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Presserechte an Einsatzstellen, welcher Kollege ist da sattelfest



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motiongroup
Beiträge: 3153

Re: Presserechte an Einsatzstellen, welcher Kollege ist da sattelfest

Beitrag von motiongroup » Di 07 Mai, 2019 10:06

pixelschubser2006 hat geschrieben:
Di 07 Mai, 2019 09:38
MK... ich habe nichts gegen konträre Meinungen. Aber was hier abläuft, ist die Vorstufe eines shit storms. Wenn ich zu einem Thema eine fachliche Frage habe, dann bringen mich Antworten von Leuten, die bereits das Thema ablehnen, nicht weiter. Die zielführensten und sachlichsten Antworten kamen durchweg von Foristen, die selbst Erfahrung auf dem Blaulicht-Sektor haben. Das spricht für sich.
so kannst du das nicht stehen lassen ... ich arbeite seit dreißig Jahren bei der BFWien und auch mit der Lichtbildstelle zusammen.. du wirst von mir deshalb auch keine direkte Antwort auf deinen gekränkten Hilferuf bekommen da durch die Einschätzung, die Absperrung usw alles geregelt und geklärt sein sollte...

sorry




pixelschubser2006
Beiträge: 1674

Re: Presserechte an Einsatzstellen, welcher Kollege ist da sattelfest

Beitrag von pixelschubser2006 » Di 07 Mai, 2019 10:56

Gekränkt ist vielleicht nicht das ganz passende Wort, "angepisst" trifft es besser. Meine Frage war doch nur, ob es für die Pressearbeit der Feuerwehr eine ähnlich verbindliche Vorgabe gibt, wie es sie für die Polizei gibt. Diese gibt es offenbar nicht, das ist ja nun geklärt. Jedoch gibt es zahllose Dientsanweisungen und sogar Empfehlungen von Fachverbänden die besagen, daß der Presse die Arbeit innerhalb von Absperrungen ermöglicht werden soll, sofern die Gefahrenlage das zulässt. Andere Faktoren wie Achtung der Persönlichkeits- und Opferrechte sowie das Hausrecht sind für seriöse Journalisten ohnehin feste Grundlage.

Nun mache ich meinen Job genauso so, was auch fast immer gut klappt. Hier halt mal nicht, was ja kein Beinbruch ist. Nur halt Anlass für mich war, mich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen mal wieder intensiv auseinanderzusetzen. Warum das Anlass ist, aus der gelöschten Hütte eine Gefahrenlage abzuleiten, wegen der ich aus gutem Grund nicht näher dran durfte oder mich pauschal als geifernden Sensationsreporter darzustellen, erschließt sich mir nicht. Gute Blaulichtreporter erkennt man daran, daß sie zwar auf eine spannende Ereignislage angewiesen sind (alles andere zu behaupten, wäre lächerlich), aber das sie ruhig und umsichtig ihre Arbeit machen. Jedenfalls kamen hier einige Vorhaltungen zusammen, die man jemandem machen kann, wenn man dabei war. Aus der Ferne sind sie schlicht erfundene Unterstellungen und Provokationen. "Ich stelle mir vor, jemand hat das oder das gemacht. Ich war zwar nicht dabei, geschrieben hat es auch keiner. Aber ich bin mir ganz sicher, also wird das schon so sein." Tolle Diskussionsgrundlage.

Den Blaulicht-Gegnern sei gesagt: Ich verstehe Euch durchaus und bin auch nicht ganz glücklich damit, im Moment fast nur Blaulicht zu machen. Gerade aus moralischen Gründen. Fakt ist allerdings: Der Markt verlangt es, und ich mache es. Und meine Erfahrung ist, daß die mir unterstellen Verhaltensweisen manchmal tatsächlich zu beobachten sind. Und zwar bei Anfängern, angestellten Redakteuren, die sowas nur alle paar Wochen haben. Natürlich auch bei den Spinnern, die sich mit den berüchtigten 1000-Euro-Plastikschultercams bei Großereignissen herumdrücken.

Eigentlich wollte ich nix mehr schreiben... nun war ich inkonsequent. Aber was solls.




motiongroup
Beiträge: 3153

Re: Presserechte an Einsatzstellen, welcher Kollege ist da sattelfest

Beitrag von motiongroup » Di 07 Mai, 2019 12:27

Andere Faktoren wie Achtung der Persönlichkeits- und Opferrechte sowie das Hausrecht sind für seriöse Journalisten ohnehin feste Grundlage.
Und genau da ist auch das Problem schon wunderbarst beschrieben... ich will dir nichts unterstellen aber genau daran halten sich so 0.0001 % der Blaulichtreporter

Heute kaufen die Sensationsblätter von zufällig vorbeigekommenen Smartphoneusern und genau davon unterscheidet ihr euch in der ersten Welle überhaupt nicht und darauf kann der Einsatzleiter ohne Presseoffizier,HIO BD keine Zeit verschwenden.. sind die vorhanden, wirst Du nach Status bedient und in der Regel ist die Pressestelle inkl Libi Vorort und stellt die Materialien aus dem Einsatzgebiet den Medien zu Verfügung.

Mein letztes Wort dazu und nein ich bin kein Freund von Sensationsreportern wie Du unschwer erkennen kannst




pixelschubser2006
Beiträge: 1674

Re: Presserechte an Einsatzstellen, welcher Kollege ist da sattelfest

Beitrag von pixelschubser2006 » Di 07 Mai, 2019 14:32

Keine Frage, in dem Genre wird mitunter mit harten Bandagen gekämpft. Allerdings auf beiden Seiten, und das manchmal grundlos. Denn nur weil die Polizei klare Vorgaben hat (vereinbart mit Innenministerkonferenz!), heißt es ja noch lange nicht, dass die Beamten sich auch daran halten. Das ist dann aber oft Unkenntnis und / oder Unsicherheit. Da gibt es dann und wann Reiebereien, die sich zumindest in meinem Fall immer durch ein freundliches Gespräch im Nachgang klären ließen.
Vieles entspricht den Klisches, aber Deine drastische Einschätzung entspricht zum Glück nicht der Realität. Allerdings: Ich bin neulich vom Hocker gefallen, als die Bild nach einem tödlichen Dachsturz (39jähriger hatte Schlüssel vergessen und wollte in seine Dachgeschosswohnung klettern) ein Privatfoto mit dem Konterfei des Opfers brachte. Sowas geht in meinen Augen garnicht. Während meine Tageszeitungsredaktion und ich uns entschlossen haben, ein prekäres Motiv nicht zu drucken (während mein zuständiger TV-Sender das dazugehörige Bewegtbild verwendet hat!), haut die Bild so ein Motiv raus. Damit nährt man wieder alle Vorbehalte.
Auf der anderen Seite werden wir von Redaktionen bei jeder passenden Gelegenheiten dazu angehalten, juristisch unangreifbar zu arbeiten. Und die zahlreichen Kollegen, die ich überregional kenne, halten sich nicht pingelig, aber doch im Wesentlichen daran.




Alf_300
Beiträge: 8011

Re: Presserechte an Einsatzstellen, welcher Kollege ist da sattelfest

Beitrag von Alf_300 » Di 07 Mai, 2019 15:47

Sehr eigenartig
Anscheinend hängt da ein gnzer Rattenschwanz ,angefangen von Redaktion bis TV-Sender dran
und trotzdem gibts im entscheidenden Momen eine Panne




handiro
Beiträge: 3238

Re: Presserechte an Einsatzstellen, welcher Kollege ist da sattelfest

Beitrag von handiro » Di 07 Mai, 2019 16:08

Das ist keine Panne, das hat System! Angefangen mit den "BLÖD Reportern" wo jeder Eierföhnbesitzer zum "reporter" werden darf, was ja geradezu herausfordert, dass man Unfallopfer filmt anstatt zu helfen oder Platz zu machen.
Gerade vor ein paar Tagen durfte ich Zeuge werden wie ein Verletzter halb aus dem Auto hing und diese Affen mit ihren handies draufhielten :-(
Good-Cheap-Fast....Pick Any 2




Cinealta 81
Beiträge: 362

Re: Presserechte an Einsatzstellen, welcher Kollege ist da sattelfest

Beitrag von Cinealta 81 » Di 07 Mai, 2019 21:10

Offensichtlich interessiert sich keiner für die Fakten:
handiro hat geschrieben:
Di 07 Mai, 2019 16:08
Gerade vor ein paar Tagen durfte ich Zeuge werden wie ein Verletzter halb aus dem Auto hing
Mag in Ihrem Fall so gewesen sein, aber pixelschubser2006 sprach eindeutig von einer brennenden Gartenlaube. Nix Schwerverletzte und Heldentum - Gott sei Dank. Er wollte lediglich ein paar (bewegte?) Bilder von der Lage machen, sich vielleicht etwas umsehen und vielleicht noch einige Einschätzungen / Infos seitens der Feuerwehr zur Brandursache. Alles legitim.

Die Reaktionen darauf sind schon erstaunlich und typisch für die heutige Zeit: Aggression, Ablehnung und Schlussfolgerungen die vom Frust zeugen, jedoch NICHTS mit dem konkret geschilderten Fall zu tun haben. Auf das vermeintliche Unwissen oder zeitweise ablehnende Haltung des Zuständigen im Umgang mit Presse, wird nicht eingegangen.

Ich werde mal kurz darauf eingehen: Auch innerhalb der Feuerwehr und Polizei gibt es zuweilen absolut Unwissende und geistige Tiefflieger, die alles, was nicht in ihrem Schema passt grundsätzlich ablehnen und sogar dafür Gesetze übertreten. Ich habe bereits DREI Prozesse gegen Polizisten geführt - in einem Fall verglichen, zwei gewonnen. Die betroffenen Figuren hatten NULL Ahnung von gesetzlichen Regelungen im Zusammenhang mit Presserecht. Einmal ging es um vermeintliches Persönlichkeitsrecht, zwei Mal wollten mich die ahnungslosen Rambos nötigen, ihnen die Speicherkarten auszuhändigen - die Richter sahen es anders und die Urteilsbegründung war eine schallende Ohrfeige ins Gesicht der gesetzlosen Gesetzesvertreter.

Darüber spricht man lieber nicht - wegen Tretminenvermeidung. Ich kenne genug selbstgefällige Rambo-Nasen und Napoleon-Typen innerhalb Feuerwehr und Polizei, die auch eine seriöse Berichterstattung verhindern wollen. Es ist ein wenig so wie auf dem Platten Land in Texas: "Hier ist meine Stadt...Hier habe ICH das Sagen...". Nö, haben sie nicht. Und darum geht es.




Cinealta 81
Beiträge: 362

Re: Presserechte an Einsatzstellen, welcher Kollege ist da sattelfest

Beitrag von Cinealta 81 » Di 07 Mai, 2019 21:11

Offensichtlich interessiert sich keiner für die Fakten:
handiro hat geschrieben:
Di 07 Mai, 2019 16:08
Gerade vor ein paar Tagen durfte ich Zeuge werden wie ein Verletzter halb aus dem Auto hing
Mag in Ihrem Fall so gewesen sein, aber pixelschubser2006 sprach eindeutig von einer brennenden Gartenlaube. Nix Schwerverletzte und Heldentum - Gott sei Dank. Er wollte lediglich ein paar (bewegte?) Bilder von der Lage machen, sich vielleicht etwas umsehen und vielleicht noch einige Einschätzungen / Infos seitens der Feuerwehr zur Brandursache. Alles legitim.

Die Reaktionen darauf sind schon erstaunlich und typisch für die heutige Zeit: Aggression, Ablehnung und Schlussfolgerungen die vom Frust zeugen, jedoch NICHTS mit dem konkret geschilderten Fall zu tun haben. Auf das vermeintliche Unwissen oder zeitweise ablehnende Haltung des Zuständigen im Umgang mit Presse, wird nicht eingegangen.

Ich werde mal kurz darauf eingehen: Auch innerhalb der Feuerwehr und Polizei gibt es zuweilen absolut Unwissende und geistige Tiefflieger, die alles, was nicht in ihrem Schema passt grundsätzlich ablehnen und sogar dafür Gesetze übertreten. Ich habe bereits DREI Prozesse gegen Polizisten geführt - in einem Fall verglichen, zwei gewonnen. Die betroffenen Figuren hatten NULL Ahnung von gesetzlichen Regelungen im Zusammenhang mit Presserecht. Einmal ging es um vermeintliches Persönlichkeitsrecht, zwei Mal wollten mich die ahnungslosen Rambos nötigen, ihnen die Speicherkarten auszuhändigen - die Richter sahen es anders und die Urteilsbegründung war eine schallende Ohrfeige ins Gesicht der gesetzlosen Gesetzesvertreter.

Darüber spricht man lieber nicht - wegen Tretminenvermeidung. Ich kenne genug selbstgefällige Rambo-Nasen und Napoleon-Typen innerhalb Feuerwehr und Polizei, die auch eine seriöse Berichterstattung verhindern wollen. Es ist ein wenig so wie auf dem platten Land in Texas: "Hier ist meine Stadt...Hier habe ICH das Sagen...". Nö, haben sie nicht. Und darum geht es.




motiongroup
Beiträge: 3153

Re: Presserechte an Einsatzstellen, welcher Kollege ist da sattelfest

Beitrag von motiongroup » Di 07 Mai, 2019 21:34

und wenn dir die Hütte um die Ohren fliegt klagst du danach die Einsatzkräfte die dich durch die Absperrung gelassen hatten um dir den Rollator und die Pengsion bezahlen zu lassen..

ganz genau auf dich haben alle gewartet.. was für eine Nummer und das gleich zwei mal abgesetzt hurz...




carstenkurz
Beiträge: 4676

Re: Presserechte an Einsatzstellen, welcher Kollege ist da sattelfest

Beitrag von carstenkurz » Di 07 Mai, 2019 23:38

Cinealta 81 hat geschrieben:
Di 07 Mai, 2019 21:11
Offensichtlich interessiert sich keiner für die Fakten:

(...)
Ich habe bereits DREI Prozesse gegen Polizisten geführt - in einem Fall verglichen, zwei gewonnen.
(...)
Die 'Fakten' stehen im ersten Beitrag von Pixelschubser - er will Einsatzkräften WÄHREND eines laufenden Einsatzes mit einem Wunsch-Paragrafen vor der Nase rumwedeln. Dass ihn eine nachträgliche auch erfolgreiche gerichtliche Auseinandersetzung über die Gefährdungs-Einschätzung vs. Presserecht nicht sonderlich interessiert, weil sie ihm nicht mehr das gewünschte Ergebnis bringen wird, darf man wohl voraussetzen.

'Kokelnde Gartenlaube' mag im Nachhinein eine possierliche Darstellungsvariante sein. Aber es gehört zum professionellen Umgang mit solchen Einsatzlagen dass man die Möglichkeit einer Gasflasche bedenkt. Möglicherweise wurde sowas ja sogar gesehen. Und wenn da zehnmal keine Gasflasche im Spiel war, ist es beim elften Mal immer noch sachgerecht, eine zu vermuten.


Während der akuten Phase eines Einsatzes sitzt man aus gutem Grund am am kürzeren Hebel. Wowereit!
Wer sicherstellen will, dass ihm Einsatzkräfte so gewogen wie möglich sind, muss kommunikativ dran arbeiten. Der Ansatz mit der Gesetzeslage nach Wunsch ist da genau der falsche Weg. Kein Paragraf kann ihm oder dem Einsatzleiter die konkrete Gefährdungseinschätzung abnehmen.

- Carsten
and now for something completely different...

Zuletzt geändert von carstenkurz am Mi 08 Mai, 2019 00:47, insgesamt 1-mal geändert.




Jost
Beiträge: 1347

Re: Presserechte an Einsatzstellen, welcher Kollege ist da sattelfest

Beitrag von Jost » Mi 08 Mai, 2019 00:32

pixelschubser2006 hat geschrieben:
Di 07 Mai, 2019 09:13
@Jost: Kindermädchen... Einsatzleiter sprechen... spinnst Du komplett???? Hier geht es darum, einfach wie in dem Job bei so einem Einsatz üblich, ein oder zwei vernünftige Bilder zu machen, am Ende, wenn der Einsatzleiter Zeit dazu hat, Informationen dazu zu sammeln und wieder heimzufahren. Völlig normaler Job.
Komm mal vom hohen Ross runter. Du kannst Dir nicht den Zutritt zu einem Gefahrenbereich erzwingen.

Schau doch mal auf Deinen Presseausweis. Da heißt es:
Er (der Ausweis) soll, sofern dies nicht aus zwingenden Gründen verweigert werden muss, seine/ihre Berufsausübung innerhalb behördlicher Absperrungen zur aktuellen Berichterstattung erleichtern.

Da steht nichts von Berechtigung, wie Du leidvoll erfahren hast.
Und wenn in einer brennenden Gartenlaube Gasflaschen vermutet werden, dann kann das ein zwingender Grund sein, Dir das Arbeiten innerhalb der Absperrung zu versagen.

Wenn Du an einer Absperrung weder Jovial noch Sympathisch drauf hast, knips Hochzeitspaare. Die stellen keine Absperrungen auf.
Mit dem Kopf durch die Wand ist was für Amateure. Amateure sind die, die ohne Foto zurück in die Redaktion kommen.

Glaub einem erfahrenen Kollegen: Deine Suche nach "mehr Macht" entfernt Dich nur den Menschen. Die Fotos werden dadurch nicht besser.




carstenkurz
Beiträge: 4676

Re: Presserechte an Einsatzstellen, welcher Kollege ist da sattelfest

Beitrag von carstenkurz » Mi 08 Mai, 2019 00:44

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/121/1812153.pdf
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/111/1811161.pdf


Hat schon seinen Grund, dass die Gesetze §113-115 StGB erlassen bzw. reformiert wurden

Angesichts einer solchen Sachlage mehr Recht 'gegenüber' Rettungskräften einzufordern (das polemische 'gegen' Rettungskräfte spare ich mir mal) ist schlicht blauäugig.

Im Übrigen und zur Orientierung: https://sync.einsatzleiterwiki.de/doku. ... essearbeit

Daraus:
---
was die Feuerwehr nicht darf

Fotografieren/Filmaufnahmen behindern - müssen jedoch die Öffentlichkeit und die restlichen Einsatzkräfte z.B. vor dem Anblick eines Schwerverletzten geschützt werden damit dieser nicht zu einer Gefahr für die psychische Verfassung der Genannten wird ist es legitim eine Decke zu halten.
Unwahre Mitteilungen herausgeben - es muss jedoch nicht alles weitergegeben werden was zum aktuellen Zeitpunkt bekannt ist

was Journalisten nicht dürfen

privates Gelände betreten
Rettungsarbeiten behindern
Gefahrenbereich betreten
---


- Carsten
and now for something completely different...

Zuletzt geändert von carstenkurz am Mi 08 Mai, 2019 03:32, insgesamt 1-mal geändert.




Alf_300
Beiträge: 8011

Re: Presserechte an Einsatzstellen, welcher Kollege ist da sattelfest

Beitrag von Alf_300 » Mi 08 Mai, 2019 01:56

Nocht zu vergessen dass Pixeklschubser nur einer von geschätzten 30 Reportern war, die dieses wichtige Ereignis filmen und fotografieren wollten.

;-))




motiongroup
Beiträge: 3153

Re: Presserechte an Einsatzstellen, welcher Kollege ist da sattelfest

Beitrag von motiongroup » Mi 08 Mai, 2019 05:24

Alf_300 hat geschrieben:
Mi 08 Mai, 2019 01:56
Nocht zu vergessen dass Pixeklschubser nur einer von geschätzten 30 Reportern war, die dieses wichtige Ereignis filmen und fotografieren wollten.

;-))
Sorry Alf aber da ist ist diesem Zusammenhang irrelevant da sich ein Einsatzleiter währenddessen um den Einsatz kümmert und nicht um die Presse.. hier wird viel geschrieben ohne die Ablaufprotokolle der jeweiligen Szenarien zu kennen.
Diese weichen im Regelfall nicht maßgeblich ab zwischen Bund Land Gemeinde und Berufs und Freiwilligen FWs. Selbst das Gesetzliche Regelwerk ist annähernd in die selben Worte gepresst.

Wenn in Niederkreuzbeutelstätten die Gartenhütte abbrennt ist dort die Mutwillige FW zu werke und der Komandant der Löschgruppe resp Löschzuges ist dort ohne BO es sei denn wächst sich zur Löschbereitschaft aus.. selbst der BO ist nur Einsatzleiter und Koordinator und hat in der Regel keine Zeit sich darum zu kümmern ob die Presse zu ihren Fotos kommt und das Auslangen ist mit der Absperrung geregelt sollte man meinen.. was wie hier ersichtlich scheints nicht gilt für so manche.
Bei Großereignissen regelt das der HIO, der BD oder der PResseOF oder die zugezogenen Sicherheitskräfte wie Polizei und deren PresseAbteilung..
Zuletzt geändert von motiongroup am Mi 08 Mai, 2019 08:41, insgesamt 1-mal geändert.




Alf_300
Beiträge: 8011

Re: Presserechte an Einsatzstellen, welcher Kollege ist da sattelfest

Beitrag von Alf_300 » Mi 08 Mai, 2019 05:41

Ma red ja blos ;-)
Der TO ist natürlich Sauer weil im wieder mal der Pulitzer-Preis durch die Lappen gegangen ist.
das muß masn auch verstehen
;-))




pixelschubser2006
Beiträge: 1674

Re: Presserechte an Einsatzstellen, welcher Kollege ist da sattelfest

Beitrag von pixelschubser2006 » Mi 08 Mai, 2019 08:03

@ Carsten Kurz: Es ist schön, daß Du nochmal rekapitulierst, was bereits geklärt war oder nie zur Debatte stand.

@ Alf_300: Polemik ist klasse, das erhöht den Unterhaltungswert

@ Motiongroup: Deine fundierten Kenntnisse über die Feuerwehrarbeit in allen Ehren, aber ich muss mal vorsichtig an ein kleines Detail erinnern.

>>> Es gab eine Absperrung, aber es gab keinen Gefahrenbereich: Der Einsatz war de facto fast beendet, der Brand gelöscht <<<

Andernfalls wäre es doch zu keiner Eskalation gekommen. Die Sache dreht sich doch im Kern darum, das die Vorgehensweise der Feuerwehr nicht angemessen war, weil es keine Gefahr mehr gab. Es liefen da ja auch schon Zivilisten herum.

Darüberhinaus kenne ich folgende Vorgehensweisen bei Feuerwehreinsätzen:

- Absperrung nur für Autos und Passanten, ich kann mich an der Einsatzstelle frei bewegen (der häufigste Fall). Allerdings meldet man sich dann schon aus Höflichkeit kurz bei den Einsatzkräften an. Entweder am Einsatzleitwagen oder beim Einsatzleiter, wenn der gerade Zeit hat.

- Großlage mit gewissen Risikofaktoren: Man meldet sich an Absperrung oder Einsatzleitwagen an und wird dann zum Einsatzleiter geschickt. Der versorgt mit ersten Infos und erklärt einem, wo man besser nicht hingehen sollte.

- Großlage mit massivem Risikopotential: Läuft hier genauso, allerdings muss man dann mitunter wirklich eine Weile an der Absperrung waren. Da sind dann aber i.a.R. auch Pressesprecher vor Ort, die alles regeln. Wir reden aber hier von Einsätzen mit Chemie u.s.w. Das ist dann wirklich nicht mehr "lustig". Bei Galvanikbränden (hatten wir in unserem Landkreis 3x in den letzten 1,5 Jahren!) ist das Risiko wirklich unüberschaubar.

Letztendlich hat jeder Mensch -auch ein Feuewehrmann!- die Entscheidungsmöglichkeit, einen anderen Menschen vernünftig zu behandeln. Wenn er es nicht tut, muss er mit einem entsprechenden Echo rechnen. Und das gibt es bei mir durchaus impulsiv im Klartext. Da muss man sich selbstreflektiert (auch in diesem Fall) hinterher die Fragestellen, ob ein etwaiges Foto und 30 Zeilen in der Lokalzeitung den nächsten Schritt zum Nervenzusammenbruch wert sind. Das ändert aber nichts an der Sachlage. Ganz nebenbei: Ein Kollege, der kurz zuvor mit der gleichen FW zu tun hatte, berichtete mir von ähnlichen Erfahrungen. Da wollte der Einsatzleiter unterbinden, daß er bei einem schweren Verkehrsunfall dreht. Seinerzeit bekam er von der Polizei Schützenhilfe. Außerdem stand hier nicht nur ein Mini-Bericht auf der Kippe, sondern eine NiF in der WDR Lokalzeit. Seitens der Polizei wurde ich auch mal massiv und höchst illegal bei den Dreharbeiten nach einem Großereignis behindert. Die Bewegtbilder wurden damals sogar in Österreich sowie hierzulande in der Tagesschau gesendet. Deshalb: Wehret den Anfängen!




Alf_300
Beiträge: 8011

Re: Presserechte an Einsatzstellen, welcher Kollege ist da sattelfest

Beitrag von Alf_300 » Mi 08 Mai, 2019 08:22

--Pixelscghubser
Ich hab ja gedacht Du bist Reporter, da muß es doch längst neue Abenteuer geben




Cinemator
Beiträge: 366

Re: Presserechte an Einsatzstellen, welcher Kollege ist da sattelfest

Beitrag von Cinemator » Mi 08 Mai, 2019 09:05

Die Hoheitsrechte über ein Gefahrengebiet obliegen im Krisenfall temporär den staatlichen Einsatzkräften. Da kann man noch soviel auf ein sogenanntes Presserecht pochen. Man kann hinterher aber die Einsatzleitung privatrechtlich angehen. Allerdings wird jeder Richter die Klage gleich abweisen oder den Pressemann belehren, wo der Hammer hängt.




motiongroup
Beiträge: 3153

Re: Presserechte an Einsatzstellen, welcher Kollege ist da sattelfest

Beitrag von motiongroup » Mi 08 Mai, 2019 10:22

>>> Es gab eine Absperrung, aber es gab keinen Gefahrenbereich: Der Einsatz war de facto fast beendet, der Brand gelöscht <<<
defacto? brand gelöscht? Aufräumarbeiten? eventuell Sicherung von Flüssigasflaschen nach dem Brand..?
In der Regel beginnen da erst die Sicherungsarbeiten...aber es gab keinen Gefahrenbereich... aallees klar..




pixelschubser2006
Beiträge: 1674

Re: Presserechte an Einsatzstellen, welcher Kollege ist da sattelfest

Beitrag von pixelschubser2006 » Mi 08 Mai, 2019 11:02

Langsam zweifele ich daran, wer von uns beiden dabei war. Auch habe ich langsam das Gefühl, in Deiner Heimat hat jeder ne Gasflasche daheim herumstehen. In diesem konkreten Fall gab es keine Gasflasche und keine Sicherungsarbeiten. Es wurden nach Aussage des Einsatzleiters schon die Schläuche eingerollt.

Und selbst wenn Du recht hättest: Was hindert einen Einsatzleiter, im Gespräch höflich zu sagen: "Tut mir leid, ich kann Sie da noch nicht hinlassen. Wir haben da noch eine konkrete Gefahr, da müssen Sie sich noch gedulden". Dauert keine 10 Sekunden, versteht jeder und verstößt noch nichteinmal im Entferntesten gegen irgendwelche Informationssperren.

Darüber hinaus: Interessieren Dich eigentlich Fakten oder setzt Du lieber Konjungtive wie Streubomben ein?




Jörg
Beiträge: 8048

Re: Presserechte an Einsatzstellen, welcher Kollege ist da sattelfest

Beitrag von Jörg » Mi 08 Mai, 2019 11:33

bei allem Verständnis...
ich begreife nicht, was mich dazu bringen könnte, irgendein Elend, Zerstörungen, Unfälle,
was auch immer filmen zu müssen, dabei auch noch Gefahr laufe die anstehenden
Arbeiten zu behindern.
Wie man auch noch das Thema "Pressefreiheit", Pflicht zur Information in diesen
widerlichen Prozess einbeziehen kann...
Die Sensationsgier Einzelner, aber viel schlimmer, der mittlerweile breiten Masse,
war noch nie höher, als momentan.
Ich kann den Frust der Retter verstehen, vor allem, wenn sie dann noch vom
Pöbel angegriffen werden.




motiongroup
Beiträge: 3153

Re: Presserechte an Einsatzstellen, welcher Kollege ist da sattelfest

Beitrag von motiongroup » Mi 08 Mai, 2019 18:19

lasse ihn Jörg... wie er schreibt..
Anlass meiner Frage:
Gestern war ich in einem kleinen Ort zum ersten Mal, um von dort über einen Brand zu berichten. An der Absperrung musste ich warten, bis der Einsatzleiter kam. Zwar kam der durchaus zügig, aber das hat man mir nicht gesagt. Es hieß "Er kommt, wenn er Zeit hat. Einsatz geht vor". Was diese Aussage für Bildberichterstatter bedeutet, liegt auf der Hand. Oft genug hat man schon an der Absperrung einen Überblick über die Lage und kann sich mit ersten Bildern die Zeit vertreiben, was hier ärgerlicherweise auch nicht gin. Um es kurz zu machen: Argument für diese Maßnahme war mögliche Gefährdung. Da im Vorfeld von Explosion die Rede war, habe ich das erstmal so hingenommen. Explodiert bin allerdings ich, als ich erfuhr, daß hier eine Gartenlaube nach einem Brand fertig gelöscht war und die Feuerwehr gerade einpackt.

Ergo: Mich an der Absperrung aufzuhalten, war widerrechtliche Willkür und Schikane. Für meine Arbeit hat das dazu geführt, daß genau die wertvollen Minuten umgegangen sind, in denen ich noch ein brauchbares Bild hätte bekommen können (so in der Art "Feuerwehrmann löscht noch eben kleines Glutnest"). Das, was als unglückliches Timing erscheint, wird allerdings in der Realität als Instrument zu Schikane und Zensur missbraucht.
mehr gibts dazu nicht zu sagen..




Jost
Beiträge: 1347

Re: Presserechte an Einsatzstellen, welcher Kollege ist da sattelfest

Beitrag von Jost » Do 09 Mai, 2019 00:52

pixelschubser2006 hat geschrieben:
Mi 08 Mai, 2019 08:03
>>> Es gab eine Absperrung, aber es gab keinen Gefahrenbereich: Der Einsatz war de facto fast beendet, der Brand gelöscht <<<
Behauptet jemand, der hinter der Absperrung und außer Sichtweite des Brandherds stand.

Du hängst dem Irrglauben an, wir machen Fotos, die Du nicht machst, weil wir irgendeinen Dir unbekannten Freifahrtschein hätten, der Absperrungen öffnet wie Simsalabim die Höhle der 40 Räuber.

Dem ist nicht so. Durch Absperrungen kommt man durch Organisation oder Kraft seiner Persönlichkeit.
Das lernt man im Volontariat.
Ob welcher Qualifikation hast Du Dir den Presseausweis verdient?

Um mal Klartext zu reden, weil Du den Begriffsstutzigen gibst: Mit der Attitüde Ich-bin-scheiße-und-die-Feuerwehr-ist-Schuld bleibst Du auch künftig hinter der Absperrung. Du wirst nicht zensiert, Du bist faul.




pixelschubser2006
Beiträge: 1674

Re: Presserechte an Einsatzstellen, welcher Kollege ist da sattelfest

Beitrag von pixelschubser2006 » Do 09 Mai, 2019 01:25

Sind wir jetzt fertig mit Förmchenwerfen? Jost... der Chef-Journalist, der anderen erklärt, wie es geht. Zu faul oder zu inkompetent mal den Thread querzulesen und dann so einen Mist abzulassen. Jost, es ist hier einiges geschrieben worden, was ich als Meinung akzeptieren konnte. Aber was Du da hingewichst hast, zeigt nur: Extreme soziale Schwäche. Aber mach Dir nix draus, jeder hat so seine Macken.
Jedenfalls ist der Thread, bei dem es ja nicht mehr um die Sache geht, sondern nur um Diffamierungen, eine gute Basis für soziologische Studien. Hauptsache draufhauen, Fakten lesen wir nicht. Nicht, daß wir behauptete Tatsachen anzweifeln. Nein, wir lesen sie erst garnicht, Wozu auch, Nixwissen ist ja eine bemerkenswerte Qualifikation.




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