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Test : Ulead Cool3D

von Fr, 16.März 2001

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Bei der Arbeit mit semiprofessionellen Schnittprogrammen stoßen Anwender oft auf ein Problem: Die mitgelieferten Titelfunktionen dieser Applikationen sind in der Regel etwas "mager", was für seriöse Produktionen (z.B.:Untertitel) auch durchaus ausreichend sein mag. Jedoch gibt es viele Benutzer, die ihre Titel gerne mit bunten, effektgeladenen Animationen gestalten wollen, wofür sich Zusatzprogramme wie Cool 3D empfehlen.

Dieses Programm erlaubt es beliebige Schriften mit Texturen zu versehen, zu animieren und mit Spezialeffekten wie Explosionen oder Feuer zu verfremden. Die zahlreichen Möglichkeiten enden dabei eigentlich nur bei der Schmerzgrenze des guten Geschmacks. Obwohl viele Leser wissen, daß ich eigentlich kein Freund ausgefallener 3D-Effekte bin, bringt die Version 3 von Cool 3D zahlreiche, neue Features mit, die sich auch in professionellen Produktionen gewinnbringend einsetzen lassen.

Zuallererst sei an dieser Stelle die einfache Bedienung des Programms erwähnt. Wer sich das 80-seitige Handbuch einmal in einer ruhigen Minute sorgfältig durchliest, sollte danach ohne Probleme mit dem Programm umgehen können. Jeder der schon einmal versucht hat "mal schnell" eine dreidimensionale Logo-Animation in 3D-Studio Max zu erzeugen, wird die einfache Handhabung dieser Applikation schnell zu schätzen lernen. Damit soll nicht die enorme Leistungsfähigkeit großer Animationspakete in Frage gestellt werden, jedoch kenne ich wirklich kein Tool, mit dem sich 3D-Schriften und einfache Objekte schneller in Szene setzen lassen. Jede Änderung an den Objekten ist dabei sofort sichtbar, und selbst komplexere Animationen werden sehr zügig berechnet.

Daß die neue Version kein Spielzeug mehr ist, zeigt sich vor allem in den Ausgabe-Formaten: So unterstützt das Programm nun auch die korrekte Halbbildausgabe, wodurch fließende Bewegungen nun noch softer auf dem heimischen Fernseher erscheinen. Auch die Kantenglättung der Objekte kann sich sehen lassen. In der besten Darstellungsstufe sind keinerlei Pixeltreppchen mehr zu erkennen.

Um nicht nur Schriften und in die Höhe gerechnete Objekte einsetzen zu können, kann Cool 3D nun auch Microsofts X-Format importieren. Damit können Objekte aus diversen 3D-Programmen problemlos in die eigene Logoanimation eingebunden werden.

Wirklich hervorstechend ist jedoch die neue Möglichkeit, endlich Vektor-Objekte problemlos importieren zu können. Wer mit Logoanimationen sein Geld verdient (oder bald verdienen will), läßt sich einfach von seinem Kunden das Logo als Vektor-Datei anliefern. In Minuten lassen daraus schnell Animationen produzieren, für welche andere Agenturen sicherlich noch mehrere tausend Mark verlangen. Außerdem können nun erstmals auch aus Pixelbildern Vektorpfade erzeugt werden. Mit etwas Handarbeit lassen sich damit sogar aus gefaxten Vorlagen noch brauchbare Objekte erzeugen.



Fazit:



Mit dem Erscheinen der dritten Version des dreidimensionalen Titeltools "Cool 3D" sollte sich dieses Programm endgültig einen Stammplatz in der Sammlung jedes Videobearbeiters gesichert haben. Einfache Bedienung, professionelle Ausgabe-Möglichkeiten und schnelle, überzeugende Ergebnisse lassen den Preis von 150,- DM nach wie vor als Schnäppchen erscheinen. Genau das richtige für die schnelle Animation zwischendurch :) .



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