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Test : Sony NEX-FS700

von Mi, 6.Februar 2013 | 6 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 Bedienung
 Das (Maketing-)Konzept



Bedienung



Grundsätzlich lassen sich alle relevanten Film-Parameter direkt über externe Schalter bedienen. Dennoch hat Sony hier bei der Bedienung ein paar unnötige Bremsen eingebaut, die vor allem der Tradition alter Videokameras geschuldet sind. So wird der verbaute Touchscreen kaum genutzt, obwohl eine Display-Bedienung manche Menüwege durchaus abkürzen könnte. Nützliche Funktionen wie Touchfokus findet man nicht. Und auch wenn es direkte Schalter gibt, sind diese nicht unbedingt praktisch umgesetzt. So hat der Gain drei frei programmierbare Stellungen, die man direkt verwenden kann. Will man jedoch einen der Preset-Werte während des Drehs ändern, muss man mindestens 6 Tastendrücke und 2 Drehaktionen im Menü ausführen. Einfach unnötig viel in vielleicht hektischen Momenten.

Auch der Shutter lässt sich erst per Rad manuell verstellen, nachdem man die entsprechende Taste gedrückt hat. Ein direktes Umstellen per eigenem Rad wäre da natürlich schöner, weil dies blind erfolgen könnte. Da die meisten Taster eine ähnliche Form haben, sind diese auch nicht immer blind ertastbar. Aber das sind natürlich Klagen auf hohem Niveau. Man kann sich auf jeden Fall schnell in die Bedienung der Kamera einfuchsen und findet auch als Neuling meist sofort, was man sucht. Dazu dürfte die Kamera aufgrund ihrer Form eher von der Seite auf dem Stativ bedient werden, wo man die Beschriftung der Buttons dann direkt vor Augen hat. Für schnelle Aufnahmen aus der Hand bleibt die FS-700 ein eher unbequemer, weil kantiger Begleiter.



Das (Maketing-)Konzept



Innerhalb aller Kameras mit großen Sensoren spielen die Hersteller teilweise seltsame Spielchen. So sieht man den diversen Modellen meist förmlich an, welche Funktion bewusst weggelassen oder eingeschränkt wurde, um eigene Modelle in höheren Preisregionen zu schützen. Sony geht dabei rigoros den 8 Bit Limit-Weg. Die Kamera kann intern nur mit AVCHD (also 8 Bit 4:2:0) aufzeichnen und bietet auch extern nur 8 Bit 4:2:2 als Recording-Option. Damit liegt sie also mit Canons C100/C300 gleich auf. Wobei Sony seine dynamikerweiternde S-Log Aufzeichnung NICHT in der FS700 zur Verfügung stellt. Canon bietet dagegen auch C-Log-Output bei der Aufzeichnung, selbst bei der C100.

Immerhin lassen bei der FS700 sehr detaillierte Bildprofil-Einstellungen (z.B. für Knee oder Hypergamma) eine gute Verteilung der Dynamik auf die 8 Bit zu. Doch so ein individuell gezimmerter Flat-Look muss anschließend in der Farbkorrekur auch immer wieder manuell zurückgebogen werden. Daher empfinden es viele Anwender als praktischer, wenn für diese Fälle Cineon-ähnliche Entzerrungskurven in der Farbkorrektur als Presets vorliegen. Damit will Sony in dieser Preislage jedoch nicht dienen.

Einleitung
Bildraten und Zeitlupe


6 Seiten:
Einleitung
Bedienung / Das (Maketing-)Konzept
Bildraten und Zeitlupe
Der Sensor
E-Mount-Fragen, die keine (mehr) sind / Fazit
  

[78 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
TomStg    09:20 am 25.10.2015
Die Updates für die Odyssey-Familie kommen im Rhythmus von 2-3 Monaten jeweils mit erheblichen Hub. Weil der Qdyssey mit 2 eingebauten SSD arbeitet - je nach Bedarf im RAID 0,...weiterlesen
Bergspetzl    07:29 am 25.10.2015
Also odyssey fährt einen vergleichsweisen hohen update-takt. Was der shogun dem odyssey voraus hat ist die audiopeitsche und das schicke housing, beginend vom case her über...weiterlesen
klusterdegenerierung    20:38 am 24.10.2015
Raw Raw oder Raw converted? Bislang macht der Shogun 4KDCIp to ProRes oder DNxHR alles bis 60 fps. Der Shogun wird aber nicht mit der FS700 sondern mit der GH4 gehyped. Und das...weiterlesen
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