CF Express vs SD: Duale SD-Cardslots für Video
Wie viele Kameras im Mittelklasse-Segment verfügt die Sony A7V über zwei Cardslots: Einen CF-Express Cardslot und einen SD-Cardslot. Allerdings mit einer Sony-eigenen Variante, die sich für (mobile) Filmer als recht positiv herausstellt, denn der CFExpress Cardslot der Sony A7V nimmt CFexpress TYP A sowie SD-Karten auf. Das bedeutet, dass man die Sony A7V auch mit zwei parallelen SD-Karten betreiben kann.
Grundsätzlich ziehen wir duale Cardslots mit einem einheitlichen Kartenformat vor, weil das das Handling durchaus vereinfacht: Es braucht nur einen Art von Cardreader und viele Laptops verfügen über einen integrierten SD-Cardreader, was für mobile Produktionen in unseren Augen nochmal ein Plus darstellt.
Mit der Sony A7V kann man also auf eine duale SD-Kartenlösung gehen und das bedeutet in diesem Fall auch ein paralleles Videorecording auf SD-Karten. Wir haben in höchster Qualität mit XAVC S-I 4K in 50p (500 Mbit/s) ohne Probleme parallel auf zwei V90 SD-Karten aufgenommen.
Zwar würden wir hier aus Platzgründen stets mit XAVC HS 4K aufnehmen und nicht mit Intraframe, aber gut zu wissen, dass das möglich wäre.
Wer die Sony A7 V also vor allem als Videokamera nutzt, hat hier eine gut implementierte duale SD-Karten Funktion am Start. Für uns ein weiterer Fingerzeig bei der Sony A7 V in Richtung eines auch für mobile Einsätze recht durchdacht effizienten Videotools und Workhorse-Kamera.
Slowmotion
Zu den klaren Stärken der Sony A7 V gehört ihre 4K 50/60p Aufnahme. Vor allem, wenn man die 4K Angle of View Priority Funktion hinzuschaltet, die dann ohne weiteren Crop und ohne Denoising im Fullsensorreadout erfolgt. Eine Hitzewarnung haben wir auch bei längerem 4K 50/60p Betrieb bei der Sony A7V nicht zu sehen bekommen.

Aber auch die im S35 Crop arbeitenden 100fps haben uns bei unseren Aufnahmen mit Caro gut gefallen. Dies mag zwar Motivabhängig sein, aber bei unseren 100 fps Portrait-Close-Ups von Caro hätten wir keine Bedenken, diese mit 50/60p Material auf einer Timeline zu mischen. (Dies können wir nicht von jeder Kamera sagen).

An dieser Stelle sei auch nochmal kurz vermerkt, dass sich alle Videoformate der Sony A7V auf SD-Karten aufzeichnen lassen - auch das mit 500 Mbit/s arbeitende XAVC S-I 4K Format, womit bei Bedarf auch ein entsprechend hochwertiges Backup-Recording auf SD-Karten zur Verfügung steht. Da die Sony A7V über keine internen Video-RAW-Formate verfügt, dürften vor allem Fotografen die für ihre Bildserien RAW nutzen, von der zusätzlichen Geschwindigkeit der CFexpress Karten profitieren.



















