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Workshop : Canon 5D Mark III Video-DSLR im One-Man Interview-Setup

von Mo, 12.Mai 2014 | 7 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 Räumlichkeit



Räumlichkeit



Wenn zeitlich möglich sollte die Interviewlocation am besten vorab in Augenschein genommen werden. Kameradistanzen, Lichtverhältnisse und Akustik lassen sich recht schnell vorab beurteilen und helfen, das benötigte Equipment auf das Nötigste einzugrenzen. Gerade wenn man alleine unterwegs ist, stellt weniger und damit weniger fehleranfälliges und leichteres Equipment ein großes Plus dar.

Folgende Fragen sollte man sich bei einer ersten Besichtigung stellen:

Mit welchen Distanzen haben wir es zu tun? Wieviel Raum steht zur Verfügung?
Bei unserem Beispielclip wurde in der Druckwerkstatt vor Ort gedreht und dies brachte eine Motiv-Kameradistanz von ca. 2m mit sich, was für eine ganze Reihe von Einstellungen (Fokus, Blende und damit hyperfokale Schärfe) sowie ISO ein erster wichtiger Wert ist.

Wann findet das Interview statt und welche Lichtbedingungen herrschen dann? Spielt Tageslicht eine Rolle, wenn ja, kann es abgedunkelt werden oder sollte die Beleuchtung komplett auf Tageslicht abgestimmt werden und damit auch entsprechende Tageslichtlampen (LED, Kinoflos Lichtkoffer etc.) ausgeliehen werden?

In unserem Fall fand das Interview abends statt, so dass kein Tageslicht berücksichtigt werden musste und wir bei der Lichtwahl komplett mit Kunstlicht operieren konnten. Damit hatten wir auch die bestmögliche Kontrolle über die Ausleuchtung.

Wie stellt sich die Akustik im Raum dar? Gibt es akustische Störquellen in Form von Lüftern, Klimaanlagen oder anderen techn. Geräten?

Da die Werkstatt einen Laminatboden ohne Teppiche besitzt und sich auch an den Wänden und Decken kaum schallschluckende Materialien oder Möbel verbaut finden, haben wir auf Richtmikros, die empfindlich auf Raumhall reagieren können, verzichtet. Mehr hierzu beim Thema Mikrofonierung.

Interview Set mit 3 LEDs, 1xArri 800W, Canon 5D Mark III und Sennheiser G3 Funkstrecke



Wie gut lässt sich ein Hintergrund „bauen“ ? Ein unruhiger Hintergrund kann ein noch so gutes Interview deutlich beeinträchtigen. Von daher gilt es vorab zu klären, ob störende Hintergrundselemente verschoben, abgedeckt oder durch geschickte Lichtführung „entschärft“ werden können.

In unserem Fall wollten wir neben unserer Interviewpartnerin noch ein inhaltliches Element platziert wissen, dass auf ihre Arbeit, bzw. die Werkstatt verweist. Hierfür eignete sich die manuelle Druckpresse ausgezeichnet. Die ist allerdings schwer und muss für die Platzierung im Bild erstmal verschoben werden - was Zeit kostet. Also vor dem Interviewtermin genügend Zeit einplanen, um den Hintergrund zu bauen, Licht zu setzen und den Ausschnitt so weit wie möglich vorab zu bestimmen. In unserem Fall reichten 1,5h für eine Person um ohne Hast die Interviewszene einzurichten.

Einleitung
Objektivwahl


7 Seiten:
Einleitung
Räumlichkeit
Objektivwahl
Drei-Punkt-Licht
Mikrofonierung
Bildkontrolle
Fazit
  

[51 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
rob    08:07 am 19.5.2014
Hallo Jott, sehe die Vorteile der Fellonis ähnlich. Was BiColor betrifft: Für Interviews mit klassischem Drei-Punkt-Licht reicht die Lichtstärke völlig aus. Wenn Du hingegen...weiterlesen
Jott    05:51 am 19.5.2014
Diese stufenlos regelbaren Modelle halte ich für witzlos. Man erkauft sich das ja mit halbierter Leistung, da sich die Anzahl der LEDs in Tungsten und Daylight aufteilt. Mit...weiterlesen
rob    23:43 am 18.5.2014
Ein Ersatz für einen Weißabgleich sind LEDs nicht - da gebe ich Dir Recht. Viele Grüße Rob
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