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Test : Kinefinity MAVO 6K Cine-Kamera - was lange währt...

von Mo, 27.August 2018 | 5 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Die Unterschiede zwischen MAVO, Terra und Kinemax
  Standard-Akkus und SSDs
  Monitor
  Formate
  Verzögerungen und andere Kleinigkeiten
  Bildqualität
  Fazit



Bildqualität



Bei einer 6K-Kamera gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten zu einer 4K-Ausgabe zu gelangen. Entweder die Kamera skaliert das Bild intern schon vor der Aufzeichnung auf 4K oder man zeichnet in 6K auf und skaliert anschließend in der Post(-produktion). Die MAVO ermöglicht beide Varianten und kann den vollen 6K-Sensor auslesen, intern nach 4K skalieren und in ProRES speichern. Oder 6K direkt in ProRES oder CinemaDNG speichern. Eine von 6K skalierte 4K-RAW-Aufnahme in CinemaDNG gibt es prinzipbedingt nicht. Die Qualitätsunterschiede sind dabei kleiner, als es zunächst scheint:

Hier einmal unser 4K-ISO-Testchart in intern skaliertem 4K-ProRES:



Und hier dagegen das ISO-Chart in 6K und dann in der Post bilkisch auf 4K-herunterskaliert:



Auf den ersten Blick ist das bikubisch skalierte Material aus der Post klarer und somit "besser". Doch hier noch einmal obendrauf das skalierte 4K-Bild aus der MAVO, diesmal noch digital nachgeschärft:



Man ahnt in diesem Vergleich, dass der der gewonnen Schärfeeindruck der 6K-4K Skalierung in der Post zu einem großen Teil auf die Nachschärfung des Skalierungsalgorithmus zurückzuführen ist. Für ein 4K-Mastering ist also eine 6K-Akquise vor allem interessant, wenn man das Downskaling selber in der Post qualitativ beeinflussen möchte.

Low Light 12 Lux

Bei wenig Licht zeigt sich vor allem im RAW-Modus ein interessantes Verhalten der MAVO: So ist das Rauschpattern ungewöhnlich pur, d.h. man bekommt wirklich einzelne, ungefilterte Sensel zu Gesicht, die allerdings auch nicht sonderlich organisch aussehen:

Die Mavo bei 12LUX, 1/24s, F1.8 und Base-ISO 800



In höheren ISO-Bereichen erhöht sich das Rauschen schnell und man bekommt auch Fixed Pattern NoiseNoise im Glossar erklärt zu Gesicht. Hier sind wir auf die kommende MAVO LF sehr gespannt, die mit einem DUAL-Base ISO Design und größeren Senseln im Lowlight noch deutlich besser agieren sollte.

1200 Lux und Rolling Shutter

Bei viel Licht (1200 LUX) sieht die MEVO mit ihrer Base ISO800 ziemlich clean aus. Wir haben diese Aufnahme (und auch die 12 LUX-Aufnahmen) in CDNG 3:1 mit der KineLOG-RAW Einstellung gemacht:

Die MAVO bei 1200LUX, 1/50s, F5.6 und Base-ISO 800



Laut Kinefinity soll KineLOG der Cineon Log-Kurve nachempfunden sein und mit entsprechenden LUTs gut zu graden sein. Diese subjektive Sicht der Farbgestaltung liegt jedoch außerhalb dieses Kamera-Tests...

Ach ja: Den Rolling ShutterShutter im Glossar erklärt verorten wir im Bereich von 18-21ms, als deutlich besser als die letzten Kinemax 6K. Das RS-Verhalten liegt jedoch noch unter den aktuell besten Cinema-Kameras, die mittlerweile zwischen 12 und 15ms bei vergleichbaren CMOS-Designs schaffen können.

Formate / Verzögerungen und andere Kleinigkeiten
Fazit


Kinefinity MAVOim Vergleich mit:

Listenpreis: 11660 €
Markteinführung: September 2018
Sensorgrößen-Klasse:
Super35 / APS-C
Mount: EF-Mount (aktiv)/Nikon F/PL-Mount

Platz 14 Wechseloptik-Camcorder / Cinema Kamera Bestenliste
Canon EOS C700 EF
Listenpreis: 27000 €
Sensorgrößen-Klasse: Super35 / APS-C
Blackmagic Design Production Camera 4K
Strassenpreis: 3099 €
Super35 / APS-C

5 Seiten:
Einleitung / Die Unterschiede zwischen MAVO, Terra und Kinemax
Standard-Akkus und SSDs / Monitor
Formate / Verzögerungen und andere Kleinigkeiten
Bildqualität
Fazit
    

[8 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
r.p.television    00:17 am 5.9.2018
Es bleibt erstmal abzuwarten. Ich finde ja den Formfaktor super. Kein aufgeblasenes Blendwerk. Schön kompakt und leicht um es auch in ein Gimbal oder auf ein leichtes Stativ zu...weiterlesen
hellcow    22:01 am 4.9.2018
Bei den Terras war ich noch neugierig und durchaus kaufwillig, nur wurde man mit Informationen überschüttet... Release und Lieferzeiten waren auch deutlich und als kurz erkennbar...weiterlesen
pillepalle    20:36 am 4.9.2018
Wer damit arbeitet wird das aber in der Regel professionell machen und dann ist ein guter Service mindestens genauso wichtig wie die Kamera selber. Da hapert's bei den Chinesen...weiterlesen
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update am 21.Februar 2019 - 14:54
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