Test Die bessere ActionCam? DJI OSMO 360 II im Praxistest am Longboard, Fahrrad und mehr: 8K 50/60p, 4K 240p, 10 Bit D-Log M

Die bessere ActionCam? DJI OSMO 360 II im Praxistest am Longboard, Fahrrad und mehr: 8K 50/60p, 4K 240p, 10 Bit D-Log M

Wir hatten Gelegenheit, die DJI OSMO 360 II vorab zu testen und haben uns die neue 4K 240p Zeitlupe, das 10 Bit D-Log Material, unterschiedliche Montage-Optionen am Stick, direkt am Fahrrad, direkt am Longboard, diverse Filteroptionen, die Verarbeitung in DJI Studio und vieles mehr angeschaut. Wie gut ist die neue Generation von DJIs 360-Grad Action-Camera und wofür eignet sich die OSMO 360 II vor allem?

// 12:59 Do, 3. Sep 2026von
slashCAM auf Google folgen

Hier unser Clip mit Caro dessen Erstellung viel Spaß gemacht hat, weil die OSMO 360 II sehr vielseitig einsetzbar ist. Wir hatten sie u.a. am Selfie-Stick, am Longboard und an diversen Stellen am Fahrrad montiert:



Außerdem haben wir uns im Videoclip die 4K 240p Qualität, das 10 Bit D-Log M Material sowie diverse Farbfilter-und Perspektiv-Optionen im DJI Studio angeschaut.





Technische Daten und Handling

DJI versteht es wie kaum ein anderer Hersteller das Handling und den Workflow von Videoaufnahmen bestmöglich zu vereinfachen und auch für jene zugänglich zu machen, die bislang über wenig Erfahrung mit Videoaufnahmen verfügen. Beste Beispiele hierfür sind DJIs Einsteiger-Drohnen sowie die aktuellen Pocket-Kameras. Und die neue OSMO 360 II macht hier keine Ausnahme – gerade auch im Verbund mit DJIs Schnittsoftware DJI-Studio. Mehr hierzu im entsprechenden Kapitel weiter unten.


 DJI OSMO 369 II
DJI OSMO 369 II

Wie schon der Vorgänger verfügt die neue OSMO 360 II über duale 1/1.1-Inch CMOS Sensoren im quadratischen Format (Vorder-und Rückseite). Zu den wichtigsten Neuerungen beim Bildgeber dürfte die neue 8K 60p Aufnahme für 360° Video, die verbesserte Zeitlupenfunktion von jetzt 4K 240p, die erstmalig austauschbaren Linsen (inkl. härteren Optikoberflächen) sowie der nochmals verbesserte Dynamikumfang von jetzt offiziell 14.5 Blenden zählen.


 zweifach an Bord - 1/1.1-Inch CMOS Sensor der OSMO 360 II
zweifach an Bord - 1/1.1-Inch CMOS Sensor der OSMO 360 II

An dieser Stelle sei schonmal kurz angemerkt, dass uns der Dynamikumfang der OSMO 360 II bei unseren Shots mit Caro recht positiv überrascht hat … mehr Infos hierzu ebenfalls in nachfolgenden Kapiteln.



Darüber hinaus findet sich jetzt eine 16K 360° Timelapse Funktion, ein 120MP HDR 360° Photo Modus sowie eine Spotlight Follow und Dual Recording Funktion an der neuen DJI OSMO 360 II. Aufgezeichnet wird entweder auf den internen 105 GB Speicher oder auf Micro-SD Karte.



Kameragehäuse und die Abmessungen sind im Vergleich zur OSMO 360 II mit 183g (185g von uns gewogen) inkl. Akku. bei 61×36,3×81 mm (L×B×H) gleich zum Vorgänger geblieben. Die maximale Blende beträgt F1.9, der ISO Bereich bewegt sich zwischen 100-51.200 ISO. Als maximale Auflösung für 360° Video stehen 8K (7680×3840) bei 24/25/30/48/50 und jetzt 60 fps zur Verfügung. Jeweils alles inkl. 10 Bit D-Log M Aufnahme.


DJI OSMO 360 II mit Unterwassergehäuse
DJI OSMO 360 II mit Unterwassergehäuse



Wer die OSMO 360 II unter Wasser nutzen möchte, erhält Out of the Box eine maximale Tauchtiefe von 10m - mit dem optional erhältlichen Tauchgehäuse sind dann bis zu 50m möglich.



Insgesamt macht die Verarbeitungsqualität der OSMO 360 II einen recht hochwertigen und robusten Eindruck.





DJI OSMO 360 II am Selfie-Stick – jede Menge Perspektiven

Am Selfie-Stick sehen wir die Hauptmontage für die DJI Osmo 360 II - was zugleich jedoch nicht bedeutet, dass sie ausschließlich als Selfie-Kamera genutzt werden muss. Denn Dank 360 Grad Blickwinkel vereint sie beides in sich: Einerseits die Selfie-Perspektive und andererseits den parallelen Blick in die Umgebung.


DJI OSMO 360 II beim slashCam Dreh im Selfie-Setup
DJI OSMO 360 II beim slashCam Dreh im Selfie-Setup

Da wir bislang nur wenig 360 Grad Kameras auf slashCAM getestet haben und der eine oder andere vielleicht auch noch keine Berührungspunkte mit 360° Aufnahmen hatte, sei hier nochmal einer der wesentlichen Vorteile von 360-Kameras genannt: Die freie Wahl des Kameraausschnitts in einer 360 Grad umfassenden Bildsphäre.



Wir zeigen die vielen möglichen, parallelen Perspektiven auch bei unserem Test-Clip mit Caro: Aus einer einzelnen Aufnahme lassen sich viele verschiedene 4K-Aufnahmen Dank frei wählbarer Perspektive in einem 360 Grad Feld um die Kamera herum erstellen:



Gleicher Shot - Perspektive 1:


Die bessere ActionCam? DJI OSMO 360 II im Praxistest am Longboard, Fahrrad und mehr: 8K 50/60p, 4K 240p, 10 Bit D-Log M : OSMO Angle 1

Nahezu frontale Perspektive mit recht gut gekeytem Selfie-Stick – ca. 150 Grad Ausschnitt.


Gleicher Shot – Perspektive 2:


Die bessere ActionCam? DJI OSMO 360 II im Praxistest am Longboard, Fahrrad und mehr: 8K 50/60p, 4K 240p, 10 Bit D-Log M : Osmo Angle2

Hier fast eine gesamte Sphäre mit einem ca. 180 Grad Ausschnitt direkt nach oben.


Gleicher Shot - Perspektive 3:


Die bessere ActionCam? DJI OSMO 360 II im Praxistest am Longboard, Fahrrad und mehr: 8K 50/60p, 4K 240p, 10 Bit D-Log M : OsmoANgle3



Hier der Blick in die Bewegungsrichtung von Caro auf dem Board – ca. 180 Grad nach vorne.


Gleicher Shot - Perspektive 4:


Die bessere ActionCam? DJI OSMO 360 II im Praxistest am Longboard, Fahrrad und mehr: 8K 50/60p, 4K 240p, 10 Bit D-Log M : OsmaoAngle4

Hier fast die gesamte Sphäre in einem Shot abgebildet mit ca. 311 Grad.


Gleicher Shot - Perspektive 5:


Die bessere ActionCam? DJI OSMO 360 II im Praxistest am Longboard, Fahrrad und mehr: 8K 50/60p, 4K 240p, 10 Bit D-Log M : OsmoANgle5

Hier 176 Grad nach unten. Lässt sich gut für einen kurzen Zwischenschnitt auf die Bewegung der Füße am Bord nutzen.


Gleicher Shot - Perspektive 6:


Die bessere ActionCam? DJI OSMO 360 II im Praxistest am Longboard, Fahrrad und mehr: 8K 50/60p, 4K 240p, 10 Bit D-Log M : Osmo angle6

Und zu guter letzt nochmal eine Froschperspektive mit knapp 180 Grad.


Die Möglichkeit aus einer Aufnahme viel unterschiedliche Perspektiven / Clips zu generieren, stellt neben viel kreativem Freiraum auch eine bestmögliche Abdeckung von schwer wiederholbaren Szenen zur Verfügung. Hier bewegt sich die OSMO 360 II anwendungstechnisch zwischen Kreativ- und (semi-) professionellem Tool.



Aber Vorsicht: Beim Zusammenfügen (Stitching) der Sphären kann es bei dynamischen Inhalten gelegentlich auch zu Bildfehlern kommen.


Unser Tip: Richtet wichtige Bild-Inhalte zentral an den Objektiven/Sensoren der OSMO 360 II aus und nicht am Rand der Kamera.



DJI Osmo 360II fest montiert: Longboard + Fahrrad



Neben dem Selfie-Stick eignet sich die OSMO 360II jedoch auch für die fixe Montage an Sportgeräten.


DJI OSMO 360 II am Longboard montiert
DJI OSMO 360 II am Longboard montiert



Dank frei wählbarem Sichtwinkel von bis zu ca. 325 Grad sind so sehr dynamische Weitwinkel/Fisheye Perspektiven möglich, die deutlich über die Sichtwinkel von Action-Cams hinausreichen.


 Hier die dazugehörige Kameraperspektive von der Board-Montage
Hier die dazugehörige Kameraperspektive von der Board-Montage

Da sich die Sichtwinkel jedoch auch reduzieren lssen, kann die OSMO 360 II damit „auch“ als klassische Action-Cam genutzt werden. Einzig Einschränkung ist hier die im Vergleich zur „echten“ Actioncam reduzierte Auflösung. Der große Vorteil hingegen ist, dass man bei der Montage und beim Framing kaum auf eine exakte Ausschnittswahl achten muss, weil man diesen sowieso erst final im Nachhinein in der DJI Studio Software festlegt.



Entsprechend einfach gestaltet sich dann auch die Montage am Sportgerät. Wir haben die DJI OSMO 360 II bei unserem Testvideo mit Hilfe einer (von uns sehr geschätzten) Super Clamp und eines Manfrotto Magic Arms am jeweiligen Sportgerät befestigt.


DJI OSMO 360 II am Fahrradlenker montiert
DJI OSMO 360 II am Fahrradlenker montiert

Zwar funktioniert der Keying-Algorithmus der OSMO 360 II am besten mit dem hauseigenen Selfie-Stick, doch der Key unseres Magic Arms war in meisten Fällen ausreichend gut. Wer komplett auf das Zeigen der Montage verzichten will, muss einfach einen etwas engeren Ausschnitt wählen – was schnell in DJI Studio gemacht ist.


 Und hier die dazugehörige Kameraperspektive der OSMO 360 II bei der Lenkermontage
Und hier die dazugehörige Kameraperspektive der OSMO 360 II bei der Lenkermontage




DJI Osmo 360II Zeitlupe: 8K 50/60p und 4K 240p

Die Verbindung von 360 Grad Video und Zeitlupe stellt für uns das größte Kreativ-Potenzial bei den DJI OSMO 360 II zur Verfügung. Die frei wählbare Perspektive – wir haben hier bei unserem Testclip zwei unterschiedliche Varianten knapp über dem Boden gewählt – und die beiden Zeitlupenoptionen 8K 50/60p sowie 4K 240p sorgen für einfach generierte und zugleich recht dynamische Bilder. Ziemlich coole Optionen in unseren Augen.



Allerdings gilt es hier die für die jeweilige Anwendung benötigte Bildqualität korrekt zu wählen, denn die beiden Zeitlupenfunktionen unterscheiden sich in ihrem Auflösungspotential:


8K 50p Zeitlupe mit der DJI OSMO 360 II
8K 50p Zeitlupe mit der DJI OSMO 360 II



Die bessere Qualität stellt die 8K 50/60p Variante zur Verfügung und für uns damit auch eher die Empfehlung für SlowMo-Aufnahmen.



Wer hingegen die 4K 240p Aufnahme benötigt, sollte sich bewußt sein, dass die Auflösung hier merklich gegenüber der 8K Aufnahme abfällt und für ambitioniertere Anwendungen unserer Meinung nach eher bedingt zu gebrauchen ist. Hier muss jedoch jeder selbst entscheiden, welche Qualität hier für welches Setup noch ausreichend ist.


4K 240p Zeitlupe mit der DJI OSMO 360 II
4K 240p Zeitlupe mit der DJI OSMO 360 II

Allerdings hatten wir bei der Bearbeitung des 8K 50/60p Materials in der Zeitlupenvariante auch mit merklichen Noise-Leveln in DJI Studio zu kämpfen. Hier kann ein Export mit aktiviertem Denoising etwas Abhilfe schaffen – hier haben wir auch die Verarbeitung im Geschwindigkeits-Tab in DJI Studio im Verdacht, nicht ganz die optimale Qualität zur Verfügung zu stellen. Hochqualitative Zeitlupe bleibt damit eher die Paradedisziplin von Action Cams wie der DJI Action 6, deren 4K 120P Zeitlupe sich oberhalb des OSMO 8K 50/60p Materials bewegen dürfte – dafür jedoch auch deutlich weniger Weitwinkel bietet. Für bestmögliche Slowmo-Qualität bei der OSMO 360 II gilt in besonderem Maße: Je größer der Bildwinkel desto besser die Auflösung.



Wie stets gilt auch bei der OSMO 360 II bei 60p Formaten: So lange man sich (in Europa) im Freien bei Tageslicht bewegt, kann man problemlos zu 60p greifen. Sobald jedoch elektrische Lichtquellen mit ins Bild kommen, kann die 60p Variante zu Bildflackern führen. Hier ist man mit der 8K 50p Aufnahmeoption auf der sicheren Seite.





DJI OSMO 360 II Dynamikumfang

Auffällig war bei unserem Testdreh mit Caro der Dynamikumfang, den die OSMO Pocket 360 in der Lage war abzubilden. Zwar stehen noch Testlabormessungen aus, aber zumindest unser erster Eindruck vom Praxisdreh bestätigt DJIs Aussage, dass die OSMO 360 II mit einem nochmals erweiterten Dynamikumfang daherkommt.


 DJI OSMO 360 II mit gutem Dynamikumfang
DJI OSMO 360 II mit gutem Dynamikumfang

Wir hatten häufig direkt angestrahlte weisse Wolken bei hellem Tageslicht im Bild, die mit guter Zeichnung versehen waren, ohne dass der Vordergrund zu dunkel geriet.



Bei Aufnahme mit direkter Sonne wie bei der Aufnahme vom Fahrradlenker aus, brennt natürlich (wie bei allen anderen uns bekannten Kameras) die Sonne mit umliegenden Wolken im Hintergrund aus, doch auch hier hält sich das Clipping in moderaten Grenzen.


 DJI OSMO 360 II mit gutem Dynamikumfang auch bei hellerem Umgebungslicht
DJI OSMO 360 II mit gutem Dynamikumfang auch bei hellerem Umgebungslicht

Für einen 1/1.1-Inch CMOS Sensor – zumindest unserem ersten Anschein nach – eine durchaus respektable Performance.







DJI Osmo 360 II Bearbeitung in DJI Studio

Zentraler Bestandteil des DJI OSMO 360 Workflows ist die Bearbeitung im DJI Studio. Wir hatten eine Kurzanleitung zu ersten Schritten in DJI Studio für die Bearbeitung von 360° Video im Verbund mit der DJI Avata 360 hier bereits auf slashCam vorgestellt.



Die Bearbeitung von 360° Video Material der OSMO 360 II fällt entsprechend aus – nur mit dem kleinen Unterschied beim Import, dass die OSMO 360 II nach dem Verbinden mit dem USB-C Kabel, eingeschaltet werden muss, um als externer Datenspeicher erkannt zu werden.



Die drei großen Vorteile die wir in der Bearbeitung von 360 Grad Material in DJI Studio sehen sind:



1. Die einfache, einsteigerfreundliche Bedienung, die via Keyframes auch individuellere Bearbeitung zulässt


2. Die vorkonfigurierten Kamerabewegungen, die schnell zu spektakulären Ergebnissen führen


3. Die Farb-Presets („Filter“) die teilweise von bemerkenswert guter Qualität sind und die gut auf das 10 Bit D-Log M Material der OSMO 360 abgestimmt sind.



Schauen wir uns die hier genannten Schwerpunktfunktionen von DJI Studio noch anhand ein paar Screenshots etwas genauer an:



Einsteigerfreundliche Bedienung:



Bereits auf den ersten Blick wird hier deutlich, dass DJI Studio in erster Linie auf einfache, schnelle Bearbeitung mit einem klassischen Schnittprogramm-Layout ausgelegt ist: Canvas-Fenster, Materialsammlung, horizontale Timeline und Effektbearbeitung.


DJI Studio Software mit einsteigerfreundlichem Layout
DJI Studio Software mit einsteigerfreundlichem Layout

Die Schnitte erfolgen über In/Out Eingaben via Tastaturshortcuts, gereiht werden die Sequenzen als Hard Cuts auf der Timeline, was recht flott von Statten geht. Was wir vermisst haben, war hier eine Anzeige, welche Clips bereits in der Timeline bearbeitet wurden und die dazugehörige Anzeige in der Materialsammlung, wenn man in der Timeline auf eine Sequenz klickt. Doch insgesamt funktioniert der Schnitt in DJI Studio recht problemlos und vor allem angenehm reaktiv und stabil – insbesondere wenn man bedenkt dass es sich hierbei um 8K Formate handelt.



Vorkonfigurierte Kamerabewegungen:



Mit „Kamerabewegungen“ (was Ausschnittsveränderungen im 360 Grad Raum sind), lassen sich vor allem bei 360° Video spektakuläre Effekte erzeugen. Für uns neben der individuellen Freiheit bei der Ausschnittswahl und dem extremen Weitwinkel die mächtigsten Hebel bei der Produktion von 360 Grad Videoclips.


Die bessere ActionCam? DJI OSMO 360 II im Praxistest am Longboard, Fahrrad und mehr: 8K 50/60p, 4K 240p, 10 Bit D-Log M : KamerabewegungKeyframes

Und DJI stellt in seiner Studio-Software eine enorme Anzahl von diesen vorkonfigurierten Kamerabewegungen zur Verfügung – vergleichbar den QuickShots bei seinen Drohnen. Die Qualität dieser Effekte ist hoch und sorgt für spektakuläre Perspektivwechsel per Knopfdruck.



Für uns auch einer der Vorteile gegenüber der Verarbeitung von anderen Schnittprogrammen wie DaVinci Resolve. Dort ehält man zwar eine hoher Bildqualität, muss für Effekte jedoch auch mehr Handarbeit verrichten.



Filter (Farb-Presets / Looks)



Recht positiv überrascht waren wir von der Qualität der Farb-Presets, die in DJI Studio einfach „Filter“ heissen und von denen wir eine Auswahl auch in unserem Testclips mit Caro zeigen. Die Farbpresets sind überdurchschnittlich gut an das 10 Bit D-Log M Material angepasst und arbeiten mit teils recht feinen Abstufungen innerhalb einer Serie.


Die bessere ActionCam? DJI OSMO 360 II im Praxistest am Longboard, Fahrrad und mehr: 8K 50/60p, 4K 240p, 10 Bit D-Log M : Filter

Farbpresets sind natürlich stets auch Geschmackssache aber die Presets im DJI Studio zeugen unserer Meinung durchaus davon, wie lange sich DJI bereits mit 10 Bit Log-Formaten beschäftigt. Vor allem mit der „Urban“ Serie gelangt man schnell zu recht stylischen Looks. Dank Farbregler und Anpassungsoptionen der jeweiligen Look-Stärke können die einzelnen Presets noch individuell angepasst werden.



Soweit unser kleiner Exkurs in DJI Studio.



Im Hinterkopf sollte man behalten, dass DJI Studio in erster Linie auf einfache, schnelle Verarbeitung von 360 Grad Material ausgelegt ist und nicht auf bestmögliche Qualität. Wer letztere sucht, dürfte besser mit dem Import des panoramatischen Materials nach DaVinci Resolve bedient sein, wofür DJI auch ein entsprechende Plugin zur Verfügung stellt. Der Workflow und die Animation von Effekten sind hier durchaus komplexer, zeitigen jedoch auch bessere Auflösung und insgesamt höhere Qualität bei der finalen Ausspielung.





Akku und Hitzemanagement

Wir haben uns bei der neuen DJI OSMO 360 II auch kurz die Akkulaufzeit und das Hitzemanagement bei Raumtemperatur angeschaut. Die OSMO 360 II nutzt für die Stromversorgung einen 8.3 Wh Akku (2150 mAh).


DJI OSMO 360 II Akku
DJI OSMO 360 II Akku

Bei unserem ca. 1.5 stündigen Außendreh mit Caro bei sommerlichen Temperaturen hatten wir im On/Off Modus weder Probleme mit der Akkulaufzeit noch mit Hitzewarnungen. Für kürzere Clips funktioniert das lüfterlose Gehäuse entsprechend gut.





Wir wollten dann aber auch wissen, wie sich die OSMO 360 II im Nonstop Betrieb bei der 8K 50p 10 Bit D-Log M Aufnahme bei Raumtemperatur verhält. Hier hatten wir nach 17 Minuten eine Überhitzungswarnung am Bildschirm, der sich ausgeschaltet hat – nach einem Touch aber jeweils für 3 Sekunden wieder zur Verfügung stand.



Nach insgesamt 22 Minuten Nonstop-Aufnahme hat sich die OSMO 360 II dann wegen Überhitzung abgeschaltet. Das Gehäuse war zu diesem Zeitpunkt ordentlich warm.



Wer also längere Nonstop-Laufzeiten am Stück benötigt, dürfte mit der DJI Action deutlich besser bedient sein - (die Action 6 kommt unseres Wissen nach in 4K 60p auf über 1 Stunde Nonstop Aufnahmezeit).





Fazit

DJI bringt seine 360 Grad Action Cam auf den aktuellen Stand der Technik und etabliert hierbei einige wichtige Eckdaten auch im Vergleich zur Konkurrenz neu. Zu den Stärken der OSMO 360 II zählen: Gewachsener Dynamikumfang, 8K 60p und 4K 240p Zeitlupen, vom User selbst austauschbare Kameraoptiken, 16K 360° Timelapse Funktion, ein 120MP HDR 360° Photo Modus sowie eine Spotlight Follow und eine Dual Recording Funktion.



Hinzu kommt ein einsteigerfreundlicher Postproduktionsworkflow Dank kostenloser DJI Studio Software mit ansprechenden Farbpresets, spektakulären, vorkonfigurierten Kamerabewegungen und bei Bedarf individuellen Keyframe-Optionen.



Wer sich bei der Wahl zwischen der DJI OSMO 360 II und der DJI Action schwer tut, findet in der OSMO 360 II das Werkzeug für spektakulärere Effekte und Perspektiven und mit der DJI Action dafür die hochwertigere 4K Qualität sowie hitzetechnisch längere Nonstop-Laufzeiten.



Mit der OSMO 360 II zeigt DJI eindrucksvoll, wie einfach 360 Grad Videoproduktion sein kann und stellt viel kreatives Potential zur Verfügung. Wer nicht das letzte Quäntchen an Videoqualität benötigt, findet hier ein ausgereiftes Werkzeug für spektakuläre Effekte und mehr: Die DJI OSMO 360 II hat uns viel Spaß bereitet. Klare Empfehlung von unserer Seite.





Preis und Verfügbarkeit

Die DJI Osmo 360 II ist ab dem 15. September in Deutschland in den folgenden Konfigurationen erhältlich:



- Osmo 360 II Standard Combo: 589,- EUR


- Osmo 360 II Adventure Combo: 739,- EUR



Hinzu kommt eine Reihe neuer Zubehörprodukte, die separat erhältlich sind:



- Osmo 360 II Linsen-Austausch-Set (Dual): 39,- EUR


- Osmo 360 II Akkuverlängerungsstab: 99,- EUR


- Osmo Schwerlastklemmen-Halterungsset: 49,- EUR



Die Verfügbarkeit und der Preis des Osmo 360 Invisible Waterproof Case werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben



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