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mal was zum Gucken für euch! Ich habe für ne frische Deathcore-Band in Darmstadt aus vier 20-Jährigen mein erstes Musikvideo gedreht - ohne Zwang, Low Budget, und Raum zum Probieren!
Die Band heißt 'The Ashes We Breath' und das Video verbindet zwei thematisch zusammengehörige Songs zu einem Musikvideo.
Hat mega viel Spaß gemacht, und ich hab was ganz Neues probiert, ist wie gesagt mein erstes Musikvideo.
Ich habe ebenso Pre-/Postproduction gemacht, Props besorgt für die kurzen Story-Sequenzen und ein grobes Storyboard geschrieben. Ich habe alles ohne Bezahlung gemacht, war ein Freundschaftsgefallen. Gefilmt haben wir in deren Proberaum, der für sich schon ne coole Atmosphäre hat.
Technisch gesehen kam eine Sony A7C II mit dem Zeiss 16-70mm f4 OSS zum Einsatz, zum Teil Stativ, aber 80% handheld und ohne Rig, weil ich so mobil wie möglich sein wollte. Die Story-Sequenzen wurden mit einem manuellen Samyang 35mm 1.4 aufgenommen. Gefilmt in 10-bit Slog3 4k50, delivery in 1080p 25p. Geschnitten in Final Cut.
Lichter kamen drei zum Einsatz. Hinter dem Drummer ein 300W Cob-LED mit Fresnel-Aufsatz und Gel-Farbfilter. Rechts vom Drummer auf den Hintergrund gerichtet ein 60W RGB-LED. Und von vorne auf die Band gerichtet ebenso ein 300W Cob-LED mit Spotlight-Objektiv-Aufsatz, teilweise mit Gel-Farbfilter, und mit barn doors zu nem horizontalen Streifen verengt, sodass Kopf-Schulter der Band belichtet sind.
Ziel war ein recht schneller Schnitt mit unruhiger Kamera-Führung, Crash Zooms, Bewegung und nah dran am Geschehen.
Bin für Feedback dankbar, aber habt hauptsächlich hoffentlich Spaß beim Gucken, so oft wird hier gar nichts zum Gucken gepostet 😉
…nach 10Sec. habe ich die Lautsprecher abgeschaltet…und mich nur noch auf deine Arbeit konzentriert;). Die Musik ist überhaupt nicht meine Musse. Aber das ist auch völlig unrelevant, denn die Produktion ist Dir hingegen wirklich gelungen. Respekt! Ist der Hammer!!
Damit dürftest Du bei jeder anderen Metalgroup eine Kamera in der Tür haben. In der Post wird auch ne Menge Arbeit stecken und mich würde interessieren, ob Du das tatsächlich nur mit einer Kamera, praktisch in einer Sequenz gefilmt hast bzw. wieviel mal im Durchschnitt etwas wiederholt werden musste?!
Hehe, ja, ist wie gesagt nicht jedermanns Sache, diese Mucke! Aber cool, dass der Schnitt scheinbar auch ohne Musik zündet!
Grundsätzlich gab es acht ungeschnittene komplette Durchläufe. Zwei vom Stativ, zwei Handheld, die die Band dynamisch filmten und dann je Band-Mitglied handheld einen Durchlauf, wo nur dieses Mitglied im Fokus stand für möglichst mitreißende Performance. Diese hab ich dann alle synchron als überlagernde Spuren in Final Cut gelegt. Der Schnitt war dann tatsächlich das Aufwendigste, damit der Flow auf den Takt sitzt und alles organisch zusammenpasst. Besonders das Schlagzeug musste sitzen. Beim ersten kurzen Song hatten wir aber leider die extra Band-Mitglied-Durchläufe nicht gemacht, erst beim zweiten Song. Das merkt man. z.B. an der Kappe des Sängers, mal da, mal nicht ;-)
Dann noch die Story-Szenen und extra Detail-Aufnahmen, bei denen dann nur bestimmte Sequenzen wiederholt wurden.
Haben insgesamt einen ganzen Tag gefilmt. Meine trusty A7C II hat das super hingekriegt, besonders der Autofokus ist einfach krass gut.
Ich bin sehr gespannt, ob ich diese Richtung etwas weiterverfolge!
Jan hat geschrieben: Di 16 Jun, 2026 20:46
Ist nicht übel geworden.
Die wohl beste Band dieser Musikart ist aktuell Lorna Shore, das ist so die Referenz.
Ja, mit dieser Referenz kann sich jetzt freilich weder die Newcomer-Band noch meine Filmkünste messen... vor allem die Arbeit mit Wasser ist ein Riesenaufwand. Ich sollte mal einen Post drüber machen, wo ich im "Studio" (hab keins, einfach ein Innenraum 😄) ein Wasserbecken aufgebaut hab für nen Shoot mit einem 10.000€ teuren und 100kg schweren Massagesessel mit Model drin, beide sollten nicht nass werden... Wasser ist scary 🥸
Wow, das schaut sich gut weg, auch wenn ich die Musik etwas leiser drehen musste ;-).
Ich hatte auch mal das Vergnügen, ein Musikvideo zu schneiden. Der Takt war nicht mal halb so schnell.
Erst kommt die Fleissarbeit: Alle Aufnahmen sortieren und lippensynchron anzulegen (was bei dir sicherlich sau mühsam war)
Danach kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen.
Gut "geschnitten" ist, wenn man den Schnitt nicht sieht - also man nicht drüber stolpert. Und das ist dir gelungen!
Bin ich der eigentlich einzige der sich darüber wundert das der Sänger im ersten Teil des Videos ständig seinen Hut "verliert" ? ;-)
Mal hat er die Kappe auf und in diversen Umschnitten dann wiederum nicht...
Ansonsten vermittelt es doch eine gute Dynamik auch wenn es nicht meine Musik ist... mich strengt das eher an und ich musste dann iwann abschalten, aber das ist ja Geschmäckle.
rush hat geschrieben: Do 16 Jul, 2026 09:42
Bin ich der eigentlich einzige der sich darüber wundert das der Sänger im ersten Teil des Videos ständig seinen Hut "verliert" ? ;-)
Mal hat er die Kappe auf und in diversen Umschnitten dann wiederum nicht...
Nein, mir fällt das STÄNDIG auf 🙈
Das war ein Produktionsfehler meinerseits. Ich habe am Anfang des Drehtages nicht darauf geachtet und später blieb keine Zeit, das nachzudrehen. Beim zweiten Song-Teil kam das ja nicht mehr wirklich vor, weil ich es dann auf dem Schirm hatte 🤷🏻♂️
Senn-Tech hat geschrieben: Do 16 Jul, 2026 09:35
Wow, das schaut sich gut weg, auch wenn ich die Musik etwas leiser drehen musste ;-).
Ich hatte auch mal das Vergnügen, ein Musikvideo zu schneiden. Der Takt war nicht mal halb so schnell.
Erst kommt die Fleissarbeit: Alle Aufnahmen sortieren und lippensynchron anzulegen (was bei dir sicherlich sau mühsam war)
Danach kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen.
Gut "geschnitten" ist, wenn man den Schnitt nicht sieht - also man nicht drüber stolpert. Und das ist dir gelungen!
Vielen Dank! Bei mir war es die Herausforderung, das Schlagzeug exakt auf die richtige Bewegung des Schlagzeugers zu setzen, das war nämlich nicht immer leicht zu hören und ich hab (hatte) darin auch keine Erfahrung.
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