slashCAM
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Martin Scorsese sieht KI-Storyboards als "kreativ befreiend"

Beitrag von slashCAM »


Der Einsatz von KI spaltet nicht nur in Hollywood die Gemüter - mit Martin Scorsese hat das deutsche KI-Startup Blackforest Labs nun einen prominenten Fürsprecher gewonne...

Hier geht es zur Newsmeldung auf den slashCAM Magazin-Seiten:
Martin Scorsese sieht KI-Storyboards als "kreativ befreiend"



7River
Beiträge: 5056

Re: Martin Scorsese sieht KI-Storyboards als

Beitrag von 7River »

Das ist eine Möglichkeit, wenn man kein oder wenig Talent zum Zeichnen hat, Film-Szenen zu visualisieren.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“



iasi
Beiträge: 31168

Re: Martin Scorsese sieht KI-Storyboards als

Beitrag von iasi »

Das kann ich sehr gut nachvollziehen.
Wobei das Prompten leider noch immer nicht so schnell zu dem Ergebnis führt, das man es sich wünschen würde.

Die Notwendigkeit der Beschreibung macht die Bildgestaltung aber nochmals bewußter.



Blackbox
Beiträge: 962

Re: Martin Scorsese sieht KI-Storyboards als

Beitrag von Blackbox »

"bewußter"?
Wohl eher im Gegenteil:
zufälliger!
Beim Selberzeichnen stammt die konkrete visuelle Form aus der eigenen Imagination, die quasi freihändig Gestalt annimmt, bei 'Ki'-Einsatz macht der stochastische Papagei Vorschläge auf Basis des vorher von den Konzernen hineingefütterten visuellen Raubgutes anderer Produktionen.



iasi
Beiträge: 31168

Re: Martin Scorsese sieht KI-Storyboards als

Beitrag von iasi »

Blackbox hat geschrieben: Do 04 Jun, 2026 22:53 "bewußter"?
Wohl eher im Gegenteil:
zufälliger!
Beim Selberzeichnen stammt die konkrete visuelle Form aus der eigenen Imagination, die quasi freihändig Gestalt annimmt, bei 'Ki'-Einsatz macht der stochastische Papagei Vorschläge auf Basis des vorher von den Konzernen hineingefütterten visuellen Raubgutes anderer Produktionen.
Das Artikulieren der eigenen Imagination ist ein zusätzlicher Schritt, der den kreativen Prozess bewußter macht. Genau das erfolgt beim prompten.

Letztlich muss man seiner Crew auch mühsam mit Worten erklären, was man möchte. :)

Übrigens macht jeder Künstler dasselbe wie KI: Sein Denken basiert auf erlerntem und gesehenem.
Deine Bildgestaltung basiert auf dem "visuellen Raubgut" der Produktionen, die du gesehen hattest.
Wenn du am Schnittrechner sitzt, beraubst du Louis Le Prince, wenn du eine Einstellung an die andere hängst. ;)



MaxSchreck
Beiträge: 509

Re: Martin Scorsese sieht KI-Storyboards als

Beitrag von MaxSchreck »

Ziemlicher Blödsinn. Als ob man so früh in der Produktionsphase derart detaillierte Bilder braucht.



iasi
Beiträge: 31168

Re: Martin Scorsese sieht KI-Storyboards als

Beitrag von iasi »

MaxSchreck hat geschrieben: Fr 05 Jun, 2026 07:23 Ziemlicher Blödsinn. Als ob man so früh in der Produktionsphase derart detaillierte Bilder braucht.
Blödsinn ist es doch eher, wenn man in der Planungsphase keine Visualisierung nutzt.



Darth Schneider
Beiträge: 28213

Re: Martin Scorsese sieht KI-Storyboards als

Beitrag von Darth Schneider »

Blödsinn ist doch wenn man keinen Zeichner findet.
Oder halt nicht selber zeichnet.
Macht doch auch spass.
Es muss ja kein Kunstwerk werden



MaxSchreck
Beiträge: 509

Re: Martin Scorsese sieht KI-Storyboards als

Beitrag von MaxSchreck »

125 Jahre Kino und auf einmal kann man Filme nur noch machen, wenn sie quasi schon beim Schreiben fertig sind. Alles klar.



iasi
Beiträge: 31168

Re: Martin Scorsese sieht KI-Storyboards als

Beitrag von iasi »

Darth Schneider hat geschrieben: Fr 05 Jun, 2026 07:40 Blödsinn ist doch wenn man keinen Zeichner findet.
Oder halt nicht selber zeichnet.
Macht doch auch spass.
Es muss ja kein Kunstwerk werden
Einem Zeichner muss man auch erstmal erklären, was man will.

Und der Zeichner nutzt dabei ebenfalls seine Kenntnisse über die vielen vielen Werke anderer.

Indem man etwas aktikuliert überdenkt und reflektiert man das "Bild", das einem vorschwebt.



iasi
Beiträge: 31168

Re: Martin Scorsese sieht KI-Storyboards als

Beitrag von iasi »

MaxSchreck hat geschrieben: Fr 05 Jun, 2026 07:47 125 Jahre Kino und auf einmal kann man Filme nur noch machen, wenn sie quasi schon beim Schreiben fertig sind. Alles klar.
Die Coen-Brüder hatten schon vor den KI-Zeiten Bilder für jede Einstellung hergestellt, die sie dann beim Dreh auch drehten. Und dabei kam dann am Ende auch jede Einstellung in den Film.

Fassbinder hatte im Drehbuch zu Berlin Alexanderplatz jede Einstellung beschrieben.

Gute Vorbereitung hilft dabei, einen guten Film zu drehen.
Daran hat sich nichts geändert.



MaxSchreck
Beiträge: 509

Re: Martin Scorsese sieht KI-Storyboards als

Beitrag von MaxSchreck »

https://boords.com/blog/the-coen-brothe ... ehind-them

Ja, so hatte ich Storyboards in Erinnerung, nicht den Schwachsinn, den der Typ da verzapft.



Darth Schneider
Beiträge: 28213

Re: Martin Scorsese sieht KI-Storyboards als

Beitrag von Darth Schneider »

Ridley Scott hatte doch nach eigener Aussage die Storyboards gleich selbst gezeichnet. Im Netz gibt es welche und die sehen echt toll aus.
Womöglich sehen seine Filme darum so gut aus.



Rick SSon
Beiträge: 1732

Re: Martin Scorsese sieht KI-Storyboards als

Beitrag von Rick SSon »

Ich gebe ihm Recht. Zum Storyboarden und präsentieren is das echt super.

Ich brauche dafür bloss kein extra Tool. Die Bilder kann ich auch direkt selbst prompten. Dieser alberne Versuch von tausenden Startups eine individuelle Maske zu bauen und im Hintergrund arbeiten dieselben, großen Modelle ist aber auch wieder so eine "tolle Idee". Man benutzt für seinen Versuch der Wertschöpfung ein Fundament, dass selbst noch nicht bewiesen hat, dass es auch wertschöpfend ist 😂

Prinzipiell kann ja jeder seinen Workflow so gestalten wie er möchte, ich passe meinen gerne dem Projekt und der Teamgröße an ;-)



freezer
Beiträge: 3903

Re: Martin Scorsese sieht KI-Storyboards als

Beitrag von freezer »

Rick SSon hat geschrieben: Fr 05 Jun, 2026 10:03

Ich brauche dafür bloss kein extra Tool. Die Bilder kann ich auch direkt selbst prompten. Dieser alberne Versuch von tausenden Startups eine individuelle Maske zu bauen und im Hintergrund arbeiten dieselben, großen Modelle ist aber auch wieder so eine "tolle Idee". Man benutzt für seinen Versuch der Wertschöpfung ein Fundament, dass selbst noch nicht bewiesen hat, dass es auch wertschöpfend ist 😂
Nur ist halt Blackforest Labs in diesem Fall der Kopf hinter dem Modell, denn sie haben die Flux Modelle entwickelt.
LAUFBILDkommission
Robert Niessner - Graz - Austria
Blackmagic Cinema Blog
www.laufbildkommission.wordpress.com



7River
Beiträge: 5056

Re: Martin Scorsese sieht KI-Storyboards als

Beitrag von 7River »

MaxSchreck hat geschrieben: Fr 05 Jun, 2026 08:47 https://boords.com/blog/the-coen-brothe ... ehind-them

Ja, so hatte ich Storyboards in Erinnerung, nicht den Schwachsinn, den der Typ da verzapft.
Ist halt eine richtige Kunst. Storyboards gibt es von einfach bis detailliert.

Ich erinnere mich noch an den Film „Shoot ’Em Up (2007)“, wo der Filmemacher im Making-of der DVD (Videothek) erklärt hat, dass alleine seine simpel gezeichneten Storyboards den Produzenten letztlich überzeugt haben.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“



MaxSchreck
Beiträge: 509

Re: Martin Scorsese sieht KI-Storyboards als

Beitrag von MaxSchreck »

7River hat geschrieben: Fr 05 Jun, 2026 13:42 Ist halt eine richtige Kunst. Storyboards gibt es von einfach bis detailliert.

Ich erinnere mich noch an den Film „Shoot ’Em Up (2007)“, wo der Filmemacher im Making-of der DVD (Videothek) erklärt hat, dass alleine seine simpel gezeichneten Storyboards den Produzenten letztlich überzeugt haben.
Ja. Aber Storyboards waren i.d.R. Regel eher Skizzen, keine bis ins letzte Detail ausgearbeiteten Fotos, weil das nichts bringt oder Leute sogar eher einzwängt. Bei Werbung oder TV Design gibt es natürlich Styleframes, aber da geht es gerade um Farben, Gestaltung usw.

Das Perfide bei diesem ganzen KI-Push in jede noch so kleine Ritze aber ist, daß sich, wie ich vielfach schon schrieb, arme (und ich meine wirklich im wörtlichen Sinne "arme") kleine Typen ob irgendwo in westlichen und erst recht in Entwicklungsländern einbilden, es mit "den Großen" aufnehmen zu können und verheizen ihre wenige Kohle oder ihre gesamte Zeit mit diesem Schwachsinn.

Ein anderer Teil verplempert unglaublich viel Zeit mit solchem Quatsch, weil ein Opa behauptet, man könne und müsse dem Team mit viel zu konkreten Bildern zeigen, was die Vision ist. Dabei sind nicht wenige "Filmemacher" ohnehin sehr anfällig dafür sich von Nebensächlichen Dingen ablenken zu lassen. Ich sehe grad ganz persönlich am Beispiel einer Regiestudentin, wie sie sich mit der vermeintlich wichtigsten Schlüsselszene ihres Kurzfilms derart Gedanken um ein lächerliches Element macht daß ich mich echt nur in meinen Vorurteilen gegenüber Filmstudenten bestätigt sehe: ADS, OCD, Autismus oder allgemein einfach völlig weltfremd...



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