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Anwälte und Richter



Für den unwahrscheinlichen Fall, daß sich jemand für Dinge außerhalb des Video-Universums interessieren sollte :-)
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blickfeld

Anwälte und Richter

Beitrag von blickfeld » Fr 15 Dez, 2017 18:39

pixelschubser2006 hat geschrieben:
Fr 15 Dez, 2017 18:25
... Aber bei den ständigen Begegnungen von weltfremden, faulen und gelangweilten Richtern sowie ebenso faulen, zahnlosen und imkompetenten Anwälten wundert mich überhaupt nichts mehr.
und der goldene aluhut der vorurteile geht an... pixelschubser!
immer wieder schön zu lesen, was leute hier an meinungen raushauen ;). besonders von berufsgruppen, von denen sie anscheinend keine ahnung haben. das adjektiv faul mit richtern zusammen zu bringen ist schon eine kunstleistung. 60 stundenwochen sind bei gericht keine seltenheit, nur mal so am rande. aber viel spaß bei den stammtisch reden...




pixelschubser2006
Beiträge: 1514

Re: Steuerliche Frage zu Verkauf von gebrauchtem Equipment

Beitrag von pixelschubser2006 » Fr 15 Dez, 2017 19:02

60 Wochenarbeitsstunden sind kein Argument für schlechte Leistungen. Im übrigen habe ich einschlägige Erfahrungen.

Ganz aktuell:

Handwerkerrechnung einklagen müssen, weil Kunde nicht zahlt. Leistung zweifelsfrei erbracht, Kunde will nur 2 von 10h bezahlen und lügt nachweisbar wie gedruckt. Richterin sieht meine Leistung als erbracht und Sachmängel werden auch keine vorgetragen. Dennoch moderiert sie das Verfahren zu einem Vergleich von 60%. Thema erledigt, habe mit Mühe und Not vorgestreckte Gerichtskosten wieder rausgekriegt.

Auch lustig: Verkehrsfachanwältin setzt Owi-Angelegenheit komplett vor die Wand. Mit frei erfundenen Auslegungen, gegen die ich von Anfang an gegen war. Sie hat mich bequatscht. Nun: SB bei Rechtschutzversicherung höher als Bußgeld, Verfahren offen. Nur Ärger. Ihr Problem aber: Hätte sie sich seriös verhalten, hätte sie in der Zwischenzeit statt einer Beschwerde bei der Anwaltskammer zwei Kfz-Haftpflichtschäden abwickeln können.

Aktuell: Leistung erbracht, Baustelle kann durch Mängel an Vorarbeiten nicht zu ende gebracht werden. Kunde lügt wie gedruckt, Prozessbetrug belegbar, sogar Strafanzeige wegen Urkundenfälschung steht im Raum. Richter stellt 2 0 % Vergleich in den Raum. Mein Anwalt drängt mich darauf, geringen Vergleich anzunehmen. Der Grund liegt weniger in der Sache, sondern lediglich rechtlichen Mängel in der Kommunikation mit dem Kunden. Die hat mir aber der Richter erklärt, nicht mein eigener Anwalt.

Zum Glück habe ich nur seltenst mit sowas zu tun, aber das Problem liegt einfach darin, daß die Gerichte aus, nennen wie es mal milde und Verzeihbar "Überlastung" bereits Verfahren in der Güteverhandlung mit einem Vergleich beenden wollen. Sobald gewisse Schriftwechsel stattgefunden haben (außergerichtlich), wird ein Verfahren als kompliziert eingestuft, und den Beteiligten ein Vergleich nahegelegt. Da der erste Verhandlungstermin erstmal eine Güteverhandlung ist, und eine Beweisaufnahme erst im zweiten Anlauf erfolgt, hat man überhaupt keine Chance, seine Beweise auf den Tisch zu legen, sofern sie nicht in Form von hieb- und Stichfesten Dokumenten dem Gericht bereits vorliegen. Im ersten Fall hätte ich fünf Minuten gebraucht, um anhand einer Kalkulationshilfe darzulegen, daß die unstrittig erbrachte Arbeit nicht in zwei Stunden zu machen, und das ein voller Arbeitstag völlig realistisch sei. Diese fünf Minuten habe ich aber nicht gehabt. Herzlichen Dank.




kamerauser
Beiträge: 12

Re: Steuerliche Frage zu Verkauf von gebrauchtem Equipment

Beitrag von kamerauser » Fr 15 Dez, 2017 19:04

Bleibt doch mal beim Thema - wobei das anscheinend auch durch ist. Danke.




Jörg
Beiträge: 6180

Re: Steuerliche Frage zu Verkauf von gebrauchtem Equipment

Beitrag von Jörg » Fr 15 Dez, 2017 19:19

Du solltest nicht deine seltsamen Rechtsstreitigkeiten auf die Faulheit der Richter und Staatsanwälte zurückführen.
Du solltest dich an die Sparkommissare der Regierungen halten, die seit Jahrzehnten das Tafelsilber der Republik verhökern, soziale Einrichtungen und deren Kassen plündern, durch groteskeste Gesetze eine unerhörte Umverteilung sozialer Lasten auf
die Bürger, dafür ihrer eh schon vor Kapital und Macht strotzende Klientel alles Gewünschte zuschustern.
Quellen? Ich denke Glyphosat ist Stellvertreter für Hunderte solcher Machenschaften.

Diese Republik Deutschland ist nicht nur korrupt ohne Ende, sie hat die Polizei, das Militär, Feuerwehr und Sozialverbände zu Tode gespart.Das Rentenniveau auf Europas Niedrigebene reduziert.
Allein die Sauereien, die mit der Pflegeversicherung in Zusammenhang stehen, sollten genügen Amtsenthebungdemos ohne Ende zu veranstalten.
Quelle?
ZDF Die Anstalt. Die Jungs und Mädchen dort erklären die Schweinerein der Räuber so einfach, dass auch der Normalbürger das verstehen wird.

Faulheit der Richter und Staatsanwälte als Gemeinplatz, prima Idee. So einfach macht sich das Herr Mustermann.


edit
Bleibt doch mal beim Thema - wobei das anscheinend auch durch ist. Danke.
keine Ahnunung welche Fragen da noch offen sein sollten.




pixelschubser2006
Beiträge: 1514

Re: Steuerliche Frage zu Verkauf von gebrauchtem Equipment

Beitrag von pixelschubser2006 » Fr 15 Dez, 2017 20:03

Vielleicht ist faul das falsche Wort - mea culpa. Es mag der zweifelslos immensen Arbeitsbelastung geschuldet sein, daß Richter versuchen, jedes Zivilverfahren so schnell wie möglich vom Tisch zu bekommen. Dennoch bleibt bei Zivilverfahren, die ich so erlebt habe, immer ein fader Beigeschmack. Daß vor Gericht selten einer allein 100% im Recht ist - geschenkt. Das zeigt die Lebensrealität. Nur meine "seltsamen" Fälle sind leider keine Einzelfälle, da können Handwerker leider ein Lied von singen. Wie oft sie selbst aber durch ihr Verhalten oder schlechte Leistung daran Schuld sind, daß der Kunde nicht zahlt, steht allerdings auch in keiner Statistik.
Alles in allem werde ich aber den Eindruck nicht los, als wenn Zivilangelegenheiten dem Staat nur lästig wären. Wenn ich so die Gerichtsreportagen in der Tageszeitung verfolge, können selbst kleine Auseinandersetzungen in Strafrechtsfällen etliche Prozesstage füllen. Jedenfalls wird meine bekloppte OWI-Angelegenheit um 100 Euro Bußgeld mit drastisch höherem Aufwand betrieben, als meine Forderungssachen.
Aluhut? Nein, bestimmt nicht. Mich mag es im Moment gehäuft treffen, aber ich fühle mich nicht als verfolgter Einzelfall. Zum Glück.

Was die Korruptionsthesen betrifft: Ich befürchte, daß Du da recht hast. Es läuft in unserem Staat eine ganze Menge schief. Groteskerweise braucht es dazu noch nicht einmal Korruption. Die geltenden Gesetze bilden schon für manche eine gesunde Grundlage. Und das Sozialsystem ist für einen so reichen Staat teilweise ein Witz, teilweise sind wir zu ignorant, von anderen Ländern zu lernen. Wobei man diesbezüglich mit Pauschalierungen vorsichtig sein muss. Andere Staaten, andere Voraussetzungen. Eine schrittweise Angleichung der Rentensysteme innerhalb der EU müsste aber schon angegangen werden. Stattdessen wird ein Bürokratiemonster aufrecht erhalten, was uns mit Schildbürgerstreichen beglückt.

Tut mir leid, das ist wirklich alles off topic. Aber mit dem Aluhut gerät man leicht ins Grübeln und Plaudern.




Jörg
Beiträge: 6180

Re: Anwälte und Richter

Beitrag von Jörg » Fr 15 Dez, 2017 21:56

nun ja, der Beitrag ist ja auch genau da gelandet...




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