Bez. dem Vinten Blue (auch dem Blue 3er und 5er Modell) aufpassen. Die haben alle keine deaktivierbare Ausgleichsfeder. Unter der Minimalbelastung drückt der Kopft also wieder nach oben / unten wie bei den billigen Köpfen (deswegen hat Vinten auch das 3er und 5er Modell raus gebracht - Das 3er startet weiter unten und das 5er geht höher bez. der max. KG). Vorteil dabei auch: Haben eine stufenlose Ausgleichsfeder. Bin persönlich aber eher Fan von "gestuften" Systemen (die man auch komplett deaktivieren kann). Geht auch viel schneller wenn man weiß dass z.B. Stufe 3 bei der Feder für das aktuelle Setup perfekt passt (oder Stufe 0 da nur ein Smartphone oder ne Action-Cam z.B. montiert sind). Generell wird es aber so oder so schwierig, die langen Brennweiten mit einem sehr leichten Stativ-Setup abzudecken. Einzig der Benro BV4 oder BV6 fällt mir da auf Anhieb ein (da es Köpfe aus Plastik sind mit trotzdem sehr guten Fluidkartuschen) - Oder die Sachtler ACE L / XL Köpfe z.B. (wobei die aber weniger starke Dämpfung bieten = schlechter für lange Brennweiten). Habe selbst den Benro BV4 und den Sachtler ACE L hier neben mir im Regal liegen - Kenne also beide auch aus der Praxis. Aber bei extrem langen Brennweiten (wie den 600mm) wird das ganze so oder so immer "grenzwertig". Nicht ohne Grund gibt es dann die großen Köpfe mit 5 oder sogar 7 Dämpfungs-Stufen (die meisten haben ja nur 3 Stufen horizontal und vertikal).
Mit den "normalen" Fluidköpfen (mit richtigen schaltbaren / einstellbaren Fluid-Kartuschen) geht das schon auch. Bei längeren Aufnahmen ist das aber dann kein Spaß mehr wenn man es dauernd braucht. Ach ja - Wenn du willst, kannst du den BV4 von mir günstig haben (den kriegt man nicht mehr leicht neu / hat 4kg Traglast). War bisher immer nur als Ersatz gedacht -> Ist daher eigentlich im Neuzustand. Der passt sogar auf normale Stative wenns ich richtig im Kopf habe - Mit 3/8" Gewinden wenn man die Schraube unten entfernt (kann ich gerne nochmals ausprobieren / checken). Kann man also normal auch auf Leichtstative packen. Würde ich aber eher nicht empfehlen, da die Mini-Stative einfach viel zu viel "flexen" und sich verdrehen bei Schwenks. Nebenbei reicht die maximale Höhe oft nicht aus (unter 150 bis 160cm kann man das vergessen - Oft bieten Reisestative nur 130 bis 140cm +/- an). Würde eher wie ich es hier liegen habe mit nem kleinen 75mm fähigen Stativ kombinieren -> Hab z.B. gerade das Manfrotto MVT535AQ darunter montiert. Das Set hat dann um die 5kg zusammen und das Stativ selbst (ohne Kopf) ist nur 60cm hoch / lang. Passt also sogar in einen Rucksack bei Bedarf (Kopf demontiert). Einfach bescheid geben falls Interesse besteht ^^. Man kann natürlich auch noch leichtere Karbon-Stative mit 75mm Schale suchen. Aber kompakter wird es dann nicht mehr (nur etwas leichter).
Alternativ einfach ein höheres Leicht-Stativ (150 bis 160cm Maximalhöhe) mit nem gebrauchten 128RC Videokopf von Manfrotto kombinieren. Ist bei normalen Brennweiten gut verwendbar (und mit etwas Geschick auch bei längeren Brennweiten noch ne Option / bedienbar). Leichter und günstiger wird es dann übrigens aber nicht (verwende selbst 128RC Köpfe die 15 Jahre alt sind - Laufen immer noch einwandfrei). Und darüber macht ein Sprung mindestens zu einem Benro BV4 / BV6 oder sonstigen "richtigen" Fluidköpfen dann Sinn. Alles dazwischen ist nur ein sinnfreier Kompromiss meiner Meinung nach. Einen guten Fluidkopf kauft man nämlich nur einmal für Jahrzehnte nicht nur ein paar Jahre. Ein Monopod mit nem kleinen Kugelkopf (Manfrotto 494RC2 reicht da z.B. mit seinen 4kg Belastbarkeit) wäre auch ne Option (und noch leichter transportierbar). Das kann man aber auch immer noch mit dazu nehmen wenn der richtige Fluidkopf zu schwer wäre für nen längeren Trip / ne längere Wanderung z.B. Zumindest hätte man die Wahl bzw. das beste aus beiden Welten. Das wars auch schon wieder - Viel Spaß schon mal beim Suchen / Rumtesten ^^.
Falls sich wer für zu lange Technik-Videos interessiert ^^: https://www.youtube.com/user/AustrianGeek
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