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Test : Panasonic GH6 und Atomos Shogun Connect in der (Cloud)Praxis: Proxy-Upload mit LTE-Handy vom Set?

von Do, 24.November 2022 | 8 Seiten (Artikel auf einer Seite)


Camera-to-Cloud
Atomos Cloud Studio
Frame.IO
Atomos „Connect“
Camera to Cloud nach Frame IO aufsetzen: Schritt für Schritt
Die Praxis: Von der GH6 direkt ins Schnittprogramm?
Limits (und Hacks)
Premiere Pro: Proxy-HighRes Workflow
Final Cut Pro: Proxy-HighRes Workflow
DaVinci Resolve: Proxy-HighRes Workflow
Videoqualität: 8Bit HD Proxy vs 10 Bit 4K ProRes
Fazit



Der Atomos Shogun Connect ist in der slashCAM Redaktion eingetroffen und wir haben den neuen Atomos Flaggschiff Monitor-Recorder zusammen mit der Panasonic GH6 mit direktem Proxy-Upload via Atomos Cloud Studio nach Frame.io getestet. Wir wollten u.a. wissen, ob ein iPhone mit normalen LTE-Vertrag als Hotspot von unserer Film-Location in Berlin Mitte für den Proxy-Upload ausreicht. Inkl. Schritt für Schritt Erklärung für Atomos Camera to Cloud nach Frame.io Setup + Proxy-HighRes Workflows in Final Cut, Premiere und Resolve …

Atomos Shogun Connect



Alles Cloud oder was?
Atomos Cloud, Camera to Cloud, Frame.IO - kurz sortiert:

Zugegeben: es fällt nicht immer leicht, in diesen Cloud-bewegten Zeiten den Überblick über die einzelnen Cloud-Optionen zu behalten - vor allem wenn sie - wie in diesem Fall - auch noch zusammenspielen. Daher hier ein kurzer Überblick zur Klärung:



Camera-to-Cloud



Mit Camera-to-Cloud bezeichnet man die quasi direkte Übertragung von Videomaterial bei der Aufnahme auf einen (Cloud-) Video-Server. Teilweise wird das Videomaterial hier bereits während des Recordings in die Cloud hochgeladen. Bei unserem Setup entstehen also beim Drücken des Record-Buttons bis zu vier Videofiles gleichzeitig:

- ein Originalfile auf der internen Speicherkarte der Kamera,
- ein externes ProRes File auf der SSD des Atomos Monitor-Recorders,
- ein H.265 Proxy-File ebenfalls auf der SSD des Atomos Shogun Connect welches dann zusätzlich via WiFi (in unserem Fall ein WiFi Hotspot des Handys) als
- Proxy-Cloud-File auf einen Server geladen wird - in unserem Fall via Atomos Cloud auf einen Frame.IO Server der Adobe Creative Cloud



Atomos Cloud Studio



Das Atomos Cloud Studio kann man sich am besten als eine Art „Weiche“ im Internet vorstellen. Das Atomos Cloud Studio stellt selbst (zumindest derzeit) keinen eigenen Speicherplatz zur Verfügung, sondern leitet den Upload-Stream des Video-Proxies vom Atomos Monitor-Recorder je nach User-Wahl nach YouTube Live, Frame.IO, Facebook Live, Twitch (und demnächst auch Dropbox u.a.) weiter.



Man bindet sich hier also nicht an die Cloud-Lösung eines Herstellers sondern kann je nach eigenem Workflow und Präferenzen auswählen, welche Cloud-Speicher- oder Streaming-Lösung am besten passt. Ein ziemlich cleverer Zug von Atomos wie wir finden. Voraussetzung hierfür aktuell ist der Besitz eines Atomos Connect-fähigen Geräts, dessen Seriennummern bei der Anmeldung im Atomos Cloud Studio angegeben werden muss.



Frame.IO



Frame.IO dürfte vielen bereits bekannt sein. Mittlerweile zu Adobe gehörend stellt Frame.IO die wohl etablierteste cloudbasierte Kollaborationsplatform für Video dar. Hiermit lassen sich Clips in die Cloud laden, überprüfen, kommentieren und für andere zur Bearbeitung frei geben.


Frame.IO ist in Premiere Pro integriert aber ebenso als Workflow-Erweiterung in Final Cut Pro sowie ebenfalls integriert in Resolve via „Preferences/Internet Accounts“ nutzbar.

Der Proxy/HighRes Workflow - gerade in Verbindung mit Camera-to-Cloud Uploads - unterscheidet sich unserer Erfahrung nach deutlich von Schnittprogramm zu Schnittprogramm. Grundsätzlich sehen wir hier bei allen Kandidaten noch etwas Luft nach oben was Workflow-Vereinfachungen anbelangt.



Atomos „Connect“



Mit dem Zusatz „Connect“ kennzeichnet Atomos alle Geräte, die eine Unterstützung für Atomos Cloud Studio (s.o.) mitbringen.

Dazu zählen aktuell: Der hier getestete Shogun Connect als Atomos Flaggschiff 7“ Monitor-Recorder, Atomos Connect als optionale „Connect“-Erweiterung für Ninja V / Ninja V+ sowie der Zato Connect als günstige Streaming/Monitoring Lösung (ohne hochwertige Recording-Funktion).



Camera to Cloud nach Frame IO aufsetzen: Schritt für Schritt



Voraussetzungen: Um einen Camera to Cloud Workflow am Shoghun Connect (oder auch Ninja V/Ninja V+ inkl. Connect Modul) aufzusetzen, wird ein Atomos Cloud Studio Account sowie eine Frame.io Account benötigt. Darüber hinaus sollte man sicherstellen, dass man die aktuellste Firmware auf seinem Atomos Connect Gerät installiert hat.

- Einen Atomos Cloud Studio Account legt man unter www.atomos.cloud an. Hier gilt es bei der ersten Registrierung die Region auszuwählen, in der man vor allem filmt, um einen möglichst effektiven Daten-Workflow zu garantieren.

- Um (wie in unserem Test ) einen Upload via iPhone WiFi-Tethering aufzusetzen, verbindet man den Atomos Shogun Connect mit der gewünschten Kamera (HDMI oder SDI), schaltet am besten beide Geräte ein und navigiert im übergeordneten Input-Menü des Atomos Connect in das Untermenü „Connect“.

- Hier wird per Klick auf den Network-Button unten rechts ein Reboot gestartet und danach sind im gleichen Menü Network und Atomos Cloud Status Anzeigen zu sehen. Diese sind aktuell noch grau (und wechseln nach erfolgreicher Verbindung zur Atomos Cloud / FrameIO auf grün). Hierfür gilt es jedoch zunächst eine WiFi-Verbindung zu aktivieren.

- Um eine WiFi-Verbindung zu aktivieren, klickt auf das Nachbar-Menü „WiFi“. Hier werden alle in der Umgebung verfügbaren WiFi-Netze angezeigt. Wir haben auf unserem iPhone einen persönlichen Hotspot freigeschaltet, der dann auch unter den angezeigten WiFI-Netzen auf dem Atomos Shogun Connect auftaucht und mit entsprechendem Login aktiviert werden kann. Ein grüner Haken neben dem WiFI Netzwerk bestätigt die erfolgreiche Verbindung.

- Jetzt geht es erstmal bei Frame.io weiter: Loggt euch in euren Frame.io (www.frame.io) Acount ein (hier funktioniert natürlich auch euer Adobe Cloud Login). Hier müsst ihr entweder ein neues Projekt anlegen oder ein bestehendes Frame.IO Projekt auswählen. WICHTIG!!: Via Klick auf die drei Punkte (Mouse-Over) neben dem Projektnamen könnt ihr die „Project settings“ aufrufen.

Hier müssen die „C2C Connections“ für das Projekt mit dem Schieber links aktiviert werden – sonst funktioniert der Camera-to-Cloud Upload nicht!

- Zurück auf dem Atomos Connect öffnen wir jetzt nochmal das „Connect“-Menü und sollten hier sehen, dass wir mit dem Network verbinden sind (WiFi) aber noch nicht mit der „Atomos Cloud“. Im nächsten Schritt gilt es eine Verbindung zur Atomos Cloud herzustellen.

- Via Klick auf den grünen „Pair“ Button neben „Atomos Cloud“ öffnet sich ein QR-Code-Link zur Atomos Cloud (Atomos Cloud Studio) – wir empfehlen diesen QR-Link zu nutzen, weil hier auch gleich die AID-Nummer des zu nutzenden Atomos Connect automatisch übertragen wird. Im Atomos Coud Studio müssen jetzt noch nach ggf. einem Klick auf „Add Device“ die drei Begriffe, die neben dem QR Code am Atomos Connect zu sehen waren, als Verifikation eingetragen werden und ein frei wählbarer Name für euer Atomos-Gerät vergeben werden. Wir haben „ShogunConnect“ gewählt. Die Atomos Cloud Studio Seite sollte dann in etwa wie folgt aussehen:


- Als letzter Schritt muss jetzt nur noch der jeweilige Dienst, zu dem aus dem Cloud Studio heraus gestreamt werden soll, ausgewählt werden. Auf unserem Screenshot sieht man hier bereits „Frame.Io“ ausgewählt. Diese Auwahl erfolgt über einen Klick auf „Add Destination“.

Hier stehen jetzt Frame.Io, Facebook, YouTube etc. zur Auswahl. Via Klick auf Frame.io werden jetzt weitere automatische Schritte für einen Login nach Frame.io gestartet inkl. Abfragen ob Camera-to-Cloud Geräte sich mit deinen Frame.io Projekten verbinden dürfen. Als letzter Punkt wird im Atomos Cloud Studio abgefragt, mit welchem Frame.io Projekt euer Atomos Connect Gerät verbunden werden soll. Hier gilt es auf das zuvor ausgewählte Frame.io Projekt zu klicken. Und damit seid ihr fertig.

- Wann immer jetzt mit dem Atomos Connect aufgezeichnet wird, erstellt der Atomos Connect ein H.265 Proxy-File, das direkt nach dem Aufnahme-Ende nach Frame.io hochgeladen wird - (in Zukunft soll der Upload bereits beginnen, während das Videofile noch aufgezeichnet wird). Ein grüner Punkt mit einem grünen Kreis in der oberen linken Bildecke des Atomos Shogun Connect zeigt jetzt, dass alles für den Videoupload nach Frame.io bereit ist. Der Punkt wechselt zu einem grünen Pfeil, sobald ein neues Videofile hochgeladen wird. Per Klick auf den Punkt lässt sich anzeigen, wie viele Files noch auf den Upload warten.



Die Praxis: Von der GH6 direkt ins Schnittprogramm?



Ehrlich gesagt waren wir eher skeptisch, ob der direkte Upload von unserer Dreh-Location im Regierungsviertel in Berlin Mitte zum Atomos Cloud/ Frame.io Server problemlos klappen würde.

Atomos Shogun Connect und Panasonic GH6 Rig



Schließlich waren wir mit einem normalen LTE Tarif (ohne 5G / max Upload 50 Mbit/s) mit unserem Smartphone unterwegs (iPhone 14 Pro) und die Übertragungskette bis zum Frame.io Server ist ziemlich lang: Das 4K Videosignal muss von der GH6 via HDMI zum Atomos Shogun Connect, dort (quasi in Echtzeit) in ein HD H.265 Proxy umgewandelt werden, von dort via WiFi zum Smartphone geschickt werden, von dort via LTE zunächst zum Atomos Cloud Studio und vor dort weiter zum Frame.io Server hochgeladen werden und schließlich vom Schnittprogramm aus angezeigt und wieder heruntergeladen werden.

Entsprechend hoch war unsere Skepsis bei dieser langen Übertragungskette zu der noch die Unkalkulierbarkeit der aktuellen Nutzung der Funkzelle, in der wir uns befanden, hinzu kam. Umso erstaunter waren wir, wie problemlos der Upload nach Frame.io funktionierte. Hier kündigt sich tatsächlich ein alternativer Produktionsworkflow an. Wir haben für unseren Atomos Connect Test insgesamt 23 Clips aufgenommen mit einer Länge bis maximal ca. 2 Minuten pro Clip – was in etwa einem typischen Praxistest-Projekt von uns entspricht.

Die GH6 hatten wir via (Fullsize) HDMI mit dem Atomos Shogun Connect verbunden und via aktivierter HDMI-Timecode-Ausgabe als Timecode-Trigger ausgesetzt. Somit zeichnet der Atomos Shogun Connect wie bekannt beim Drücken des Record-Buttons auf der Kamera automatisch im entsprechenden Format auf die SSD auf: In unserem Test war dies ProRes 4K 10 Bit Panasonic V-Log Material mit 25p sowie parallel ein H.265-Proxy für den Camera-to-Cloud Upload.

Was uns besonders beeindruckt hat: Zwischen jedem Take benötigen wir immer etwas Zeit, um entweder zu Reframen, neue Belichtungseinstellungen zu wählen, das Objektiv zu wechseln etc.. Diese kurze Zeit hat jedoch immer ausgereicht, um das gesamte Proxy via Handy hochzuladen, so dass wir bei der Aufnahme des nächsten Clips keinen Proxy-Upload mehr anstehen hatten: Damit gestaltete sich der Camera-to-Cloud Workflow erstaunlich entspannt. Von unserer Seite damit eine klare Empfehlung – auf jeden Fall für das hier getestete Setup (Panasonic GH6, Atomos Shogun Connect, iPhone 14 Pro + LTE-Upload, Atomos Cloud-Studio, Frame.io sowie Premiere Pro, FCP oder Resolve Studio.

Nichtsdestotrotz gibt es aktuell ein Paar Limitierungen, die man im Hinterkopf beim Camera-to-Cloud Workflow mit dem Atomos Connect behalten sollte:



Limits (und Hacks)



Aktuell werden jedoch nicht alle Frameraten und Aufnahmeformate für Camera to Cloud Proxy-Workflows unterstützt, die ansonsten am Atomos Flaggschiff Monitor Recorder Shogun Connect (bzw. Atomos Ninja V/V+) zur Verfügung stehen.

So sollen 50/60p Formate mit einem Fimrware-Update zu Beginn des neuen Jahres nachgereicht werden und auch das parallele Proxy-Recording für ProRes Raw steht auf der Liste der Funktionen, die im nächsten Jahr nachgereicht werden.

Atomos Shogun Connect und Panasonic GH6 Rig



Wer bereits jetzt Slowmotion-Aufnahmen in 50/60 oder 100/120p vom Dreh schnell nach Frame.io uploaden muss kann zu folgendem Hack greifen (sofern die jeweilig genutzte Kamera ein 24/25p Conforming von HFR-Material zulässt):

Nach der Aufnahme und dem Konformen des High-Frame-Rate Materials in der Kamera kann man dieses 24/25p Slowmotion-Material dann in der Kamera abspielen und mit dem Atomos Shogun Connect via HDMI aufzeichnen. Da der Camera-to-Cloud-Workflow diese Standard-Framearaten unterstützt, lässt sich somit dann auch Zeitlupen-Material übertragen. Wer hingegen das 50/60p Proxy-Material in Frame.io benötigt, wird sich vermutlich noch bis Januar gedulden müssen – dann soll das entsprechende Firmware-Update für die Atomos Connect-Serie zur Verfügung stehen.

Im Hinterkopf sollte man hier jedoch auch behalten, dass der 50/60p Proxy-Upload dann unserer Info nach nicht in der kostenlosen Atomos Cloud Option enthalten sein wird, sondern ein Abo-Preis (vermutlich um die 5 Dollar monatlich) fällig sein wird.

Proxy/HighRes Workflow

Aktuell empfinden wir die Proxy-HighRes Workflows Premiere Pro, Final Cut Pro und Resolve noch etwas umständlich. Eigentlich sollte unserem Verständnis nach hier eine „One-Klick“ Lösung existieren, mit der alle Farme.io Proxies mit dem später angelieferten HighRes Material ersetzt werden können. Momentan haben wir folgende Workflows am Start:



Premiere Pro: Proxy-HighRes Workflow



Bevor es an den Proxy-Schnitt geht, sollte man sich überlegen, in welcher Auflösung das finale Ausspielung erfolgen soll. Die Camera-To-Cloud Proxies liegen bekanntlich in HD-Auflösung vor, die High-Res Files sind bei uns jedoch in 4K erstellt und letztlich soll auch in 4K ausgespielt werden. Entsprechend stellt wir die Premiere Pro Sequenz bereits beim Arbeiten mit den Proxies auf die finale 4K Auflösung ein und aktivieren „Auf Framegröße anpassen“ für die HD-Proxy-Clips.

Frame.io in Premiere Pro



Sobald der Schnitt der zuvor lokal heruntergeladenen Frame.io Proxies in beendet ist, wählen wir alle Proxy-Clips in der Timeline aus und wählen aus dem Kontextmenü „Medien Offline stellen“ aus. Danach wählen wir bei immer noch ausgewählten Timeline-Medien im Kontextmenü „Medien verknüpfen“ aus, navigieren zu den HighRes Medien ( bsp. auf der angeschlossenen SSD) und klicken hier auf eines der HighRes Files. Premiere Pro ersetzt jetzt alle Proxy-Medien auf der Timeline mit High-Res Medien.



Final Cut Pro: Proxy-HighRes Workflow



Auch in Final Cut Pro legen wir vor dem Import der Frame.io Proxy-Medien ein Projekt in der finalen 4K Ausspielungsauflösung an. Nach dem Herunterladen der Atomos Connect HD-Proxy-Clips und der Finalisierung des Proxy-Schnitts navigieren wir zu dem FCP-Ordner in dem sich die heruntergeladenen Proxies befinden (in der jeweiligen FCP Mediathek im entsprechenden Projekt-Ordner unter „Original Media“). Hier wählen wir alle Clips aus und verschieben diese in einen eigenen Ordner. Auf der Timeline erscheinen die Proxy-Medien jetzt als Offline mit einem Warnhinweis.

Frame.io in Final Cut Pro



Als nächstes selektieren wir alle Offline Medien auf der Timeline und gehen auf Ablage/Dateien erneut verknüpfen/Originalmedien. Hier navigieren wir zu den Originalmedien auf der SSD und lassen diese durch FCP automatisch verknüpfen. Die Proxy-Medien auf der Timeline werden jetzt durch die HighRes Medien ausgetauscht und stehen für die finale Ausspielung in 4K bereit.



DaVinci Resolve: Proxy-HighRes Workflow



Auch in DaVinci Resolve starten wir mit dem Anlegen einer Sequenz in finaler Originalauflösung. In unserem Fall also 3840x2160 Pixel. Für Resolve wählen wir allerdings einen etwas anderen Weg für das Arbeiten mit den Proxies. Anstatt die in Resolve integrierte Frame.io Unterstützung (unter Preferences/Internet Accounts) zu nutzen, laden wir zunächst klassisch die Atomos Connect Proxies via Webbrowser in Frame.io runter.

Frame.io in DaVinci Resolve



Nach erfolgtem Proxy-Schnitt verschieben wir die Proxy-Files in einen anderen Ordner, so dass die Schnittsequenz offline angezeigt wird. Nach dem Selektieren aller Offline-Proxy-Clips im Media-Fenster wählen wir im Kontextmenü „Link Full Resolution Media“. Die Clips auf der Timeline werden jetzt alle automatisch durch die 4K HighRes Clips ersetzt.



Videoqualität: 8Bit HD Proxy vs 10 Bit 4K ProRes



Wer auf der Suche nach der schnellstmöglichen Ausspielung seines Frame.io Materials ist, kann sich überlegen, ob die 8 Bit HD Qualität der Proxy-Files bereits ausreicht oder ob es sich lohnt, auf die HighRes Files zu warten.

Wir haben hierfür einen kleinen Vergleich zwischen dem 8 Bit HD Proxy-Material (H.265) und dem 10 Bit 4K HighRes Material (ProRes 422 HQ) – beides vom Atomos Connect produziert – zusammengestellt:



Per Copy&Paste haben wir hier die gleiche Farbkorrektur (DaVinci Resolve) sowohl auf das Proxy wie auf das HighRes Material angewandt.

Das Proxy-Material hält in unseren Augen gar nicht mal so schlecht mit dem HighRes Material mit. Für Produktionen, bei denen Geschwindigkeit wichtiger ist als 10 Bit 4K Auflösung kann dies durchaus ein gangbarer Weg sein.



Fazit



Unser Praxis-Test des Camera to Cloud Workflows mit dem Atomos Connect via Frame.io hat uns ziemlich positiv überrascht. Tatsächlich hat der Proxy-Upload vom Atomos Connect von unserer Dreh-Location in Berlin Mitte via WiFi-Hotspot mit dem iPhone (mit gewöhnlichem LTE-Vertrag) völlig reibungslos geklappt.

Zu den Stärken der Atomos Connect Funktionen zählt neben dem zuverlässigen Worklow vor allem die clever aufgesetzte Atomos Studio Cloud als „Weiche“ im Internet zu unterschiedlichen Cloud- und Streamingdiensten sowie das qualitativ hochwertige Proxy-Encoding. Hier zeichnet sich tatsächlich ein neuer Wofklow ab, der besonders schnelle Turnovers erlaubt – vor allem wenn man direkt mit dem Proxy-Matrial arbeitet, das wir via Frame.io sowohl in Premiere Pro, Final Cut Pro als auch DaVinci Resolve problemlos verarbeiten konnten – inkl. Proxy-HighRes Handling.

Im Hinterkopf sollte man behalten, dass aktuell nur Bildraten bis maximal 30p im Atomos Connect als Proxy verarbeitet werden können (vorauss. ab Anfang nächsten Jahres auch 50/60p) und für komplexere Encoding-Funktionen im Camera-to-Cloud Workflow eine Abo-Gebühr fällig werden wird.

Für viele Anwendungen dürfte die aktuell gebotene Funktionalität jedoch völlig ausreichen. Klare Empfehlung von unserer Seite.

(Mehr zum neuen Atomos Connect demnächst auf slashCAM ...)


  

[11 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
R S K    14:29 am 30.11.2022
Gneau. Habe ich. Genauso wir ihr eine „Workflow-Lösungen unter Verwendung der Frame.io Erweiterungen” in Resolve veröffentlicht habt. 😉
rob    12:23 am 30.11.2022
R S K    10:46 am 30.11.2022
Habe ich ja schon oben. ;-)
[ Alle Kommentare ganz lesen]

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update am 9.Dezember 2022 - 15:02
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