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Test : Sony ECM-HW1 Bluetooth-Mikrofon

von Di, 29.August 2006 | 3 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 Konstruktive Kritik
  Praxis



Konstruktive Kritik



Auch bei der Konstruktion selbst muss sich Sony Kritik gefallen lassen: Das Mikrofon wurde fest in dem Sender verbaut, wodurch sich (ohne Bastelei und Garantieverlust) keine fremden Mikrofontypen anschließen lassen. Dies bringt einige Nachteile mit sich: Erstens ist der Frequenzgang des eingebauten Mikros mit ca. 300- 9.000 Hz eher gering, für Sprachaufnahmen ist dies mit gutem Willen aber gerade noch akzeptabel.
Zweitens ist das Mikrofongehäuse nicht sonderlich gut gegen Berührungsschall isoliert. Jedes Geräusch (und sei es nur der Stoff, der am Gehäuse schleift) wird gnadenlos in voller Lautstärke übertragen. Somit ist das Mikrofon eigentlich nur einsetzbar, wenn es unbeweglich vom Sprecher getrennt zum Einsatz kommt. Ein herumlaufen oder der Einsatz als Interview-Mikrofon scheiden somit praktisch aus.

Praktisch wäre es außerdem, wenn sich mehrere Funk-Mikrofone am Empfänger gleichzeitig anmelden könnten. Dies funktioniert jedoch nicht. Jeder Empfänger kann genau ein Mikrofon abnehmen und ist mit diesem "fest" verkoppelt. Ein Mikro aus einer anderen Verpackung ließ sich nicht anmelden. Im Verlustfall muss man daher auch immer den Empfänger neu kaufen.




Praxis



Am meisten interessierte uns natürlich die Sendeleistung des Mikrofons und hier wurden wir wirklich positiv überrascht. Obwohl Sony bei freier Sicht von einer Reichweite bis 30 m spricht, gelang uns sogar eine störungsfreie Übertragung bis fast 60 Meter. Bei groben Hindernissen wie Mauern verringert sich der nutzbare Abstand natürlich deutlich. Doch selbst in Wohnräumen gelang noch die Überbrückung von 3 massiven Mauern bei ca.8 m Luftlinie. Für Filmprojekte, bei denen prinzipbedingt meistens Sichtkontakt herrscht, ist die gebotene Sendeleistung daher sicherlich mehr als ausreichend.

Etwas störend wirkte dagegen die auftretende Latenz. Bis der Ton vom Camcorder empfangen, decodiert und aufgezeichnet wird vergehen ca. 15-20 ms. Dies ist gerade die kritische Grenze um eine lippensynchrone Aufzeichnung noch nicht ins lächerliche abgleiten zu lassen. Aber man bemerkt bei Geräuschen deren Auslöser man auch visuell sieht (z.B. Klatschen oder eine Filmklappe) die Verzögerung bereits unterbewusst. Außerdem hört sich unter dem Kopfhörer dadurch alles immer so an, als hätte jemand einen leichten Delay-Effekt auf die Realität gelegt, da man jedes Geräusch zweimal hört, wenn der Kopfhörer nicht vollständig geschlossen ist.


Einleitung / Kabellos glücklich / Anwendung
Fazit


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Einleitung / Kabellos glücklich / Anwendung
Konstruktive Kritik / Praxis
Fazit
  

[11 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
Bernd E.    20:16 am 27.8.2007
Mach dir nix draus, ich musste es auch nachschlagen: Ist sieben Jahre her, dass ich das letzte Mal mit einer TRV900 gedreht habe. Gruß Bernd E.
Jan    20:06 am 27.8.2007
Sags doch gleich Bernd, das die Kamera einen intelligenten Schuh hat. Ich wusste es einfach nicht aus dem Kopf, hätte aber vermutet, das die Kamera noch keinen intelligenten Schuh...weiterlesen
Bernd E.    19:37 am 27.8.2007
Der "Intelligent Accessory Shoe" der TRV900 hat acht Kontakte. Gruß Bernd E.
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