Bedienung
Die Bedienung der Kamera dürfte für Neulinge der Osmo-Geräteserie überraschend ausfallen. So schaltet man beispielsweise die Kamera am einfachsten durch Drehen des Displays ein und aus. Weitere Optionen lassen sich hauptsächlich durch "Wischen" erreichen, wobei es einen einfachen sowie einen Pro Modus mit mehr Optionen gibt. Hat man die Wischbewegungen einmal sicher gelernt, navigiert man in der Regel schnell und zuverlässig durch die Einstellungen. Nebenbei bemerkt ist es auf diese Weise praktisch unmöglich, Parameter während des Filmens zu verstellen. Daneben lässt sich noch eine externe Taste frei belegen.

Die Steuerung der Kamera bzw. des Gimbals selbst erfolgt über einen Joystick, der die grundsätzlich stabilisierte „Haltung“ der Kamera übergehen kann. Hiermit lässt sich beispielsweise ein stabilisierter Schwenk realisieren, ohne den Griff der Halterung zu drehen. Im Menü kann man außerdem festlegen, ob die Stabilisierung selbst noch weiteren Einschränkungen in der Bewegung unterliegen soll. Das Ganze funktioniert in der Praxis recht selbsterklärend, und wer sich einmal eine Stunde lang mit den Stabilisierungsoptionen auseinandergesetzt hat, sollte anschließend mit der Osmo Pocket gelungene Kamerafahrten nach eigenem Gusto hinbekommen. Wer möchte, bekommt über die Mimo Begleit-App auch eine Live-Vorschau inkl. Fernbedienung am Smartphone mit entsprechend größerem Bildschirm.
All dies ist das Markenzeichen der Pocket-Serie, doch was also wirklich neu ist an der Pocket 4P, ist die Bildqualität.
Rolling Shutter
Wie immer verraten schon die Rolling Shutter Zeiten ein bisschen mehr über die qualitativen Möglichkeiten der Kamera: Tatsächlich liegen die Auslesezeiten der Haupt (1x Wide-) Optik bei 11,2 Millisekunden - mit einer Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln bei 24-60p. Erhöhen wir die Framerate auf 100p oder mehr, so landen wir bei 7,4 Millisekunden, können jedoch kein 10 Bit D-Log2 mehr nutzen - welches Voraussetzung für die Aufzeichnung mit maximaler Dynamik ist.
D-Log2 funktioniert auch grundsätzlich nicht mit dem zweiten 3x-Zoom Sensor, der mit 24-60p eine Auslesezeit von 10,4 Millisekunden benötigt. Diese kann sich in Slow Motion übrigens noch auf bis zu 3,5 Millisekunden bei 200 fps verkürzen.

















