TomStg
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Re: Sennheiser MKH 8060 im ersten Test: Die neue slashCAM Audio-Referenz? Inkl. MKH 416 Vergleich

Beitrag von TomStg » Mi 25 Jan, 2023 12:41

Es geht um diesem Thread mal ausnahmsweise nicht um den Rode-Krempel, sondern um richtige Mics.

Wenn Du eine Frage zu Rode-Nics hast, ist ein eigener Thread für jeden Interessierten leichter zu finden und der ursprüngliche Thread bleibt übersichtlich.




Darth Schneider
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Re: Sennheiser MKH 8060 im ersten Test: Die neue slashCAM Audio-Referenz? Inkl. MKH 416 Vergleich

Beitrag von Darth Schneider » Mi 25 Jan, 2023 12:46

Sag mal, hast du das auch gelesen was der Frank geschrieben hat ?
Meine Frage war eine Reaktion, eine Frage darauf.
Weil ich mir dummerweise die sehr tollen Sennheiser Miks nicht leisten kann.

Aber ich werde mich selbstverständlich jetzt raus halten…

Gruss Boris




Drushba
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Re: Sennheiser MKH 8060 im ersten Test: Die neue slashCAM Audio-Referenz? Inkl. MKH 416 Vergleich

Beitrag von Drushba » Mi 25 Jan, 2023 18:41

Optiker hat geschrieben:
Mi 25 Jan, 2023 09:37
Es gibt ja glücklicherweise schon seit Jahren einige gut Vergleiche dieser Mikrofone. Was sollte man auch machen wenn die Mikrofone wie das 416 oder das 8060 noch nicht zu Hause sind. Nach langer Recherche wurde es dann vor ca 4 Jahren das 416. Das 8060 mag "runder" klingen. Aber was machst du wenn du eben im Außeneinsatz jede Menge anderer Geräusche auch hast? Wie holst du dann die Sprache raus? Da scheint mir die einzige Möglichkeit eine gute Ausblendung der Seiten zu sein und eine gewisse Anhebung der Frequenzen die Sprache ausmachen. Ich denke da schneidet das 416 besser ab. Das Rauschen scheint ja beim 8060 um 1 bis 2 dB besser zu sein. Ich würde sagen das gibt keinen Ausschlag. Ich verwende das 416 auch für VO.
Aus diesem Grund habe ich schon seit Ewigkeiten ein Set 416er, eins on-Camera, eines an der Angel (für aussen) und ein Set CMC641 (für innen) im Einsatz. Das 8060 scheint aussen nicht so gut zu isolieren und innen immer noch zu viele Störungen durch Schallreflexionen zu erzeugen. Dazu würde mich aber mal ein direkter Vergleich interessieren. PS: Als Soloshooter verwende ich auf der S1 das Mini-CMIT. Das ist das beste "Kompromiss-Mic" für innen und aussen, was ich finden konnte. Hier wäre ein Vergleich zum 8060 auch interessant (innen wie aussen).
Lieber glaub ich Wissenschaftlern, die sich mal irren, als Irren, die glauben, sie seien Wissenschaftler.

Zuletzt geändert von Drushba am Mi 25 Jan, 2023 18:44, insgesamt 1-mal geändert.




Rick SSon
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Re: Sennheiser MKH 8060 im ersten Test: Die neue slashCAM Audio-Referenz? Inkl. MKH 416 Vergleich

Beitrag von Rick SSon » Mi 25 Jan, 2023 18:44

Habe mich damals nach vielem Texthören für das 8060 und gegen das 416 entschieden.

Das 416er klang mir mulmiger, das 8060 schön klar und man spürt ein bißchen mehr die Umgebung, ohne dass es nervt. Du kannst es aufgrund der hohen Empfindlichkeit an jede Cam stecken und hast kaum noise. Aufnahmen von unserem F8 kann ich im Resolve auf Anschlag (+30db) verstärken und es klingt immernoch gut.

In der Regel mache ich an den Aufnahmen rein gar nichts, außer einen Limiter draufzusetzen.

Das ist wie mit der Ursa G2 auf den Punkt zu belichten und sich bereits über das ungegradede Bild mit Lut zu freuen.

Einfach gleich richtig machen. Nix mit „Fix it in Post“




Rick SSon
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Re: Sennheiser MKH 8060 im ersten Test: Die neue slashCAM Audio-Referenz? Inkl. MKH 416 Vergleich

Beitrag von Rick SSon » Mi 25 Jan, 2023 18:47

Drushba hat geschrieben:
Mi 25 Jan, 2023 18:41
Optiker hat geschrieben:
Mi 25 Jan, 2023 09:37
Es gibt ja glücklicherweise schon seit Jahren einige gut Vergleiche dieser Mikrofone. Was sollte man auch machen wenn die Mikrofone wie das 416 oder das 8060 noch nicht zu Hause sind. Nach langer Recherche wurde es dann vor ca 4 Jahren das 416. Das 8060 mag "runder" klingen. Aber was machst du wenn du eben im Außeneinsatz jede Menge anderer Geräusche auch hast? Wie holst du dann die Sprache raus? Da scheint mir die einzige Möglichkeit eine gute Ausblendung der Seiten zu sein und eine gewisse Anhebung der Frequenzen die Sprache ausmachen. Ich denke da schneidet das 416 besser ab. Das Rauschen scheint ja beim 8060 um 1 bis 2 dB besser zu sein. Ich würde sagen das gibt keinen Ausschlag. Ich verwende das 416 auch für VO.
Aus diesem Grund habe ich schon seit Ewigkeiten ein Set 416er, eins on-Camera, eines an der Angel (für aussen) und ein Set CMC641 (für innen) im Einsatz. Das 8060 scheint aussen nicht so gut zu isolieren und innen immer noch zu viele Störungen durch Schallreflexionen zu erzeugen. Dazu würde mich aber mal ein direkter Vergleich interessieren. PS: Als Soloshooter verwende ich auf der S1 das Mini-CMIT. Das ist das beste "Kompromiss-Mic" für innen und aussen, was ich finden konnte. Hier wäre ein Vergleich zum 8060 auch interessant (innen wie aussen).
MKH8070.




Drushba
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Re: Sennheiser MKH 8060 im ersten Test: Die neue slashCAM Audio-Referenz? Inkl. MKH 416 Vergleich

Beitrag von Drushba » Mi 25 Jan, 2023 19:23

Rick SSon hat geschrieben:
Mi 25 Jan, 2023 18:47
MKH8070.
Ist das der Nachfolger des 418ers? Das war mir immer viel zu lang, auch wenn es die "Krone" im Ausscheiden von O-Ton hatte. Auf der S1 sähe das auch etwas clownig aus. ;-)
Lieber glaub ich Wissenschaftlern, die sich mal irren, als Irren, die glauben, sie seien Wissenschaftler.




Pianist
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Re: Sennheiser MKH 8060 im ersten Test: Die neue slashCAM Audio-Referenz? Inkl. MKH 416 Vergleich

Beitrag von Pianist » Mi 25 Jan, 2023 19:35

Drushba hat geschrieben:
Mi 25 Jan, 2023 19:23
Ist das der Nachfolger des 418ers?
Nein, das ist der Nachfolger des MKH 816.

Das MKH 418 S gibt es noch, das ist das Stereo-Mikrofon mit Richtrohr und Acht. Ich hatte das mal, war aber von dem Konzept nicht so richtig überzeugt. Ganz wichtig zu wissen: Beide Systeme sind nicht unabhängig von einander. Es müssen stets beide Systeme phantomgespeist werden, sonst rauscht nicht nur die Acht, sondern auch die Keule.

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Drushba
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Re: Sennheiser MKH 8060 im ersten Test: Die neue slashCAM Audio-Referenz? Inkl. MKH 416 Vergleich

Beitrag von Drushba » Mi 25 Jan, 2023 19:43

Pianist hat geschrieben:
Mi 25 Jan, 2023 19:35
Drushba hat geschrieben:
Mi 25 Jan, 2023 19:23
Ist das der Nachfolger des 418ers?
Nein, das ist der Nachfolger des MKH 816.
Ja, das meinte ich. Irre lang. War immer auch ein Abhör-Detektiv oder Wildlife-Mikro.))

Stereomics wie das 416s (hatte ich zwar noch nie) können tricky sein, für Atmos nehme ich auf Tip eines Tonmanns hin lieber zwei Mono. Drum lohnt sich IMHO immer ein Paarkauf (zwei für Atmo oder eins auf der Kamera, das andere an der Angel).
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Blackbox
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Re: Sennheiser MKH 8060 im ersten Test: Die neue slashCAM Audio-Referenz? Inkl. MKH 416 Vergleich

Beitrag von Blackbox » Mi 25 Jan, 2023 21:17

Frank Glencairn hat geschrieben:
Mi 25 Jan, 2023 09:59
Wobei man natürlich der Fairnesshalber sagen muß,
daß etwaige Unterschiede zwischen Mikros mit einem Mausklick behoben werden können..
Nein definitiv nicht.
Vor allem nicht wenn es um richtungsabhängige Frequenzunterschiede geht, was insbesondere bei Richtrohren und beim Dialogangeln relevant ist.
Ein Einsprechrichtungs-selektiver EQ wurde halt noch nicht erfunden, wird's auch nicht werden, Physik und so ...
Auch das Impulsverhalten ist nur sehr begrenzt realistisch veränderbar. Aus einem Tauchspulenmikro zB wird mit keinem Plugin der Welt (auch nicht mit Transient-Design) ein Bändchen und aus einem Bändchen wirst Du keinen Großmembran Condenser Studiosound rauskriegen, etc.




rush
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Re: Sennheiser MKH 8060 im ersten Test: Die neue slashCAM Audio-Referenz? Inkl. MKH 416 Vergleich

Beitrag von rush » Mi 25 Jan, 2023 21:21

TomStg hat geschrieben:
Mi 25 Jan, 2023 12:41
Es geht um diesem Thread mal ausnahmsweise nicht um den Rode-Krempel, sondern um richtige Mics.
Was möchtest Du mit einer solchen Aussage bezwecken? Das ist doch reine Polemik.

Richtige Mics sind also nur jene mit entsprechenden Preisschildern - oder woran machst Du das fest?
Es geht hier um eine mögliche Audio-Referenz - jedoch nichts was in Stein gemeißelt ist.

Frank und andere hier im Board zeigen das man auch mit anderen Tools im professionellen Umfeld hervorragend arbeiten kann. Leichtes EQing oder ein entsprechender Chanel Strip können kleinere Nuancen zudem häufig angleichen.
Und auch slashcam hat 2020 bspw. das 416er gegen das NTG5 antreten lassen und kam zu keinem so schlechten Ergebnis für den "Rode-Krempel" wie Du ihn bezeichnest...

https://www.slashcam.de/artikel/Test/Ro ... iser-.html

Es kommt daher immer auch auf die Situationen an in denen man solch Mikrofone nutzen möchte - und ob man eben den einen Allrounder sucht oder für jeden Einsatzzweck ein unterschiedliches Tool nimmt. Die Tonausstattung einiger Nutzer hier zeigt doch wie breit manche da aufgestellt sind - und es das "EINE" Referenzmikrofon kaum geben kann.
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Darth Schneider
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Re: Sennheiser MKH 8060 im ersten Test: Die neue slashCAM Audio-Referenz? Inkl. MKH 416 Vergleich

Beitrag von Darth Schneider » Mi 25 Jan, 2023 21:27

@rush
Dem TomStg geht es gar nicht um die Rode Mikros ansich, der mag mich (beziehungsweise) was ich schreibe nur nicht ausstehen…;)))
Danke
Zuletzt geändert von Darth Schneider am Do 26 Jan, 2023 04:34, insgesamt 1-mal geändert.




Pianist
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Re: Sennheiser MKH 8060 im ersten Test: Die neue slashCAM Audio-Referenz? Inkl. MKH 416 Vergleich

Beitrag von Pianist » Mi 25 Jan, 2023 21:36

Im Prinzip kann man doch froh sein, dass es eben nicht nur Sennheiser/Neumann/Schoeps gibt, sondern dass Rode ganz vernünftige Sachen für erschwingliches Geld baut und dadurch viel mehr Leute die Möglichkeit haben, überhaupt mal loszulegen. Hatte ich mal meine MD421-Weihnachtsgeschichte erzählt?

Auch ich muss auch noch mal ausdrücklich sagen, dass man das Verhalten bestimmter Mikrofone eben nicht nachbilden kann. Daher nutzt man ja verschiedene Mikrofone, im Musikbereich noch mehr als in der Sprachaufnahme. Ansonsten würde es ja reichen, das eine universelle Mikrofon zu haben, und den Rest dann nachträglich zurechtzubiegen. Man kann aus einer Aufnahme mit einem TLM 170 oder einem TLM 193 eben nicht so einfach eine Aufnahme machen, die sich in der Gesamtmischung gut durchsetzt. Und man kann das spezielle Verhalten eines U 87 auch nicht nachträglich hereinzaubern. Das hat schon seinen Grund, warum der allergrößte Teil der Sprachaufnahmen mit dem U 87 gemacht wird. Da muss man dann auch gar nicht viel dran machen, und die Aufnahme sitzt immer schön weit vorne.

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Re: Sennheiser MKH 8060 im ersten Test: Die neue slashCAM Audio-Referenz? Inkl. MKH 416 Vergleich

Beitrag von pillepalle » Mi 25 Jan, 2023 22:28

Ja, unterschiedliche Mikros sind ein wenig wie unterschiedliche Objektive. Und genau wie bei Objektiven nutzt man für unterschiedliche Aufgaben unterschiedliche Mikros. Nur die maßgeblichen Parameter sind eben andere.

VG
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Frank Glencairn
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Re: Sennheiser MKH 8060 im ersten Test: Die neue slashCAM Audio-Referenz? Inkl. MKH 416 Vergleich

Beitrag von Frank Glencairn » Do 26 Jan, 2023 01:13

Blackbox hat geschrieben:
Mi 25 Jan, 2023 21:17

Nein definitiv nicht.
Vor allem nicht wenn es um richtungsabhängige Frequenzunterschiede geht, was insbesondere bei Richtrohren und beim Dialogangeln relevant ist.

Auch das Impulsverhalten ist nur sehr begrenzt realistisch veränderbar. Aus einem Tauchspulenmikro zB wird mit keinem Plugin der Welt (auch nicht mit Transient-Design) ein Bändchen und aus einem Bändchen wirst Du keinen Großmembran Condenser Studiosound rauskriegen, etc.
Das mag rein technisch alles stimmen, aber kaum was davon ist relevant, weil es niemand jemals hören wird.
Das ist wie bei den Optiken, kein Zuschauer wird im laufenden Film jemals den Unterschied zwischen z.B. zwei 80er Linsen von verschiedenen Marken sehen.




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Re: Sennheiser MKH 8060 im ersten Test: Die neue slashCAM Audio-Referenz? Inkl. MKH 416 Vergleich

Beitrag von pillepalle » Do 26 Jan, 2023 01:46

In manchen Situationen wird man es vielleicht nicht direkt merken, in manchen (meist den extremeren/ungünstigeren) dann aber schon. Wenn man die Mikros alle z.B. seitlich besprechen würde, dann wären die Unterschiede vermutlich auch größer, weil sich die Frequenzgänge bei 90° stärker unterscheiden. Oder in ungünstigen Umgebungen mit vielen Störquellen knackst das eine Mikro dann eben, während das andere nicht knackst. So ähnlich, wie wenn bei den beiden 80er Optiken plötzlich eine starke Lichtquelle ins Bild kommt und sie dann ein ganz unterschiedliches Streulichverhalten zeigen.

Das was ich ja auch manchmal kritisiere (egal ob bei Optiken, Mikrofonen, oder Kameras) ist das diese Unterschiede eigentlich erst relevant werden, wenn man alles andere richtig macht. Man also sein Handwerk beherrscht. Dann spielt die Qualität des Mikros, oder der Kamera, Optik usw. eine Rolle. Falsch eingesetzt klingt auch das beste Mikro schlecht und jemand der sein Handwerk versteht macht auch mit einem mittelprächtigem eine ordentliche Aufnahme. Oft soll es eben die Technik richten, wo eigentlich ganz andere Dinge die Ursache sind.

VG
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Darth Schneider
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Re: Sennheiser MKH 8060 im ersten Test: Die neue slashCAM Audio-Referenz? Inkl. MKH 416 Vergleich

Beitrag von Darth Schneider » Do 26 Jan, 2023 04:31

@Pille
Manchmal haben sie die tollsten Mikros und es tönt trotzdem nach gar nix, weil der Raum spielt auch eine sehr grosse Rolle, (nicht zuletzt auch die Stimme an sich) oder womöglich auch ganz einfach die beiden gar nicht zu unterschätzenden „Qualitäts Killer Faktoren“ Zeit und Geld…

Und der Frank hat recht, ich denke mir die meisten Zuschauer wurden gar nichts bemerken wenn ihr ein 1500 Sennheiser mal gegen ein 400€ Rode tauscht.
Ist bei den Kameras und den Gläsern übrigens auch nicht anders.;))

Das ist doch eine altbekannte „Spezialisten Krankheit“, zu denken es geht nur gut genug und richtig mit den allerbesten, hochwertigsten und manchmal sogar den allerteuersten Tools.

Im realen Leben (beziehungsweise für die 99,9% weniger und die ganz ungeübten Leute) ist das nämlich überhaupt nicht so..;)
Gruss Boris




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Re: Sennheiser MKH 8060 im ersten Test: Die neue slashCAM Audio-Referenz? Inkl. MKH 416 Vergleich

Beitrag von Blackbox » Do 26 Jan, 2023 05:19

Frank Glencairn hat geschrieben:
Do 26 Jan, 2023 01:13
Das mag rein technisch alles stimmen, aber kaum was davon ist relevant, weil es niemand jemals hören wird.
Das ist wie bei den Optiken, kein Zuschauer wird im laufenden Film jemals den Unterschied zwischen z.B. zwei 80er Linsen von verschiedenen Marken sehen.
d'accord, niemand wird nach nem Video/Film sagen dass in Szene xy der Raumton inhomogen klang, und natürlich lässt sich mit ner Octava Superniere ggf. gut arbeiten (hab selbst n halbes Dutzend Octavas), und bekanntermaßen ist es wichtiger wo ein Mikro steht als welche Marke verwendet wird, etc., das ändert aber nichts daran, dass es relevante Unterschiede gibt, und das das je nach Situation einen relevanten und hörbaren Unterschied für Arbeitssaufwand und Qualität machen kann.
Hier im Thread gehts ja um die mkh's, da find ich's für mich zB sehr relevant, dass die MKH 20-70 untereinander extrem gut kompatibel ist, was etwa bei Theateraufzeichnungen mit Multimikrofonierung oder Hauptmikro plus Stützen hörbar(!) ne Menge ausmacht. Wenn da sprechend quer über die Bühne gelaufen wird lässt sich das in aller Regel (richtige Aufstellung vorausgesetzt) auch sehr komplikationsarm ohne Bruch im Raumgefühl und ohne veränderten Stimmsound abmischen.
Bei Durcheinander von Oktava, Rode und xyz ist das mehr Arbeit mit schlechterem Ergebnis. Hab da von 6xOctava über 6x mkh bis Mischen mit MKH, Neumann, Rode, Octava über die Jahre etliches durchprobiert.
Technisch ist das auch recht schlüssig erklärbar.
Davon abgesehen:
Wir hören ja sehr sehr viel differenzierter und über einen viel weiteren Frequenzbereich als wir sehen können und das Hören ist evolutionär sehr viel stärker mit älteren Hirnregionen (limbisches System und anderes) verknüpft, die für vegetative Basisfunktionen und Emotionen zuständig sind.
Das 24Std. offene Ohr ist seit Millionen von Jahren überlebenswichtig und spätestens bei den Primaten zuständig für Alarm/Gefahr vs. Entspannung, für Freund vs. Feind Erkennung, für Erkennung von Wahrheit vs. Lüge in der Kommunikation (kleinste Details im Stimmsound geben Aufschluss über Körperresonanzen und damit über Anspannung und psychische Verfasstheit, etc. etc.).
Bewußt nehmen wir das alles meist nicht als Hörereignis wahr, aber wir (bzw. Teile unseres Gehirns) nehmen es als zentral wichtige Basis bei der Verarbeitung zum dann wahrgenommenen Gesamteindruck her.
Teilweise gilt das auch für die unterschätzte Ebene der Gerüche, speziell von Ferromonen,individueller 'Geruchsprint' des immunsystems und vieles mehr.
Spielt bei Film/Video natürlich keine Rolle, ist aber im Leben, etwa bei so zentralen Dingen wie Partnerwahl, sehr entscheidend. Das wirkt ja auch dann wenn wir davon nicht die geringste Ahnung haben und nicht das geringste davon in der bewußten Wahrnehmung mitbekommen.
Genauso wenig wie beim Film bewusst wahrgenommen wird dass der Stimmsound nicht ansprach verabreden wir uns ja mit Texten wie "Unsere Immunsysteme riechen kompatibel, lass uns doch mal essen gehen" ...
Ich denke dass das einen recht deutlichen Unterschied zur Bildebene darstellt, auch wenn natürlich Bild und Ton sich im Wahrnehmungsprozess wieder verschränken.
Bei Filmmusik leuchtet das den Meisten schnell ein, aber beim 'Sound' gerade von menschlichen Stimmen gilt das mE mindestens in gleichem Maße.
Es ist nicht nur sowas wie 'Wertigkeitsanmutung', sondern eben immer auch Transport von Emotion.

Dass das 'Vor dem Mikrofon' und das 'Ums Mikrofon herum' wichtiger ist als die Marke und Preisklasse stimmt natürlich immer, aber das ist ja kein Thread zu 'Art and basics of Soundrecording', sondern es ging explizit um Unterschiede von bestimmten Mikrofonmodellen.
Wie auch die obigen Beispielaufnahmen zeigen gibts da durchaus gut hörbare und gut 'fühlbare' Unterschiede im Sound der Aufnahmen, wenngleich alle Mikros amtliche Resultate liefern können.
Dass mit guten Mikrofonen schlechte Aufnahmen gemacht werden können, und auch mit 'schlechten' Mikros gute Aufnahmen, widerspricht dem ja überhaupt nicht.




Pianist
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Re: Sennheiser MKH 8060 im ersten Test: Die neue slashCAM Audio-Referenz? Inkl. MKH 416 Vergleich

Beitrag von Pianist » Do 26 Jan, 2023 07:41

Ich bin ja immer noch der Meinung, dass die Leute schlechten Ton viel eher bemerken als ein nicht ganz optimales Bild. Das hängt auch damit zusammen, wie Du schon sehr richtig ausgeführt hast, dass wir Menschen eben sehr viel mehr Informationen über die Ohren als über die Augen aufnehmen. Und vor allem haben wir eben mit der menschlichen Stimme extrem viel Hörerfahrung, so dass wir ein Gespür dafür haben, wie wir akustisch erreicht werden wollen und wie nicht.

Einen Off-Text in einem kurzen Imagefilm gestalte ich eben anders als einen Text, den man über längere Strecken durchhört. Einen Audioguide zum Beispiel, oder wie man es wohl auch bei einem Hörbuch machen würde (habe ich noch nie). Da darf es dann eben zu keinem Zeitpunkt nerven. Heißt also: Mehr Besprechungsabstand und wenig Bearbeitung der Dynamik. Dafür braucht man dann wirklich einen sehr guten Raum, und da schlägt dann die Stunde des Gefell M 1030, weil es extrem wenig rauscht, viel weniger Raum mitnimmt als selbst ein USM 69 in Hypernieren-Stellung und von Hause aus die S-Laute so sauber wiedergibt, dass man da praktisch nichts dran machen muss. Das M 1030 nutzt übrigens die Kapsel des M 930 und klingt totzdem total anders. Einmal wegen des größeren Gehäuses, und auch deshalb, weil es ein wenig anders abgestimmt ist.

Und dann darf man auch niemals die Mikrofonvorverstärker vergessen. Da muss man für seriöse Sprachaufnahmen alles weglassen, was man so aus der Musik-Szene vernimmt, weil wir ja ausdrücklich keine "Färbung" haben wollen. Da bleibt dann nicht viel übrig. Eine sichere Bank sind nur die Verstärker von ADT-Audio, Millennia und Lake People. Größte Unverschämtheit und Enttäuschung ist übrigens der Neumann V 402. Keine Ahnung, was die sich dabei gedacht haben...

Neulich hat jemand in einem öffentlich-rechtlichen Hörspielkomplex, wo ein ganz modernes Digitalmischpult steht, in einem Rack einen Einschub mit acht TM 101 von ADT entdeckt. O-Ton des dortigen Toningenieurs: "Nie ohne. Die eingebauten Mikrofonvorverstärker sind viel zu schlecht".

Und wer meint, sich jetzt was aus 500er-Modulen zusammenbauen zu können: Bei vielen "Lunchboxen" scheitert es schon an der Stromversorgung. Es hat schon seinen Grund, warum die Netzteile von ADT so massiv sind.

Matthias (alles durchprobiert)
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Re: Sennheiser MKH 8060 im ersten Test: Die neue slashCAM Audio-Referenz? Inkl. MKH 416 Vergleich

Beitrag von Darth Schneider » Do 26 Jan, 2023 07:46

@Blackbox
Sehr lehrreich und toll geschrieben.

Das einzige wo ich mich frage ob das wirklich so ist, und überhaupt ?
Das Thema: Bewusst/Unterbewusste Wahrnehmung.

Ich denke alles was unterbewusst passiert, in uns drin abläuft ist erstmal eben unterbewusst, also nicht bewusst, somit auch nicht wirklich zu fassen. Zumal, das ist ja auch nicht bei jedem Menschen gleich, sondern sehr, sehr unterschiedlich.

Und gerade wie sich etwas genau anhört, das gehörte sich im Gehirn dann auch unterbewusst anfühlt, ist doch für ungeschulte Leute gar nicht wirklich zu beschreiben.
Oder ?

Denk mal an all die Blind Tests die manchmal genau mal eben nicht das bestätigen was die Experten sich erwünschten oder sich denken….
Also dann spielt dem Zuschauer/Hörer das Unterbewusstsein einen Streich..;)))
Gruss Boris
Zuletzt geändert von Darth Schneider am Do 26 Jan, 2023 07:53, insgesamt 1-mal geändert.




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Re: Sennheiser MKH 8060 im ersten Test: Die neue slashCAM Audio-Referenz? Inkl. MKH 416 Vergleich

Beitrag von Pianist » Do 26 Jan, 2023 07:51

Ganz simpel: die Leute entscheiden ganz schnell, ob sie irgendwo gerne zuhören oder nicht. Wenn nicht, sind sie weg. Und wir wollen ja, dass sie bleiben.

Matthias
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Re: Sennheiser MKH 8060 im ersten Test: Die neue slashCAM Audio-Referenz? Inkl. MKH 416 Vergleich

Beitrag von Darth Schneider » Do 26 Jan, 2023 07:54

@Matthias
Genau, und das hat auch nicht zuletzt (eher) vor allem, mit dem Inhalt, der Stimme und dem dazugehörigen Gesicht zu tun..;)))

Ich denke die Qualität des Tones ist dabei für die meisten Leute absolut zweitrangig, sicher beim Video und auch beim Film.
Bei Musik schaut es schon etwas anders aus…

Ich weiss das tönt jetzt etwas hart…

Aber ich mag deine Sprecher Texte jedenfalls nicht wegen den Mikrofonen, sondern wegen deiner angenehmen Stimme..;)

Aber klar ist hochwertige Technik dabei hilfreich das sie dann noch besser tönt….
Gruss Boris




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Re: Sennheiser MKH 8060 im ersten Test: Die neue slashCAM Audio-Referenz? Inkl. MKH 416 Vergleich

Beitrag von rush » Do 26 Jan, 2023 08:14

Pianist hat geschrieben:
Do 26 Jan, 2023 07:41
Eine sichere Bank sind nur die Verstärker von ADT-Audio, Millennia und Lake People.
Jetzt reihst Du dich dann beinahe doch in die Reihe von ganz wenigen (einer Person) hier im Thread ein die bestimmte Marken scheinbar direkt und generell aufs Abstellgleis schieben.
Nicht ganz natürlich - dafür kenne ich Dich ja ein wenig und weiß das Du das durchaus differenzierter betrachtest.

Man muss sich nach solchen pauschalen Aussagen ja beinahe zwangsweise schlecht fühlen mit 'nem Behringer oder Arturia Interface (zugespitzt betrachtet) und einem Mittelpreissegment-Mikro.

Aber driftet das jetzt nicht vielleicht auch doch zu weit ab? Ein 8060 ist weniger ein Mikrofon fürs Studio am seriösen PreAmp - sondern eher für on Location am Field Mixer, 32Bit Angel Recorder oder teilweise auch Mal banal auf der Kamera bei einigen Nutzern.

Umso mehr wundert es mich immer wieder wie differenziert Du Dich etwa in solchen Nuancen verlierst - Dich aber auf der anderen Seite mit dem 8bit Output Deiner FX6 begnügst.
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Re: Sennheiser MKH 8060 im ersten Test: Die neue slashCAM Audio-Referenz? Inkl. MKH 416 Vergleich

Beitrag von Pianist » Do 26 Jan, 2023 08:22

Ich war jetzt gedanklich tatsächlich bei den Großmembranmikrofonen im Sprecherraum. Hier reden wir ja in erster Linie über Richtrohre für den Außeneinsatz, und da geht ein SQN oder ein Sound Devices natürlich total in Ordnung. Aber ich finde schon, dass auch im Außeneinsatz eine Aufnahme, wo das SQN im Spiel war, besser klingt als eine Aufnahme, wo man das Mikrofon direkt in den Mikrofoneingang der Kamera gestöpselt hat.

Bei der 8bit/10bit-Frage bleibe ich aber dabei: Wenn ich in der Kamera ein annähernd fertiges Bild mache, welches ich nicht in größerem Umfang nachjustieren möchte, sehe ich bei 8bit einfach keine Nachteile, das reicht ganz einfach aus. Also profitiere ich da von den kleineren Dateien, habe kürzere Kopierzeiten und weniger Speicherplatzbedarf. Und das betrifft ja gerade die Projekte, wo sehr viel Material entsteht. Die Vorträge auf einem Fachkongress muss ich einfach nicht in 10bit aufnehmen.

Aber wir schweifen ab...

Matthias
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Re: Sennheiser MKH 8060 im ersten Test: Die neue slashCAM Audio-Referenz? Inkl. MKH 416 Vergleich

Beitrag von Darth Schneider » Do 26 Jan, 2023 08:25

@ rush
Nun gut, er hatte ja schon geschrieben wie wichtig ihm und seinen Kunden der gute Ton ist.
Kann ich schon nachvollziehen wenn der Matthias das Sound Niveau möglichst hoch halten möchte.
So setzt halt jeder wieder ein wenig anderes die Prioritäten….

Und schönes 8Bit aus einer FX6 ist doch voll cool, wenn eh gar kein Colorgrading von Nöten ist.

Genug abgeschweift..;)
Gruss Boris




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Re: Sennheiser MKH 8060 im ersten Test: Die neue slashCAM Audio-Referenz? Inkl. MKH 416 Vergleich

Beitrag von rush » Do 26 Jan, 2023 08:32

Darth Schneider hat geschrieben:
Do 26 Jan, 2023 08:25
Kann ich schon nachvollziehen wenn der Matthias das Sound Niveau möglichst hoch halten möchte.
So setzt halt jeder wieder ein wenig anderes die Prioritäten….
Dagegen ist auch überhaupt nichts einzuwenden, im Gegenteil.

Ich tue mich nur mit generellen Pauschalisierungen unglaublich schwer in der Form wie sie hier teilweise immer Mal wieder auftauchen, etwa das Rode Mics keine ernsthaften Mikrofone seien oder das diese oder jene Interface Marke überhaupt nicht klargeht.
Individuell kann das jeder natürlich für sich herausfinden und sich eine Meinung bilden - aber diese dann als der facto Standard zu deklarieren fällt mir teilweise schwer.

Off topic beendet ;-)
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Pianist
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Re: Sennheiser MKH 8060 im ersten Test: Die neue slashCAM Audio-Referenz? Inkl. MKH 416 Vergleich

Beitrag von Pianist » Do 26 Jan, 2023 08:37

Nachdem, was ich bisher gehört habe, ist gegen Rode-Mikrofone nichts einzuwenden. Und was die Vorverstärker angeht: Ich sage ja nicht, dass alles andere nicht geht. Aber ich weiß eben inzwischen, dass man sich bei den genannten Marken einfach keine Gedanken machen muss, weil es ganz einfach "passt".

Klare Workflows, die ein zügiges Arbeiten ermöglichen, helfen auch dabei, viel Zeit zu sparen. Dadurch wird die zunächst mal teurere Technik langfristig sogar günstiger.

Hinzu kommt noch: Es gibt Sprecher, gerade so aus der "alten Garde", die sind schlichtweg pickiert, wenn da kein Neumann vor ihrer Nase ist. Das ist natürlich bar jeder Sachkenntnis, weil Mikrofone aus Gefell oder die 5000er Reihe von Audio Technica mindestens so gute Ergebnisse bringen. Aber negative Gedanken können sich auch ganz schnell auf die Performance auswirken.

Und dann gibt es auch noch Projekte, wo jemand die Verwendung eines bestimmten Mikrofones vorschreibt.

Matthias
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Re: Sennheiser MKH 8060 im ersten Test: Die neue slashCAM Audio-Referenz? Inkl. MKH 416 Vergleich

Beitrag von pillepalle » Do 26 Jan, 2023 08:51

Wundert mich eigentlich, dass es keine netflix-zertifizierten Mikrofone gibt? Den Markt haben die doch glatt vergessen 🙃😂

VG
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Re: Sennheiser MKH 8060 im ersten Test: Die neue slashCAM Audio-Referenz? Inkl. MKH 416 Vergleich

Beitrag von Pianist » Do 26 Jan, 2023 08:57

Tja, da siehste mal, wie stiefmütterlich oft der Ton behandelt wird. Aber im Prinzip stimmt es schon: Früher gab es das IRT, das hat den Herstellern genau gesagt, welche Eigenschaften die Geräte haben müssen, damit man sie in Rundfunkanstalten verwenden kann. Heute ist der Markt weltweit offen, das IRT ist Geschichte, und heute ist es ganz wichtig, dass eine Kamera "Netflix approved" ist. Dann wissen die Leute, dass sie damit nichts falsch machen.

Und wenn man ein MKH 8060 kauft, weiß man eben auch, dass man damit nichts falsch machen kann. Mal abgesehen davon, dass man den fellüberzogenen Korbwindschutz mal falsch herum hält, aber dafür gibt es ja Kopfhörer...

(das Risiko ist beim MKH 8060 tatsächlich größer als bei allen anderen Mikrofonen, weil es viel kürzer ist, und daher ein Rycote-Korb zum Einsatz kommt, bei dem sich die Halterung genau in der Mitte befindet, so dass man eben nicht mehr so einfach sagen kann, dass das längere Ende nach vorne zeigt)

Matthias
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Darth Schneider
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Re: Sennheiser MKH 8060 im ersten Test: Die neue slashCAM Audio-Referenz? Inkl. MKH 416 Vergleich

Beitrag von Darth Schneider » Do 26 Jan, 2023 09:19

@Pille
Stimmt, und dann wäre da noch das gute alte Licht…;)

Wobei:
Die meisten Netflix Kunden hier, bekommen die Original Stimmen doch nicht zu hören, nur die Synchronisation….

@Matthias
Weisst du was ich von Leuten halte die gleich beleidigt sind wenn sie kein Neumann vor der Nase haben ?
Absolut nichts…;)))

Ich persönlich finde diese Einstellung sowas von bescheuert, genau so wie die Handwerker die nur eine Hilti Bohrmaschine in die Hand nehmen, oder Damen die nur 1500€ Handtaschen tragen..
Das ist doch dann pure Luxus Hascherei…
Gruss Boris
Zuletzt geändert von Darth Schneider am Do 26 Jan, 2023 09:30, insgesamt 2-mal geändert.




Pianist
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Re: Sennheiser MKH 8060 im ersten Test: Die neue slashCAM Audio-Referenz? Inkl. MKH 416 Vergleich

Beitrag von Pianist » Do 26 Jan, 2023 09:21

Soweit ich weiß, gibt es gerade im Synchronbereich sehr genaue Vorgaben aus den Ursprungsländern, welche Mikrofone zu nutzen sind. Nur so nebenbei...

Matthias
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Darth Schneider
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Re: Sennheiser MKH 8060 im ersten Test: Die neue slashCAM Audio-Referenz? Inkl. MKH 416 Vergleich

Beitrag von Darth Schneider » Do 26 Jan, 2023 09:25

Klar, mit nem Neumann tönt dann die Stimme von Til Schweiger aber auch nicht besser…;))))

Gut solche länderübergreifende technische Vorgaben, gab es schon immer, haben meist doch auch rein technische Gründe…
Gruss Boris




Pianist
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Re: Sennheiser MKH 8060 im ersten Test: Die neue slashCAM Audio-Referenz? Inkl. MKH 416 Vergleich

Beitrag von Pianist » Do 26 Jan, 2023 09:32

Aus meiner Sicht kann ich nicht so richtig nachvollziehen, warum gerade beim Synchron solche Vorgaben gemacht werden. Disney soll da besonders extrem sein. Ein anderes Land, andere Stimmen, andere Gewohnheiten, anderes Publikum. Da würde ich eher auf den Sachverstand der Synchronfirmen setzen und die Wahl der Mikrofone denen überlassen.

Anders sieht es aus, wenn für ein Projekt an verschiedenen Orten was aufgenommen wird. Da mag es sinnvoll sein, dass alle das gleiche Mikrofon nutzen, damit am Ende alles aus einem Guss klingt.

Matthias
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Darth Schneider
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Re: Sennheiser MKH 8060 im ersten Test: Die neue slashCAM Audio-Referenz? Inkl. MKH 416 Vergleich

Beitrag von Darth Schneider » Do 26 Jan, 2023 09:36

Apropos:
Ich habe gestern ein Teil des Films „The Batman“ auf tschechisch angeschaut, das ist so ungewohnt für mich das der Film unfreiwillig zwangsläufig zur Komödie wird….;)))
Gruss Boris




pillepalle
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Re: Sennheiser MKH 8060 im ersten Test: Die neue slashCAM Audio-Referenz? Inkl. MKH 416 Vergleich

Beitrag von pillepalle » Do 26 Jan, 2023 09:37

Hab' gerade mal gegoogelt und es gibt tatsächlich einige Vorgaben bezüglich des Audio-Equipments.

https://partnerhelp.netflixstudios.com/ ... 7633-Sound

Allerdings sind die z.B. bei Production Sound noch sehr grob gehalten. Also mit Gefell Mikro und Zoom F-Recorder bin ich schon mal raus ;)
Netflix hat geschrieben:PREFERRED SOUND PRODUCTION EQUIPMENT
NOTE: The order in which the following equipment is listed does NOT imply priority of preference or any kind of endorsement.

Field Recorders

Sound Devices
Zaxcom
Sonosax
Aaton Digital

Microphones

DPA
Schoeps
Sanken
Sennheiser
Neumann
Countryman
Shure

Wireless Transmitters

Lectrosonics
Zaxcom
Sennheiser 6000 Series
Wisycom
Audio Limited
Shure
Sony

Timecode Sync Generators

Ambient
Deneke
Mozegear
Betso
Timecode Systems
Tentacle Sync
VG
I can't explain and I don't even try.




Pianist
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Re: Sennheiser MKH 8060 im ersten Test: Die neue slashCAM Audio-Referenz? Inkl. MKH 416 Vergleich

Beitrag von Pianist » Do 26 Jan, 2023 09:39

pillepalle hat geschrieben:
Do 26 Jan, 2023 09:37
Also mit Gefell Mikro und Zoom F-Recorder bin ich schon mal raus ;)
Wenn auf so einer Liste Microtech Gefell fehlt, dann ist die Liste nichts wert.

Matthias
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