Postproduktion allgemein Forum



Vor- und Nachteile eines Gradingprogramms



Fragen rund um die Nachbearbeitung, Videoschnitt, Export, etc. (div. Software)
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promo89
Beiträge: 219

Vor- und Nachteile eines Gradingprogramms

Beitrag von promo89 » Mo 05 Aug, 2013 15:25

Hi Hi,

folgende Frage heute: Wozu benötigt man eigl. Gradingprogramme wie zum Beispiel Da Vinci etc. ? Wieso bearbeitet man es nicht direkt im Schnittprogramm.
Ich persönlich habe nämlich zur Zeit große Probleme mit Adobe SpeedGrade CS6. Ich bin nun fertig mit dem Rohschnitt in Premiere Pro CS6 und wollte einfach wissen, wieso man es lieber in einem Gradingprogramm weiterbearbeiten sollte, anstatt im Schnittprogramm an sich.

Hoffe ihr könnt mir die Frage beantworten.

Ist es dringend notwendig in einem Gradingprogramm, das Colorgrading durchzuführen?

Vielen Dank für die Antworten.

MfG




B.DeKid
Beiträge: 12590

Re: Vor- und Nachteile eines Gradingprogramms

Beitrag von B.DeKid » Mo 05 Aug, 2013 15:55

Naja ein GradingProgi ist halt optimierter aufgebaut als ein SchnittProgi


Wenn Du aber nur 2 - 3 Filter anlegen willst dann reicht auch ein Schnitt Progi.


................

Ich vergleichs mal mit Adobe Lightroom / IrfanView vs. Adobe Photoshop / GIMP

Wenn man mit den OOC (Out of Cam) Fotos zufrieden ist nur mal nen bissel was machen möchte wie Kontrast Gamma und Co dann reichen die erst genannten bestimmt aus - geht es aber mehr in die Materie und die Ansprüche werden höher zB Retusche oder viele verschiedene Ebenen und Masken .... dann muss man quasi ein Progi nutzen was dafür auch ausgelegt ist.

MfG
B.DeKid

PS: DaVinci ist ja erst seit kurzem für "PrivatAnwender" am Markt - dvor kam jeder auch mit BulletLooks klar ;-)




Paralkar
Beiträge: 1500

Re: Vor- und Nachteile eines Gradingprogramms

Beitrag von Paralkar » Mo 05 Aug, 2013 15:57

Ein NLE kann man für eine Farbkorrektur hernehmen, Kontraste regulieren etc.

Aber ein Color Grading Programm ist viel genauer in der Bedienung und lässt geringste Nuancen zu.

Davinci Resolve arbeitet mit 32 bit Floating Points, was bei Premiere sicherlich nicht bei jedem Effekt der Fall ist.


Die Werkzeuge sind viel besser drauf optimiert um gezielt auf sachen einzugehen, und was ganz wichtig ist, schnellstmöglich an sein Ziel zu kommen.

Die Struktur ist viel mehr darauf aus, viele Änderungen machen zu können, ohne den Überblick zu verlieren und möglichst viele Möglichkeiten zu haben.

klar kann man eine Farbkorrektur auch in Premiere machen, und vielleicht ein Color Grading in After Effects, aber das is ein viel zeitintensiverer und nerviger Prozess um an das selbe Ergebnis zu kommen.


Als kleines Beispiel, in Davinci kann ich wenn ich mit Alexa oder BMCC Material reingehe, in der ersten Node eine Lut drüberwerfen, in der nächsten das ganze leveln (Schwarz an Schwarz, gegebenfalls Weiß an Weiß, Farbstiche im Weiß, Schwarz und den Midtones entfernen.

Dann ein Look entwickeln und mittels 1-2 weiteren Nodes, den Grundlook geben. Falls ich dann das Grün einfach gesättigter haben möchte, das mit das Bild lebendiger aussieht, geh ich in die Erweiterung meiner Korrekturen hab dort meine Hue vs. Saturation Kontrolle, pick mir entweder den Farbwert raus oder nehm in der Vorauswahl Grün, zieh den Regler hoch fertig.

Jetzt möcht ich noch die Person die durch Bildläuft, vom Hintergrund etwas differenzieren und stärker im Bild akzentuieren. Also mach ich ne Node auf wähl mir die Skintones, leg eine Sekundärmaske drüber, tracke diese, schärf minimalst nach und erhöh den Kontrast, gib dem ganze mittels Log-Grading noch harte Übergänge damit die Person geschundener und oder gefährlicher aussieht und sättige das Gesicht mehr, mach eine Outside-Node (invertierte Node, also invertierte Masken etc., inklusive Tracking) nimm aus dem restlichen Bild die Sättgung etwas raus und machs etwas dunkler und der Bild Tenor liegt auf meiner Person.


Das ganze dauert, falls ich weiß was ich vorhab, einpaar Minuten als erfahrener Colorist mit den richtigen Shortcuts und allem.

In Premiere würde man locker eine Stunde damit zubringen, wenn nicht nochmehr.


Außerdem kann man mittels Log-Grading einfach so unglaublich präzise auf alles eingreifen und so gezielt Bildstelle farblich verändern, wenn du ein Zimmer mit weißen Wänden hast, in dem gesamten Bild ein Blaustich willst außer in dem Weiß an den Wänden, das is mit Premiere und AE einfach übelstes rumkämpfen mittels Log-Kurven eine sache von 20 Sekunden.


Und letzteres wenn du dann einfach 5 verschiedene Looks machen möchtest nutzt du entweder den Shortcut oder rechtsklick, neue Version und kannst dir ganz Stressfrei die Anfangskorrekturen übernehmen, die so so oder so brauchst und machst dann was neues draus.


In premiere müssten man für all das, erstens irgendwelche strangen Lut-Programme, wie Lut-Buddy installieren, die meiner Meinung nach die 3d-Lut irgendwie anders interpretieren als Davinci, oder eine eigene Lut bauen und dann viele verschiedene Versionen speicher, für die verschieden Looks.




Axel
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Re: Vor- und Nachteile eines Gradingprogramms

Beitrag von Axel » Mo 05 Aug, 2013 16:07

promo89 hat geschrieben:Ist es dringend notwendig in einem Gradingprogramm, das Colorgrading durchzuführen?
So gesagt: Nein. Wenn du allerdings irgendwann merkst, dass jeder Take eine Optimierung vertragen kann - irgendwann sieht man einfach in jedem Rohmaterial einen Stich oder unausgeglichene Balance -, dann wäre das Frickeln im NLE eine blöde Sache.

Davon, dass du eher früher oder später deinem Video einen spezifischen Look geben willst und sicher sein, dass alle Clips dazu passen: Erst recht!
Paralkar hat geschrieben:Davinci Resolve arbeitet mit 32 bit Floating Points, was bei Premiere sicherlich nicht bei jedem Effekt der Fall ist.
In Bezug auf die entscheidenden CC-Filter: Doch, ist 32-bit. Ich behaupte aber, einen unkorrigierten Schnitt via XML aus Prem. exportiert und in Resolve geöffnet spart unglaublich viel Zeit.




Bruno Peter
Beiträge: 3770

Re: Vor- und Nachteile eines Gradingprogramms

Beitrag von Bruno Peter » Mo 05 Aug, 2013 16:24

Paralkar hat geschrieben:
...
Als kleines Beispiel, in Davinci kann ich wenn ich mit Alexa oder BMCC Material reingehe, in der ersten Node eine Lut drüberwerfen, in der nächsten das ganze leveln (Schwarz an Schwarz, gegebenfalls Weiß an Weiß, Farbstiche im Weiß, Schwarz und den Midtones entfernen.

Dann ein Look entwickeln und mittels 1-2 weiteren Nodes, den Grundlook geben. Falls ich dann das Grün einfach gesättigter haben möchte, das mit das Bild lebendiger aussieht, geh ich in die Erweiterung meiner Korrekturen hab dort meine Hue vs. Saturation Kontrolle, pick mir entweder den Farbwert raus oder nehm in der Vorauswahl Grün, zieh den Regler hoch fertig.

Jetzt möcht ich noch die Person die durch Bildläuft, vom Hintergrund etwas differenzieren und stärker im Bild akzentuieren. Also mach ich ne Node auf wähl mir die Skintones, leg eine Sekundärmaske drüber, tracke diese, schärf minimalst nach und erhöh den Kontrast, gib dem ganze mittels Log-Grading noch harte Übergänge damit die Person geschundener und oder gefährlicher aussieht und sättige das Gesicht mehr, mach eine Outside-Node (invertierte Node, also invertierte Masken etc., inklusive Tracking) nimm aus dem restlichen Bild die Sättgung etwas raus und machs etwas dunkler und der Bild Tenor liegt auf meiner Person.


Das ganze dauert, falls ich weiß was ich vorhab, einpaar Minuten als erfahrener Colorist mit den richtigen Shortcuts und allem.

In Premiere würde man locker eine Stunde damit zubringen, wenn nicht nochmehr.


Außerdem kann man mittels Log-Grading einfach so unglaublich präzise auf alles eingreifen und so gezielt Bildstelle farblich verändern, wenn du ein Zimmer mit weißen Wänden hast, in dem gesamten Bild ein Blaustich willst außer in dem Weiß an den Wänden, das is mit Premiere und AE einfach übelstes rumkämpfen mittels Log-Kurven eine sache von 20 Sekunden.


Und letzteres wenn du dann einfach 5 verschiedene Looks machen möchtest nutzt du entweder den Shortcut oder rechtsklick, neue Version und kannst dir ganz Stressfrei die Anfangskorrekturen übernehmen, die so so oder so brauchst und machst dann was neues draus.


In premiere müssten man für all das, erstens irgendwelche strangen Lut-Programme, wie Lut-Buddy installieren, die meiner Meinung nach die 3d-Lut irgendwie anders interpretieren als Davinci, oder eine eigene Lut bauen und dann viele verschiedene Versionen speicher, für die verschieden Looks.
Das alles hat mich schwer beeindruckt in obiger Beschreibung.
Ich selbst arbeite mit EDIUS Pro 6.5 und grade in meinen Videos ebenfalls etwas herum an der Oberfläche mit LUTs, 3-Wege Farbkorrektur und anderem programmeigenen Farbkorrekturwerkzeug...
Einige Arbeitsgänge sind für alle Clips auf der Timeline identisch, andere Eingriffe erfolgen nur temporär an bestimmten Szenen...

Wie machst Du Deine Arbeit, ist das Video in Deinem Fall schon fertig geschnitten, ist es also ein File mit allen Clips welches Du als Colorist bekommst? Mußt Du dann Abschnitte selbst zerschneiden und nur hier und da nach Regieanweisung colorieren oder arbeitest Du nach Deinem Gusto? Welches Übergabeformat bekommst Du und was lieferst Du ab. Es muß doch sicher ein multirenderingfähige Übergabecodec sein, welcher ist es denn?

Du sprichst hier von Sekunden/Minuten die Du für deine Arbeit brauchst, in Premiere würdest Du locker Stunden dafür aufwenden (weil Du in Premiere nicht geübt bist?). Ich glaube etwas übertrieben ist die Aussage schon, oder.

Wie auch immer ich habe auch schon an ein spezielles Grading-Programm gedacht, vielleicht an eine gebrauchte Version für max. 100 EUR.
Was wäre aus Deiner Sicht für den Einstieg sinnvoll und nützlich damit man den erworbenen Workflow später auch in höheren Versionen benutzen kann?

Folgendes Video hat mich sehr begeistert:
Ich versuche auf der Grundlage des Workflows auf das dort gezeigte Niveau heranzukommen:

Kameraaufnahme:

Bild

Nach Bearbeitung in EDIUS 6.5:

Bild

Soweit bin ich leider noch nicht!
** S8-Hobbyfilmer seit 1970, Video seit 1988, Schmalfilmdigitalisierer seit 2007 **
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Paralkar
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Re: Vor- und Nachteile eines Gradingprogramms

Beitrag von Paralkar » Mo 05 Aug, 2013 17:04

Zuallererst, Davinci Resolve Light 9 ist komplett kostenlos,

Es fehlt der sehr gute Rauschfilter und du kannst kein 4k ausgeben, wichtig ausgeben, du kannst auch Red 5k material graden aber halt nur full hd ausgeben.

Aber fürs üben sollte das ja schonmal reichen.


Als Randbemerkung ist noch zu sagen, das Davinci Resolve nur auf Monitoren läuft die Full HD können, da sonst das "halbe" Programm außerhalb des Bildschirms ist, das ist leider sehr nervig, aber Davinci kommt eigentlich aus dem absoluten Profisegment und da gabs komplette Workstations, die Adaption auf den Heim-PC ist schon sehr gut gelungen, braucht aber sicherlich noch die eine oder andere Anpassung und Vereinfachung.

Zu dein Fragen,


Normalerweise ist der Weg in einem Postproductionhaus so:
Es wird am Set gefilmt etc., der DIT überprüft die technische Qualität des Materials und kümmert sich um eine gute Datensicherung und Ordnung des Projekts, je nach Budget kann er auch schon Dallies, so genannte Muster machen, also mittels eines notebooks oder PC-Systems schonmal vorgraden um Lookrichtungen aufzuzeigen, oder den Wünschen des DOPs/ Regisseurs nachzukommen, die gleich sehen wollen, wie wirkt das, wenn es in der Post war.
Viele DITs bieten Onset-Color-Grading an, aber das kommt immer drauf an, in Deutschland is es auch ganz einfach ne Budget sache, die das oft unterbindet.

Soweit so gut, dann geht das ganze oftmals entweder mittels der Muster (der entsprechenden LUT) in ein Transcoding, oder das ganze kommt in ein Pregrading, wo selbiges Muster erst noch erstellt wird und dann auch transcodiert.
Das ist dafür da, damit der Cutter schonmal sehen kann wie es ungefähr aussehen könnte, und nciht nur ein langweiliges flaches Log-Bild, außerdem kann er damit ein Proxy-Schnitt machen ohne das er bsp.: sehr rechenintensive Raw-Formate verarbeiten muss.

Das ganze kommt auch total drauf an, es kann auch sein das es gar kein Transcoding gibt, und das Rohmaterial plus eine Lut in echtzeit auf das Material angewandt wird. Auf 1/8 debayering kann man mittlerweile gut mit RedRaw schneiden, also ist es kein Ding der Notwendigkeit.

(Da kommen wir übrigens an das LUT-Problem vieler NLEs, das jetzt erst mit Lumitri von Adobe geklärt wird)

Danach wird geschnitten und dann gehts gegebenfalls ins Compositing über Einzelbildsequenzen oder Intermediate-Codecs.

Dann geht alles entweder per XML- EDL oder einem ausgespielten Master in das Grading Programm, bei Sachen mit Time-Ramps oder komplizierten Effekten, beschnitt am Bild, Skalierungen und Pans muss man sich dann auch wieder einzelne Passagen in Einzelbildsequenzen oder Intermediate-Codecs ins Grading-Programm laden und an der richtigen Stelle drüberlegen.

Das selbige mit dem was aus dem Compositing kommt, gegebenfalls auch gleich ein Alpha-Kanal um Animationen separat graden zu können.

Dann wird alles gegradet:

Angefangen mit dem Leveln, gegebenfalls entrauschen, über Lookentwicklung bishin zu Sekundärfarbkorrektur.

Dann spielt man wieder ein Master als Einzelbild..... aus und geht ins Finishing. Dort setzt man Ton, Titel, Grading und alles wieder so zusammen das man glücklich ist und kann gegebenfalls in Korn oder sonst was drüber rechnen.


Ich hoffe ihc hab jetz nichts vergessen, aber so läuft das oft, auch nciht immer. Bei nem Splitscreen musikvideo beispielsweise hab ich mir ein Look zurechtgelegt und diesen dann so gut wie möglich versucht auf alles zu übernehmen, dann wurde mit den ausgespielten Daten geschnitten, kleinere Korrekturen im NLE gemacht und das ganze als Master ins Grading programm gebraucht um gegebenfalls Sekundär noch Sachen zu korrigieren.



Achja zu der weiteren Frage, doch in Premiere oder After Effects hättest du solange gebraucht, das ist keine Übertreibung.

Man hätte mit einer Schnellen Farbkorrekur oder sonst was die verschiedenen Schritte versuchen können nachzumachen, aber alleine schon bei der Aufgabe vordergrund und hintergrund zu separieren wäre man in Premiere mit Keyframes und Keyer verrückt geworden.




Bruno Peter
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Re: Vor- und Nachteile eines Gradingprogramms

Beitrag von Bruno Peter » Mo 05 Aug, 2013 17:21

Vielen Dank für die ausführliche Erläuterung...

Davinci Resolve Light 9 werde ich mir mal ansehen.
Ich bearbeite lediglich 2k-Material und ein gutes Rauschfilter Plug-in (Neat Video) habe ich in EDIUS.

Hier mal ein Frame von meinem Kamera-Material (Technicolor CinyStyle): Klick!

Hier nach dem drübelbügeln mit dem Ramasola-LUT: Klick!
Der Himmel müßte noch etwas mehr Bayerisches Weiß-Blau bekommen...
Vielleicht hast Du mal Lust zu zeigen, was Du aus dem Kamera-Material aus dem ersten Link machen würdest.

Ich finde es toll, wie geduldig Du hier Dein Know-how einbringst ich selbst sollte mir ein Stück von Dir in dieser Hinsicht abschneiden!

Eine vorläufig letzte Frage:
In diesem Thread: Klick! erzähle ich, was ich aufnahmeseitig gegen das DSLR-Moire unternehme.
Was würdest Du in der Postproduktion degegen unternehmen, mit welcher Software?
Entschuldige für diese "Belästigung"..., aber endlich habe ich mal einen Profi hier erwischt!
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Axel
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Re: Vor- und Nachteile eines Gradingprogramms

Beitrag von Axel » Mo 05 Aug, 2013 18:07

Bruno Peter hat geschrieben:Folgendes Video hat mich sehr begeistert:
Ich versuche auf der Grundlage des Workflows auf das dort gezeigte Niveau heranzukommen:

Kameraaufnahme:

Bild

Nach Bearbeitung in EDIUS 6.5:

Bild

Soweit bin ich leider noch nicht!
Das ist schon ein etwas älteres Video, nicht?

Zunächst einmal fällt auf, dass "Bearbeitung im 10-bit-Raum" als etwas Neues und unglaublich Professionelles hervorgehoben wird. Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Farbkorrektur mit nur 8-bit ist absolut indiskutabel. Warum allerdings 10-bit und nicht, wie Adobe und DaVinci, 32-bit floating point? Vermutlich weil die berühmte Echtzeitperformanz von Edius dann hin wäre, denn natürlich ist es extrem rechenintensiv, Material, das im Original nur in 8-bit vorliegt (und das auch noch mörderisch komprimiert ist), in Echtzeit mit so vielen Stellen hinter dem Komma zu berechnen.

Das RED-Footage hat, wie der Moderator ohne red zu werden erwähnt, 16-bit pro Kanal ("Stellen Sie sich vor, was für ein Qualitätszuwachs, wenn 10-bit bereits die vierfache Datenmenge von 8-bit ist!"). Aber was soll's, ich will gern glauben, dass 10-bit reicht, zumindest für einfache Sachen ...

Der Rest der Color-Grading-Demo ist - wirklich, ich schneide nicht auf! - nichts Besonderes. Weder was den Schwierigkeitsgrad betrifft noch was das Ausreizen der Möglichkeiten betrifft. Und im Nachher-Bild sind die beiden Aufheller-Vignetten viel zu auffällig. Auch braucht man, um diese Sache zu machen, keineswegs RED. Jedes DSLR-Video lässt das zu (vorausgesetzt, schätze ich, man benutzt 32-bit).

Auffällig ist, dass man einen Filter schwerfällig in einem neuen Fenster öffnet. Das Fenster springt auf (zum wer-weiß-wievielten Mal die verflixte 3-Wege-Korrektur!), muss erst mit dem Cursor gegriffen und aus der Sicht gezerrt werden, absolut bescheuert. So etwas gibt es in den meisten CC-Suiten nicht, die wichtigsten Werzeuge zumindest sind immer "on". Damit eignet sich Edius, was die Oberfläche betrifft, genauso wenig zum ernsthaften Graden wie Premiere oder andere NLEs. Das Qualifizieren der Wiese als sekundäre HSL-Auswahl: Konnte man da keine Pipette oder ein Fadenkreuz einbauen? Das ist zu kompliziert.

Hier wird nun (ich bin bei ca.25 min ausgestiegen) das Graden eines Clips gezeigt. Nun kommt der Gegenschuss. Auch bei dem will ich wärmere Töne, aber wie vergleiche ich die Clips am besten? Ein Spezialprogramm verwendet dafür jede erdenkliche Technik, Spiltscreen in allen Richtungen, Vor- und Zurückspringen, eine chronologisch oder vom Benutzer sortierte Leuchttischansicht nur der gegradeten Clips, was immer. Minuten gegenüber Stunden? Kommt locker hin.




Bruno Peter
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Re: Vor- und Nachteile eines Gradingprogramms

Beitrag von Bruno Peter » Mo 05 Aug, 2013 18:18

Gerne akzeptiere ich Deine Kritik, auch wenn manches was Du schreibst aus Deiner Unkenntnis über EDIUS resultiert.

Wir wollen aber nicht streiten, kannst Deinen Eindruck gerne behalten.
Wie wäre es aber wenn Du in das eigentliche Thema einsteigen würdest mit Deinen Fähigkeiten die Du anderen vermitteln möchtest?

Die Art wie es Paralkar macht gefällt mir sehr gut!

AS (Alte Simpel) wie ich, haben echt was davon, es trainiert das Gehirn ganz gut und hilft auch in schwierigen Alltagssituationen wenn man erst 70 ist ganz vorzüglich!

Mit meinem Einstieg in dieses Thema wollte ich vor allem promo89 etwas helfen...

An die älteren hier:

Habt keine Angst Ihr Älteren, traut Euch, es wird Euch Spaß machen!
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Paralkar
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Re: Vor- und Nachteile eines Gradingprogramms

Beitrag von Paralkar » Mo 05 Aug, 2013 18:25

Hier mal beispiele, was man machen könnte, leider is das Bild bzw. wahrscheinlich auch das material stark komprimiert, ich nehme mal an DSLR oder?

Damit kann man shcöne Sachen machen, aber ich find besonders wenn man eine Super-Totalle dreht, sieht man die detaillosigkeit und im Grading spürt man das 420.

Naja hoffe damit kann ich etwas zeigen, das man im Grading soviel verschiedene Richtungen und Stile einschlagen kann, und das ganze eine Kunstform ist und man das keinesfalls als technisches Blabla betrachten darf.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.




Bruno Peter
Beiträge: 3770

Re: Vor- und Nachteile eines Gradingprogramms

Beitrag von Bruno Peter » Mo 05 Aug, 2013 18:28

Klar ist das Frame stark komprimiert worden von mir und Du hast nur ein RGB-Frame vor Dir und kein YUV-Video...
Du solltest auch nur andeuten was vom Farbeindruck her machbar ist.
Das hast Du gemacht, vielen Dank dafür!

Über die Vorteile eines Gradig-Programms haben wir nun was gelernt.

Gibt es da auch Nachteile?
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Zuletzt geändert von Bruno Peter am Mo 05 Aug, 2013 18:55, insgesamt 3-mal geändert.




Axel
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Re: Vor- und Nachteile eines Gradingprogramms

Beitrag von Axel » Mo 05 Aug, 2013 18:29

Bruno Peter hat geschrieben:Gerne akzeptiere ich Deine Kritik, auch wenn manches was Du schreibst aus Deiner Unkenntnis über EDIUS resultiert.
Kritik? Das war nur Wundern über ein paar Aussagen im Video.
Bruno Peter hat geschrieben:Wir wollen aber nicht streiten, kannst Deinen Eindruck gerne behalten.
Wie wäre es aber wenn Du in das eigentliche Thema einsteigen würdest mit Deinen Fähigkeiten die Du anderen vermitteln möchtest?
Naja, du kannst das Video mal als Tutorial hernehmen und nachbauen. Trau dich vor allem auch an die sekundären Korrekturen (Farbbereichauswahl und Aufheller- resp. Abdunklervignette). Es ist keine Zauberei, nur Verstehen und dann Fingerspitzengefühl. Also was soll daran strittig sein?




Bruno Peter
Beiträge: 3770

Re: Vor- und Nachteile eines Gradingprogramms

Beitrag von Bruno Peter » Mo 05 Aug, 2013 18:36

Jau..., ich bin drinn..., in dem Tutorial, gibt es auch in Vimeo in besserer Qualität
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srone
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Re: Vor- und Nachteile eines Gradingprogramms

Beitrag von srone » Mo 05 Aug, 2013 18:46

Paralkar hat geschrieben:Damit kann man shcöne Sachen machen, aber ich find besonders wenn man eine Super-Totalle dreht, sieht man die detaillosigkeit und im Grading spürt man das 420.
alle super 35 canons/nikons dslrs sollten totalen verbot erhalten, auch in bezug auf moire/aliasing(siehe nachbarthread), dafür gibt es bessere kameras.

mir ist es mittllerweile lieber, eine dem sujet/der einstellung angepasste kamera zu benutzen und dann eben farbkorrigieren zu "müssen", als alles mit nur einer durchzudrehen, gerne auch im multicamsetup, dort sehr gut planbar, bei einheitlicher lichtsituation und somit ähnlichen blenden und isos der verwendeten cams, sensorgrösse=dof.

lg

srone
"x-log is the new raw"

Zuletzt geändert von srone am Mo 05 Aug, 2013 19:06, insgesamt 1-mal geändert.




promo89
Beiträge: 219

Re: Vor- und Nachteile eines Gradingprogramms

Beitrag von promo89 » Mo 05 Aug, 2013 19:01

Ich danke erstmal allen für die Infos. Es ist wirklich viel Interessantes dabei.

Kann jmd allgemeine Tipps zum Grading in Premiere Pro geben. Einfach Standards, oder meint ihr es ist von Clip zu Clip verschieden, da Farben, Licht etc. eine Rolle spielen.

Vielen Dank erstmal.

MfG




Bruno Peter
Beiträge: 3770

Re: Vor- und Nachteile eines Gradingprogramms

Beitrag von Bruno Peter » Mo 05 Aug, 2013 19:03

@Srone,
Dein Antrag auf DSLR-Verbot ist von mir persönlich hiermit abgelehnt...

Was sagst Du zum Thread-Thema, muß ich noch mehr kitzeln?
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Bruno Peter
Beiträge: 3770

Re: Vor- und Nachteile eines Gradingprogramms

Beitrag von Bruno Peter » Mo 05 Aug, 2013 19:11

promo89 hat geschrieben:Ich danke erstmal allen für die Infos. Es ist wirklich viel Interessantes dabei.

Kann jmd allgemeine Tipps zum Grading in Premiere Pro geben. Einfach Standards, oder meint ihr es ist von Clip zu Clip verschieden, da Farben, Licht etc. eine Rolle spielen.

Vielen Dank erstmal.

MfG
@promo89,

Du mußt Dich in die Grundlagen der Farbkorrektur "reinfuchsen", vielleicht mit Hilfe von Tutorials aus dem großen Internet.

Eine Sache am Anfang kann z.B. sein: am gleichen Ort sind an mehrere Tagen Aufnahmen gemacht worden, die Farbunterschiede sind offensichtlich und sie sollen angeglichen werden.
Dazu findest Du zum Bleistift ein Tutorial auf meiner HP. Lege loß und berichte ob Du erfolgreich warst. Man lernt aus Tutorials sehr viel.
In YouTube und Vimeo findest Du jede Menge solcher Tutorials. Ich lade mir die Videos runter und spiele Sie dann auf dem zweiten Monitor ab während ich auf dem Hauptmonitor die Lösung nachbaue...

Bedenke, wenn Du farbintensive Clips farblich korrigieren willst, besteht die Gefahr der Farb-Vermatschung. Es ist besser wenn Du Aufnahmen machst z.B. im Technicolor CineStyle , sieht flau aus, wird aber gut nach dem Grading!

Viel Erfolg!
** S8-Hobbyfilmer seit 1970, Video seit 1988, Schmalfilmdigitalisierer seit 2007 **
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DV_Chris
Beiträge: 3126

Re: Vor- und Nachteile eines Gradingprogramms

Beitrag von DV_Chris » Mo 05 Aug, 2013 19:16

Eigentlich wäre das einen eigenen Thread wert, aber das passt hier auch sehr gut: welchen Monitor verwendet die Grader Fraktion hier denn so?




srone
Beiträge: 7898

Re: Vor- und Nachteile eines Gradingprogramms

Beitrag von srone » Mo 05 Aug, 2013 19:33

im moment bin ich mit der farbkorrektur von cs6 premiere ganz zufrieden, hatte noch nicht die zeit mich mit resolve anzufreunden, sah bisher jedoch einige spannende möglichkeiten, speedgrade erachte ich als wenig gelungen, prinzipiell bin ich aber eher "alte schule" um einen look zu gestalten,
mit licht am gut gestalteten und gewählten set, vielleicht mittlerweile mit den post möglichkeiten im hinterkopf.

und jetzt kommen bestimmt wieder einige, die sagen, geht nicht überall, ich sage doch, meistens, mollton oder nd-filter orgien an fenstern sind an der tagesordnung, geplante sonnenstände, gepaart mit den richtigen reflektionsmedien (siehe zb sunbounce, etc) für draussen, sowieso.

ein paar stative/reflektoren unterschiedlicher güte, und du leuchtest, draussen wie drinnen.

ich denke das hauptproblem in unserer zeit ist, die wenigsten wissen was sie wirklich wollen, der look entsteht beim vorgespräch mit dem kunden, daraufhin kann ich einen dreh planen, das ganze ist im verlauf (dreh/post) sicherlich auch den gegebenheiten anpassbar, jedoch bleibt das gedachte ziel.

colorgrading ist keine "wunderwaffe", sondern ein tool von vielen, das zusammenspiel aller werkzeuge, vorausgedacht eingesetzt, bietet wohl am meisten.

lg

srone

ps: @bruno jetzt hast du mich ganz schön gefordert ;-)
"x-log is the new raw"




promo89
Beiträge: 219

Re: Vor- und Nachteile eines Gradingprogramms

Beitrag von promo89 » Mo 05 Aug, 2013 19:37

Bruno Peter hat geschrieben:
promo89 hat geschrieben:Ich danke erstmal allen für die Infos. Es ist wirklich viel Interessantes dabei.

Kann jmd allgemeine Tipps zum Grading in Premiere Pro geben. Einfach Standards, oder meint ihr es ist von Clip zu Clip verschieden, da Farben, Licht etc. eine Rolle spielen.

Vielen Dank erstmal.

MfG
@promo89,

Du mußt Dich in die Grundlagen der Farbkorrektur "reinfuchsen", vielleicht mit Hilfe von Tutorials aus dem großen Internet.

Eine Sache am Anfang kann z.B. sein: am gleichen Ort sind an mehrere Tagen Aufnahmen gemacht worden, die Farbunterschiede sind offensichtlich und sie sollen angeglichen werden.
Dazu findest Du zum Bleistift ein Tutorial auf meiner HP. Lege loß und berichte ob Du erfolgreich warst. Man lernt aus Tutorials sehr viel.
In YouTube und Vimeo findest Du jede Menge solcher Tutorials. Ich lade mir die Videos runter und spiele Sie dann auf dem zweiten Monitor ab während ich auf dem Hauptmonitor die Lösung nachbaue...

Bedenke, wenn Du farbintensive Clips farblich korrigieren willst, besteht die Gefahr der Farb-Vermatschung. Es ist besser wenn Du Aufnahmen machst z.B. im Technicolor CineStyle , sieht flau aus, wird aber gut nach dem Grading!

Viel Erfolg!
Hey @Bruno Peter und @Paralkar

ich danke euch aufjedenfall für den Einblick und diese großen Massen an Infos. Das ist eine gute Idee die Tutorials auf dem zweiten Bildschirm anzuschauen und zu versuchen nachzumachen. Warum ich da nicht selbst drauf gekommen bin :D

@DV_Chris Ich verwende als dritten Monitor, den Sony Trimaster PVM-1741. Jedoch ist dieser zur Zeit nicht mehr angeschlossen, da die RedRocket eingeschickt wurde.

Eine andere Frage. Empfiehlt also der Großteil Da Vinci als Gradingprogramm?




Bruno Peter
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Re: Vor- und Nachteile eines Gradingprogramms

Beitrag von Bruno Peter » Mo 05 Aug, 2013 19:38

@Srone,
Erfahrungsaustausch ist doch eine sinnvolle und gute Sache.
Leider gibt es hier sehr viele "Schläger" die einem ein blaues Auge schlagen wollen...

Wir lassen uns aber nicht beeindrucken, nicht wahr?

@promo89,

hinter dem Grading steckt sehr viel Arbeit. Ich habe schon viel mit Magic Bullet Looks gearbeitet, dort kann man entweder Vorlagen verwenden oder auch im Detail arbeiten. Ich sage es Dir ehrlich ich bin über die Vorlagen nicht herausgekommen, für die Detailarbeit hatte ich einfach nicht genügend Zeit. Selbst jetzt im Unruhestand bringe ich die nötige Zeit nicht auf für solche Colorierungsprogramme in der Detailarbeit. Im Falle EDIUS habe ich mir dagegen sehr viel angeeignet und dort komme ich von Tag zu Tag ein Stück weiter in meinen Workflows die eigentlich für meine Videos umfassend genug sind. DaVinci werde ich mir mal näher ansehen, habe die Free-Version schon heruntergeladen...
** S8-Hobbyfilmer seit 1970, Video seit 1988, Schmalfilmdigitalisierer seit 2007 **
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srone
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Re: Vor- und Nachteile eines Gradingprogramms

Beitrag von srone » Mo 05 Aug, 2013 20:03

Bruno Peter hat geschrieben:@Srone,
Erfahrungsaustausch ist doch eine sinnvolle und gute Sache.
Leider gibt es hier sehr viele "Schläger" die einem ein blaues Auge schlagen wollen...

Wir lassen uns aber nicht beeindrucken, nicht wahr?
obwohl ich sicherlich 20jahre jünger bin, bin ich ein grosser fan der "rentner"-fraktion bei slashcam, bei der muppet-show sind es nur zwei, hier sind es vier, der kolumbianer, der grazer, der 3d und du.

und das meine ich nicht böse. :-)

es ist eine bereicherung.

lg

srone
"x-log is the new raw"




Bruno Peter
Beiträge: 3770

Re: Vor- und Nachteile eines Gradingprogramms

Beitrag von Bruno Peter » Mo 05 Aug, 2013 22:41

Bayern hat gewonnen, es ist Zeit ins Bett zu gehen...
** S8-Hobbyfilmer seit 1970, Video seit 1988, Schmalfilmdigitalisierer seit 2007 **
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B.DeKid
Beiträge: 12590

Re: Vor- und Nachteile eines Gradingprogramms

Beitrag von B.DeKid » Di 06 Aug, 2013 01:30

srone hat geschrieben:.... bei der muppet-show sind es nur zwei, hier sind es vier, der kolumbianer, der grazer, der 3d und du.
OT:

Bitte Bitte darf Ich :

A) der Koch sein

oder zumindestens der von der sesamstrasse der immer sagt ...

B) "willst Du ein B kaufen " ... " ein B " " Psst * aengstlich umblickend"



aka






MfG
B.DeKid

PS; Was für die heissen Tage ;-))




Reiner M
Beiträge: 1282

Re: Vor- und Nachteile eines Gradingprogramms

Beitrag von Reiner M » Di 06 Aug, 2013 09:32

promo89 hat geschrieben:oder meint ihr es ist von Clip zu Clip verschieden, da Farben, Licht etc. eine Rolle spielen.
Mal ein anderer Aspekt:

Es ist von Hirn zu Hirn verschieden. ;)

Farben und Grading sollen Stimmungen verursachen - also Emotionen auslösen. Damit man kann man Aussagen subtil provozieren bzw. verstärken oder auch das Gegenteil erreichen. Dabei geht es um den Zuschauer, nicht um den Coloristen.

Gute Beispiele findet man reihenweise in der Werbung. Werbefilme haben nur wenige Sekunden Zeit, um schnell und massiv auf den Punkt zu kommen. Eingesetzte Farben, Licht und die Colorierung unterstützen nicht nur, sie sind oft maßgebliche Träger der Botschaft. Hier kann man den Profis über die Schulter schauen und studieren, wie Themenwelten, Begriffe und Farben komponiert werden und korrelieren. Billigwerbung sticht sofort ins Auge, weil es oft genau da nicht passt.

Wichtig beim eigenen Experimentieren ist: Nicht übertreiben. Sie soll ja subtil vermittelt werden, diese Botschaft ans Hirn. Soll bestenfalls auf den zweiten Blick wahrzunehmen sein, noch besser erst auf den dritten. Man könnte mehrere abgestufte Varianten erzeugen und sich von Dritten erzählen lassen, wie es wirkt. Das ist maßgeblich und das kann die eigene Voreingenommenheit etwas korrigieren. ;)

Beste Grüße,
Reiner




Bruno Peter
Beiträge: 3770

Re: Vor- und Nachteile eines Gradingprogramms

Beitrag von Bruno Peter » Mi 07 Aug, 2013 10:52

@Paralkar,

habe zwischenzeitlich die kostenlose Version von DaVinci Resolve installiert ohne Probleme. Der Funktionsumfang wäre für mich mehr als ausreichend.

Da ich mit EDIUS Pro 6.5 editiere, müßte mein Dateiaustausch wie folgt funktionieren: EDIUS Pro 6.5 --> AAF ---> Import in DaVinci
Für das Export-Setting habe ich im GV-USA Forum ein bereits von anderen Usern ausprobiertes Setting gefunden. Bisher habe ich das damit noch nicht selbst weiter getestet.

Zwischenzeitlich bin ich darauf gestoßen, dass das neue EDIUS Pro 7 eine mit DaVinci kompatible Methode für den Export/Import von Dateien mit an Bord haben wird. Es wird ab 12.08.2013 ausgeliefert.

Habe mich entschlossen auf EDIUS 7 zu warten und keine weitere Energie in den Workflow mit EDIUS 6.5 zu verschwenden!

Die colorierten Beispielbilder die Du oben beigesteuert hast bekomme ich problemlos und sehr schnell mit Magic Bullet Looks SE Plug-in in Pinnacle Studio 14 Ultimate locker hin (im RGB-Frabraum), falls ich das brauchen sollte...

Bis ich EDIUS 7 hier habe, komme ich mit der YUV-Colorierung in EDIUS Pro 6.5 natürlich zurecht!
** S8-Hobbyfilmer seit 1970, Video seit 1988, Schmalfilmdigitalisierer seit 2007 **
http://www.videoundbild.de/




Frank B.
Beiträge: 9182

Re: Vor- und Nachteile eines Gradingprogramms

Beitrag von Frank B. » Mi 07 Aug, 2013 11:16

Bruno Peter hat geschrieben: Zwischenzeitlich bin ich darauf gestoßen, dass das neue EDIUS Pro 7 eine mit DaVinci kompatible Methode für den Export/Import von Dateien mit an Bord haben wird. Es wird ab 12.08.2013 ausgeliefert.
Habe mich entschlossen auf EDIUS 7 zu warten...
Ist schon seit Anfang des Monats verfügbar. Ich habs schon installiert ;)
Nur bei mir läuft Resolve nich richtig :(




Bruno Peter
Beiträge: 3770

Re: Vor- und Nachteile eines Gradingprogramms

Beitrag von Bruno Peter » Mi 07 Aug, 2013 11:58

Das ist schon ein Kreuz mit der Videobearbeitung!
** S8-Hobbyfilmer seit 1970, Video seit 1988, Schmalfilmdigitalisierer seit 2007 **
http://www.videoundbild.de/




WoWu
Beiträge: 14804

Re: Vor- und Nachteile eines Gradingprogramms

Beitrag von WoWu » Mi 07 Aug, 2013 14:26

srone hat geschrieben:
obwohl ich sicherlich 20jahre jünger bin, bin ich ein grosser fan der "rentner"-fraktion bei slashcam, bei der muppet-show sind es nur zwei, hier sind es vier, der kolumbianer, der grazer, der 3d und du.

und das meine ich nicht böse. :-)

es ist eine bereicherung.

lg

srone
Hallo srone.
Da gibts noch ein paar mehr Rentner in der slashcam-Fraktion, die viele älter sind als wir vier zusammen.
Sie wissen nur selbst, auch davon nichts.
:-)
Gute Grüße, Wolfgang

E-Book:
www.provideome.de




Bruno Peter
Beiträge: 3770

Re: Vor- und Nachteile eines Gradingprogramms

Beitrag von Bruno Peter » Mi 07 Aug, 2013 18:52

Mit einer Hirnwasseruntersuchung kann man das abklären...
** S8-Hobbyfilmer seit 1970, Video seit 1988, Schmalfilmdigitalisierer seit 2007 **
http://www.videoundbild.de/




WoWu
Beiträge: 14804

Re: Vor- und Nachteile eines Gradingprogramms

Beitrag von WoWu » Mi 07 Aug, 2013 19:37

Das setzt Hirn voraus.
Sei da mal lieber nicht so optimistisch. ;-)
Gute Grüße, Wolfgang

E-Book:
www.provideome.de




srone
Beiträge: 7898

Re: Vor- und Nachteile eines Gradingprogramms

Beitrag von srone » Mi 07 Aug, 2013 20:10

WoWu hat geschrieben:Hallo srone.
Da gibts noch ein paar mehr Rentner in der slashcam-Fraktion, die viele älter sind als wir vier zusammen.
Sie wissen nur selbst, auch davon nichts.
:-)
dessen bin ich mir bewusst, auch ging es mir nicht primär um die frage des alters, sondern des outputs. :-)

lg

srone
"x-log is the new raw"




DWUA
Beiträge: 2126

Re: Vor- und Nachteile eines Gradingprogramms

Beitrag von DWUA » Mi 07 Aug, 2013 23:18

WoWu hat geschrieben:Das setzt Hirn voraus.
Sei da mal lieber nicht so optimistisch. ;-)
Es geht aber auch um folgende Aussage
www.youtube.com/watch?v=m7GQ7IaHTTg#t=16m11s
(bis ~ 16m15s)
oder
www.youtube.com/watch?v=l2EqShjbnco#t=02m40s
(bis ~ 02m44s)
oder (jetzt aber!)
www.youtube.com/watch?v=0ptXqeFtOTM#t=00m57s
(bis ~ 01m1s),
die selbst durch Verkürzung und freier Übersetzung
(-wie so oft aus dem Zusammenhang gerissen-)
auch nach 400 Jahren nichts an Gültigkeit verloren hat
und deshalb zu einem "weisen Spruch" geronnen ist,
den jeder kennt.
;)))




WoWu
Beiträge: 14804

Re: Vor- und Nachteile eines Gradingprogramms

Beitrag von WoWu » Mi 07 Aug, 2013 23:22

Du willst mich nur dazu treiben, irgendwelche faschistischen Filmchen anzuscheun, damit die NSA wieder sagt, ich sei Staatsfein #9.

Nee, nee schönen Dank, die schau mal alleine an. :-))
Das Rätsel wird dann wohl an mir vorbei gehen.
Gute Grüße, Wolfgang

E-Book:
www.provideome.de




DWUA
Beiträge: 2126

Re: Vor- und Nachteile eines Gradingprogramms

Beitrag von DWUA » Do 08 Aug, 2013 00:50

WoWu hat geschrieben:Du willst mich nur dazu treiben, irgendwelche faschistischen Filmchen anzuscheun, damit die NSA wieder sagt, ich sei Staatsfein #9.
Völlig abwegig.
(Stufe "sehr kalt")
;))




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