cantsin
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Re: Die besten DSLMs für Video: Sony, Canon, Panasonic, Nikon, Blackmagic, Fujifilm - welche Kamera wofür?

Beitrag von cantsin » So 18 Apr, 2021 01:33

nachtaktiv hat geschrieben:
So 18 Apr, 2021 00:50
Kameras für Bonzen. Für alle anderen ist die Übersicht eher mau.
In der Tat zeigt sich jetzt schon die Krise der Kameraindustrie an kräftig gestiegenen Stückpreisen. Die preiswertesten Kameras in der Slashcam-Liste liegen bei 1500 für den Body.

Nur mal zur Erinnerung:
Die Canon 550D, im Jahr 2010 eine der ersten Budget-Video-DSLRs mit denselben Videofunktionen wie zuvor die Canon 5D Mk II und 7D, kostet bei Markteinführung 700 EUR. Auch inflationsbereinigt wären das heute nur 800 EUR.

Das wäre so, als wenn heute Sony einen A6x00-Body mit allen 10bit-Codecs und Auflösungen der A7sIII für 800 EUR auf den Markt bringen würde.




MrMeeseeks
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Re: Die besten DSLMs für Video: Sony, Canon, Panasonic, Nikon, Blackmagic, Fujifilm - welche Kamera wofür?

Beitrag von MrMeeseeks » So 18 Apr, 2021 02:50

Was genau habt ihr zwei Genies an der Überschrift "die besten DSLMs" nicht verstanden?

Was der käsige Vergleich mit 10 Jahre alten Kameras zu tun hat versteht auch niemand. Die damalige 5D Mark II bot 30fps in Full HD. Mit was genau soll Canon denn in den günstigeren Modellen ankommen? 12fps in Full HD?

Die damalige 6300 hatte auch die identischen Video-Features wie die wesentlich teurere Sony a7rII.

Die Panasonic G9 bekommt man für 800€ neu und auch da bekommt man ähnliche Specs wie die wesentlich teureren Modelle.

Man muss wirklich nicht immer hier in jedem Beitrag den negativen und Grundton anschlagen und bei jedem Käse rumheulen und rummeckern. Ja Dinge werden teurer, wer hätte das gedacht.




Darth Schneider
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Re: Die besten DSLMs für Video: Sony, Canon, Panasonic, Nikon, Blackmagic, Fujifilm - welche Kamera wofür?

Beitrag von Darth Schneider » So 18 Apr, 2021 06:51

Das liegt jetzt im Moment denke ich eher an dem Fullframe Hype der Hersteller das die meisten neueren Kameras teurer sind. Alles kann man jetzt auch nicht Corona in die Schuhe schieben, Fullframe Objektive und Bildwandler sind nun mal teurer als Apsc.
Gruss Boris
Ich werde der dunklen Seite widerstehen und mir die Pocket Pro heute nicht kaufen !

Zuletzt geändert von Darth Schneider am So 18 Apr, 2021 07:05, insgesamt 1-mal geändert.




Mediamind
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Re: Die besten DSLMs für Video: Sony, Canon, Panasonic, Nikon, Blackmagic, Fujifilm - welche Kamera wofür?

Beitrag von Mediamind » So 18 Apr, 2021 07:05

Darth Schneider hat geschrieben:
So 18 Apr, 2021 06:51
Das liegt jetzt im Moment denke ich eher an dem Fullframe Hype der Hersteller das die meisten neueren Kameras teurer sind. Alles kann man jetzt auch nicht Corona n die Schuhe schieben, Fullframe Objektive und Bildwandler sind nun mal teurer als Apsc.
Gruss Boris
Mehr Glas, Kunststoff und eine größere Verpackung. Sämtliche sonstigen Kosten dürften (abhängig von der Entwicklungsarbeit) vergleichbar sein. Der Preis für eine Sache wird durch den Markt bestimmt, nicht durch das Gewicht, Volumen und in Teilen noch nicht einmal durch den Herstellungs- und Entwicklungsaufwand.




Darth Schneider
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Re: Die besten DSLMs für Video: Sony, Canon, Panasonic, Nikon, Blackmagic, Fujifilm - welche Kamera wofür?

Beitrag von Darth Schneider » So 18 Apr, 2021 07:07

Mehr Glas ist immer teurer und die grösseren Bildsensoren sind es doch auch, genau so wie die Entwicklungskosten für neue Technik.
Der Plastik und das Metall darum herum ist womöglich genau gleich teuer.
Und die Verkaufspreise bestimmt ausschliesslich der Hersteller, das kann man drehen und wenden wie man will.
Gruss Boris
Ich werde der dunklen Seite widerstehen und mir die Pocket Pro heute nicht kaufen !




Mediamind
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Re: Die besten DSLMs für Video: Sony, Canon, Panasonic, Nikon, Blackmagic, Fujifilm - welche Kamera wofür?

Beitrag von Mediamind » So 18 Apr, 2021 07:28

Darth Schneider hat geschrieben:
So 18 Apr, 2021 07:07
Mehr Glas ist immer teurer und die grösseren Bildsensoren sind es doch auch.
Der Plastik und Metall darum herum ist genau gleich teuer.
Und die Verkaufspreise bestimmt der ausschliesslich Hersteller, das kann man drehen und wenden wie man will.
Gruss Boris
Lieber Boris, den empfohlenen Preis bestimmt der Hersteller, ein Verkauf kommt jedoch ohne Kunden nicht zustande. Das bedeutet der Verkaufspreis wird am Markt zwischen den Akteuren gebildet. Ist mein empfohlener Preis zu hoch, gibt es keinen Verkaufspreis weil mein Produkt im Regal bleibt. Ich will nicht belehrend klingen aber erinnerst Du DIch an die ersten flachen TV? Beim Saturn stand ein riesen TV mit 104 cm Bildschirmdiagonale für 30.000 DM. Das war der Preis, der niemals (abgesehen von Irren mit zu viel Geld) einen Kunden fand. Ich vermute, dass die ersten flachen TV praktisch in Handarbeite mit hohen Ausschussraten gefertigt wurden und vielleicht noch nicht einemal für 30.000 kostendeckend verkauft wurden. Für diesen Preis gibt es keinen Markt. Irgendwann wurde das TV abgehangen. Extremes Beispiel, zeigt aber die Richtung. Kosten der Herstellung und eigene Wunschvorstellung führen ohne Kunden zu keinem Verkaufserfolg. Das könnte Sony übrigens mit der A1 (die ich mir sehr wünsche) genau so geschehen. Mit 7300 Euro hat man ein Statement abgegeben, welches am Markt erst einmal akzeptiert werden muss. Ich kann mit bei der A1 künftig eine satte Cashbackaktion vorstellen.




Darth Schneider
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Re: Die besten DSLMs für Video: Sony, Canon, Panasonic, Nikon, Blackmagic, Fujifilm - welche Kamera wofür?

Beitrag von Darth Schneider » So 18 Apr, 2021 07:46

Als damals die Rx10 auf den Markt kam hat sie so um die 1200€ gekostet, so ein Jahr später hab ich sie dann für 750€ gekauft..
Also ich denke da hast du ganz sicher recht.
Was die A1 betrifft, Sony hat doch einen Sprung in der Schüssel, wer kauft sich so was, zu dem Preis, zum filmen ? Dafür gibt es schon eine drehfertige Ursa Mini Pro...oder gleich 2x die Canon R5...oder gleich fast 8x die 4K Pocket..;)))
https://www.fust.ch/de/p/tv-foto-gaming ... 65994.html
Ich würde mal ein Jahr warten, dann gibts die A1 für 5000€, wobei ich finde persönlich, das ist immer noch sehr teuer.;)
Auch die FX3 ist eigentlich viel zu teuer, verglichen mit einer viel kompletteren FX6 aus dem gleichem Haus..
Mal schauen wie sich das alles entwickelt.
Gruss Boris
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rush
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Re: Die besten DSLMs für Video: Sony, Canon, Panasonic, Nikon, Blackmagic, Fujifilm - welche Kamera wofür?

Beitrag von rush » So 18 Apr, 2021 11:22

@Boris:

Eigentlich hat Sony die A1 doch ziemlich clever positioniert aus unternehmerischer Sicht.

Ja - ihr Preisschild ist ziemlich weit oben angesetzt. Aber... und das ist der Punkt: Kameras wie die A7R oder A7S Reihe wirken dadurch (aus Sony Sicht) beinahe schon erschwinglich, selbst wenn diese eher im oberen Preisgefüge rangieren. Wer also überlegt ein "neues" Modell zu kaufen wird also beim Blick auf die Preise der A7er / A9er erstmal schlucken... stellt dann aber fest das die A1 ja nochmal vieeeel teurer ist. Der Kopf beginnt dann abzuwägen und empfindet die Preise womöglich gar nicht mehr ganz so exorbitant hoch.
Und Sony festigt damit gleichermaßen die Preisstabilität... mit dem zusätzlichen Vorteil die womöglich kommende A7 IV ebenfalls nochmals höher einzupreisen im Vergleich zur A7 III - einerseits "Corona-bedingt" - andererseits aber auch weil sie gewiss einiges an Technik der anderen Modelle erben wird.

Interessant ist für mich mich eher wie Sony sich im APS-C Bereich aufstellen wird. Macht man die "Kleinen" zu gut - besteht die Gefahr die größeren Vollformater nicht an den Mann zu bringen. Andererseits sind die kleinen 6xxxer durchaus beliebt aufgrund der noch halbwegs erschwinglicheren Preisschilder - bisher. Auch da wird die Schraube bei einem möglichen Top-Modell aber eher nach oben gehen.

Wenn man dann zusätzlich bedenkt das viele der aktuellen als auch künftigen DSLMs mit Sony Sensoren bestückt sind bzw. werden dürfte die obere Etage bei Sony gewiss halbwegs entspannt in die Zukunft blicken.
keep ya head up




funkytown
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Re: Die besten DSLMs für Video: Sony, Canon, Panasonic, Nikon, Blackmagic, Fujifilm - welche Kamera wofür?

Beitrag von funkytown » So 18 Apr, 2021 14:55

Es war noch nie so einfach mit kleinem Geld grosses Kino zu produzieren.

Eine gebrauchte alte Blackmagic Pocket mit einem 12mm Objektiv bekommt man schon für 600€. Damit kann man in FullHD 12 Bit 4:2:2 filmen. Vor 10 Jahren noch undenkbar. Die neue Pocket 4K (MFT) ist gebraucht auch nicht viel teurer.

Und ich muss auch kein Bonze für Vollformat sein. Eine S5 und ein altes adaptiertes gebrauchtes 35mm Objektiv liegt unter 2.000€. Wer ernsthaft filmen will kann diese Summen schon zusammenbekommen.




Jörg
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Re: Die besten DSLMs für Video: Sony, Canon, Panasonic, Nikon, Blackmagic, Fujifilm - welche Kamera wofür?

Beitrag von Jörg » So 18 Apr, 2021 15:03

genau auf den Punkt gebracht.
Wer heute ein Projekt starten möchte, kann das ohne große finanzielle und Equipment Klimmzüge starten.

Vorausgesetzt, er hat das Akkuproblem vorab genau analysiert...




srone
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Re: Die besten DSLMs für Video: Sony, Canon, Panasonic, Nikon, Blackmagic, Fujifilm - welche Kamera wofür?

Beitrag von srone » So 18 Apr, 2021 15:08

Jörg hat geschrieben:
So 18 Apr, 2021 15:03
Vorausgesetzt, er hat das Akkuproblem vorab genau analysiert...
aber wirklich nur dann...;-)

lg

srone
"x-log is the new raw"




cantsin
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Re: Die besten DSLMs für Video: Sony, Canon, Panasonic, Nikon, Blackmagic, Fujifilm - welche Kamera wofür?

Beitrag von cantsin » So 18 Apr, 2021 15:12

funkytown hat geschrieben:
So 18 Apr, 2021 14:55
Eine gebrauchte alte Blackmagic Pocket mit einem 12mm Objektiv bekommt man schon für 600€.
Leider nicht mehr unbedingt so einfach - denn die Gebrauchtmarktpreise für die OG Pocket sind in letzter Zeit rasant gestiegen und liegen jetzt z.T. bei 900 EUR für den Body. Witzigerweise findet man die alte Blackmagic Cinema Camera 2.5K [mit derselben Bildcharakteristik, aber höherer Auflösung und besseren Schnittstellen] oft für weniger Geld auf dem Gebrauchtmarkt.

@mrmeeks, ich klage nicht, sondern konstatiere nur. Im Mittelsegment, das die Slashcam-Übersicht abdeckt, werden die gesunkenen Technologie- und Fertigungskosten für heutige Kameras nicht mehr an die Kunden weitergegeben, sondern bereits jetzt in höhere Margen umgesetzt. Das ist eben der Effekt des weggebrochenen Massenmarkts und des dadurch weggebrochenen Modells, Profit durch kleine Margen, aber hohe Verkaufszahlen zu erzielen.

Die Entwicklungs- und Fertigungskosten einer 1600-Euro-Fuji X-T4 oder Panasonic S5 anno 2021 sind wahrscheinlich nicht höher als die einer 700-Euro- (bzw. inflationsbereinigt: 800 Euro-) Canon 550D anno 2010.




TheGadgetFilms
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Re: Die besten DSLMs für Video: Sony, Canon, Panasonic, Nikon, Blackmagic, Fujifilm - welche Kamera wofür?

Beitrag von TheGadgetFilms » Di 20 Apr, 2021 10:58

Also ich habe mir jetzt für 3000 Euro ein neues Mountainbike gekauft statt einer neuen Kamera. War definitiv die schlauere Entscheidung.




Beavis27
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Re: Die besten DSLMs für Video: Sony, Canon, Panasonic, Nikon, Blackmagic, Fujifilm - welche Kamera wofür?

Beitrag von Beavis27 » Di 20 Apr, 2021 21:46

Das Bike mit Raw oder ohne? :-D




mash_gh4
Beiträge: 4183

Re: Die besten DSLMs für Video: Sony, Canon, Panasonic, Nikon, Blackmagic, Fujifilm - welche Kamera wofür?

Beitrag von mash_gh4 » Mi 21 Apr, 2021 01:02

Beavis27 hat geschrieben:
Di 20 Apr, 2021 21:46
Das Bike mit Raw oder ohne? :-D
hmm -- RAW wäre in dem fall wohl am ehesten ein fixie, was am berg -- egal, ob aufwärts od. abwärts -- schon ziemlich herausfordernd sein kann. ;)




Lorphos
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Re: Die besten DSLMs für Video: Sony, Canon, Panasonic, Nikon, Blackmagic, Fujifilm - welche Kamera wofür?

Beitrag von Lorphos » Mi 21 Apr, 2021 09:32

MrMeeseeks hat geschrieben:
Fr 16 Apr, 2021 18:47
Lorphos hat geschrieben:
Fr 16 Apr, 2021 16:00


Kommt drauf an was Du brauchst. Eine Lumix G9 kostet ca 900€, dazu das 12-35mm f/2.8 ab 750€, da landest Du also fast beim halben Preis. Außerdem hast Du die Option das Equipment gebraucht zu kaufen für nochmal deutlich weniger. Aber ist die Videoqualität nur halb so gut? Wohl kaum.
Was sollen denn diese löchrigen Argumente? Löst ein 3000€ Zeiss Glas 6x höher auf als irgendein vergleichbares 500€ Sigma Objektiv? Sicher nicht, dennoch ist der Preis gerechtfertigt.

Bei der Panasonic G9 sind 4K 30p mit einem MFT Sensor und dem Dynamikumfang einer Seegurke halt das höchste der Gefühle. Bei einer S1 bekommt man für wenige hundert Euro wesentlich mehr.

Und abgesehen von den Joghurtbechern sind die MFT Objektive alles andere als günstig, vor allem die Linsen die versuchen den kleinen Sensor zu kompensieren.
Also ich habe für meine G9 neu unter 800€ gezahlt. Das sind nicht "nur weniger hundert Euro" weniger. Bei der G9 muss ich für 4:2:2 4k30 auch nicht nochmal extra zahlen.
Die G9 kann übrigens auch 4k60.
Ich weiss nicht welche Objektive Du meinst die im direkten Vergleich mit Vollformat-Glas "alles andere als günstig" sind.

Welchen Dynamikumfang hat eine Seegurke? Wie misst man das? Erstaunlich was man mit einer Seegurke zustande bringt.

Mit der Schlepperei (die bei mir ausschlaggebend ist) fange ich gar nicht erst an.




nachtaktiv
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Re: Die besten DSLMs für Video: Sony, Canon, Panasonic, Nikon, Blackmagic, Fujifilm - welche Kamera wofür?

Beitrag von nachtaktiv » Do 22 Apr, 2021 03:29

MrMeeseeks hat geschrieben:
So 18 Apr, 2021 02:50
Was genau habt ihr zwei Genies an der Überschrift "die besten DSLMs" nicht verstanden?
gut, daß ich dich schon seit ewigkeiten auf der ignore liste habe.
Die Ignore Funktion ist ein Segen <3




nachtaktiv
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Re: Die besten DSLMs für Video: Sony, Canon, Panasonic, Nikon, Blackmagic, Fujifilm - welche Kamera wofür?

Beitrag von nachtaktiv » Do 22 Apr, 2021 04:31

cantsin hat geschrieben:
So 18 Apr, 2021 01:33
In der Tat zeigt sich jetzt schon die Krise der Kameraindustrie an kräftig gestiegenen Stückpreisen. Die preiswertesten Kameras in der Slashcam-Liste liegen bei 1500 für den Body.

Nur mal zur Erinnerung:
Die Canon 550D, im Jahr 2010 eine der ersten Budget-Video-DSLRs mit denselben Videofunktionen wie zuvor die Canon 5D Mk II und 7D, kostet bei Markteinführung 700 EUR. Auch inflationsbereinigt wären das heute nur 800 EUR.

Das wäre so, als wenn heute Sony einen A6x00-Body mit allen 10bit-Codecs und Auflösungen der A7sIII für 800 EUR auf den Markt bringen würde.
genau das meine ich. von 2015 - 2020 habe ich keine neue kamera mehr gekauft (letztes jahr dann die pocket 4K). die meisten sind unerschwinglich und ich habe das gefühl, wir kommen wieder zurück zu den alten schlechten zeiten, in denen gute kameras nur für die studios erschwinglich waren. das thema amateurfilm ist auch massiv weggebrochen, hab ich das gefühl. wo vor 10 jahren irgendwelche hip hop kids sich ne rebel schnappten und mit after effects einfach selbst coole musik und tanzvideos machten, holt man sich heute n smartphone und produziert briefmarken für insta und grenzdebilde minifilmchen in kinematografen-spiellänge.

diese jahre zwischen 2008 und mitte der zehner jahre etwa, mit preis leistungsknallern wie die rebel, die sich mit magic lantern übelst aufbohren ließ, eine geniale GH2 (wer erinnert sich noch an pilskopf?)... der speedboster und seine manuellen günstigen freunde, wo man scheisse billig auf einmal vollformat optiken an seine spiegellosen NEXen pappen konnte. das war ein hauch von demokratisierung und das forum hatte damals hier gefühlt etwa 5x so viel traffic.
Darth Schneider hat geschrieben:
So 18 Apr, 2021 07:46

Was die A1 betrifft, Sony hat doch einen Sprung in der Schüssel, wer kauft sich so was, zu dem Preis, zum filmen ? Dafür gibt es schon eine drehfertige Ursa Mini Pro...oder gleich 2x die Canon R5...oder gleich fast 8x die 4K Pocket..;)))
genau dasselbe habe ich vor einigen jahren gesagt, als die sony 6000er über die 1000€ grenze segelten, als die zweite serie der sony A7er anfing abzuheben, die A7III völlig abdrehte (man muss sich mal vorstellen, die A7 war mal die einsteiger vollformat für 1400€, die den 5D II und III das wasser abgraben sollte), und die A7SIII mir mittlerweile nur noch ein hysterisches lachen entlockt. nur hat man mich hier damals belächelt. mittlerweile scheint die sony preispolitik nicht nur meine schmerzgrenze erreicht zu haben.
rush hat geschrieben:
So 18 Apr, 2021 11:22
Ja - ihr Preisschild ist ziemlich weit oben angesetzt. Aber... und das ist der Punkt: Kameras wie die A7R oder A7S Reihe wirken dadurch (aus Sony Sicht) beinahe schon erschwinglich, selbst wenn diese eher im oberen Preisgefüge rangieren.
wenn sony so eine sicht auf die dinge haben, dann haben sie den letzten realitätssinn verloren. denn viel viel teurere kameras konnte der kleine amateur/hobby/kofferraumfilmer schon immer bewundern, wenn er sonys echte filmkameras wie damals die FS700 angeschaut hat. wenn ich keine 4000€ für ne A7SIII habe, dann habe ich sie einfach nicht. und da hilft es mir auch nicht, daß die A1 bei sony noch viel viel teurer ist.
funkytown hat geschrieben:
So 18 Apr, 2021 14:55
Es war noch nie so einfach mit kleinem Geld grosses Kino zu produzieren.

Eine gebrauchte alte Blackmagic Pocket
... ist ne seuche. weil das ding schon mit nem ätzenden 2,8er crop (?) kommt und mit nem winzsensor, der abends die grätsche macht. ich fand das ding damals auf den ersten blick auch geil. aber als ich dann die diversen probleme hier sah, mit denen die early adopters zu kämpfen hatten, dazu noch der akkufraß...nee danke. ich bin erst mit der pocket 4K eingestiegen. und hab dann ne kleine cine kamera für einen drittel des preises einer A7SIII.
cantsin hat geschrieben:
So 18 Apr, 2021 15:12

Leider nicht mehr unbedingt so einfach - denn die Gebrauchtmarktpreise für die OG Pocket sind in letzter Zeit rasant gestiegen und liegen jetzt z.T. bei 900 EUR für den Body. Witzigerweise findet man die alte Blackmagic Cinema Camera 2.5K [mit derselben Bildcharakteristik, aber höherer Auflösung und besseren Schnittstellen] oft für weniger Geld auf dem Gebrauchtmarkt.
das halte ich für ein gerücht: https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... -245-20428

400 VB. mit nem bissl geschick nimmste die für 300-350 mit.

fazit: ja klar.... es gibt aus den guten und günstigen jahren noch einiges an möglichkeiten. ne alte A7, ne alte pocket, ne alte GH, ne alte RX100IV oder nen alten sony VX900 camcorder, der schon mit nem netten 1" sensor kommt ... das gilt aber nur für die anfänger, die jetzt diese alten teile kaufen wollen. wollen viele aber gar nicht. die kommen von insta und tiktok und halten ein telefon mit filmic pro app für hollywood in der westentasche.

für die amateurfilmer, die diese dinger schon seit jahren besitzen, besteht aber im moment keine gute und günstige upgrade möglichkeit. da ist blackmagic im moment die einzige bude, die einem für etwas mehr als 1000 doppelmark ne 4K kamera mit 12 bit raw aufzeichnung auf billigen SD karten anbietet. aber das wars dann auch schon.
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rush
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Re: Die besten DSLMs für Video: Sony, Canon, Panasonic, Nikon, Blackmagic, Fujifilm - welche Kamera wofür?

Beitrag von rush » Do 22 Apr, 2021 09:50

nachtaktiv hat geschrieben:
Do 22 Apr, 2021 04:31
rush hat geschrieben:
So 18 Apr, 2021 11:22
Ja - ihr Preisschild ist ziemlich weit oben angesetzt. Aber... und das ist der Punkt: Kameras wie die A7R oder A7S Reihe wirken dadurch (aus Sony Sicht) beinahe schon erschwinglich, selbst wenn diese eher im oberen Preisgefüge rangieren.
wenn sony so eine sicht auf die dinge haben, dann haben sie den letzten realitätssinn verloren. denn viel viel teurere kameras konnte der kleine amateur/hobby/kofferraumfilmer schon immer bewundern, wenn er sonys echte filmkameras wie damals die FS700 angeschaut hat. wenn ich keine 4000€ für ne A7SIII habe, dann habe ich sie einfach nicht. und da hilft es mir auch nicht, daß die A1 bei sony noch viel viel teurer ist.
Du musst das ganze aber weiterdenken... wenn die A7IV kommt und womöglich viele Features der neueren Sonys kombiniert und bei sagen wir mal geschätzten 2500-2800€ das Parkett betritt sieht die Sache doch auf einmal völlig anders aus. Damit rangiert sie zwar oberhalb der damaligen A7III UVP (2300€) - verglichen mit der A7R IV, A7SIII oder A1 wirkt sie aber plötzlich erschwinglicher da man sich immer nach oben hin orientiert und dort seine Schmerzgrenze setzt... Das ist ein ziemlich simpler aber effektiver Trick. Das Volumenmodell wird für Sony von Relevanz sein, die anderen sind eben teure Nische und werden nicht das Geld einfahren sondern dienen als Entwicklungsträger...
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dnalor
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Re: Die besten DSLMs für Video: Sony, Canon, Panasonic, Nikon, Blackmagic, Fujifilm - welche Kamera wofür?

Beitrag von dnalor » Do 22 Apr, 2021 10:22

Aktuell sieht es so aus, dass im März die A1 in Japan die meistverkaufte DSLM war. Überall sonst ist sie nirgendwo lagernd mit längeren Lieferzeiten. Ich kenne einige, die darauf warten. Man sollte das vielleicht in einen anderen Kontext setzten, eine Canon 1DXMK3 kostet auch 7300 Euro. Nicht wenige Sportfotografen sind mit dem Erscheinen der A9 zu Sony gewechselt, da zu dem Zeitpunkt Canon nichts vergleichbares hatte und Sony einen satten Wechselrabatt anbot. Die gleiche Abwanderung setzte bei vielen Kollegen aus dem Hochzeitsbereich mit der A7III ein. Ich kenne sehr viele, die gewechselt haben. Jetzt sind die Objektive gekauft und relativ neu, dann wechselt man nicht die Marke mal eben so. Wenn man Sony Objektive, fotografiert und filmt, dann ist die A1 aktuell einfach der heiße Shi** und der Preis ist OK.




Mediamind
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Re: Die besten DSLMs für Video: Sony, Canon, Panasonic, Nikon, Blackmagic, Fujifilm - welche Kamera wofür?

Beitrag von Mediamind » Fr 23 Apr, 2021 12:22

Die A1 wird im Preis fallen. Wie sehr hängt stark davon ab, was Canon noch raushaut. Nikon ist zwar noch im Spiel, hat aber nicht mehr viele Chancen, um am Markt zu bleiben. Mit der Z8 wird sich entscheiden, ob man im obren Segment noch Karten hat oder in der Versenkung verschwindet. 7300 Euro sind eine Menge Geld und für meinen Geschmack ist das überpreist. Für Wedding wäre sie die erste Wahl. Sowohl Bild als auch Film im Spitzenbereich....
Die Kamera würde für mich eine Menge Probleme lösen. Der fließende Wechsel zwischen Bild und Film ohne echte Einschränkungen lockt. Warten wie mal den Sony WIntercashback ab....




r.p.television
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Re: Die besten DSLMs für Video: Sony, Canon, Panasonic, Nikon, Blackmagic, Fujifilm - welche Kamera wofür?

Beitrag von r.p.television » Sa 24 Apr, 2021 00:18

Panasonic GH5 - Praxis: Pro & Contra
---------------------------------------
PRO // exzellente Videostabilisierung, duale Cardslots mit Videobackupoptionen, keine Aufnahmelimits, XLR-Audio via Panasonic Blitzschuh-Adapter, gute Akkulaufzeiten, Zuverlässigkeit, kompaktes Gesamtsystem Dank MFT-Optiken.


Ich schneide gerade sehr viel Material bei der als B-Cam die GH5 zum Einsatz kommt. Quasi als Autoren-Kamera bei einer bekannten TV-Doku-Serie.
Ich finde den Video-Stabi der GH5 ehrlich gesagt schrecklich. Ich schmeisse fast alles in den Papierkorb. Das Material wirkt total amateurhaft, obwohl die Kameras nicht nur von der Autorin bedient werden sondern auch von den Kameramännern. Der Videostabi ist viel zu stark. Stärker als die Sensorauslesung, was darin resultiert dass das Videobild wirkt als hätte man es durch einen Warp-Stabilzer gejagt mit zu starker Stabilisierung. D.h. das Bild wobbelt in sich. Dazu dann bei AF ständig dieser minimal pumpende Fokusmotor. Also man muss schon Panasonic-Fanboy sein um das zu mögen. Da ist mir der IBIS der Sonys tausendmal lieber. Der ist deutlich schwächer aber "ehrlicher", und das Material sieht hinterher nicht aus als ob man das mitm Handy gefilmt und stabilisiert hat. Von daher kann ich die Wertung hier nicht ganz verstehen bzw die Meinung teilen. Oder kann man die Stabilisierung der GH5 schwächer einstellen? Ich hatte die GH5 tatsächlich nie in der Hand. Aber ich muss das Material für nächste Drehs bewerten und gegebenfalls eine Empfehlung aussprechen. Entweder für eine andere Einstellung oder die Kameras auszutauschen.




mash_gh4
Beiträge: 4183

Re: Die besten DSLMs für Video: Sony, Canon, Panasonic, Nikon, Blackmagic, Fujifilm - welche Kamera wofür?

Beitrag von mash_gh4 » Sa 24 Apr, 2021 06:58

r.p.television hat geschrieben:
Sa 24 Apr, 2021 00:18
Der Videostabi ist viel zu stark. Stärker als die Sensorauslesung, was darin resultiert dass das Videobild wirkt als hätte man es durch einen Warp-Stabilzer gejagt mit zu starker Stabilisierung.
ich bin zwar auch kein besonderer freund derartiger stabilisierungslösungen bzw. der verführung, damit gleich alles aus der hand drehen zu wollen, trotzdem würde ich hier evtl. nachfragen, welche optiken beim betreffenden dreh benutzt wurden?




dnalor
Beiträge: 405

Re: Die besten DSLMs für Video: Sony, Canon, Panasonic, Nikon, Blackmagic, Fujifilm - welche Kamera wofür?

Beitrag von dnalor » Sa 24 Apr, 2021 09:04

r.p.television hat geschrieben:
Sa 24 Apr, 2021 00:18
Panasonic GH5 - Praxis: Pro & Contra
---------------------------------------
PRO // exzellente Videostabilisierung, duale Cardslots mit Videobackupoptionen, keine Aufnahmelimits, XLR-Audio via Panasonic Blitzschuh-Adapter, gute Akkulaufzeiten, Zuverlässigkeit, kompaktes Gesamtsystem Dank MFT-Optiken.


Ich schneide gerade sehr viel Material bei der als B-Cam die GH5 zum Einsatz kommt. Quasi als Autoren-Kamera bei einer bekannten TV-Doku-Serie.
Ich finde den Video-Stabi der GH5 ehrlich gesagt schrecklich. Ich schmeisse fast alles in den Papierkorb. Das Material wirkt total amateurhaft, obwohl die Kameras nicht nur von der Autorin bedient werden sondern auch von den Kameramännern. Der Videostabi ist viel zu stark. Stärker als die Sensorauslesung, was darin resultiert dass das Videobild wirkt als hätte man es durch einen Warp-Stabilzer gejagt mit zu starker Stabilisierung. D.h. das Bild wobbelt in sich. Dazu dann bei AF ständig dieser minimal pumpende Fokusmotor. Also man muss schon Panasonic-Fanboy sein um das zu mögen. Da ist mir der IBIS der Sonys tausendmal lieber. Der ist deutlich schwächer aber "ehrlicher", und das Material sieht hinterher nicht aus als ob man das mitm Handy gefilmt und stabilisiert hat. Von daher kann ich die Wertung hier nicht ganz verstehen bzw die Meinung teilen. Oder kann man die Stabilisierung der GH5 schwächer einstellen? Ich hatte die GH5 tatsächlich nie in der Hand. Aber ich muss das Material für nächste Drehs bewerten und gegebenfalls eine Empfehlung aussprechen. Entweder für eine andere Einstellung oder die Kameras auszutauschen.
Ich kann da deine Erfahrungen nicht nachvollziehen. Ich hatte die GH5 auch eine zeitlang im Einsatz, die Stabilisierung funktioniert super. Da wobbelt normalerweise nichts. Klingt bei dir nach einem Defekt oder Anwenderfehler.
Die Erfahrungswerte anderer Nutzer sind ja auch durchweg gut, im Netz kann man nichts von schlechter Stabilisierung lesen. Die GH5 hat zwei Modi (soweit ich mich noch erinnern kann), normale Stabilisierung und Stativmodus.




pillepalle
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Re: Die besten DSLMs für Video: Sony, Canon, Panasonic, Nikon, Blackmagic, Fujifilm - welche Kamera wofür?

Beitrag von pillepalle » Sa 24 Apr, 2021 11:33

@ dnalor

Selbst beim Slashcam-Test hat die gewobbelt wie Hulle. Ist mir ehrlich gesagt unverständlich wie man sowas gut finden kann.

VG
Eigene Gedanken müsste man haben...




Mediamind
Beiträge: 1109

Re: Die besten DSLMs für Video: Sony, Canon, Panasonic, Nikon, Blackmagic, Fujifilm - welche Kamera wofür?

Beitrag von Mediamind » Sa 24 Apr, 2021 11:54

r.p.television hat geschrieben:
Sa 24 Apr, 2021 00:18
Panasonic GH5 - Praxis: Pro & Contra
---------------------------------------
PRO // exzellente Videostabilisierung, duale Cardslots mit Videobackupoptionen, keine Aufnahmelimits, XLR-Audio via Panasonic Blitzschuh-Adapter, gute Akkulaufzeiten, Zuverlässigkeit, kompaktes Gesamtsystem Dank MFT-Optiken.


Ich schneide gerade sehr viel Material bei der als B-Cam die GH5 zum Einsatz kommt. Quasi als Autoren-Kamera bei einer bekannten TV-Doku-Serie.
Ich finde den Video-Stabi der GH5 ehrlich gesagt schrecklich. Ich schmeisse fast alles in den Papierkorb. Das Material wirkt total amateurhaft, obwohl die Kameras nicht nur von der Autorin bedient werden sondern auch von den Kameramännern. Der Videostabi ist viel zu stark. Stärker als die Sensorauslesung, was darin resultiert dass das Videobild wirkt als hätte man es durch einen Warp-Stabilzer gejagt mit zu starker Stabilisierung. D.h. das Bild wobbelt in sich. Dazu dann bei AF ständig dieser minimal pumpende Fokusmotor. Also man muss schon Panasonic-Fanboy sein um das zu mögen. Da ist mir der IBIS der Sonys tausendmal lieber. Der ist deutlich schwächer aber "ehrlicher", und das Material sieht hinterher nicht aus als ob man das mitm Handy gefilmt und stabilisiert hat. Von daher kann ich die Wertung hier nicht ganz verstehen bzw die Meinung teilen. Oder kann man die Stabilisierung der GH5 schwächer einstellen? Ich hatte die GH5 tatsächlich nie in der Hand. Aber ich muss das Material für nächste Drehs bewerten und gegebenfalls eine Empfehlung aussprechen. Entweder für eine andere Einstellung oder die Kameras auszutauschen.
Die Stabilisierung ist aus meiner Sicht gut und kann trotzdem alles verhageln. Ebenso wie bei der S1. Gerade im Weitwinkelbereich wobbeln die Ränder erkennbar. Das ist der Sensor, der ausgelenkt wird und den Wackler kompensiert. Ist es das, was Du ggf. siehst? Extremes Beispiel ist bei mir das 16-35 von Panasonic. Die kleinste Bewegung hat riesen Auswirkungen an den Bildrändern. Der Stabi zerstört die Aufnahme. Bei längerer Brennweite ist hingegen der Effekt nicht mehr so deutlich, wenn überhaupt zu sehen. Das ist irgendwie umkehrte Welt, ich filme 16 mm lieber vom Stativ und längere Brennweiten aus der Hand.
Sony stabilisiert schlechter, dafür ist die Footage aber nicht kapputgewobbelt (was für ein Wort).




r.p.television
Beiträge: 3290

Re: Die besten DSLMs für Video: Sony, Canon, Panasonic, Nikon, Blackmagic, Fujifilm - welche Kamera wofür?

Beitrag von r.p.television » Sa 24 Apr, 2021 13:01

mash_gh4 hat geschrieben:
Sa 24 Apr, 2021 06:58
r.p.television hat geschrieben:
Sa 24 Apr, 2021 00:18
Der Videostabi ist viel zu stark. Stärker als die Sensorauslesung, was darin resultiert dass das Videobild wirkt als hätte man es durch einen Warp-Stabilzer gejagt mit zu starker Stabilisierung.
ich bin zwar auch kein besonderer freund derartiger stabilisierungslösungen bzw. der verführung, damit gleich alles aus der hand drehen zu wollen, trotzdem würde ich hier evtl. nachfragen, welche optiken beim betreffenden dreh benutzt wurden?
Das kann eventuell der Grund sein. Plus wie auch genannt der Stativmodus. Also zumindest diese Aufnahmen sind wirklich unbrauchbar.
Ich habe aber schon öfters Aufnahmen im Netz von der GH5 gesehen, wo man deutlich gesehen hat, wie die Ränder so gewobbelt haben bei WW. Aber so stark wie bei diesen Aufnahmen noch nie. Das kombiniert mit dem grottigen AF (den die Autorin leider an hatte) sieht aus als ob meine Mutti mir was von ihrem Handy geschickt hat.
Ich bin was dieses Warp-Wobbeln angeht auch sehr empfindlich. Lieber ehrliches Wackeln als dieses Gelantine-Video.
Mediamind hat geschrieben:
Sa 24 Apr, 2021 11:54

Die Stabilisierung ist aus meiner Sicht gut und kann trotzdem alles verhageln. Ebenso wie bei der S1. Gerade im Weitwinkelbereich wobbeln die Ränder erkennbar. Das ist der Sensor, der ausgelenkt wird und den Wackler kompensiert. Ist es das, was Du ggf. siehst? Extremes Beispiel ist bei mir das 16-35 von Panasonic. Die kleinste Bewegung hat riesen Auswirkungen an den Bildrändern. Der Stabi zerstört die Aufnahme. Bei längerer Brennweite ist hingegen der Effekt nicht mehr so deutlich, wenn überhaupt zu sehen. Das ist irgendwie umkehrte Welt, ich filme 16 mm lieber vom Stativ und längere Brennweiten aus der Hand.
Sony stabilisiert schlechter, dafür ist die Footage aber nicht kapputgewobbelt (was für ein Wort).
Ja, ich denke anhand der Brennweiten könnte es durchaus das 16-35mm (also äquivalent KB ca 30 bis 70mm) sein. Speziell an den Rändern, aber eigentlich verzieht sich das ganze Bild. Wie eben wenn man zu stark den Warp-Stabi in der Post anwendet. Genauso sieht das aus. Sehr unangenehm.
Ja, die Sony wird oft kritisiert dass sie nicht so gut stabilisiert. Ist mir aber lieber als dieser Wobbelbrei.




Mediamind
Beiträge: 1109

Re: Die besten DSLMs für Video: Sony, Canon, Panasonic, Nikon, Blackmagic, Fujifilm - welche Kamera wofür?

Beitrag von Mediamind » Sa 24 Apr, 2021 13:47

Wirklich gut an der S1 laufen z.B. 24-70 Art und das Kitobjektiv 24-105 mm. Hier hat man keine nennenswerten Probleme und geniesst die Vorteile der Stabilisierung. Das besagte 16-35 ist wirklich gut, aufgrund der dargestellten Probleme in Verbindung mit der Sensorstabilisierung verwende ich die Optik nicht gerne.
Bei MFT nutze ich das Panleica 8-18 aus den selben Gründen nur mit der GH5s. Das wirkt besser, als die Sensorauslenkung im Bild zu haben.




rush
Beiträge: 11654

Re: Die besten DSLMs für Video: Sony, Canon, Panasonic, Nikon, Blackmagic, Fujifilm - welche Kamera wofür?

Beitrag von rush » Sa 24 Apr, 2021 13:50

Kann man den Stabi nicht einfach deaktivieren? Im UWW Bereich ist das ganze doch gar nicht übermäßig relevant sofern der Operator ein halbwegs ruhiges Händchen hat...
keep ya head up




r.p.television
Beiträge: 3290

Re: Die besten DSLMs für Video: Sony, Canon, Panasonic, Nikon, Blackmagic, Fujifilm - welche Kamera wofür?

Beitrag von r.p.television » Sa 24 Apr, 2021 14:00

rush hat geschrieben:
Sa 24 Apr, 2021 13:50
Kann man den Stabi nicht einfach deaktivieren? Im UWW Bereich ist das ganze doch gar nicht übermäßig relevant sofern der Operator ein halbwegs ruhiges Händchen hat...
Bei der Produktion wird oft aus dem fahrenden Auto gefilmt. Von daher braucht man schon irgendeine Stabilisierung.
Zudem ist der Stabi bei der Panasonic ja DER große Vorteil. Angeblich. Was bleibt wenn der mit vielen Objektiven unbrauchbar ist?

Ich würde hier aber eher zu einem DJI Osmo Pocket greifen (auch wenn der Output nur 8bit 420 hat). Das Material ist weitaus brauchbarer. Oder man müsste die Kamera auf ein Gimbal setzen, was aber die Handhabung bei den langen Drehs aus dem KFZ sehr erschwert.
Genau aus diesem Grund wünsche ich mir so sehr einen DJI Osmo mit dem 1" Sensor und den Aufzeichnungscodecs der 2s. Also 5,4k mit 150mbit bei 10bit 420. Das wäre für diese Anwendungen die perfekte Kamera.




Mediamind
Beiträge: 1109

Re: Die besten DSLMs für Video: Sony, Canon, Panasonic, Nikon, Blackmagic, Fujifilm - welche Kamera wofür?

Beitrag von Mediamind » Sa 24 Apr, 2021 17:43

rush hat geschrieben:
Sa 24 Apr, 2021 13:50
Kann man den Stabi nicht einfach deaktivieren? Im UWW Bereich ist das ganze doch gar nicht übermäßig relevant sofern der Operator ein halbwegs ruhiges Händchen hat...
Ich habe es gerade einmal ausprobiert. Der Sensor wird scheinbar nicht arretiert, nach Abschaltung des Stabi im Kameramenü ist das Ergebnis trotzdem deutlich besser. Die E-Stabilisierung lasse ich drin, dann passt das schon. Du hast natürlich Recht, bei dieser Brennweite geht es auch ganz gut ohne eine Sensorstabilsierung. Ich habe mir die Wahl Stabi an/aus auf eine FN Taste gelegt. Ist für dieses Objektiv ein Workaround. Danke lieber Rush für Deinen Anstoß.

Bei der GH5 geht das auch, da bleibe ich aber bei der Kombination aus Gh5s und dem UWW.




roki100
Beiträge: 6857

Re: Die besten DSLMs für Video: Sony, Canon, Panasonic, Nikon, Blackmagic, Fujifilm - welche Kamera wofür?

Beitrag von roki100 » Sa 24 Apr, 2021 18:16

dnalor hat geschrieben:
Sa 24 Apr, 2021 09:04
r.p.television hat geschrieben:
Sa 24 Apr, 2021 00:18
Panasonic GH5 - Praxis: Pro & Contra
---------------------------------------
PRO // exzellente Videostabilisierung, duale Cardslots mit Videobackupoptionen, keine Aufnahmelimits, XLR-Audio via Panasonic Blitzschuh-Adapter, gute Akkulaufzeiten, Zuverlässigkeit, kompaktes Gesamtsystem Dank MFT-Optiken.


Ich schneide gerade sehr viel Material bei der als B-Cam die GH5 zum Einsatz kommt. Quasi als Autoren-Kamera bei einer bekannten TV-Doku-Serie.
Ich finde den Video-Stabi der GH5 ehrlich gesagt schrecklich. Ich schmeisse fast alles in den Papierkorb. Das Material wirkt total amateurhaft, obwohl die Kameras nicht nur von der Autorin bedient werden sondern auch von den Kameramännern. Der Videostabi ist viel zu stark. Stärker als die Sensorauslesung, was darin resultiert dass das Videobild wirkt als hätte man es durch einen Warp-Stabilzer gejagt mit zu starker Stabilisierung. D.h. das Bild wobbelt in sich. Dazu dann bei AF ständig dieser minimal pumpende Fokusmotor. Also man muss schon Panasonic-Fanboy sein um das zu mögen. Da ist mir der IBIS der Sonys tausendmal lieber. Der ist deutlich schwächer aber "ehrlicher", und das Material sieht hinterher nicht aus als ob man das mitm Handy gefilmt und stabilisiert hat. Von daher kann ich die Wertung hier nicht ganz verstehen bzw die Meinung teilen. Oder kann man die Stabilisierung der GH5 schwächer einstellen? Ich hatte die GH5 tatsächlich nie in der Hand. Aber ich muss das Material für nächste Drehs bewerten und gegebenfalls eine Empfehlung aussprechen. Entweder für eine andere Einstellung oder die Kameras auszutauschen.
Ich kann da deine Erfahrungen nicht nachvollziehen. Ich hatte die GH5 auch eine zeitlang im Einsatz, die Stabilisierung funktioniert super. Da wobbelt normalerweise nichts. Klingt bei dir nach einem Defekt oder Anwenderfehler.
Die Erfahrungswerte anderer Nutzer sind ja auch durchweg gut, im Netz kann man nichts von schlechter Stabilisierung lesen. Die GH5 hat zwei Modi (soweit ich mich noch erinnern kann), normale Stabilisierung und Stativmodus.

Das mit wobbeln habe ich immer wieder gelesen und hab mich immer wieder gefragt warum das bei denen so ist und bei mir nicht. Wobbeln konnte ich zwar auch beobachten, doch das liegt an manuellen Linsen (bei mir Samyang EF, Canon FD) und beim einschalten der Kamera habe ich nicht darauf geachtet, korrekte Brennweite einzugeben. Verwendet man speedbooster (z.B. x0.71), muss man die Brennweite x 0.71 berechnen und das so beim einschalten der Kamera eingeben.
Der Stabi von GH5/G9 ist einfach nur Top.
Boris, die P6KPro hat all das was Dir bei P4K fehlt. Vergiss daher die P6KPro!




pillepalle
Beiträge: 3886

Re: Die besten DSLMs für Video: Sony, Canon, Panasonic, Nikon, Blackmagic, Fujifilm - welche Kamera wofür?

Beitrag von pillepalle » Sa 24 Apr, 2021 19:01

@ roki100

Achte doch einfach mal auf die Bäume am Rand. Ich finde das nicht gut. Klar stabilisiert die GH5 mehr, aber eben so stark, dass man das Material am Ende auch nicht mehr brauchen kann.



VG
Eigene Gedanken müsste man haben...




cantsin
Beiträge: 9076

Re: Die besten DSLMs für Video: Sony, Canon, Panasonic, Nikon, Blackmagic, Fujifilm - welche Kamera wofür?

Beitrag von cantsin » Sa 24 Apr, 2021 19:08

pillepalle hat geschrieben:
Sa 24 Apr, 2021 19:01
@ roki100

Achte doch einfach mal auf die Bäume am Rand. Ich finde das nicht gut.
Das ist sogar richtig schlimm IMHO...

Aber die Zielgruppe der YouTube-Selbstfilmer findet wahrscheinlich auch in Deinem obigen Beispiel die GH5-Stabilisierung besser.




iasi
Beiträge: 17047

Re: Die besten DSLMs für Video: Sony, Canon, Panasonic, Nikon, Blackmagic, Fujifilm - welche Kamera wofür?

Beitrag von iasi » Sa 24 Apr, 2021 19:12

pillepalle hat geschrieben:
Sa 24 Apr, 2021 19:01
@ roki100

Achte doch einfach mal auf die Bäume am Rand. Ich finde das nicht gut. Klar stabilisiert die GH5 mehr, aber eben so stark, dass man das Material am Ende auch nicht mehr brauchen kann.



VG
Ist doch alles Mist.

Vielleicht schafft die Cam ja Abhilfe:
https://www.slashcam.de/news/single/Neu ... 16483.html




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