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Clemens Schiesko
Beiträge: 551

Sorbische Musikvideos

Beitrag von Clemens Schiesko » Do 31 Mär, 2022 00:40

#1


Da mein Bruder und ich dieses Jahr mindestens sechs Musikvideos für das sorbische Magazin Łužyca im rbb produzieren, dachte ich mir, mache ich dazu mal einen Thread auf, in dem ich etwas über die einzelnen Produktionen berichte. Vielleicht hat der ein oder andere ja Interesse daran.

Geplant ist fast monatlich ein neues Video zu produzieren. Das bedeutet also neben anderen Projekten ein straffes Zeit Management. Je nach Videokonzept sind maximal 2 Drehtage drin. Das selbe gilt für den Schnitt.

Im ersten Clip haben wir es uns hinsichtlich Postproduktion jedoch etwas einfacher gemacht, da wir uns für eine Plansequenz entschieden haben. Dennoch fiel trotzdem ein Tag für die Farbbearbeitung und Betitelung an.
Die meiste Zeit hat dementsprechend die Vorproduktion beansprucht. Die Schwierigkeit beim Dreh war, dass wir alles rückwärts gedreht haben, um es schließlich für das fertige Video wieder vorwärts abzuspielen. Das war in der Planungsphase natürlich ein kleiner Mindfuck, da man gleichzeitig in beide Zeitachsen denken musste. Dazu das richtige Timing der Darstellenden, der Kamera und Lichttechnik. Aber bei drei von drei heißen Versuchen waren wir dann mit dem letzten Schuss zurfrieden. Mehr ging auch nicht, da dann das Konfetti alle war. :D

Zur Technik: als Kamera habe eine Z CAM E2-F6 genutzt. Als Objektiv das Canon 28mm f1.8 bei Blende f2.5 mit vorgeschraubten Tiffen Black Pro-Mist 1/4 Filter, um die Lichter etwas mehr "scheinen" zu lassen (ergänzend zur Hazermaschine für den feinen Dunst im Raum). Stabilisiert wurde das Ganze mit dem DJI RS2 und die Schärfe habe ich mit dem Libec Focus Controller am Handgriff gezogen. Für das Barlicht am Anfang diente eine Aputure B7c und für das kleine, blinkende "Partylicht" zwei Aputure AL-MC. Der Regisseur konnte per WLAN direkt auf seinem Smartphone das Bild mitverfolgen und so gegebenenfalls einlenken. Was in dem Fall ziemlich hilfreich war.
Aufgezeichnet habe ich in 6K Open Gate (3:2) im Zlog2 ProRes HQ Format, um nachträglich noch genügend Spielraum zu haben.

Um das Ganze in Aktion zu sehen, hier ein kurzes Making Of: ARD Mediathek

Der nächste Clip wird am kommenden Wochenende produziert und erscheint am 23. April. Diesmal eher mit szenischen Aufnahmen, die dann auch den Schnitt mehr herausfordern. Sofern das Interesse besteht, kann ich dann gerne auch wieder darüber berichten.
www.schiesko.de | Sorbische Musikvideos

Zuletzt geändert von Clemens Schiesko am Di 09 Aug, 1988 03:23, insgesamt 666-mal geändert.




pillepalle
Beiträge: 6181

Re: Sorbische Musikvideos

Beitrag von pillepalle » Do 31 Mär, 2022 03:06

Danke für's posten. Ich melde schon mal Interesse an. Gerne mehr davon :)

VG
I can't explain and I don't even try.




rush
Beiträge: 12993

Re: Sorbische Musikvideos

Beitrag von rush » Do 31 Mär, 2022 08:21

Thematisch passend dazu verlinke ich ein Projekt in dem ein befreundeter Schauspieler eine der Hauptrollen spielt.

Straight Outta Crostwitz befasst sich im weitesten ebenfalls mit der sorbischen Kultur und den damit einhergehende Restriktionen sowie dem Versuch Familie und Moderne in Einklang zu bringen, mit all den bekannten Problemen. Ein kleines modernes Märchen, die klassische Reise des Helden bzw. der Heldin in dem Fall in dem die Musik den zentralen Inhalt einnimmt.

Es ist eine 4 teilige Mini Webserie a 10Minuten, also sehr kurzweilig und gut besetzt u.a. mit Jasna Fritzi Bauer in der Hauptrolle.

Weitere Infos:
www.mdr.de/kultur/kino-und-film/lausitz ... z-100.html

Direktlink zur Mediathek:
https://www.ardmediathek.de/sendung/str ... zVkYzNhNTQ
keep ya head up




Jörg
Beiträge: 9849

Re: Sorbische Musikvideos

Beitrag von Jörg » Do 31 Mär, 2022 09:27

Gerne mehr davon :)
aber sehr gerne...




Clemens Schiesko
Beiträge: 551

Re: Sorbische Musikvideos

Beitrag von Clemens Schiesko » Do 31 Mär, 2022 14:51

rush hat geschrieben:
Do 31 Mär, 2022 08:21
Thematisch passend dazu verlinke ich ein Projekt in dem ein befreundeter Schauspieler eine der Hauptrollen spielt.

Straight Outta Crostwitz [...]
Die Serie habe ich mir letztes Wochenende angeschaut. Ansich toll, dass sorbische Themen aus dieser Region mehr in den professionellen Fokus gelangen. Ich mag auch Jasna Fritzi Bauer sehr. Mir persönlich war die Geschichte nur etwas zu straff erzählt, so dass sich die Charaktere nicht glaubhaft entfalten konnten und ich letztendlich nicht emotional voll mitgegangen bin. Das mag aber wohl mehr den Produktionsvorgaben als der Regie geschuldet zu sein (Stichwort: Short Dramedy – Serien für zwischendurch). Der MDR scheint gerade neue Formate zu testen und hat dazu mehrere Miniserien produziert. Vielleicht mit der Aussicht, einzelne davon größer zu produzieren, sofern sie denn vom Publikum gut angenommen werden!? Ich freue mich auf jeden Fall, sollte da mehr von kommen.
Und Grüße an Deinen Schauspielkumpel. Spielt er den Bruder, Vater oder Clubbesitzer?
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Zuletzt geändert von Clemens Schiesko am Di 09 Aug, 1988 03:23, insgesamt 666-mal geändert.




rush
Beiträge: 12993

Re: Sorbische Musikvideos

Beitrag von rush » Do 31 Mär, 2022 14:54

Ja stimmt es ist ziemlich flott erzählt - aber kam mir irgendwie entgegen im Vergleich zu den langezogen Netflix/Amazon und Co Serien die ich gefühlt nie zuEnde gucke ;-)

Es ist der "Bruder".
keep ya head up




Clemens Schiesko
Beiträge: 551

Re: Sorbische Musikvideos

Beitrag von Clemens Schiesko » Sa 09 Apr, 2022 18:41

So, das zweite Video ist nun auch abgedreht und befindet sich mittlerweile im Schnitt. Dieses mal habe ich mich für Handheld-Aufnahmen mit einem selbstgebauten 2x Anamorphoten entschieden - quasi auch ne Premiere für mich mit dem Objektiv und es wird dann sicher spaßig beim Entzerren und Farbbearbeiten. Mal sehen, ob die Optik die Musik trägt - das Video wird jedenfalls etwas melancholischer, mit schöner A-cappella-Musik von einem Chor. Erste Making Of Bilder gibt es hier schon zu sehen:

https://konturprojekt.de/zweites-video- ... abgedreht/

Später dann mehr ...
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Clemens Schiesko
Beiträge: 551

Re: Sorbische Musikvideos

Beitrag von Clemens Schiesko » Mo 02 Mai, 2022 02:21

#2


Hier nun das zweite Musikvideo.
Gedreht haben wir dieses mal auf einem alten Gehöft in der Niederlausitz sowie in einem Waldstück in Cottbus. Alles an einem Tag plus einem einstündigen, kurzen Nachdreh vier Tage später. Los ging es um etwa 10 Uhr mit den Hausszenen, die bis 15 Uhr andauerten. Die Waldszenen haben wir bis kurz nach Sonnenuntergang zwischen 16 Uhr und 19 Uhr abgedreht. Dazwischen kleine Pausen und die knapp einstündige Dauer für den Locationwechsel. Insgesamt fielen so etwa 60 Minuten Drehmaterial an.

Für die Nachtszenen haben wir einfach die Zimmer verdunkelt und nur eine kleine Aputure MC als Aufheller genutzt. Dazu etwas Hazerdunst für die Tiefe. Die Anfangsszene mit dem Sternenhimmel über dem Haus habe ich jedoch nachts separat mithilfe von Zeitraffer gedreht, um möglichst rauscharmes Material einzufangen.

Gefilmt habe ich, neben den zwei Drohnenaufnahmen der DJI Mavic 2 Pro, wieder mit der Z CAM E2-F6 im C4K 3:2 Open Gate Format. Dieses mal mit eND + Helios 58mm f2 + 2x Anamorphic Adapter + SLR Magic Rangefinder. Das Ganze auf einem Shoulder Rig, welcher am Körper mit einer umfunktionierten SWAT-Weste hing. Ich wollte dieses mal mit Absicht einen etwas dynamischeren Handheld Look. Da ich jedoch das erste Mal mit diesem Setup gearbeitet habe, ist dies sicher verbesserungswürdig. Manchmal ist es mir dann doch zu wackelig bzw. zittrig geworden. Was aber auch am Zeitdruck lag, denn so gut wie jede Einstellung wurde nur einmal gedreht, um möglichst schnell voranzukommen und um der Kälte für die Darstellenden zu trotzen. Letztendlich lief aber alles soweit reibungslos.

Der Grobschnitt ging dann aufgrund eines vorhandenen Storyboards relativ zügig von statten. Das Color Grading hat schon etwas mehr Zeit gefressen, da das Material ja erst wieder von seinen Unreinheiten bzw. Verzerrungen befreit und das cleane Drohnenmaterial wiederum diesem angeglichen werden musste.
Am schwierigsten war unglücklicherweise aber das Fernsehbild in der Anfangsszene. Da wir leider den geliehenen Röhrenfernseher aus Zeitgründen vorher nicht testen konnten, mussten wir erst vor Ort feststellen, dass wir das Zeiteinstellungsfenster auf Biegen und Brechen nicht wegbekamen und dieses so die gesamte Zeit vor den projizierten Bildern hing. Der Spruch "fix it in post" kostete mich letztendlich 6 Stunden Nachbearbeitungszeit für 10 Sekunden Film. :D
Was zum einen aber daran lag, dass ich mich in Fusion noch nicht so sehr auskenne. Zum anderen, weil das Originalmaterial in Log gedreht ist, aber das einzufügende Fernsehbild in Rec.709 und weil das Bild durch den Anamorphoten verzerrt aufgenommen ist und durch die hohe Unschärfe und Wackler ein vernünftiges Tracking sehr oft fehlschlug.
Am Schluss hat es dann aber mehr oder weniger vernünftig geklappt, so dass die 2 angesetzten Schnitttage nicht allzu sehr überschritten wurden.

Im Anhang findet ihr noch ein paar Making Of Fotos sowie eine kleine Veranschaulichung, wie so ein Anamorphot in der Nachbearbeitung aussieht (für Leute, die das noch nie gehört haben).
Zur Erklärung - Bild 1: So kommt das Bild direkt aus der Kamera (die weißen Quadratlinien entsprechen einem 16:9 Bild) | Bild 2: So sieht das Bild aus, wenn es wieder um den Faktor 2 entzerrt wurde. | Bild 3: Und so sieht es final aus - Crop bis zum Beginn der Vignettierung + Minimierung der Objektiv Verzeichnung + Color Grading.
In meinem Fall habe ich mich für das Cinerama Seitenverhältnis entschieden, was noch mal ein klein wenig breiter ist als Cinemascope.

Ich hoffe, das Video findet Gefallen, auch wenn es dieses mal etwas ruhiger und melancholischer ist als das vorangegangene.

Im nächsten Video geht es dann vermutlich auf einen Roadtrip, mit zügigen Schnitten und eventuell unterschiedlichen Brennweiten. Aber durch eine kleine Vorabsommerpause steht dafür noch kein Drehtermin. Mal schauen, welches Setting es dieses mal wird ...
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Zuletzt geändert von Clemens Schiesko am Di 09 Aug, 1988 03:23, insgesamt 666-mal geändert.

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Clemens Schiesko
Beiträge: 551

Re: Sorbische Musikvideos

Beitrag von Clemens Schiesko » Sa 17 Sep, 2022 21:14

#3


Hier nun das dritte Video der Reihe. Diesmal ein eher klassisches Performance Video, gedreht an zwei Tagen auf der Canon R5 C (50mm + 300mm | C4K, WideDR, XF-AVC Intra) und der Mavic 2 Pro (4K Dlog), bei dem ich diesmal nur die Kamera + das Grading übernommen habe.

Making Of Fotos

Das eigentlich geplante Video (wie oben kurz erwähnt), musste nun an vierte Stelle rücken, da es aus terminlichen Gründen erst letzte Woche abgedreht werden konnte und somit erst Anfang/Mitte Oktober erscheint. Das war auf jeden Fall eine recht spannende und aufwendige Produktion. Später dann mehr ...
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pillepalle
Beiträge: 6181

Re: Sorbische Musikvideos

Beitrag von pillepalle » Sa 17 Sep, 2022 21:33

Ist cool geworden!

Ich bin ja kein so großer Freund von Drohnenorgien, aber who cares :) Irgendwie gefällt mir das Bild der anderen Videos aus der Z-Cam auch besser. Liegt vermutlich nur am Grading. Sieht so aus als ob Du den Mikrokontrast ordentlich hochgedreht hättest und das erinnert mich vom Look an überprozessierte Fotos. Aber das sind alles Dinge des persönlichen Geschmacks. Bin gespannt auf euer nächstes Video.

VG
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roki100
Beiträge: 12523

Re: Sorbische Musikvideos

Beitrag von roki100 » Sa 17 Sep, 2022 21:45

pillepalle hat geschrieben:
Sa 17 Sep, 2022 21:33
Irgendwie gefällt mir das Bild der anderen Videos aus der Z-Cam auch besser.
Mir auch^^
Jesus und das (zweite) Gebot: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!’
SlashCam-User und das (erste) Gebot über alles: "Du sollst deine Kamera lieben wie dich selbst!"




Clemens Schiesko
Beiträge: 551

Re: Sorbische Musikvideos

Beitrag von Clemens Schiesko » Sa 17 Sep, 2022 23:43

roki100 hat geschrieben:
Sa 17 Sep, 2022 21:45
pillepalle hat geschrieben:
Sa 17 Sep, 2022 21:33
Irgendwie gefällt mir das Bild der anderen Videos aus der Z-Cam auch besser.
Mir auch^^
Das sehe ich ehrlich gesagt wie ihr. Das Bild der Z Cam ist cinematischer, das der Canon mehr Video/Fotolike. Jedoch habe ich bei zweiterer auch nicht in Log oder RAW gedreht, so dass der Eindruck verstärkt wird. Jedoch fand ich es für diese Art Video nicht verkehrt, da keine Fiktion geschaffen werden sollte. Der Autofokus war bei der langen Brennweite (+eine sich nähernde Person) auch sehr nützlich.
Aber ich bleibe dabei: für Doku oder das ein oder andere Werbe- oder Musikvideo passt die Canon, für cinematischere, fiktionale Projekte nutze ich die Z Cam. So auch beim nächsten Clip, den ich wieder mit einem Anamorphoten geschossen habe, jedoch mit der um 90 Grad gedrehten Methode, die ich in diesem Thread schon mal angesprochen hatte. Und ich bin von den ersten Sichtungen schon recht angetan.
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Clemens Schiesko
Beiträge: 551

Re: Sorbische Musikvideos

Beitrag von Clemens Schiesko » Sa 22 Okt, 2022 19:10

#4 (5)



Das mittlerweile vorletzte Musikvideo für dieses Jahr. Dieses Mal habe ich so gut wie alle Bereiche übernommen. Neben Konzept, Regie, Kamera, Schnitt auch das Licht beim Konzert (der Rest war Available Light) sowie alle nötigen logistischen und organisatorischen Aufgaben. Letzteres hat sich als nicht so einfach heraus gestellt: einen gemeinsamen Termin zu finden an dem alle Zeit haben, einschließlich Hotels, kann sehr schwierig werden. Selbst Corona ist im Sommer noch dazwischen gegrätscht und hat das ganze um drei Monate verschoben. So waren es letztendlich drei auf den Sommer verteilte Drehtage: einer Anfang Juni (Konzert) sowie zwei Mitte September für die Restaufnahmen. Wenn man genau darauf achtet, sieht man es an den Haaren der Protagonistinnen. :D
Der eigentliche Dreh ansich ging aber ziemlich fix vonstatten. Vor allem, da ich vorher ein exaktes Storyboard gezeichnet und in der Timeline über die Musik gelegt habe. So war jedes Bild bereits fix in der Aufnahme sowie bei der Platzierung im Schnitt. Gedreht habe ich das erste mal mit einer um 90 Grad gedrehten Z Cam E2-F6 + Petri 50mm f2 + Centavision 2x ISCO-OPTIC + SLR Magic Rangefinder, vorrangig aufgenommen im 5k 4:3 Format mit Zlog2 im H265 4:2:0 Codec. Wenn dieses im NLE wieder um 90 Grad gedreht und um den Faktor 2 entzerrt wird, erhält man ein 3:2 Format. Mit etwas Objektivkorrektur noch mehr. Daraus lässt sich dann gut ein 16:9 machen. Da ich beides mochte und es ein wenig die Handlung unterstützt, habe ich mich im Video für den Wechsel beider Formate entschieden. Für die wenigen Slow Motion Aufnahmen (75fps) habe ich ein Tokina 28mm f2.8 vor den Anamorphoten geschraubt, um dem Crop im dafür nötige 4K 16:9 Modus etwas entgegenzuwirken. Geleuchtet habe ich dabei mit einer Aputure 600d.
Geschnitten ist das Ganze in Magix Vegas und gegradet in Resolve.

Ich hoffe, ihr habt viel Spaß beim Anschauen und ich freue mich immer sehr über Feedback und Kritik.

P.S.: Vollständigkeitshalber noch das vierte (bzw. fünfte) Video der Reihe, welches aber komplett mein Bruder (mit der guten, alten 5D Mark II) erstellt hat und ich somit nicht viel dazu sagen kann (anders als es auf der Webseite steht).
https://www.rbb-online.de/luzyca/videos ... chaft.html

Im letzten Video wird es dann übrigens etwas experimenteller - wir zeichnen Mitte November in einer Studioumgebung auf (Stichwort Lichtsetzung) und arbeiten mit mehreren sorbischen Protagonisten vor der Kamera - die vor Ort gleichzeitig so den eigentlichen Song mit entwickeln. Mal schauen, was dabei herauskommt ...
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Zuletzt geändert von Clemens Schiesko am Di 09 Aug, 1988 03:23, insgesamt 666-mal geändert.

Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.




chaosstudio
Beiträge: 61

Re: Sorbische Musikvideos

Beitrag von chaosstudio » So 04 Dez, 2022 23:31

Ich find das Video absolut "geil" sprich gelungen! Mir sagt das Thema was, mir sagt die Gegend was und Deine Filmsprache gefällt mir.

Grüße vom chaosstudio
aus Dresden




klusterdegenerierung
Beiträge: 24899

Re: Sorbische Musikvideos

Beitrag von klusterdegenerierung » Mo 05 Dez, 2022 08:23

Ganz tolles und intensives Video Clemens, Glückwunsch! :-)
Darf ich fragen warum wenn in Resolve gegraded, warum dann nicht auch gleich geschnitten, denn so schlecht ist das neue Resolve im Schnitt ja auch nicht mehr, zumal der Schnitt nichts enthält was Resolve nicht könnte? ;-)
"Das Leben ist wie kalte Butter auf warme Brötchen streichen!"




Darth Schneider
Beiträge: 13772

Re: Sorbische Musikvideos

Beitrag von Darth Schneider » Mo 05 Dez, 2022 08:32

Das Video gefällt mir auch, tolle Stimmung, cooler Sound und ebenso die Farben.
Wirklich schön.
Gruss Boris




Clemens Schiesko
Beiträge: 551

Re: Sorbische Musikvideos

Beitrag von Clemens Schiesko » Di 06 Dez, 2022 00:38

chaosstudio hat geschrieben:
So 04 Dez, 2022 23:31
Ich find das Video absolut "geil" sprich gelungen! Mir sagt das Thema was, mir sagt die Gegend was und Deine Filmsprache gefällt mir.

Grüße vom chaosstudio
aus Dresden
Danke für Dein Feedback! Und Ha, beim Anfertigen des Storyboards hatte ich übrigens die ganze Zeit Dresden vor Augen. Allein wegen der schönen Skyline und dem doch größeren Kontrast von Dorf und Stadt. Aus logistischen und zeitlichen Gründen habe ich es dann aber leider verwerfen müssen. Auch weil Dresden nicht mehr sorbisches Siedlungsgebiet ist, was aber eher zweitrangig ist.
klusterdegenerierung hat geschrieben:
Mo 05 Dez, 2022 08:23
Ganz tolles und intensives Video Clemens, Glückwunsch! :-)
Darf ich fragen warum wenn in Resolve gegraded, warum dann nicht auch gleich geschnitten, denn so schlecht ist das neue Resolve im Schnitt ja auch nicht mehr, zumal der Schnitt nichts enthält was Resolve nicht könnte? ;-)
Danke für die Blumen, Kluster. =)
Und ja, gute Frage, die mich auch schon sehr beschäftigt. Am liebsten würde ich gerne beides in Resolve abfertigen, denn auf das Color Grading und die starke Performance will ich nicht mehr verzichten wollen. Hinzukommt, dass ich damit hadere mir den Mini Panel und/oder den Video Assist für BRAW von Blackmagic zuzulegen. Jedoch habe ich nun schon über 14 Jahre Erfahrung mit Sony/Magix Vegas - weiß bei jeder neuen Schnitt-Herausforderung die richtigen Kniffe, so dass ich damit bisher noch am Schnellsten bin. Bei kleineren Sachen nutze ich aber schon den Edit-Bereich von Resolve und erlerne, auch mithilfe von Tutorials, so allmählich immer mehr dazu. Sicher wird es dann irgendwann dazu kommen, dass ich komplett wechsel. Bisher sind aber oft noch Projekte dabei, bei denen ich Sicherheit fahren muss und so nicht ein Programm nutzen kann, dass ich nicht zu 100 Prozent kenne. Und leider gibt es auch einige Funktionen die ich bei Resolve bisher vermisse. Doch wie heißt es so schön: alles hat seine Zeit!
Darth Schneider hat geschrieben:
Mo 05 Dez, 2022 08:32
Das Video gefällt mir auch, tolle Stimmung, cooler Sound und ebenso die Farben.
Wirklich schön.
Gruss Boris
Vielen Dank, Boris. Gerade das Lob mit den Farben freut mich sehr. Denn das Zlog2 der Z CAM ist bisher noch nicht allzu leicht zu händeln (auch aufgrund der fehlenden nativen Unterstützung in Resolve) und ich habe dabei schon viel verbockt. Aber so langsam nähere ich mich einer Richtung, die mir immer mehr zusagt. Aber da ist sicher noch viel Luft nach oben.

-----

Bye the way: der Dreh des sechsten Videos hat sich nun auf Januar verschoben. Eventuell wird die Reihe im nächsten Jahr auch fortgeführt - also mal schauen, was da noch kommen mag. Wer von Euch also sorbische Musik macht, kann sich gerne bei mir melden. :D
www.schiesko.de | Sorbische Musikvideos

Zuletzt geändert von Clemens Schiesko am Di 09 Aug, 1988 03:23, insgesamt 666-mal geändert.




klusterdegenerierung
Beiträge: 24899

Re: Sorbische Musikvideos

Beitrag von klusterdegenerierung » Di 06 Dez, 2022 07:52

Clemens Schiesko hat geschrieben:
Di 06 Dez, 2022 00:38
Danke für die Blumen, Kluster. =)
Und ja, gute Frage, die mich auch schon sehr beschäftigt. Am liebsten würde ich gerne beides in Resolve abfertigen, denn auf das Color Grading und die starke Performance will ich nicht mehr verzichten wollen. Hinzukommt, dass ich damit hadere mir den Mini Panel und/oder den Video Assist für BRAW von Blackmagic zuzulegen. Jedoch habe ich nun schon über 14 Jahre Erfahrung mit Sony/Magix Vegas - weiß bei jeder neuen Schnitt-Herausforderung die richtigen Kniffe, so dass ich damit bisher noch am Schnellsten bin. Bei kleineren Sachen nutze ich aber schon den Edit-Bereich von Resolve und erlerne, auch mithilfe von Tutorials, so allmählich immer mehr dazu. Sicher wird es dann irgendwann dazu kommen, dass ich komplett wechsel. Bisher sind aber oft noch Projekte dabei, bei denen ich Sicherheit fahren muss und so nicht ein Programm nutzen kann, dass ich nicht zu 100 Prozent kenne. Und leider gibt es auch einige Funktionen die ich bei Resolve bisher vermisse. Doch wie heißt es so schön: alles hat seine Zeit!
Danke Clemens,
ich komme ja auch von Vegas und muß sagen, das Resolve näher an Vegas ist als Premiere, aber damals wußte ich noch nichts von Resolve und wechselte ab Version 10/11 zu Premiere, was zwar notwendig war, aber auch nicht wirklich schön.

Was mir an Resolve auf anhieb gut gefiel und mich bei den alten Vegas Versionen immer nervte, das man fürs graden immer Filter auf den Clip legen mußte, die mehr so im blauen Dunst operierten, das war dann bei Premiere etwas besser und in Resolve ein Traum.

Ich habe aber auch erst den Schnitt noch in Premiere absolviert und anfänglich noch das grading in Speedgrade erledigt, das Adobe dieses Produkt hat eingestellt, sehe ich als großen Fehler, denn mit etwas Mühe hätte das ein 2. Resolve werden können.

Vielleicht nimmst Du Dir einfach nochmal ein bissl Zeit, denn wenn man den Schnitt einmal in Resolve verstanden hat, geht er irgendwie einfacher als in den anderen. :-)
"Das Leben ist wie kalte Butter auf warme Brötchen streichen!"




Frank Glencairn
Beiträge: 17529

Re: Sorbische Musikvideos

Beitrag von Frank Glencairn » Di 06 Dez, 2022 08:57

Jeder Programmumstieg ist immer ein bisschen mühsam.
Bei mir hat es damals (ich glaub seit Version 10 ist Resolve meine Haupt-NLE) auch ne Weile gedauert bis ich wieder so schnell wie vorher war - muscle memory und Gewohnheit halt.




Darth Schneider
Beiträge: 13772

Re: Sorbische Musikvideos

Beitrag von Darth Schneider » Di 06 Dez, 2022 09:06

@Frank
Hilft dir nicht auch die spezielle Tastatur für Resolve von Blackmagic beim schneller arbeiten ?

Ich denke mir schon das sowas einen nicht zu unterschätzenden Unterschied macht…Auch diese BMD Panels fürs Grading, vereinfachen doch sicher den Workflow, für Leute die das oft machen müssen.
Oder nicht unbedingt ?
Gruss Boris




Frank Glencairn
Beiträge: 17529

Re: Sorbische Musikvideos

Beitrag von Frank Glencairn » Di 06 Dez, 2022 11:26

Nicht so viel wie man denkt.

Die 5-6 shortcuts die man zum Editing braucht funktionieren ja auch mit ner normalen Tastatur, und das Jog Wheel benutz ich auch nicht so wirklich oft.
Klar ist das mit dem Editing Keyboard alles etwas bequemer und eleganter, aber einen signifikanten Unterschied macht es nicht.

Was die Panels betrifft ist das auch eher ne Frage der persönlichen Vorlieben (und Gewohnheiten).

Ich bin mit der Maus und der linken Hand auf der Tastatur ziemlich schnell - doe Panels sind halt mit ihren Bällen und Reglern deutlich präziser zu steuern. Ich mach beides (je nachdem wo ich grade), seh aber aktuell keinen Punkt mir privat ein Panel anzuschaffen.

"Schneller arbeiten" ist sowieso relativ.
Die rein mechanische Umsetzung - von der Schnittentscheidung die du ja erst mal im Kopf treffen mußt - über Tastatur/Panel ist eigentlich nie ein Flaschenhals. Das selbe gilt für's Grading. Dein Kopf ist meistens langsamer als alles andere.




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