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Zeitraffer womit und welches Ausgangsmaterial?



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krokus
Beiträge: 21

Zeitraffer womit und welches Ausgangsmaterial?

Beitrag von krokus » Di 04 Sep, 2018 18:26

Hallo zusammen,
ich möchte gerne Zeitrafferaufnahmen erstellen. Nun habe ich hierzu einige Fragen. Bei Zeitrafferaufnahmen werden normalerweise einige hundert Fotos in kontinuierlichen Abständen (Intervallen) aufgenommen. Dies schadet jedoch dem Verschleiß der Kamera. Kann man auch aus einem Video Zeitrafferaufnahmen erstellen, und wenn ja , was muß ich beachten?
Nun habe ich im Internet verschiedene Panoramateller, teils manuell teils elektrisch betriebene gesehen die ein dynamisches Zeitraffer unterstützen.
https://www.amazon.de/dp/B00IUMPET2/ref ... 55480&sr=2
https://www.amazon.de/Sevenoak-USB-Lade ... 1ENNTHSRGS
Wie sind Eure Erfahrungen mit diesen Produkten,welche könnt Ihr empfehlen, und überhaupt was Zeitrafferaufnahmen angeht.
Vielen Dank vorab,
krokus




didah
Beiträge: 839

Re: Zeitraffer womit und welches Ausgangsmaterial?

Beitrag von didah » Di 04 Sep, 2018 19:17

klar kannst du aus einem video einen zeitraffer machen - aber besonders glücklich wirst nicht werden damit. zu kurzer shutter um smoothe bewegungsabläufe schön darzustellen und auflösung und bitdepth liegen weit unter dem von raw photos. pfeif doch auf den verschleiß, bzw betrachts mal realistisch: eine 7d war auf ca 150.000 auslösungen ausgelegt (wobei meine damals auch nach über 200000 keine zicken machte). ein 10 sec timelapse sind 250 photos (bei 25 fps), macht 600 timelapses für die 150000 auslösungen oder 2 jahre einer täglich - bis man das erreicht hat will man eh einen neuen body....

wegen den drehtellern - eine gopro auf einer eieruhr liefert überraschend gute ergebnisse ;)
mean people suck




krokus
Beiträge: 21

Re: Zeitraffer womit und welches Ausgangsmaterial?

Beitrag von krokus » Di 04 Sep, 2018 19:47

didah hat geschrieben:
Di 04 Sep, 2018 19:17
wegen den drehtellern - eine gopro auf einer eieruhr liefert überraschend gute ergebnisse ;)
Gibt es qualitative Unterschiede zwischen den Marken und lieber elektro(genauer) oder manuell? Bei einigen Elektrodrehtellern hat man mehr Einstellmöglichkeiten.




vobe49
Beiträge: 456

Re: Zeitraffer womit und welches Ausgangsmaterial?

Beitrag von vobe49 » Fr 07 Sep, 2018 07:27

Alternative zu den Drehtellern wäre z. B. ein Gimbal wie das FeiYoutech a1000 was ich dafür nutze. Das ist bezahlbar und man kann für die Aufnahme eine vernünftige Kamera nutzen.

Ein Hinweis noch: was ich bei vielen Timelapse-Aufnahmen wie z. B. Sonnenuntergänge am Meer nicht mag: der tolle Eindruck, den man durch die schnell ziehenden Wolken bekommt wird durch das krisselnde Wasser wieder zunichte gemacht. Wenn man die Timelapse aus Einzelfotos zusammenbaut, hat man da kaum eine Möglichkeit, das zu verhindern. Anders, wenn man eine lange Videoaufnahme im Videoschnittprogramm staucht: da hat man die Möglichkeit, das gestauchte und ein Stück vom originalen Video in Höhe der Horizontlinie mit einer Alphamaske zu trennen. Man platziert im Schnittprogramm das gestauchte Video in der 1. Spur (O-Ton wird hier sowieso entfernt und gelöscht), die Alphamaske in der 2. und ein nicht gestauchtes Stück der Videoaufnahme in die 3./4. Spur (da hat man auch gleich einen O-Ton). Die Timelapse wirkt dann nach meinen Geschmack so viel schöner.




Jott
Beiträge: 14462

Re: Zeitraffer womit und welches Ausgangsmaterial?

Beitrag von Jott » Fr 07 Sep, 2018 07:48

Alpha-Maske? Einfach beides übereinander und oben horizontal croppen mit etwas weicher Kante.




blueplanet
Beiträge: 874

Re: Zeitraffer womit und welches Ausgangsmaterial?

Beitrag von blueplanet » Fr 07 Sep, 2018 08:03

Jott hat geschrieben:
Fr 07 Sep, 2018 07:48
Alpha-Maske? Einfach beides übereinander und oben horizontal croppen mit etwas weicher Kante.
...weiche Kante in Premiere ohne Maske? Ich blick' gerade nicht durch! Wäre für einen Vorgehenstipp dankbar ;))

LG
Jens




Jott
Beiträge: 14462

Re: Zeitraffer womit und welches Ausgangsmaterial?

Beitrag von Jott » Fr 07 Sep, 2018 09:50

Wo steht was von Premiere? Geht nicht? Dann halt ein stehender Wipe oder sonst was. Alphamaske bauen für so was Simples kann ja nicht sein, aber ist auch egal.

Das Prinzip stimmt ja. Sonnenuntergangs-Zeitraffer mit Split am Horizont hatte ich schon zu DV-Zeiten so gemacht. Ist viiiel schöner mit normalem Wasser.




krokus
Beiträge: 21

Re: Zeitraffer womit und welches Ausgangsmaterial?

Beitrag von krokus » Fr 07 Sep, 2018 10:08

vobe49 hat geschrieben:
Fr 07 Sep, 2018 07:27
Alternative zu den Drehtellern wäre z. B. ein Gimbal wie das FeiYoutech a1000 was ich dafür nutze. Das ist bezahlbar und man kann für die Aufnahme eine vernünftige Kamera nutzen.

Ein Hinweis noch: was ich bei vielen Timelapse-Aufnahmen wie z. B. Sonnenuntergänge am Meer nicht mag: der tolle Eindruck, den man durch die schnell ziehenden Wolken bekommt wird durch das krisselnde Wasser wieder zunichte gemacht. Wenn man die Timelapse aus Einzelfotos zusammenbaut, hat man da kaum eine Möglichkeit, das zu verhindern. Anders, wenn man eine lange Videoaufnahme im Videoschnittprogramm staucht: da hat man die Möglichkeit, das gestauchte und ein Stück vom originalen Video in Höhe der Horizontlinie mit einer Alphamaske zu trennen. Man platziert im Schnittprogramm das gestauchte Video in der 1. Spur (O-Ton wird hier sowieso entfernt und gelöscht), die Alphamaske in der 2. und ein nicht gestauchtes Stück der Videoaufnahme in die 3./4. Spur (da hat man auch gleich einen O-Ton). Die Timelapse wirkt dann nach meinen Geschmack so viel schöner.
Interessante Vorgehensweise mit der Alphamaske. Ich habe mir aktuell zwei Drehteller bestellt. Zum einen den Flow Mow (manuell) zum anderen von Polaroid einen elektronischen Drehteller. Da leider meine alten Kameras Panasonic FZ38 und Minolta Dimage Z1 keine Intervallfunktion besitzen und auch keinen vernünftigen Eingang womit man über Fernbedienung das realisieren könnte, werde ich entweder auf die Nikon P7700 (diese kann aber nur als kürzeste Zeit 30 Sekunden Intervall) oder auf meine neue Fuji XT-20 mit arbeiten.
Das Gimbal ist bestimmt ne feine Sache, allerdings bedarf es ganz bestimmt einiger Übung. Ich hab mir vor kurzem den Steadydrive zugelegt und festgestellt dass es unwahrscheinlich schwer ist das Ding zu führen. Man braucht Geduld. Ich vermute es wird bei dem Gimbal ähnlich sein.
Gruß
krokus




vobe49
Beiträge: 456

Re: Zeitraffer womit und welches Ausgangsmaterial?

Beitrag von vobe49 » Fr 07 Sep, 2018 18:22

Vielleicht mal noch so viel zu den Hinweisen:

Ich schneide mit MAGIX ProX - da geht das empfohlene Splitting nicht anders. Da ich aber Photoshop und Lightroom besitze, lässt sich die Vorlage (jpg-Bild) für eine Alphamaske in 15 sec erstellen. Zur Alphamaske wird sie ja erst im Schnittprogramm freigeschaltet. Aber egal - viele Wege führen nach Rom.

Was die Intervallfotos für die Timelapse anbelangt, schau dir mal die ayex Digital Timer Remote Control an :
Den gibt's für viele Kameratypen, kostet nur 30 Euro und funktioniert hervorragend. Deine Kamera muss lediglich über einen Mini-USB-Anschluss verfügen und den sollte eigentlich jede Kamera zwischenzeitlich besitzen.

Das Geld für den Steadydrive hättest du besser in das FeiYoutech a1000 oder a2000 investieren sollen, denn damit arbeitet es sich im Vergleich zur Steadycam piepeinfach. Das Ding wiegt weniger als 1 Kg, ist in wenigen Minuten einsatzbereit und die Ergebnisse sind auch deutlich besser. Ich weis wovon ich rede - habe meine Steadycam schnell wieder verkauft. Gimbals für DSLR- oder Systemkameras waren noch vor einigen Monaten sehr teuer - deshalb habe ich auch lange mit mir gezaudert. Aber 329 Euro für Kameras bis 1,2 Kg sind nun bezahlbar und das o.g. Teil ist wirklich kein Schrott und funktioniert bestens.




krokus
Beiträge: 21

Re: Zeitraffer womit und welches Ausgangsmaterial?

Beitrag von krokus » Fr 07 Sep, 2018 21:12

Ja, ich glaube auch, dass ich zu schnell gekauft habe. Es ist 1 Woche nach der regulären Rückgabezeit des Händlers(14 Tage). Ich bezweifle dass ich damit glücklich werde. Es erfordert viel Zeit und Geduld.




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