Im Inneren der FX5 werkelt ein neuer Full-Frame Back Illuminated Stacked CMOS Sensor mit 16,6 Megapixeln. Die relativ niedrige Auflösung deutet dabei schon darauf hin, dass dieser Sensor primär für Video Anwendungen gedacht ist. Entgegen der anfangs kolportierten Gerüchten ist es kein Global Shutter Modell geworden, sondern es bleibt (wohl auch aus Gründen der Dynamik) bei dem seriellen Auslesen der Sensel mit einem Rolling Shutter, der jedoch relativ kurzen Auslesezeiten ermöglicht - allerdings nicht in allen Aufnahmemodi (dazu unten mehr).
Hier geht es zu unserem Praxistest inklusive Testaufnahmen: Sony FX5 im Praxistest - die bessere FX6? 5K Open Gate, Sony RAW, Stacked 16.6 MP Sensor, EVF... >
5K RAW Open Gate mit DGO-Option
Auch der Name der Kamera spielt auf die Sensorauflösung an: Die FX5 beherrscht bei vollem Sensor-Readout eine 5K Aufzeichnung mit bis zu 120 fps. Und erstmals gibt es in dieser Preisklasse bei Sony auch einen Open Gate Modus (4992 x 3328). All dies landet optional im Sony RAW-Format X-OCN in drei Flavours (LT, C1, C2), die niedrigere Datenraten bieten als die XT- und ST-Flavours der Venice Kameras.
Das für diesen Artikel spannendste Feature ist definitiv die neue Dual Gain Option, die sich über die ISO-Einstellungen aktivieren lässt, indem man die spezielle ISO 800 DGO auswählt. Die DGO-Technik (Dual Gain Output) ist eine spezielle Sensortechnologie, die vor allem in professionellen Kameras für szenische Arbeit Einsatz finden (also Cine-Kameras); bisher fand sich diese Technik in professionellen Kameras von ARRI, Blackmagic und Canon. Ihr Kernprinzip besteht darin, dass jedes Pixel eines Bildsensors gleichzeitig mit zwei unterschiedlichen Verstärkungsstufen ausgelesen wird: einmal mit einer hohen und einmal mit einer niedrigen Verstärkung. Die hochverstärkte Auslesung ist darauf optimiert, saubere Details in dunklen Bildbereichen zu erfassen, während die niedrigverstärkte Auslesung die Informationen in hellen Partien bewahrt. Durch die anschließende Kombination dieser beiden Auslesungen zu einem einzigen Bild entsteht ein außergewöhnlich hoher Dynamikumfang, der typischerweise bis zu 16 Blendenstufen erreichen kann. Im Gegensatz zu anderen HDR-Verfahren erfolgt die Aufnahme der beiden Verstärkungsstufen beim DGO-Sensor gleichzeitig, wodurch störende Artefakte durch zeitliche Versätze vermieden werden.
Die Dual Gain Option in der FX5 unterliegt jedoch einigen Einschränkungen: So ist die Base-ISO ist auf 800 festgelegt (mit maximalem EI 3200) und die maximale Framerate auf 60 fps beschränkt. In 5K 3:2 sind sogar nur 30 fps möglich und in vielen anderen Sensormodi wie FHD, FFc 4.5K und 3,8K gibt es gar keine aktivierbare DGO-Option in der ISO Auswahl.



















