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Test : Edius 6 - Das Performance-Wunder

von Mi, 11.Mai 2011 | 4 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 Einleitung
 Neue Formate
 Layouter

Die Philosophie hinter Edius bleibt weiterhin sehr puristisch: Der eigentliche Schnitt steht im Vordergrund, für Funktions-Überfluss muss man zur Konkurrenz gehen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Edius 6 keine neue Funktionen erhalten hat. Nur finden sich diese eher unaufällig im Hintergrund. Da wollen wir doch mal graben...




Neue Formate



Die größte Neuerung, die ins Auge sticht, ist die native 10 Bit-Unterstützung bei entsprechenden Videoformaten. Zur schnellen Bearbeitung dient herbei der neue HQX-Codec, der neben den Farbkanälen auch Alpha-Kanäle mit 10-Bit speichert. Neben HQX kann zusätzlich auch Uncompressed 10 Bit sowie AVC-Intra 50/100 in der Timeline mit 10 Bit decodiert werden. Edius selber berechnet jedoch fast alle Effekte nur mit 8 Bit, eine Anpassung auf 10 Bit ist erst für kommende Versionen geplant. Erste Ausnahme ist allerdings schon der Layouter (s.u.). Wenn man also 10 Bit Footage in einem 10 Bit Projekt benutzt und HQX als Render-Codec verwendet ist eine durchgehende 10 Bit-Verarbeitung möglich, solange man nur Hard-Cuts macht und ausschließlich den Layouter als Effekt verwendet.

Bei den Projekt-Vorlagen sind nun auch 1080 50p/60p sowie Canon XF MPEG-2 hinzugekommen. Außerdem sind nun auch frei definierbare Auflösungen bis zu 4K möglich. Aber auch Webprojekte mit kleinen oder krummen Auflösungen sind nun erstmals einstellbar.




Layouter



Hinter dem Layouter von EDIUS 6 verbirgt sich eine echte 3D-DVE, die kaum etwas zu wünschen übrig lässt. Clips lassen sich hier skalieren, drehen, beschneiden oder auch mit einem Rahmen versehen. Natürlich bleibt dabei alles per Keyframes animierbar. Der ehemalige 3D-Bild im Bild Effekt wird damit überflüssig, ist aber weiterhin in der Filterliste, um auch ältere Projekte noch öffnen zu können.



Schön ist auch, dass sich der Layouter frei in der Filterliste verschieben lässt. So kann dieser beispielsweise auch erst nach einer Maskierung (s.u.) eingesetzt werden, was sehr flexible Effektkombinationen ermöglicht. Leider gilt das nach wie vor nicht für den Keyer, der als “anderer Effekt” nicht in beliebiger Reihenfolge angewendet werden kann. Stattdessen wirkt der Keyer immer nur als anschließender Effekt nachdem alle Filterkombinationen berechnet wurden. Eine Farbkorrektur die sich nur auf die gekeyten Bereiche auswirkt ist somit nur umständlich zu realisieren, funktioniert aber auch in Grenzen mit den Chrominanzfilter. Konkurrenten wie Vegas oder Premiere sind bei der Effektkombination etwas flexibler und bieten mit Filterlisten mehr Überblick über Parameter in Effektverkettungen. Bei Edius muss man jeden Effekt als separates Fenster öffnen.


Timeline / Vorschau


4 Seiten:
Einleitung / Neue Formate / Layouter
Timeline / Vorschau
Masken
Nacheffekt Plugin Brücke? / Automatische Proxies / Praxis-Eindrücke / Fazit
  

[20 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
K.-D. Schmidt    15:01 am 19.5.2011
...weiterlesen
shipoffools    00:43 am 19.5.2011
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shipoffools    00:43 am 19.5.2011
Nennt sich "grass cutters" und ist hier zu finden.
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