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Test : DJI X5R auf dem OSMO - Der 4K-MFT-RAW-Gimbal

von Fr, 10.Februar 2017 | 5 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Lieferumfang
  Setup
  Laute SSD-Lüfter
  In der Praxis / Handling
  Aus dem Messlabor
  Low Light
  Sonstiges
  Fazit



Setup



Das erste Setup deutet schon an, dass hier etwas zusammenkommt, was wohl ursprünglich nicht zusammen geplant wurde. Denn die Kamera lässt sich nicht ohne eine winkelige Adapterplatte auf dem OSMO schrauben. Dies tut der Funktionalität natürlich keinen Abbruch, aber erhöht natürlich das Gesamtgewicht etwas. In einer weiteren Platte ist der Einschub für die SSD verbaut.

Die Zenmuse X5R wurde ursprünglich für den Drohneneinsatz vorgestellt



Die Aufzeichnung auf die mitgelieferte SSD bekamen wir zuerst überhaupt nicht hin. Weder in RAW noch in MOV oder MP4. Der Aufnahme-Button startete einfach die Aufnahme nicht. Erst als wir neben der SSD noch eine MicroSD-Karte in den Zenmuse X5R schoben, funktionierte auch die RAW-Aufnahme. Es findet also immer eine parallele Aufnahme auf eine MicroSD-Karte statt. Und diese ist nicht nur optional, sondern obligatorisch. Dafür hat man auch immer gleich ein Backup zur Hand, praktischerweise auch mit Ton, der bei der RAW-Aufzeichnung nicht auf der SSD landet.



Laute SSD-Lüfter



Hat man die DJI X5R auf dem OSMO einmal im Betrieb, so bekommen man auch gleich das größte Manko dieser Kombination zu Ohren: Die SSD-Lüfter sind übermäßig laut. Und zwar wirklich so laut, dass man damit in ruhiger Umgebung sehr deutlich auffällt.

Gesteuert wird die Kombi am besten über ein angedocktes Smartphone, dass man über eine Schiebeklemme wie ein Klappdisplay neben dem OSMO befestigen kann.

Das Smartphone wird an den Griff geklemmt



DJI hat leider aktuell zwei konkurrierende Apps (Go und Go4), welche die vorliegende Zwitter-Kombination deutlich vor Augen führt: Der OSMO wird eigentlich mit der Go4-App angesteuert, aber die ZENMUSE X5R-Kamera ist dagegen für Drohnen vorgesehen und darum benötigt sie die Go-App (ohne 4). DJI lenkt den Anwender zwar automatisch zwischen den Apps um, aber so ganz verständlich ist es nicht, warum. So steuert man die X5R mit einer Drohnen-App, obwohl man sie in der Hand hält. Funktionieren tuts dennoch, nur die Flug-Funktionen liegen halt brach.

Wie schon erwähnt hält der Akku sehr kurz. Meist ist schon nach weniger als 30 Minuten Schluss. Da man die Einstellungen an der Kamera und am Setup nur per App vornehmen kann, muss die Kamera hierfür immer eingeschaltet sein. Bei uns war dabei der erste Akku schon nach ein paar Testläufen für Einstellungen wieder leer, bevor man überhaupt mit dem Dreh angefangen hatte.

Um anschließend an seine RAW-Videos zu gelangen genügt es leider nicht, diese von der SSD zu kopieren. Denn weder Windows noch Mac können auf der angedockten Platte die Files sehen. Erst ein Spezialtool, das immer beim Formatieren der SSD in der Kamera auf die SSD kopiert wird erlaubt dann ein kopieren und konvertieren der Daten als DNG Files in eine anderes Verzeichnis des Rechners. Direktes Schneiden von der SSD geht also ebensowenig wie teilautomatisierte Backups.

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[10 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
iasi    07:26 am 17.2.2017
Es geht nicht nur um DR, sondern vor allem auch um die Helligkeitsverteilung. Bei 8bit kannst du nicht mal eben die grünen Wiesen um 2 Blenden anheben, nachdem du auf die...weiterlesen
Rick SSon    02:44 am 17.2.2017
Würde ich nicht pauschalisieren. Egal ob RAW oder nicht, alle MFT Sensoren die ich so bisher probiert habe waren nicht so glänzende Performer, wenn es um überbelichtete...weiterlesen
r.p.television    09:08 am 14.2.2017
Mit der Spannweite der Inspire 2 sind Limits gesetzt. Wir hatten einmal eine Produktion wo wir sehr enge Passagen geflogen sind. Durch Gänge in alten Klostern, durch Fenster,...weiterlesen
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