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Test : Erstes Hands On mit der Canon EOS C70: 16+ DR, 10 Bit Log, ND-Filter, XLR-Audio, Kompakt-Gehäuse uvm ...

von Do, 24.September 2020 | 4 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Erste Bildeindrücke
  Ergonomie und Bedienung
  Gimbal Montage



Ergonomie und Bedienung



Mit der Canon EOS C70 hat Canon sein bislang kompakteste Cinema EOS Kamera auf den Markt gebracht.

Canon EOS C70


Mit Abmessungen von 160x130,2x115,9mm bei 1.184g (von uns gewogen) positioniert sie sich vom Gewicht sogar noch unterhalb einer EOS 1 DX Mark III (158x163,6x82,6 mm bei 1.250g) und deutlich unterhalb einer C200 (144 x 153 x 179 mm bei1.430g). Dank verstellbarer Handschlaufe und ergonomisch in unseren Augen sehr gelungener Handausformung an der rechten Seite bietet die Canon EOS C70 einen hervorragenden Griff. Für ein optimales Handling empfehlen wir die Schlaufe etwas weiter zu stellen.

Grundsätzlich gilt für uns: Je mehr zentrale Video-Funktionen über externe Schalter abrufbar sind, desto ergonomisch sinnvoller und meistens auch schneller lässt sich mit einer Kamera arbeiten - und die C70 bietet vorbildlich viele auf externe Schalter und Buttons gelegte Funktionen.


Ähnlich wie bei den größeren Cinema EOS Modellen lassen sich mit der linken Hand auf der linken Kameraseite ND-Filter, Whitebalance, Peaking, Waveformmonitor, Zebra und Display-Setups per Button aufrufen.

Mit dem Daumen der rechten Hand erreicht man den Joystick der Menünavigation mit dem sich auch On-Screen Shortcut-Funktionen via Function Button aufrufen und navigieren lassen. Wie bei anderen Cinema EOS Modellen zählen zu diesen Shortcuts: A/B Whitbalance Presets, Blende, ISO und Verschlusswinkel (Belichtungszeit).


Darüber hinaus befinden sich auf der rechten Seite die Magnifiy-Funktion, Push-Auto Iris. Menu, SET und Cancel-Buttons. Per Zeigefinger lassen sich neben dem Record-Button das Blendenwahlrad, Media, sowie der One-Shot AF-Button bedienen.


Klappt man das Display aus der geschützten Transportposition auf der Gehäuserückseite nach links auf die Seite für den Videobetrieb erhält man Zugriff auf die Audio-Aussteuerung der mit insgesamt 4-Kanal Audio aufwartenden Canon EOS C70 (2x XLR, 1x Miniklinke und 1x integriertes Mikro).


Sehr gut gefallen hat us Canons Entscheidung, bei der C70 zwei SD-Cardslots zu verbauen. Diese befinden sich vorne im rechten Handgriff versteckt und sorgen für ein zugleich kostengünstiges wie auch professionellen Backup-Bedürfnissen entsprechendes Recording-Setup.

Bemerkenswert für diese Kameraklasse (und beispielsweise nicht in der C200 vorhanden) ist für uns der als BNC integrierte Timecode/In Out in der Canon EOS C70, der sich - zusammen mit dem AF-Lock und einen weiteren Funktionsbutton - auf der Vorderseite der Kamera hinter einer Abdeckung befindet.

Gut bestückt ist die Canon EOS C70 auch in Sachen Stromversorgung. Hier nutzt sie den Canon BPA30 Akku. Voll aufgeladen zeigt der Akku sehr gute 212 Minuten Drehzeit in 10 Bit 50p an. Nach unserem ca. 2-stündigen Dreh mit Caro im On/Off-Betrieb (Video folgt demnächst) hatten wir noch genau 95 Minuten Akkuleistung auf der Uhr was gut hinkommt. Das bedeutet, dass man im intensiven On/Off Betrieb gute 3-Stunden mit einem Akku auskommt: Ein sehr guter Wert – zumal die C70 eine aktive Lüftung besitzt.

Der Lüfter lässt sich in diversen Stufen schalten.


Wir hatten ihn bei sommerlichen Temperaturen auf Automatik und geringen Drehzahlen sowohl im Stby als auch im Rec Betrieb stehen und sind damit beim Hands-On bestens ausgekommen. Das Geräuschniveau sinkt hierbei auf flüsterleisen Betrieb. So lange der Lüfter auf „Gering“ arbeitet, hätten wir keine Bedenken auch in sehr leisen Umgebungen mit einem On-Bord Mikro Atmo aufzunehmen, zumal die C70 hierfür ja auch einen eigenen Griff inkl. Mikro-Schelle mitbringt. Testweise haben wir am Stück hintereinander drei mal 8 Minuten 4K Cine in 10 Bit 4:2:2 25p aufgenommen und hatten keinen hochdrehenden Lüfter. Un eine Notiz am Rande, die jedoch ebenfalls den professionellen Charakter der C70 unterstreicht: Das Lüftungssystem ist von der Elektronik lt. Canons Angaben voneinander getrennt, so dass Staub und Feuchtigkeit nicht in die Nähe des Sensors gelangen können. Entsprechende Konstruktionen kennen wir vor allem von hochwertigen Cine-Kameras.

Ebenfalls eine Erwähnung wert ist das Tally Light der C70, das sich seitlich vorne auf der Oberseite des Gehäuses befindet und damit sowohl nach vorne zur Seite als auch nach hinten gut gesehen werden kann.

Der Monitor der C70 ist als hybrider Touchmonitor ausgelegt, wie man es auch von anderen Cinema EOS Kameras kennt. Das bedeutet, dass sich Fokusübergänge via Touch-Bedienung initiieren lassen. Der Fokuspunkt kann ansonsten auch via Joystick verschoben werden, was ergonomisch in unseren Augen häufiger Sinn macht.

Als absolut vorbildlich empfinden wir die diversen Display-Setups der C70. Die drei Default-Modi schalten zwischen 1. maximale Infos als Overlay, 2. essential Infos am Rand und 3. komplett cleanes Display.

Das Display hinterlässt, wie die C70 ingesamt einen hochwertigen Verarbeitungseindruck. Bei hellem Umgebungslicht sollte man wie bei den meisten Klapp-Displays jedoch an Abschattung denken.

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[26 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
vladi    08:55 am 14.10.2020
Hier gibt es viel Videomaterial zu sehen. https://www.youtube.com/watch?v=r884BTN ... e=emb_logo
Jalue    14:32 am 27.9.2020
Da bin ich völlig bei dir. Sollte man in einem Testbericht dann aber auch so sagen. Aber okay, es soll ja noch Teil 2 folgen ...
Rick SSon    19:41 am 26.9.2020
Wieso? Dafür gibts doch genug andere cams. Aber diese cam ist eine schöne ergänzung zu den größeren Buden für Gimbalsetups ohne sich entweder mit nem crane S ein rücken...weiterlesen
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