slashCAM
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Wie gut schlägt sich die Nikon ZR bei drei Pro-Lesertestern?

Beitrag von slashCAM »



Die Nikon ZR durfte sich diesmal drei slashCam Lesertestern stellen, die in ganz unterschiedlichen Bereichen professionellen agieren. Und so haben wir sehr spannendes und umfassendes Feedback zurückerhalten, das wir hier für euch zusammengefasst haben.



Hier geht es zu Artikel auf den slashCAM Magazin-Seiten:
Test: Wie gut schlägt sich die Nikon ZR bei drei Pro-Lesertestern?



r.p.television
Beiträge: 3558

Re: Wie gut schlägt sich die Nikon ZR bei drei Pro-Lesertestern?

Beitrag von r.p.television »

Vielen Dank für die Tests.

Ich fand vorallem die Testserie von Tobias sehr aufschlussreich.
Erstens zeigt der Vergleich mit den Canon-Raw-Defaults, dass bei den Canons hier nach meinem Geschmack viel zu viel magenta-rot in die Hauttöne reingepusht wird. Typisch Canon. Farbneutraliät geht anders. Erinnert direkt an die Warmfärber-Pixelrekorder aus der HDV-Zeit, wo die Leute recht schnell nach leichtem Sonnenbrand oder zuviel Tanningspray aussahen. Ähnlich wie bei den iPhones, die gelegentlich gerne mal die Leute wie Tomaten aussehen lassen. Ist natürlich Geschmackssache und man kann das auch korrigieren, aber als Startpunkt fürs Grading eher unschön.

Und bei den abendlichen Aufnahmen am See sieht man dann das Potenzial der ZR. Die Skintones sind sehr schön gezeichnet. Sieht einfach sehr wertig und organisch aus.



j.t.jefferson
Beiträge: 1208

Re: Wie gut schlägt sich die Nikon ZR bei drei Pro-Lesertestern?

Beitrag von j.t.jefferson »

r.p.television hat geschrieben: ↑Do 05 Feb, 2026 11:37 Vielen Dank für die Tests.

Ich fand vorallem die Testserie von Tobias sehr aufschlussreich.
Erstens zeigt der Vergleich mit den Canon-Raw-Defaults, dass bei den Canons hier nach meinem Geschmack viel zu viel magenta-rot in die Hauttöne reingepusht wird. Typisch Canon. Farbneutraliät geht anders. Erinnert direkt an die Warmfärber-Pixelrekorder aus der HDV-Zeit, wo die Leute recht schnell nach leichtem Sonnenbrand oder zuviel Tanningspray aussahen. Ähnlich wie bei den iPhones, die gelegentlich gerne mal die Leute wie Tomaten aussehen lassen. Ist natürlich Geschmackssache und man kann das auch korrigieren, aber als Startpunkt fürs Grading eher unschön.

Und bei den abendlichen Aufnahmen am See sieht man dann das Potenzial der ZR. Die Skintones sind sehr schön gezeichnet. Sieht einfach sehr wertig und organisch aus.
Da ist glaub ich auch der Vorteil der Nikon, dass man easy an alle anderen Kameras anpassen kann, sogar das h265 Material. Glaub in dem Clip mit der Frau den ich gedreht hatte wird keiner erkennen, was .r3d, Sony, h265 oder Monstro war. Finde das Material ist ein guter Mittelweg um mit allem zu mixen.
Manfred Baulig



Bildlauf
Beiträge: 2707

Re: Wie gut schlägt sich die Nikon ZR bei drei Pro-Lesertestern?

Beitrag von Bildlauf »

Das redraw scheint wirklich gut zu sein, das Nraw wird irgendwie gar nicht so richtig erwähnt, scheinbar greifen die meisten aus guten Gründen auf redraw zurück.
Also ein Kamerakauf steht bei mir an, ich weiß nur noch nicht welche.
Durch die doch starken Lobungen der ZR kommt man fast in Versuchung, diese Kamera auch mit in Betracht zu ziehen. E Mount Objektive (Sigma, Samyang) habe ich (Adapter), die Meinungen gehen da auseinander wegen der Funktion. Und meine 3 Vintage Linsen kann ich ja auch adaptieren.
Eigentlich will ich kein raw, weil ich mit h264/265 ziemlich gut klarkomme, aber es wird so viel gesagt wie organisch und toll das ZR/redraw Material sein soll, als ob es etwas über allem steht im Vergleich zu anderen Kameras/Raws und das macht mich nachdenklich.



toniwan
Beiträge: 243

Re: Wie gut schlägt sich die Nikon ZR bei drei Pro-Lesertestern?

Beitrag von toniwan »

r.p.television hat geschrieben: ↑Do 05 Feb, 2026 11:37 Vielen Dank für die Tests.

Ich fand vorallem die Testserie von Tobias sehr aufschlussreich.
Erstens zeigt der Vergleich mit den Canon-Raw-Defaults, dass bei den Canons hier nach meinem Geschmack viel zu viel magenta-rot in die Hauttöne reingepusht wird. Typisch Canon. Farbneutraliät geht anders. Erinnert direkt an die Warmfärber-Pixelrekorder aus der HDV-Zeit, wo die Leute recht schnell nach leichtem Sonnenbrand oder zuviel Tanningspray aussahen. Ähnlich wie bei den iPhones, die gelegentlich gerne mal die Leute wie Tomaten aussehen lassen. Ist natürlich Geschmackssache und man kann das auch korrigieren, aber als Startpunkt fürs Grading eher unschön.

Und bei den abendlichen Aufnahmen am See sieht man dann das Potenzial der ZR. Die Skintones sind sehr schön gezeichnet. Sieht einfach sehr wertig und organisch aus.
Der Test ist von mir. Interessant deine Perspektive "von außen" zu hören. Das Licht war wirklich leuchtend orange und ich fand spannend zu testen, wie die Kameras dieses Licht auf der Haut einfangen. Das iPhone Behind-the-Scenes-Bild gibt die Stimmung ganz gut wieder. Und das trifft die C70 einfach mega gut. Das Red RAW ist hier wirklich nicht realistisch, weder in den Hauttönen, noch in der Wand im Hintergrund. Ich fand auch den Farb- und Sättigungsverlauf auf der Haut, von Schatten bis Lichtern, super stark bei Canon RAW. Stimmungsvoll und nah am echten Eindruck. Ohne den Vergleich sieht das Material aus der Nikon dennoch top aus. Dunklere, kühlere Licht-Stimmungen fand ich bei der Nikon eher überzeugend.



pillepalle
Beiträge: 11519

Re: Wie gut schlägt sich die Nikon ZR bei drei Pro-Lesertestern?

Beitrag von pillepalle »

@ toniwan

Ohne gemeinsamen Weißpunkt kannst du die Farben aber nicht wirklich vergleichen. Wenn du einfach die Farbtemperatur der Kamera auf den gleichen Wert stellst, ist doch klar, daß die völlig unterschiedlich aussehen.

VG
Es geht doch nichts über ein solides Halbwissen.



toniwan
Beiträge: 243

Re: Wie gut schlägt sich die Nikon ZR bei drei Pro-Lesertestern?

Beitrag von toniwan »

pillepalle hat geschrieben: ↑Do 05 Feb, 2026 16:25 @ toniwan

Ohne gemeinsamen Weißpunkt kannst du die Farben aber nicht wirklich vergleichen. Wenn du einfach die Farbtemperatur der Kamera auf den gleichen Wert stellst, ist doch klar, daß die völlig unterschiedlich aussehen.

VG
Da siehst du mal, wie amateurhaft man filmen kann :-D
Es entspricht meinen hektischen Produktionen, in denen ich eigentlich nur bei Interviews einen vernünftigen Weißabgleich mache. Ansonsten setze ich auf Presets, die nach Erfahrung als Grading-Ausgangspunkt funktionieren. Und für Abendsonne war es bisher für mich bei Nikon und Canon ein Tageslicht-Setting, plus/minus.



pillepalle
Beiträge: 11519

Re: Wie gut schlägt sich die Nikon ZR bei drei Pro-Lesertestern?

Beitrag von pillepalle »

Es spricht ja nichts dagegen auch normalerweise so zu arbeiten wie du es machst. Aber wenn es um einen Vergleich der Farben geht, dann hilft erstmal ein gemeinsamer Ausgangspunkt. Ist ja kein Thema, aber so wie du es gemacht hast nur nicht besonders aussagekräftig.

VG
Es geht doch nichts über ein solides Halbwissen.



toniwan
Beiträge: 243

Re: Wie gut schlägt sich die Nikon ZR bei drei Pro-Lesertestern?

Beitrag von toniwan »

pillepalle hat geschrieben: ↑Do 05 Feb, 2026 16:32 Es spricht ja nichts dagegen auch normalerweise so zu arbeiten wie du es machst. Aber wenn es um einen Vergleich der Farben geht, dann hilft erstmal ein gemeinsamer Ausgangspunkt. Ist ja kein Thema, aber so wie du es gemacht hast nur nicht besonders aussagekräftig.

VG
Ich kann die RAW-Clips der drei Kameras von diesem Test zur Verfügung stellen, wenn jemand Interesse hat.



pillepalle
Beiträge: 11519

Re: Wie gut schlägt sich die Nikon ZR bei drei Pro-Lesertestern?

Beitrag von pillepalle »

Mich interessiert's jetzt nicht besonders. Aber in Wirklichkeit sind die Farbunterschiede der Kameras vermutlich geringer als bei deinen Beispielen, wo man eher Farbstiche über alles sieht. Mit RAW kommst du prinzipiell ja sowieso überall hin wo du möchtest.

VG
Es geht doch nichts über ein solides Halbwissen.



toniwan
Beiträge: 243

Re: Wie gut schlägt sich die Nikon ZR bei drei Pro-Lesertestern?

Beitrag von toniwan »

pillepalle hat geschrieben: ↑Do 05 Feb, 2026 16:39 Mich interessiert's jetzt nicht besonders. Aber in Wirklichkeit sind die Farbunterschiede der Kameras vermutlich geringer als bei deinen Beispielen, wo man eher Farbstiche über alles sieht. Mit RAW kommst du prinzipiell ja sowieso überall hin wo du möchtest.

VG
Ja total. Ich hatte ja erwartet, dass das Rauschen ein Thema wär, aber in der Praxis fand ich auch den Stop weniger Dynamik ggü der C70 egal.



pillepalle
Beiträge: 11519

Re: Wie gut schlägt sich die Nikon ZR bei drei Pro-Lesertestern?

Beitrag von pillepalle »

Ja, in der Theorie wirkt vieles schlimmer, als es ist.

Ich bin mittlerweile auch ein ziemlich Fan der RED Luts. Ich wandele mein NRAW mittlerweise immer mit einer CST immer von NLOG/REC2020 zu RED Log3G10/RedWideGamut (was dann auch mein Arbeitsfarbraum ist) und von da aus in REC709. Die Ergebnisse gefällen mir viel besser und ich bin flexibeler, als mit den wenigen Nikon LUTs. Und ich hab trotzdem noch recht kompakte Files.

VG
Es geht doch nichts über ein solides Halbwissen.



r.p.television
Beiträge: 3558

Re: Wie gut schlägt sich die Nikon ZR bei drei Pro-Lesertestern?

Beitrag von r.p.television »

toniwan hat geschrieben: ↑Do 05 Feb, 2026 16:29
pillepalle hat geschrieben: ↑Do 05 Feb, 2026 16:25 @ toniwan

Ohne gemeinsamen Weißpunkt kannst du die Farben aber nicht wirklich vergleichen. Wenn du einfach die Farbtemperatur der Kamera auf den gleichen Wert stellst, ist doch klar, daß die völlig unterschiedlich aussehen.

VG
Da siehst du mal, wie amateurhaft man filmen kann :-D
Es entspricht meinen hektischen Produktionen, in denen ich eigentlich nur bei Interviews einen vernünftigen Weißabgleich mache. Ansonsten setze ich auf Presets, die nach Erfahrung als Grading-Ausgangspunkt funktionieren. Und für Abendsonne war es bisher für mich bei Nikon und Canon ein Tageslicht-Setting, plus/minus.
Unabhängig vom Weissabgleich ist es kein Geheimnis, dass Canon in die Hautfarben gerne so einen "Goldton" reintintet. Und das passiert mehr oder weniger bei auch bei Raw. Entweder beim Debayering im NLE durch die Vorgaben der Raw-Engine und dem LUT oder bereits im Signalprocessing der Kamera, denn Raw heisst ja nicht zwangsweise dass das Material direkt ohne irgendein Processing auf der Speicherkarte landet. Das ist je nach Licht mal verklärend und schmeichelhaft, aber gerade wenn das Licht ohnehin schon sehr rötlich ist, ist es zuviel. Siehe auch iPhones und was auch die Gopros in ihr Rec709 backen. Da gehen dann die Verschönerungs-Farbkurven nach hinten los.

Arri und seit einiger Zeit auch Red gehen in den Farbkurven im Skintone-Bereich eher ins leicht grünliche, damit die Farbabstufungen in der Post leichter zu trennen sind als wenn default alles mit magenta-rot-gelb übertintet wird. Deswegen finde ich persönlich die Canon-Farbkurven immer suboptimal.



toniwan
Beiträge: 243

Re: Wie gut schlägt sich die Nikon ZR bei drei Pro-Lesertestern?

Beitrag von toniwan »

r.p.television hat geschrieben: ↑Do 05 Feb, 2026 17:29 Unabhängig vom Weissabgleich ist es kein Geheimnis, dass Canon in die Hautfarben gerne so einen "Goldton" reintintet. Und das passiert mehr oder weniger bei auch bei Raw. Entweder beim Debayering im NLE durch die Vorgaben der Raw-Engine und dem LUT oder bereits im Signalprocessing der Kamera, denn Raw heisst ja nicht zwangsweise dass das Material direkt ohne irgendein Processing auf der Speicherkarte landet.
Klar, das ist mit Foto-RAW auch schon immer so gewesen, bei jeder Kamera. Du musst ja auf dem Bildschirm eine Interpretation der RAW-Daten sehen und die ist eben eine Interpretation. Mit Davinci Resolve und Canon heißt das: Egal ob ich RAW, 10 Bit Intra oder LongGOP in die Timeline ziehe und per CST in Rec.709 anschaue, es sieht wirklich identisch aus. Und so soll es ja auch sein. Ich switche in einer Produktion zwischen den Aufnahmemodi und habe nachher in der Timeline keinen Farb-Shift, den ich zwischen den Formaten anpassen müsste. Einziger Unterschied ist, dass wenn ich korrigiere, ich in RAW mehr Spielraum habe.

Und das ist eben ein Haken bei der ZR: Red Wide Gamut gibt es nur in einem Format. Die Aufnahmemodi müssen einander angeglichen werden, wenn ich verschiedene in einer Produktion nutze.
Zuletzt geändert von toniwan am Do 05 Feb, 2026 18:01, insgesamt 2-mal geändert.



r.p.television
Beiträge: 3558

Re: Wie gut schlägt sich die Nikon ZR bei drei Pro-Lesertestern?

Beitrag von r.p.television »

toniwan hat geschrieben: ↑
Klar, das ist mit Foto-RAW auch schon immer so gewesen, bei jeder Kamera. Du musst ja auf dem Bildschirm eine Interpretation der RAW-Daten sehen und die ist eben eine Interpretation. Mit Davinci Resolve und Canon heißt das: Egal ob ich RAW, 10 Bit Intra oder LongGOP in die Timeline ziehe und per CST in Rec.709 anschaue, es zieht wirklich identisch aus. Und so soll es ja auch sein. Ich switche in einer Produktion zwischen den Aufnahmemodi und habe nachher in der Timeline keinen Farb-Shift, den ich zwischen den Formaten anpassen müsste. Einziger Unterschied ist, dass wenn ich korrigiere, ich in RAW mehr Spielraum habe.

Und das ist eben ein Haken bei der ZR: Red Wide Gamut gibt es nur in einem Format. Die Aufnahmemodi müssen einander angeglichen werden. wenn ich verschiedene in einer Produktion nutze.
Ja. Für Mischbetrieb ist die ZR nicht geeignet. Oder suboptimal. Wenn man aber nur in R3D NE filmt, ist sie IMO besser.



j.t.jefferson
Beiträge: 1208

Re: Wie gut schlägt sich die Nikon ZR bei drei Pro-Lesertestern?

Beitrag von j.t.jefferson »

Bildlauf hat geschrieben: ↑Do 05 Feb, 2026 16:04 Das redraw scheint wirklich gut zu sein, das Nraw wird irgendwie gar nicht so richtig erwähnt, scheinbar greifen die meisten aus guten Gründen auf redraw zurück.
Also ein Kamerakauf steht bei mir an, ich weiß nur noch nicht welche.
Durch die doch starken Lobungen der ZR kommt man fast in Versuchung, diese Kamera auch mit in Betracht zu ziehen. E Mount Objektive (Sigma, Samyang) habe ich (Adapter), die Meinungen gehen da auseinander wegen der Funktion. Und meine 3 Vintage Linsen kann ich ja auch adaptieren.
Eigentlich will ich kein raw, weil ich mit h264/265 ziemlich gut klarkomme, aber es wird so viel gesagt wie organisch und toll das ZR/redraw Material sein soll, als ob es etwas über allem steht im Vergleich zu anderen Kameras/Raws und das macht mich nachdenklich.
hab bei meinen Tests fas ausschließlich NRAW verwendet...eher selten RedRAW. Ich finde ganz subjektiv, das man beides super mischen kann und sehe da auch keinen signifikanten Unterschied. Ich habe auch einen Dropbox Ordner extra für den Test angelegt gehabt mit Screenshots. Wenn gewollt kann ich den auch mal hier freigeben als Test für die Leute um raten, welche Kamera welche ist.

Zu den Objektive hatte ich ja geschrieben, dass ich von EF zu E zu Nikon Mount adaptiert hatte und muss sagen, dass die Sigmas für mich besser als an der FX3 im Autofokus liefen. Ausserdem ging das in den Autofokus greifen mal so wie gedacht. Bei der Sony kämpft man dann imemr gegen den Autofokus. Das H265 ist meiner Meinung nach auch auf jeden Fall gut genug für fast alles. Wenns mal nicht reicht, dann halt NRAW. Das normale NRAW ist von der Datenmenge so gross wie bei der Komodo LQ.

Gruß
Manfred
Manfred Baulig



Rick SSon
Beiträge: 1691

Re: Wie gut schlägt sich die Nikon ZR bei drei Pro-Lesertestern?

Beitrag von Rick SSon »

ich wusste vor dem test nicht, dass man die augenlinie auf das untere drittel framed. danke!



Rick SSon
Beiträge: 1691

Re: Wie gut schlägt sich die Nikon ZR bei drei Pro-Lesertestern?

Beitrag von Rick SSon »

r.p.television hat geschrieben: ↑Do 05 Feb, 2026 17:29
toniwan hat geschrieben: ↑Do 05 Feb, 2026 16:29

Da siehst du mal, wie amateurhaft man filmen kann :-D
Es entspricht meinen hektischen Produktionen, in denen ich eigentlich nur bei Interviews einen vernünftigen Weißabgleich mache. Ansonsten setze ich auf Presets, die nach Erfahrung als Grading-Ausgangspunkt funktionieren. Und für Abendsonne war es bisher für mich bei Nikon und Canon ein Tageslicht-Setting, plus/minus.
Unabhängig vom Weissabgleich ist es kein Geheimnis, dass Canon in die Hautfarben gerne so einen "Goldton" reintintet. Und das passiert mehr oder weniger bei auch bei Raw. Entweder beim Debayering im NLE durch die Vorgaben der Raw-Engine und dem LUT oder bereits im Signalprocessing der Kamera, denn Raw heisst ja nicht zwangsweise dass das Material direkt ohne irgendein Processing auf der Speicherkarte landet. Das ist je nach Licht mal verklärend und schmeichelhaft, aber gerade wenn das Licht ohnehin schon sehr rötlich ist, ist es zuviel. Siehe auch iPhones und was auch die Gopros in ihr Rec709 backen. Da gehen dann die Verschönerungs-Farbkurven nach hinten los.

Arri und seit einiger Zeit auch Red gehen in den Farbkurven im Skintone-Bereich eher ins leicht grünliche, damit die Farbabstufungen in der Post leichter zu trennen sind als wenn default alles mit magenta-rot-gelb übertintet wird. Deswegen finde ich persönlich die Canon-Farbkurven immer suboptimal.
ja, dito. Rot/orange ist bei canon immer überall.



newz6user
Beiträge: 8

Re: Wie gut schlägt sich die Nikon ZR bei drei Pro-Lesertestern?

Beitrag von newz6user »

Ich arbeite als professioneller Filmemacher (zuletzt Kinofilm auf RED Monstro, sonst szenisch fürs Fernsehen auf ARRI, sowie kleinere Systeme wie Panasonic S1/S5).
Ich teste die Nikon ZR gerade auf einem kleinen Dokumentardreh in Kolumbien und bin ehrlich gesagt ziemlich überrascht, dass in keinem der bisherigen Tests ein entscheidender Punkt erwähnt wird:

Sobald man in einem RAW-Format dreht (N-RAW, ProRes RAW, RED RAW), scheint keine Sensorstabilisierung mehr aktiv zu sein. Handheld-Material zeigt starkes Micro-Jittering und ist praktisch nicht verwendbar, selbst mit Rig.

Mit unstabilisierten Kinooptiken wird das noch deutlicher. Für Run-and-Shoot oder dokumentarisches Arbeiten ist das so kaum brauchbar.

Mich wundert, dass dieser Punkt in den bisherigen Artikeln und Hands-ons zur ZR nicht thematisiert wurde.
Habt ihr die Stabilisierung einmal gezielt in den RAW-Modi getestet?



pillepalle
Beiträge: 11519

Re: Wie gut schlägt sich die Nikon ZR bei drei Pro-Lesertestern?

Beitrag von pillepalle »

newz6user hat geschrieben: ↑Sa 07 Mär, 2026 01:51 Sobald man in einem RAW-Format dreht (N-RAW, ProRes RAW, RED RAW), scheint keine Sensorstabilisierung mehr aktiv zu sein. Handheld-Material zeigt starkes Micro-Jittering und ist praktisch nicht verwendbar, selbst mit Rig.

Mit unstabilisierten Kinooptiken wird das noch deutlicher. Für Run-and-Shoot oder dokumentarisches Arbeiten ist das so kaum brauchbar.

Mich wundert, dass dieser Punkt in den bisherigen Artikeln und Hands-ons zur ZR nicht thematisiert wurde.
Habt ihr die Stabilisierung einmal gezielt in den RAW-Modi getestet?
Mit Kinooptiken kann es schon sein, daß der Stabi nicht richtig funktioniert, denn normalerweise braucht es auch die Brennweiteninformation, damit ein Stabi richtig funktionieren kann. Man kann die Brennweite auch manuell eingeben. Vielleicht hilft das in deinem Fall.

Nikon schreibt selber im Benutzerhandbuch, daß der Stabi mit einigen Optiken nicht funktioniert. Wenn du da irgendetwas exotisches vorschnallst, kann es schon sein, daß der Stabi dann nicht funktioniert. Du könntest mal eine Nikon Z-Optik an die Kamera anschließen und schauen ob der Stabi dann im RAW-Modus funktioniert. Normalerweise sollte er das. Neben einem Bedienungsfehler könnte ja auch ein defekt der Kamera vorliegen.

VG
Es geht doch nichts über ein solides Halbwissen.



cantsin
Beiträge: 17392

Re: Wie gut schlägt sich die Nikon ZR bei drei Pro-Lesertestern?

Beitrag von cantsin »

newz6user hat geschrieben: ↑Sa 07 Mär, 2026 01:51 Sobald man in einem RAW-Format dreht (N-RAW, ProRes RAW, RED RAW), scheint keine Sensorstabilisierung mehr aktiv zu sein. Handheld-Material zeigt starkes Micro-Jittering und ist praktisch nicht verwendbar, selbst mit Rig.
Nee, der IBIS funktioniert auch mit allen Video-Raw-Fornaten.

Es gibt hier zwei Stolpersteine:

1) Der IBIS muss für Videoaufnahmen optimalerweise auf "Sport" ("SP") geschaltet werden, was nicht die Standardeinstellung ist. In der Standardeinstellung ist er für nichtbewegte Kamera (bzw. Stills-Fotografie) optimiert.

2) Wenn Du ein nicht elektronisch gekoppeltes Objektiv (z.B. PL-Mount oder ein vollmechanisches Z-Mount-Cine-Objektiv) verwendest, musst Du die Brennweite im Menü "Non-CPU Lens Data" spezifizieren, damit der IBIS richtig kalibriert ist.
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip



rush
Beiträge: 15199

Re: Wie gut schlägt sich die Nikon ZR bei drei Pro-Lesertestern?

Beitrag von rush »

Letzteres ist aber kein Nikon spezifischer Stolperstein - auch bei Sony sollte man bei voll manuellen Objektiven die entsprechende Brennweite in der Kamera hinterlegen damit der IBIS vernünftig arbeiten kann.
keep ya head up



Bildlauf
Beiträge: 2707

Re: Wie gut schlägt sich die Nikon ZR bei drei Pro-Lesertestern?

Beitrag von Bildlauf »

ja bei sony und auch bei Panasonic.
ich denke bei jeder Kamera muss man das tun, wenn man Objektive ohne Datenübertragung nutzt?
Wenn die Brennweite falsch eingestellt ist bei IBIS on, dann zittert es ganz übel.



newz6user
Beiträge: 8

Re: Wie gut schlägt sich die Nikon ZR bei drei Pro-Lesertestern?

Beitrag von newz6user »

Danke Euch! Ich trottel 🙈 ok ich Verkauf die doch nicht die Nikon 😅😇 das war mir nicht klar, meine alte Canon und LUMIX S5 fragten nicht danach das war mir nicht klar. Danke für die Aufklärung!



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