Monitoring

Neben Streaming und Recording fungiert das Ninja Phone natürlich auch als Kameramonitor. Atomos hat in das Betriebssystem des Ninjaphones nahezu alle Monitoring-Tools integriert, die sich auch bei den dedizierten Kameramonitoren finden – allerdings auch mit ein Paar nicht ganz unwesentlichen Auslassungen – doch der Reihe nach ...


§NinjaPhoneMonitor§

Per Touch auf den Handy-Screen blendet sich am unteren Bildrand ein Funktionsbutton-Menü ein, das dem anderer Atomos Monitorrecorder durchaus ähnelt. Hier finden sich dann zuschaltbares Peaking, Flipscreen, Waveform, Grids, False Color, Aspect Ratios Frameguides, Anamorhic De-squeeze (mit allen gängigen Ratios), Zebras, Audiometers und div. Overlayfunktionen.


§NinjaFalseColor§:Atomos Ninja Phone inklusive False Color Fuktion

Für uns eine der gelungensten Funktionen stellt die Pinch-to-Zoom Funktion dar, bei der sich mit einer Aufziehbewegung wie auch bei anderen Handyapps der Screen vergrössern lässt. Mit einem Touch auf das dann miniaturisierte Gesamtfenster kehrt man zur nicht vergrösserten Ansicht zurück - (eine Funktion die wir so gerne auch im Atomos Shinobi II sehen würden).



Zu den Vorteilen des Ninja-Phones in Bezug auf Monitoring zählen der optional sehr helle Screen (je nach iPhone Model), der völlig lautlose Betrieb (lüfterlos), sowie extrem gute Akkulaufzeiten.



Im direkten Vergleich zum Shinobi II agierten beide Monitoringsysteme bei der Suchervergrösserung und bei der Peaking-Auflösung auf ähnlich hohem Niveau.



Doch beim Monitoring offenbaren sich auch ein Paar Schwächen. So fehlt (zumindest bislang) eine LUT-Monitoring-Funktion – wer LUTs einblenden möchte, muss diese im HDMI-Signal der Kamera einbetten. Darüber hinaus arbeitet das Ninja Phone leider mit einer recht ausgeprägten Latenz, die es für professionelle Anwendungen nicht geeignet erscheinen lässt.




Akkulaufzeiten

Eine klare Stärke des Atomos Ninja Phones stellen die Akkulaufzeiten dar. Durch den integrierten Akku des iPhones summieren sich die Laufzeiten mit dem externen Akku deutlich auf. Nach vier Stunden im Nonstop-Monitoring-Betrieb war der iPhone Akku Dank konstanter Nachladung via USB-C noch bei 100% und der externe Sony NPF-750 Akku zeigte noch ca. 25% an.



Wer also ein schlankes Monitoring-System für gelegentliche Einsätze sucht, das lange Laufzeiten ermöglicht, wird vielleicht beim Atomos Ninja Phone fündig.




Fazit

Mit dem Ninja Phone stellt Atomos ein bemerkenswert funktionsstarkes und flexibles Werkzeug für Consumer/Creator zur Verfügung. Die Stärken des Ninja Phones liegen in seinem modularen Aufbau, das hohe Mobilität ermöglicht (ein Smartphone hat man meist dabei), in den gut implementierten Streaming und Cloud-Upload Funktionen, die auch 4K Auflösungen ermöglichen, sowie im hochwertigen ProRes- und Proxy-Recording.



Zu den Mankos zählen die recht hohe Latenz sowie das Fehlen einer LUT-Monitoring-Funktion.



Wer ein flexibles, hochmobiles Streaming, Recording und Monitoring-Tool für seine DSLM im Creator-Segment sucht, wird mit dem Ninja Phone sehr gut bedient. Wer hingegen eher eine hochwertige Monitoring-Only-Lösung sucht, ist aus gleichem Hause mit dem Shinobi II besser bedient.


Ähnliche Artikel //
Umfrage
    Welches System nutzt Du hauptsächlich für den Videoschnitt?







    Ergebnis ansehen

slashCAM nutzt Cookies zur Optimierung des Angebots, auch Cookies Dritter. Die Speicherung von Cookies kann in den Browsereinstellungen unterbunden werden. Mehr Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung. Mehr Infos Verstanden!
RSS Suche YouTube Facebook Twitter slashCAM-Slash