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Drohnenvideo aus dem chinesischen Grand Canyon, feat. Musik von Moby



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Antworten
manuelk
Beiträge: 8

Drohnenvideo aus dem chinesischen Grand Canyon, feat. Musik von Moby

Beitrag von manuelk » Fr 22 Feb, 2019 12:01

Hi Leute,
ich möchte hier zum zweiten Mal einen Output von mir teilen. Gefilmt wurde das mit einer Mavic Pro (1st Generation) während eines Tagestrips im "chinesischen Grand Canyon". Aufgenommen mit in 4k 24p mit D-Log.
Ich freue mich über eure sachliche Kritik und Anmerkungen.
Obwohl ich mich hier eher auf schöne Aufnahmen und weniger auf Nachbearbeitung/Post konzentriert habe, bin ich gerne offen für derlei Anmerkungen.

Zuletzt geändert von manuelk am Fr 22 Feb, 2019 14:01, insgesamt 1-mal geändert.




r.p.television
Beiträge: 2943

Re: Drohnenvideo aus dem chinesischen Grand Canyon, feart. Musik von Moby

Beitrag von r.p.television » Fr 22 Feb, 2019 13:37

Hallo,

Du bist eigentlich schön geflogen und grundsätzlich sind die Kadragen schön, aber:
Du bist mitten am Tag geflogen. Da ist das Licht recht langweilig und flat.
Ich stehe für meine Drohnenaufnahmen oft schon vor 5 Uhr morgens auf oder mache das abends. Aber besser morgens wenn noch zarter Dunst aus den Wäldern aufsteigt und die ganzen Touris noch in ihren Hotelbetten liegen oder gerade frühstücken.
Auch achte ich extrem darauf dass keine Schilder, Autobahnbrücken, Industriebrachen, blaue Mülleier und schrillbunte Touris im Bild sind. Das zerstört die Magie. Klingt doof, aber ich empfinde das so.
Von daher bau auf Deinen Skills auf die ja schon mal gut sind und versuche beim nächsten mal zu einer anderen Zeit zu fliegen. Das Resultat wird sich enorm von dem hier abheben.
Auch grundsätzlich finde ich es heute immer ein wenig langweilig wenn nur die Drohnenflüge zusammengeschnitten werden. Sammle B-Roll aus dem fahrenden Auto, Closeups von Straßenständen, Du und Deine Begleiter beim Rumklettern oder Wandern. Ein paar O-Töne.




K.-D. Schmidt
Beiträge: 710

Re: Drohnenvideo aus dem chinesischen Grand Canyon, feat. Musik von Moby

Beitrag von K.-D. Schmidt » Fr 22 Feb, 2019 14:31

Ich hätte chinesische Musik dazu deutlich besser gefunden.




Jott
Beiträge: 16663

Re: Drohnenvideo aus dem chinesischen Grand Canyon, feat. Musik von Moby

Beitrag von Jott » Sa 23 Feb, 2019 06:29

Leider viele Überbelichtungen (ausgebrannte Felsen etc.). Du solltest das Histogramm beachten, dann passiert das nicht.




domain
Beiträge: 10947

Re: Drohnenvideo aus dem chinesischen Grand Canyon, feat. Musik von Moby

Beitrag von domain » Sa 23 Feb, 2019 09:45

Bei 1/2,3" Sensoren lässt sich ein partielles Ausbrennen der Lichter wohl kaum verhindern. Auch Cinelike-D steigert den Dynamikumfang nicht wirklich, weil die div. Gammakurven letzten Endes ja alle zusammenlaufen:

Bild

Ansonsten kann ich dem letzten Absatz von r.p.Television nur voll zustimmen:

"Auch grundsätzlich finde ich es heute immer ein wenig langweilig wenn nur die Drohnenflüge zusammengeschnitten werden. Sammle B-Roll aus dem fahrenden Auto, Closeups von Straßenständen, Du und Deine Begleiter beim Rumklettern oder Wandern. Ein paar O-Töne."




Jott
Beiträge: 16663

Re: Drohnenvideo aus dem chinesischen Grand Canyon, feat. Musik von Moby

Beitrag von Jott » Sa 23 Feb, 2019 09:52

Natürlich lasst sich das verhindern. Dazu braucht's auch kein Log. Nur einen simplen Blick auf's Histogramm. Dann gibt's keine von der Sonne ausgebrannten Felsen. Und mit der Sensorgröße hat das mal gar nichts zu tun, wieso das denn? Man kann selbst mit einem iPhone korrekt belichten ohne Ausbrenner.

Man muss halt aufsteigen, kurz stehenbleiben und sich umschauen, in Ruhe alles einstellen, dann erst los.




domain
Beiträge: 10947

Re: Drohnenvideo aus dem chinesischen Grand Canyon, feat. Musik von Moby

Beitrag von domain » Sa 23 Feb, 2019 10:05

Im Prinzip hast du natürlich recht, wenn nicht im Automatikmodus gefilmt wird.
Bedeutet letzten Endes mit der Belichtung runter zu gehen. Wurde von jemand auch für die OSMO-Pocket empfohlen: bei Außenaufnahmen -0,3 oder so.




Jott
Beiträge: 16663

Re: Drohnenvideo aus dem chinesischen Grand Canyon, feat. Musik von Moby

Beitrag von Jott » Sa 23 Feb, 2019 11:35

Natürlich nie Automatik! Das ist auf jeden Fall tödlich für‘s Bild.




Frank B.
Beiträge: 9182

Re: Drohnenvideo aus dem chinesischen Grand Canyon, feat. Musik von Moby

Beitrag von Frank B. » Sa 23 Feb, 2019 11:53

Ich fands nicht so schlimm ausgebrannt. Sehr schöne Aufnahmen find ich, mir aber etwas zu lang. Schließe mich auch r. p. television und domain an, dass der Zusammenschnitt hätte etwas aufgelockert werden können. Die Musik passt vielleicht wirklich nicht so gut zur Lokalität, obwohl ich sie jetzt nicht dermaßen deplatziert empfinde. Ich bin der Meinung, man sollte nur in Ausnahmefällen Musik mit Gesang zur Untermalung nehmen. Mein persönliches Empfinden.




klusterdegenerierung
Beiträge: 14302

Re: Drohnenvideo aus dem chinesischen Grand Canyon, feat. Musik von Moby

Beitrag von klusterdegenerierung » Sa 23 Feb, 2019 11:58

Für mich viel zu lang, 2 min mit den besten Szenen hätten gereicht.
Am Anfang hatte ich 4min das Gefühl das ich immer über den gleichen Hügel fliege und dann kam endlich ein Tal und etwas zum gucken bzw staunen.

Schade fand ich bei der Szene wo man über die Klippe droht zu fallen und ich hatte mich schon auf diesen Trip / Anblick gefreut, da kommt im letzten Augenblick ein für mich unpassender Zoomout effekt dazu, der mir den Spaß verdorben hat. ;-)

Auch finde ich das Material seltsam unsortiert zusammen gestellt.
Die Musik finde ich weder passend noch ansprechend.

Sorry, nicht böse gemeint. ;-)
"Faulheit ist der Tod der Fantasie!"




gammanagel
Beiträge: 201

Re: Drohnenvideo aus dem chinesischen Grand Canyon, feat. Musik von Moby

Beitrag von gammanagel » Sa 23 Feb, 2019 21:35

Hallo,
Schöne Bilder, schöne Gegend, aber:
Ein Film sollte eine Geschichte erzählen, so ist es nur langweilig.




Darth Schneider
Beiträge: 3864

Re: Drohnenvideo aus dem chinesischen Grand Canyon, feat. Musik von Moby

Beitrag von Darth Schneider » So 24 Feb, 2019 06:38

Ich denke die Problematik liegt doch schon im Wort „Drohnenvideo“ selbst.
Früher als solche Aufnahmen aus dem Hubschrauber gefilmt wurden gab es ja auch keine „Hubschrauberfilme“, es gibt auch keine „Steadycamfilme“ oder zum Glück gibts keine „Dollyfilme“
Warum wohl nicht ?
Das ist doch gestern wie heute völlig sinnfrei und langweilig.
Aber heute wo halt Flugaufnahmen für jeden erschwinglich geworden sind, gibt es immer mehr solche langweiligen „Drohnenvideos“.
Ich denke Flugaufnahmen sollten genau so wie Gimbal Aufnahmen und überhaupt alle anderen Kamerabewegungen auch lieber sparsam eingesetzt werden, sonst wird’s dann schnell stinklangweilig und ausgelutscht.
Ausserdem beeindrucken mich Kamerabewegungen halt am meisten wenn sie etwas zur Handlung beitragen, diese unterstützen, einen Sinn innerhalb vom Film haben, ein Grund sollte eigentlich schon vorhanden sein warum sich die Kamera von a nach b bewegen sollte......
Man merkt halt solchen Drohnenfilmen halt allermeistens an das überhaupt kein Drehbuch, kein roter Faden, keine Aussage, oder eine wenigstens zündende Idee dahintersteckt.
Dabei sind doch das ja eigentlich die Dinge die einen Film spannend, oder interssant machen, die Bilder und die Kamerabewegungen, genau so wie Mobys Musik sind doch nur Mittel zum Zweck eine Geschichte zu erzählen...

Aber das ist nur meine bescheidene Meinung, klar bist du schön geflogen, aber das ist leider kein Pilotenforum und schön gefilmt dabei hast du schon auch, wobei ich auch finde, das wenn du ganz Früh am Morgen filmst, hast du sicher das schönste Licht.
Gruss Boris
„Nothing travels faster than the speed of light, with the possible exception of bad news, which obeys its own special laws.“
Douglas Adams




bArtMan
Beiträge: 482

Re: Drohnenvideo aus dem chinesischen Grand Canyon, feat. Musik von Moby

Beitrag von bArtMan » So 24 Feb, 2019 08:58

Wirklich schöne Flugaufnahmen. Aber das Gesamtkonzept finde ich auch nicht so toll. Musik passt nicht. Keine Naturgeräusche. Man erfährt nichts von der Gegend.

Das Bild der Mavic 1 wirkt in diesem Video sehr matschig. Mir fehlen da auch die Schwarzanteile. Wie hast du belichtet? Welches Profil nutzt du?




Starshine Pictures
Beiträge: 2369

Re: Drohnenvideo aus dem chinesischen Grand Canyon, feat. Musik von Moby

Beitrag von Starshine Pictures » So 24 Feb, 2019 09:27

Ich sehe es nicht ganz so tragisch wie meine Vorposter. Klar ist der Film viel zu lang, es sind zu viele uninteressante Aufnahmen drin. Zudem würde ich in 30p filmen da die Aufnahmen extrem ruckeln. Hat die Mavic eine variable Framerate? Denn das sind ganz sicher keine dauerhaften 24p. Eher auch mal 12 und weniger. Hast du ND Filter verwendet?

Zur Musik kann ich dagegen nix schlechtes sagen. Ist für mich ein ruhiger chilliger Clip mit Naturaufnahmen. Hier gehts um die Berge und nicht um die Nation in der sie zufällig stehen. Daher brauchts meiner Meinung nach keine China Musik. Vielleicht hätte es den Bildern gut getan ein kleines Grading einzubauen. So siehts schon bisserl langweilig aus.

Ich bin zur Zeit vielleicht auch etwas anfällig für ruhigere Sachen ohne Tamtam. Die Kinder stressen den ganzen Tag und am Abend werf ich mir dann endlich den Beamer an und lass mich berieseln. Damit zum Beispiel:



Ist so richtig zum „Aaarrrrrrrggggggghhhhhh“ bis der Speichel läuft vor Entspannung ... :D

Grüsse, Stephan
www.stephanlist.com
*Aktuell in Vaterschaftspause*




klusterdegenerierung
Beiträge: 14302

Re: Drohnenvideo aus dem chinesischen Grand Canyon, feat. Musik von Moby

Beitrag von klusterdegenerierung » So 24 Feb, 2019 10:09

Starshine Pictures hat geschrieben:
So 24 Feb, 2019 09:27
Ist so richtig zum „Aaarrrrrrrggggggghhhhhh“ bis der Speichel läuft vor Entspannung ... :D
Wow, das ist die wahre Kunst, einfach geradeaus fliegen, was für eine wohltat!!
8K auf 4K Moni gucken könnte mein neues Hobby werden, wobei mich NYC im speziellen nicht sonderlich interessiert. ;-)
"Faulheit ist der Tod der Fantasie!"




rob
Administrator
Administrator
Beiträge: 1112

Re: Drohnenvideo aus dem chinesischen Grand Canyon, feat. Musik von Moby

Beitrag von rob » Di 26 Feb, 2019 13:55

***von admin nach offtopic verschoben***




manuelk
Beiträge: 8

Re: Drohnenvideo aus dem chinesischen Grand Canyon, feat. Musik von Moby

Beitrag von manuelk » Fr 01 Mär, 2019 19:06

Hi Leute,
vielen lieben Dank für eure vielen Antworten und Anregungen und bitte entschuldigt, dass ich erst jetzt reagieren kann. Projektdeadlines und ein Umzug haben früheres Reagieren verhindert ;-)

Ich werde auf jeden einzelnen Kommentator gesondert eingehen, doch zunächst einmal etwas mehr Background zu dem Video und der Location.

Dieses Valley war/ist für mich als Ausländer irgendwo im Nirgendwo gelegen. (https://www.google.com/maps/place/Shidu ... d115.58934)
Von Beijing, wo wir unsere Homebase hatten, eine knapp zweieinhalbstündige Fernbusfahrt inklusive Umsteigen und dann nochmal ca. 30 Minuten Taxi entfernt. Der Ausflug dorthin war ein Tagestrip mit meiner Frau, welche zwar mein Hobby nicht hasst, aber auch nicht unbedingt scharf drauf ist, stundenlang rumzusitzen, während ich da fotografiere und filme. Durch diese Prämissen fallen einige Dinge weg: Zum Beispiel das Filmen bei schönerem Licht am Morgen oder am Abend (wie gesagt: Man hat 3 Stunden An/Abreise mit den öffentlichen Mitteln aus Beijing. Das wäre nur realisierbar wenn man in der Nähe eine Nacht bleibt oder man mit eigenem Auto fährt. Oder man nicht unbedingt in Beijing seine Base hat.) Außerdem das Verbleiben an einem Spot und das Wiederholen von Aufnahmen. Ich hatte sowieso nur drei Batterien, welche ich an dem Tag auch alle leer geflogen habe.

Ich hatte in einem anderen Thread schon mal erwähnt, dass ich eigentlich aus der Fotografie komme und mir auch die Mavic einfach zum Fotografieren gekauft habe. Dort kenne ich mich gut genug aus, um mittlerweile als systemunabhängiger Trainer und Workshopleiter zu arbeiten. Tatsächlich hat mich erst das Filmen mit der Mavic für das Thema Film begeistert und dadurch habe ich mich mehr und mehr an das Thema herangewagt. Zu dem Zeitpunkt hatte ich bisher gelernt: 24 fps ist besonders cineastisch, außerdem auch gut wegen der Bitrate-Beschränkung, auch sollte man lieber in 4K filmen, weil die Mavic 1080p sehr murksig macht; man sollte möglichst mit dem doppelten Shutter fliegen (rund 1/50s Belichtungszeit also), D-Log ist sowas wie RAW für die Mavic-Filme und meine Fernbedienung bzw. die sonstigen Flug- und Bildsettings waren auch auf Filmen hin angepasst. Das war alles was ich zu diesem Zeitpunkt wusste. :-D

Da ich die Location nicht kannte und ich auch keine Idee für eine Ausflugsstory hatte (VLOGgen ist nicht meins, also einfach irgendwo hingehen und mich dabei filmen, wie ich Driss in die Kamera brabbele ... das mag ich wirklich nicht), war meine einzige Vorgabe, möglichst "fotogene" Flugaufnahmen der Landschaft zu generieren. Da ich zum ersten mal mit 24fps, 1/50s (und zugehörigen NDs) und D-Log geflogen bin, war ich einfach gespannt, was dabei rauskommt, wenn ich diese technischen Vorgaben einhalte. Davor bin ich einfach im Auto-Modus geflogen.

An dieser Stelle möchte ich mal auf all eure Anmerkungen eingehen.

@r.p.television: Dank dir habe ich gelernt, was Kadragen sind. Mitten am Tage fotografieren/filmen ist doof, ich weiß - siehe oben. Schilder, Touris, Mülleimer, etc. war mir nicht so wichtig. Tatsächlich wollte ich den Ort einfach so zeigen wie er als Ausflugsziel ist und wenn sich da mal ein, zwei Touristen ein mogeln, auch gut - zu zeigen, dass nur ein paar Touris da sind, ist tatsächlich eine Aussage in China, wo sonst alles krass überlaufen ist. Außerdem ist meine Frau in ein paar Aufnahmen zu sehen. Dass sie in dem Video enthalten ist, das muss so sein ;-) Andererseits kann ich deine Aussage verstehen. Bei Fotos stempel ich oft auch Leute raus, nehme extrem lange Belichtungszeiten oder mache eine Mehrfachaufnahme, alles nur um am Ende die Touris aus dem Bild zu haben, denn es zerstört - wie du schön gesagt hast - die Magie. Das Sammeln von B-Roll und das Kombinieren von verschiedenem Material weiß ich heute auch besser. Damit hast du völlig Recht. Zu dem Zeitpunkt der Aufnahme war ich aber einfach auf schöne Flugaufnahmen erpicht und wollte nicht noch mehr Zeit meiner Frau mit anderen Aufnahmen strapazieren.

@K.-D. Schmidt: Jemand anderes hatte es hier schon erwähnt: Diese Aufnahmen haben für mich nicht unbedingt etwas chinesisches an sich. Ich hatte zwar auch überlegt, chinesische Musik zu hinterlegen, aber nach langem Suchen fand ich einfach nichts, das zu dem Pacing des Flugs und der Landschaft passte. Aber vielleicht kenne ich auch noch nicht die richtigen Portale. Ich bin gerade erst ganz am Anfang. Diesen Song von Moby kannte und mochte ich schon sehr lange und er passte meiner Meinung nach ganz gut. War einfach eine Bauchentscheidung.

@Jott: Ist mir beim Filmen und anschließenden Graden gar nicht so aufgefallen, dass es so viele sind. Ich hatte zwar nicht das Histogramm, wohl aber die Zebras der Mavic im Display benutzt. Manchmal ging es einfach nicht anders, da die Kontraste zwischen sonnenbeschienenen Bereichen und Schattenbereichen so krass waren und ich in dem Fall lieber auf die Schatten belichtet habe - würde ich heute aber tatsächlich anders machen. Vielleicht kannst du mir aber auch die Stellen nennen, an denen die Felsen so arg ausgebrannt sind. Dann schau ich mir das mal an. Tatsächlich waren die Aufnahmen "relativ" geplant. Am Boden habe ich mit einer Handy-App die Lichtintensität gemessen und dementsprechend einen ND-Filter an die Mavic angebracht, sodass ich immer um die 1/50 Belichtungszeit nutzen konnte. Wenn du eine fixe Blende, eine fixe ISO (unter 100 geht bei der Mavic nicht) und eine "quasi fixe" Belichtungszeit hast, ist da nicht viel Spielraum. Ich denke, ich habe in dem Moment der 1/50s zu starke Bedeutung beigemessen und bin nur schwer davon abgerückt, auch wenn es der Belichtung besser getan hätte. Bei einer Szene erinnere ich mich noch, dass das der ganze Himmel voller Zebras war und ich schweren Herzens auf 1/100 runter gehen musste - das hat zwar nicht alle Zebras gelöscht aber mehr konnte ich einfach nicht verkraften. Ich war jung und unerfahren.

@domain: Ja das ist wohl so. Da hat mir auch D-Log der Mavic nur bedingt geholfen und ich habe mich für das Bewahren der Schattenbereichen und das Ausbrennen des Himmels entschieden. Ich hatte da eben auch noch ein paar Missverständnisse des D-Logs wegen. Hatte geglaubt, dass es wirklich "wie RAW" bei Fotos ist und ich da viel Spielraum habe, die Farbinformationen nachträglich zu retten. Mittlerweile weiß ich es besser.

@Frank B.: Während des Schneidens kam es mir auch etwas lang vor. Aber ich wollte einfach das Musikstück komplett haben. Vielleicht hätte ich das Filmchen "Musikvideo" nennen sollen. Ich mag das Lied einfach und verbinde damit was. Das mag man mangelnde Professionalität nennen, aber da das Video ja in erster Linie für meinen Privatgebrauch und zum Üben war, ist das ok. Beim nächsten mal fasse ich mich kürzer bzw. werde mit mehr Schnitten und verschiedenen Einstellungen arbeiten :-)

@Klusterdegenerierung: Nice Name Dude! :D Zu lang für externe Betrachter glaube ich wie auch schon bei Frank geschrieben mittlerweile selbst. Das habe ich zu dem Video so oft gehört ... da muss mein Wunsch nach der ganzen Musik beim nächsten mal eben zu kurz kommen. Dadurch, dass ich das Musikstück "voll machen" musste, sind ein paar Szenen drin, die ich auch nicht unbedingt nötig fand und ja, der Hügel am Anfang kommt öfter, aber keine vier Minuten. ;-)
Die Szene die du ansprichst, habe ich auch erst beim Schneiden entdeckt. Ich glaube, ich hätte die Szene dann auch anders filmen müssen, da ich dort beim Filmen nicht auf 90° nach unten geschwenkt bin. Du hast vollkommen recht, dass das vielleicht cooler gewesen wäre - ich hätte die Szene einfach auch so als Vergleich haben müssen, um es zu beurteilen. Den Zoom-Out an der Stelle fand ich als Angstlöser passend - ich denke aber hier wird's einfach subjektiv.
Ich nehme niemandem konstruktive, sachliche Anmerkungen und Kritik böse, keine Sorge.

@gammanagel: Tatsächlich erzählt der Film keine Geschichte. Das war nicht mein Anspruch. Vielleicht ist es besser, anstatt von Film einfach von Luftaufnahmen-B-Roll dieser Landschaft zu sprechen. Wie machst du das, wenn du einen Tagestrip hast und dir spontan on Location was ausdenken musst. Hast du da vielleicht schon sowas wie ein "Travel-Template" im Kopf? Also eine bestimmte Story, die immer funktioniert und Aufnahmen, die generell immer möglich sind?

@Darth Schneider: Bin mit dir einer Meinung. Würde das jetzt auch eher Luftaufnahmen-B-Roll nennen. Wenn es keine Handlung gibt, kann die Kamerabewegung natürlich nicht unterstützend wirken. Wie du richtig erkannt hast und ich oben schon dargelegt habe: Es gab kein Drehbuch, keinen roten Faden, keine Aussage und keine zündende Idee. Es war einfach nur zwischendurch bei einem Tagesausflug im chinesischen Grand Canyon. Wohl wahr: Die Schaffenshöhe hier ist relativ gering, aber auch solche Filmchen darf es doch geben müssen, oder? Ich würde sie ja nicht irgendwo einreichen ... aber auf Youtube veröffentlichen (wo dann ganz viele verschiedene Menschen aus ganz vielen verschiedenen Gründen das Video ansehen können) oder es hier für Feedback zeigen, muss doch möglich sein. Generell gebe ich mit allem was du sagst recht. Vielleicht wäre der Film in einem Pilotenforum besser aufgehoben, aber da würde ich kaum filmisches Feedback bekommen.

@bArtMan: Gute Anmerkungen mit den Fluggeräuschen. Aber da tue ich mich echt schwer, da ich halt "weiß" dass es da oben eigentlich nur Windrauschen gibt und ich es dem Betrachter unterstelle, das zu wissen und ihn nicht "anlügen" wollte. Beim jetzigen drüber nachdenken ist das halt vollkommener Unsinn. Beim Fotografieren habe ich auch jedes Foto bearbeitet und jeder Hollywoodfilm hat wohl kaum "echten" Ton. Werde das nächste mal beherzter in die Tonkiste greifen und die Bilder lebendiger machen. Danke für die Anregung.
Wie würdest du in dem Zusammenhang das Einblenden von Lower-Thirds mit ein paar Infos zur Gegend finden? Gut? Kitischig? Zerstört das die Landschaftsaufnahmen nicht?
Vielleicht ist es halt auch matschig, weil es bei der Mavic einfach nur 50 Mbps mit 4K sind. Da ist die kleine leider etwas schwach auf der Brust. Ansonsten habe ich zu meiner Aufnahmetechnik schon weiter oben alles erwähnt.

@Starshine Pictures: Mittlerweile weiß ich, dass bei viel Bewegung ein paar fps mehr ganz gut tun, damals war ich aber auf dem "Hauptsache 24p weil cineastischer!!!"-Trip :D Ich habe beim Schnitt zwei oder drei Clips etwas verlangsamt, aber nicht krass, vielleicht so maximal auf 90% oder so. Sicherlich keine 50% so dass dann nur noch 12fps übrig gewesen wären. Kannst du mir die Stellen nennen, die dir aufgefallen sind? Generell sollte es ansonsten nicht möglich sein. Ich hatte ne schnelle 64 GB Karte drin und bei 50 Mbps sollte es da auf keinen Fall zu Framesprüngen gekommen sein und eine variable Framerate hat die Mavic im manuellen Modus (meines Wissens nach) auch nicht - muss also an meiner Verlangsamung und den schnellen Drehmanövern liegen. Schönes Video, das du da gepostet hast übrigens. Ich bin auch nicht mehr der allerjüngste und mittlerweile auch ein Freund von ruhigem Content.

@rob: Was wurde von dir verschoben? Dieser Thread? Ein Beitrag?


Vielen Dank nochmal an alle für das Feedback. Ich werde bald meinen nächsten Film hier veröffentlichen und dann bereits vorab ein bisschen mehr dazu schreiben. Nennt es Erwartungsmanagement.

Bis dahin!
Manuel




bArtMan
Beiträge: 482

Re: Drohnenvideo aus dem chinesischen Grand Canyon, feat. Musik von Moby

Beitrag von bArtMan » Fr 01 Mär, 2019 19:50

Hi Manuel,

da kannst du im Prinzip jeden Ton nehmen, der zum Thema passt. Natürlich keine Copter-Geräusche ;-)

Bauchbinden würde ich nicht nehmen, das lenkt nur ab bei Naturaufnahmen.
Mach paar Voice Over Aufnahmen. Du nimmst ein Lavalier-Mic an deine Cam/Smartphone whatever. Dann schreibst du ein kleines Script und liest die Sätze vor der Kamera vor. Auch wenn du das Bild nicht brauchst. Du liest vor der Kamera einfach anders als im Studio vor einem fetten Mic. Das klingt viel natürlicher und authentischer.

Wenn dein Raum zu viel Hall hat, dann liest du das Script vor einem geöffneten Kleiderschrank. Da müssen natürlich Klamotten drin sein. Am besten weiche Stoffe - kein Schuhschrank von deiner Frau ;-)

Den Ton ziehst du in die Timeline wo es passt und machst einen EQ rein. Höhen-shelf rein ab 10-12 K +4 dB, bei 100 Hz - 4dB und etwas boost bei 1K oder 3K (je nach Stimme). Diese Einstellungen machen die Stimme präsenter und es klingt nach TV. Hast du mir selber in meinem YT-Kanal bestätigt ;-)

Im Master-Out musst du den Pegel mit einem Limiter bearbeiten. -0,5 dB im Out angeben und den Pegel im Gain hochziehen, bis 2-3 dB Limiting angezeigt wird. Fertig ist der Ton.

Bin gespannt auf dein nächstes Video
Grüsse Torsten




Darth Schneider
Beiträge: 3864

Re: Drohnenvideo aus dem chinesischen Grand Canyon, feat. Musik von Moby

Beitrag von Darth Schneider » Sa 02 Mär, 2019 05:19

An manuel
Guten Morgen
Du hast geschrieben: Tatsächlich erzählt der Film keine Geschichte, das war nicht mein Anspruch.
Machst du die Filme für dich oder das Publikum ?
Nur mal so zum darüber nachdenken, das Publikum hat andere Ansprüche als du und Drohnenvideos ohne Geschichten gibt es doch auf YouTube schon bis zum Abwinken.
Also wie willst du dich von den anderen Filmern dann abheben ?
Ich denke Filme ohne Geschichten sind schon voll ok...Aber dann müssen deine Flugaufnahmen so unglaublich gut sein, das die Bilder alleine das Publikum in ihren Bann ziehen. Das tun sie aber nicht wirklich.....
Ausserdem ich finde es einerseits super wie du auf jeden Kommentar von uns einzeln eingehst, auf die andere Seite denke ich du hast für alles was wir über deinen Film schreiben eine Erklärung und eine Begründung für deine Herangehensweise parat. Einerseits finde ich das auch gut, du weisst was du willst, andererseits frage ich mich warum du denn Feedback für deinen Film brauchst, wenn du dich am Schluss aus vielen Punkten einfach elegant herausredest.
P.S:
Separate Tonaufnahmen würde ich im geschlossenem Auto machen, das ist super isoliert.
Gruss Boris
„Nothing travels faster than the speed of light, with the possible exception of bad news, which obeys its own special laws.“
Douglas Adams




manuelk
Beiträge: 8

Re: Drohnenvideo aus dem chinesischen Grand Canyon, feat. Musik von Moby

Beitrag von manuelk » Mi 03 Apr, 2019 18:31

bArtMan hat geschrieben:
Fr 01 Mär, 2019 19:50
Wenn dein Raum zu viel Hall hat, dann liest du das Script vor einem geöffneten Kleiderschrank. Da müssen natürlich Klamotten drin sein. Am besten weiche Stoffe - kein Schuhschrank von deiner Frau ;-)
Den Ton ziehst du in die Timeline wo es passt und machst einen EQ rein. Höhen-shelf rein ab 10-12 K +4 dB, bei 100 Hz - 4dB und etwas boost bei 1K oder 3K (je nach Stimme). Diese Einstellungen machen die Stimme präsenter und es klingt nach TV. Hast du mir selber in meinem YT-Kanal bestätigt ;-)

Im Master-Out musst du den Pegel mit einem Limiter bearbeiten. -0,5 dB im Out angeben und den Pegel im Gain hochziehen, bis 2-3 dB Limiting angezeigt wird. Fertig ist der Ton.
Hi Torsten,
insbesondere der hier zitierte Part deiner Antwort hat mich audio-technisch weiter gebracht als vieles, was ich vorher versucht habe darüber zu lesen. Mit diesen Angaben kann ich doch arbeiten! Und dann auch gleichzeitig rausfinden, was diese Einstellungen bedeuten ;-)
Ich danke dir!




dosaris
Beiträge: 960

Re: Drohnenvideo aus dem chinesischen Grand Canyon, feat. Musik von Moby

Beitrag von dosaris » Mi 03 Apr, 2019 21:19

bArtMan hat geschrieben:
Fr 01 Mär, 2019 19:50
... machst einen EQ rein. Höhen-shelf rein ab 10-12 K +4 dB, bei 100 Hz - 4dB und etwas boost bei 1K oder 3K
(je nach Stimme). Diese Einstellungen machen die Stimme präsenter und es klingt nach TV. ...

Im Master-Out musst du den Pegel mit einem Limiter bearbeiten. -0,5 dB im Out angeben und den Pegel im Gain hochziehen, bis 2-3 dB Limiting angezeigt wird. Fertig ist der Ton.
interessante Angaben (auch wenn ich's anders parametrisiere)

Sollten wir möglichst einen eigenen Thread draus machen




Frank B.
Beiträge: 9182

Re: Drohnenvideo aus dem chinesischen Grand Canyon, feat. Musik von Moby

Beitrag von Frank B. » Mi 03 Apr, 2019 21:34

dosaris hat geschrieben:
Mi 03 Apr, 2019 21:19
bArtMan hat geschrieben:
Fr 01 Mär, 2019 19:50
... machst einen EQ rein. Höhen-shelf rein ab 10-12 K +4 dB, bei 100 Hz - 4dB und etwas boost bei 1K oder 3K
(je nach Stimme). Diese Einstellungen machen die Stimme präsenter und es klingt nach TV. ...

Im Master-Out musst du den Pegel mit einem Limiter bearbeiten. -0,5 dB im Out angeben und den Pegel im Gain hochziehen, bis 2-3 dB Limiting angezeigt wird. Fertig ist der Ton.
interessante Angaben (auch wenn ich's anders parametrisiere)

Sollten wir möglichst einen eigenen Thread draus machen
Kann das mal jemand für einen Laien erklären? Was ist denn ein Höhen-Shelf?




pillepalle
Beiträge: 1222

Re: Drohnenvideo aus dem chinesischen Grand Canyon, feat. Musik von Moby

Beitrag von pillepalle » Mi 03 Apr, 2019 21:51

Frank B. hat geschrieben:
Mi 03 Apr, 2019 21:34
Kann das mal jemand für einen Laien erklären? Was ist denn ein Höhen-Shelf?
Ein Shelf hat auf Deutsch den wunderschönen Namen Kuhschwanzfilter

VG




Frank B.
Beiträge: 9182

Re: Drohnenvideo aus dem chinesischen Grand Canyon, feat. Musik von Moby

Beitrag von Frank B. » Do 04 Apr, 2019 08:56

Ok, vielen Dank. Aber ich kann damit immer noch nicht viel anfangen. Mir fehlen da doch einige Grundlagen. Wie bekommt man denn sowas hin? Ich nehme an, mit einem Equalizer. Aber i der Wiki-Darstellung sieht man einen blauen und einen roten Frequenzgang. Es scheint bei diesem Filter also nicht einfach zu reichen, die tiefen Frequenzen abzusenken und die höheren zu verstärken, um diese Kuhschwanzform abzubilden. Was müsste ich denn also an einem Equalizer einstellen? Da wäre ja auch nur ein "einfarbiges" Frequenzband aktiv, oder?




dosaris
Beiträge: 960

Re: Drohnenvideo aus dem chinesischen Grand Canyon, feat. Musik von Moby

Beitrag von dosaris » Do 04 Apr, 2019 09:29

Frank B. hat geschrieben:
Do 04 Apr, 2019 08:56
Wie bekommt man denn sowas hin? Ich nehme an, mit einem Equalizer.
ja, z.B.

Man muss damit nur mehr Knöpfe drehen als mit einem shelving-Filter
Das hieß vor 1000 Jahren (oder war's im vorigen Jahrtausend?) auch mal
Baxandal-Regelung, auch wenn nicht geregelt sondern gesteuert wurde.
(hilft aber meist auch nicht weiter, dies zu wissen).

Equalizer haben einfach nur steilere Filterflanken, zB mehrere Oktav-Filter.
Deswegen mehr EInstellknöpfe als bei Dekadenfiltern.

So wahnsinnig hilft die genaue Differenzierung der Kurven aber auch nicht,
denn mit einem anderen Micro klingt es ohnehin schon wieder etwas anders,
oder im Nebenraum usw.
Bei Electronic-Entwicklern hieß es damals deswegen auch:
die letzten 3dB bringt der Whiskey

(vielleicht doch lieber ein eigener thread, hat ja mit China nix mehr zu tun)




Frank B.
Beiträge: 9182

Re: Drohnenvideo aus dem chinesischen Grand Canyon, feat. Musik von Moby

Beitrag von Frank B. » Do 04 Apr, 2019 09:48

Ok. Das mit dem Whisky verstehe ich. Der hat mir in der Tat schon öfter mal geholfen. Bei meinen Tonanpassungen aber auch beim Grading und überhaupt. Ganz wichtiger und nicht zu unterschätzender Parameter. ;)
Danke für deine Erklärungen. Muss mich wahrscheinlich doch mal intensiver damit beschäftigen.




Auf Achse
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Re: Drohnenvideo aus dem chinesischen Grand Canyon, feat. Musik von Moby

Beitrag von Auf Achse » Do 04 Apr, 2019 10:36

bArtMan hat geschrieben:
Fr 01 Mär, 2019 19:50
Höhen-shelf rein ab 10-12 K +4 dB, ...........

Damit ziehst du das Rauschen auch mit hoch. Ist wie bei der Bildbearbeitung :-)

Auf Achse




3Dvideos
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Re: Drohnenvideo aus dem chinesischen Grand Canyon, feat. Musik von Moby

Beitrag von 3Dvideos » Do 16 Mai, 2019 13:56

manuelk hat geschrieben:
Mi 03 Apr, 2019 18:31
bArtMan hat geschrieben:
Fr 01 Mär, 2019 19:50
Wenn dein Raum zu viel Hall hat, dann liest du das Script vor einem geöffneten Kleiderschrank. Da müssen natürlich Klamotten drin sein. Am besten weiche Stoffe - kein Schuhschrank von deiner Frau ;-)
Den Ton ziehst du in die Timeline wo es passt und machst einen EQ rein. Höhen-shelf rein ab 10-12 K +4 dB, bei 100 Hz - 4dB und etwas boost bei 1K oder 3K (je nach Stimme). Diese Einstellungen machen die Stimme präsenter und es klingt nach TV. Hast du mir selber in meinem YT-Kanal bestätigt ;-)

Im Master-Out musst du den Pegel mit einem Limiter bearbeiten. -0,5 dB im Out angeben und den Pegel im Gain hochziehen, bis 2-3 dB Limiting angezeigt wird. Fertig ist der Ton.
Hi Torsten,
insbesondere der hier zitierte Part deiner Antwort hat mich audio-technisch weiter gebracht als vieles, was ich vorher versucht habe darüber zu lesen. Mit diesen Angaben kann ich doch arbeiten! Und dann auch gleichzeitig rausfinden, was diese Einstellungen bedeuten ;-)
Ich danke dir!
Ton ist beim Video überraschenderweise besonders schwierig. Der höhere Aufwand macht sich nicht immer in höheren Zuschauerzahlen bemerkbar. Manchmal ist weniger ( Aufwand ) sogar mehr ( Effekt ).

Andererseits gibt es auch einfache Hinweise zu einem besseren Ton. Dazu gehört der Hinweis auf ein Headset. Das Headsetmikrophon ist auf Voice/Stimme ausgerichtet und filtert damit Problemfrequenzen. Außerdem gewährleistet ein Headset eher den richtigen Abstand zum Mikro. Je größer der Abstand, desto mehr Hall. Je kleiner der Abstand, desto mehr Poppen.




bArtMan
Beiträge: 482

Re: Drohnenvideo aus dem chinesischen Grand Canyon, feat. Musik von Moby

Beitrag von bArtMan » Do 16 Mai, 2019 17:20

Auf Achse hat geschrieben:
Do 04 Apr, 2019 10:36
bArtMan hat geschrieben:
Fr 01 Mär, 2019 19:50
Höhen-shelf rein ab 10-12 K +4 dB, ...........

Damit ziehst du das Rauschen auch mit hoch. Ist wie bei der Bildbearbeitung :-)

Auf Achse
Gute Filmer nutzen natürlich weitgehend rauschfreie Mikros ;-) Also bei Lavalier-Mics (Kugel) muss man Höhen reindrehen. Wenn es dann zu stark rauscht, ist das Mic einfach schlecht.




gammanagel
Beiträge: 201

Re: Drohnenvideo aus dem chinesischen Grand Canyon, feat. Musik von Moby

Beitrag von gammanagel » So 28 Jul, 2019 23:00

Tatsächlich erzählt der Film keine Geschichte. Das war nicht mein Anspruch. Vielleicht ist es besser, anstatt von Film einfach von Luftaufnahmen-B-Roll dieser Landschaft zu sprechen. Wie machst du das, wenn du einen Tagestrip hast und dir spontan on Location was ausdenken musst. Hast du da vielleicht schon sowas wie ein "Travel-Template" im Kopf? Also eine bestimmte Story, die immer funktioniert und Aufnahmen, die generell immer möglich sind?
Sorry, habe Deine Antworten erst heute gesehen.
Ich bin Amateur und schon ziemlich älteres Semester. Meine Ansichten sind heute - wo man bei Instagramm sein Abendessen postet- sicher etwas antiquiert. Reden wenn man etwas zu sagen hat und Filme zeigen wenn man einen Film hat. B-Roll allein machen nie einen Film.
Nein, ich habe keine UniversalStory im Kopf. Ich mache auch keine Super Filme aber ich zeige sie nur dann wenn ich der Meinung bin der Film ist fertig und hat etwas zu sagen.
Der Fil hier ist schon alt, finde gerade keinen anderen von mir der passt. Ist wirklich kein Meisterwerk aber hat eine kleine Geschichte.



Viele Grüße
Elimar




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