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Test : Kinefinity MAVO 6K Cine-Kamera - was lange währt...

von Mo, 27.August 2018 | 5 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Die Unterschiede zwischen MAVO, Terra und Kinemax
  Standard-Akkus und SSDs
  Monitor
  Formate
  Verzögerungen und andere Kleinigkeiten
  Bildqualität
  Fazit



Formate



Die MAVO zeichnet auf einfache SATA-SSDs in verschiedenen Codecs auf: Die SSD kann dabei sowohl in HFS als auch NTFS formatiert sein, weshalb sich unter MAC, Windows und Linux direkt von der SSD schneiden lässt. Das universelle exFAT wird allerdings nicht unterstützt.

Die MAVO kann in CinemaDNG mit 3:1, 5:1 oder 7:1 KompressionKompression im Glossar erklärt aufzeichnen. Diese CDNG-Kompressionsraten werden alle auch direkt von Resolve unterstützt. Weiters kann die Aufzeichnung auch in ProRES erfolgen. Hier werden 444XQ, 444 sowie 422HQ/422/LT/Proxy angeboten. Außerdem soll das proprietäre KineRaw weiterhin unterstützt werden, das RAW-Kompressionsverhältnisse von 2:1 bis 10:1 bietet. In unserem MAVO Testmodell war KineRAW jedoch nicht implementiert (KineOS 6.0(25)H).

Vermissen dürften KineRAW allerdings auch die wenigsten. Vielmehr darf man sich nun freuen, dass die Zeit des aufwändigen Transcodierens für die meisten Anwender vorbei ist. Nebenbei erwähnt ist die MAVO somit aktuell die einzige uns bekannte 6K RAW-Kamera, die intern komprimiertes CinemaDNG schreiben kann.

Auffällig war, dass bei einer CDNG-Kompression von 7:1 leichte ArtefakteArtefakte im Glossar erklärt sichtbar wurden, die typischen JPEG-Säumen äußerst ähnlich waren. Und bei der ProRES Aufzeichnung landete jeder Clip wie bei RAW in einem eigenen Ordner, was den Import von vielen Clips in ein Schnittprogramm zur Klickorgie ausarten lassen kann. Toll ist dagegen, dass man sofort von einer SSD losschneiden kann.



Verzögerungen und andere Kleinigkeiten



Grundsätzlich funktionierte die MAVO bereits ohne Abstürze oder kaputte Clips. Dennoch gab es ein paar Kleinigkeiten, die man als Anwender vor dem Einsatz unbedingt erlebt haben sollte. So dauert das Umschalten von einigen Funktionen manchmal bis zu einer Sekunde. Die größten Denkpausen legt die Kamera ein, wenn man die Codec-Klasse wechselt. Dies kann sogar ein paar Sekunden regungsloses Verharren bedeuten. Auch das Umschalten der Objektiv-Blende geschieht nur mit einem Lag. So dauerte ein Blendenwechsel mit einem Sigma 18-35 EF teilweise fast eine Sekunde. Und nicht zuletzt war auch die Monitorvorschau verzögert (ca. eine halbe Sekunde), was uns von allen Lags auch am meisten störte, weil dies das manuelle Fokussieren deutlich erschwerte.

Dazu erlebten wir gelegentlich das Abkoppeln und Neustarten des Monitorbildes. Ob dies am Monitor selbst lag können wir nicht sagen, ist aber zu vermuten. Dies passierte uns sogar einmal während einer Aufnahme, die jedoch fehlerfrei auf der SSD landete.

Und nicht zuletzt sind die Lüftergeräusche deutlich zu vernehmen, was bei einer Cinekamera jedoch fast schon "zum guten Ton" gehört. Große Sensoren müssen zuverlässig gekühlt werden, eine leise Kühlung ist bei S35-Kameras daher leider immer noch die sehr seltene Ausnahme.

Standard-Akkus und SSDs / Monitor
Bildqualität


Kinefinity MAVOim Vergleich mit:

Strassenpreis: 9518 €
Markteinführung: September 2018
Sensorgrößen-Klasse:
Super35 / APS-C
Mount: EF-Mount (aktiv)/Nikon F/PL-Mount

Platz 15 Wechseloptik-Camcorder / Cinema Kamera Bestenliste
Panasonic VariCam LT
Strassenpreis: 17500 €
Sensorgrößen-Klasse: Super35 / APS-C
Blackmagic Design Production Camera 4K
Strassenpreis: 1800 €
Super35 / APS-C

5 Seiten:
Einleitung / Die Unterschiede zwischen MAVO, Terra und Kinemax
Standard-Akkus und SSDs / Monitor
Formate / Verzögerungen und andere Kleinigkeiten
Bildqualität
Fazit
  

[8 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
r.p.television    00:17 am 5.9.2018
Es bleibt erstmal abzuwarten. Ich finde ja den Formfaktor super. Kein aufgeblasenes Blendwerk. Schön kompakt und leicht um es auch in ein Gimbal oder auf ein leichtes Stativ zu...weiterlesen
hellcow    22:01 am 4.9.2018
Bei den Terras war ich noch neugierig und durchaus kaufwillig, nur wurde man mit Informationen überschüttet... Release und Lieferzeiten waren auch deutlich und als kurz erkennbar...weiterlesen
pillepalle    20:36 am 4.9.2018
Wer damit arbeitet wird das aber in der Regel professionell machen und dann ist ein guter Service mindestens genauso wichtig wie die Kamera selber. Da hapert's bei den Chinesen...weiterlesen
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update am 23.Juli 2019 - 16:30
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