Logo Logo
///  >

Test : Nokia 808 PureView

von Mo, 7.Januar 2013 | 5 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 Technische Daten
 Das 41 MP Kameramodul



Technische Daten



Das Nokia PureView 808 wird von einem Single Core 1,3 GHz ARM Prozessor mit 512 MB Arbeitsspeicher betrieben. An internem Speicher werden 16 GB mitgeliefert die sich via MicroSD Card auf bis zu 48 GB erweitern lassen. Als Display steht ein 4" AMOLED mit 640x360 Pixel Auflösung zur Verfügung. Nokia gibt eine Stand-by-Zeit von 525 Stunden und eine Sprechzeit von 6,5 Stunden an. Als Betriebssystem findet sich Symbian installiert.

Mit 60,2 x 123,9 mm hat es in etwa die Iphone 4S Fläche, ist jedoch durch die voluminöse Kameraeinheit mit 13,9mm deutlich dicker. Der Akku verfügt über 1400 mAh bei 3,8 V Spannung.

An Funkstandards werden alle wichtigen 2G und 3G Versionen (Quadband) unterstützt (kein LTE) und auch in Sachen Schnittstellen weiss das PureView mit recht kompletter Ausstatung zu glänzen: Unterstützung für USB-OTG, 3,5-mm-Audioanschluss mit Zusatzfunktionen, HDMI-D-Anschluss, Micro-USB-Anschluss Typ AB sowie folgende kabellose Verbidungstypen: Unterstützung für DLNA, Bluetooth 3.0, WLAN IEEE 802.11 b/g/n sowie die videl diskutierte NFC-Technik (Near Field Communication).



Das 41 MP Kameramodul



Highlight des Nokia PureView 808 stellt der 41 MP Sensor dar, der eine ganze Reihe an Auslesetricks beherrscht. Zum einen handelt es sich bei diesem Sensor um einen sog. Multiformat-Sensor, der sowohl 4:3 als auch 16:9 Formate durch optimales Auslesen des maximalen Bildkreises ermöglicht. Somit werden nicht, wie ansonsten üblich, beim Umschalten von 4:3 auf 16:9 einfach die 4:3 Pixel abgeschnitten, was in deutlich weniger Auflösung für das 16:9 Format (Video) resultiert. Vielmehr wird die gesamte Breite des Sensors für das 16:9 Format genutzt, was in eine nur geringe Reduzierung der verfügbaren Pixel resultiert (34 MP bei 16:9 versus 38 MP bei 4:3). Kommt das bekannt vor? Ja, genau, der Sensor der Panasonic GH2 arbeitet, wenn auch mit deutlich weniger Pixeln, mit dem gleichen Multi-Format-Verfahren.

Multiformat Sensor Nokia 808 PureView



Darüber hinaus nutzt der Nokia Sensor seine enorme Pixelzahl für Zooms, die ohne Upscalings auskommen und damit auch nicht verlustbehaftet sind. Das Nokia PureView 808 erreicht somit ein im klassischen Sinne „verlustfreies“ 4-fach Zoom bei Videos in voller HD-Auflösung. Nokia erkärt das Verfahren mit dem Begriff „Pixel Oversampling“. Bei einem Bildausschnitt ohne Zoom – also mit maximal verfügbaren Bildwinkel – wird die gesamte je nach Format (4:3 oder 16:9) verfügbare Sensorfläche genutzt mehrere Pixel werden zu einem Superpixel zusammengerechnet. Wird nun eine Ausschnittsvergösserung vorgenommen (sprich: gezoomt) werden immer kleinere Sensorflächen (weniger Pixel) in die Berechnung miteinbezogen bis man auf der nativen Auflösung (je nach Einstellung) z.B. bei 5 MP (3072x1728 Pixel) oder bei Video HD (1920 x1080 Pixel) angekommen ist. Anstatt also wie bei digitalen Zooms einfach die ursprüngliche Auflösung zu skalieren, wir die via -Super-Pixel ausgelesene Sensorfläche verkleinert, bis keine Superpixel mehr nötig sind. Durch intelligentes Bildprocessing bei der Berechnung der Superpixel sollen sowohl Artefakte heruasgerechnet wie auch die Lowlightfähigkeit trotz der hohen Pixeldichte auf gutem Niveau gehalten werden. Wie gut dies gelingt, klären wir im Testlaborkapitel. Weiter geht es hier mit dem Handling im Videobetrieb des Nokia PureView 808.

Das Nokia PureView 808 glänzt mit einer Fülle an Einstellmöglichkeiten im Videobetrieb.



Grudsätzlich werden drei Aufnahmemodi unterschieden, die man in ähnlicher Weise auch von anderen Foto- und Videokameras kennt: 1. Automatik (hier „Automatisch“ genannt), 2. Szenen und 3. Kreativ. Während 1. und 2. vom Funktionsumfang her klar sein sollten, ist für uns vor allem der „Kreativ“ Modus interessant, denn hier lassen sich für ein Handy beeindruckend viele Video-Bildparameter manuell wählen.

Nokia 808 PureView Videoparameter



Zu diesen zählen: Bildfrequenz (30, 25, 24 und 15 B/s), Farbtöne, Sättigung, Kontrast und Schärfe. Zusätzlich lassen sich 3 Custom-Bildprofile (C1-C3) abspeichern, so dass man auf unterschiedlich Lichtsituationen schnell reagieren kann. Für die Erleichterung der exakten Ausschnittsbestimmung lassen sich diverse Rahmen / Grids einblenden.



Die HD-Video des Nokia PureView 808 werden in einen MP4-Container mit H.264 Kodierung (High@L4.0) mit ca. 20 Mbit/s eingeschrieben. Audio wird über das interne Mikro als Stereoton in AAC mit 16 Bit, 48 KHz bei ca. 128 Kbit/s aufgezeichnet.

Als maximale Blende wird eine f/2.4 angegeben, der minimale Fokussierabstand beträgt 15 cm.

Das Videohandling und die gebotenen VIdeofunktionen des Nokia PureView 808 sind besser als bei allen uns bekannten Handys. Das Nokia PureView 808 kann also tatsächlich als echtes Videohandy beziehcnet werden – bleibt die Frage nach der Bildqualität, die wir sowohl im Labor als auch in der Praxis getestet haben ...

Einleitung
Testlabor


5 Seiten:
Einleitung
Technische Daten / Das 41 MP Kameramodul
Testlabor
Das wahre Leben
Fazit
  

[13 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
sottofellini    18:36 am 8.1.2013
Irrtum- sehr wohl vergleichbar. Und geradezu atemberaubend ruhig und geschmeidig, wenn dazu so eine kleines Merlin druntergeschraubt wird. Du meintest wohl eher die Bildqualität...weiterlesen
Der_Marco    17:50 am 8.1.2013
haha, :-D hoffen? okaaay, schon klar, es ist beeindruckend was optische Bildstabis heute so leisten. (Für den Consumer und Newsbereich natürlich einen grossen Nutzen) Mit...weiterlesen
marty    14:47 am 8.1.2013
Ah, Ok, du meinst den optischen Stabil. Ja, da gibt es wirklich tolle Lösungen, keine Frage! Nur für Profisysteme (2/3 Zoll Kameras) anscheinend zu teuer (kenn ich nur von...weiterlesen
[ Alle Kommentare ganz lesen]

Weitere Artikel:


Test: Panasonic HC-X1500, HC-X2000 und AG-CX10 - 4K Camcorder kompakt und komplett? Mo, 27.Januar 2020
Klein, aber dennoch komplett ausgestattet um auch professionellen Erfordernissen gerecht zu werden. Geht das? Panasonic versucht es mit den neuen 4K-Modellen HC-X1500, HC-X2000 und AG-CX10.
Test: Die Bildqualität der Panasonic HC-X1500, HC-X2000 und AG-CX10 Mo, 13.Januar 2020
Wir haben bereits die Panasonic HC-X2000 von Panasonic bei uns. Um die Wartezeit auf den ganzen Test zu verkürzen, veröffentlichen wir schon einmal vorab unsere Erkenntnisse zur Bildqualität.
Test: Hands On: Sony FX9 - 5.9K Vollformat-Camcorder mit Fast Hybrid-Autofokus und 16 Bit Raw Output // IBC 2019 Fr, 13.September 2019
Wir hatten bei einem Sony PRE-IBC Event Gelegenheit zu einem ersten Hands On mit der neuen Vollformat Sony FX9, die über einen 5.9 K Sensor (15+ Stops) verfügt und den aus der Sony Alpha Serie bekannten Fast Hybrid Autofokus erhalten hat. Hier alles zum Thema FX9 Sensorauslesung, Formate, Autofokus, Frameraten, elektronischer Vario ND-Filter, 16 Bit RAW-Optionen...
Test: Vergleich: DJI Osmo Action vs GoPro Hero 7 Black - wer baut die beste Action Camera? Teil 2 - inkl. Fazit Mi, 29.Mai 2019
Im zweiten Teil unseres DJI Osmo Action Camera Tests im Vergleich mit der GoPro Hero 7 Black dreht sich alles um die Bildqualität bei unterschiedlichen Videofunktionen in der Praxis: 240 fps High Frame Rates, Hypersmooth vs Rocksteady Stabilisierung, Timewarp vs Timlapse sowie D-Cinelike vs HDR vs Flat Bildprofile. Inkl. vielen Unterscheidungsmerkmalen und Fazit ...
Test: Vergleich: DJI Osmo Action vs GoPro Hero 7 Black - wer baut die beste Action Camera? Teil 1 Do, 23.Mai 2019
Test: Panasonic AG-CX350 - 4K-Camcorder mit allem drin und dran? Mi, 20.Februar 2019
Test: Canon XF705 - Teil 2: Sensor-Bildqualität und Bewertung Di, 12.Februar 2019
Test: Canon XF705 1" 4K-Camcorder - Teil 1: Ausstattung, Bedienung und Formate Fr, 8.Februar 2019
Test: GoPro Hero7 Black in der Praxis: Hypersmooth bei 4k 60p, Timewarp, Zeitlupe und Vergleich zur Hero 6 Mi, 30.Januar 2019
Test: GoPro Hero 7 Black - Mehr als nur mehr Bildstabilisation? Mo, 22.Oktober 2018
Test: Panasonic HC-VXF11 (und HC-VX11) - Es lebe der Camcorder im Jahr 2018 Mi, 30.Mai 2018
Test: Sony PXW-Z90 - 4K oder 10 Bit FullHD(R) Mo, 19.Februar 2018


[nach oben]


[nach oben]















Artikel-Übersicht



Artikel-Kategorien:

Specialsschraeg
1. April - 30. September / Düsseldorf
Young Film Lab
12-15. Mai / Thalmässing
27. Kurzfilmtage Thalmässing
12-16. Mai / Bremen
realtime, festival für neue musik
19-30. Juni / Düsseldorf
24h to take
alle Termine und Einreichfristen


update am 13.Mai 2021 - 16:03
ist ein Projekt der channelunit GmbH
*Datenschutzhinweis*