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Werbung : Canon EOS C300 Mark II: C-Log 2, Dynamik & Rauschen

von Do, 14.Januar 2016


Mit der Canon EOS C300 MKII präsentiert Canon erstmalig eine S35 Sensortechnologie im EOS-C Segment, die mit 15 Blenden Dynamikumfang eine neue Leistungsklasse definiert. Um diesem stark erweiterten Dynamikumfang gerecht werden zu können, wurde mit Canon C-Log 2 ein neues, anspruchsvolles Gammaprofil für die Canon EOS C300 MKII entwickelt.

Log-Profile (auch Log-Kurven genannt) übertragen die maximal mögliche Dynamik eines Sensors in den limitierten Bereich eines Codecs, um gegenüber RAW eine geringere DatenrateDatenrate im Glossar erklärt bei der Aufzeichnung zu erzielen. Im Vergleich zu Rec.709 soll das Bild dabei jedoch nicht geschönt werden, sondern das Gegenteil ist das Ziel: Es soll ein möglichst breites Spektrum der vorliegenden Sensordaten für eine Nachbearbeitung erhalten bleiben. Erst in der Nachbearbeitung entscheidet sich, wie man den Kontrast und die Farbinformationen der Log-Aufnahme für das finale Mastering nutzt. Ein "Log-Bild" sieht immer blass und farblos aus, weil die Informationen erst aus dem Material "entwickelt" werden müssen.


Warum ein neues C-Log Profil?

Mit dem neuen Sensor der Canon C300 Mark II wurde das beliebte und bewährte C-Log Profil um ein neues C-Log 2 Profil ergänzt. Dies wurde unter anderem nötig, weil das klassische C-Log Profil nur einen Sensor-Input von ca. 12 Blendenstufen abdeckt.



Der neue C300 II Sensor kann jedoch einen Dynamikumfang von bis zu 15 differenzierbaren Blendenstufen zur Verfügung stellen, weshalb hierfür eine breiter definierte Log-Kurve notwendig wurde. Um den aktuellen (und kommenden) Sensortechnologien Rechnung zu tragen, kann C-Log 2 nun über 16 Blendenstufen sinnvoll transferieren.




Das neue Canon C-Log 2 kann über 16 Blendenstufen "aufnehmen" (Roter Pfeil)


Auf den ersten Blick rauscht C-Log 2 mehr als die C-Log-Aufnahmen mit den klassischen Cinema EOS Kameras. Tatsächlich ist dies aber nur ein Nebeneffekt der neuen Kurvenverteilung, die mehr Dynamikumfang zur Verfügung stellt und bei Bedarf in der Postproduktion ausgeglichen werden kann.

Dynamik lässt sich bekanntlich nicht objektiv messen, weil das Signal am unteren Ende langsam in Bildrauschen verschwindet. Wo man dabei die Signalgrenze gegenüber dem Rauschen festsetzt, ist - in gewissen Grenzen - willkürlich.

Will man eine höhere Dynamik aufzeichnen, muss man das Sensorsignal aus dem Rauschen hervorheben - also es innerhalb der Übertragungskurve verstärken. Nur so lassen sich in den Schatten noch eventuell wertvolle Blendenstufen bei der Aufzeichnung erhalten.

Den Unterschied zwischen Canon Log 1 und 2 sieht man besonders gut, wenn man die Signal-Übertragungskurven vergleicht:




C-Log und C-Log im direkten Vergleich


Die orange-rote Fläche stellt den Bereich dar, in dem C-Log 2 die Schatten und tiefen Mitten (und damit auch das Rauschen in diesem Bereich) mehr "verstärkt" als das klassische C-Log 1.

Der Sensor der C300 Mark II rauscht also nicht mehr, sondern das Rauschen wird nur höher in den sichtbaren Bereich geschoben. Dies ist sinnvoll, da hier mehr unterschiedliche Werte zur Codierung innerhalb einer Blendenstufe zur Verfügung stehen. Es können in diesen Bereichen also mehr Details für die Nachbearbeitung aufgezeichnet werden.

C-Log 2 ist jedoch kein Profil, welches dafür gedacht ist, das Material zu sichten oder zu veröffentlichen. C-Log 2 ist vielmehr ein Werkzeug, um möglichst viele Sensor-Informationen für die Nachbearbeitung zu erhalten. Aus diesem Grund wird auch das Sensorrauschen in der Praxis stärker mit aufgezeichnet, um in der Postproduktion hier eventuell noch wichtige Bildbereiche gut nutzen zu können.

Und wie verliert sich das Rauschen?

Meistens verzichtet man beim anschließenden Color-Grading auf viele Details in den Schattenbereichen, um mehr Mittenbereiche mit den wichtigen Hauttönen nutzen zu können. Dafür senkt man die Schattenbereiche mit dem Rauschen für das Master wieder ab. Dies lässt das finale Bild kontrastreicher erscheinen, was für den Master in der Regel erwünscht ist.

Will man dennoch Details aus den Schatten für einzelne Bildbereiche nutzen, kommen meistens De-Noiser (z.B. Neat) in der Postprodution zum Einsatz: Ein Denoiser analysiert das Rauschen und trennt es vom echten Bildsignal. Weil dieser Vorgang nicht in Echtzeit in der Kamera ausgeführt werden muss, sorgt ein Denoising in der Postproduktion für höherwertigere Ergebnisse und sollte bei entsprechenden C-Log 2 Aufnahmen mit Anspruch auf die bestmögliche Bildqualität als Option mit einbezogen werden.

C-Log 2 und Kodak Cineon

Ein weiterer Vorteil der neuen C-Log 2 Kurvenform: Sie bietet praktisch die gleiche Charakteristik wie der Klassiker aller Film-Log-Kurven: Kodak Cineon. Einzig die Dynamik in den Lichtern wurde um zwei Blendenstufen angehoben.


Durch den ähnlichen Schwarzpunkt und die sehr ähnliche Kurvenform passt sich C-Log 2 somit auch ideal in klassische und seit Jahrzehnten bewährte Workflows ein, die auf dem digitalen Scan von analogem Film basieren.


C-Log oder C-Log 2

Mit der C300 Mark II ist man natürlich dennoch nicht auf C-Log 2 festgelegt. Es ist einfach eine neue Option, um aus Szenen mit extremer Bilddynamik möglichst viel Bildinformationen zu sichern. In typischen Low-Light Situationen, die in der Regel eher wenig Dynamik besitzen, kann das klassische C-Log bei der C300 MKII die Log-Kurve der Wahl sein. Denn diese teilt den wichtigen Mitten mehr Dynamikauflösung zu, was vorteilhaft ist, wenn man nicht mehr als 12 Blendenstufen nutzen will. Wer hingegen das gesamte Spektrum an zur Verfügung stehendem Dynamikumfang des Canon EOS C300 MKII Sensors nutzen möchte, findet im neuen C-Log 2 das passende Werkzeug für höchste, professionelle Ansprüche.



Dieser Text erscheint im Rahmen einer Canon Promo-Kampagne auf slashCAM.


Canon EOS C300 Mark IIim Vergleich mit:

Strassenpreis: 10100 €
Markteinführung: Dezember 2015
Sensorgrößen-Klasse:
Super35 / APS-C
Mount: EF-Mount (aktiv)

Platz 7 Wechseloptik-Camcorder / Cinema Kamera Bestenliste
Blackmagic Design URSA 4K
Strassenpreis: 4299 €
Sensorgrößen-Klasse: Super35 / APS-C
Panasonic VariCam LT
Strassenpreis: 28560 €
Super35 / APS-C

    


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update am 23.September 2018 - 15:00
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