slashCAM
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Backrooms - vom Internet-Meme zum 200-Millionen-Dollar-Kinohit

Beitrag von slashCAM »


Vor rund 7 Jahren postete ein anonymer User auf dem Internetforum 4Chan das Bild eines fahlgelben, durch Neonröhren beleuchteten, unheimlich wirkenden Hinterzimmers - dur...

Hier geht es zur Newsmeldung auf den slashCAM Magazin-Seiten:
Backrooms - vom Internet-Meme zum 200-Millionen-Dollar-Kinohit



MaxSchreck
Beiträge: 563

Re: Backrooms - vom Internet-Meme zum 200-Millionen-Dollar-Kinohit

Beitrag von MaxSchreck »

Die Backrooms hatte ich lange nebenher auf dem Schirm und fand ich schon recht interessant als Idee. Hab den Film nicht gesehen, werde aber reingucken, sobald er irgendwo streamt. Auch finde ich Kane`s Analyse über den Einsatz von generativer KI echt gut und auf den Punkt!

Als einzige Kehrseite solcher "Youtuber" - Filme ist, daß sich so etwas nicht reproduzieren lässt. Man muss entweder ein Youtuber mit einer gewaltigen Gefolgschaft sein und dann einen großartigen Film produzieren, der für eine nachhaltige Filmkarriere auch bei nicht-Fans funktionieren muss, oder es muss einem ein Meme wie Backrooms in den Schoß fallen, zu dem man ein zündende, erweiterte Welt entwickeln kann. Beides ist eher auf Lottogewinn-Level, daher meine Skepsis, ob sich aus solchen Erfolgsgeschichten Lehren ziehen lassen (sofern man das wollte...).



cantsin
Beiträge: 17935

Re: Backrooms - vom Internet-Meme zum 200-Millionen-Dollar-Kinohit

Beitrag von cantsin »

Hab' den Film vorgestern im Kino gesehen, und fand ihn gut - die zwei Leute, mit denen ich ins Kino ging, auch. Und keiner von uns kannte diese Hintergrundgeschichte von den Backrooms-Memes und YouTube-Videos, wir haben den einfach als surrealen Horrorfilm gesehen.

A24 (das produzierende Indie-Studio) hatte da mal wieder einen guten Riecher und alles richtig gemacht.
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip



MarcusG
Beiträge: 272

Re: Backrooms - vom Internet-Meme zum 200-Millionen-Dollar-Kinohit

Beitrag von MarcusG »

Ich kenne den Film noch nicht, aber bei der Frage was das in Menschen anspricht: hattet ihr denn nicht auch Albträume in eurer Kindheit, wo ihr genau durch solche unendlichen Räume vor einem Monster (bei mir war es eine Hexe) flieht, und nicht entkommen könnt? Oder wo man versucht wegzurennen und wie durch Honig gebremst fast nicht vorwärts kommt? Ich habe mich mit einigen Leuten unterhalten die genau solche Träume als Kind hatten. Abgesehen davon ist es auch ein Bild für das gefangen sein in einem entmenschlichten Leistungssystem, ohne Orientierung oder Einfluss darauf, was der eigene gute Weg oder Sinn im Leben sein könnte, dann landet man in einem Großraum Büro und fragt sich: wie bin ich nur hierher gekommen, wie komme ich wieder raus, bleibt das jetzt für immer so, und je länger man I. Diesem Leben bleibt, desto schwieriger ist es, Alternativen zu denken, irgendwann wird alles diese Routine, dieses Leben, nicht Mal in Gedanken kannst du wirklich entfliehen, weil deine Fantasie von dieser Eintönigkeit aufgefressen und gelb eingefärbt wird. Also ich habe nicht so einen Job, aber so stelle ich es mir vor. Ich hatte zum Beispiel Angst mein Kind dem deutschen Schulsystem zu überlassen, weil es halt genau auf diesen Weg führt, dich konditioniert. "Sie belohnen richtige Antworten und verkaufen es dir als intelligente Leistung, während sie dein Gehirn eigentlich langsam verstümmeln und versklaven, und von ihrer Belohnung von außen abhängig machen. Sie ersticken dein Gespür für dein Selbst, den Wert deiner eigenen Ideen, deinen Mut eigene Wege zu gehen, die nicht sofort eine absehbare Belohnung bringen."



cantsin
Beiträge: 17935

Re: Backrooms - vom Internet-Meme zum 200-Millionen-Dollar-Kinohit

Beitrag von cantsin »

MarcusG hat geschrieben: Mo 08 Jun, 2026 21:41 Ich kenne den Film noch nicht, aber bei der Frage was das in Menschen anspricht: hattet ihr denn nicht auch Albträume in eurer Kindheit, wo ihr genau durch solche unendlichen Räume vor einem Monster (bei mir war es eine Hexe) flieht, und nicht entkommen könnt? Oder wo man versucht wegzurennen und wie durch Honig gebremst fast nicht vorwärts kommt? Ich habe mich mit einigen Leuten unterhalten die genau solche Träume als Kind hatten.
Genau das bringt der Film sehr gut 'rüber...
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip



iasi
Beiträge: 31480

Re: Backrooms - vom Internet-Meme zum 200-Millionen-Dollar-Kinohit

Beitrag von iasi »

Iron Lung




Axel
Beiträge: 17189

Re: Backrooms - vom Internet-Meme zum 200-Millionen-Dollar-Kinohit

Beitrag von Axel »

MarcusG hat geschrieben: Mo 08 Jun, 2026 21:41... hattet ihr denn nicht auch Albträume in eurer Kindheit, wo ihr genau durch solche unendlichen Räume vor einem Monster (bei mir war es eine Hexe) flieht, und nicht entkommen könnt? Oder wo man versucht wegzurennen und wie durch Honig gebremst fast nicht vorwärts kommt?
Die moderne Psychologie arbeitet eng mit der Schlafforschung zusammen. Alle Träume, an die man sich erinnert, haben zum Aufwachen geführt. Die empfundene Lähmung, Trägheit und Bewegungsverlangsamung ist real, physisch, da der Körper sich noch im Zustand der Schlaflähmung befindet, während Cortisol und Adrenalin das System fluten. Was die Inhalte der Träume betrifft ist heute Freuds Deutungsansatz teilweise widerlegt, nicht aber seine These, dass im Traum Wunsch- und Angstthemen aus dem Alltag aufgegriffen werden, mit dem Ziel, sie aus dem Bewusst-Sein (der gedanklichen Beschäftigung damit, die uns am Einschlafen hindert) ins Unterbewusstsein zu drücken. Darum sind die Themen des Traums in hohem Maß kompensatorisch: habe ich Sorgen, erfülle ich mir Wünsche, brenne ich wegen unerfüllter Wünsche, bestraft mich ein Alptraum. Da es im Flucht-Lähmungstraum unwahrscheinlich ist, dass eine reale, unmittelbare Gefahr besteht (war es eine gute Idee, einen Löwen als Haustier zu nehmen?), handelt es sich i.d.R. um eine Vermeidung. Man wird praktisch vom sinkenden Melatoninspiegel auf frischer Flucht ertappt? Wovor?

Nach der Traum-Logik vor etwas, mit dem man sich nicht konfrontieren will. Die meisten dieser Probleme sind komplex, beziehen sich auf fortbestehende soziale Konflikte. Die Vermeidung einer aktiven Lösung kann tatsächlich ein Alptraum, kann wirklich Horror sein. Hier etwas zu den Reaktionen.
MarcusG hat geschrieben: Mo 08 Jun, 2026 21:41Abgesehen davon ist es auch ein Bild für das gefangen sein in einem entmenschlichten Leistungssystem, ohne Orientierung oder Einfluss darauf, was der eigene gute Weg oder Sinn im Leben sein könnte, dann landet man in einem Großraum Büro und fragt sich: wie bin ich nur hierher gekommen, wie komme ich wieder raus, bleibt das jetzt für immer so, und je länger man I. Diesem Leben bleibt, desto schwieriger ist es, Alternativen zu denken, irgendwann wird alles diese Routine, dieses Leben, nicht Mal in Gedanken kannst du wirklich entfliehen, weil deine Fantasie von dieser Eintönigkeit aufgefressen und gelb eingefärbt wird.
Nun, gleich, ob wir im "Fight-" oder "Fawn-" Modus darauf reagieren: sind wir nicht tatsächlich, zumindest mit einem Bein, in einem "entmenschlichten Leistungssystem"?
MarcusG hat geschrieben: Mo 08 Jun, 2026 21:41Ich hatte zum Beispiel Angst mein Kind dem deutschen Schulsystem zu überlassen, weil es halt genau auf diesen Weg führt, dich konditioniert. "Sie belohnen richtige Antworten und verkaufen es dir als intelligente Leistung, während sie dein Gehirn eigentlich langsam verstümmeln und versklaven, und von ihrer Belohnung von außen abhängig machen. Sie ersticken dein Gespür für dein Selbst, den Wert deiner eigenen Ideen, deinen Mut eigene Wege zu gehen, die nicht sofort eine absehbare Belohnung bringen.
Du hast das teilweise in Anführungsstriche gesetzt. Ist das ein Zitat?
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...



MarcusG
Beiträge: 272

Re: Backrooms - vom Internet-Meme zum 200-Millionen-Dollar-Kinohit

Beitrag von MarcusG »

Interessant was du über die Traumforschung gesagt hast.

Ja es war ein Zitat, ungefähr so hab ich es Mal wo gelesen oder gehört, weiß die Quelle nicht mehr, aber ich fand es sehr treffend.
Nicht alles am Bildungssystem ist schlecht, viele Inhalte haben ihre Berechtigung, aber es wird halt sehr viel was Persönlichkeitsbildung und praktisches fürs Leben nicht gemacht, viel zu wenig individuelle Lernwege erlaubt etc. Traurig wie viel Geld da verpulvert wird, und gleichzeitig Potential von Kindern verschenkt bzw erstickt wird.



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