Rolling Shutter

Mit bis zu 60fps in 4K UHD Aufzeichnung liest die RX10 V den Sensor in 13,5 Millisekunden aus, was im Jahre 2026 bei der Sensorgröße um 1 Zoll ein ziemlich durchschnittliches Ausleseverhalten darstellt. Sehr gute Cine-Kameras liegen mittlerweile deutlich unter 10 Millisekunden. Mit 100-120 fps fällt dieser Wert bei der RX10 V auf 7,1 Millisekunden, was unsere Debayering Werte erklärt und belegt, dass der Sensor in diesem Modus einige Bilddaten gegenüber den 24-60fps unter den Tisch fallen lässt.




Dynamik der Sony RX10 V

Um die Dynamik vergleichbar zu testen, filmen wir unsere Testkasten-Szene und suchen als "Startszene" eine Belichtung, bei der die Haut unseres Puppenkopfes gerade nicht mehr clippt. Diese Belichtungseinstellung definieren wir als ETTR-0. Anschließend filmen wir mehrere Clips, bei denen wir jeweils um eine Blendenstufe abblenden (ETTR -1, -2, -3 usw.)



Diese kontrolliert unterbelichteten Aufnahmen korrigieren wir in Blackmagic DaVinci Resolve wieder zurück auf die Helligkeitsverteilung der ETTR-0 Referenz. Je besser die Darstellung des Auges in den tiefen ETTR-Einstellungen, desto besser ist die Dynamik der getesteten Kamera. Da Standbildaufnahmen gerade beim Rauschen stark trügen, setzen wir auf eine vergleichende Darstellung mit bewegtem Rauschen.



Die Ausspielung der Augen erfolgt dabei stark vergrößert, damit die anschließende Youtube Kompression nicht sonderlich extrem in die Bewertung einfließen kann. Den unverfälschtesten Eindruck der Qualität bekommt man übrigens beim Betrachten des Videos als 4K Stream - selbst auf Displays mit geringerer Auflösung.



Für unseren Vergleich haben wir in diesem Fall die RX10 V in Log gemessen, was die größte Dynamik verspricht. Gegenübergestellt haben wir der Kamera dann eine Panasonic L10 sowie ein iPhone 17 Pro. Letzteres ließ sich seinerzeit nur bis ETTR-8 messen und setzt deswegen später im Vergleich aus. Außerdem zeigen wir daneben noch die S35-Klassenrefernz Canon C70.


Vorhang auf:





Folgende Erkenntnisse lassen sich aus den Videos gewinnen:



- Die Dynamik der RX10 V ist nur minimal schlechter als bei der Panasonic L10.




- Der Abstand zum Klassenprimus C70 liegt grob geschätzt bei ca. 1,5 Blendenstufen.


- Das iPhone 17 Pro zeigt trotz relativ kleinem Sensor eine noch leicht bessere Dynamik, wobei alle drei "kleinen" Kameras natürlich auf diverse Computational-Tricks zur Bildverbesserung zurückgreifen dürften.




Sonstiges

Was uns an der RX10 V nicht so positiv auffiel, war das Verhalten des Zoomrings und der Zoomwippe. Beide sind für einen sanften Zoom schwer zu bändigen. Der Zoomring am Objektiv reagiert mit deutlicher Verzögerung "by Wire" und agiert nicht besonders feinfühlig. Die Zoomwippe kennt immerhin mehrere Geschwindigkeiten, aber machte es für unseren Geschmack unnötig schwer, einen Bildausschnitt wirklich exakt zu treffen. Der Blendenring ist übrigens ebenfalls elektronisch angebunden, auch wenn die festen Zahlenwerte und eine Option zum Entklicken hier vielleicht etwas anderes suggerieren.




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