Darth Schneider
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von Darth Schneider »

Wichtig bei RAW finde ich auch das Monitoting Lut, das muss man auch natürlich kennen..
Und das sollte dem entsprechen was technisch beim Dreh sein soll, zumindest von der Belichtung her gesehen.
Dann spürt man mit Übung was clippt, ganz ohne Belichtungs Tools.
Nur meine 2 Cents.



toniwan
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von toniwan »

cantsin hat geschrieben: ↑Di 27 Jan, 2026 19:41
pillepalle hat geschrieben: ↑Di 27 Jan, 2026 19:27 PS: 1 mm neben der roten Linie ist doch eine 2/3 Line oder sowas... daran kann man sich doch orientieren. Ich verstehe nicht was daran so schwer sein soll, den Clippingpunkt zu finden.
Hier mal ein Gegenbeispiel, gerade eben aufgenommen. Die Lampe ist geclippt (wie durch die Clipping-LUT auch korrekt angezeigt), aber ohne die rote Linie wäre das nur schwer oder gar nicht im Waveform Monitor zu sehen:

DSC_1868-dt.jpg
Ich habe die Kamera auch ausprobiert und fand den Clipping-Punkt sehr eindeutig. Wie oben schon gesagt wurde, konnte man sich an der Linie zuvor auch orientieren. Und in deinem Beispiel sehe ich doch auch klar, wo es clippt. Klar hilft die neue Linie, aber es ging auch vorher ok.



toniwan
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von toniwan »

Darth Schneider hat geschrieben: ↑Di 27 Jan, 2026 19:48 @Jott
Willst du zu mir Nachhause kommen und den Film auf UsB Stick (dem Zielmedium für die Kunden) auf dem TV anschauen ?
Wo das Bild erheblich scharfer ist als auf YouTube ?
4K auf YouTube ist weniger scharf und weniger sauber als nur HD via Stick auf dem TV..;))))
Ich finde nicht, dass YT aktuell die Schärfe sichtbar ändert. Wenn ich in Davinci die Schärfe so eingestellt habe, wie ich es möchte, dann in H264 mit 50 MBit/s exportiere, sieht es in YT identisch aus.



Darth Schneider
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von Darth Schneider »

Danke,
Also H264 mit 50 MBit/s…
Wenn es um YouTube Export geht hab ich keine Ahnung…;)

Und h265 ?
Nur für mich zum probieren, kann mein TV.

Es gibt auch Leute die schwören auf, Erst unkomprimiertes Master und dann in h264 wandeln in Handbreak..

Ich war dazu immer zu faul und mach das direkt auf h264/h265 mit Resolve….
Macht das immer noch ein Unterschied ?
Zuletzt geändert von Darth Schneider am Di 27 Jan, 2026 20:51, insgesamt 1-mal geändert.



toniwan
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von toniwan »

Darth Schneider hat geschrieben: ↑Di 27 Jan, 2026 20:47 Danke,
Also H264 mit 50 MBit/s…
Wenn es um YouTube Export geht hab ich keine Ahnung…;)

Und h265 ?
Nur für mich zum probieren, kann mein TV
H265 wird etwas schlechter von YT interpretiert. Schau mal hier rein:



ChrisDiCesare
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von ChrisDiCesare »

Darth Schneider hat geschrieben: ↑Di 27 Jan, 2026 18:42 @Chris
Oder sonst kauf dir bis der Speicher wieder günstiger wird einen gebrauchten Video Assist oder Ninja. Und knall ProRes HQ auf die günstige Ssd…
Ist sicher so schärfer als mit h265…
Und verkaufe den Monitor in einem Jahr wieder…
Nur so als ( womöglich dumme) Idee…;)

Keine Ahnung ob du möglichst kompakt unterwegs sein willst/musst…

Andere radikale Lösung, verkaufe die hübsche ZR und hol dir dafür die Z6III…
Ich filme mittlerweile immer weniger in ProRes. Die Datenmengen kann ich einfach nicht mehr händeln. Da sich eh alles immer mehr Richtung SM zieht, reicht einfacher 264 FullHD Standard aus. Die Agentur, für die ich unterwegs bin hat sich erst iPhone Pro geholt. Ich überdenke gerade auch meinen Workflow. Sollte wirklich ein iPhone Fold kommen, und darauf DaVinci Resolve laufen, dann hätte ich zwei Geräte in einem. iPad und iPhone. Und genau in diesen Workflow soll es gehen, schnelles aufnehmen und mobiles Schneiden. Dreamsetup wäre aktuell ein FX2 Gehäuse mit einem Open Gate Sensor und einem iPhone Fold, mit dem man auch schneiden kann. Ob das so alles kommt, keine Ahnung. Hauptsache geringe Datenmenge für beste Qualität in Hoch und Querformat in einem mit direkter Appanbindung an einem Fold oder Pad zum schnellen Hochkant schneiden.
Beste Grüße, der Chris.



Darth Schneider
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von Darth Schneider »

@Chris
Ein iPad mit Apple Stift oder noch besser ein 13 Zoll Mac Book Air wäre dir zu gross ?

Die sind ja auch sehr kompakt und es geht komfortabel zum schneiden.

Wer weiss wenn das neue Falt iPhone dann kommt.
Und wie teuer das sein wird.



ChrisDiCesare
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von ChrisDiCesare »

Darth Schneider hat geschrieben: ↑Di 27 Jan, 2026 23:14 @Chris
Ein iPad mit Apple Stift oder noch besser ein 13 Zoll Mac Book Air wäre dir zu gross ?

Die sind ja auch sehr kompakt und es geht komfortabel zum schneiden.

Wer weiss wenn das neue Falt iPhone dann kommt.
Und wie teuer das sein wird.
Fold wäre am Optimalsten. Ein Gerät weniger, Größe Perfekt. Und man spart sich das Überspielen. I mean. 13er Zoll iPad, auch absolut geil zum Arbeiten. Aber halt wieder son riesen Ding. Ich hab erst Material von ner FX3 auf meinen iPhone 13 Mini geschnitten. Das geht schon, aber dann ist doch son Klapphandy was angenehmeres. Samsung war schon in meinen Blick. Problem ist, manche Creator Apps funktionieren halt auf IOS am Besten. Deswegen kommt man da meist nicht um Apple rum.
Beste Grüße, der Chris.



Jott
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von Jott »

Die Frage ist: wieviel Editing braucht man für Social Media? Der Trend geht in Richtung (halb)automatischer Schnitt, KI-gestützt. Gesprochene Prompts.



Bildlauf
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von Bildlauf »

toniwan hat geschrieben: ↑Di 27 Jan, 2026 20:39
Ich finde nicht, dass YT aktuell die Schärfe sichtbar ändert. Wenn ich in Davinci die Schärfe so eingestellt habe, wie ich es möchte, dann in H264 mit 50 MBit/s exportiere, sieht es in YT identisch aus.
Ich exportiere immer in h264 und bei DaVinci in "Quality" stelle ich 160000 kb/s ein.
Und .mp4 Container.
Dadurch hat man keinen Schärfeverlust und die YT Kompression lässt das YT Bild fast gleich aussehen wie das Original, finde ich auch.
Problem sind halt mehr einfarbige Flächen und dunkler Himmel, wo eher mal Block Artefakte auftreten können, aber in geringem Maße und kommt drauf an.
Denoising in der Post ist mit Vorsicht zu nehmen, weil da ja doch immer (mehr oder weniger) glatt gebügelt wird und das YT einem verübeln kann, so daß der Himmel dann voller Banding Artefakte ist zb.
Aber wofür Denoisen bei meinen Kameras S5(II) und a7IV?
Außerdem der beste Denoiser ist doch eh YT, daher ist Denoising in Post oft vielleicht gar nicht notwendig, wenn das eh auf YT hochgeladen wird.
Die YT Kompression hat sich scheinbar auch verbessert über die Zeit.



ChrisDiCesare
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von ChrisDiCesare »

Jott hat geschrieben: ↑Mi 28 Jan, 2026 06:10 Die Frage ist: wieviel Editing braucht man für Social Media? Der Trend geht in Richtung (halb)automatischer Schnitt, KI-gestützt. Gesprochene Prompts.
Kommt voll drauf. Ich weiß, das Filmora zum Beispiel mittlerweile richtig kranke KI Schnittvorlagen hat. Ich sehe das viel im Bauwesen, Explosionen um Bagger herum, fliegende Bauelement usw. Aber nicht alle KI Vorlagen passen auch zu den Themen. Zumal ich z. B. Statements definitiv besser schneiden kann als jede KI. Die KI weiß einfach nicht, was Inhaltsmäßig richtig und wichtig ist. Untertitel lass ich von der KI erstellen, muss aber immer nach korrigieren, weil die KI sehr sehr oft nicht die Wörter richtig versteht. Wenn es dann um die Szenischen Dinge geht, lass ich KI komplett raus. Das ist meist nur Murks, A B Standard. Das schneide ich selber, direkt auf die Musik. Kamerafahrten sind nach Schnitt gedacht und gedreht. Also alles, was die KI noch nicht kann.

Aber ich merke, dass gerade wieder ein Umbruch ist. Die Leute haben immer weniger Bock auf KI. Irgendwann kommt die Qualität wieder zurück. Aber eines muss ich sagen. Egal was man im Bereich Medien macht. Ich kenne keine Branche, wo du Ständig solche Umbrüche und Trends hast. Man kommt mit dem anpassen, lernen kaum hinterher.
Beste Grüße, der Chris.



Jott
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von Jott »

„ Zumal ich z. B. Statements definitiv besser schneiden kann als jede KI.“

Das ist ja klar. Aber B-Roll und wilde Typo drüber hauen - und Musik drunter ziehen - kriegen einige Programme schon ganz gut alleine hin.

Bei denen sind Kunden gut aufgehoben, die schon bei ein paar Hundertern Schnappatmung kriegen.



cantsin
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von cantsin »

Sehr schönes neues Tool für die ZR:
https://reece.is/zr-lut-generator

Damit lässt sich jede vorhandene Log3G10-LUT mit Clipping-Overlays (Blau für Schatten, Rot für Spitzlichter) modifizieren. Die angebotene "Panomira ZR LUT" mit Clipping-Overlays funktioniert ebenfalls sehr gut.
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip



cantsin
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von cantsin »

Der Macher des obigen Tools, ein erfahrener RED-User, hat jetzt noch einen interaktiven Belichtungs-Guide nachgelegt, den jeder ZR-Besitzer studieren sollte:
https://reece.is/zr-exposure-guide

Er bestätigt übrigens die (von ZR-Foren-Fanboys angefeindeten) Messergebnisse von CineD, nach denen RED RAW NE relativ wenig Belichtungsspielraum in den Spitzlichtern hat:
In CineD lab testing, R3D NE showed artifacts at +2 stops above its waveform base, while ProRes RAW and N-RAW were clean to +4 stops above theirs. CineD cautions: these bases represent different physical exposure levels because of the gain remapping — the actual sensor-level headroom difference is ~1 stop, not 2.

Practical takeaway: expose R3D NE ~1 stop lower than you would for N-RAW or ProRes RAW when protecting skin highlights. Watch for yellowish tones as the first sign you're in the recovery zone. If a scene demands more highlight headroom, switch codecs.
Es gibt in den Foren deshalb immer mehr Leute, die N-Raw statt RED RAW NE aufnehmen, es dann aber in der RED RAW-Pipeline prozessieren. (Bei Adobe Premiere ist das in der aktuellen Version sowieso die einzige Möglichkeit, N-Raw zu importieren und prozessieren).

Neben einer Blende mehr Spielraum in den Spitzlichtern hat das auch den Vorteil optional halbierter Bitraten und besserer kamerainterner Belichtungsanzeigen.
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip



iasi
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von iasi »

cantsin hat geschrieben: ↑Mo 16 Feb, 2026 08:05 Der Macher des obigen Tools, ein erfahrener RED-User, hat jetzt noch einen interaktiven Belichtungs-Guide nachgelegt, den jeder ZR-Besitzer studieren sollte:
https://reece.is/zr-exposure-guide

Er bestätigt übrigens die (von ZR-Foren-Fanboys angefeindeten) Messergebnisse von CineD, nach denen RED RAW NE relativ wenig Belichtungsspielraum in den Spitzlichtern hat:
In CineD lab testing, R3D NE showed artifacts at +2 stops above its waveform base, while ProRes RAW and N-RAW were clean to +4 stops above theirs. CineD cautions: these bases represent different physical exposure levels because of the gain remapping — the actual sensor-level headroom difference is ~1 stop, not 2.

Practical takeaway: expose R3D NE ~1 stop lower than you would for N-RAW or ProRes RAW when protecting skin highlights. Watch for yellowish tones as the first sign you're in the recovery zone. If a scene demands more highlight headroom, switch codecs.
Es gibt in den Foren deshalb immer mehr Leute, die N-Raw statt RED RAW NE aufnehmen, es dann aber in der RED RAW-Pipeline prozessieren. (Bei Adobe Premiere ist das in der aktuellen Version sowieso die einzige Möglichkeit, N-Raw zu importieren und prozessieren).

Neben einer Blende mehr Spielraum in den Spitzlichtern hat das auch den Vorteil optional halbierter Bitraten und besserer kamerainterner Belichtungsanzeigen.
ETTR bedeutet, dass man keinen Belichtungsspielraum in den Spitzlichtern benötigt.

Ich verstehe nicht ganz, warum sich so viele Forenleute mit der Belichtung so schwer tun.

Klar wäre z.B. eine Ampel hilfreich, aber es geht auch ohne.



cantsin
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von cantsin »

iasi hat geschrieben: ↑Mo 16 Feb, 2026 08:20 ETTR bedeutet, dass man keinen Belichtungsspielraum in den Spitzlichtern benötigt.

Ich verstehe nicht ganz, warum sich so viele Forenleute mit der Belichtung so schwer tun.
Hast Du den obigen Text richtig gelesen? Es geht hier um unterschiedliches Clipping-Verhalten in den unterschiedlichen Raw-Codecs.

Außerdem gibt es bei RED RAW NE keinen klaren Indikator (zumindest nicht mit den Bordmitteln der Kamera), wann man sich im Highlight Recovery-Bereich bewegt.

Worum es hier geht, ist, dass bei RED RAW NE-Aufnahme der Sensor physisch eine Blende früher als bei den anderen Raw-Codecs clippt, bei identischer Belichtung (bzw. identischer Lichtmenge, die auf den Sensor fällt).
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip



toniwan
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von toniwan »

iasi hat geschrieben: ↑Mo 16 Feb, 2026 08:20
cantsin hat geschrieben: ↑Mo 16 Feb, 2026 08:05 Der Macher des obigen Tools, ein erfahrener RED-User, hat jetzt noch einen interaktiven Belichtungs-Guide nachgelegt, den jeder ZR-Besitzer studieren sollte:
https://reece.is/zr-exposure-guide

Er bestätigt übrigens die (von ZR-Foren-Fanboys angefeindeten) Messergebnisse von CineD, nach denen RED RAW NE relativ wenig Belichtungsspielraum in den Spitzlichtern hat:



Es gibt in den Foren deshalb immer mehr Leute, die N-Raw statt RED RAW NE aufnehmen, es dann aber in der RED RAW-Pipeline prozessieren. (Bei Adobe Premiere ist das in der aktuellen Version sowieso die einzige Möglichkeit, N-Raw zu importieren und prozessieren).

Neben einer Blende mehr Spielraum in den Spitzlichtern hat das auch den Vorteil optional halbierter Bitraten und besserer kamerainterner Belichtungsanzeigen.
ETTR bedeutet, dass man keinen Belichtungsspielraum in den Spitzlichtern benötigt.

Ich verstehe nicht ganz, warum sich so viele Forenleute mit der Belichtung so schwer tun.

Klar wäre z.B. eine Ampel hilfreich, aber es geht auch ohne.
Ich war bei meinem Vergleichstest auch überrascht, dass das RED RAW der ZR recht hart in den Highlights clippt:


(ab 00:56)

Das Material verliert nah am Clipping-Punkt Sättigung und verliert dann abrupt (und weniger graduell als bei den Vergleichs-Cams) Bildinformationen.

Das Beispiel oben ist so eines, bei dem ETTR ja nicht eindeutig funktioniert. Die Frage ist, wieviel der Abendsonne möchte ich noch definiert haben? Mit dem RED RAW der ZR muss ich nach oben mehr Luft lassen, was bedeutet, dass meine Schatten wiederum an Zeichnung verlieren.



cantsin
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von cantsin »

toniwan hat geschrieben: ↑Mo 16 Feb, 2026 11:33 Das Material verliert nah am Clipping-Punkt Sättigung und verliert dann abrupt (und weniger graduell als bei den Vergleichs-Cams) Bildinformationen.
In dem Moment, wo das Material Sättigung verliert, bist Du schon über den Clipping-Punkt mindestens eines Farbkanals hinaus und in der Highlight Recovery.
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip



Bildlauf
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von Bildlauf »

Wenn man das mit der ZR alles so liest denkt man die Kamera ist etwas kompliziert in der Anwendung.



toniwan
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von toniwan »

Bildlauf hat geschrieben: ↑Mo 16 Feb, 2026 15:52 Wenn man das mit der ZR alles so liest denkt man die Kamera ist etwas kompliziert in der Anwendung.
Nö, ich finde schon, man kann recht unkompliziert loslegen. Aber wie überall muss man hier und da ein paar Abstriche machen. Man bekommt tolle Farben und ein insgesamt sehr schönes Bild. Aber eben nicht das beste Highlight-Verhalten und auch nicht die rauschärmsten Schatten. Trotzdem ist das RAW-Bild (und auch nur das) für den Preis Bombe.



Bildlauf
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von Bildlauf »

toniwan hat geschrieben: ↑Mo 16 Feb, 2026 15:56
Bildlauf hat geschrieben: ↑Mo 16 Feb, 2026 15:52 Wenn man das mit der ZR alles so liest denkt man die Kamera ist etwas kompliziert in der Anwendung.
Nö, ich finde schon, man kann recht unkompliziert loslegen. Aber wie überall muss man hier und da ein paar Abstriche machen. Man bekommt tolle Farben und ein insgesamt sehr schönes Bild. Aber eben nicht das beste Highlight-Verhalten und auch nicht die rauschärmsten Schatten. Trotzdem ist das RAW-Bild (und auch nur das) für den Preis Bombe.

Sie wirkt halt kompliziert durch Problembeschreibungen in Posts, ob es letztendlich so ist muss jeder selbst testen, hast Du ja gemacht.
Finde sie nach wie vor interessant und ist noch mit in der Auswahl.



Darth Schneider
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von Darth Schneider »

Sie wirkt kompliziert, weil einige hier es wegen hohen Ansprüchen sich selber kompliziert machen.
Abstriche gibt es bei jeder Kamera in der Preisklasse.

Die ZR für mich auch in der sehr nahen Auswahl, zumindest solange bis Blackmagic ihren Autofokus in mehr Kameras einbaut..



iasi
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von iasi »

cantsin hat geschrieben: ↑Mo 16 Feb, 2026 08:37
iasi hat geschrieben: ↑Mo 16 Feb, 2026 08:20 ETTR bedeutet, dass man keinen Belichtungsspielraum in den Spitzlichtern benötigt.

Ich verstehe nicht ganz, warum sich so viele Forenleute mit der Belichtung so schwer tun.
Hast Du den obigen Text richtig gelesen? Es geht hier um unterschiedliches Clipping-Verhalten in den unterschiedlichen Raw-Codecs.

Außerdem gibt es bei RED RAW NE keinen klaren Indikator (zumindest nicht mit den Bordmitteln der Kamera), wann man sich im Highlight Recovery-Bereich bewegt.

Worum es hier geht, ist, dass bei RED RAW NE-Aufnahme der Sensor physisch eine Blende früher als bei den anderen Raw-Codecs clippt, bei identischer Belichtung (bzw. identischer Lichtmenge, die auf den Sensor fällt).
Bei ETTR sollte nichts clippen.

Es geht dabei nur um die korrekte Belichtung. Dass die ZR nicht die besten Bordmittel bietet, hatten wir doch schon längst festgestellt. Und dennoch kann man auch Red RAW NE korrekt belichten.

Dann schützt man z.B. die Lichter bei Red RAW NE und belichtet etwas knapper.
Bei den alten Red MX musste man auf die Farbtemperatur achten und es wurde geraten mit ISO800 statt den nativen ISO320 zu belichten. Bei einer Alexa konnte man auch mal 1 Blende reichlicher belichten ohne dass das Material verwüstet war.
So weit sollte man sich in eine Kamera schon einarbeiten, um sie dann optimal belichten zu können. Ein Hexenwerk ist das nun aber auch nicht.

Ich nutze nur Red RAW NE und hatte bisher keine Probleme mit Clipping.



Bildlauf
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von Bildlauf »

Darth Schneider hat geschrieben: ↑Mo 16 Feb, 2026 17:22 Sie wirkt kompliziert, weil einige hier es wegen hohen Ansprüchen sich selber kompliziert machen.
Abstriche gibt es bei jeder Kamera in der Preisklasse.

Die ZR für mich auch in der sehr nahen Auswahl, zumindest solange bis Blackmagic ihren Autofokus in mehr Kameras einbaut..
Ja sie hat andere Vorzüge die ZR, die ich als sehr sinnvoll finde. Obwohl ich das raw eigentlich nicht bräuchte, aber man kann da ja nur raw filmen, weil die komprimierten Codecs (angeblich) nicht so ganz gut sein sollen.
Daher wäre es auch nicht optimal mit der ZR für mich.
Finde ich super, daß BMD mit AF nun kommt. Fehlt nur noch Stabi.



Darth Schneider
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von Darth Schneider »

Stabi wäre praktisch, aber für mich gar nicht zwingend.
Die BM hab ich eh lieber auf einem Stativ.

Pille hatte doch mal was geschrieben das nicht alle non Raw Rec Möglichkeiten der ZR schlecht/zu soft sein sollen..?



Bildlauf
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von Bildlauf »

Darth Schneider hat geschrieben: ↑Di 17 Feb, 2026 08:46 Stabi wäre praktisch, aber für mich gar nicht zwingend.
Die BM hab ich eh lieber auf einem Stativ.

Pille hatte doch mal was geschrieben das nicht alle non Raw Rec Möglichkeiten der ZR schlecht/zu soft sein sollen..?
Stabi würde BMD noch flexibler machen, weil man mal auch was handheld machen kann.

Man kann bei der ZR auch nicht dual backup aufnehmen in den komprimierten Codecs, das ist auch ein Nachteil.



Darth Schneider
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von Darth Schneider »

Also zum Beispiel mit dem Olympus 12-100 mit IS drin, geht aus der Hand auch ohne Sensor Stabi.

Zumal kann man bei allen aktuellen BMs in Resolve stabilisieren.
Ich nutze das fast nie, aber es funktioniert.

Von den her glaube ich nicht das BM Sensor Ibis bringen wird.

Backup ?
Ich bin ehrlich gesagt nicht mal sicher ob das mit meiner BM ginge…;)
Brauch ich nicht.



Bildlauf
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von Bildlauf »

Darth Schneider hat geschrieben: ↑Di 17 Feb, 2026 09:18 Also zum Beispiel mit dem Olympus 12-100 mit IS drin, geht aus der Hand auch ohne Sensor Stabi.

Zumal kann man bei allen aktuellen BMs in Resolve stabilisieren.
Ich nutze das fast nie, aber es funktioniert.

Von den her glaube ich nicht das BM Sensor Ibis bringen wird.

Backup ?
Ich bin ehrlich gesagt nicht mal sicher ob das mit meiner BM ginge…;)
Brauch ich nicht.

Die Objektivstabilisierungen sollen ja recht gut sein. L Mount Linsen habe ich für BMD, aber alle sind ohne Stabi, außer mein 80-300 :-)
Dieses nachträgliche Stabilisieren bin ich nicht so ganz der Freund von. Mal hier und da ist ok, aber sollte nicht komplett so sein, Ich denke mal daß da ein Crop mit einhergeht, außer BMD macht da irgendein Zauberstück.

Raw geht ja auch kein Backup, geht nur um 264/5, daß man es da könnte.
Backup ist bei manchen Sachen schon wichtig.



j.t.jefferson
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von j.t.jefferson »

hab mal ne Frage....war es schon vor dem Update möglich in NRAW in 4K bei voller Sensorauslesung zu filmen?
Manfred Baulig



cantsin
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von cantsin »

j.t.jefferson hat geschrieben: ↑Sa 21 Feb, 2026 21:41 hab mal ne Frage....war es schon vor dem Update möglich in NRAW in 4K bei voller Sensorauslesung zu filmen?
Ja. Sollte man aber lieber nicht machen (da skaliertes Raw kein echtes Raw mehr ist, massiv Detailauflösung verliert und diverse Aliasing-Artefakte hat).
FB_IMG_1771707947531.jpg
(Links sensornatives 6K FF Raw der ZR, rechts 4K [= kameraintern skaliertes] FF Raw.)
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.



j.t.jefferson
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von j.t.jefferson »

cantsin hat geschrieben: ↑Sa 21 Feb, 2026 22:04
j.t.jefferson hat geschrieben: ↑Sa 21 Feb, 2026 21:41 hab mal ne Frage....war es schon vor dem Update möglich in NRAW in 4K bei voller Sensorauslesung zu filmen?
Ja. Sollte man aber lieber nicht machen (da skaliertes Raw kein echtes Raw mehr ist, massiv Detailauflösung verliert und diverse Aliasing-Artefakte hat).

FB_IMG_1771707947531.jpg

(Links sensornatives 6K FF Raw der ZR, rechts 4K [= kameraintern skaliertes] FF Raw.)
Sind die Bilder ran gezoomt?
Manfred Baulig



cantsin
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von cantsin »

j.t.jefferson hat geschrieben: ↑Sa 21 Feb, 2026 22:21
cantsin hat geschrieben: ↑Sa 21 Feb, 2026 22:04

Ja. Sollte man aber lieber nicht machen (da skaliertes Raw kein echtes Raw mehr ist, massiv Detailauflösung verliert und diverse Aliasing-Artefakte hat).

FB_IMG_1771707947531.jpg

(Links sensornatives 6K FF Raw der ZR, rechts 4K [= kameraintern skaliertes] FF Raw.)
Sind die Bilder ran gezoomt?
1:1-Pixel-Crops.
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip



pillepalle
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von pillepalle »

cantsin hat geschrieben: ↑Sa 21 Feb, 2026 23:06
j.t.jefferson hat geschrieben: ↑Sa 21 Feb, 2026 22:21

Sind die Bilder ran gezoomt?
1:1-Pixel-Crops.
Dann wäre die 6K RAW Abbildung aber kaum genauso groß wie das 4K RAW :)

Sei's drum, ob etwas RAW ist oder nicht liegt per Definition natürlich nur am Zeitpunkt des Debayerings, nicht daran ob es skaliert ist. Das skalierte RAW ist schon sichtbar schlechter und hat eher Artefakte, aber in der Praxis ist das oft nicht so dramatisch. Die Z6 und Z6II haben extern immer nur skaliertes RAW geliefert und man konnte mit denen auch schon ganz ordentlich in RAW filmen (mache ich auch heute noch) und es hat sich noch nie jemand über Artefakte bzw die Qualität beschwert. Aber beim Pixelpeeping fällt der Unterschied natürlich auf.

VG
Es geht doch nichts über ein solides Halbwissen.



cantsin
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von cantsin »

pillepalle hat geschrieben: ↑So 22 Feb, 2026 04:47
cantsin hat geschrieben: ↑Sa 21 Feb, 2026 23:06

1:1-Pixel-Crops.
Dann wäre die 6K RAW Abbildung aber kaum genauso groß wie das 4K RAW :)
Ja, sorry, aus einer UHD-Timeline. (Hatte das Vergleichsbild schon vor ein paar Wochen für eine ZR-Facebook-Gruppe gemacht.)
Sei's drum, ob etwas RAW ist oder nicht liegt per Definition natürlich nur am Zeitpunkt des Debayerings, nicht daran ob es skaliert ist.
Definitionssache. Wikipedia definitiert Raw wie folgt: "A camera raw image file is a file that contains unprocessed data straight from a digital camera". Das stimmt natürlich nur zum Teil, weil z.B. die meisten Kamerahersteller ihr Raw vorab rauschfiltern und Fokuspixel interpolieren.

Aber wenn durch die Skalierung der Sensor-Bayer-Matrix in eine Bayer-Matrix eine Pseudo-Sensormatrix erzeugt wird, kann man IMO nicht mehr von echtem Raw sprechen - zumindest nicht mehr von Sensor-Raw.

Es wird ja im Fall der ZR durch Software aus den Daten des 6K-Full Frame-Sensors ein fiktiver 4K-Full Frame-Sensor simuliert, wobei diese Skalierung/Simulation algorithmisch nicht sonderlich komplex, sondern (aus Performancegründen) grobschlächtig und mit sichtbarem Kollateralschaden betrieben wird.

Das ist vom Prinzip her ein ähnliches Verfahren wie bei McDonalds' Chicken NcNuggets, wo ein Huhn erst zerkleinert und dann mit Bindemitteln zu einem Pseudo-Hühnerteil wieder zusammengeklebt wird...
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip



pillepalle
Beiträge: 11519

Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von pillepalle »

@ cantsin

Natürlich sollte man aus Qualitätsgründen immer in 6K Filmen, wenn man die Wahl hat. Aber das klingt bei dir immer so als ob alles andere dann völlig unbrauchbar wäre. Man muss schon recht genau hinschauen, um die Unterschiede in der Praxis tatsächlich zu bemerken. Keiner meiner Kunden kann unterscheiden was ich mit der Z6II oder der Z6III gefilmt habe, wenn ich z.B. das Material mische. Als Editor sieht man die Unterschiede natürlich schon.

VG
Es geht doch nichts über ein solides Halbwissen.



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