Logo
///  >

Test : Osee LCM156-E - 10-Bit-Field-Monitor mit Rec.2020

von Mi, 8.Februar 2017 | 3 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Ausstattung
  Test
  Zuspielung von 4K-Material
  Praxis
  Sonstiges
  Fazit



Zuspielung von 4K-Material



Die Wiedergabe von Inhalten beschränkt sich auf YUV-Signale. RGB-Signale, wie sie von der Grafikkarte eines PCs generiert werden, werden mit einem schwarzen Bildschirm quittiert. Trotz der max. Auflösung von 1920 x 1080 wird das Bild einer UHD-Kamera wiedergegeben, in 10 BitBit im Glossar erklärt mit dem erweiterten Farbumfang der Rec.2020 aber eben nur in Full HD; es erfolgt also keine 1:1-Darstellung der Pixel. Selbst eine UHD-Blu-ray gibt er wieder, trotz fehlendem HDCP 2.2.



Praxis



Die Größe von 15,6 Zoll ist für den Filmer-Alltag ideal, da es zur Schärfekontrolle hinreichend groß ist, aber eben auch nicht zu groß. Das Gewicht von 3,5 kg ist am Rig hingegen schon spürbar und bedarf über den Tag hinweg letztlich doch recht durchtrainierter Oberarme. Als sehr praktisch erweisen sich die zahlreichen Mess- und Testfunktionen, die sich bequem auf eine der fünf Funktionstasten legen lassen und so schnell im Zugriff sind.



Sonstiges



Die Reaktionszeit der Flüssigkristalle beim Ändern der Lichtdurchlässigkeit von Schwarz auf Weiß und zurück ist bei einem IPS-Panel technologisch bedingt wenig rekordverdächtig. Aber mit 28,8 ms (12,8 ms rise, 16,0 ms fall) liegt sie beim Osee LCM156-E selbst für ein IPS-Panel auf recht niedrigem Niveau. Da dieser Parameter aber für Filmer kaum relevant ist, messen wir dem keine große Bedeutung bei.

Anders sieht es beim Stromverbrauch aus. Er ist in dieser Geräteklasse prinzipiell wichtig, da die Leistungsfähigkeit der Akkus zu den Achillesfersen gehören - zumindest im Outback. Auch wenn er scheinbar nur 34,7 Watt verbraucht, ist es für ein Gerät dieser Größe doch recht erheblich. Zahlreiche 4K-Displays mit doppelt so großer Display-Diagonale verbrauchen gerade einmal 50 Watt bei dieser Helligkeit. Dank eines Ein-Ausschalters auf der Rückseite kann das Display direkt vom Netz getrennt werden und verbraucht im Standby nicht weiter Strom. Wer den Osee LCM156-E am Schnittplatz über das mitgelieferte externe Netzteil betreibt, muss sich auf ein recht nerviges Netzbrummen einstellen, das selbst geduldige Gemüter im Laufe des Tages stören wird.



Fazit



Der Osee LCM156-E ist ein ausgesprochen gut ausgestatteter und dennoch preiswerter Full HD Field-Monitor. Er kann echte 10 BitBit im Glossar erklärt und neben Rec.709 auch DCI-P3 vollumfänglich darstellen. Auch wenn er UHD-Inhalte auf seinem Full HD-Display darstellen und den Farbraum der Rec.2020 zu 88 Prozent abbilden kann, gibt es jedoch keine pixelgenaue Vorschau. Zieht man jedoch in Betracht, dass ein echter 4K-Vorschaumonitor mit den genannten Eigenschaften schnell in fünfstelligen Euroregionen beheimatet ist, der Osee LCM156-E jedoch für 1400 Euro (netto) den Besitzer wechselt, lassen sich diese Nachteile möglicherweise verschmerzen. Positiv hinzu kommt, dass er zahlreiche Mess- und Hilfsmittel an Bord und bereits 10 De-Log-Profile vorinstalliert hat.

Test


3 Seiten:
Einleitung / Ausstattung
Test
Zuspielung von 4K-Material / Praxis / Sonstiges / Fazit
    

[4 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
Valentino    13:36 am 9.2.2017
Vielen Dank Rudi für die Antworten. Für ein großen Farbraum sind bei LCDs auch RGBW-Backlights eine sehr große Hilfe. Bevor die LED-Backlights aufkamen gab es auch sehr gute...weiterlesen
rudi    10:26 am 9.2.2017
Hier ein paar Antworten von unserem Autor durchgereicht: klein, wenn das die Frage war. Siehe Bild im Artikel Dazu kann ich nichts sagen. Das kann ich so nicht...weiterlesen
Darth Schneider    07:25 am 9.2.2017
Etwas was ich mich schon lange Frage, was spricht eigentlich gegen einen günstigen TV zur Bildkontrolle, es ist ja dann vielfach auch das Endprodukt. Die Leute schauen die Filme...weiterlesen
[ Alle Kommentare ganz lesen]

Weitere Artikel:


Test: Gemischte Gefühle - Nvidia GeForce GTX 1070 Mi, 28.September 2016
Die GTX 1070 von Nvidia verspricht mit einer Leistung von über 6 TFlops und einem Preis von rund 400 Euro einen gesunden Mix aus Leistung und akzeptablen Preis für Videoschnittapplikationen. Doch noch läuft mit den neuen Pascal-Chips nicht alles rund...
Test: Ein aktueller Blick auf Premiere Pro CC 2015 - Lumetri und Co. Do, 30.Juli 2015
Unsere Erkundung des neuen Premiere CC 2015 braucht viel Zeit. Daher wollen wir sukzessive von unseren frischen Eindrücken berichten. Nun einmal unser erster (weitaus nicht erschöpfender) Eindruck mit dem Schwerpunkt auf den neuen Lumetri-Effekten.
Test: 7toX XML-Konvertierungstool für Final Cut Pro 7 nach Final Cut Pro X Mi, 22.Februar 2012
Philip Hodgetts Firma Intelligent Assistance hat nach der Bereitstellung eines kostenpflichtigen Final Cut Pro X nach Final Cut Pro 7 Konvertierungstool nun auch einen XML-Konvertierer für die andere Richtung, also für Final Cut Pro 7 Projekte nach Final Cut Pro X mit Namen 7toX herausgebracht. Wir hatten Gelegenheit das neue Final Cut XML Konvertierungstool zu testen – hier ist unsere Einschätzung …
Test: Final Cut Pro X vs Final Cut Pro 7 Rendertests und Grafikkarten Di, 4.Oktober 2011
Wievel schneller rendert Final Cut Pro X im Vergleich zu Final Cut Pro 7? Wir wollten wissen, wieviel Performancegewinn auf unserem älteren Redaktions-Mac Pro in Final Cut Pro X steckt und ob sich ein Grafikkarten Update von ATI Radeon 3870 auf die ATI Radeon 5770 für das Arbeiten unter Final Cut Pro X lohnt …
Test: Final Cut Pro X Mo, 11.Juli 2011
Test: LG 3D-Monitor W2363D Di, 7.Juni 2011
Test: Sony Vegas Pro 10 - Multitalent auf Speed Sa, 21.Mai 2011
Test: Edius 6 - Das Performance-Wunder Mi, 11.Mai 2011
Test: CS5 Files, Teil 3 – Vergleich GPU/CPU-Effekte unter Premiere Pro So, 22.August 2010
Test: CS5 Files, Teil 2 – Decklink Intensity unter Premiere Pro Do, 22.Juli 2010
Test: CS5 Files – Premiere Mercury Engine Teil 1 Fr, 2.Juli 2010
Test: Edius Neo Booster 2.5 Di, 5.Januar 2010


[nach oben]


[nach oben]
















passende Forenbeiträge zum Thema
Apple Final Cut Pro X:
Das neue fcpx und die anderen Tools sind online
Messevideo: AJA Kona 5 mit 12G-SDI und HDMI 2.0 für Avid MC, FCPX, Premiere Pro CC u.a. // IBC 2018
final cut x - Doku :D
macOS Mojave 10.14: Final Cut Pro X unterstützt ab sofort offiziell eGPUs
Apple MacBook Pro 2018 im 4K Schnitt Performance Test: ARRI, RED, VariCam Material in FCPX, Premiere Pro und Resolve
CommandPost 1.0.0 Beta30 erleichtert CC in FCP X
Export XML aus FCPX - Daten nicht drin... nur verlinkt
mehr Beiträge zum Thema Apple Final Cut Pro X


Specialsschraeg
1. Oktober - 31. Dezember / Berlin
Video-Wettbewerb
8. Dezember / Bünde
Bünder Kurzfilmfestival 2018
12-16. Dezember / Villach
K3 Film Festival
13-24. März 2019/ Regensburg
25. Internationale Kurzfilmwoche Regensburg
alle Termine und Einreichfristen


update am 18.November 2018 - 15:00
slashCAM
ist ein Projekt der channelunit GmbH
*Datenschutzhinweis*