Vorab ein paar Testaufnahmen, die wir mit der Blackmagic Pyxis 6K und Caro und dem Lumix S 24-105 F4 sowie mit dem Lumix S 24-70 F2.8 produziert haben. Beide Objektive mit jeweils komplett geöffneter Blende:
Schnitt und Farbkorrektur erfolgten auf dem Redaktions MacBook Pro M1 Max und dem Apple Studio Display XDR.
Und als Randnotiz vielleicht auch ganz interessant: Das 24-105mm verfügt über eine optische Bildstabilisierung - das 24-70mm nicht. Bei letzterem haben wir die Gyro Stabilisierung der Pyxis 6K in Resolve dazugeschaltet – beim 24-105 F4 haben wir ausschließlich die optische Bildstabilisierung genutzt.
Unsere Pyxis 6K Testkamera haben wir mit dem Blackmagic Pyxis Monitor Kit inkl. EVF-Halterung genutzt (das sog. Blackmagic PYXIS Monitor EVF Kit). Der Vorteil im Verbund mit dem EVF-Mount ist, dass sich der Pyxis Monitor hier seitlich an der Kamera befestigen lässt, was wir ergonomisch bevorzugen statt der zentralen Montage beim Standard Monitor Kit.
Fokusmonitoring und A-Funktionen
Der PDAF Fokus der Pyxis 6K lässt sich im Monitor On-Screen Menü anhand von vier Symbolen aktivieren. Mit einem Swipe von linken Bildrand nach rechts stehen auf der linken Monitorseite AF-S, AF-C, Objekt-Tracking und Gesichts-Tracking Buttons zur Aufwahl.

Das Finetuning des Fokus erfolgt im Setup Menü der Kamera. Hier lassen sich „AF-Übergangsgeschwindigkeit“ (1-5) , „linearer Fokus“ (bei unterstützten Objektiven), sowie linearer Fokuswinkel (90-2610 (!) Grad) einstellen.

Die für uns spannendsten neuen Funktionen stellen das Autofokus Objekt- und Facetracking dar, die beide recht ähnlich funktionieren. Beim Objekttracking kann man frei auf ein Objekt im Touchscreen des Pyxis Monitors klicken und das Objekttracking fängt automatisch an, das jeweilig berührte Objekt zu tracken. Alle Touchtracking- und AF-Funktionen sind sowohl über den externen wie auch den internen Pyxis Monitor wählbar.
Unser Tip: Wer den externen Pyxis Monitor an die Pyxis 6K angeschlossen hat, kann den internen seitlichen Monitor mit dem „Lock“ Schiebeschalter für die Touchfunktionen sperren. Die Tastenfunktionen unterhalb des Monitor bleiben beim aktiviertem Monitor- Lock hingegen erhalten.

Doch zurück zum Objekttracking: Wer ein größeres Motiv tracken möchte kann das On-Screen Tracking Quadrat nach Belieben auch durch Ziehen an der jeweiligen Ecke vergrößern oder verkleinern: Ergonomisch gut gedacht und schnell angepasst.
Bei unseren Tests hat sich das Objekt-Tracking wie auch das Gesichtstracking als bemerkenswert zuverlässig erwiesen. Hierzu weiter unten mehr. Doch die eigentliche kleine Sensation steckt für uns im „Erinnerungsvermögen“ des Pyxis AF-Systems – sowohl beim Objekt- als auch beim Gesichstracking:
Denn das neue AF Tracking-System der Pyxis 6K merkt sich wie kein anderes uns bekanntes AF-Tracking-System das jeweilig getrackte Motiv oder Gesicht – auch wenn dieses den Sucherausschnitt verlassen hat – und dies auch nach einer langen Pause bis das Motiv wieder in den Ausschnitt zurückkehrt. Das aktuelle Sony AF-Tracking-System war hier bislang das Maß der Dinge aber die Blackmagic Implementierung scheint hier ein noch längeres „Erinnerungsvermögen“ erreicht zu haben. Hut ab vor dieser Leistung und dies auch noxh bei einer AF-Tracking-Premiere.
Vermutlich kommt Blackmagic hier seine KI-basierte Tracking- und Motiverkennung aus DaVinci Resolve zu Gute. Die „Stickiness“ des Pyxis Trackings hat uns ziemlich beeindruckt.
Wählt man das Face-Tracking erkennt das AF-System der Pyxis 6K maximal drei Gesichter parallel, um die automatisch Tracking-Boxen auftauchen. Befinden sich mehr als drei Gesichter im Bild, kann man auch auf ein Gesicht das keine Tracking-Box hat, klicken, um eine Tracking- Box auf dem gewünschten Gesicht zu aktivieren. Alle drei parallel erkannte Gesichter lassen sich mit der Funktion „Zwischen erkannten Gesichtern wechseln“ durchsteppen. Die Funktion lässt sich einfach auf eine der Funktionstasten legen.

Das aktuell getrackte Gesicht erhält eine blaue Box, die nicht getrackten Gesichter eine weisse Box. Wenn der AF arbeitet, bzw, das Motiv nicht scharf ist, wechselt die Box auf gelb, blau bedeutet getrackt und im Fokus.
Was uns ebenfalls gut bei der Implementierung des Pyxis 6K AF gefällt, ist die Option, jederzeit das Peaking im AF-Betrieb dazuschalten zu können. Somit erhält man auf Wunsch eine zusätzliche Sicherheitsebene beim Schärfemonitoring.
Doch wie gut funktioniert das neue Fokus-Tracking-System der Pyxis 6K in der Praxis?




















