Jott
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von Jott »

Der Iasi macht‘s schon richtig: einfach alles kaufen und dann jahrelang einarbeiten statt filmen.



iasi
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von iasi »

cantsin hat geschrieben: So 14 Jun, 2026 01:05
soulbrother hat geschrieben: Sa 13 Jun, 2026 23:19 Wofür nutzt Du die Z8, wenn Du doch schon sie bessere Videomaschine ZR hast?
Die Frage ging zwar nicht an mich, aber dass die ZR pauschal die bessere Videomaschine als die Z8 oder Z6iii ist, würde ich nicht unterschreiben. Eher wiegen sich Vor- und Nachteile beider Kameratypen gegeneinander auf.

Die Z8 und Z6iii haben auch einige klare Vorteile ggü. der ZR als Videokameras:

- EVFs, mit z.T. deutlich höherer Auflösung als beim ZR-Display, zur besseren Schärfebeurteilung und Drehen bei starkem Tageslicht
- (Deutlich) bessere 10bit-Codecs, sowohl in h265, als auch in ProRes HQ
- Full Size-HDMI
- Bei der Z8: 8K-Auflösung und trotzdem niedrigerer rolling shutter wegen des fully stacked Sensors
- Deutlich bessere Bedienergonomie dank ausreichender Funktionsknöpfe, D-Pad (wofür die Nikon-UX ausgelegt ist) und besserem Joystick.

...während sich viele der ZR-selling points auf den zweiten Blick relativieren:

- RED RAW NE nur mit sehr hohem Speicherbedarf (mit höherer Bitrate als selbst bei RED-Kameras in der höchsten Qualitätsstufe), mit nur rudimentären/fehlenden Belichtungstools und ohne Fokus-Peaking bei aktiver Display-LUT, sowie - im Gegensatz zu N-RAW - ohne Objektiv-Korrekturen für Nikkor Z-Systemobjektive
- Das 4"-Display nur mit Auflösung 1280*800, ohne Fokuslupe bei der Aufnahme, und daher IMO ungeeignet zur Schärfebeurteilung. Außerdem versperrt es IMO die Kamerarückseite bzw. nimmt den Platz für Bedienelemente weg, weil (im Gegensatz u.a. zu Blackmagic) ein gutes Touchscreen-Interface fehlt.
- 32bit-Aufnahme nur am internen Miniklinkeneingang und über den kamerainternen Preamp, nicht über das XLR-Hotshoe-Interface.

(Hinzu kommt natürlich, dass die Z8 und Z6iii auch noch vollwertige Fotokameras sind, die ZR mangels mechanischem Verschluss und essentieller Bedienelemente hingegen nicht.

Sobald man N-RAW aufnimmt, ist IMO der einzige wirklich ins Gewicht fallende Vorteil der ZR ggü. der Z6iii ihr kompakterer (u.a. Gimbal-tauglicherer) Formfaktor.
Da sich die ZR und Z8 mit den genannten Vorteilen ergänzen und ich mit mehreren Kamera drehen will, drängte sich die Z8 zu einem Preis von 2000€ einfach auf.

Die hohe Auflösung der Z8 macht sich durchaus bemerktbar - die Z8 ist auch dadurch die bessere Fotokamera. Und für Totale bietet sie sich dann natürlich auch an. :)

Mit Red Raw NE kommt man in Resolve schneller zum Ziel - Red hatte sich schon immer viel Mühe gegeben, das eigene Raw-Format von Gradingsoftware unterstützen zu lassen.

Das Display der ZR ist jedoch sehr viel besser als das der Z8 zum Filmen geeignet.

Ich muss auch sagen, dass mir die Bedienung der ZR mit dem Verzicht auf viele Knöpfe mehr liegt. Auf dem Monitor der ZR hab ich alle Funktionen, die ich benötige direkt vor mir und muss nicht nach den passenden Knöpfchen suchen.

Nur die wenigen Funktionen, die ich ständig ein- und ausschalte lege ich auf eine Taste - das sind bei mir nicht sehr viele. Eigentlich sind es nur 2 - und den 1:1-Zoom nutze ich auch nur, wenn es kritisch wird und Focus-Peaking allein nicht mehr ausreicht.

Umso mehr schätze ich den großen und hellen Monitor der ZR. Die Auflösung ist dabei vollkommen ausreichend.
Einen Sucher hab ich eigentlich nie vermisst. Den meiner BMD hab ich sogar abgeschraubt, obwohl deren Monitor nicht ideal platziert ist und etwas größer sein könnte.

Nach dem ersten Test der Z8 mit einem 150-600 musste ich feststellen, dass der AF noch einiger Einstellungen bedarf. Heute ist nochmal Gelegenheit, dies erneut zu testen.



Bildlauf
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von Bildlauf »

iasi hat geschrieben: So 14 Jun, 2026 09:57
Nach dem ersten Test der Z8 mit einem 150-600 musste ich feststellen, dass der AF noch einiger Einstellungen bedarf. Heute ist nochmal Gelegenheit, dies erneut zu testen.
Ich weiß, Du bist weder Fan von Suchern noch von Vorschaumonitoren. Verstehe zwar nicht warum nicht wenigstens eins davon klar geht, aber ok.
Oder filmst Du doch mit externem Monitor?

Dann bleiben nur die Mäusekinos, wozu ich das Display der ZR auch noch zähle (Ab 5" ist kein Mäusekino mehr).

Mit einem ordentlichen Vorschaumonitor, der ein gescheites Fokus Peaking hat (daß auch bei rec. aktiv bleibt) und gute Helligkeit, und vernünftige Belichtungstools wirst Du nicht erst zu Hause von einem nicht sitzendem Fokus oder anderen nervigen Dingen überrascht.
Auch ist es nett, wenn sich ein paar Leute um einen reihen um mal einen Clip anzuschauen um sich zu reflektieren.
Es ist einfach bequemeres und sicheres Arbeiten und bietet auch einen gewissen Service an den AuftraggeberInnen/ProjektteilnehmerInnen. Deshalb bevorzuge ich 7".



cantsin
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von cantsin »

Bildlauf hat geschrieben: So 14 Jun, 2026 16:00 Dann bleiben nur die Mäusekinos, wozu ich das Display der ZR auch noch zähle (Ab 5" ist kein Mäusekino mehr).

Mit einem ordentlichen Vorschaumonitor, der ein gescheites Fokus Peaking hat (daß auch bei rec. aktiv bleibt) und gute Helligkeit, und vernünftige Belichtungstools wirst Du nicht erst zu Hause von einem nicht sitzendem Fokus oder anderen nervigen Dingen überrascht.
Das ist ganz klar das Nadelöhr der ZR im Praxisgebrauch. Man kann auf deren 4"-720p-Display den Fokus nicht sicher beurteilen - hat auch keine Hilfen wie Fokuslupe bei laufender Aufnahme.

Externes Monitoring geht über MicroHDMI, erfordert daher aufwändiges Rigging (Cages mit HDMI-Klemmen etc., wobei da immer ein Restrisiko einer instabilen Verbindung oder eines beschädigten Ports bleibt, zumal bei der spezifischen Position der Ports direkt am Klappdisplay der ZR).

Die neue, alternative Möglichkeit des Monitorings über mobile apps und USB (z.B. auf einem Tablet) ist IMO okay für kürzere Drehs, aber keine robuste Lösung für lange Drehtage.

Daher ist die ZR im Normalfall eine AF-Kamera, deren Video-Tracking-AF aber auch nicht hundertprozentig sicher/"sticky" arbeitet.

Für meine eigenen Run-and-Gun-Drehs sind das keine problematischen bzw. wirklich praxisrelevanten Einschränkungen (bis auf den gelegentlichen Ausschuss im Schnitt bei aus der Spur geratenem Tracking-AF). Aber z.B. für kontrolliertes szenisches Drehen würde ich wegen der Fokus- und Belichtungstools bzw. des besseren Monitorings eine Blackmagic-Kamera vorziehen, selbst eine Pocket 4K.
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip



soulbrother
Beiträge: 1175

Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von soulbrother »

iasi hat geschrieben: So 14 Jun, 2026 09:57
Die hohe Auflösung der Z8 macht sich durchaus bemerktbar - die Z8 ist auch dadurch die bessere Fotokamera. Und für Totale bietet sie sich dann natürlich auch an. :)

...............
Nach dem ersten Test der Z8 mit einem 150-600 musste ich feststellen, dass der AF noch einiger Einstellungen bedarf. Heute ist nochmal Gelegenheit, dies erneut zu testen.
Ich schreib mal numeriert, ist einfacher für alle Antworten ;-)
1. Da dies der ZR Thread ist: Gibt es einen Z8 "Video" Thread - falls ja, wollen wir das dahin verlegen?

2. Da ich die Z8 seit ca. 2 Jahren im Einsatz habe kann ich sagen, dass bei 8k Video, das Ding recht schnell heiss wird. Daher meine Frage nach deinen Erfahrungen: Welche Karte und welche Umstände/Bedingungen, ergeben welche Aufnahmezeiten?

3. 150-600: welches?
Ich hab ein "altes" Sigma, aber leider noch mit dem Nikon F Anschluss...daher nur mit FTZ Adapter an der Z8 (und Z7II)



iasi
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von iasi »

soulbrother hat geschrieben: So 14 Jun, 2026 16:35
iasi hat geschrieben: So 14 Jun, 2026 09:57
Die hohe Auflösung der Z8 macht sich durchaus bemerktbar - die Z8 ist auch dadurch die bessere Fotokamera. Und für Totale bietet sie sich dann natürlich auch an. :)

...............
Nach dem ersten Test der Z8 mit einem 150-600 musste ich feststellen, dass der AF noch einiger Einstellungen bedarf. Heute ist nochmal Gelegenheit, dies erneut zu testen.
Ich schreib mal numeriert, ist einfacher für alle Antworten ;-)
1. Da dies der ZR Thread ist: Gibt es einen Z8 "Video" Thread - falls ja, wollen wir das dahin verlegen?

2. Da ich die Z8 seit ca. 2 Jahren im Einsatz habe kann ich sagen, dass bei 8k Video, das Ding recht schnell heiss wird. Daher meine Frage nach deinen Erfahrungen: Welche Karte und welche Umstände/Bedingungen, ergeben welche Aufnahmezeiten?

3. 150-600: welches?
Ich hab ein "altes" Sigma, aber leider noch mit dem Nikon F Anschluss...daher nur mit FTZ Adapter an der Z8 (und Z7II)
1. Es ging mir um den Vergleich ZR - Z8.
Und ich kann nur betonen: Der Monitor der ZR ist ein großes Plus.

2. Ich hatte bisher noch keine Hitzeprobleme, aber die Z8 auch noch nicht lange. Auf lange Aufnahmezeiten komme ich meist auch nicht. Die AV Pro 512 GB wird nicht auffällig heiß. Aber bisher hatte ich die Z8 erst dreimal im Einsatz getestet.

3. Ich wollte eigentlich das Nikon 180-600, das bei 600mm aber etwas "weich" sein soll. Aber dann waren neben der Z8 auch das Sigma 150-600 und der Nikon-FTZ-Adapter in der Vitrine - im Ausverkauf. Es scheint mir recht gut. Der AF saß beim ersten Testeinsatz nicht zu 100%. Nun muss ich mal sehen, wie es sich beim heutigen geschlagen hat.



medienonkel
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von medienonkel »

iasi hat geschrieben: So 14 Jun, 2026 17:20
soulbrother hat geschrieben: So 14 Jun, 2026 16:35
Ich schreib mal numeriert, ist einfacher für alle Antworten ;-)
1. Da dies der ZR Thread ist: Gibt es einen Z8 "Video" Thread - falls ja, wollen wir das dahin verlegen?

2. Da ich die Z8 seit ca. 2 Jahren im Einsatz habe kann ich sagen, dass bei 8k Video, das Ding recht schnell heiss wird. Daher meine Frage nach deinen Erfahrungen: Welche Karte und welche Umstände/Bedingungen, ergeben welche Aufnahmezeiten?

3. 150-600: welches?
Ich hab ein "altes" Sigma, aber leider noch mit dem Nikon F Anschluss...daher nur mit FTZ Adapter an der Z8 (und Z7II)
1. Es ging mir um den Vergleich ZR - Z8.
Und ich kann nur betonen: Der Monitor der ZR ist ein großes Plus.

2. Ich hatte bisher noch keine Hitzeprobleme, aber die Z8 auch noch nicht lange. Auf lange Aufnahmezeiten komme ich meist auch nicht. Die AV Pro 512 GB wird nicht auffällig heiß. Aber bisher hatte ich die Z8 erst dreimal im Einsatz getestet.

3. Ich wollte eigentlich das Nikon 180-600, das bei 600mm aber etwas "weich" sein soll. Aber dann waren neben der Z8 auch das Sigma 150-600 und der Nikon-FTZ-Adapter in der Vitrine - im Ausverkauf. Es scheint mir recht gut. Der AF saß beim ersten Testeinsatz nicht zu 100%. Nun muss ich mal sehen, wie es sich beim heutigen geschlagen hat.
Um mal wieder zurück zur Thematik zu kommen.

Dass hier der Begriff „Einsatz“ mit einer Testphase verwechselt wird, zeigt das Kernproblem vieler theoretischer Diskussionen.

In der professionellen Produktion gilt eine eiserne Regel: Am Set wird gedreht, vorher wird getestet.

Ein echter Einsatz ist das denkbar schlechteste Pflaster, um das Autofokus-Verhalten eines Sigma-Telezooms via FT-Adapter oder die Hitzeentwicklung einer Z8 zu evaluieren. Daher kann das kein Einsatz gewesen sein.
Du musst schon mal etwas feiner formulieren, wenn wir hier in den Wortklaubmodus gehen wollen.

Wenn der Autofokus beim ersten Mal „nicht zu 100% saß“, ist das bei einem privaten Spaziergang ärgerlich – bei einem bezahlten Drehtag ist es eine wirtschaftliche Katastrophe und ein Garant für unbrauchbares Material in der Postproduktion.

Es ist völlig legitim, neues Equipment oder Vitrinen-Schnäppchen Schritt für Schritt kennenzulernen.
Man sollte diese ersten Gehversuche mit kurzen Aufnahmezeiten aber nicht als „Einsatztests“ deklarieren. Ein System erweist seine Einsatzfähigkeit erst dann, wenn es unter Termindruck, bei unvorhersehbarem Licht und über Stunden hinweg fehlerfrei abliefert.

Alles andere ist und bleibt eine Evaluierung im geschützten Raum. ;-)



Jott
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von Jott »

Nächster Schritt: rauskriegen, wieso der AF nicht „sitzt“. Ein möglicher Grund wurde schon genannt.



iasi
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von iasi »

medienonkel hat geschrieben: Mo 15 Jun, 2026 12:46
iasi hat geschrieben: So 14 Jun, 2026 17:20

1. Es ging mir um den Vergleich ZR - Z8.
Und ich kann nur betonen: Der Monitor der ZR ist ein großes Plus.

2. Ich hatte bisher noch keine Hitzeprobleme, aber die Z8 auch noch nicht lange. Auf lange Aufnahmezeiten komme ich meist auch nicht. Die AV Pro 512 GB wird nicht auffällig heiß. Aber bisher hatte ich die Z8 erst dreimal im Einsatz getestet.

3. Ich wollte eigentlich das Nikon 180-600, das bei 600mm aber etwas "weich" sein soll. Aber dann waren neben der Z8 auch das Sigma 150-600 und der Nikon-FTZ-Adapter in der Vitrine - im Ausverkauf. Es scheint mir recht gut. Der AF saß beim ersten Testeinsatz nicht zu 100%. Nun muss ich mal sehen, wie es sich beim heutigen geschlagen hat.
Um mal wieder zurück zur Thematik zu kommen.

Dass hier der Begriff „Einsatz“ mit einer Testphase verwechselt wird, zeigt das Kernproblem vieler theoretischer Diskussionen.

In der professionellen Produktion gilt eine eiserne Regel: Am Set wird gedreht, vorher wird getestet.

Ein echter Einsatz ist das denkbar schlechteste Pflaster, um das Autofokus-Verhalten eines Sigma-Telezooms via FT-Adapter oder die Hitzeentwicklung einer Z8 zu evaluieren. Daher kann das kein Einsatz gewesen sein.
Du musst schon mal etwas feiner formulieren, wenn wir hier in den Wortklaubmodus gehen wollen.

Wenn der Autofokus beim ersten Mal „nicht zu 100% saß“, ist das bei einem privaten Spaziergang ärgerlich – bei einem bezahlten Drehtag ist es eine wirtschaftliche Katastrophe und ein Garant für unbrauchbares Material in der Postproduktion.

Es ist völlig legitim, neues Equipment oder Vitrinen-Schnäppchen Schritt für Schritt kennenzulernen.
Man sollte diese ersten Gehversuche mit kurzen Aufnahmezeiten aber nicht als „Einsatztests“ deklarieren. Ein System erweist seine Einsatzfähigkeit erst dann, wenn es unter Termindruck, bei unvorhersehbarem Licht und über Stunden hinweg fehlerfrei abliefert.

Alles andere ist und bleibt eine Evaluierung im geschützten Raum. ;-)
Du hast eine Fixierung auf die Bezahlung.
Warum wohl gehe ich zu einem Stock-Car- oder Motocross-Rennen zum Testen - sicherlich nicht im Auftrag von jemandem, der auf die Ergebnisse angewiesen ist. Es ist aber dennoch ein Einsatz, denn ich machte nichts anderes, als die Leute mit ihren "Presse"-Westen.
Bei den schnellen Cross-Maschinen und den unruhigen Hintergründen sollte der AF zeigen, wo seine Grenzen sind.



medienonkel
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von medienonkel »

iasi hat geschrieben: Mo 15 Jun, 2026 21:33
medienonkel hat geschrieben: Mo 15 Jun, 2026 12:46

Um mal wieder zurück zur Thematik zu kommen.

Dass hier der Begriff „Einsatz“ mit einer Testphase verwechselt wird, zeigt das Kernproblem vieler theoretischer Diskussionen.

In der professionellen Produktion gilt eine eiserne Regel: Am Set wird gedreht, vorher wird getestet.

Ein echter Einsatz ist das denkbar schlechteste Pflaster, um das Autofokus-Verhalten eines Sigma-Telezooms via FT-Adapter oder die Hitzeentwicklung einer Z8 zu evaluieren. Daher kann das kein Einsatz gewesen sein.
Du musst schon mal etwas feiner formulieren, wenn wir hier in den Wortklaubmodus gehen wollen.

Wenn der Autofokus beim ersten Mal „nicht zu 100% saß“, ist das bei einem privaten Spaziergang ärgerlich – bei einem bezahlten Drehtag ist es eine wirtschaftliche Katastrophe und ein Garant für unbrauchbares Material in der Postproduktion.

Es ist völlig legitim, neues Equipment oder Vitrinen-Schnäppchen Schritt für Schritt kennenzulernen.
Man sollte diese ersten Gehversuche mit kurzen Aufnahmezeiten aber nicht als „Einsatztests“ deklarieren. Ein System erweist seine Einsatzfähigkeit erst dann, wenn es unter Termindruck, bei unvorhersehbarem Licht und über Stunden hinweg fehlerfrei abliefert.

Alles andere ist und bleibt eine Evaluierung im geschützten Raum. ;-)
Du hast eine Fixierung auf die Bezahlung.
Warum wohl gehe ich zu einem Stock-Car- oder Motocross-Rennen zum Testen - sicherlich nicht im Auftrag von jemandem, der auf die Ergebnisse angewiesen ist. Es ist aber dennoch ein Einsatz, denn ich machte nichts anderes, als die Leute mit ihren "Presse"-Westen.
Bei den schnellen Cross-Maschinen und den unruhigen Hintergründen sollte der AF zeigen, wo seine Grenzen sind.
Ja gut, die Leute mit ihre "Presse"-Westen müssen aber brauchbare Bilder für die Lokalzeitung mit in die Redaktionen bringen.

Wenn du mit unscharfen Bildern heim kommst interessiert das halt niemanden. Also machst du sehr wohl etwas anderes.
Du testest, die müssen scharfe Fotos liefern und wollen da vielleicht gar nicht sein. Aka Arbeit.

Es gibt natürlich auch begeisterte Amateure, die so gut vernetzt sind und so zuverlässig tolle Bilder liefern, dass auch die für die Zeitung fotografieren.

Der Vater von nem Schulfreund hat das gemacht. Der Manni. Und ein anderer ist mittlerweile Professor, aber fotografiert immer die Feuerwehreinsätze, so Leute gibt´s auch noch.

An welche Zeitung oder Portale lieferst du denn deine Stock Car Fotos?



iasi
Beiträge: 31180

Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von iasi »

medienonkel hat geschrieben: Di 16 Jun, 2026 10:25
iasi hat geschrieben: Mo 15 Jun, 2026 21:33

Du hast eine Fixierung auf die Bezahlung.
Warum wohl gehe ich zu einem Stock-Car- oder Motocross-Rennen zum Testen - sicherlich nicht im Auftrag von jemandem, der auf die Ergebnisse angewiesen ist. Es ist aber dennoch ein Einsatz, denn ich machte nichts anderes, als die Leute mit ihren "Presse"-Westen.
Bei den schnellen Cross-Maschinen und den unruhigen Hintergründen sollte der AF zeigen, wo seine Grenzen sind.
Ja gut, die Leute mit ihre "Presse"-Westen müssen aber brauchbare Bilder für die Lokalzeitung mit in die Redaktionen bringen.

Wenn du mit unscharfen Bildern heim kommst interessiert das halt niemanden. Also machst du sehr wohl etwas anderes.
Du testest, die müssen scharfe Fotos liefern und wollen da vielleicht gar nicht sein. Aka Arbeit.

Es gibt natürlich auch begeisterte Amateure, die so gut vernetzt sind und so zuverlässig tolle Bilder liefern, dass auch die für die Zeitung fotografieren.

Der Vater von nem Schulfreund hat das gemacht. Der Manni. Und ein anderer ist mittlerweile Professor, aber fotografiert immer die Feuerwehreinsätze, so Leute gibt´s auch noch.

An welche Zeitung oder Portale lieferst du denn deine Stock Car Fotos?
Und das ist doch der Unterschied zwischen Testeinsatz und dann richtigem Einsatz.
Unabhängig vom Geld kommt es darauf an, welche Bedeutung das Ergebnis hat.
Wenn ich weiß, dass die Aufnahmen eh nur im "Test"-Ordner landen, kann ich die Kamera auch etwas extremer fordern und ihre Grenzen austesten.
Es macht doch z.B. keinen Sinn, wenn ich im Studio bei idealer Beleuchtung Testaufnahmen mache.

Ich liefere keine Stock Car Fotos an jemanden. Es war mein erstes Stock Car Rennen und diente als Test - gerade auch, weil es für mich unabsehbar war, was mich erwartete.

Beim Motocross-Rennen vermisste ich den größeren Monitor der ZR doch sehr. Bei der Z8 war die Schärfe nicht so zu beurteilen, wie es der AF eigentlich erforderte. Denn der AF suchte sich oft einen Streckenposten oder die Zuschauer, auf denen er auch blieb, nachdem die Fahrer ins Bild kamen. Das waren dann aber auch diese herausfordernden Tests, bei denen ich meist schon erwartet hatte, dass der AF dies nicht packen würde und eigentlich manuelles Fokusieren angesagt gewesen wäre.
Positiv fand ich das Crop-Potential des 8k-Raw-Materials.



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