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Test : Sony A7S II - (4K-)Videoqualität und Handling

von Sa, 31.Oktober 2015 | 4 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Sony Alpha (7S): Produktzyklus im Geschwindigkeitsrausch
  Sony A7S II Ergonomie & Bedienung
  Testlabor
  Fazit



Sony A7S II Ergonomie & Bedienung



Augenfälligstes Unterscheidungsmerkmal der 2er Version der Sony Alpha Serie ist das neue Gehäuse mit dem weiter nach vorne verlegten Zeigefingerrad und der stärker ausgeformten Handaufnahme.

Erweiterte Handaufnahme der A7S II



Zwar empfinden wir das weiter nach vorne verlegte Zeigefingerrad ergonomisch eher als Rückschritt im Vergleich zum Vorgänger, aber durch die Verlegung wurde auch Platz geschaffen für eine zusätzlichen, frei programmierbaren Funktionsbutton. Damit stehen nun bei der A7S II C1-C4 zur Verfügung (C1-C3 beim Vorgänger). Da es unserer Meinung nach nie zu wenig User-Buttons geben kann, tauschen wir die schlechtere Platzierung des Zeigefingerrads gerne gegen den neuen Funktionsbutton ein.

Sony A7S II mit verbessertem Klappdisplay für den Videobetrieb auf Stativ und im Cage



Diejenigen, die bereits über Erfahrung im Umgang mit der Sony A7S verfügen, dürften beim ersten in die Hand nehmen der Sony A7S II sofort das erhöhte Gewicht mit dem etwas breiter und gleichzeitig robuster ausgelegten Gehäuse spüren. Ein Blick auf die Abmessungen bestätigt den Eindruck: A7S II = 126,9 x 95,7 x 60,3 mm (BxHxT) bei 584 g versus 126,9 x 94,4 x 48,2 mm (BxHxT) bei 446 g. Die gewachsene Tiefe und das erhöhte Gewicht des Gehäuses dürften der neuen bis zu 5-Achsen-Sensorstabilisierung, neuer Wärmeregulierung und der erhöhten Solidität geschuldet sein. Letztere macht sich erfreulicher Weise auch am Objektivmount bemerkbar: Die Schnittstelle Objektiv – Kameragehäuse weist bei der Sony A7S II deutlich weniger Flex auf als beim Vorgänger. Ein Problem, das vor allem bei rein manuellen Objektiven die Verwendung einer Objektivstütze beim Schärfezug der A7S zwingend notwendig machte.

Sensor-Bildstabilsierung der Sony A7S II




Ebenfalls der neuen 2er Serie von Sony verdankt die A7S II eine neue Kabelsicherung. Ein wichtiges Detail für all diejenigen, die externes Monitoring und/oder Recording an der A7S II zum Einsatz bringen wollen, und das Thema Kabelsicherung nicht schon durch dein Einsatz eines Kamera-Cages mit entsprechenden Klemmen gelöst haben. Während die Sony-eigene Kabelsicherung beim Vorgänger unserer Erfahrung nach eher mäßig an der Kamera hielt und mit vielen breiteren HDMI-Kabel gar nicht harmonierte, macht die neue Kabelsicherung einen deutlich besseren Eindruck.

Die von der Sony A7RII übernommene, verbesserte Kabelklemme der Sony A7S II



Die neue Kabelklemme von der Sony A7RII wird mit Hilfe einer Schraube fest mit dem Kameragehäuse verbunden und lässt für die Kabelführung unterschiedliche Wege zu - fixiert wird das Kabel mit Hilfe einer grossen Plastschraube. Nachteil der neuen Lösung ist die weit überstehende und etwas scharfkantige Befestigungsschraube. Unterm Strich überwiegt hierbei jedoch der positive Eindruck.

Das Thema Batterie und Ladestation wurde beim Vorgänger teils heftig diskutiert: Bei der A7S II liegen nun zwei NP-FW50 Akkus bei sowie eine externe Ladestation. Auch bei der externen Stromversorgung hat sich bei der A7S II etwas getan. So ist nun eine externe Stromversorgung während des Betriebs via UBS-Schnittstelle möglich. Hierfür muss man die USB-Datenverbindung per Klick auf die Play-Taste abwählen. Auf den ersten Blick eine sehr willkommene Funktion, da die Batterielaufzeit bei der A7S II nicht zu den beeindruckendsten zählt, was bei den kleinen Akkus auch nicht weiter verwundert. Allerdings empfanden wir die USB-Verbindung als Stromversorgung nicht als sonderlich stabil. Auf einem Dreh würden wir uns nicht darauf verlassen wollen, wenn nicht auch hierfür eine Lösung via Kabelklemme zur Verfügung steht. Unsere Empfehlung lautet daher klar Akkubetrieb: Am besten 3 NP-FW50 Akkus pro Drehtag einplanen.

Bei der Auflösung des rückseitigen Displays gibt es eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorgänger von 921.600 auf 1.228.800 Bildpunkte. Die Reflexionsempfindlichkeit konnten wir noch nicht ausreichend testen. Der Vorgänger war bei direktem Sonnenlicht eher schwer ablesbar. Beim Display der A7S II gut gefallen hat uns hingegen, dass es nicht mehr völlig plan mit dem Kameraboden abschließt und somit das Ausklappen des Displays bei der Kamera auf dem Stativ oder im Cage nicht mehr zum hakeligen Geduldsspiel wird.

Größere Veränderungen in Sachen Bildbeurteilung hat es bei der Suchervergrößerung der A7S II gegeben: Zwar ist die Auflösung des Suchers mit 2.359.296 Bildpunkten gleich geblieben, doch die Sucherlinse vergrössert nun 0,78-fach (an Stelle von 0,71-fach) Das klingt auf dem Papier eher unspektakulär, bedeutet in der Praxis jedoch ein spürbar größeres Sucherbild für die Bildbeurteilung und unserem Empfinden nach ein deutlich angenehmeres Arbeiten am Sucher. (Allerdings wurde die Meßlatte für die Auflösung von Vollformat-Systemkamera Suchersystemen soeben von der neu vorgestellten Leica SL auf ziemlich spektakuläre 4,4 Mio Pixel gelegt).

Nachwievor eine der Stärken der Sony A7S (I+II) ist ihre Möglichkeit, während der Videoaufnahme die Suchervergrößerung dazuzuschalten: Für kritische Fokus-Checks während der Aufnahme – vor allem bei 4K – eine wichtige Funktion, die bei der Konkurrenz vielfach nicht vorhanden ist. Zum Thema Bildbeurteilung gehört ebenfalls die neue „Gamma Display Assist“ Funktion, hinter der sich eine kamerainterne LUT für das Monitoring von S-LOG Aufnahmen verbirgt.

Die unterschiedlichen Sensorauslesungen der Sony A7S II hatten wir bereits in unserem Hands-On-Artikel vorgestellt. Im Gegensatz zum Vorgänger bietet die Sony A7S II HFR-Aufnahmen mit bis zu 120 fps in 1080p an (zuvor nur max 720p) Was wir noch nicht so richtig auf dem Schirm hatten, ist die Tatsache, dass die A7S II bei den hohen Bildraten noch einmal stärker croppt: Und zwar mit einem Faktor von 2.2 noch einmal enger als APS-C.

Einleitung / Sony Alpha (7S): Produktzyklus im Geschwindigkeitsrausch
Testlabor


Sony A7S IIim Vergleich mit:

Listenpreis: 3399 €
Markteinführung: November 2015
Sensorgrößen-Klasse:
Kleinbild-Vollformat, FX
Mount: E-Mount

Platz 14 DSLR/DSLM Bestenliste
Panasonic GX800
Listenpreis: 549 €
Sensorgrößen-Klasse: Micro Four Thirds
Sony A7S III
Listenpreis: 4199 €
Kleinbild-Vollformat, FX

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Sony A7S II Ergonomie & Bedienung
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[21 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
rob    13:47 am 24.11.2015
Hi, wir hatten bei unseren Tests mit der A7S II noch keine Überhitzungsprobleme. Weder beim ersten Hands On bei dem diverse A7SII-Kameras den ganzen Tag liefen, noch bei unserem...weiterlesen
SangOne    13:26 am 24.11.2015
Gibt schon einige Berichte. Z.B. http://www.dvinfo.net/forum/sony-alpha- ... terns.html Ausserdem weisst Sony selbst in der Bedienungsanleitung darauf hin...weiterlesen
rob    13:19 am 24.11.2015
Hallo, von der A7S II sind uns bislang noch keine Überhitzungsprobleme bekannt - von der A7R II schon ... Viele Grüße Rob
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