JosefR
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Kaufberatung: Panasonic GH5 und welches Objektiv

Beitrag von JosefR » Mi 06 Sep, 2017 21:00

Ich überlege zur Zeit mir eine Panasonic Lumix DC-GH5 zuzulegen. Ich selbst bin im Bereich Foto/Video Anfänger und habe selbst keine "richtige" Kamera oder Objektive und bisher nur ein wenig mir einer Canon EOS 350D experimentiert. Schwerpunkt wäre bei mir die Videofunktion der Kamera, die ich vor allem zum Filmen von Landschaften und Tieren nutzen möchte. Aber auch als Universalkamera für jede Gelegenheit käme sie zum Einsatz - hier aber eher als Fotokamera. Gleichzeitig wollte ich den Versuch wagen die ganze Nachbearbeitung unter Linux mit Open-Source-Software zu erledigen - für Video vor allem Blender, womit ich mich etwas auskenne.

Mit der Auswahl des Objektivs bin ich aktuell noch unsicher. Ich denke für Landschaften sind Weitwinkelobjektive sinnvoll und vermutlich ist ein Zoomobjektiv sinnvoll, da man sich seine Position nicht immer aussuchen kann. Der Qualitätsverlust gegenüber einem Festbrennweitenobjektiv ist da vermutlich auch zu vernachlässigen. Aufgrund des Preisvorteils würde ich am liebsten gleich die Kamera mit Objektiv zusammen kaufen. Rausgesucht hatte ich jetzt einmal folgende offizielle und inoffizielle Kits:

GH5 + DG Vario Elmarit 12-60mm 2.8-4.0 ASPH
GH5 + Vario PZ 12-35mm F 2,8 ASPH
Oder gleich mit zwei Objektiven was mir aber ehrlich gesagt im Moment fast etwas zu teuer ist:
GH5 +12-35mm f2,8 II OIS + G 35-100mm f2,8 II OIS

Oder was hättet ihr für Vorschläge?




gunman
Beiträge: 1251

Re: Kaufberatung: Panasonic GH5 und welches Objektiv

Beitrag von gunman » Mi 06 Sep, 2017 21:16

Hallo,
Na Du hast dir die Antwort ja schon fast selbst gegeben:
Nr. 3 ist Idealzustand aber zu teuer Nr. 1 und 2 sind gleichwertig, die eine Kombi hat eine grössere Lichtstärke 2.8 die andere eine grössere Brennweite (60 mm).
Ich selb selbst habe das 12-35 mm f2.8 und bin damit sehr zufrieden.
Was mich nicht umbringt macht mich nur stärker




mash_gh4
Beiträge: 2703

Re: Kaufberatung: Panasonic GH5 und welches Objektiv

Beitrag von mash_gh4 » Mi 06 Sep, 2017 21:42

ein kit-zoom in etwa der preisklasse des erten hier genannten, für's schnelle arbeiten und einfache mitnehmen, aber ansonsten besser gute festbrennweiten, würde ich persönlich vorschlagen. damit bekommt man einfach deutlich bessere bildqualität bei hoher lichtstärke -- was bei MFT durchaus sinn macht.




Tscheckoff
Beiträge: 747

Re: Kaufberatung: Panasonic GH5 und welches Objektiv

Beitrag von Tscheckoff » Do 07 Sep, 2017 09:26

Hmm. Am besten nimm das Panasonic 12-35er Mk.II (gibts teils auch schon um 600 bis 650 als Grauimport mit Händlergarantie bei Ebay). Und für längere Brennweiten das Panasonic 100-300er Mk.II (wenn du Tiere / Vögel auch damit fotografieren willst aus weiterer Entfernung). Dazwischen gibt es nette Festbrennweiten - Panasonic 42.5mm F1.7, Olympus 45mm F1.8, Olympus 75mm F1.8 oder das sehr günstige Sigma 60mm F2.8. Oder für Panorama / Weitwinkel könntest du dir auch das manuelle Laowa 7.5mm F2 ansehen. Würde aber am ehesten mal mit dem 12-35er Mk.II starten. Optional das günstige 45-150mm Zoom von Panasonic dazu - Das ist optisch zwar nicht extrem gut - Aber mal ein Anfang (optimal für den Anfang wenn man sonst nichts in dem Brennweitenbereich hat).

Die Mk.II Modelle haben übrigens hier und da ein paar Verbesserungen bekommen. Dual-is 2 Support z.B. (der ja mit der GH5 klappt) als auch neue Blendensteuerungen. Zumindest beim 12-35er sollte der Blendenübergang jetzt weicher sein und nicht mehr so springen während des zoomens. Beschichtung der Linsen hat sich auch geändert bzw. verbessert. Nebenbei ist ne gebrauchte Mk.1 Linse auch nicht viel günstiger als ne grau importierte (neue) Mk.II Variante ^^.

Bez. der anderen Linsen:

Das Leica gelabelte 12-60mm F2.8-4.0 hat leider keine fixe Blende - Und bei Micro 4/3 heißt es immer: Umso mehr Licht umso besser ^^.
Und das günstige 12-60mm F3.5-5.6 Kit Zoom ist mechanisch wieder nicht so toll bzw. auch noch um ne Blende langsamer ...
(Optisch ist es aber ok - Und aktuell das interessanteste günstige Kit-Zoom.)

Das 35-100 Mk.II F2.8 ist sicher toll - Würde sich perfekt mit dem 12-35er ergänzen - Leider aber auch per Grauimport recht teuer.
(Dafür kriegt man schon leicht das 100-300er Mk.II und ein oder zwei Festbrennweiten ^^.)

LG
Falls sich wer für zu lange Technik-Videos interessiert ^^:
https://www.youtube.com/user/AustrianGeek




NewLex
Beiträge: 21

Re: Kaufberatung: Panasonic GH5 und welches Objektiv

Beitrag von NewLex » Do 07 Sep, 2017 10:18

Hab die 3 Festbrennweiten zum Filmen und finde alle 3 sehr gut, das Leica 15mm extrem gut.
Panasonic Leica 15mm
Olympus 25mm
Panasonic 42,5mm

Verwende auch alle 3 zum Fotografieren und man bekommt damit sehr schöne Bokeh´s hin. Wenn man auf ein wenig Schärfe verzichtet kann man mit voller Blenden-Öffnung fotografieren und auch filmen.

Hab noch das 14-45mm Zoom-Objektiv, welches aber leider von der Qualität den anderen sehr hinterherhinkt. Dieses verwende ich nur zum Stress-Fotografieren, wenn man überhaupt keine Zeit hat zum Objektiv-Wechsel.

Wenn ich mir ein gutes Zoom kaufen würde, dann wohl das neue Leica 12-60mm und dieses aber dann Hauptsächlich zum Fotografieren. Beim Filmen bin ich meist wegen Low-Light Aufnahmen und dem hübschen Bokeh an die Festbrennweiten gebunden.

€: Achja wegen Tieraufnahmen: Es gibt das sehr gute Leica 100-400mm, welches mit über 1500 Euro leider sehr teuer ist. Alternativ gibts das 100-300 von Panasonic was deutlich billiger ist, aber auch nicht an die Abbildungsleistung des Leicas rankommt. Selbst kann ich mich zwischen den beiden nicht entscheiden und kaufe daher gar keines ;-)




mash_gh4
Beiträge: 2703

Re: Kaufberatung: Panasonic GH5 und welches Objektiv

Beitrag von mash_gh4 » Do 07 Sep, 2017 17:50

NewLex hat geschrieben:
Do 07 Sep, 2017 10:18
€: Achja wegen Tieraufnahmen: Es gibt das sehr gute Leica 100-400mm, welches mit über 1500 Euro leider sehr teuer ist.
ja -- wirklich gute zoom-objektive sind leider immer ziemlich teuer, und trotzdem meist ein kompromiss...

die entsprechenden produkte aus der olympus-Pro-serie, dürften aber vermutlich im augenblick zum besten gehören, was man in dieser hinsicht bekommt.
JosefR hat geschrieben:Gleichzeitig wollte ich den Versuch wagen die ganze Nachbearbeitung unter Linux mit Open-Source-Software zu erledigen - für Video vor allem Blender, womit ich mich etwas auskenne.
dieses spannende detail hätte ich beinahe übersehen. ;)

da ich ja seit jahrzehnten praktisch ausschließlich mit linux arbeite -- aber eben gerade zur videobearbeitung tlw. noch immer genötigt bin, punktuell auf virtuelle windows-maschinen auszuweichen --, finde ich diesen vorsatz natürlich ausgesprochen vorbildlich.

in der praxis ist es halt leider ziemlich schwierig, hier wirklich befriedigende lösungen zu finden, die den technisch-qualitativen anforderungen unserer tage tatsächlich gerecht werden.

kdenlive ist gewiss ein ganz nettes alltagstaugliches kleines schnittprogramm, mit dem man einfache sachen für den hausgebrauch zügig umsezen kann. auch shotcut, flowblade und blnders VSE erlauben ansatzweise ähnliches. trotzdem sind diese lösungen alle noch immer auf 8bit videbearbeitungspipelins beschränkt, was einem bei etwas höheren qualitativen ansprüchen heute einfach nicht mehr so recht genügen dürfte.

es bleibt einem hier also fast nur das ausweichen auf kommerzielle produkte übrig. leider fügen sich die immer nur denkbar schlecht in das umfeld und die philosophie eines linux-systems. im übrigen sind sie auch sehr oft ein produktionsumfeld bzw. budgetmaßstäbe zugeschnitten, die den einstieg bzw. die verwendung für normalsterblich nicht unbedingt einfach machen.

natürlich denkt man hier gleich an davinci resolve, das ja seit einigen monaten tatsächlich auch in der linux variante frei zugänglich ist. aber der schein trügt leider ein bisschen! diese linux variante weist leider doch einige ganz entscheidende unterschiede und beschränkungen gegenüber der windows- und mac-ausgabe auf. abgesehen davon, dass man das zeug nur mit sehr viel trickserei und erfahrung tatsächlich auf einer gebräuchlichen linux-distrubution seiner wahl zum laufen bringt, lässt sich dem ganzen bspw. gegenwärtig einfach kein pieps über die normale audioausgabe des systems entlocken. letzteres ist, wie ja auch eine vernünftige begeleitende vollbildansicht während des arbeitens nur über den umweg von zusätzlicher decklink-hardware möglich. ärgerliche kleinigkeiten, die einem die freude ziemlich verderben können bzw. weiterhin dazu zwingen, das ganze in recht komplizierter weise in virtuellen maschinen zu nutzen. im übrigen ist ja resolv generell derart ressourcenfressend, dass man ohnehin ständig mit derart hohen kosten für den notwendigen hardwareausbau kontfrontiert wird, dass ich die vorzüge des günstigen programmerwerbs rasch relativieren.

eine nicht ganz uninteressante alternative aus dem professionellen umfeld würde ich in nuke studio sehen. davon gibt's auch eine non-commercial ausgabe die man bis zur einer maximalen ausgabeauflösung von 1080p für private zwecke gratis nutzen kann. diese software ist wirklich ausgesprochen mächtig und in auch in den einschränkungen der freien ausgabe durchaus vernünftig benutzbar. was noch am ehesten wirklich nervt, ist die tatsache, dass man video material vor der nutzung erst in irgend ein intermediate format (prores od. dnxhr) umwandeln und den sound getrennt importieren muss. das sind zwar dinge, die im professionellen umfeld ohnehin ganz selbstverständlich sind, aber eben im einfachen haushaltsgebrauch die sache doch unnötig kompliziert gestalten.

eine weitere alternative könnte sich in absehbarer zeit mit diversen produkten rund um SGOs mistika auftun. auch dort ist es so, dass die software in ernsthafteren anwendungsfällen praktisch nur unter linux zum einsatz kommt, die frei zugängliche trainingsausgabe mistika insight aber vorerst nur unter mac und windows angeboten wird. das könnte sich aber evtl. noch ändern, und es wäre auch insofern wirklich interessant, weil sich die entsprechenden files auch mit den relativ erschwinglichen kommerziellen programmen dieses herstellers (bspw. maba) öffnen und rausrendern lassen, die es eben auch für linux gibt.

aber für alltägliche zwecke ist vermutlich ohnehin gegenwärtig resolve wohl noch am ehesten als praktikabler kompromiss anzusehen -- auch wenn das halt nur mit großen einschränkungen für die linux-ausgabe gilt.




JosefR
Beiträge: 10

Re: Kaufberatung: Panasonic GH5 und welches Objektiv

Beitrag von JosefR » Do 07 Sep, 2017 21:26

Vielen Dank für die Informationen. Aber ich merke schon, so leicht ist das nicht. Im Moment tendiere ich zu dem 12-35mm f2.8er für den Anfang. Das gibt es im Paket mit der Kamera für 2500€.

Allerdings sollte ich vielleicht auch zuerst einmal ausprobieren, wie gut die Videobearbeitung unter Linux tatsächlich funktioniert. Ich habe schon länger privat kein Windows mehr im Einsatz und würde mir nur ungern wieder ein Dual-Boot-System aufsetzten.




mash_gh4
Beiträge: 2703

Re: Kaufberatung: Panasonic GH5 und welches Objektiv

Beitrag von mash_gh4 » Do 07 Sep, 2017 21:52

JosefR hat geschrieben:
Do 07 Sep, 2017 21:26
Vielen Dank für die Informationen. Aber ich merke schon, so leicht ist das nicht. Im Moment tendiere ich zu dem 12-35mm f2.8er für den Anfang. Das gibt es im Paket mit der Kamera für 2500€.
der preis sollte auch mit anderen kit optiken zu bekommen sein.
nur einzeln kosten die objektive gewöhnlich wesentlich mehr.

bspw: https://www.foto-erhardt.de/kameras/sys ... tueck.html

12-35 ist halt leider wirklich vom brennweitenbereich her ziemlich einschänkend, wenn man es tatsächlich als universalobjektiv nutzen will/muss.




JosefR
Beiträge: 10

Re: Kaufberatung: Panasonic GH5 und welches Objektiv

Beitrag von JosefR » Sa 24 Feb, 2018 11:31

Hallo noch einmal,

ich wollte einmal kurz Rückmeldung geben, da ich jetzt seit ein paar Monaten die GH5 habe.
Gekauft habe ich mit das Kit mit dem Okjektiv 12-60mm F2.8-4.0. Ich muss dazu sagen, dass ich bisher keinerlei Erfahrung mit teurem Kamera-Equipment habe, aber die Bildqualität vom Objektiv finde ich wirklich überzeugend. Das einzige, das mich beim Filmen wirklich nervt ist, dass es mir nicht gelingt bei manueller Fokussierung den Focus während der Aufnahme vernünftig nachzuziehen. Da Problem ist, dass der Fokusring bei langsamem drehen von selbst in einen Feineinstellungsmodus wechselt. Leider lässt sich das nicht deaktivieren, obwohl das wahrscheinlich eine reine Software-Sache ist - zumindest finde ich nichts. Mit der Bildqualität generell in der Kombination Objektiv und GH5 bin ich absolut zufrieden. Insbesondere die Bildschärfe ist mir positiv aufgefallen.

Zusätzlich hatte ich mit noch ein Lumix Vario 100-200mm F4.0-5.6 geholt, das ich aber bisher selten genutzt habe. Das 12-60mm deckt eigentlich meinen Bedarf an Brennweite fast immer ab.

Für meinen Zweck (Landschaften/Natur) ist mir nur aufgefallen, dass 24p Aufnahmen einfach eine viel zu niedrige Bildrate sind. Auch bei langsamen Kameraschwenks ruckelt mir das viel zu stark (bei 180° Shutter), so dass ich jetzt 50p nutze. Leider ist dann nur eine interne Aufnahme mit 8-Bit Farbtiefe möglich. Einziger externer Rekorder den ich finden konnte, der hier 10-Bit unterstützt ist der Atomos Ninja Inferno. Da ich mit der Kamera aber unterwegs bin, will ich eigentlich nicht so ein großes Gerät mit zusätzlichen Akkus mitschleppen. Einen Monitor brauche im Prinzip sowieso nicht denn die Waveform-Anzeige der GH5 reicht mir aus, um die Belichtung korrekt hinzubekommen. Ich schaue jetzt erst einmal, ob die 8-Bit nicht auch für meine Zwecke reichen.

Mit der Bearbeitung des aufgenommen Materials habe ich mich bisher nur wenig beschäftigt. Für ein paar Experimente habe ich Blender unter Linux genutzt, allerdings ist das inakzeptabel langsam, wenn man mit dem Originalmaterial in 4K arbeitet. Abspielen in Echtzeit ist absolut unmöglich. Mit Proxy-Videos geht das so gerade noch mit 24 Bildern pro Sekunde, wenn man nicht zu viele Filter/Modifier nutzt. An meiner Hardware wird es nicht liegen (AMD Ryzen 7 1800X), die Software ist einfach nicht besonders optimiert. Da ich Softwareentwickler bin, wollte ich bei Gelegenheit einmal versuchen ob ich hier etwas verbessern kann.

Zum Abspielen des Originalmaterials unter Linux nutze ich übrigens mpv bzw. gnome-mpv, das scheint deutlich besser als mit VLC zu funktionieren.




ToLo
Beiträge: 2

Re: Kaufberatung: Panasonic GH5 und welches Objektiv

Beitrag von ToLo » Mo 02 Apr, 2018 15:07

Hi,
Du hast immerhin schon die 3 interessantesten Objektive ausgewählt. Ich nutze alle. Allerdings am meisten ganz klar das 12-35/2,8. Das ist das universell am besten einsetzbare. Fürs Filmen ist die durchgängige Blende von Vorteil.




MrMeeseeks
Beiträge: 473

Re: Kaufberatung: Panasonic GH5 und welches Objektiv

Beitrag von MrMeeseeks » Mo 02 Apr, 2018 16:57

Hatte die GH5 mit dem 12-60 und dem 12-35, habe ersteres dann behalten, empfand ich einfach als praktischer. Außerdem ist das Objektiv parfokal.




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