Bahnschwelle
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Kaufberatung - Eisenbahnfilmer

Beitrag von Bahnschwelle » Di 18 Sep, 2018 04:43

Hallo liebe Forenmitglieder,

Ich bin auf der Suche nach einer neuen (gebrauchten) Kamera und möchte eure Meinung hören. Zur Zeit filme ich mit einer Canon EOS 700D und einem Rode VideoMic Rycote. Und da sind wir auch schon beim größten Problem, der Ton. Die internen Verstärker der DSLR rauschen extrem, ist ja eigentlich auch nur eine Fotokamera und dafür soll sie auch wieder mehr genutzt werden. Mit dem Bild bin ich soweit zufrieden, 4K brauche ich noch nicht unbedingt. Ich filme meistens Eisenbahnen und Modelleisenbahnen auf einem Stativ mit Fluid-Kopf. Überwiegend bei Tageslicht aber auch mal unter schwierigen Lichtbedingungen in Messehallen oder dunklen Vereinsräumen, ein kleines Kopflicht besitze ich bereits.

Nun zu meinen Favoriten die allesamt Canon Kameras sind, irgendwie bin ich vielleicht Fanboy und möchte der Marke treu bleiben. Als Budget sollten 1500€ nicht allzuweit überschritten werden, ich würde daher gebraucht kaufen.

Canon XF100
Vorteile:
- 4:2:2 Codec
- Integriertes Zoomobjektiv
- Motorisierter Zoom
- Klein und Handlich
Nachteile:
- Kleiner Sensor -> schwach bei LowLight?

Canon XC15
Vorteile:
- 4K Auflösung
- Integriertes Zoomobjektiv
- Klein und Handlich
Nachteile:
- Kein motorisierter Zoom
- Kleiner Sensor -> schwach bei LowLight?

Canon EOS C100
Vorteile:
- Sehr scharfes FHD?!
- Wahrscheinlich schönstes Bild?
- Bessere LowLight Fähigkeiten
Nachteile:
- Kein Integriertes Objektiv
- Kein Motorzoom
- Mit Objektiv bedeutend größer

Mein aktueller Favorit ist die XF100 aber auch die C100 lässt mich nicht ganz los. Wichtig sind mir die XLR-Eingänge da ich früher oder später auch ein neues Mikrofon haben möchte.

Nun seid ihr gefragt, was ist eure Meinung oder habt ihr ganz andere Vorschläge?

Grüße Bahnschwelle




TonBild
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Re: Kaufberatung - Eisenbahnfilmer

Beitrag von TonBild » Di 18 Sep, 2018 10:06

Bahnschwelle hat geschrieben:
Di 18 Sep, 2018 04:43

Mein aktueller Favorit ist die XF100 aber auch die C100 lässt mich nicht ganz los. Wichtig sind mir die XLR-Eingänge da ich früher oder später auch ein neues Mikrofon haben möchte.

Nun seid ihr gefragt, was ist eure Meinung oder habt ihr ganz andere Vorschläge?
Nun, Camcorder bis 1500 Euro mit XLR gibt es auch andere. Wenn Du bei Canon bleiben willst dann wäre die Canon XA11 interessant, ansonten ist die
Blackmagic Design Pocket Cinema Camera 4K für diesen Einsatz sicher weniger zu empfehlen.

Wenn es auch etwas teuer sein darf JVC GY-HM180E Ultra HD 4K Camcorder

https://www.photospecialist.de/jvc-gy-h ... -camcorder




Auf Achse
Beiträge: 3121

Re: Kaufberatung - Eisenbahnfilmer

Beitrag von Auf Achse » Di 18 Sep, 2018 10:13

Wenn du mit den Filmaufnahmen deines Fotoapparats zufrieden bist und nur der Ton das Problem ist ..... es gibt sicher Möglichkeiten den zu verbessern, hier zu investieren. Anderes Mikro, externe Tonaufnahme usw.
Es gibt hier im Forum sicher Filmer die dir da weiterhelfen können.

Grüße,
Auf Achse




Jörg
Beiträge: 6120

Re: Kaufberatung - Eisenbahnfilmer

Beitrag von Jörg » Di 18 Sep, 2018 10:40

und nur der Ton das Problem ist ..... es gibt sicher Möglichkeiten den zu verbessern, hier zu investieren. Anderes Mikro, externe Tonaufnahme usw.
so war es auch hier, weder die Sonies noch die Fuji haben eine zufriedenstellende Audiosektion.
Zumal nicht bei Starkwind.
Wir haben ein Sennheiser MKE 400 angeschafft, und sind damit über alle Maßen zufrieden.
Mit doppelter deadcat und eingeschaltetem windcut geht selbst BFT 10 anhörbar.




gekkonier
Beiträge: 409

Re: Kaufberatung - Eisenbahnfilmer

Beitrag von gekkonier » Di 18 Sep, 2018 11:01

Ich würde auch wenn das Bild der Camera zufriedenstellend ist und Ton das Problem ist einen ordentlichen Tonrecorder und ein ordentliches Mikrofon (mit Bärenf.t) zu kaufen.




Bahnschwelle
Beiträge: 6

Re: Kaufberatung - Eisenbahnfilmer

Beitrag von Bahnschwelle » Di 18 Sep, 2018 17:37

Danke für euren Input,

Die JVC klingt interessant, müsste ich mir auch mal genauer anschauen.
Über einen Audiorecorder habe ich auch schon nachgedacht und den Zoom H5 ins Auge gefasst, aber...
Ich möchte meine DSLR gern parallel zum fotografieren nutzen. Außerdem scheue ich mich etwas vor dem nicht zu unterschätzenden Aufwand, die Tonspuren vieler einzelner Clips im Schnitt, zu syncen (ja ich weiss das geht fast automatisch). Manchmal kommt ein Zug eben doch unvorhergesehen um die Ecke und ich befürchte da im Eifer des Gefechtes das ein oder andere mal den Auslöser auf dem Recorder zu vergessen. Aus diesem Grund hätte ich den Ton von meinem Rode Mikrofon (mit Fellwindschutz) gern direkt in der Kamera.

Grüße Bahnschwelle




nachtaktiv
Beiträge: 2809

Re: Kaufberatung - Eisenbahnfilmer

Beitrag von nachtaktiv » Di 18 Sep, 2018 20:36

ich hoffe, wir sehen dann mal die ergebnisse. eisenbahnfilme vermisst die slashcam community seit einigen jahren wirklich sehr.
Die Ignore Funktion ist ein Segen <3




Roland Schulz
Beiträge: 3410

Re: Kaufberatung - Eisenbahnfilmer

Beitrag von Roland Schulz » Di 18 Sep, 2018 20:46

Externen Audiorecorder kaufen und dann am besten Kamera und Recorder mit Timecode, sonst suchste Dir hinterher nen Wolf!
Zoom und Tascam haben u.A .BWF (Broadcast Wave Format) und bilden damit Quasi nen Timecode ab.




Bahnschwelle
Beiträge: 6

Re: Kaufberatung - Eisenbahnfilmer

Beitrag von Bahnschwelle » Di 18 Sep, 2018 21:50

Eisenbahnvideos gibts auf meinem Youtube Kanal zu genüge 😉.

Um den Timecode zu nutzen braucht doch aber die Kamera auch erstmal die Funktion oder? Kann die 700D das? Hab Magic Lantern installiert.




domain
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Re: Kaufberatung - Eisenbahnfilmer

Beitrag von domain » Di 18 Sep, 2018 21:58

Seit 1991 präsentiert ja ein Team des SWR unter der Leitung von Hagen von Ortloff die Serie Eisenbahnromantik, also Material gibt es genug und besser kann man es als Amateurfilmer kaum machen.
Bei Privatfilmen, die man so in YT ansehen kann, fallen m.E. einige Gemeinsamkeiten auf:

1. Überwiegende Konzentration auf das Erscheinungsbild von stehenden, anfahrenden oder vorbeifahrenden LOKs bzw. Zügen
2. Tunlichste Vermeidung von störenden Menschen im Bild, speziell wenn es um konkurrierende Filmer und Fotografen geht
3. Möglichste Vermeidung von erläuternden Interviews bzw. im Nachhinein aufgesprochenen Texten

Die meisten sind daher ziemlich unprofessionell gemacht und langweilig, zumindest für viele Zuseher, die keine reinen Eisenbahnspezialisten mit viel Fachwissen sind.

Bei meinen so nebenbei gefilmten Videos, habe ich daher genau das Gegenteil gemacht. Das Gewusel von Menschen bei den Dampfloks, mitgeschnittene Gespräche von Lokführern mit dem interessierten Publikum und ein Gespräch mit einem alten Heizer und späteren Lokführer auf dem Führerstand, dem das Herz blutete, als er seine alte Lok auf dem Abstellgeleis so verrotten sah.

Die Kamera spielt dabei kaum eine Rolle, fast alle sind geeignet, aber die hervorgerufenen Emotionen scheinen mir das Wichtigste zu sein.




Roland Schulz
Beiträge: 3410

Re: Kaufberatung - Eisenbahnfilmer

Beitrag von Roland Schulz » Di 18 Sep, 2018 22:31

Domain, alles nicht falsch, nur als Privatmann darfste heute kaum noch Menschengewusel filmen und veröffentlichen, zudem ist auch oft der Weg das Ziel, die Freude am Fahren (ne, das war wer anders), einfach Spaß am Filmen haben, das muss gar nicht immer die ganze Welt interessieren!
Ich mache meine Videos auch (fast) nur für meinen „Dunstkreis“ und habe Spaß dabei!


...und ja, Timecode an der Kamera ist nicht verkehrt bei sowas! Das über das Dateidatum ggf. auszurechnen ist oft nicht mehr möglich und zudem umständlich.




domain
Beiträge: 10635

Re: Kaufberatung - Eisenbahnfilmer

Beitrag von domain » Di 18 Sep, 2018 23:03

Abgesehen von einer kurzen Ausnahme auf Vimeo habe ich ja bisher auch noch nichts bez. Dampflok veröffentlicht, spüre auch gar keinen Drang danach.
Aber privat ist es schon eine schöne Erinnerung, wenn man mit Freunden so zwischen zwei Waggons auf der scheppernden Plattform mit der Kamera steht, mitfilmt und das Parfüm der schwefeligen Abgase in die Kleidung einwirken lässt und mit rußgeschwärztem Gesicht die Sonderfahrt beenden kann :-)
Meiner Meinung nach wären aber genau solche Szenen auch für das allgemeine Publikum sehenswert und nicht sterile Aufnahmen ohne Menschen.




Auf Achse
Beiträge: 3121

Re: Kaufberatung - Eisenbahnfilmer

Beitrag von Auf Achse » Mi 19 Sep, 2018 08:58

@Bahnschwelle: Du willst also filmen UND fotografieren? Wenn du einen Fotoapparat UND Videokamera (C100??) herumschleppen willst dann sollte dir klar sein wie mühsam und fehlerbehaftet das sein wird! Abgesehen vom Schleppen, Tasche auf, Tasche zu usw. werden dann sicher irgendwelche Akkus im ungünstigsten Moment leer werden, irgendwas dann doch nicht eingeschaltet, eine halbe Stunde die Objektivkappe gefilmt und dann wenn der Zug kommt auf "Pause" gedrückt usw ....

Nach meinem Gefühl solltest du so einfach und effizient wie möglich unterwegs sein und die Idee mit verbesserter Audioaufnahme weiter verfolgen. Ich glaub nicht daß eine externe Aufnahme zwingend nötig ist um rauschfreieren Ton zu bekommen. Es gibt sicher Mikros mit höherem Pegel wodurch das Rauschen deutlich verringert wird.

Und selbst MIT externem Recorder wird das Filmen und Fotografieren noch deutlich einfacher sein als mit Fotoapparat + Videokamera. Das Mehr an Aufwand verlagert sich in die Nachbearbeitung, dort hast du aber keinen Zeitdruck der fehleranfällig macht.

Grüße,
Auf Achse




domain hat geschrieben:
Di 18 Sep, 2018 23:03
Meiner Meinung nach wären aber genau solche Szenen auch für das allgemeine Publikum sehenswert und nicht sterile Aufnahmen ohne Menschen.
Ganz meine Meinung!
Und bei Tauchfilmen ist es üblicherweise auch so, nur Fischli, keine Menschen. Kein mühsames Reinquetschen in die Ausrüstung vorher, keine Emotionen und "Dekobier" nachher. Mir gehts's immer um das gesamte Erlebnis, nicht nur um einen Teilausschnitt.

Grüße,
Auf Achse

PS: Hab vor Jahren übrigens selbst ein Erlebnis mit "Trainspottern" gehabt. Bei einer Dampfsonderfahrt bin ich (mit roter Jacke!!!) an einer Stelle gestanden wo ich den Eisenbahnfuzzis ohne es zu wissen im Bild gestanden bin. Als der Zug gekommen ist sind die regelrecht rabiat geworden .... :-)
Fotos mit ungewünschten Personen nennt man bei Trainspottern "Foto mit Personenschaden" :-)




Frank B.
Beiträge: 7774

Re: Kaufberatung - Eisenbahnfilmer

Beitrag von Frank B. » Mi 19 Sep, 2018 10:20

Meine Empfehlung wäre für dich (TO) eine Fujifilm X-T3, die macht hervorragende Bilder auch im Lowlightbereich, hat einen Audioeingang und im Gegensatz zu iherer Vorgängerin einen Kopfhörerausgang. Dazu kämen noch Objektive. Aber mit Adaptern geht auch Altglas fürs Erste. Das Kitobjektiv 18-55 ist aber im Kit eben nicht so teuer und hat eine Anfangsblende von 2.8, was deinem Vorhaben entgegen kommt, auch mal in dunkleren Hallen Filmen zu können. Ich habe die Kamera noch nicht, allerdings die Vorgängerin, die X-T2, die eigentlich nur im Videobereich schwächer aufgestellt ist als die X-T3. So fehlt ihr z.B. die 10Bit Aufzeichnungsmöglichkeit oder das Aufnehmen in 4K 50P (25P macht sie in 4K auch). Gerade in der F-Log-Einstellung spielt die 10Bit-Aufnahmemöglichkeit der X-T3 seine Stärken aus. Auch das könnte dir in deinem Anwendungsfall hilfreich sein. Da ich viel filme und auch mal Alt- bzw. Fremdglas stabilisieren will, habe ich mir später noch die Fuji X-H1 zugelegt.
Ich würde, egal für welche Kamera du dich am Ende entscheidest, parallel trotzdem in einen externen Audiorecorder investieren. Damit kannst du auch so deine kreativen Möglichkeiten ausbauen, auch wenn du ihn einfach parallel zu deiner In-Kamera-Aufnahme mitlaufen lässt oder einfach O-Töne damit einfängst. Ich habe vier Zoom-Recorder, den H6, den H1, den F1 und den R24. Für Unterwegs nutze ich nur die ersten drei, je nach Anwendungsfall. Auf Reisen eher die kleinen H1 und F1, bei Interviews eher den H6 bzw. mehrere. Dazu habe ich mir mehrere Mikros über die Jahre angeschafft mit verschiedenen Richtcharakteristiken, teils die proprietären Zoom-Mikros zum Aufstecken auf H6 oder F1, die gar nicht so schlecht sind, aber auch Mikros anderer Hersteller, die hauptsächlich Batteriegespeist sind, für möglichst mobilen Einsatz an allen Recordern (H1 und F1 haben keine Phantomspeisung).
Ich denke, mit diesem Setup ist man für sehr viele Sachen gerüstet und bringt sehr gute Ergebnisse mit heim.

PS: Falls du es ganz preiswert haben willst, ich verkaufe hier im Forum gerade eine Panasonic GH 4 für 400,- Euro VHB. Da ist allerdings die Sucherlinse etwas zerkratzt. Müsste man evtl., falls es einen stört, ersetzen lassen. Wollt das nicht mehr machen lassen, weil ich die Kamera eh kaum mehr nutze, da ich eben auf Fuji X umgestiegen bin.




Roland Schulz
Beiträge: 3410

Re: Kaufberatung - Eisenbahnfilmer

Beitrag von Roland Schulz » Mi 19 Sep, 2018 11:48

Auch wenn wir die Kamera praktisch noch nicht kennen sieht alles danach aus dass die X-T3 hier tatsächlich die derzeit bestgeeignete, „kommende“ Kameralösung sein könnte.
Sony‘s wahrscheinlich in Kürze kommende a6500 Nachfolge könnte man aber auch noch in der Glaskugel erwarten.

Zu den Recordern - bei vier Recordern fehlt aber eigentlich noch der Zoom H2n - auch schön klein und knubbelig und mit gar nicht so schlechten Mikros für kein Geld.
Nen Gutmannpuschel drauf und fertig!




Frank B.
Beiträge: 7774

Re: Kaufberatung - Eisenbahnfilmer

Beitrag von Frank B. » Mi 19 Sep, 2018 12:04

Roland Schulz hat geschrieben:
Mi 19 Sep, 2018 11:48
...bei vier Recordern fehlt aber eigentlich noch der Zoom H2n ...
Würde ich als Tipp für den TO und als Alternative mit einbeziehen. Für mich aber bringt er wahrscheinlich zusätzlich zu meinen vieren nichts mehr an Gewinn. Er kann ja nichts, was die anderen vier nicht auch könnten. Meine Recorder sind auch nur ein Beispiel, wie man möglichst breitgefächert für verschiedenste Einsätze aufgestellt ist. Ebensogut sind aber auch Recorder anderer Hersteller oder alternativ eben noch andere Zoom-Recorder, wie der H2n. Der könnte anstelle des H1 eingesetzt werden und hat sicher vom Mikrofon her noch mehr Möglichkeiten.
Roland Schulz hat geschrieben:
Mi 19 Sep, 2018 11:48
Sony‘s wahrscheinlich in Kürze kommende a6500 Nachfolge könnte man aber auch noch in der Glaskugel erwarten
Oder man nutzt halt die Gunst der Stunde, bevor die neuen Modelle da sind und beißt in den leicht säuerlichen Apfel und verzichtet auf einige Features und kauft sich die Auslaufmodelle. Eine A6300 gibts schon für unter 800 Euro zur Zeit, die X-T2 für 1300,- ungefähr. Die sind ja nicht schlecht und würden fürs Filmen und Fotografieren von Eisenbahnen noch lange ihren Dienst tun.




TonBild
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Re: Kaufberatung - Eisenbahnfilmer

Beitrag von TonBild » Mi 19 Sep, 2018 19:37

Bahnschwelle hat geschrieben:
Di 18 Sep, 2018 17:37

Ich möchte meine DSLR gern parallel zum fotografieren nutzen. Außerdem scheue ich mich etwas vor dem nicht zu unterschätzenden Aufwand, die Tonspuren vieler einzelner Clips im Schnitt, zu syncen
...
Aus diesem Grund hätte ich den Ton von meinem Rode Mikrofon (mit Fellwindschutz) gern direkt in der Kamera.
Ja, wenn du das als Hobby machst würde ich auch dazu raten.

Das Sennheiser MKE 440 mit Fellwindschutz könnte für Deine Anwendung ideal sein. Vielleicht brauchst du dann auch keine zweite Kamera mehr.

Aber zum Filmen ist ein richtiger Camcorder von der Ergonomie viel angenehmer.




Jörg
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Re: Kaufberatung - Eisenbahnfilmer

Beitrag von Jörg » Mi 19 Sep, 2018 20:23

Oder man nutzt halt die Gunst der Stunde,
würde ich sowieso raten, die XT2 gibt es bereits für unter 1000.-€ ;-((
Für die Zwecke des TO würde ich es sogar noch viel preiswerter hinbekommen.
Eine XT 20 leistet, zumindest von der Abbildungsqualität, her das gleiche wie die XT2,
dazu das Sennheiser, und das wars.
Seitdem ich jetzt ein paar Wochen die XT20 habe, ist sie die "immerdabei" cam.




Bahnschwelle
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Re: Kaufberatung - Eisenbahnfilmer

Beitrag von Bahnschwelle » Do 20 Sep, 2018 01:23

Danke für die angeregte Diskussion,
Jetzt frage ich mich allerdings, sind die Preamps einer Fujifilm XT2 oder XT20 soviel besser als die der 700D?
Als nächstes möchte ich gern auf ein XLR Mikrofon aufrüsten (Sennheiser MKE600?), sodass mir eine separate Audiosektion mit Phantomspeisung und Gainreglern schon wichtig sind. Noch einen filmenden Fotoapparat brauche ich daher eigentlich nicht.

Grüße




Frank B.
Beiträge: 7774

Re: Kaufberatung - Eisenbahnfilmer

Beitrag von Frank B. » Do 20 Sep, 2018 04:01

Bahnschwelle hat geschrieben:
Do 20 Sep, 2018 01:23
Noch einen filmenden Fotoapparat brauche ich daher eigentlich nicht.
Wolltest du nicht weiter fotografieren und filmen können?
Bahnschwelle hat geschrieben:
Di 18 Sep, 2018 17:37
Ich möchte meine DSLR gern parallel zum fotografieren nutzen.
Zuletzt geändert von Frank B. am Do 20 Sep, 2018 04:04, insgesamt 1-mal geändert.




Bahnschwelle
Beiträge: 6

Re: Kaufberatung - Eisenbahnfilmer

Beitrag von Bahnschwelle » Do 20 Sep, 2018 04:04

Ja aber eine Fotokamera (700D) habe ich ja schon zum fotografieren. Jetzt hätte ich gern eine richtige Videokamera dazu.

Grüße




Frank B.
Beiträge: 7774

Re: Kaufberatung - Eisenbahnfilmer

Beitrag von Frank B. » Do 20 Sep, 2018 04:13

Also mit zwei Geräten arbeiten. Dann würde ich aber auch keinen Audiorecorder scheuen.
Man könnte manchen auch als XLR-Adapter zur Kamera einsetzen. Oder alternativ kaufst dir eben zusätzlich eine Videokamera mit XLR-Eingängen. Ich würde trotzdem raten, dann auch hier auf 4K aufzubauen. Canon wäre da nicht schlecht, wegen deiner Objektive, aber ziemlich teuer, wenn 4K und XLR-In.
Oder eine Kamera mit Fixoptik. Da müsstest du dich in deinem ungefähren Preisbereich auch mal bei Panasonic, JVC oder Sony im Semiprobereich umsehen.

Sowas z. B., wobei du wahrscheinlich nicht deutlich unter 2000 Euro davon kommst:

JVC GY-HM200 https://zz6e7.app.goo.gl/Rx6rxF1ZwngL6DfS9

oder selbst mal gugeln nach
Sony PXW-X70/4K- Kit inkl. 4K Upgrade

Mit aktuellen Geräten in dieser Kategorie bin ich nicht mehr so vertraut und kenne mich nicht mehr so gut aus. Aber grad kürzlich sind wieder einige schöne Teile präsentiert worden. Einfach bei slashCAM mal suchen.




Darth Schneider
Beiträge: 1835

Re: Kaufberatung - Eisenbahnfilmer

Beitrag von Darth Schneider » Do 20 Sep, 2018 06:39

Warum denn zum filmen keine Panasonic G81 ?
Die ist handlich, preiswert und toll zu bedienen und macht laut Tests fast so schöne Videos wie die Gh5. Falls du 50 Fps in 4K in 8 Bit brauchst wäre da noch die G9 auch von Panasonic, etwas teurer, aber deine Canon bräuchtest du dann nicht mehr zum fotografieren.
Die 10 Bit einer Fuji XT3 finde ich für Eisenbahnfilmchen ziemlich übertrieben, dann noch vorher die xT2, die filmt aber nicht besser als die G81.
Die Camcorder Auswahl finde ich eher schwierig, die Fotokisten können mittlerweile wirklich mehr und die Camcorder sind zu teuer, für das was sie können. Eine C100 ist sicher ein Ausnahmetalent, aber ein Overkill, ausser du willst Mord im Orientexpress Teil 2 damit drehen.
Die Sony X70 ist eine gute Kamera, aber auch überteuert, da kannst du auch gleich zwei Sony Rx10 Mark 2, oder 2 Panasonic Fz2000 dafür kaufen, die filmen genau so gut, wenn nicht besser.
Den Ton kann man mit einem Zoom H1, oder dem Nachfolger, Tipp top aufnehmen, oder das geht auch mit einem Rode Stereo, oder Mono Kameramikrofon, ohne xlr, egal mit welchem Modell.
Die Züge und die Atmo, tönen ganz sicher nicht besser wegen dem XLR Stecker an der Kamera, nur mit zusätzlichem, teurem XLR Mikrofon.
Gruss Boris




Frank B.
Beiträge: 7774

Re: Kaufberatung - Eisenbahnfilmer

Beitrag von Frank B. » Do 20 Sep, 2018 09:58

@Jörg
X-T2 vs. X-T20 = Full Pixel Readout vs. Lineskipping
Von daher bringt die X-T2 doch eher die besseren Videoergebnisse.

@Darth Schneider
Grundsätzlich stimme ich zu, dass man heute mit DSLMs in bestimmten Fällen besser fährt, würde aber doch meinen, man sollte 10Bit mitnehmen, wenns nicht übermäßig mehr Geld kostet. Sicher bekommt man mit MFT auch sehr gute Ergebnisse, wenn man aber komplett neu in ein System einsteigt, würde ich das nicht mehr empfehlen. Entweder, der TO baut sein voehandenes Canonsystem aus oder er steigt in ein neues System mit mind. APS-C, wenn nicht sogar größer ein und stößt die Canon ab. Zwei komplett unterschiedliche Systeme würde ich nicht in Betracht ziehen, wenn ich neu aufbaue.




klusterdegenerierung
Beiträge: 11121

Re: Kaufberatung - Eisenbahnfilmer

Beitrag von klusterdegenerierung » Do 20 Sep, 2018 10:15

Hallo Bahnschwelle,
ich glaube hier wurde die FS700 noch nicht angesprochen und ich könnte mir durchaus vorstellen, dass das genau die richtige Kamera für Dich sein könnte! Hier ein paar Fakten.

- Scharfes FHD Bild intern
- Extern bis 4K Raw mit Recorder
- Variabler ND Filter
- 2x XLR Eingang
- Carmcorder Zoom bei passender Optik
- Lowlight tauglich
- SLog2
- komplettes umswitchen von echter Filmkamera zu klassischem Camcorder möglich
- Canon Optiken können mit preiswerten Adapter weiter benutzt werden
- niedriger Preis für professionellen Gegenwert

Ok, die Cam ist nicht die kleinste, aber das ist die C100 mit entsprechender Optik auch nicht.
Da ich auch mal ein bisschen Bahn gefilmt habe weiß ich,
das es wichtig ist auf der einen Seite eine vollaustomatische Cam zu haben,
aber auf der anderen auch eine Möglichkeit zu haben,
Züge in wirrem Umfeld durch geringe Tiefenschärfe zu separieren.

Aus Deinen Favoriten käme für mich ganz klar nur die C100MKII in Frage,
denn die kann im Grunde all das anbieten.
"disliken und nicht abonnieren vergessen"




Bahnschwelle
Beiträge: 6

Re: Kaufberatung - Eisenbahnfilmer

Beitrag von Bahnschwelle » Fr 21 Sep, 2018 03:31

Ich wollte eigentlich nicht mehr als 1500€ ausgeben, daher auch die drei Favoriten (C100 Mk I!). Eine Fs700 kostet gebraucht ja immernoch über 2500€. Wenn geld keine Rolle spielen würde, hätte ich wohl eine C300 II mit Motorzoom 😜.
Mich interessiert daher am meisten welches Kamerakonzept ihr für mein Vorhaben am geeignetsten haltet. Henkelmann (XF100), Großsensor (C100) oder Hybrid (XC15).

Grüße




TonBild
Beiträge: 1816

Re: Kaufberatung - Eisenbahnfilmer

Beitrag von TonBild » Fr 21 Sep, 2018 05:45

Bahnschwelle hat geschrieben:
Fr 21 Sep, 2018 03:31
Mich interessiert daher am meisten welches Kamerakonzept ihr für mein Vorhaben am geeignetsten haltet. Henkelmann (XF100), Großsensor (C100) oder Hybrid (XC15).
Da Du als Hobby filmst und dich nicht mit vielen großen Geräten belasten möchtest würde ich Dir zu der kleinen Canon XC15 oder, wenn die 1800 Euro für den JVC GY-HM180E Ultra HD 4K Camcorder auch noch drin sind, zu einem klassischen, aber kleinen Camcorder mit Motorzoom und XLR Anschluss raten.

Wenn Du oft im Inneren von Zügen filmst und Dir HD reicht würde ich eine gebrauchte C 100 nehmen weil es dazu preiswerte Super Weitwinkel Objektive gibt. Diese habe ich selbst und bin sehr zufrieden. Es gibt dafür sogar ein Motorzoom Objektiv.

Allerdings ist mit Weitwinkel ein kurzes Richtmikrofon mit Fellwindschutz nötig weil es sonst ins Bild kommt.

Mit dem XF100 habe ich auch gearbeitet. Das war für die damalige Zeit ein guter Camcorder, aber heute würde ich eher ein 4k Modell bevorzugen.

Welche Brennweiten brauchst du eigentlich oft?

Wenn du oft nah heran zoomst ist eine Kamera mit kleinen Sensor und starkem Tele-Zoom zu empfehlen.




Darth Schneider
Beiträge: 1835

Re: Kaufberatung - Eisenbahnfilmer

Beitrag von Darth Schneider » Fr 21 Sep, 2018 06:27

Ich glaube die xc15 kostet etwas mehr als 1500€. Wenn du eine gebrauchte C100 findest für 1500, würde ich diese nehmen. 10 Bit finde ich persönlich für deine Zwecke eh nicht wichtig, genau so wie XLR. Von daher, gibts noch die xc10, die ist bis auf den XLR Adapter eigentlich identisch zur xc15, aber viel günstiger.
Du musst aber noch mindestens 300€ für CFast Karten dazu rechnen, bei den Canon Kameras. Da ist eine Gh5, oder eine G9 dann wirklich im Vorteil, ein Grund warum ich persönlich mir wahrscheinlich eher eine Panasonic holen würde....mit denen hättest du auch viel mehr Optionen, die es bei der xc10 oder xc15 nicht gibt.
Gruss Boris




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