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Stativ für den Anfang A7III + 70-200 2.8



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uchris
Beiträge: 6

Stativ für den Anfang A7III + 70-200 2.8

Beitrag von uchris » Do 09 Jul, 2020 21:53

Hallo zusammen,

ich lese hier schon eine ganze Zeit auf Slashcam mit, aber jetzt musste ich mich auch mal anmelden, da ich eine kleine Beratung brauche.

Ich suche nach einem Video-Stativ mit (Fluid-)gedämpften Neiger.

Momentan stelle ich mir so etwas wie Benro S6 oder S8 oder ein Manfrotto 504 mit passendem Stativ vor. So ungefähr in die Richtung könnte es gehen.
Leider kenne ich kein Geschäft in das man einfach mal gehen kann und die ganzen Stative einfach mal ausprobieren kann. Das 504 habe ich mir jetzt für das Wochende gemietet, aber wo ich die anderen testen soll.... keine Ahnung ehrlich gesagt.

Was könnt ihr mir so etwa in dieser Preislage empfehlen?

Es soll schon etwas Gewicht aushalten können.
Beispiel; Sony A7III (700G), Sigma 70-200 Art (2kg mit Adapter), evtl. kleiner Monitor.... also 4 kg können schon zusammen kommen und eventuell darf auch mal ein schwereres Objektiv an die Kamera.

Ich weiß, das es viele Stativ-Threads gibt, aber die Berdürfnisse sind ja immer sehr individuell und einige Vorschläge in den anderen Threads sind inzwischen auch schon gar nicht mehr verfügbar.

Danke für eure Hilfe.




cantsin
Beiträge: 7895

Re: Stativ für den Anfang A7III + 70-200 2.8

Beitrag von cantsin » Fr 10 Jul, 2020 00:51

Ich würde da - gerade bei der langen Brennweite - nicht unter einen Manfrotto Nitrotech 608 (bzw. dessen Vorläufer Nitrotech N8)-Stativkopf mit dazugehörigem Stativbein-Kit (Mid-Level oder Ground-Spreader) gehen. Die Kit-Stativbeine gibt's von Manfrotto sowohl in Alu- (billiger) und Kohlefaser- (teurer) Ausführung, und du würdest insgesamt bei 900-1100 Euro landen.

Man kann auch Geld sparen und für ca. 500 Euro den losen Kopf kaufen und mit einem Noname-China-Video-Alustativ mit 75mm Halbschale und Doppelrohren kombinieren. Die sind i.d.R. etwas leichter gebaut als die Manfrottos und kosten knapp über 100 Euro. Aber bei 200mm Brennweite würde ich lieber in das Manfrotto-Carbonstativ investieren.

(Vermutlich wird jemand anders noch posten, dass man nicht unter ein noch teureres Sachtler-Stativ gehen sollte.)




Darth Schneider
Beiträge: 5493

Re: Stativ für den Anfang A7III + 70-200 2.8

Beitrag von Darth Schneider » Fr 10 Jul, 2020 06:07

Sachtler muss in dem Fall gar nicht teurer sein...
https://www.digitec.ch/de/s1/product/sa ... v-10212658
    Ich habe das Ding ins Auge gefasst, kostet aber schon auch nicht wenig.
    Gruss Boris
    „Nothing travels faster than the speed of light, with the possible exception of bad news, which obeys its own special laws.“
    Douglas Adams




    Jott
    Beiträge: 18292

    Re: Stativ für den Anfang A7III + 70-200 2.8

    Beitrag von Jott » Fr 10 Jul, 2020 06:32

    Wer unter Stativ einen Ständer versteht, der kommt billig weg. Wer aber mit langen Brennweiten ruck- und zitterfrei schwenken und verfolgen will, landet mit diesen Wünschen im vierstelligen Bereich. Hört man nicht gerne, aber so isses halt.




    Jost
    Beiträge: 1514

    Re: Stativ für den Anfang A7III + 70-200 2.8

    Beitrag von Jost » Fr 10 Jul, 2020 08:27

    uchris hat geschrieben:
    Do 09 Jul, 2020 21:53
    Momentan stelle ich mir so etwas wie Benro S6 oder S8 oder ein Manfrotto 504 mit passendem Stativ vor. So ungefähr in die Richtung könnte es gehen.
    Den S6 hatte ich. Das funktioniert super bis etwa 3 Kilo.
    Den S8 habe ich noch und nutze ihn mit einer BM Ursa Mini (2,5 Kilo) und kurzer Brennweite. Mit 100-400mm (1,7 Kilo), V-Mount-Akku (700 Gramm) und Doppelrekorder (600 Gramm) war ich dann im Grenzbereich der Counterbalance. Wurde der Zoom verändert und es verkürzte sich die Objektivlänge, musste nachgestellt werden.

    Jetzt: Manfrotto 509HD/545B Stativ. Gab es wie neu für 700 Euro. 10 Kilo Gewicht. Entsetzliche Schlepperei und auf Reisen eine echte Belastung.

    Der S8 sollte perfekt passen.

    Das Benro-Eldorado, warum auch immer, ist übrigens Holland. Dort würde ich auch schauen.

    Carbon würde ich mir gut überlegen. Die Gewichtsersparnis ist vergleichsweise gering. Der Kopf ist schwer.

    Ich würde mich auch nach einer Schiene umsehen, um Kamera und die Stativschelle des Objektivs zu verbinden. Die Stativschelle hat ja gewöhnlich nur ein einziges Gewinde zur Befestigung am Stativkopf. Das ist eine ziemlich windige Verbindung.
    Bild
    Gibt es in verschiedenen Ausführungen.
    Manfrotto und Benro nutzen übrigens identische Schienen.




    Darth Schneider
    Beiträge: 5493

    Re: Stativ für den Anfang A7III + 70-200 2.8

    Beitrag von Darth Schneider » Fr 10 Jul, 2020 16:14

    @ Jott
    Ich habe mir vor ein paar Jahren ein älteres, aber professionelles Libec TV Stativ gebraucht gekauft. Nicht das ich die Marke überhaupt kenne...
    Sehr schwer, potthässlich, primitiv, ohne Luxus einfach aufgebaut, aber ein Super solider grosser Stativkopf, ebensolche Beine, für 300 Franken. Da wackelt nix, der wartungsfreier Fluid Kopf besteht zu 90% aus massivem schwerem Metall. Dazu Allu Beine, mit sehr stabilen Kunststoff Verschlüssen.
    Butterweiche Schwenks sind damit erfahrungsgemäss ( was mich betrifft) auf jeden Fall bis 135mm problemlos möglich, auch mit schwereren Kameras als der Sony Alpha.
    Es muss doch nicht zwangsläufig immer im vierstelligen Bereich liegen.
    Beziehungsweise, ehemals teure Stative kann man doch auch gebraucht kaufen, und die guten Teile halten sehr lange. Und womöglich sind die sogar noch stabiler als ein neues 900€ Manfrotto.
    Ich war nie ein Manfrotto Fan, vor Jahrzehnten musste ich als ich in einer Videoproduktions Firma angestellt war damit arbeiten, mit sehr schweren Kameras, Beta Sp und M2 Kameras und die sehr teuren Manfrottos waren immer wackelig.....und sehr Wartungs intensiv.
    Sachtler und Winten waren immer super, egal ob alt oder neu.
    Aber das eher alte Erfahrungswerte
    Gruss Boris
    „Nothing travels faster than the speed of light, with the possible exception of bad news, which obeys its own special laws.“
    Douglas Adams




    Sammy D
    Beiträge: 1753

    Re: Stativ für den Anfang A7III + 70-200 2.8

    Beitrag von Sammy D » Fr 10 Jul, 2020 17:42

    Ich würde mir den Kopf neu kaufen und ein gutes, gebrauchtes Stativ.

    Der erwähnte Manfrotto Nitrotech bietet viel für wenig Geld.

    Mein erstes Stativ hatte ich damals auch gebraucht erworben: ein Panther mit X15-Kopf. Funktioniert heute noch super. Vor allem die frei fixierbare Mittelspinne ist genial.




    otmar
    Beiträge: 166

    Re: Stativ für den Anfang A7III + 70-200 2.8

    Beitrag von otmar » Fr 10 Jul, 2020 17:45

    Boris, das deckt sich mit meinen Erfahrungen. Ich würde heute kein Manfrotto mehr wollen. Ich würde mich bei Gebrauchten von Sachtler umschauen.
    Gruss Otmar
    Sony PXW-X70 mit 4K-Update
    Final Cut Pro X
    iMac 27, I7 7700K, 32GB RAM, ATI-Radeon 8GB




    uchris
    Beiträge: 6

    Re: Stativ für den Anfang A7III + 70-200 2.8

    Beitrag von uchris » Fr 10 Jul, 2020 23:26

    Danke schon einmal für die vielen Antworten.

    Ich habe mir das Manfrotto 504 morgen für einen Einsatz gemietet und werde es mal ausprobieren. Danach kann ich dann vermutlich besser sagen, ob es für meine Ansprüche mehr sein sollte, oder nicht.
    Gibt es denn im Ruhrgebiet ein Geschäft, die Video-Stative führen, so dass man die mal ausprobieren kann? Foto-Geschäfte kenne ich viele, aber die haben dann meist nur 1-2 Video-Köpfe vor Ort und dann auch nicht immer das, was man ausprobieren möchte.

    Gebraucht wäre natürlich auch eine Möglichkeit, aber da fehlt mir dann sogar das letzte bisschen Überblick.

    Sachtler, Manfrotto (Nitro) und Vinten (scheint ja alles eine Firma zu sein) wären da wohl Kandidaten, soviel, wie ich gehört habe.




    Jost
    Beiträge: 1514

    Re: Stativ für den Anfang A7III + 70-200 2.8

    Beitrag von Jost » Sa 11 Jul, 2020 00:52

    uchris hat geschrieben:
    Fr 10 Jul, 2020 23:26
    Danke schon einmal für die vielen Antworten.

    Ich habe mir das Manfrotto 504 morgen für einen Einsatz gemietet und werde es mal ausprobieren. Danach kann ich dann vermutlich besser sagen, ob es für meine Ansprüche mehr sein sollte, oder nicht.
    Gibt es denn im Ruhrgebiet ein Geschäft, die Video-Stative führen, so dass man die mal ausprobieren kann? Foto-Geschäfte kenne ich viele, aber die haben dann meist nur 1-2 Video-Köpfe vor Ort und dann auch nicht immer das, was man ausprobieren möchte.

    Gebraucht wäre natürlich auch eine Möglichkeit, aber da fehlt mir dann sogar das letzte bisschen Überblick.

    Sachtler, Manfrotto (Nitro) und Vinten (scheint ja alles eine Firma zu sein) wären da wohl Kandidaten, soviel, wie ich gehört habe.
    How to Buy:
    https://www.sachtler.com/en/how-to-buy/how-to-buy/

    Dann einfach anrufen, was sie haben.




    pillepalle
    Beiträge: 2730

    Re: Stativ für den Anfang A7III + 70-200 2.8

    Beitrag von pillepalle » Sa 11 Jul, 2020 07:10

    Ja, die Vitec Gruppe hat Quasi ein Stativmonopol :) Dazu gehören Marken wie Manfrotto, Sachtler, Vinten, O'Connor, oder Gitzo. Interessant ist noch der italienische Hersteller Cartoni. Die haben auch ein recht günstiges Stativ im Einstiegs-Segment, mit dem man meiner Meinung nach nicht viel falsch machen kann. Es lässt sich durch das Red Lock System auch recht leicht in der höhe verstellen. Das ist neben der Stabilität, meiner Meinung nach eines der wichtigsten Kriterien. Denn durch das fehlen einer Mittelsäule kann man Videostative nur über die Beine in der Höhe verstellen. Das hier hat eine 100mm Halbschale und der Adapterring für 75mm ist, glaube ich, im Lieferumfang mit eingeschlossen.

    https://www.marcotec-shop.de/de/cartoni ... 631-2.html

    Ganz generell würde ich mir beim Kauf eines Stativkopfes überlegen für welche Gewichtsklasse du es benötigst (wie schwer ist Dein Equipment) und ob es ein Flatbase- (mit flacher Stativbasis), oder ein Ballhead-Kopf (mit fester Halbkugel) sein soll. Bei Ersteren musst Du eine Halbkugel separat dazu kaufen (gibt's von Manfrotto für 60-80 €), und kannst sie ggf. auch auf Stativen ohne Halbschale, oder Slidern ect. montieren.

    Der Nitrotech 608, den Catsin bereits vorgeschlagen hat, kann ich aufgrund des guten Preis/Leistungs-Verhältnisses auch empfehlen. Ich habe das Vorgängermodell (den N8) und bin nach über einem Jahr immer noch sehr zufrieden damit. Bei Manfrotto ist das meiner Meinung nach ähnlich wie bei Sigma. Früher haben die nur Billigkram gebaut der irgendwo einen Haken hatte, aber mittlerweile auch sehr gute Produkte im Programm. Sachtler liegt meiner Meinung nach eine Klasse darüber, aber auch nur, wenn man nicht die günstigste Modellreihe (ACE) nimmt. Und dann sind sie eben auch teurer.

    VG
    Eigene Gedanken müsste man haben...




    Tscheckoff
    Beiträge: 965

    Re: Stativ für den Anfang A7III + 70-200 2.8

    Beitrag von Tscheckoff » Sa 11 Jul, 2020 08:11

    Hmm. Wenns günstig sein soll, Manfrotto 608er ja (hab ich auch hier - Guter Kopf eigentlich) - Benötigt aber eine Halbschale für 75er bzw. 100er Halbschalen-Stative. Stativ direkt würde ich ein MPro 535 (carbon) oder das MVT535AQ (alu) mal ansehen (sind Einzelrohr-Stative - Falls die besser gefallen). Falls ein Doppel-Rohr Video-Stativ gewünscht wird vielleicht mal das E-IMAGE GC752 (Carbon) im Blick halten (ist gerade mein Haupt-Stativ - Super ding eigentlich). Ist ähnlich dem Sachtler SpeedLock System. Super einstellbar (auch alleine) durch die Schnellverschlüsse - Bzw. steht SEHR robust und gut. Wenn ne größere Marke gewünscht wird, vielleicht ein gebrauchtes CF75 SpeedLock von Sachtler in Betracht ziehen. Kriegt man ab und zu zu einem guten Preis (auch von Händlern / also mit Rechnung und Gewährleistung). Qualitativ ist es natürlich etwas besser als das E-IMAGE - Bzw. man bekommt wohl auch leichter ein Service bzw. Ersatzteile. Obwohl das E-IMAGE GC752 auch sehr robust gebaut ist. Basis und Sperr-Hebel sind komplett aus Metall (brechen also nicht so leicht) - Bzw. mir gefällt das sperren im Inneren der Rohre. Das CF75 hat eben die Verbindungs-Stange zum unteren Verschluss (auf die man leider etwas aufpassen muss bzw. aufpassen "sollte" beim Transport). ^^

    Alternativ bez. dem Kopf vielleicht den Benro BV6 ansehen. Günstig gebaut (Plastik-Kopf). Aber SEHR gute Dämpfung. Verwende den kleineren BV4 als Zweit-Kopf (aber oft auch als Haupt-Kopf, da die Dämpfung für längere Brennweiten zu dem Preis eigentlich unschlagbar ist). Alternativ gibt es noch den älteren Sachtler ACE L Kopf (der beginnt bei 0kg). Aufpassen: Der neuere ACE XL beginnt leider nicht mehr bei 0kg sondern bei ungefähr 2kg (bei 50 bis 75mm COG / center of gravity). Der L ist also auch mit Kamera und kleinem Objektiv besser benützbar (keine Ahnung wieso sie den L aus dem Programm genommen haben - Da wäre es sinnvoller gewesen den M raus zu nehmen). Den ACE L bekommt man übrigens hier und da auch sehr günstig im Kit mit dem MPro 535 Stativ (nennt sich "Sachtler TT" im Kit und hat eben braune und nicht schwarze Clip-Verschlüsse - Ansonsten ist es identisch zum MPro 535 ^^). Dämpfung ist bei den ACE Köpfen nicht so extrem stark (bei beim BV4 und BV6 z.B.). Aber brauchbar. Ach ja - Den ACE M bitte außen vor lassen / am besten nicht beachten. Der ist noch weniger bedämpft und hat auch weniger Gewichts-Spielraum (nebenbei kriegt man ihn nur mit den billigsten Stativen im Kit - Und die sind nicht gerade stabil). LG

    /Edit:/ Ach ja. Manfrotto hat jetzt auch neue Beine (mit 100er als auch 75er Schale in Kombination in einem Stativ). Kenne ich noch nicht persönlich. Aber sieht auch recht interessant aus (obwohl ich da eher ein gebrauchtes CF75 SpeedLock vorziehen würde wenn es ein 75mm Halschalen-Kopf werden soll). Die Doppel-Rohr-Variante nennt sich MVTTWINFA (Manfrotto 645 FTT Alu) bzw. MVTTWINFC (Manfrotto 645 FTT Carbon). Das 635 (Einzelrohr-Stativ) gibt es jetzt auch noch. Aber weiß nicht wie sich die neue Verschluss-Methode so verhalten wird im Alltag. ^^
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    uchris
    Beiträge: 6

    Re: Stativ für den Anfang A7III + 70-200 2.8

    Beitrag von uchris » Di 14 Jul, 2020 21:16

    Ja, der Stativ-Markt scheint mir recht unübersichtlich.

    Also, das 504HD wird es wohl nicht. Er hat mich nicht wirklich überzeugt. Gerade beim Anfahren und wieder stehen bleiben gab es öfter mal kleine Ruckler. Das sollte besser gehen.

    Also die Auswahl ist ja nun gewaltig:
    Benro S6/S7/S8
    Benro BV6/8/10(H)
    Manfrotto Nitrotech 608
    Sachtler ACE L (XL)
    Sachtler FSB 6/8

    und sicherlich noch sehr viele mehr.

    Also tatsächlich bin ich etwas überfragt. Eventuell warte ich einfach bis sich irgendein (gebrauchtes) Angebot ergibt, wo ich dann spontan zuschlage, oder ich miete so lange weiter und teste immer mal, wenn ich eins in einem Geschäft entdecke und wenn mir eins wirklich zusagt, schlage ich zu.




    Sammy D
    Beiträge: 1753

    Re: Stativ für den Anfang A7III + 70-200 2.8

    Beitrag von Sammy D » Di 14 Jul, 2020 21:40

    Also wenn du es schon erwähnst und bereit bist mehr Geld auszugeben, ist meine definitive Empfehlung eine Sachtler Flowtech 75 mit FSB 8. Besser wirds im Preissegment bis 2500 nicht mehr. Würde ich mal ausprobieren!




    cantsin
    Beiträge: 7895

    Re: Stativ für den Anfang A7III + 70-200 2.8

    Beitrag von cantsin » Di 14 Jul, 2020 21:54

    Da es um ein Stativ "für den Anfang" geht, würde ich den umgekehrten Weg gehen und einen Manfrotto Nitrotech 608 auf ein Noname-China-Doppelrohr-Alu-Videostativ mit 75mm Halbschale setzen, Kostenpunkt dann insgesamt rund 650 EUR - 500 für den Kopf, 150 für die Beine.

    Erstens ist der Nitro IMHO gut genug für das 70-200-Objektiv, und ist die Kombi leichter und besser tragbar. Habe mit dem Vorgängermodell N-8 selbst mit solchen Brennweiten problemlos weich schwenken können, z.B. hier, mit Vollformat-äquivalenter Brennweite von 225mm ohne Objektivstabilisierung:



    Zweitens, falls doch einmal ein Upgrade angesagt ist, kann man den Manfrotto-Kopf immer noch auf die Flowtech-Beine setzen - oder, falls ein Sachtler-Kopf tatsächlich Mehrwert bringt, den Manfrotto-Kopf anderweitig wie z.B. auf einem Slider weiterverwenden.

    - Wie hatten hier mal jemanden, der auch eine Stativempfehlung für den Anfang wollte, dann zum Nitro N-8 + Manfrottobeinen griff und letztlich frustriert war, dass sich die Kombi ("das Monster") als zu schwer für seine Wanderungen herausstellte...




    Tscheckoff
    Beiträge: 965

    Re: Stativ für den Anfang A7III + 70-200 2.8

    Beitrag von Tscheckoff » Di 14 Jul, 2020 22:19

    @uchris:

    Lass lieber mal die S Serie von Benro weg. Die sind gleich teuer wie die BV4 / BV6 Köpfe teils. Und definitiv mind. 1 Klasse darunter einzuordnen. Am ehesten: Benro BV6, Manfrotto Nitrotech 608, Sachtler ACE L oder wenn mehr Geld fließen kann der FSB6 oder FSB8 (der 6er hat aber eine Mindest-Last von 1.5kg - Also aufpassen). Den Miller CX2 gäbe es auch noch - Kostet aber alleine schon recht viel. Bzw. die Miller CX kenne ich persönlich noch nicht - Den Rest der genannten habe oder hatte ich schon selbst ^^. Als Beine wie gesagt ein gebrauchtes Sachtler SpeedLock CF75 oder ein E-IMAGE GC752. Beides super Stative, recht leicht und auch super alleine zu verstellen (ohne Gefummel).

    Bez. der Köpfe: BV6 eher günstig gebaut aber SEHR gute Dämpfung, Sachtler ACE L besser verarbeitet aber weniger starke Dämpfung (BV6 ist deutlich besser bei langen Brennweiten), Manfrotto 608er ist wo dazwischen (bin eher ein Fan der ersten beiden - Der 608er hat aber einen Flachbodenanschluss - Ist also leichter wo zu montieren). Die BV6 und ACE L Köpfe kann man aber normal auch umbauen auf Flachboden (dazu muss man nur die Gewindestangen unten ausdrehen - Dann bekommt man einen 3/8" Anschluss). FSB6, FSB8 und Miller CX2 sind dann eher die teuren Varianten. Aber sind auch sehr gut bedämpft die Sachtler FSB (vor allem sind sie gebaut wie Panzer ^^). Preislich aber DEUTLICH teurer.

    Verwende z.B. selbst E-IMAGE GC752 + Benro BV4. Super Kit. Leicht und extrem stabil.
    So EXTREM viel Auswahl gibt es auch nicht eigentlich. Falls du noch Fragen hast (bez. Entscheidungshilfe) - Frag einfach ^^.
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    Frank Glencairn
    Beiträge: 11913

    Re: Stativ für den Anfang A7III + 70-200 2.8

    Beitrag von Frank Glencairn » Mi 15 Jul, 2020 07:01

    Wenn man nicht gerade im Lotto gewonnen hat, ist ein Stativ so ziemlich das letzte was man neu kaufen sollte.
    Als Daumenregel gilt: Der Kopf sollte mindestens eine 50% (besser mehr) höhere Kapazität (Gewicht) haben als dein schwerstes Kamera Setup. Deshalb lieber gebrauchtes Pro Gear kaufen, als neues Semipro für den selben Preis.

    Ich hab z.B. meinen Vinten Kopf, der ursprünglich mal 6000,- Öcken gekostet hat, gebraucht für 350,- bekommen - hat natürlich trotzdem immer noch die Performance von einem 6000,- Kopf. Der tut jetzt seinen Dienst hier seit 15 Jahren völlig klaglos, und ich kann immer noch locker 25 Kilo drauf packen, wenn's sein muß. Ebay und Facebook sind voll von sowas.




    Hans-Jürgen
    Beiträge: 53

    Re: Stativ für den Anfang A7III + 70-200 2.8

    Beitrag von Hans-Jürgen » Mi 15 Jul, 2020 08:01

    Ich habe mehrere Manfrotto Köpfe gehabt, bis ich schließlich einen Sachtler (Cine DSLR) bekommen habe.
    Die Manfrotto habe ich immer noch, mag sie aber gar nicht mehr benutzen.
    Lediglich wenn die Kamera einfach nur fest stehen soll nutze ich die noch mal.




    uchris
    Beiträge: 6

    Re: Stativ für den Anfang A7III + 70-200 2.8

    Beitrag von uchris » Do 06 Aug, 2020 21:31

    So, ich habe mir jetzt erst mal einen Manfrotto Nitrotech 608 gekauft.

    Erst einmal bin ich etwas über die Fertigungsqualität erschrocken. Der Slider war noch nicht mal richtig entgratet, so dass er zuerst garnicht richtig in die Aufnahme rein passen wollte, da eine kleine abstehende Alu-Kante das Ding ein wenig zu breit machte.

    Dann ist mir aufgefallen, dass es immer wieder Plopp-Laute gab. Also nicht nur dieses Schmatzen beim verstellen der Friktion, sondern wirklich "Plopp". So als ob eine kleine Blase platzen würde. Mit zunehmender Verwendung ist dies nun aber fast verschwunden. Anscheinend muss sich das Fluid erst mal überall verteilen !? Am Anfang lief er gerade auch in der Vertikalen nicht so gut. Das hat sich nun stark gebessert. (Also ich rede jetzt von ner Knappen Stunde Bedienung/Test, wenn überhaupt bis jetzt).

    Etwas negativ aufgefallen ist mir, dass er etwas zurückfedert, besonders in der Vertikalen. Bei Weitwinkel und Normalbrennweite fällt das sicherlich nicht so auf, aber bei 200mm merkt man es schon. Dies ist dann aber tatsächlich der Federweg. Also durch leichtes antippen des Arms bewegt sich der Bildausschnitt genau um diesen Bereich. Da hatte ich mir noch etwas mehr erhofft, aber wenn ich ehrlich bin, ist das bestimmt schon eine gute Leistung.

    Hier scheinen ja noch andere diesen Kopf zu haben. Könnt ihr das so bestätigen?




    Hans-Jürgen
    Beiträge: 53

    Re: Stativ für den Anfang A7III + 70-200 2.8

    Beitrag von Hans-Jürgen » Sa 08 Aug, 2020 00:58

    Genau aus diesen Gründen bin ich bei Sachtler gelandet.




    Tscheckoff
    Beiträge: 965

    Re: Stativ für den Anfang A7III + 70-200 2.8

    Beitrag von Tscheckoff » Sa 08 Aug, 2020 07:20

    @uchris:

    Naja. Der Manfrotto kostet auch nur um die 400€ (was für die gebotenen Features und für nen Kopf von Manfrotto mit robuster Bauweise schon recht günstig ist). Das Problem ist etwas, dass der 608er eben nur ne bessere Variante von ner Friktions-Dämfpung hat (d.h.: keine Fluid-Kartuschen verwendet, die Öl im Inneren rum pressen, sondern nur je nach Druck auf zwei Platten mit Schmierung dazwischen die Dämfpungs-Stärke ändert - Dadurch ist auch eine stufenlose Dämpfung realisierbar). Das funktioniert sogar recht gut muss ich sagen für "Alltags-Sachen" - Das System ist auch um LÄNGEN besser als die Benro S-Serie z.B. Aber nicht ohne Grund gibt es eben auch noch teurere Köpfe wie die Sachtler FSB, DV SB oder die Miller CX z.B. (Cartoni Focus 12 mit der 100er Schalte ist auch noch ziemlich günstig und gut wenn man mit nem großen 100er Schalten-Stativ leben kann).

    Wenn du noch etwas testen willst (günstigeres), dann hol dir nen Benro BV6. Der ist von der Verarbeitung her zwar nur aus Plastik (da ist der Manfrotto 608er dann doch um Welten besser). Aber er verwendet zumindest "richtige" Fluid / Öl-Kartuschen die auch bei längeren Brennweiten nicht zurück federn (er macht das eigentlich gar nicht bei den BV4 Köpfen die ich bisher hatte - Der aktuelle ist mein zweiter BV4 bzw. hatte auch schon den BV6 - Waren alle perfekt von der Dämpfung her). Wenn man mit der Plastik-Bauweise leben kannk, sind die BV4 und BV6 DIE Schnäppchen eigentlich. Die Dämfpungs-Performance stimmt einfach. Viele wollen aber eben lieber was robusteres das "super aussieht", wo alles stufenlos einstellbar ist und wo ne größere Marke drauf steht. Verstehe ich auch ein wenig. Aber dann muss man schon DEUTLICH mehr ausgeben - Leider ...

    P.s.: WENN du einen der BV Köpfe testen willst (BV4 oder BV6), kaufe die nur lokal.
    Sonst kann es ganz schön nerven wenn man etwas nach China z.B. zurück senden muss (bez. Zoll, Versand-Dauer etc). ^^

    Ach ja - Beim 608er Dämpfung raus drehen / leichter drehen, so gut es geht ausbalancieren und die Feder so genau wie möglich einstellen (ist ja eh stufenlos), dann die Dämpfung wieder rein drehen (die vertikale). Leider ändert sicht der Schwerpunkt beim Verstellen des Objektives wieder. Also sollte man da am besten bei einer Brennweite bleiben (und die fixieren vielleicht sogar mit Gaffa am Objektiv). Dann bleibt die Performance des Kopfes auch immer gleich. Das muss man aber bei jedem Kopf machen eigentlich. Sonst kanns bei jedem passieren dass er etwas nachfedert vertikal ^^. Nur manche Köpfe können eben so leichte Änderungen durch die guten Öl-Kartuschen / Dämfpungs-Kartuschen wieder ausgleichen. Macht das Leben natürlich leichter dadurch. Aber probier mal etwas rum wenn du Zeit hast ...
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