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Test : Loupedeck CT (Creative Tool) - Schickes Controller-Pult mit Kanten

von Fr, 6.März 2020 | 5 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Solide mit futuristischer Anmutung
  Universeller Helfer für Alles?
  Mit Premiere Pro und After Effects
  Zu viele Tasten, zu wenig Regler
  Fazit



Mit Premiere Pro und After Effects



Benutzt man das Pult unter Premiere oder After Effects, so wirkt die Auswahl der unterstützten Parameter erst einmal etwas willkürlich. Sofort blind loslegen ist dabei fast unmöglich, denn eine Struktur wird erst erkennbar, wenn man sich in die Bedienung einarbeitet.

So gibt es unter Premiere drei Ebenen (Editing, Color und Audio), die einige gängige Parameter zur Verfügung stellen. Zwischen diesen Ebenen wechselt man mit den Zahlentasten. Nur wenn Premiere oder After Effects unter Windows den "Fokus" haben (also das offene Fenster gleichzeitig das aktive Fenster ganz vorne ist), reagieren das entsprechende Programm auch auf die Befehle vom Loupedeck.

Dies funktioniert in vielen Fällen, jedoch leider nicht in allen. Ist innerhalb der Oberfläche ein falsches Subfenster aktiviert, so kann es vorkommen, dass einige Loupedeck-Befehle nicht mehr zur Applikation durchkommen. Sind beispielsweise die Lumetri-Scopes "aktiv" (also mit der Maus so angeklickt dass deren Rahmen leuchtet), so werden die Farbbefehle für Lumetri weiterhin durchgereicht, die Timeline-Steuerbefehle werden dagegen nicht mehr angenommen. Man muss also immer etwas darauf achten, in welchem Zustand sich Premiere befindet und gegebenenfalls mit der Maus in Premiere einen anderen Rahmen anklicken, der die entsprechenden Tastaturbefehle auch erkennt, bzw. entgegennehmen kann.

Nervig fanden wir auch, dass manche Befehle nur durch gleichzeitiges drücken der Fn-Taste erreichbar sind (z.B.: framegenaue Bewegungen mit dem Wheel). Dadurch muss man in diesen Fällen das Pult mit zwei Händen bedienen, was wiederum erfordert, die zweite Hand von der Maus zu nehmen. Der Griff zu letzterer ist jedoch trotz Pult immer noch sehr häufig nötig. Eine fast ausschließliche Pultbediedung von Premiere oder After Effects (wie es in vielen Fällen unter Resolve möglich ist) ist mit dem Loupedeck CT unter den Adobe Apps nicht möglich. Dies bestätigt auch Loupedeck selber in der Anleitung zum CT:


"CT is not designed to eliminate all mouse usage. Moreover, with some functions, CT works best when it gets a little help from your mouse (e.g., selecting a clip with the mouse and then working with the clip with CT). With some actions, CT nicely takes the workload off the mouse, though – e.g., navigating through the timeline, moving clips, adjusting color, tuning transitions etc."


Dies beschreibt somit unseren größten Kritikpunkt recht gut: Denn solange man immer wieder zur Maus greifen muss, bringt das Pult gegenüber einer normalen Tastatur nur wenig Produktivitätsvorteile. Zudem ist dieses Problem von grundsätzlicher Natur: Denn Loupedeck kann fast nur Funktionen übernehmen, wenn es für diese in der Applikation auch Tastatur-Shortcuts gibt. Andere Pulte (z.B. von Blackmagic oder Tangent) werden direkter über eine API/Schnittstelle an das Programm angebunden, was für viel mehr Funktionen die Maus und Tastatur überflüssig machen kann.

Universeller Helfer für Alles?
Zu viele Tasten, zu wenig Regler / Fazit


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[19 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
ksingle    16:08 am 8.3.2020
Ich hab das hier: Shuttle Pro v2
DAF    06:49 am 8.3.2020
Bei mir war das einer der Hauptgründe, mich damit zu beschäftigen. Weil mich das Gefummle an Reglern mit der Maus genervt hat. Das geht so wesentlich (!) feinfühliger, wie ich...weiterlesen
srone    22:37 am 7.3.2020
je nach sounds...;-) lg srone
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