat hat das der nicht unbedingt hilfsbereite technische Leiter des Kinos bestritten "kann nicht sein, weil immer offen und nur für Breitbild wird eingefahren". Nochmals Nachschauen gehen wollte er nicht - weil der Fehler läge sicher nicht beim Kino...

Jetzt meine Frage: welche Fehlerquellen am DCP Server / bei der Projektion könnten einen Beschnitt der linken und rechten Ränder verursachen?
Die oberen und unteren Ränder waren nicht beschnitten.
Kann es doch am Vorhang liegen? Ich bilde mir ein, dass diese eben nicht ganz offen waren. Oder gibt es beim DCP Server irgendeine Einstellung die man falsch wählen könnte? Oder beim Projektor selbst?
LAUFBILDkommission
Robert Niessner - Graz - Austria
Blackmagic Cinema Blog
www.laufbildkommission.wordpress.com




DV_Chris
Beiträge: 2923

Re: Scope DCP im Kino - Ränder angeschnitten

Beitrag von DV_Chris » Mi 06 Jun, 2018 15:06

Sofern er noch im Forum aktiv ist, könnte das wohl der User "masterseb" beantworten.

Oder Du schaust in den FB Chat ;-)




freezer
Beiträge: 1219

Re: Scope DCP im Kino - Ränder angeschnitten

Beitrag von freezer » Mi 06 Jun, 2018 15:09

Danke Chris.
Wobei ich dachte da an Carsten - der ja auch ein Vorführer und Techniker ist.
LAUFBILDkommission
Robert Niessner - Graz - Austria
Blackmagic Cinema Blog
www.laufbildkommission.wordpress.com




dienstag_01
Beiträge: 8501

Re: Scope DCP im Kino - Ränder angeschnitten

Beitrag von dienstag_01 » Mi 06 Jun, 2018 15:33

Vielleicht ist das Format ja richtig, aber die Containerangabe falsch.




freezer
Beiträge: 1219

Re: Scope DCP im Kino - Ränder angeschnitten

Beitrag von freezer » Mi 06 Jun, 2018 17:08

Das hatte ich natürlich als erstes im Verdacht aber da ist alles korrekt. DCP-o-matic erzeugt ja auch die Benahmung automatisch basierend auf den Einstellungen und das wäre gleich aufgefallen
LAUFBILDkommission
Robert Niessner - Graz - Austria
Blackmagic Cinema Blog
www.laufbildkommission.wordpress.com




freezer
Beiträge: 1219

Re: Scope DCP im Kino - Ränder angeschnitten

Beitrag von freezer » Sa 09 Jun, 2018 09:54

So - Kurzfilm-Premiere war gestern und wir mussten mit dem Beschnitt leben, der Kinotechniker war leider nicht sonderlich hilfsbereit.
Ich konnte im Vorfeld aber mit einem ehemaligen Techniker einer anderen Kinokette sprechen und der war sich ziemlich sicher, dass am Server bzw. Projektor ein wenig in das Bild reingezoomt wurde. Das kann ich nun mit ziemlicher Sicherheit bestätigen, da an einer Stelle im Film das FPN als unregelmäßiges Muster ganz deutlich zu sehen war, eben wie nach einer leichten Skalierung. Im DCP bei korrektem 1:1 Betrachten ist das aber nicht zu sehen.
LAUFBILDkommission
Robert Niessner - Graz - Austria
Blackmagic Cinema Blog
www.laufbildkommission.wordpress.com




carstenkurz
Beiträge: 3982

Re: Scope DCP im Kino - Ränder angeschnitten

Beitrag von carstenkurz » Fr 20 Jul, 2018 20:29

Sorry - thread leider zu spät gesehen.

Es gibt ein paar 'offizielle' Testcharts, mit denen Kinotechniker die Einrichtung der Projektoren prüfen. Zum einen hat jeder Projektor sowas 'OnBoard', da kommt normales Vorführpersonal aber in der Regel nicht ran. Es gibt die aber auch als DCP, das man abspielen kann - da sind dann Markierungen drauf für die verschiedenen Bildformate, und ggfs. Skalen, and denen man abzählen kann, wie viele Pixel über/unter Norm sichtbar sind. Eine fehlerhafte Einrichtung des Projektors wird dann sofort sichtbar, und da es ein normales DCP ist, muss sich auch zunächst kein Vorführer/Kinoangestellter Sorgen machen, dass da am Gerät was verbastelt wird. Die Dinger sind klein und passen auf einen USB Stick.
Kann man sich natürlich auch mit Photoshop und DCP-o-matic selber machen, aber dann bitte ein großes Dolby, Barco oder TÜV Logo einbauen, damit das Chart auch ernstgenommen wird ;-)

Ein paar Pixel mehr oder weniger gehen in jedem Kino verloren, weil die Techniker bei vorhandener Leinwandkaschierung immer ein bißchen überprojizieren. Mehr als einstellige Pixelzahlen sollten das aber nicht sein. Problematischer wirds unter Umständen, wenn die Leinwand kein Normformat Flat oder Scope hat, da kann es schonmal sein, dass der Kinobetreiber oder Techniker durch zu üppiges Cropping eine Darstellung ohne Letterbox oder Pillarbox erzwingen will. Dem normalen Publikum fällt das bei Mainstreamcontent nicht auf, solange nicht Grafiken/Titel angeschnitten werden. Wenn man seinen Inhalt aber selber produziert hat...
Ich tippe in diesem Fall darauf, dass die Bildwand nicht 2.39:1 ist, sondern vielleicht irgendwas um 2.2:1 - dann wird gerne ein Scope-Bild auf volle Leinwandhöhe aufgezogen und notwendigerweise links und rechts was abgeschnitten. Sollte ein Kinobetreiber sowas wissen? Ja, aber in der Realität wissen erstaunlich wenige Betreiber solche technischen Details.

Selbst wenn er es gewusst hätte, er würde ungern zugeben, dass er seinem Publikum bei Scope-Filmen grundsätzlich 10% Bild vorenthält ;-), und selbst wenn doch, ohne (teuren) Technikerbesuch hätte sich das auch nicht beheben lassen, die wenigsten Kinobetreiber oder Vorführer können da selbst dran rumschrauben.


- Carsten
and now for something completely different...




Social Media

       
 Aktuelle Beiträge [alle Foren]
 
» Kamera gesucht, die komprimierte MP4/H264 Dateien per WLAN/FTP ausgeben kann
von mash_gh4 - Mi 1:06
» Die verdammte Musikindustrie mal wieder, oder: Die Leiden des jungen Tänzers
von carstenkurz - Mi 0:27
» Sind blaue LEDs Augenkiller? Mythos, Wahrheit und Tipps zum Umgang mit blauen Spektralanteilen
von Roland Schulz - Mi 0:19
» Mit dem Smartphone filmen -- ernsthaft! Teil 2: die Vorteile
von Axel - Di 23:46
» Tasche für DJI Ronin-S
von Roland Schulz - Di 23:30
» Blackmagic DaVinci Resolve 15 ist final
von TomStg - Di 20:15
» RED: Der Fahrplan für den Start des Holo-Smartphones Hydrogen One steht
von iasi - Di 20:15
» Welches Gimbal?
von Cutter_ - Di 17:15
» BIETE GoPro Hero5 Black inkl. umfangreichem Zubehör
von wkonrad - Di 16:45
» Steadycam
von krokus - Di 15:53
» Welcher Gimbal für Blackmagic Pocket
von funkytown - Di 15:45
» Kaufberatung Funkstrecke + Ton
von TomStg - Di 14:33
» NVIDIA präsentiert Quadro RTX als Raytracing-Grafikprozessor
von slashCAM - Di 14:09
» DEAD EDGE
von Mantis - Di 13:56
» IRND oder Hot Mirror?
von huck - Di 13:07
» Magix Video deluxe 2019 -- neue Schnittwerkzeuge und mehr
von slashCAM - Di 13:06
» Coole Kamera moves!
von Arno_K - Di 11:53
» Fs7 gamma matrix Einstellungen
von DOP3Flow - Di 11:35
» SmallHD liefert endlich Focus OLED aus
von slashCAM - Di 11:06
» [BIETE] Neuwertige Panasonic G81 (Body)
von s1n88 - Di 9:49
» Audio Timecode und Waveform Batch sync
von blickfeld - Di 8:46
» "Nur" schneiden - gibt es ein Tool
von didah - Di 7:40
» Sonnet Echo 11 Thunderbolt 3 Dock: 5x USB 3.0 und 87 Watt Ladestrom
von motiongroup - Di 6:39
» Black Magic Pocket BMPCC - Bild wirkt 'dunkel'
von dra - Mo 23:43
» Firmware 5.0 für Zoom Audiorecorder F8 bringt viele neue Funktionen
von Optiker - Mo 18:16
» Office 2016 mit Macbook Pro High Sierra?
von motiongroup - Mo 17:22
» GH5 oder A7III für Kurzfilme und Fotografie?
von blueplanet - Mo 17:18
» Sony Alpha 7 III - Tests...
von Cinealta 81 - Mo 15:57
» The Man Who Owns The Moon
von slashCAM - Mo 15:40
» Baywatch Drohne!
von Darth Schneider - Mo 15:17
» Kameramann / Kamerafrau im Rhein-Main Gebiet gesucht
von BallentinVideo - Mo 15:08
» AMD bringt Radeon Pro WX 8200 zur SIGGRAPH 2018
von slashCAM - Mo 14:06
» DJI Ronin-S und Panasonic GH5S - wie gut ist der Einhand-Gimbal Ronin-S im leichten Setup? Teil 2
von Roland Schulz - Mo 12:30
» Top Rig Set für EVA
von klusterdegenerierung - Mo 11:08
» Lanparte Rig
von shock27 - Mo 9:24
 
neuester Artikel
 
Sind blaue LEDs Augenkiller? Mythos, Wahrheit und Tipps zum Umgang mit blauen Spektralanteilen

Man stolpert bei Monitorherstellern immer häufiger über Kleingedrucktes und seltsame Filtermethoden für einen reduzierten Blauanteil. Ein Grund hierfür könnte tatsächlich in der Sorge zu finden sein, ansonsten für Augenschäden der Benutzer haftbar gemacht zu werden. Richtig gehört und weitergelesen... weiterlesen>>

Mit dem Smartphone filmen -- ernsthaft! Teil 2: die Vorteile

Im ersten Teil dieses Artikels lieferten wir die Gründe, warum das Filmen mit dem Smartphone im professionellen Umfeld keine gute Idee ist. Doch es gibt tatsächlich auch gute Gründe, die für den Einsatz eines Smartphones in der Videoproduktion sprechen. weiterlesen>>

neuestes Video
 

Aktuelles Video:
The Man Who Owns The Moon

Unglaublich, aber anscheinend wahr (wie so vieles heutzutage) soll diese hübsch animierte Geschichte sein; wobei der Titel ja eher "... who sells the moon" lauten müsste.