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Tascam DR-70D -- 4x XLR für Video-DSLRs



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pixelschubser2006
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Re: Tascam DR-70D -- 4x XLR für Video-DSLRs

Beitrag von pixelschubser2006 » Mi 26 Nov, 2014 20:08

Ich habe von einer alten Kamera auch noch einen einfach Akkulader, der einen guten Job macht. Allerdings wollte ich den Zellen auch mal auf die Pole fühlen und Müll aussortieren. Dazu sind die Analysefunktionen recht praktisch. Ich weiß dann auch wie lange das Ding noch zum tanken braucht. Da ich den ganzen Tag mit Elektronik zutun habe, bin ich da vielleicht etwas pedantisch ;-) Ich habe übrigens die schwarzen Eneloops genommen. Allerdings zu teuer bezahlt. Conrad ist mittlerweile preislich echt fair geworden, aber diese Zellen waren es nicht. Die hätte ich aus unerfindlichen Gründen bei Völkner viel günstiger bekommen.




Skeptiker
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Re: Tascam DR-70D -- 4x XLR für Video-DSLRs

Beitrag von Skeptiker » Mi 26 Nov, 2014 20:25

@pixelschubser2006:

Ladegerät: Sowas in der Art (benutze ich - zusammen mit weissen AA-Eneloops neuster Bauart HR-3UTGB) ??
http://www.amazon.de/Technoline-BC-700- ... B000WILI42




pixelschubser2006
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Re: Tascam DR-70D -- 4x XLR für Video-DSLRs

Beitrag von pixelschubser2006 » Mi 26 Nov, 2014 21:23




Skeptiker
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Re: Tascam DR-70D -- 4x XLR für Video-DSLRs

Beitrag von Skeptiker » Mi 26 Nov, 2014 21:39

Hat eine gewisse Ähnlichkeit (und ein schickeres Display)!

Voltcraft ist Conrads Eigenmarke.

Die Ladeströme Deines neueren Geräts sind deutlich höher:
500 mA, 1000 mA, 1500 mA, 2000 mA.

Bei meinem älteren Voltraft IPC 1L (baugleich mit Technoline BC 700) sind es 200, 500, 700 mA - ich benutze (über Nacht) meist 500 mA (oder 200).




carstenkurz
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Re: Tascam DR-70D -- 4x XLR für Video-DSLRs

Beitrag von carstenkurz » Mi 26 Nov, 2014 23:22

Die Kapazitätsmessung bei diesen Ladegeräten (ich habe beide Typen, sind im Grunde Clones) ist allerdings nicht so sonderlich aussagekräftig bei problematischen Zellen. Was allerdings in der Regel sehr aussagekräftig ist, ist die Spannungsanzeige, wenn man auf Discharge umschaltet. Bei Müll sieht man sofort, was da Grausiges passiert.

Für Eneloop braucht man keine speziellen Ladegeräte. Dass die prinzipiell länger durchhalten als normale NiMHs ist allerdings ein Mythos. Nur bei Geräten, die lange mit geladenen Zellen im Schrank liegen machen die wirklich einen Unterschied. Obendrein ist die Nennkapazität der Eneloops ja ohnehin geringer als die heutzutage normaler 2700mAh Akkus.

Die Schwarzen sind für Hochstromverbraucher, aber schaffen auch deutlich weniger Zyklen.

- Carsten
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Auf Achse
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Re: Tascam DR-70D -- 4x XLR für Video-DSLRs

Beitrag von Auf Achse » Do 27 Nov, 2014 11:58

pixelschubser2006 hat geschrieben: Die Sache mit USB ist für mich indiskutabel. Zum einen ist fraglich, wieviel länger das hält, zum anderen hat man noch ein Teil mehr am Weihnachtsbaum hängen. Zu guter letzt ist mir Micro-USB zuwider. Für nen Kartenleser erträglich, aber schon als Handylader mechnisch nicht der Brüller. Da kannste doch zugucken wie schnell das hinüber ist.
Ich find Micro USB als externe Spannungsversorgung absolut falsch. Das ist kein Stecker der mechanische Belastungen aushält wie sie im Alltag auftreten.

Wahrscheinlich werde ich mir den DR-70 kaufen weil ich die 4 Kanäle und einiges andere super finde. Dann werd ich einfach an passender Stelle eine Niedervolt - Buchse verbauen und intern neu verkabeln.

Auf Achse




Borke
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Re: Tascam DR-70D -- 4x XLR für Video-DSLRs

Beitrag von Borke » Do 27 Nov, 2014 12:40

Prima. Bitte um Fotos und Anleitung dafür ins Netz stellen.




Auf Achse
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Re: Tascam DR-70D -- 4x XLR für Video-DSLRs

Beitrag von Auf Achse » Do 27 Nov, 2014 18:29

Mach ich. Wird aber sicher ein paar Monate dauern bis ich den DR-70 kaufen werde. Ein paar andere Dinge stehen vorher noch auf der Einkaufsliste :-)

Auf Achse




pixelschubser2006
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Re: Tascam DR-70D -- 4x XLR für Video-DSLRs

Beitrag von pixelschubser2006 » Do 27 Nov, 2014 22:42

@Auf Achse: Ich verstehe auch nicht, dass man nicht so eine 24-cent-Klinkenbuchse einbaut. Das ist eine recht robuste Sache und kostet nix. Vor allem mit Winkelstecker reisst da nix ab, und einigermaßen stramm sitzen die auch drin. Für die typische Klientel völlig ok.

Zum Thema Ladegerät: Das Modell von Skeptiker ist kein Clone von meinem, gibts aber mit unterschiedlichsten Marken gelabelt an jeder Straßenecke. Auch eben bei Conrad. Ist mit Sicherheit auch nicht schlecht.




pixelschubser2006
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Re: Tascam DR-70D -- 4x XLR für Video-DSLRs

Beitrag von pixelschubser2006 » Fr 28 Nov, 2014 22:50

Was mich gerade eben auf die Palme bringt: Auch der DR-70 hat weder eine Skala an den Pegelanzeigen, noch geht die Anleitung darauf ein. Das ist doch wohl ein Witz. Die Techniker haben heute allerbeste Möglichkeiten, billig gute Pegelanzeigen zu bauen und dann sowas. Ich verstehe ja, dass das mit so einer Punktmatrixanzeige nicht so gut machbar ist (Zu viele Informationen auf zu kleiner Fläche) wie mit einem dedizierten Display. Und letzteres ist wohl zu teuer. Andererseits baut Tascam schon heftige Stückzahlen, wo auch individuelle Lösungen kalkulierbar wären und obendrein hat Zoom das irgendwie besser gelöst. Wenn alle Stricke reissen plaziert man die Balken am Rand und druckt eine Skala auf´s Gehäuse. Das hat man schon vor Jahrzehnten so gemacht. Warum heute nicht mehr? Es sind die Kleinigkeiten, die einem Leben erleichtern würden.




zlois
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Re: Tascam DR-70D -- 4x XLR für Video-DSLRs

Beitrag von zlois » Mo 08 Dez, 2014 15:10

Na ja, eine Skala gibt es, nur ist diese nicht mit Zahlenwerten beschriftet.
Aber immerhin gibt es Markierungen (großer Pfeil bei -12 dB, wofür die kleineren Marken stehen weiß ich nicht genau, ich vermute aber -18, -6, -3 und 0). Mir persönlich reicht das, um mit dem Gerät arbeiten zu können (ich hätte aber natürlich nichts gegen eine bessere Skala einzuwenden...)




Dr.Matzinger
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Re: Tascam DR-70D -- 4x XLR für Video-DSLRs

Beitrag von Dr.Matzinger » Mo 08 Dez, 2014 18:30

zlois hat geschrieben:Na ja, eine Skala gibt es, nur ist diese nicht mit Zahlenwerten beschriftet.
Aber immerhin gibt es Markierungen (großer Pfeil bei -12 dB, wofür die kleineren Marken stehen weiß ich nicht genau, ich vermute aber -18, -6, -3 und 0). Mir persönlich reicht das, um mit dem Gerät arbeiten zu können (ich hätte aber natürlich nichts gegen eine bessere Skala einzuwenden...)

Wie wärs mit selber kalibrieren? Wenn es eine Markierung für -12dB gibt über die DAW -12 rausgeben und Eingang so pegeln , dass er bei -12 zu liegen kommt. dann in der DAW runterpegeln, bis der nächste Balken kommt: checken, ob es mit den -3dB Schritten hinhaut. Wenn nicht, selbst mit Eding markieren, was Du brauchst und Displayschutzfolie vom Handy drauf kleben.
Voila!




Jalue
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Re: Tascam DR-70D -- 4x XLR für Video-DSLRs

Beitrag von Jalue » Do 11 Dez, 2014 03:49

So, nun ist er da, mein Tascam DR 70D. In letzter Sekunde sozusagen, nachdem ich den ersten Drehtag für eine Miniserie (Kunde; Onlineausgabe einer großen Wochenzeitung) faktisch taub abwickeln musste, alldieweil DSLR Look gefordert ist, meine Nikon D 5200 aber blöderweise keinen Headphone-Ausgang hat. Ging zum Glück alles gut, doch es bleibt ein mulmiges Gefühl, so dass ich nach einem langen Drehtag nicht umhin konnte, den Tascam gleich aus der Pappe zu reißen und in Betrieb zu nehmen. Erstes, vorläufiges Fazit:

-Zwar schlanker als vergleichbare Produkte, aber immer noch ein heftiger Brocken unter der DSLR. Es läuft wohl doch auf eine Rig hinaus, obwohl ich die Teile eigentlich hasse. Werde aber auch mal die Umhängevariante probieren, also getrennt von der Kamera, z.B. in einer Gürteltasche. Netterweise hat das Ding ja entspr. Befestigungslaschen. Das Referenzsignal zur Kamera könnte man dann über Funkstrecke leiten, d.h. es wäre nicht mal Kabelgemüll im Weg.

-Den Ton synchron im Tascam und in der Kamera aufnehmen funktioniert super, wobei ich eine mögliche Latenz noch nicht checken konnte. Sehr praktisch dabei: Das zuschaltbare Slate-Signal, das automatisch einen Piepton bei Beginn und Ende der Aufnahme aufzeichnet. Jedenfalls kann man den Tascam sowohl als Audioadapter wie auch als Recorder benutzen ( Tschüss, Beachtek!!). Ob der DR 70 (wie ich hoffe) auch als Hilfs- EB Tonmischer taugt, werde ich demnächst austesten.

-Haptische Qualität: It's plastic man, aber habe schon Schlimmeres erfühlt; für den Preis kann man auch kein SQN-Metallgehäuse erwarten.

-Tonqualität: Fein, soweit ich das beurteilen kann.

-Menüführung: Vergleichsweise einfach, für ein Single-Shooter Tonaufzeichnungsgerät aber immer noch fummelig genug. Hektik darf bei einem Dreh ohne Tonassi nicht ausbrechen, soviel ist mal sicher.

-Kritisiert wurde hier ja das Fehlen einer Pegelanzeige mit numerischen Werten. Kein Problem, finde ich, es gibt ne Markierung bei -16 dB und das ist erstmal alles, was ich bei der Aufnahme wissen muss. Außerdem zeigt dir das Ding regelmäßig numerisch den Spitzenpegel an. Wem selbst das nicht reicht, der kann ja immer noch den Limiter zuschalten.

-Nicht so toll: Das lediglich dreistufige, zuschaltbare Mic-Gain. Wenn man Tonquellen mit unterschiedlichen Ausgangspegeln kombiniert, kommt man da schnell in Grenzbereiche. So hat z.B. mein ME 66 soviel Saft am Ausgang, dass ich den Gain auf ‚Low’ schalten muss, was aber wiederum dazu führt, dass ich den Regler für den Kanal voll aufdrehen muss - wodurch es stärker rauscht als mein (eigentlich schlechteres) Rode NTG-2. Hier wäre eine differenziertere Abstufung wünschenswert.

Update folgt nach den ersten Drehs.




Dr.Matzinger
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Re: Tascam DR-70D -- 4x XLR für Video-DSLRs

Beitrag von Dr.Matzinger » Do 11 Dez, 2014 13:52

Hast Du, wenn Du es auch mit dem NTG2 im Einsatz hattest, die Phantomspannnung aus dem Recorder genutzt? Gab es dann die beim DR 100 teilweise auftretenden Pfeifgeräusche? Oder war alles clean?




Jalue
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Re: Tascam DR-70D -- 4x XLR für Video-DSLRs

Beitrag von Jalue » Fr 12 Dez, 2014 00:29

Ja, ich habe das NTG-2 mit Phantomspeisung gefahrern. Und nein, kein Pfeifen, alles bestens.




Jalue
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Re: Tascam DR-70D -- 4x XLR für Video-DSLRs

Beitrag von Jalue » Fr 12 Dez, 2014 02:11

So, Einsatzbericht Tascam DR-70, Teil II:

Keine 24 Stunden nach dem Kauf musste sich das DR 70 im Einsatz bewähren. Ein langer Drehtag, u.a. diverse Interviews, auch während einer Autofahrt sowie Aufnahmen bei einem Fotoshooting und in einem Tanzstudio.

Handling:
Normalerweise nutze ich meine Nikon D5200 als B-Kamera für Interviews, wahlweise in extremen LowLight Situationen oder für spezielle Beautyshots. Entsprechend schlank habe ich das Setup bislang gehalten, ein Mikrohalter auf dem Zubehörschuh, eine Sucherlupe, that was it! In der Konfiguration lässt sich die Kamera tatsächlich auch ganz gut reportagig aus der Hand führen, ohne dass es einer Rig o.ä. bedarf (Bildstabi in der Linse vorausgesetzt). Ich hatte die Hoffnung, dass das mit dem druntergeschraubten DR 70 weiterhin gehen würde und die Produktwerbung legt das ja auch nahe – aber das kann man leider vergessen. Voll aufgerödelt mit Kabeln zu Mikrofon, Funkstrecke sowie der Verbindung Kamera – DR 70 ist das ganze Setup in etwa so handkameratauglich wie ein Setzkasten und schreit obendrein nach Desastern a la „irgendwo angeeckt, Buchse rausgerissen.“ Schon nach dem ersten Motiv habe ich daher das Tascam wieder abgeschraubt und den Atmo-Ton „unkontrolliert“ wie früher ein simples Klinkenkabel in die Kamera gespeist, anders gesagt;
Das DR 70 gehört nicht, wie man denken könnte, unter die Kamera, sondern aufs Stativ – und genau dort sollte es sinnvollerweise auch bleiben, startklar für O-Töne. Die Kamera schraubt man dann eben oben drauf. Mit einer Rig mag das anders aussehen, aber wie schon gesagt – ich habe (noch) keine. Auch sollte man bedenken, dass das Gehäuse des DR 70 aus Kunststoff ist und seitlich über den Body der Kamera deutlich hinausragt. Ob die eingelassenen Gewinde Stöße und Scherkräfte, wie sie im Handkameraeinsatz immer wieder auftreten, auf Dauer vertragen, wage ich zu bezweifeln.

Aufnahmepraxis:
Das Setup heute war: NTG-2 (via Phantomspeisung vom DR 70) als Kameramikro, für die O-Töne, zusätzlich entweder ein ME 66 oder eine G2 Funkstrecke mit Lavalier-Mikro. Ausgänge jeweils an das DR 70 geschickt und von dort aus ein Referenzsignal an die Nikon, hier den Eingang fix auf „7“ gepegelt. Beide Eingangskanälen habe ich am Tascam als Doppel-Mono Aufzeichnung geroutet. Das DR 70 zeichnet dann kein Stereofile auf, sondern pro Take jeweils zwei Monospuren. Um es kurz zu machen: Klappt wunderbar, sowohl die Tonaufzeichnung in der Kamera als auch im Tascam sind für meine ungeschulten Ohren (bin kein Tonmeister) einwandfrei. Insofern besteht wohl kein Anlass, bei einer „Alltagsproduktion“, alles mit dem DR 70 separat aufzunehmen.
Ich habe das dann auch nur bei O-Tönen vom Stativ gemacht, ansonsten fungierte das DR70 (höchstens) als Audioadapter. Schon bemängelt hatte ich die lediglich dreistufige Gain-Regelung bei den Eingängen. An professionellen ENG-Mischern hat man da ein paar mehr Möglichkeiten, aber bueno…. 299 Euro! Dafür sind die Regler für die einzelnen Kanäle angenehm feinfühlig und sollten auch eine Live-Mischung ermöglichen. Kein Vergleich zu den „Grobmotoriker-Potis“, auch an hochpreisigen Kameras.

Energieverbrauch:
Wie schon von anderen Foristen erwartet / angekündigt, ist das Ding ein brutaler Batteriefresser. Mit meinem Setup waren 4 AA Batterien nach rund einer Stunde Betriebszeit für die Tonne. Das spricht gegen einen Dauereinsatz während des Drehtages. Wahlweise für die Anschaffung einer Menge Eneloops…

Resultate:
Nach dem Dreh habe ich sowohl die (durchgeschleiften) Töne in den Movs der Nikon als auch die Wavs des DR 70 nochmal abgehört. Alles einwandfrei. Voraussichtlich + aus angeborener Faulheit werde ich für Atmos den „Sicherheitston“ der Nikon benutzen und nur die O-Töne mit den Aufnahmen des DR 70 syncen - vielleicht nichtmal das. Sofern es nicht um High End, sondern um journalistische Onlinevideos geht, reicht es m.E. völlig aus, das DR 70 als Audioadapter, bzw. Mixer zu nutzen und sich den „Anlege-Stress“ zu schenken.

Optionen:
Vorausgesetzt der DR-70 überlebt die Handhabung durch einen Grobmotoriker wie mich mindestens zwei Jahre, bin ich mit der Anschaffung zufrieden. Zwar ist die Tascam – Werbung für das Produkt etwas praxisfern (s.o.), aber es bietet auch so ne Menge Möglichkeiten, die ich im Laufe der Zeit austesten/auskosten möchte:

-Qualitativ gute Vierkanalaufzeichnung, ob nun an DSLR oder Henkelmann. Gleichzeitig aktives Audioadapter wie die gehobenen Produkte von Beachtek oder Juiced Link.
-Eingebautes Stereomic (z.B. für Livekonzerte – auf Kanal 1+2 könnte man noch ein Stereosignal der PA einspeisen, wahlweise Stützmikros).
-Auch einsetzbar als standalone Rekorder, z.B. für die Aufnahme von Off-Kommentaren.
-Möglicherweise (!) auch ein kleiner EB-Mischer für Videojournalisten wie mich. Eine simple Peitsche -Stereoklinke zu 2x XLR- gibt es ja schon für den Preis eines Mittagsessens. Sofern die Verbindung zur EB-Cam über die unsymmetrische Verbindung störungsfrei läuft, kann man als One-Man Band mit dem DR 70 auch komplexere Livemischungen abwickeln.
Ob der ‚richtige Platz’ dafür unter der Kamera / auf dem Stativ wäre oder eher in einer kleinen Gürteltasche, muss ich noch herausfinden.

Ausblick:
Schon ziemlich gut, Tascam: Für eine differenziertere Gainregelung, einen Masterregler, ein robusteres Gehäuse und –vor allem- einen XLR-Ausgang hätte ich gerne noch einen Hunni draufgelegt. Für eine nachhaltige Akkupack-Option (Lipos…?) auch mehr. Macht das mal! Dann könnten diverse Hersteller von B (Beachtek) bis S (SQN) ihrem de facto Monopol und ihren völlig überteuerten Preisen zum Abschied leise Servus sagen.




carstenkurz
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Re: Tascam DR-70D -- 4x XLR für Video-DSLRs

Beitrag von carstenkurz » Fr 12 Dez, 2014 03:40

Jalue hat geschrieben:
Energieverbrauch:
Wie schon von anderen Foristen erwartet / angekündigt, ist das Ding ein brutaler Batteriefresser. Mit meinem Setup waren 4 AA Batterien nach rund einer Stunde Betriebszeit für die Tonne.

Jessas! Was macht das Ding mit den 10Wh denn schon großartig?

Wenn die das nicht per Softwareupdate in den Griff kriegen, ist das ja ein echter Rohrkrepierer.

- Carsten
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Jalue
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Re: Tascam DR-70D -- 4x XLR für Video-DSLRs

Beitrag von Jalue » Fr 12 Dez, 2014 09:39

Ja, das nervt. Fairerweise muss ich ergänzen, dass ich keine Qualitätsbatterien verwendet habe, sondern irgendwelche Teile aus dem Supermarkt - was eben gerade herumlag. Mag auch sein, dass ein Abschalten der Phantomspeisung die Laufzeit verlängert. Auffällig: Wenn man auf einem Kanal Phantomspeisung zugeschaltet hat, fragt das DR 70 nach jedem (!) Einschalten: "Are you sure? Yes / No".




bmxstyle
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Re: Tascam DR-70D -- 4x XLR für Video-DSLRs

Beitrag von bmxstyle » Fr 12 Dez, 2014 09:42

Ist anscheind genau so ein Batteriefresser wie mein Tascam DR-60D MKI. Ich hab den in Verbindung mit einem Rode NTG1 und einem Triton Fethead Verstärker.

Ich benutze zur Speisung Eneloops, mit eingeschalteter Phantomspeisung ist das Ding nach ca. 15 Minuten leer. Andere Leute berichten auch von ca. einer Stunde. Eventuell zieht bei mir auch der Triton Fethead Verstärker zuviel Saft und die Eneloops reichen dafür nicht aus. Oder die Eneloops geben bald ihren Geist auf. Montagsgerät?
Aber mit dem Batteriepack von Tascam (Tascam BP-6AA) hält die Akkuleistung für knapp 5 Stunden bei mir. Das sind dann 9 Eneloops insgesamt.

Momentan speise ich den Rekorder immer über den V-Mount Akku oder den Batteriepack. Ich warte aber schon auf den Tag an welchem die USB-Buchse rausbricht. Das ist wirklich keine gute Lösung.




carstenkurz
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Re: Tascam DR-70D -- 4x XLR für Video-DSLRs

Beitrag von carstenkurz » Fr 12 Dez, 2014 16:00

Eneloops mal durchmessen, unter Last. Eine schwache Zelle reisst den ganzen Pack runter. Ich habe das hier mal systematisch mit einem Ladegerät mit Kapazitätsmessung und Spannungsanzeige für sämtliche meine aktuellen, Rest-, Schrottzellen, etc. gemacht und das ist sehr aufschlussreich.

Im Grunde muss man die Zellen nach nutzbarer Kapazität sortieren und in sinnvollen Paarungen einsetzen.

- Carsten
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Auf Achse
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Re: Tascam DR-70D -- 4x XLR für Video-DSLRs

Beitrag von Auf Achse » Fr 12 Dez, 2014 17:23

Jalue hat geschrieben: ....... Das DR 70 gehört nicht, wie man denken könnte, unter die Kamera, sondern aufs Stativ – und genau dort sollte es sinnvollerweise auch bleiben, startklar für O-Töne. Die Kamera schraubt man dann eben oben drauf. Mit einer Rig mag das anders aussehen, aber wie schon gesagt – ich habe (noch) keine. Auch sollte man bedenken, dass das Gehäuse des DR 70 aus Kunststoff ist und seitlich über den Body der Kamera deutlich hinausragt. Ob die eingelassenen Gewinde Stöße und Scherkräfte, wie sie im Handkameraeinsatz immer wieder auftreten, auf Dauer vertragen, wage ich zu bezweifeln.


Servus!

Das Drunterschrauben unter die Kamera - oder aufs Stativ montiert mit Kamera drübergeschraubt .... ich glaube daß beides keine stabile Lösung ist. Wenn ich mir vorstell daß auf dem Ding meine Kamera mit ca. 5kg montiert ist .... da kauf ich mir einen stabilen Sachtler FSB6 und dann wobbelt meine Kamera am DR-70 herum?? Ein mal gegen die Kamera stoßen und sie macht mitsamt dem ausgebrochenen Gehäuse vom DR-70 einen eleganten Abflug.

Am ehesten kann ich mir das Ding am Magic Arm aufs Stativ montiert vorstellen. Und handgehalten würd ich es mir nicht auf / an / unter die Kamera packen.

Der Energiehaushalt des DR-70 schreckt mich schon ziemlich. Ich bin ein Befürworter von Standard - Akkus wie zB AA oder AAA Formate. Sonderakkus brauchen immer zusätzliche Ladegeräte, passen nirgends sonst wo, sterben wegen Nichtbenützung .... ist immer ein Schmarrn. Wenn der DR-70 nicht mit 4 Zellen auskommt, dann hilft vielleicht ein externer Akkupack mit 8 Zellen --> jeweils 2 Zellen parallel.

Ansonsten DANKE für deine äußerst aufschlußreichen und ausführlichen Berichte!

Grüße,
Auf Achse




TonBild
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Re: Tascam DR-70D -- 4x XLR für Video-DSLRs

Beitrag von TonBild » Fr 12 Dez, 2014 17:53

Jalue hat geschrieben: Energieverbrauch:
Wie schon von anderen Foristen erwartet / angekündigt, ist das Ding ein brutaler Batteriefresser. Mit meinem Setup waren 4 AA Batterien nach rund einer Stunde Betriebszeit für die Tonne. Das spricht gegen einen Dauereinsatz während des Drehtages. Wahlweise für die Anschaffung einer Menge Eneloops…
... oder eben eines andern Gerätes.

Zunächst einmal vielen Dank für Deinen ausführlichen Test.

In meinen Augen ist ein mobiler Audiorecorder für Videoanwendungen mit nur einer Stunde Betriebszeit (bei Kälte sicher noch weniger) absolut unbrauchbar.

Damit sind Aufnahmen längerer Veranstaltungen wie Hochzeiten, Fussballspiele, Vorträge, Theater, Konzerte usw. gar nicht möglich.

Aber auch bei Interviewsituationen kann die Aufnahme jederzeit wegen des starken Energieverbrauchs abbrechen. Wenn man dann anfängt die Batterien (wenn man denn immer welche zur Hand hat) zu wechseln kann der Interviewpartner (insbesondere wenn es sich um jemanden mit wenig Zeit handelt) schnell weg sein.

Mal ein Vergleich:

Die professionellen Funkmikros von Sennheiser wie das SKM 9000, die auch Phantomspannung benötigen, haben trotz des kleinen Akkus eine Betriebszeit von 5,5 Stunden.
Zuletzt geändert von TonBild am Fr 12 Dez, 2014 17:59, insgesamt 1-mal geändert.




Drushba
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Re: Tascam DR-70D -- 4x XLR für Video-DSLRs

Beitrag von Drushba » Fr 12 Dez, 2014 17:56

Eine Stunde ist schon heftig. Wie ist denn der Stromverbrauch eines Zoom H6 zum Vergleich? Macht der auch nach einer Stunde Phantomspeisung schlapp?




Skeptiker
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Re: Tascam DR-70D -- 4x XLR für Video-DSLRs

Beitrag von Skeptiker » Fr 12 Dez, 2014 18:02

Irgendwo bei B&H (in den Reviews, ich finde die Stelle nicht mehr) wurden in diesem Zusammenhang folgende Batterien empfohlen (leider keine aufladbaren, wenn ich das richtig sehe!), die laut Eigenwerbung bis zu 8x länger halten sollen:

Energizer Ultimate Lithium AA Batteries
http://www.bhphotovideo.com/c/product/5 ... eries.html




TonBild
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Re: Tascam DR-70D -- 4x XLR für Video-DSLRs

Beitrag von TonBild » Fr 12 Dez, 2014 19:02

Drushba hat geschrieben:Eine Stunde ist schon heftig. Wie ist denn der Stromverbrauch eines Zoom H6 zum Vergleich? Macht der auch nach einer Stunde Phantomspeisung schlapp?
Ich habe keinen Test durchgeführt, aber bei einem Versuch hat der Zoom H6 bei Vollauslastung (vier Spuren mit Phantomspannung, zwei ohne) deutlich länger gehalten.

Wenn ich es richtig verstanden habe, war beim obigen Einsatz des Tascam DR-70D auch nur ein Mirko mit Phantomspeisung angeschlossen, oder?




pixelschubser2006
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Re: Tascam DR-70D -- 4x XLR für Video-DSLRs

Beitrag von pixelschubser2006 » Fr 12 Dez, 2014 22:42

Auch von mir vielen Dank für diesen ausführlichen Erfahrungsbericht! Leider wurden meine Befürchtungen bestätigt: Neues, ansprechendes Design und in den Proportionen ein Schritt in die richtige Richtung, leider jedoch keine Killer-Attribute. Sicherlich, beim regulären Neukauf wäre der DR-70 erste Wahl. Aber gegenüber meinem DR-60 (kein ganzes Jahr alt) halten sich die Vorteile in Grenzen.
Tascam sollte sich die Impulse meines Vorredner anhören: 100 Euro mehr, bisserl solidere Verarbeitung und ein vernünftiges Strom-Konzept. Ein Hammer könnte das sein. Dann wäre mein DR-60 auch ruckzuck Geschichte!




Jalue
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Re: Tascam DR-70D -- 4x XLR für Video-DSLRs

Beitrag von Jalue » So 14 Dez, 2014 01:33

Korrekt, nur ein Mikro lief über Phantomspeisung.

Samstag dann Fortsetzung der Produktion, mit den Freiwilligen eines Obdachlosenhilfevereins auf Tour. Das ist nun wirklich die Art von Thema, wo man sich nicht auch noch mit Batterieproblemen herumärgern möchte. Sensibles soziales Umfeld, Reportage-Bedingungen… Deshalb hatte ich gestern auch noch mal 40 Euro in Akkus investiert. Eneloops waren beim nächstbesten Elektronikmarkt nicht verfügbar, ich habe stattdessen 8 Sony Cycle Energy AA Akkus mit jeweils 2700 mhA erworben. Was soll ich sagen; die waren genauso schnell leer wie die Supermarkt-Batterien vom Vortag. Okay, neue Akkus erreichen oft ja erst nach ein paar Ladezyklen die volle Kapazität, aber ein bisschen mehr hatte ich schon erwartet. Erschwerend hinzu kam, dass ich Dödel mein Minikklinken-Adapterkabel für das ME 66 im Büro vergessen hatte. Ich konnte das Mikro daher nicht direkt in die Nikon stöpseln, sondern musste die ganze Zeit mit dem DR 70 unter der Kamera drehen, nicht nur bei den O-Tönen. Dabei haben sich noch ein paar Eigenheiten bemerkbar gemacht:

-Wenn die Batteriespannung kritisch wird, schaltet sich das DR 70 sehr schnell und unzeremoniell ab, ein Warnsignal (Blinken des Batteriesymbols, o.ä.) habe ich jedenfalls nicht bemerkt. Daher sollte man die Batterien / Akkus lieber etwas zu früh wechseln, sonst steht man im ‚Eifer des Gefechts’ ganz schnell ohne Ton da.
-Unbedingt den Hold-Schalter aktivieren! Es ist mir mehrfach passiert, dass ich im Handkamerabetrieb das DR 70 aus Versehen abgeschaltet habe. Fragt mich nicht wie…
-Der Hold-Schalter legt komplett alles still, auch die Kanal-Regler, d.h. pegeln lässt sich nix mehr. Das ist zumindest gewöhnungsbedürftig.
-Last but not least: Beim Abhören der Aufnahmen musste ich heute doch feststellen, dass der Ton, der im Tascam selber aufgezeichnet wird, hörbar cleaner ist, als das zur Nikon durchgeschleifte Signal. Letzteres weist ein leichtes Grundrauschen auf, was man nur bei Aufnahmen an ‚leisen Motiven’ bemerkt. Woran das liegt, muss ich noch herausfinden.

Noch ein Wort zu einem der vorherigen Postings: Nee, eine fünf Kilo-Kamera würde ich um Himmels willen auch nicht auf das DR-70 schrauben. Selbst mit einer DSLR ist m.E. Vorsicht angebracht, besonders wenn man eine Kamera-DR 70-Stativ-Combo eilig durch die Gegend tragen muss.




carstenkurz
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Re: Tascam DR-70D -- 4x XLR für Video-DSLRs

Beitrag von carstenkurz » So 14 Dez, 2014 01:45

Hast Du den Batterietyp im DR-70 justiert? Wenn Du über die Feiertage mal Zeit hast, kannst Du ja mal ein paar Tests mit Akkus machen, mit/ohne Phantomversorgung. Es ist durchaus möglich, dass Tascam da per Software noch deutlich nachlegen kann - aber wenn man Pech hat, ist der Wirkungsgrad der Phantomspannungsaufwärtswandler so schlecht, da nützt auch die beste Optimierung in der Firmware nichts mehr.

Es würde mich aber überraschen, wenn die da soviel rausholen könnten, dass wirklich zufriedenstellende Betriebszeiten rauskämen. Da würde man ja gerne mal mindestens 6-8h aus guten Akkus erwarten. Gegenwärtig wäre man ja schon froh, wenn ein Softwareupdate das auf 2h verdoppeln könnte.

So richtig verstehe ich nicht, warum so ein Gerät bei 5Volt zweieinhalb Ampere ziehen muss. Phantomspeisung und FET-Head hin oder her - batterieversorgte Phantomspeiseadapter werden regelmäßig aus 9V Blöcken betrieben und erreichen daraus Laufzeiten von 50h. Und die paar Kanäle Audio auf Speicherkarte schreiben und das bißchen Display...

Komisch. Vielleicht hat die Nullserie auch noch ne echte Macke, respektive die erste Software noch gar kein Energiemanagement implementiert. 2014 ist ein derartiger Stromverbrauch bei portablen Geräten überhaupt nicht mehr state-of-the-art.


- Carsten
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Jalue
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Re: Tascam DR-70D -- 4x XLR für Video-DSLRs

Beitrag von Jalue » So 14 Dez, 2014 16:24

Danke für den Hinweis auf die Justierung - da gibt's tatsächlich einen Punkt im Menü, den ich mir gleich mal anschauen werde. Den Test ohne Phantomspeisung mache ich morgen, beim nächsten Dreh.




TonBild
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Re: Tascam DR-70D -- 4x XLR für Video-DSLRs

Beitrag von TonBild » So 14 Dez, 2014 19:30

Jalue hat geschrieben:Korrekt, nur ein Mikro lief über Phantomspeisung.

Samstag dann Fortsetzung der Produktion, mit den Freiwilligen eines Obdachlosenhilfevereins auf Tour. Das ist nun wirklich die Art von Thema, wo man sich nicht auch noch mit Batterieproblemen herumärgern möchte. Sensibles soziales Umfeld, Reportage-Bedingungen… Deshalb hatte ich gestern auch noch mal 40 Euro in Akkus investiert. Eneloops waren beim nächstbesten Elektronikmarkt nicht verfügbar, ich habe stattdessen 8 Sony Cycle Energy AA Akkus mit jeweils 2700 mhA erworben. Was soll ich sagen; die waren genauso schnell leer wie die Supermarkt-Batterien vom Vortag
Da die alternativen Geräte anderer Hersteller diese Probleme nicht haben würde ich mich davon trennen. Wenn der Ton nicht da ist kann das ein Scheitern des gesamten Auftrag bedeuten.


Vielleicht kannst du auch das Tascam DR-70D zur Überprüfung an den Hersteller schicken?




Jalue
Beiträge: 920

Re: Tascam DR-70D -- 4x XLR für Video-DSLRs

Beitrag von Jalue » Mo 15 Dez, 2014 01:28

Okay, aber was wäre denn die konkrete Alternative zum vergleichbaren Preis? Ich meine, ein Gerät mit ähnlicher Versatilität und ähnlichem Formfaktor, dass sich unter die Kamera schrauben lässt. Da ist der DR 70 (wie auch der DR 60) gar nicht so übel, würde ich sagen. Die ZOOM Teile kenne ich auch, aber mal abgesehen vom geringeren Stromverbrauch finde ich die eher schlechter.

EDIT

Habe den Sonntagabend genutzt, um noch ein bisschen mit dem Teil zu spielen. Ohne Phantomspeisung scheinen die Batterien (bzw.: jetzt Akkus) deutlich länger zu halten, wie lange werde ich morgen beim Dreh sehen. Nächste gute Nachricht: Das DR 70 scheint in der Tat als kleiner EB-Mischer geeignet zu sein. Habe drei Mikros rangehängt und die Stereobasis jeweils auf Center gestellt. Aus dem Kophörerausgang kommt ein sauberer Monomix. Da ich auch öfter mal im Zweimannteam arbeite (als Reporter mit Kameramann) wird das bei nächster Gelegenheit ausgetestet: Den Ton über den DR 70 abmischen und per Funkstrecke an meine HPX 250 schicken. Sollte das funktionieren, wäre das DR 70 in Verbindung mit dem externen Batteriepack BP 6AA eine eichte Alternative zu den teuren EB-Mischern - selbst wenn man noch rund 150 Euro für Batteriepack, 8-16 AA-Aklus plus Umhängetäschchen draufschlägt. Ein weiteres, nettes Detail: Wenn man die Stativbefestigung abschraubt, entdeckt man darunter einen Zubehörschuh. Man kann das DR 70 also auch oben auf eine Kamera packen und darauf noch etwas anderes setzen - z.B. einen Empfänger.

Abschließend noch eine Frage in die Runde: Könnt ihr mir eine robuste, schlanke und nicht zu teure Rig empfehlen, in die sich eine D5200 plus DR 70 gut einpassen und die mir weiterhin die Verwendung meiner geliebten Displaylupe erlaubt?




TonBild
Beiträge: 1952

Re: Tascam DR-70D -- 4x XLR für Video-DSLRs

Beitrag von TonBild » Mo 15 Dez, 2014 12:52

Jalue hat geschrieben:Okay, aber was wäre denn die konkrete Alternative zum vergleichbaren Preis? Ich meine, ein Gerät mit ähnlicher Versatilität und ähnlichem Formfaktor, dass sich unter die Kamera schrauben lässt.
Schau Dir mal den Zoom H5 Handy Recorder
http://www.zoom.co.jp/products/h5
an. Diesen kann ich aus eigener Erfahrung empfehlen.

Er lässt sich zwar nicht direkt unter die Kamera schrauben, dafür ist er so klein und leicht, dass er auch neben oder auf der Kamera leicht zu befestigen ist. Die Laufzeit ist auch mit Phantomspannung deutlich länger, die Bedienung deutlich besser als bei den Tascam Geräten.

http://www.sam-mallery.com/2014/10/audi ... cam-dr-40/

Wenn man das SGH-6 Richtmikro daran befestigt und auch ein Windschutzkomplettset für den Zoom H5
http://www.thomann.de/de/rycote_zoom_h5_audio_kit.htm
dazu nimmt, kann man das ganze an die Kamera befestigen und bei Bedarf (z. B. bei Interviews) einfach komplett abnehmen.

Die Tonqualität der SGH-6 Shotgun Mikrofon Kapsel ist nicht ganz so gut wie ein höherwertiges (und teures) Richtmikrofon, dafür kostet sie auch nur ca. 100 Euro.




carstenkurz
Beiträge: 4667

Re: Tascam DR-70D -- 4x XLR für Video-DSLRs

Beitrag von carstenkurz » Mo 15 Dez, 2014 14:48

Vom Handling her ist der DR-70D aber wesentlich straighter, die Mittelklasse-Zooms verkaspern sich dagegen deutlich, und irgendwie kriegt es Zoom auch nicht hin, die Musikerfunktionen aus solchen Geräten rauszuhalten.

Aber sollte es bei diesen Akkulaufzeiten bleiben, ist der DR-70D eh unten durch. Schade, mit ein bißchen Mixerfunktionalität hätte das bei entsprechender Akkulaufzeit ein echter Renner werden können. Aber natürlich will Tascam das auch nicht wirklich, man hat ja noch 2-3 andere, wesentlich teurere Geräte für mobiles Mehrspurrecording im Sortiment.

Vorteil bei den mehrspurfähigen Zooms ist allerdings, dass es in der Regel Multitrack-Modi mit Playback-Funktion gibt. Das ist zwar ein bißchen kompliziert vom Setup her, erlaubt aber relativ günstig Timecode-Funktionalität. Allerdings erst und nur, wenn man das Gerät auch wirklich in und auswendig kennt und im Schlaf bedienen kann. Da ist die elektronische Klappe im Tascam dann halt eben wieder viel simpler in der Handhabung.

Der H6 ist dann eben wieder etwas teurer - hat aber eine recht sinnvoll aufgeräumte Front mit praxisnahen Bedienelementen.

Der Formfaktor ist halt nicht zum drunterschnallen, aber das scheint mir beim Tascam eben auch nicht wirklich eine realistische Option zu sein, respektive, mit den Einschränkungen, die man beim Tascam hat, kriegt man das bei H5 und H6 auch hin.

Darüber hinaus sind H5 und H6 als mehrkanalfähige Audio-Interfaces über USB am Computer nutzbar, also nicht nur in Stereo. Beim H6 sogar mit 6in/2out Funktionalität.


- Carsten
and now for something completely different...




Jalue
Beiträge: 920

Re: Tascam DR-70D -- 4x XLR für Video-DSLRs

Beitrag von Jalue » Di 16 Dez, 2014 04:47

Das sind gute Argumente, aber trotzdem mag ich die Bedienphilosophie des Tascam. Nagele mich bitte nicht auf Details fest, aber ich habe das Gefühl, dass die ZOOM - Teile eben primär auf Musiker ausgerichtet sind, vielleicht noch auf Hörfunkreporter. Ich zumindest werde mit denen nicht warm. Der DR 70 ist hingegen FAST ein kleiner EB-Mischer, wären da nicht das jämmerliche Energiemanagement. Die im Referenzhandbuch genannten Betriebszeiten mit 4 AA Batterien sind jedenfalls reine Fantasy, auch heute wieder: Nach einer Stunde, 4 NimH AA Akkus leer! Aber so schnell gebe ich nicht auf. In US - Foren wird berichtet, dass man das Vorgängermodell DR-60 auch mit günstigen, massiven Akkupacks mit betreiben kann, wie sie z.B. für Smartphones zum kleinen Preis angeboten werden...




Borke
Beiträge: 589

Re: Tascam DR-70D -- 4x XLR für Video-DSLRs

Beitrag von Borke » Di 16 Dez, 2014 11:30

Eine Frage: Kann man das DR70 mit Netzteil betreiben? Irgendwie wurde ich aus der Anleitung nicht so recht schlau. Sieht nicht so aus...




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